Chincsol
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DSrsrnvirle.
0.66
95.25 ।
16.9
169
324.75 | J22.7’
latei-
ivebörsc.
Frankfur
Er berich-
Banknoten.
| Geld
Briet
4,218
schnelle Heilung.
5,882
frankfurter Börse.
8355a
Selternwec 18.
136.5
140
1921. also ging, einen Angeklagte
den Rach-
gegcn Mark
204
87.95
115.25
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99.6
90.5
Schweizer Noten . . . . .
Spanische Noten Tschechoslowakische Roten Ungarische Noten . . . . .
0.69 0.6702 0,6505 1.88(15 0.415 0.6502
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38,7'
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Hamburg Amenka Pakei... I 172 Norddeutscher Llovd . . | 168,75
141,5 |
98 j
323
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52
188.75
168.75
bestreitet das.
Hierauf wurde die Sitzung auf mittag vertagt.
Norwegische Noten...... Deutsch-Oesterr., L100 Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten .
166,5
8.5
der Fahrraddiebstähle, die in der Technischen Hoch- chule in Darmstadt vorkamen. Er hätte den Angeklagten beinahe aus frischer Tat im Februar 1925, also vor dem Mord, ertappt. Der Couleurdiener Wagner hat den Angeklagten als erster drei Stunden nach der Tat zufällig getroffen. Er konnte keine auffällige Veränderung an ihm bemerken. Der Angeklagte wollte sich von Wagner einen Handkarren ausleihen, auf dem er dann die Leiche fortschassen wollte. Er kam jedoch nicht dazu, da er davon Abstand nahm, um keinen Verdacht zu erwecken.
Der Vormittag des heutigen dritten Der- handlungstages war wieder der Zeugenvernehmung gewidmet. Es wurden zwölf Zeugen vernommen. Staatsanwalt Leoni- Darmstadt, der
aber kaum in Erscheinung. Die Spekulation blieb im allgemeinen etwas reserviert und neigte überwiegend zu Glattstellungen, wodurch die Kursgestaltung bei Beginn des offiziellen Verkehrs eine unregelmäßige Haltung einnahm. Von Publikumsseite waren bedeutende Kaufauf -
besonders verschiedene Kassapapier e. Am Farbenmarkt kam die starke Auswärtsbewegung zum Stillstand, 2. G. Farben waren infolge Angebotes um 4 Prozent abge- schwächt (222,75 Prozent). Scheideanstall minus 1 Prozent, dagegen konnten Goldschmidt weitere 3 Prozent anziehen. Montanattien lagen uneinheitlich und überwiegend etwas schwächer. Buderus unverändert. Hoher wurden nur: Deutsch-Lux plus 0,5 Prozent, Klöckner und Gelsenkirchen je plus 1 Prozent. Von Kaliaitien konnten Westeregeln mäßig anziehen. Der Elektro m a r k t zeigte gleichfalls unregelmäßige Haltung. AEG. plus 1 Prozent, Elektr. Lieferungen plus 3, Licht und Kratt plus 1, Lahmeyer plus 0,75 Proz. Siemens unverändert. Schuckert minus 0,5, Bergmann minus 2,5 Proz. Bankaktien tendierten fest, die meisten Werte hatten neue Kursbesserungen bis zu 1 Proz. aufzuweisen.
164
162,5
142.5
207
93
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36
11,90 111.98 20.429
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2.26
112,45
81,20 62,65
12,452
Jede Wunde
sofort mit Chlnosol reinigen. Stillt die Blutung und bewirkt erstaunlich Auch bei Verbrennungen,
104
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3
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62,?3 12,392 5.842
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: 176,5
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Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
.6675
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Eine Ausnahme bildeten nur Commerz (mlnus 175 Proz.), Darmstädter lminus 1,25 Proz.) und Metallbank (minus 0,75 Proz.). Von Schiff- fahrtsaktien zogen Hapag 0,75 Proz an. während Lloyd 0,75 Proz. nachgaben. Reue Stei- gerrmgen hatte die Mehrzahl der Motoren- «llien auszuweisen. Kleyer PluS 4,5 Proz. Der 1 ilaktien schwächer. Hammersen minus 1 Proz. Baustvffaktien gingen Wetter in die Höhe. Zement-Heidelberg plus 1 Proz.. Hp^wann plus 2,5, Waytz & Freytag plus 02o Proz. Zellst osfaktien gedrückt auf die Mitteilung auf der in Baden-Baden statt gefunden en Haupt- Versammlung der Vereinigung deutscher Zellstoff-Fabrikanten. daß die Kursentw'.cklung der Zellstoffattien der inneren Lage der Gesellschaften und ihrer Entwicklung in keiner Weise entsprechend sei. 21^^011-
burg minus 4,25 Proz., Waldhof minus 4 P^>z. Zucker aktien tendierten fest. Badischer
plus 1 Prozent, Frankenthal plus 0,9 Prozent, Heilbronn plus 1,7 Prozent. 3m F re iv er» kehr war eine lebhafte älmsahtätigkeit in Slahl- । trustaktien zu verzeichnen. Die Zulassung ^dieses
Papi eres zum Terminhandel ab morgen (wams- lag), löste für alle diese Aktien großes 3nter- csse aus. Der Kurs stieg um mehr als 3 Prozent. Der übrige Freiverkehr bot das übliche lustlose Bild bei kaum veränderten Kursen. Am h e i - mischen Anleihemarkt konnte sich keine nennenswerte Llmsahtätigkeit entwickeln, die Kurse gingen weiter zurück. Kriegsanleihe 0.67, I Schutzgebiet 9,9. Don ausländischen Ren - I ten waren Zolltürken mäßig befestigt (16,6). 3m I weiteren Verlaufe entwickelte sich das Geschäft äußerst lebhaft und die Stimmung wurde auf allen Märkten recht fest. Die anfänglichen Kurs- einbußen konnten nicht nur ausgeglichen, sondern vielfach noch überschritten werden. Am Geldmarkt ist Geld angeboten, obwohl sich die Aach- frage infolge der bevorstehenden Mediozahlungen etwas verstärkt hat. Tagesgeld 4.5 bis 5 Prozent, Monatsbr.ese 5.5 bis 7.5 Prozent, Privatdiskonten 4,37 Prozent. 3ndustrieakzepte 5,25 Prozent. 3m Devisenverkehr waren die Nischen Valuten leicht befestigt. Paris London 169. Brüssel 172, Mailand 119,75. und Pfund sind unverändert.
ein (Bkfeen
Mde de» ^deckrhr bei" Gin- Hessen durch der- iern. Am Sonntag, [ in der Johannes- tfinten; den Dor- Mversitätsprosessor lvortragc und Darreins werden diesen entlichen kirchlichen )ftobet, ftattfmten. jt, an biefem Tage, n Platze zwischen le eine Aesor- n. Die Siadtvw reicher Weise sich ir zur Verfügung zurichten.
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Berliner HaodelSacsellschaU Lounnrrz- and Prsvai-Vant Darm ft. und Nationalbank . Deutsche Bank.......
Deutsche Dereinsbauk ....
Dldconto ILommandit Metallbank Mitteldeutsche Treditbank . Ctftcmidincbe LreditanftaU Weltbank <
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Niebeck Montan .
Tellns Bergbau
Bereinigte Stahlwerke A,-G
eintrttt geordneter wirtschaftlicher Verhältnisse setzte auch ein verschärfter lleberwachungs- dienst bei der Deutschen Reichsbahn ein, so daß seit Anfang 1923 ein bemerkenswertes stan- draes Fallen der Diebstahlskurve zu beobachten ist Zm 3uni 1926 war nur noch der zehnte Teil der Diebstähle gegenüber dem Jnslations- jahr 1921 festzustellen, in diesem Monat des laufenden 3ahres wurden nämlich nur noch 232p Diebstähle fest gestellt. Sehr interessant ist auch daß in der Inflationszeit etwa der zehnte --.eil aller Diebstähle überhaupt ermittelt werden konnte, während heute höchstens 20 Proz. t>« tm Betriebe der Reichsbahn vorgekommenen Lneo- stähle unermittelt bleiben.
do. Arbeitslos en - Unter ft u 6 u ng nach sportlicher Betätigung Der Frankfurter Stadion-Turn- ^nd Sportlehrer Brechenmacher hat 250 “JL.
und Sportsleute in den Anlagen 5ranHurtei. S'adions zu Vorturnern und Rsegenfuhr^n aus gebildet, die ihrerseits auf den übrigen Plätzen die arbeitslose Tugend beschäftgen sollen Arbeitslose 3ugendliche erhalten für die Arbeitslosensürsorge nur nach Ableistmtg einer Turn» und Sportpflicht. .
» Im Bund für Haus und Schule hiplt Mlarrer Ausfeld im 3ohannessaale einen Vortrag ^ber Indien. An Hand von guten Lichtbildern wurden die landschaftlnhen ^>on- hettcn, Bauten, Sitten, und Gebräuche der Bewohner vor Augen geführt und besprochen. Dabei fand die Betätigung der Mission Erwähnung, die in diesem Lande schon Großes geleistet hat und das Licht der Aufklärung unter reichen Opfern mit viel Enerke wciterträgt, gilt es doch-. B. die aanA unwürdige Behandlung des weiblichen Geschlechts zu bessern, die Bevölkerung auf eine höhere Stufe der Zivilisation zu fuhren und per Segnungen der christlichen Kultur teilhattig werden zu lassen. 3ndien mit seiner wunderbaren Vegetation, den farbenpräch.igen bauten und Anlagen mutet den Beschauer wie em Märchenland an. Der Vortrag war Umrahmt von gesanglichen und mu|italischen Darbietungen fron Sri Stammler und der gewohnten Kapelle, Es war eine in jeder Beziehung wohlgelungene, sehr stark besuchte Veranstaltung.
** Was fordert bie Zeit vo n der Kaufmannsjugend? lieber dieses Thema sprach am Mittwoch in einer Versammlung des D H V. der Gaujugendführer Kubanke aus Frankfurt a. M. Er erörterte die Bemühungen des Bundes- der Kaufmannsjugend im D. H. B. um die sittliche, geistige und berufliche Ertüchtigung der Kaufmannsjugend. Mittel zum Zweck sind die zahlreichen älnterrichtskurse, die Belehrungen durch berufserfahrene Kollegen, Berufs- wettkämp^, Briefwechselbund, sportliche Betati- auna und Wandern. 3m Zusammenhang damit wies der Vortragende auf die Einrichtung eines Sportsanatoriums au* der Burg Lobeda bei 3enc» und die bevorstehenden Berufswettkampfe hin. 3u erstreben sei d.e Einführung einer Gehilfen- Prüfung zwecks Ausscheidung solchen Rachwuchses, der infolge mangelhafter Derr fsausbildung keine Aussicht hat, im Kaufmannsberuf vorwärts zu kommen. Die zahlreich erschienenen Eltern, und Lehrlinge folgten mit sichtlichem 3nteres e ten Ausführungen des Redners. 3n der Aussprache erörterte der Vorsitzende noch d.e den Lehrlingen gebotenen wirtschaftlichen Vorteile, wie Kranken- i’crf.cbcrunq. Rechtsschutz, die wesentlich veränderten' Verhältnisse des Lehrlings im Beruf im Hinblick auf frühere Zeiten, sowie die Regelung des Lehrlingswefens in Hessen. Der Vortragsabend war umrahmt vop Vorträgen der „Fahrenden Gesellen" (Band für deutsches Wandern tm D. H. V.).
Gerichtssaal.
Der Mordprozeh Meon.
, Leitttng de- AsiseviuS. Sie Sektion deS meitergesuhri M, , TLtigkeii zurua
>r. Sraemer^ tfermmfl des r ist, von der»
Ordinarius fuc ^ffvus. verjM «Z-
t,eib^ei?rücl;9l ann der .
SU? -'tzSZ ®*c 2rt:
WSN. Mainz, 14. Okt. Am gestrigen Nachmittag wurden weitere 12 Zeugen vernommen Die Zeuam Frau Döp, Offenbach, die mit dem Angeklagten entfernt verwandt ist, sagte ihm nur Gutes nach. Sie hat Meon oft bei seinen Geldverlegenheiten ausgeholfen. Der Angeklagte war noch bei ihr nach der Tat. Es ist ihr ausgefallen, daß er Dabei nicht so vergnügt war, wie sonst.
Hierauf erstattete der Sachverständige Dr. Popp, Frankfurt, sein Sachverständigengutachten über den Befund der Wohnung Meons. Nach der Lage der Blutspritzer rekonstruiert der Sachverständige, daß die Gillmann entweder liegend oder sitzend überfallen worden ist. Er hat gefunden, daß die Angaben, soweit nachprüfbar, den Tatsachen entsprechen. -
Es folgte eine Reihe von Zeugen, die mit Meon freundschaftlich und gesellschaftlich verkehrt haben. (Sie sagen übereinstimmend aus, daß der Angeklagte sich immer gentlemanlike und als tadelloser Gesellschafter benommen habe. Soweit sie mit Meon zu- fammenkamen, ist ihnen keine tiefgehende Aende- rung des Gemütszustandes aufgefallen. Einer der Zeugen hatte den Eindruck, daß Meon mit feinen MädchLngefchichten stark renommiere. Die Zeugin Müller hat manchmal Damenbesuche bei Meon gesehen. Der Zeuge Michel war mit Dem Angeklagten gut befreundet. Er hält den Angeklagten für nicht ganz offen und hat sich einige Monate vor der Tat von dem Angeklagten wegen seines leichtsinnigen Lebenswandels zurückgezogen. Der Zeuge E i s ist mit der Ermordeten in den Tagen vor der Tat öfter» zusammen gewesen. Er stellte ihr den besten Leumund aus, sie sei kein Mädchen gewesen, das sich so ohne weiteres wegwerfe. Der Zeuge Diplom-Handelslehrer Dr. Te (schke hat mit Meon gesellschaftlich verkehrt und ihn auch privatim in Bolt:wirtschaft unterrichtet. Seine Ermahnungen, doch endlich das Studium mit Ernst aufzunehmen, bibe Der Angeklagte stets in den Wind geschlagen. DessEnergie habe sich ganz auf die Eroberung der Frauen beschränkt. Der Zeuge Dr. Hartmann, Frankfurt, behandelte Meon wegen Gonorrhoe. Auch nach der Tat war Meon zweimal bei il)m in Behandlung. Es ist aber dem Zeugen keine Verankerung in dem Benehmen des Angeklagten ausgefallen. Der Zeuge Fabrikant Dr. Fuchs, Offenbach, kannte Meon als Bundesbruder. Er hielt ihn für geschlechtlich überreizt, im übrigen aber für einen guten Gesellschafter. Der Zeuge Kriminal- machtmeister Schüssel hatte Meon im Verdacht
im ersten Prozeß gegen Meon die Anklage vertrat, wurde eingehend darüber vernommen, welche Angaben ihm fron dem Angeklagten seinerzeit gemacht wurden, und wie das damalige Unter* suchunasprotokott zustande gekommen ist. Der Angeklagte habe ihm gegenüber stets bestritten, daß bei der Tat das Geldbeschaffungsmotiv eine Rolle gespielt habe. Weiter sagte der Zeuge aus, daß die diesbezüglichen Angaben des Protokolls, die davon sprechen, daß auch die Geldbeschaffung bei der Tat mitgespielt habe, auf die 3nsufsienz der Protokollierung seitens der Beamten zurückzuführen sei, die er damit beauftragt habe. Landgerichtsrat Weiß, der iln- terfuchungSrichter im ersten Prozeß, hat nach eingehender Besprechung mit Meon ein Protokoll auf genommen, das dem Angeklagten nicht vorgelesen wurde. Wenn in diesem Protokoll etwas stehe, was dem Angeklagten zum Rachteil ausgelegt werden könne, so sei das sein (des LandgerichtSrats Weiß) Fehler und der Meons. Dieser habe immer gleichbleibende Angaben über bie Tat gemacht und bestritten, daß er eine Deraubungsabsicht gehabt habe, er habe die Tat vielmehr im Affekt ohne Vorsatz ausgeführt. Weiter wurden zwei ehemalige Bundes- brüder Meons, der Oberleutnant Brom mer und der Zahnarzt Dr. Tüll vernommen, die sich durchweg sehr günstig über den Charakter Meons aus lassen. Er habe sich überall tadellos benommen. Der Bankier Guttmann sagte über die Geschäftsverbindung aus, die er mit Meon hatte. Der Angeklagte sei nicht übermäßig wegen seiner Schulden gedrängt worden. Die Zeuginnen Schäfse r und Märker , beide aus Frankfurt a. M., steiften der Ermordeten ein gutes Zeugnis aus. Sie habe einen hochanständigen und gebildeten Eindruck gemacht Vier weitere Zeugen aus Bensheim, dem Heimatort des Meon, liehen sich über die Familie des Angeklagten und die Gesundheitsverhältnisse der Familie aus. Kriminalwachtmeister Trumpfheller- Darmstadt berichtete über seine Recherchen wegen der durch Meon gestohlenen Mäntel und Fahrräder. zc“ tete. daß Meon schon im 3ahre zur Zeit, wo es ihm noch sehr gut Mantel gestohlen haben soll. Der
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Gießen einzu-
Berlin, 15. Okt. Die Haussebewegung kam heute in der bisherigen Breite zum Stillstand. Durch die Prämienerklärungen kamen verschiedene Werte an den Markt. Die höchsten Kurse konnten sich nicht behaupten, insbesondere trat für J.-G.- Farben und Kriegsanleihe stärkeres Realisations- bedürfnis hervor. Während der ersten Stunde setzten dann die Käufe aus der Provinz und dem Auslände ein, das Geschäft wurde lebhaft, und die anfangs knapp gehaltenen Kurse zogen in stärkerem Maße an. Einzelne Montanaktien, Elektrowerte und sonstige Spezialpapiere erzielten dabei Kursbesserung von 3 bis 4 Prozent. Besondere Aufmerksamkeit zogen Vereinigte Stahlwerke auf Bei ------------- - . /. -
sich, die sprunghaft um 6 Prozent auf 161 Prozent I Börse war das Geschäft ans an gs recht ruhig anzogen. Dieses Papier wird bekanntlich ab Montag I Kursmäßig trat das Abflauen der ^luttahtatigleit zum Terminhandel zugelassen, außerdem verlautet, 1 -------
daß die Erklärung einer dreiprozentigen Jnterims- dividende bei der Vereinigten Stahlwerke-A.-G. be- vorstche. Für Kohlenaktien stimulierten besonders die Meldungen über verstärkte Wagengestellung durch die Reichsbahn. An den Nebenmärkten , --------------- ------
traten gleichfalls Befestigung bis zu 2,5 Prozent | träge an benJIKarft gekommen. Gesuchs waren hervor. Stark gesteigert waren Holzmann, die ab *-—» m
Montag ebenfalls zum Terminhandel zugelassen iverden (plus 4 Prozent) und Bank für Brauindustrie plus 10 Prozent. Dagegen lagen Zellstoff- aktien rückgängig infolge der Erklärung auf dem Verbandstag der Zellstoff-Fabrikanten, daß die Kurssteigerungen dieser Aktien mit der inneren Lage der Gesellschaften und ihrer Entwicklung in keinem Zusammenhang stehen. Waldhof minus 4 Prozent. Am Geldmärkte hat der Mediotermin eine Anspannung der Sätze nicht zur Folge gehabt. Tagesgeld 4 bis 5,5 Prozent, Monatsgeld 5,75 bis 6,5 Prozent, Prolongationsgeld 7 bis 7,25 Prozent. Die Versorgung des Geldmarktes mit kurzfristigen Mitteln blieb reichlick. 3m Devisenverkehr konnte sich das englische Pfund gegen Kabel auf 4,8540 leicht befestigen. Auch Oslo lag gegen das Pfund befestigt mit 20,25. Die Frankenvaluten waren kaum verändert.
Frankfurt a.M., 15. Okt. Es wurde notiert: Weizen, Wetterauer, 28,75 bis 29 Mark, Roggen, inländischer, 23; Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 28; Hafer, inländischer, 18,75 bis 19,25; Mais (gelb) 19 bis 19,25; Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 41,50 bis 42,25; Roggenmehl 33,25 bis 34; Weizenkleie 10 bis 10,15; Roggenkleie 10,50 Mark. Tendenz: fest.
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 12. Okt. Ein Kaufmann von hier fühlte sich dadurch beeinträchtigt, daß beim Ein- fahren von Autos in den Hof feines Nachbarn angeblich seine Mauer beschädigt wurde. Er schrieb ihm deshalb einen Brief und machte ihn für allen ihm entstehenden Schaden verantwortlich. Der Nachbar bestritt die Behauptungen des Briefschreibers und forderte ihn auf, seinerseits die Mauer in ordnungsgemäßen Zustand versetzen zu lassen. Darüber geriet letzterer in große Ausregung und antwortete ihm brieflich, er betrachte fein Schreiben als eine große Frechheit und weise seine Unverschämtheit ganz entschieden zurück. Das ließ sich der Nachbar natürlich nicht gefallen, sondern verklagte den Kaufmann wegen Beleidigung. Dieser bestritt, daß sein Brief irgendwelche Beleidigungen enthalte, und behauptete, in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt zu haben. Das Gericht nahm letzteres zwar an, war aber im übrigen der Meinung, daß der Briefschreiber nicht nur seine Fnteressen wahren, sondern auch seinen Nachbarn beleidigen wollte. Mit Rücksicht darauf, daß er schon zweimal wegen Beleidigung vorbestraft ist, erkannte das Gericht I auf eine erhöhte (Beloftrafe im Betrag von
5 0 Mark, im Uneinbringlichkeitsfalle auf 10 Tage Gefängnis.
Berlm, 14 Oktbr
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135 । 52
134 I
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103,25' G7,
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* Die amtliche Großhandelslnde?- zifser. Die auf den Stichtag des 13. Oktober berechnete Grohhundelindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem 6. Oktober um 0,5 Proz. auf 128,6 gestiegen. Von den Hauptgruppen haben bie Agrarerzeugnisse auf 131,4 angezogen, während bie 3nbustriestosfe auf 123,2 leicht nachgegeben haben.
WSR. Benz baut Kleinautos. Die Daimler-Benz-A.-G. beabsichtigt, zur Deutschen Autvmobilausstellung mit neuen Wagentypen herauszukommen. Es handelt sich dabei um zwei Sechszylinder-Modelle, von denen das eine mit 8 Steuer-?.8., das andere mit 12 Steuer-?. 8. ausgestattet sein wird. Das 8 P. 8.-Modell soll das dringende Bedürfnis des deutschen Marktes nach kleinen und preiswerten Qualitätswagen befriedigen, das 12 ?.8.-Modell einen mittelstarken Gebrauchswagen mit ganz besonderen Fahreigen- schäften darstellen.
Berliner Börse.
Frankfurt a. M., 15. Ort. Tendenz: Unregelmäßig, später wieder fest und lebhaft. — Bei unverändert freundlicher Veranlagung der
Frankfurt a.M.
Berlin
Lchiuh- i-lldr- fturs Aut«
s<5iu6-IÄnfaim flirr» 1
Datum:
14. 10. 15.10.
14. 10. ! 15 10
14 Oktbr.
15. Oktbr-
LUntliche Noti rang
Amtliche Notierung
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o,87
6,89
6,87
5,89
Bulgarien
..04
3.05
3,042
3,052
Lissabon
21,475
21,525
31,475
41,525
Danzig. .
81,38
81,58
81.38
81,58
Konstantin.
2,175
2,185
2,17
2,18
Athen
5,19
5,21
5,14
6,16
(£anaba. .
4,199
4,209
4,196
4,206
Urnaaati . -
4.205
4.215
4.205
4,215


