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4 Wochen. 413D dm 13. Januar 1926. ochbauamt. Frey.

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rrstag, dem 28. ^aMar, Ähr. soll m der Safi« Wilhelm Straub I, iS Daldjagb unMk SemeinöeAakllttdMs >tiw6WSta bingungen merdmMder lanntgegeben. . cgwnMer-'Lamrvd orten):

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rir. 15 Dritter Blatt Siibm« AnzkiUr ISiNiwI-Anzeiger sür Sd«h«ü«n>Samstag, tt. Zmmar 1926

Auflösung des Weihnachtspreisrätsels

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Rösselsprung.

den Balsam deiner Wunde

Außenpolitische Umschau.

Von Professor Dr. Otto Hoetzsch, M. d. M.

Unter den vielen Aufgaben, die die neue Reichs­regierung zu erledigen hat, ist einmal die nächste die Antwort auf die Einladung zur vorbereitenden Abrüstungskonferenz in Genf und sodann

Den glücklichen Preisträgern werden chre Preise in Gießen durch unsere Boten, auf dem Lande durch die Post zugestellt.

20. Belfort, 21. Bene, 22. Oranten. Am Ende hängen wir doch ab von Kreaturen, die wir machten.

Zahlenrätsel.

1. Drunhilde, 2. Romulus, 3. Indium, 4. Chiafso, 5. Altdorfer, 6. Nanking, 7. Dreyse, 8. Undinen, 9. Scheffel, 10. Orsini, 11. Eisenach, 12. Nephrit.

Die Anfangsbuchstaben und anschließend die Endbuchstaben, von oben nach unten gelesen, er­geben:Brich an, du schönes Morgenlicht".

eine bürgerlich-liberale Gruppe.

Also nicht das Zentrum allein hätte Vorteil vom Anschluß; auch die Sozialdemokraten und die übrigen Parteien. Aber fragen wir, ob denn die klerikalen Oesterreicher sich wirklich dem Zentrum anschließen würden? Es ist viel wahrscheinlicher, daß sie eine besondereÖsterreichische Volkspartei", entsprechend

*) Wie sehr man damit zugleich gewissen baye­rischen Wünschen nach Begründung eines österrei­chisch-bayerischenDonaureiches" entgegenkommt, ahnt man in Norddeutschland kaum!

Gertrud Schulze, Kl. IVa3, Lollar: Ostini, Moritz von Schwind.

Obertertianer Fritz V o m e n d. Gießen, Kaiser­allee 56a: Dominik, Das Buch der Chemie. Quintaner Martin Lotz, Leihgestern, Kirch­straße 8: Gunther, Friedrich Schiller.

Untertertianer Wilhelm Menges, Großen- Linden, Bergwerk: Hahn, Chemisches Experi­mentierbuch.

Obertertianer Werner Lotz. Gießen, Bismarck­straße 1011: Meyers Historisch-geographischer Kalender.

U'tcrsekundaner Karl Adam, Gießen, Mar­burger Straße 581: Bieregg, Der Eisläufer.

Girardi kommt spät zur Probe.

Direktor:An Ihrer Stelle würde ich gar nicht zur Probe kommen."

Girardi:Natürlich, das würden Sie machen, Sie Schweinehund!"

Julius Dauer.

Der Librettist und der bekannte Wiener Journalist Julius Bauer gehen m Bad Ischl spazieren, über den Nestroh-Weg.

Der Librettist (schwermütig):Wurde man das glauben: Nestroy ist tot ... ich lebe."

Dauer:Sie irren! Nestroy lebt und Ste sind tot!"

Wintersport.

Was? Sie schnallen ab, wo die herrliche Ab­fahrt beginnt! In fünf Minuten sind Sie im Tal/

..Na eben, was soll ich in fünf Minuten in» Tol>"

Was hat

Und deinem Schmerze Ruh' gebracht?

der Bayerischen, bilden würden. Die österreichischen Verhältnisse sind jedenfalls den bayerischen viel ähn- Ncher als den rheinischen; am Rhein aber liegt die Hauptburg des Zentrums. Und wie selbständig die Bayerische Volkspartei (der bayerische Teil des ehe­maligen Zentrums) sich betätigt, zeigt die Haltung zur Reichspräsidentenwahl. Während das rote Sachsen aus Angst vor dem Katholiken Marx Hindenburg wählte, hat die Bayerische Lolkspartei gegen den Katholiken Marx den Feldmarschall gewählt. Alles deutet überhaupt darauf hin, daß das Zentrum sich nach einem Anschluß Oesterreichs, der das Ge­wicht der Konfessionen zugunsten des Katholizismus verändern würde (ohne daß er die Mehrheit er­langte), wandeln wird. Es ist begründet und ent­standen als Gegenschlag der Katholiken gegen das protestantische Kaisertum und das zu zwei Dritteln evangelische kleindeutsche Reich. In einem Groß- deutschland, das die Lage des Katholizismus zahlen­mäßig so verbessert, könnte es vielleicht anderen politischen Bildungen Platz machen. Wie man auch zum konfessionellen Moment stehen mag: daß diese Erwägungen stärker fein können oder sind als die nationalen, zeigt jene abnorme Schwäche unseres Nationalgefühls.

Es gibt aber unter den früheren Konserva­tiven noch eine Gruppe, die unter den heimlichen Anschlußgegnern zu nennen ist. Das sind die un­verbesserlichen Großpreußen. Diese kennen nichts als Preußen und seine Vormachtstellung im Reiche, und da sie durch den Anschluß Öesterreichs, der dem Süden ermöglichen würde, gegen den preu­ßischen Norden ein Gegengewicht zu schaffen, eine Erschütterung der absoluten preußischen Vorherr­schaft fürchten, sind sie Gegner Großdeutschlands. Von den rabiaten Berlinern, die vom Anschluß Oesterreichs eine Minderung der Stellung Berlins befürchten, brauchen wir kaum zu sprechen. Die überwältigende Mehrheit der Nation wäre wie von einem Alpdruck erlöst, wenn die entsetzliche Zentrali­sation, die in Berlin gipfelt zum schweren kultu­rellen Schaden unseres Volkes endlich aufhörte und ein so wahrhaftes Kulturzentrum wie Wien gleichberechtigt neben Berlin träte.

Wir sollten uns immer wieder sagen, daß Vor­arlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Niederöster­reich, Steiermark unb Kärnten uralte deutsche unb nichts als beutsche ßänber sind, die seit vielen Jahrhunderten zum Reiche gehört haben, durch die Verwicklungen des deutschen Schicksals für mehr als 50 Jahre abgetrennt wurden, aber jetzt heim verlangen ins Vaterhaus. Schande und Schmach über die Nation, die nicht alles und alles daran setzt, um ihren verlangenden Söhnen den Weg in die Heimat zu öffnen!

Es gibt weiter eine große Anzahl von Leuten, denen d e r R h e i n w i ch t i g e r ist als die Donau, d. h. die befürchten, daß man die Befreiung des Rheins gefährde, wenn man den Anschluß propa­giert. Diesen reinen Westpolitikern ist zu erwidern, daß sie den Beweis dafür schuldig bleiben müssen, daß der Rhein auch nur einen Tag eher befreit wird, wenn man Oesterreich seinem Schicksal überläßt, unb wenn wir den Anschlußwillen unterbrücken oder ignorieren. Die ungeheure Gefahr dieser Politik liegt darin, daß Oesterreich, Deutschland und Europa sich an den Zustand der wahnwitzigen Selbständig­keit Oesterreichs langsam gewöhnen. Man muß aber gerade die Unhaltbarkeit und Fragwürdigkeit des heutigen österreichischen Staates immer wieder betonen und muß immer wieder das Selbst- be stimmungsrecht der Völker, das jedem Botokuden eingeräumt ist, für die große, unteilbare deutsche Kulturnation fordern! Es ist unsittlich, zu dieser Frivolität der Entente uns gegenüber aus Sonderinteressen Ja unb Amen zu sagen!

Ferner gibt es ängstliche Gemüter, bie von einem Anschluß Oesterreichs bie Hereinziehung Deutschlands in bie Hände des Ostens und Südostens befürchten. Denen ist zu er­widern, daß in jenem balkanifierten Teil von Europa überhaupt keine Ruhe unb fein Friede ein­treten kann, solange nicht ein Großdeutschland in föderativer Verbindung mit allen jenen kleinen Staaten steht, d. h. solange nicht der zerstörte mittel­europäische Raum wieder unter deutscher Führung neu organisiert unb damit befriedet ist. Aus die Dauer kann man nicht gegen die Erfordernisse der Raumpolitik regieren.

Nun kommen wir zu einer sehr ernst zu nehmen­den Gegnerschaft. Wir meinen diejenige, die aus der ältesten innerdeutschen Feindschaft entspringt, dcr konfessionellen. Da sich im großen und gan­zen Norden unb Süden mit Protestantismus und Katholizismus decken, findet sich diese konfessionelle Gegnerschaft besonders in N o r d d e u t s ch 1 a n d. Hier heißt es, daß wir die 64 Millionen Katholiken nicht gebrauchen können". Man befürchtet, im alten SlulturfampfgebanCcn befangen, davon eine Verstär­kung des Zentrums*). Wie steht es damit? Diese Furcht wäre nur dann begründet, wenn die Oester- reicher wirklich alle poltisch-katholisch wären, also in Oesterreich sämtlich der klerikalen Partei, den Christ­lich-Sozialen, angehörten. Das ist aber keineswegs der Fall. Die Christlich-Sozialen halten den Sozial­demokraten etwa die Wage, und dazu kommt noch

Zoll- und Wirtschaftsunion mit Frankreich erwarten, sondern auch die französische Erlaubnis zum An­schluß Oesterreichs. Es sei gestattet, hier ein Frage­zeichen zu setzen, obwohl diese entfernten Möglich­keiten nicht unbedingt geleugnet werden sollen. Vor­erst aber ist Frankreich noch weit von solcher Ver­söhnung und jedenfalls Gegner des österreichischen Anschlusses.

Der zweite, fast verzweifelte Gegner ist derjenige Staat, der die eigentliche Erbschaft des alten Oester­reich als typischer Nationalitätenstaat angetreten hat: die Tschechoslowakei. Dieses künstliche Staatswesen, das sich den Anschein eines tschechischen Nationalstaates" gibt, obwohl die Hälfte feiner Einwohner anderen Völkern anpebört (Deutsche, Madjaren, Ukrainer, autonomistische Slowaken), hängt in seiner Selbständigkeit wie cs sie auffaßt, d. h. in seiner antideutschen Richtung an der Seite Frankreichs davon ab, daß Oesterreich sich an Deutschland nicht anschließt. Seine geographische Lage ist eindeutig: nach der Bildung Großdeutsch­lands ist es von Schlesien, Sachsen, Bayern und Dc^erreid) her vom Deutschen Reiche umklammert, und die Lage wird noch dadurch gefährdeter, daß die gesamten Randländer Böhmens von den dreiein­halb Millionen Deutschen bewohnt sind, die nichts anderes erstreben, als dem tschechischen Zwangsstaat d"n Rücken zu kehren. In diesem Falle würde der Vorteil des Raumes (Zentralfestung und Zwinauri gegen Deutschland) durch den Nachteil des Volks­tums mehr als wettgemacht. Ja, nach der Bildung eines Großdeutschland könnte man sich ein wirtschaft­lich selbständiges Böhmen kaum noch vorstellen.

Seit kurzem ist nun noch ein dritter Gegner des Anschlusses Oesterreichs auf den Plan getreten: das Italien Mussolinis. Es gab eine Zeit, in der dieses Land den Anschluß zum mindesten ohne Be­dauern gesehen hätte. Aber das faszistische Italien hat infolae seines skandalösen Vorgehens gegen die Viertelmillion südtiroler Deutschen ein schlechtes Ge­wissen. Diese Politiker können sich nicht vorstellen, daß ein Großdeutschland soäter den Raub unb die Vergewaltigung des deutschen Südtirol ruhig ge­schehen lassen könnte: unb da die Brennergrenze ein Dogma der Faszisten ist, wollen sie alles ver­meiden, um eine unmittelbare Grenze mit (Groß-) Dctschland zu erhalten.

Es gibt nun das muß man einmal offen und deutlich sagen feinen beschämenderen Beweis für die abnorme, ja franfhaste Schwäche des deut­schen Nationalaefühls, als die Tatsache, daß im Deutschen Reich über den Wert ober den Un­wert des Anschlußes von 64 Millionen Deutschen, die die ältesten unb herrlichsten deutschen Kultur­lande bewohnen, die Heimat Walters von der Vogel- weibe, der Nibelunaen, Haydns, Mozarts, Schuberts, Grillparzers und so unmutiger anderer, überhaupt diskutiert wird! Diese traurige Wahrheit hat kürzlich ein englischer Staatsmann einem Oefter= reicher mit den Worten ausgesprochen: Bald käme es kmhin, daß die Entente um den Anschluß förmlich betteln, daß aber Deutschland dieses Geschenk kurzer­hand ablehnen würde, weil dort fein Mensch darauf vorbereitet fei und den Anschluß überhaupt wolle. Wie ist diese ungeheuerliche Tatsache zu erklären? Wer sind die mehr ober weniger versteckten An- schlnßgegner im Deutschen Reiche?

Gegner des Anschlusses ober wenigstens Zweifler an feinem Wert finb natürlich zuerst gewisse Kreise der Wirtschaft, die von einem Anschluß Oesterreichs mit feiner Industrie Schaden befürchten. Öder sie sehen voller Angst Zuschüsse an das leidende Oesterreich voraus. Es sei nur darauf verwiesen, daß Oesterreich, daß Wien die uralte Pforte zum Orient ist, und daß die Uebernahme der wirtschaft­lich-politischen Machtposition Wiens gegenüber dem Osten eine gewaltige Bereicherung Großdeutschlands bedeuten würde.

Dann sind diejenigen lauen Leute zu nennen, die in wunderbarer Logik! vom Anschluß nichts hören wollen, weil bie ganze Frage jetzt nichtaktuell" sei. Die Anschlußverbote bestün­den fort, wir hätten Wichtigeres zu tun. Denen ist einfach zu erwidern, daß, wenn man nicht davon spricht, die Entente von selber natürlich nie­mals die Erlaubnis zum Anschluß geben wird; an uns ist cs, den Stein ins Rollen zu bringen!

Es erhielten Preise:

Mary Thiel in Mainzlar: Feuerbach, Iphi­genie.

Quintaner Hartmut Eberle. Treis a. d. Lda.: Aschenborn, Satan und andere afrikanische Er­zählungen.

Lina Biedenkopf, Gießen, Bleichstrahe 29: Feuerbach: Paolo und Francesca.

Quartaner Werner Gräf, Gießen, Bleich­strahe 25: Mausilla, Die letzten wilden In­dianer der Pampa.

Untersekundaner Eilhard Schlesinger, Gießen, Walltorstrahe 48p.L: Sominif, Das Buch der Physik.

Obersekundaner Alfred Schröder. Gießen, Henselstrahe 611: Drohmer, Tierbestmunungs-

ßieWte Erler, Kl. Via', Gießen, Ostanlage 38: Ernest Thompson Seton, Fahnenschwanz und Sandhügelhirsch. . ...

Obertertianer Hans Joachim c to e ö, ®iepen. Kaiserallee 9: A. N. Bond, Wir Techncker im Dollarland.

Margot Grauling. Grünberg «Pfarrhaus): Peter Nosegger und sein Heimatland.

Obertertianer Karl Kobel. Gießen, GtdiiQ* st raße 9: Schiss ahoi! Jahrbuch für Natur, Sport und Technik.

Wilma Schleenbecker, Kl. Va\ Ktnznrbach, Bahnhofstraße 8: Arthur und Beate Bonus, Das Olafbuch.

Obertertianer Achaz von T h um en Gießen, Bismarckstraße 441: Blodigs Alpenkalender.

Hilda S ch l i e r b a ch . Kl. V, Kmzenbach: Mittet, Die Aehrenle'erinnen.

Unterprimaner Albert Jockel. Gießen, Bruch­straße 191: Joh. Poefchel, Einführung m bx- Luftfahrt.

Liebe Mädels und Buben, insonderheit auch liebereifere Jugend! Heute kommt, seinem Versprechen gemäß, wie jedes Jahr, der Rätsel- onkel mit einem toop(gefüllten Sack voll schöner, nützlicher und lehrreicher Dinge, die verteilt wer­den sollen unter zwanzig fleißige und gewitzte jugendliche Leser und Leserinnen desG i e - feen er Anzeigers, die heute mit einem Preis ausgezeichnet wurden, zur Belohnung für unverdrossenes und schließlich erfolgreiches Knacken mancher reichlich hartscha igen Nuß. Rösselsprung und Kreuzworträtsel, Rechenaufgabe, Zahlen-, Silben- und Verschieberätsel wollen gelöst sein; ganz besonders dann, wenn der arglistige und leider unausrottbare kleine Kobold, der Druck­fehlerteufel, neckisch umherhüpft und allerlei Un­fug stiftet. Doppelter Dank und verdiente Be­lohnung gebührt denen, die sich dennoch die Mühe nicht haben verdrießen und die Zeit nicht haben lang werden lassen, bis alles rund und nett, aufs letzte Tipfelchen herausbuchstabiert, -gerech­net und -getüstelt war. Nicht alle unter den vielen jungen Einsendern in Stadt und Land haben richtig geraten, nicht alle haben die neu­gierigen Fragen des Rätselonkels völlig beant­wortet; auch waren manche schon recht große Kinder, die der Schulbank schon reichlich ent­wachsen waren, unter der vielköpfigen Schar, die sogar teilweise in hübschen Versen das Ergebnis ihrer weihnachtlichen Mußestunden dem Rätsel­onkel auf den Tisch legte. Allen, den lachenden Gewinnern, deren Namen mit den richtigen Lö­sungen unten zu finden sind, wie den Leer­ausgegangenen, die sich auf mehr Glück beim nächste Mal vertrösten mögen allen seinen jungen Freunden. Neffen und Nichten in Stadt und Land, sagt Dank und Gruß und ein herzliches

Auf Wiederseh'n!

der Rätselonkel.

Derschieberätsel.

Pater Filucius".

Die fromme Helene".

Rechenaufgabe.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom NedaktionSttsch.

Wiener Anekdoten!

Dela Haas.

Was machen Sie heuer zu Wethnachteii, Herr v. Haas?"Keine Geschenke!"

Dars ich um ein kleines Almosen bitten, Herr v. Haas?" . .

Alles, lieber Mann, nur das Nicht! Mem Geld" ist ein Andenken an meinen gottseligen Dater und das darf ich als pietätvotter Sohn nicht weggeben." e

Ist das neue Lustspiel sehr zum Lachen?"

Ich ich habe geweint!"

Was?"

Ja um mein Geld I"

Alexander Girardi.

Es gibt für einen Komiker drei M^yoden Karriere zu machen: Entweder er ist flein und dick, oder hager und dürr, oder er muh was können!

Ich soll Ihnen Geld borgen? Wenn ich es Ihnen nicht geb, werden's bös werden. Wenn ich es Ihnen geb, wern's bös to:m. wann's mir s zurückgeben. Wern wir lieber gleich bös.'

Cs ist die süße Himmelskunde Aus einer längst vergang'nen Nacht.

O Nacht des Mitleids und der Güte, Die auf Judäa niedersank, Als einst der Menschheit sieche Blüte Den frischen Tau des Himmels trank. 0 Weihnacht! Weihnacht! Höchste Feier! Wir fassen ihre Wonne nicht: Sie hüllt in ihre heil'gen Schleier Das seligste Geheimnis dicht.

Denn zöge jene Nacht die Decken Vom Abgrund uns der Liebe auf, Wir stürben vor entzücktem Schrecken, Eh' wir vollbracht den Lebenslauf.

(Lenau.) Silbenrätsel.

1. Andalusien, 2. Merok, 3. Ecuador, 4. Niobe, 5. Donna, 6. Element, 7. Hindu, 8. Äther, 9. Neurasthenie, 10. Gulden, 11. Eiland, 12. Na­gasaki. 13. Wespe, 14. Inowrazlaw, 15.

16. Dagmar, 17. Osmium, 18. Chma, 19. Attasch,

Großdeutschland.

Don Dr. W. S ch ü ß l e r, o. Professor der Geschichte an der Universität Rostock.

Der Zusamenbruch des Donaureiches und die 2$efeitigung der preußisch-deutschen Dynastien hat das Problem Großdeutschland als drängendstes nationales Problem Europas auf die Tagesordnung gestellt. Man wird nicht übersehen, daß auch die demokratische Losung vom Selbstbestimmungsrecht der Völker in dem Augenblick von erheblicher Be­deutung für uns wurde, da die Siegerstaaten auf Grund dieses Prinzips Mitteleuropa balkanifierten, ohne doch eine wahrhafte Losung der nationalen Probleme finden zu können. Der Ausgangspunkt für alles weitere muß der freie und feierliche Ent­schluß des verstümmelten, Böhmens und Tirols be­raubten Rumpfösterreichs sein, die Vereinigung mit dem Deutschen Reich zu vollziehen. Dieser Entschluß ist bereits am 12. November 1918 ausgesprochen, als die österreichische Nationalversammlung ihre Heimat als Teil der Deutschen Republik erklärte. Und daran hat trotz aller Hetze, trotz allen habsburgischen Wüh­lereien das österreichische Volk in seiner überwäl­tigenden Mehrheit festgehalten. Eine Volksabstim­mung in Oesterreich würde heute mindestens 90 Pro­zent der Stimmen für den Anschluß an Deutschland ergeben, erklärte jüngst ein eng­lisches Blatt. Man weiß, daß die Friedensdiktate uns und Oesterreich den Anschluß verbieten; daß also die Bildung Großdeutschlands vor allem ein außenpolitisches Problem ist.

Aber es ist, so seltsam es klingen mag, in hervor­ragendem Maße doch zugleich auch ein inner­politisches.

Es verlohnt sich, die äußeren und inneren Gegner Großdeutschlands einmal nachein­ander aufzuzählen. Aus dieser Reihe sind England und Amerika so gut wie ausgeschieden; das Interesse für den balfanifierten Osten Europas ist gering; an der Donau liegt fein Lebensinteresse der Angel­sachsen, die Hauptgegner sind also die Fran­zosen. Die traditionelle französische Politik, seit dem 17. Jahrhundert bewußt auf die Schwächung und Zerstücklung des deutschen Nachbarn ausgehend, kann auch hier kaum anders handeln. Die Fran­zosen sind in Europa immer nur ein Volk von 38 Millionen, während ein um Oesterreich verstärktes Großdeutschland bald 80 Millionen Einwohner zählte. Das ist der Alpdruck auf Frankreich. Können die Franzosen gutwillig diese Stärkung der deutschen Macht zugeben?Macht" trotz der Abrüstung? Es gibt manche Politiker, die als Folgen der Paktpolitik von Locarno nicht nur eine dauernde Versöhnung,

die Entscheidung, wann und wie der Antrag Deutschlands auf Eintritit in den Völkerbund gestellt werden soll. Mit dem Streit um die Ver­tretung in der Völkerbundsbureaukralie, der in der letzten Woche sehr lebhaft die Gemüter erregt hak. warf die Beteiligung Deutschlands an der prakti­schen Arbeit im Völkerbund ihre «chatten schon voraus. Die Linkspresse hat alles getan, um mit einem großen Aufgebot von sittlichem Pathos den Sachverhalt in diesem Streit zu verschieben oder zu verdunkeln. Sieht man ihn ruhig an, jo ergibt ich.wie die Verhandlungen des Auswärtigen Aus­schusses, die mit Recht in aller OessentUchkeit ge­führt wurden, .zeigten, daß der Generalsekretär des Völkerbundes sich beunruhigt gegenüber dein deut­schen Generalkonsul in Gens geäußert hat über Be­mühungen um Posten für Deutsche in der Völker- bundsoerwaltung, im Sekretariat. Diese Tatsache ist nicht zu bestreiten. Es steht auch fest, daß der Vorsitzende der Zentrumspartei in einem Schrei­ben an eine nicht bekannte Persönlichkeit in Genf Deutsche, die für freiwerdende Posten in Frage kämen, genannt und empfohlen hat.

Nach der Völkerbundssatzung ernennt der Gene­ralsekretär die Beamten mit Zustimmung des Rates. Selbstverständlich wird er, bevor er für wichtige Posten Kandidaten in Aussicht nimmt, sich mit der Regierung des betreffenden Landes, aus dem diese Kandidaten genommen werden sol­len, in Verbindung setzen, und ebenso selbstver­ständlich ist die Regierung eines Landes die ein­zige Stelle, die vorzufchlagen hat und die für die Auswahl geeigneter Leute verantwortlich ist. Ver­suche, über ihren Kopf hinweg oder hinter ihrem Rücken sich um einen solchen Posten zu bemühen, können nur dem Vaterlande schaden unb, wenn sie ans Licht kommen, sehr peinlich wirken. Aber Schuld an dem Schaden, her Deutschland aus die­sem Vorgehen entstanden ist, trägt eben der unter­nommene Versuch von Parteiseite, noch ehe die Sache spruchreif wurde, einen Einfluß auszuüben und den eigenen Anhängern Posten zu reservieren. Es war doch nützlich, daß, wie die Lage ist ober wie sie fein soll, so eindeutig festgestellt wurde, wie es geschah.

Diese Posten in der Völkerbundsversammlling sind nun nicht das Wesentliche. Zunächst müssen nebenbei gesagt, derartige Posten in größerem Ausmaße frei werden, da die Beamten in' Genf doch natürlich mit längeren Kontrakten angestellt sind. Dann richtet sich der Anteil eines Landes auch einigermaßen nach dem Beitrag, den das Land an den Völkerbund zahlt. Das steht in bezug auf Deutschland auch noch nicht fest. Aber wie ge­sagt: diese Posten mögen sehr angesehen sein, be­sonders, da sie gut bezahlt werden, das Wesentliche in der Vertretung für Genf sind sie nicht. Viel wichtiger ist, w i e und von wem die Vertretung Deutschlands in der Völkerbundsoersammlung, im Rat und in den Kommissionen des Völkerbundes wahrgenommen wird.

Wer sich einigermaßen mit dem Völkerbund beschäftigt hat, weiß, daß es sich dabei um sehr

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