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AlSseld, 14. Dez. 3n der Aach: auf Montag brach auf dem etma sechs Äilometca entfernt liegenden Hosgut Dotzelrod, daS dem Freiherrn von Ratsmann gehört, auf ungeklärte Weise gegen drei Uhr in den Octo- nomiegebäuden Feuer auS, das sich mit rafen- dar Geschwindigkeit auflbre tote, so dafz ein grosser Teil des D.ehbestandes deS Pachers verbrannte. Don 35 Mastschweinen verbrannten 28 Stück. Zwei Fohlen, die bereits angesengt waren, konn­ten mit knapper Rot gerettet werden, auch den Rindviehbestand konnte man noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Auster diesen Derlusten an Dich verbrannten grobe Srntevorräte, etwa 600 Zentner Hafer, 30 Wagen Klee heu und etwa 2000 Zentner Stroh. Als die Motorspritze von Alsfeld an der Brandstelle erschien, waren die Wirtschaftsgebäude bereit- zum gröhten Teil nie 6 er gebrannt, und man mußte sich daraus be­schränken, Die angrenzenden Wohngebäude zu netten. Gegen acht Uhr morgens war die Gewalt des Feuers gebrochen, jedoch brannten die gro­ben Dorräte in den Scheunen noch weiter. Hebet die Gn'.stehungsursache ist nichts bekannt, jedoch liegt die Vermutung nahe, daß Drandstif- t u n g in Betracht kommen Dürfte. Dem Pächter ist sehr hoher Schaben entstanden.

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Ravalleristentag in Gießen unter b<m Protektorat Mackensens. Am 8. Mai nächsten Jahres begeht der Kaoallerie-Derein Gie. tzen die Feier seines 20jährigen Bestehens, mit der ein allgemeiner Kaoalleristentag verbunden fern soll. 3u dieser bedeutsamen Aeranstaltung werden die ehemaligen Kavalleristen des besetzten Gebietes und des Saarlandes in großer Zahl hier erschemen. Um den schwergeprüften Kameraden des Rheinlandes und der Saar seine besondere Anerkennuno zum Ausdruck zu bringen, Hal Genecalfelümarschall von Mackensen das Protektorat über diesen allgemei nen Kavalleristenlag übernommen.

** Gießener Freiwillige Feuer- wehr. Bei dem am Samstag staitgehabten Fami- lienabend überreichte im Auftrag des Kreisamtes der Branddirektor Braubach dem Kameraden Karl K r ä m e r in Anerkennung 2äjähriger treuer Dienst­zeit bei der Freiwilligen Feuerwehr das vontz Mi- nffteriüm des Innern verliehene Ehre" pichen, fla­me rab Philipp Klotz erhielt in Anerkennung -wjähriger treuer Dienste das vom Gesamtminiftc- rium oerliehLve Ehrenzeichen ausgehändigt.

* Oberhess ischer Kun st verein. Dei der gestern staltgehabtm JabreSherlosung wurden unter Die MitUieder acht Anre^schrinL und 52 im Laufe des Jahres angelauste Kunstgegrnstän^e verlost. Änteilscheine isntlidcn auf: SpeLiteur Adolf 2h n der (100 Mk.), Lehrer Feldner - Kleinrechtc ubach (100). Kaufmann C Röhr sen (50), Kaufmann Heinrich Aubel (50), Dr. Klewltz (25), Professor Wentzel (25), Kaufmann W H 0 r n (25), Geheimerat Dr. Güngerich (25). Kunstgegenstände, b-ste­hend aus Oelgemäldrn, 21 )uarjUen, Radierungen, Plastiken ufto. gewannen: Ooerstudiendirektor Roller, Kaufmann H. T r ä n k n e r. Äaufm.irm D Denner, Kaufmann Karl D ä r, Professor Schaum, Frau W. Straub, RegierungSrat Krüger, Studrenrat Schaaf, Stadt Giehen, Kans^ Burger, Landger.-Dir. Dücking, Ge­heimerat Henfell. Kaufmann O. Säubert Frau F. L. Bcwber, Obersekretär Sensfel- der, Geh.-Rat Martin, Dr. jur. G. Gail, Kriminal-Kommissar Müller. Grobkaufmann Ad. Fischer, Geh.-Rat Elbs. Ober-Pvstsekre» tär S a h m, Forstmeister L ö b e r - Londorf, Geh.- Rat K a e h, Dr. med. P l 0 ch, Lehrer W. Hof­mann, Frau von Thümen, Verwaltungs- Direktor Kolb, Kaufmann C. Oppenheimer, Kommerzienrat S ch a f f st ä d t, Fr. n ein E. S e n- ner, Professor Ieh, Frau Käthe Müller, Dankdirektor Zeller, Kaufmann GustavPe^rL Geh.-Rat Pasch, Zahnarzt Dr. P e t s ch, Justiz- ........... 1 ' 1"

tat Dr. Rosenberg. Bankier Herz. Fräulein M L e y e r z a pf - Wieseck, Kunstmaler Helmuth M ue l l e r - Leubert Frau Daronin von Ra­benau, Rechtsanwalt En g^ sch. Kaufmann E. Röhr jun., Zahnarzt Dc. Fischer, Frau Dr. Kipper, Studienrat Dr. Dietz, Zeichrnlehrer Schäfer, Fabr'u'ant K. Dänninger. Kaufmann E. Schulze, Landgerichtsrat Willenbücher, Frau Lina D a r t h e l. A.le, soweit nichts anders angegeben, in Giehen wohnhafL Don Freitag, 17. l. Mts. an werden wieder lediglich Werke der Weihnachtsausstellung^ Künstler- Hilfe 192 6 zur Schau gebracht. Die Ausstel­lung ist umgruppiert, insoesondere wurde eine groherc Zahl anderer Dilder ausgehängt. Die Defuchszeilen sind: Sonntags, Mo.rtags, Mitt­wochs und Freitags von 11 bis 1 Plyr, Sonntags auch von 3 bis 6, Mittwochs von 3 bis 7 U91.

D te Deutsche Dau- und Sied­lungsgemeinschaft. Sitz Darmstadt, hielt am Sonntag in der Turnhalle chren ersten ober- hes'ischen Bezirkstag ab. Dorntit.ags hat.en sich die Vertreter der oberhe^ischen Ortsgruppen zu- fammengefunden. um wichtige Fragen zu be- sprechen. RachmUtags sprach in einer öffent­lichen Versammlung, Die sehr stark besucht uat, Tezirksieitcr Essinger- Dutzbach über die Gründe, die zur Gründung der Genossenschaft geführt haben, und über die Ziele der (Scnofkn- fchast. 3n der Deul'chen Dau» und S^edlungs- gemeinfchast hätten rtch Die Milg ieder zusammen- qesundep, um sich gegenseitig zu helfen, ohne Das) der eine von dem anderen ausgebeutet und um den Ertrag seiner Arbeit betrogen werde. Wau habe sich abseits gestellt von Partei und Politik, und erstrebe eine Gerne.nschast des schaf­fenden Dolles über den Parteien und über Den Ständen.W.r lassen uns feine Zinsen geben für die Gelder, die wir h ngeben, u. geben keineZin- sen für die Gelber, Die wir erhaben. Wer bei und Mitglied werden will, hat einen GeschäitSanteil von 20 Marl äh erwerben, und wenn er Haus- nnwärter werden will, einen Hausanteil von mindestens 200 Mark und eine monatliche Wei­terzahlung von mindestens 10 Mark zu leisten. Die Vergebung der Hausdarlehen geschieht in einer bestimmten, von der Generalversammlung feft gehegten Reihenfolge. Rach Fertigstellung eines HnufeS ist das Darlehen nebst einem zehn- pro erUigen Derrnastungszuschlag in monallichen Da.en zurückzuzahien. Diese monatlichen Raten, mit denen das Kapital getilgt wird, sind genau so hoch als Die Zinsen, Die jährlich etwa fünf Prozent ausmachcn würden. Daraus ergibt sich,

bah es bei uns auch dem Heinen Manne möglich gemacht wird, zu einem Eigenheime zu tom- u.en." In der Au-spräche wurde bemängelt, daß der Redner nicht gesagt habe, wie lange Der einzelne Anwär.er aui ein Haus warten mülle. Herr C| fing er erwiderte daraus, dast grund­sätzlich niemals eine Derartige Wartezeit an­gegeben würde, weil man das nicht könne. Wie lange Der einzelne auf ein Darlehen warten müsse, sei gan.; von Der Entwickelung der Ge­meinschaft abhängig. Dis jetzt feien 402 Dar­lehen vergeben und vor kurzer Zeit fei auch eine Vereinbarung mit Der Thüringischen Re­gierung Dahingehend getroffen worden, dah Die Regierung zu jedem Darlehen. Das nach Thü­ringen entfällt, oon sich aus 3500 Mark zu ein Prozent jährlichen Zinsen, Die aber leDiglich als Derwaitungswstenausgleich zu betrachten seien, zulege. Dadurch würde natürlich das Tempo Der Dariehnszuteilung in Thüringen tee- fentlich belchlcm.i t Die Dersammluog zollte Dem Redner lebhaften Deisall.

3 um Weihnachts- und Reu - jahrSkartenversand teilt die Post mit: Ohne älmschlag ve.sandte gedruckte Weih­nachts- und Reujahrskarten, Die Den Destimmun- gen für Postkarten entsprechen müssen, kosten im Ortsbereich des Aufgabeorts, auch wenn sie mit beliebigen handschriftlichen Zusätzen versehen sind, 3 Pf. Sollen sie im Fernverkehr gegen Die Ge­bühr für Dolldrucksachen (3 Pf.) befördert wer­ben, so Dürfen auster Den f»genannten Absender­angaben iAbsendungstag, Harne. Stand und Wohnort nebst Wohnung des Absenders ufto.) noch weitere 5 Worte, die aber mit Dem ge­druckten Wortlaut in leicht erkennbarem sach­lichen Zusammenhang stehen müssen, handschrift­lich hinzugefügt werden. Die hn offenen Umschlag versandten Weihnachts- und Reu­jahrskarten losten sowohl im Ortsbereich des Aufgabeorts wie nach auherhall» nur dann 3 Pf., wenn auf Der Karte auster den Abfenderangaben (siehe oben) nichts weiter geschrieben ist. 2st jedoch ein vorhandeirer Wortaufdruck, wie ..Herz­lichen Glückwunsch zum neuen 2ahre" und dergl. handschriftlich durch gestattete Rachtragungen bis zu 5 Worten z. D. durch Den Zusatzsendet mit besten Grühen Ihre" ergänzt, so ist hie Ge­bühr für Tellbrucisachen. also 5 Pf. zu ent­richten. Weitere Rachtragungen bedingen die Driesgebühr (im Ortsverkehr 5 Pf., nach auster- halb 10 Pf.). Oluf Karten, die lediglich ein gedrucktes Bild, aber feinen Aufdruck von Wor­ten tragen, Dürfen handschriftlich nur die Ab-

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