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bei kinderreichen eine 2orauszah- nach bem später Freistellung von ilm derartige Un- bet Reichsminister mt: Unterläßt der ihm biS 15. Do- iescheid noch nicht an sich am 15. Ho' i der Rate, zahlt er ach der Zustellung ben gesamten auf e Jahre 1925 unb etrag, so wird von -uschiaM ab mg Don 3er,ug» Memberrate ab- tätigt txffl dieser also binnen zver JermögenSsteuer- nachzuMn. um unb 1926 die für DorauSzahlungOT schiedsbetrag. den ng des Beschs 15. »f Ä verstand^ W b zu machen. M sprechen, b. h- .

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Me da- Aufwertungsgesetz zwischen persönlicher Forderung und dinglichem Recht durchführe, unter der »Hypothek" im zweiten Absav des § 28 Aufw.-Ges. nut daL dingliche Recht verstanden Werden könne. Da« Kammergericht glaubt hier­nach in erster 2inie den Wortlaut de« § 28 2lbs. 2 für seine engere Auslegung in Anspruch nehmen zu dürfen. Aber gerade darin kann ihm nicht beigetreten werden. Ob die rein juristische Auslegung nach dem Wortlaut des Gesetze« aus­reicht, wird M>ingefie£Ü gelassen. Sachlich wich­tiger ist so heißt es in den Entscheidungs­gründen wörtlich. bah die Erwähnung der Hypothek im Eingänge de« Absatz 2 keineswegs dazu nötigt, auch den gesamten Inhalt der Go- setzesbestimmuna nut von dem dinglichen Recht zu verstehen. Der Unterabschnitt IV de« zweiten Abschnitt« über die Rückzahlung, Verzinsung und Tilgung hat (abweichend von den Unterabschnitten I und II. aber übereinstimmend mit Unterabschnitt lllj das dingliche Recht und die persönliche For­derung gemeinsam zum Degenstande. Die« gilt namentlich und unbestritten auch von den die Derzinsung des ..Auswertungsbetrages" regeln­den Vorschriften des §28 Aos. 1. Heiht es nun im unmittelbaren Anschluh daran im Absatz 2: -Wird die Hypothek in'olge Aufwertung kraft Rückwirkung wieder eingetragen, so beginnt die Derzinsung erst mit dem Beginn des auf die Wiedereintragung folgenden Kalenderviertel­jahres". lv kann zwanglose Lesuna unter .der" Derzinsung nur die im vorhergehenden Absatz geregelte, d. h. eine. Verzinsung verstehen, die persönliche Forderung und dingliche« Recht gleich- mäßig betrifft. Fehlt es zwar an ausdrücklichen Steuerungen des Gesetzgebers, so ist doch dem Obersten Landesgericht in München darin bei­zustimmen. dah sich mittelbar ein wesentlicher Anhalt für die Absicht der Einbeziehung der persönlichen Forderung unter die Vorschrift des Absätze« 2 ergibt. Dah ihr wenigstens zunächst zugunsten des Drundstückseigentümers die Ab­sicht einer Erleichterung der Aufwertungslast zu- aurnd^ liege, sollt« ihrem Wottlaute gegenüber kaum besonderer Begründung bedürfen. Der nach der Auslegung des Gesetzes zum Zweck einer Begünstigung der Aufwertungsschuldner im allge­meinen getroffenen Regelung gegenüber versagt der Einwand, dah die Abhängigmachung des Derzinsungsbcglnns von der Wiedereintragung der Hypothek im Grundbuche vielleicht für den Umfang der dinglichen, nicht aber der persönlichen Haftung ihre Berechtigung hab«. Ebenso schließt der Umstand, dah das Aufwertungsgesetz bei der Haupt forderung eine über das Maß bet ding­lichen je nach Umständen weit frinausgehende per­sönliche Haftbarmachung zuläht, die gleichmäßige Behandlung in Betreff des Verzinsungs- beginns keineswegs aus.

Bornotizen.

Zagesfalenber für Montag: Konsum-Verein 8.15 UhrStadt Wetzlar",Post- keller" undZur Lahnlust" Mitglieder-Bersamm- lungen. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Ein Walzertraum". Astoria-Lichtspiel«.Das unheimliche Haus".

Ein wichtiger Beschluß der Lan­desversicherungsanstalt Hessen zu zugunsten der Tuberkulose-Kranken ist in der jüngsten Sitzung des Gesamtvorstandes der Der- sicherungsanstatt gefaßt worden. Präsident Reu­mann machte hierüber am Samstag in der Hauptversammlung des Heilstättenvereins für Hessen Mitteilung. Roheres ist aus dem Bericht über diese Versammlung an anderer Stelle dieser Ausgabe ersichtlich.

* 3 u m Zugverkehr am Buh - und Bet 1 ag. Gemäß einer Weisung der Reichs­bahndirektion Frankfurt a. Main werden am 17. Rovember 1926, am preußischen Buh- und Bet­tag, Me Züge 3111 werktags und 3112 werktags zwischen Wetzlar und Lollar gefahren. Wetzlar ab 5.11 nachm., Lollar an 5.54 nachm., Lollar ab 6.34 nachm., Wetzlar an 7.14 nachm.

Derkehrsbund Oberhessen. Die für Montag, den 22. Rovember, einberufenc Grün- Mmgtoerfammlung muhte, da an diesem Tage eine bedeutsame Versammlung des Verbandes der hessischen Bürgermeister stattfindet, auf Montag, den 2 9. Rovember vor schoben werden. 2ln diesem Tage soll dann die Gründung des Der- kehrsbundes bestimmt erfolgen.

* * Eine Autoomnibusverbindung zwischen Giehen, Alvach und Steinbach beab­sichtigt die Firma Ahmann & Schneider (Giehen) in Betrieb zu nehmen. Wie uns aus Steinbach berichtet wird, ist am Freitag ein für diesen Zweck bestimmter Wagen vorgeführt wor­den, mit dem man auch einige Probefahrten unternommen hat. Sobald Me Konzession er- teilt ist, soll der Verkehr aufgenommen werden.

" DerStahlhelm"-Schriftleiter Heinz aus der Untersuchungshaft ent la ff en. Der am 25. August in Verbin­dung mit der Fememordsache Wagner (Bad- Rauheim) in Untersuchungshaft genommene Hauptschriftleiter der Zeitschrift .Der Stahlhelm", Friedrich Wilhelm Heinz, ist, wie sein hie- bger Verteidiger uns mitt eilt, am Samstag

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erfordern heut« ein« sorgfältig« lejtgebnng unb SatzauLstattung. Gute Sahletstungen find nur erreichbar, wenn Me Anzeigen Meltig genug oujgegeDen werden. Der Annahmeschluß für alle Anzeigen im Gießener Anzeiger entfällt auf ben Nach­mittag vor bet Aufnahme. Empfehlungs­anzeigen müßen, je nach Umlang und Satz- schwierigkeiten. zwei bis drei läge vorher bestellt fein. Nur mit Sorgfalt unb dem not- wendigen Zeitaufwand gesetzte Empfehlungen

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au« der ilnlerluchungshah in Butzbach entlaf- I e n worden, da der Stand der gegen »hn ge­führten Untersuchung eine weitere Aufrechterhal­tung der Haft nicht rechtfertigt. Die Verhand­lung gegen die übrigen in dieser Sache Ange- sckntldiglen ist im Januar nächsten Jahre« zu erwarten.

Eisenbahnerjubiläum Heut« sind es vierzig Jahre, daß der Eisendahn-Ober­sekretär August Lub, wohnhaft in Klein- Linden. im Eisenbahndtenft tätig ist. Der in Eifenbahnerkreisen weit über den Heimatbezirk bekannte und geachtete Jubilar trat mit dem 14. Lebensjahr bei der Eisenbahn ein. Mit Aus­nahme von etwa fünf Jahren, in denen er auf auswärtigen Bahnhöfen stationiert war, ist er dauernd im Bahnhof Gießen, und zwar über­wiegend im Betriebsdienste tätig gewesen.

5 0 3 ab re Gießener Rudergesell- schäft. Die Gießener R. ®. v. 1877 feiert im Ja­nuar n. 9. das Jubiläum ihres 50|äfrrigen Be­stehens. Kus dem Anlaß ist im Juni eine groß­zügige Jubiläumsregatta geplant. Die Rudergesell- schäft hat seit ihrem Bestehen bisher 166 Siege in offenen Rennen erkämpft und auch im letzten Jahr erfolgreich abgeschnitten.

ee Gießener Schwimmverein. Die Jahreshauptversammlung am Samstagabend im Postkeller" erledigte bei guter Beteiligung der aktiven und passiven Mitglieder ein« umfang­reiche Tagesordnung. Der erste Dor itzende. Pascoe sen., gab zunächst einen allgemeinen Bericht über das vergangene Geschäftsjahr. Er ?ab seiner vollsten Zufriedenheit über die ge» eistete Arbeit und die erzielten Erfolge Aus­druck und wies insbesondere darauf hin. daß trotz der um die Jahreswende 1925 26 durch­gemachten Krisis der Verein gefestigter denn 1« dastehe. Mit ein Beweis dafür sei schon das im Laufe von/* Jahren erfolgte Ansteigen der Mitgliederzahl von 150 auf 235. Der Kassen­wart Lang gab sodann einen Lieberblick über die Einnahmen und Ausgaben und legte dar, dah trotz der dauernden Reigung zum Minus es doch möglich gewesen sei, mit einem wenn auch sehr kleinen Aktivurn abzuschließen. Besonders groß« Posten in den Ausgaben waren die Reisegelder und die für die Lleberstunden im Volksbad entrichteten Beträge, lieber die sportliche Tätig­keit berichtet Schwimmwart Kraft in aus­führlicher Weife. Gr unterzog die im Laufe des Jahres durchgeführten und besuchten Veranstaltungen einer eingehenden Beurteilung. Das interne Abschwimmen im Frühjahr solle eine sich alljährlich wiederholende Veranstaltung werden und als Wertmesser für den jeweiligen Stand der Leistungen dienen. Auch dem im August veranstalteten Schwimm- und Ru^rsport- werbetag sei eine alljährliche Wiederholung zu wünschen. Von nicht zu unterschätzender Bedeu­tung seien allgemeine Schwimmlehrkurfe: mehr Früchte jedoch zeitige eine Teilnahme der Schwimmwarte an den Olympiakursen, da man dort Me letzten Feinheiten, die zu Höchstleistun­gen nötig seien, erlernen könne. Die Wettkampf- mannschaft verbessere ihre Leistungen langsam, aber stetig. Sie werde allmählich auf eine immer breitere Grundlage gestellt. Das sehe man schon daraus, dah an den Llebungsstunden 100 aktive Schwimmerinnen und Schwimmer (70 männliche. 30 weibliche) teilnähmen, und zwar tatsächlich und nicht nur in der Liste stünden abgesehen noch von denbadenden" passiven Mitgliedern. Die durchschnittliche Besucherzahl betrage bis jetzt 62 (im Vorjahre etwa 30!). Die Versammlung erteilte dem Vorstand Entlastung und genehmigte die von Grund auf geänderten unb in neuer Form vorliegenden Satzungen. Der bisherige Vorstand wurde sodann einstimmig durch Zuruf fast vollständig wiedergewählt. Es wurden: 1. Vorsitzender Pascoe sen., 2. Vor­sitzender Roll, Kassenwart Lang, 1. Schrift­führer R u st, 2. Schriftführer Krämer, Schwimmwart Kraft, Vertreterin der Damen­abteil. Frl. Jäger, Jugendleiter Pascoe jun., Beisitzer Stahl sen. und Dr. Adam. Schließ­lich wurde unter Punkt Verschiedenes noch eine Aeihe wichtiger Fragen behandelt, wie die Wahl des Ehrenrates und der Kassenprüfer und der

Abschluß einer Unfallversicherung. Letzterer soll durch einen monatlichen Zuschlag auf Me Beiträge von etwa 10 Pfennigen ermöglicht werden. Be­sondere Beachtung fand auch Me Aussprache über die geplanten Veranstaltungen, unter denen be­sonders der am 12. Dezember in Gießen statt­findende ® a u t a g des Gaues 1 Krei« V de« Deu.schen Schwimm Verbandes (D. E. D.) der Er­wahrung bedarf

* Auftrieb a u f dem heutigen Frank furter Schlachtviehmarkt: 291 Ochsen. 49 Bullen. 745 Kühe, 387 Färsen 309 »alber, 297 Schafe unb 3658 Schweine.

Preußen.

Kreis Viedcntops.

WSR. Biedenkopf. 14. Rov. Die seil tüuger Zeit im Dau befindliche neue Eisen- babnbrüde bei Ludwigshütte über die Lahn ist gestern dem Verkehr übergeben worden.

Rodhelm a. d. Bieber, 15. Rov. Gestern abend gegen neun llfrr ertönte in un­serem Orte Feueralarm. Die alte Scheune- des Arbeiters Karl Dender V. staird in Flam­men. Den eifrigen Bemühungen der freuMTIigeni Feuerwehr gelang es, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Das Gebäude brannte nieder, mit ihm wurden die Heu- und 6trofr- bo träte vernichtet. Das Vieh konnte gerettet werden

Kreis Wetzlar.

<> Wetzlar, 14. Rov. Wie schon früher im Gießener Anzeiger" berichtet, hat das Landratsamt eine Anordnung erlassen, nach welcher in M a u l und Klauenseuchesperrbezirken und in einem Umkreise von 5 Kilometer größere M e n- [d) e n a n f a m m l u n g e n , wie 'Serelnsfefte, Tanzlustbarkeiten, Kirchweihfeste usw. verboten sind. Das Amtsgericht hat in einer gestern verhan­delten Strafsache wegen Vergehens gegen diese An­ordnung die letztere als rechtsungültig be­zeichnet und den Angeklagten, soweit sich die An­klage auf die Anordnung des Landratsamtes grün­dete, freigesprochen.

<> Aus dem Streife Wetzlar, 14. Roo. Die Zahl der Erwerbslosen im Bezirke des Arbeitsnachweises Wetzlar ist auch im Monat Oktober nur geringen Schwankungen unterworfen gewesen. Es standen zu Beginn des Monats Ro- vernber in der Erwervslosenfürsorge in der Stadt Wetzlar 459 Hauptunterstützungsempfänger, 257 Frauen, 434 Kinder unb 39 Notstandsarbeiter, in den Landgemeinden des Kreises 792 Hauptunter­stützungsempfänger, 508 Frauen, 947 Kinder und 161 Notstandsarbeiter, in dem zu dem Arbeitsnach. weisbezirk gehörigen Gemeinden des Kreises Bieden­kopf 160 Hauptunterstützungsempfängcr, 78 Frauen, 180 Kinder und 39 Notstandsarbeiter, zusammen 1411 Hauptunterstützungsempfänger, 843 Frauen, 1561 Kinder und 239 Notstandsarbeiter. Verschie­dene größere Notstandsarbeiten wurden im Laufe des Monats Oktober fertiggefteüt. Die dabei be­schäftigten Erwerbslosen konnten zum größten Teile neu anerkannten kleineren Notstandsarbeiten über­wiesen werden. Die Deschäftigungsmöglichkeit im Baugewerbe erfuhr einen kleinen Rückgang. Die Beschäftigungsoermittelungsstelle des Arbeitsnach­weises wurde rege in Anspruch genommen.

Kreis Usingen.

00 Cleeberg, 14. Noo. In der Annahme, Schwarzwild vor sich zu haben, schoß einer der Pächter der hiesigen Gemeindejagd, ein junger Mann aus Frankfurt a. M., in der Dämmerung auf einen hiesigen Einwohner und dessen Frau. Während der Mann durch mehrer« Schrot- törner erheblich verletzt wurde und in das Krankenhaus zu Niederweisel überführt werden mußte, kam die Frau mit einer leichten Besetzung davon. Der fahrlässige Schütze dürfte sich wegen Kör­perverletzung vor Gericht zu verantworten haben.

Kreis Marbrrra.

sch. Marburg, 14. Noo. Als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Direktors Geh. Rats A S cy u l tz ist der Bibliotheksrat an der Universi­tätsbibliothek in Berlin, Dr. phil. Fritz Rohde, zum Direktor der Unioerfitätsbiblio- thek in Marburg ernannt worden. Dr. Rohde, der aus Kralene, Kreis Insterburg, gebürtig ist, wirkte früher in Königsberg und Göttingen. Das Studentenheim Hal unter finanzieller Beihilfe der evangelischen Landeskirche in Kassel das Grundstück Forsthof, Rittergasse 16, erworben, um in bem Haus Forsthof ein Heim für bedürftige Studierende, in erster Linie Stipendiaten und Mit­glieder der Studienstiftung, einzurichten. Das Grundstück selbst soll als Bauplatz für ein in Aus­sicht genommenes Studentenhaus Menen.

Kreis Kirchhai».

WSR. Kirchhain, 14. Rov. Der Erlös aus dem diesjährigen Ob st verkauf unseres Kreises betragt 22 991 Mk. Die höchst« Summe erstelle die Stadt Kirchhain mit 6730 Mk. Es folgen Amöneburg mit 1601. Deustadt mit 1182; Rausche berg mit 1284, Schweinsberg mit 401 Mt. Don den ßanbgemeinben marschiert Momberg mit 1795 Mk. an der Spitze.

DUtkrei*.

bl. Dillenburg, 13. Noo. Die Regierung in Wiesbaden hat der Reichsbahn gegenüber die Ein­willigung zur Diederinbetriebnahme der Auto­buslinie Laasphe Dillenburg erteilt. Setneycit muhte der Unternehmer den Betrieb in­folge Einspruchs der Reichsbahn einfteQen. Die Re­gierung erklärt, daß die Linie nur dann rentabel und notwendig sei, wenn bis Dillenburg gefahren werde. Es liegt nun an der Entscheidung des Mi- nifters, die allenfalls von der Bahn gefordert wer­den wird. Die Bewohner warten sehnlichst auf die Diederaufnahme des Betriebe».

U ® i f« m rot fr, 13. Rov. Gestern abend wurde der Perfvnenzug ,/t6 in der Richtung WalgernHerborn bei der Durchfahrt auf Bahn­hof Oberndorf mit Steinen beworfen. Sine Fensterscheibe wurde zerbrochen. Reisend« sind nicht zu Schaden gekommen.

Kreis Wefterbnrq.

00 Westerburg. 13. Noo. Im ©tetnbrud) Röthenbacher Ley kam der Arbeiter W. Ro t h zu Fall, wobei ihm der drehbare Teil eines Mulden­kippers auf den Oberschenkel schlug. Im jkrankenhaus zu Selters mußte sich der Verunglückte einer Operation unterziehen, die gut verlief. In der folgenden Nacht stellte sich jedoch Herzschwäche ein. an deren Folgen R. verstarb. Er läßt eine Frau mit fünf unmündigen Kindern zurück. In G e münden stürzte bei einem Neubau das G c rüst ein, das zur Herstellung des ersten Stockwerkes hergerichtet war. als eben die Maurer Steine und Bottiche heraufgeschafft hatten. Dabei siel der Maurer G. Ferger so unalücklich, daß er eine schwere Gehirnerschütterung und eine Verstauchung der Halswirbel erlitt. Die übrigen Leute kamen mit dem Schrecken davon.

Matngau.

WEN. Frankfurt a. M., 14. Nov. Am Mitt­woch wurde im Westend abends gegen 7 Uhr ein offener Steigerwagen (10'50 P. S.) g e - stohlen. Für die Wiederbeschaffung ist eine Be lohnung von 10 Prozent des Zeitwertes ausgesetzt worden. Gestern mittag schoß s i ch in der erjten Ouerschneis« im Stadtwald der Hotel btreftor Hans O. in selbstmörderischer Absicht eine Kugel in die rechte Schläfe Er wurde in schwerverletztem Zustande in das Städtische Krankenhaus verbracht, wo er kurz nach seiner Ein­lieferung g c ft o r b e n ist. Gestern wurde am Kellerweg in Oberrad in einem Graben an der Grenze des Stadtwaldes die Leiche eines neu> gebotenen Kindes männlichen Geschlechts aufgefunden. Di« Leiche befand sich in einem ver­schnürten Pappkarton und trug am Halse sichtbare Druckstellen, die darauf schließen lassen, daß der Tod des Kindes durch Erwürgen eingetreten ist. Am Mittwoch, 10. November, nachmittags gegen 4 Uhr, wurde in der Saalburgstraße e i n g e b r o d) e n. Eine Hausangestellte, die um 4 Uhr in die Wohnung zurückkehrte, wurde von dem Täter, als sie den Vorplatz betrat, Überfällen unb au Boden geschlagen, so daß sie besinnungslos liegen blieb. Der Täter ließ das bereits zusammen­gepackte Diebsgut in der Wohnung zurück und ging flüchtig.

Bildungslagung des D. H. V.

WSR. Frankfurt a. M., 14. Rov. Der Gau Maln-Wefer des Deutsch natio­nalen Handlungsgehilfenverban­des hielt heute vormittag im Palmengarten seine zweite Bildungstagung ab. Dem Ruf KU dieser öffentlichen Kundgebung waren etwa 1000 Teilnehmer gefolgt Rach der Eröffnung durch zwei Chöre begrüßte Gauvorsdeher Auer­bach- Frankfurt a M die Erschienenen und insbesondere Me Ehrengäste, darunter die Ver­treter verschiedener Behörden. Im Mittelpunkt stand der Vortrag des deutschnattonalen Abge­ordneten L a m b a ch-Berlin überMe seelischen Beziehungen des Kaufmannsgehilfen zu seiner Berufsarbeit.". Der Redner, der durch die Art seines Vortrages seine Zuhörer ungemein zu fesseln verstand, ging bei seinen Ausführungen davon aus, wie im mittelalterlichen Kaufmann eine tiefe Einheit zwischen Beruf und Leben be­stand. wie dagegen freute der einzelne losgelöst ist von allem, was sein« Heimat bedeutet. Durch die Entwicklung der Wirtschaft im Sinne der Rattonalisierung und Schemattsierung beftefre ein tiefer Bruch zwischen Berufsarbeit und Lebens­arbeit. Der Redner schloß mit einem Agfruf an alle, in der werktäglichen Arbeit mitzufrelsen, daß Deutschland einig werde. Die Vertreter der verschiedenen Behörden, u. a. der Universität Frankfurt, des Hessischen Lamdesamtes für das DildungSwesen usw., entboten der Versammlung ihre Glückwünsche. Ein Vortrag des R«chs'- jugendführerS Hahn- Hamburg über ,Bll- dungs- und Erztehungöaufgaben in der deutschen Kaufmannsjugend", in dem der Redner darauf hinwies, daß es neben dem Wissen und Können des kaufmännischen Rachwuch^es vor allem auf die Gesinnung und den Charakter ankomme, be­schloß die Tagung.

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