Am zweiten Tage fand eine außerordentliche Hauptversammlung statt, die vorwiegend den Zweck hatte, die Mitglieder über den Stand der Neuordnung der Dauverwaltung zu informieren.
Der Vorsitzende begrüßte die Anwesenden, insbesondere Ministerialrat Wagner als Vertreter der Regierung und den Vorsitzenden des Hess. Beamtenbundes, Dr. C l a ß. Das Referat hatten der Verbandsvorsitzende und Oberbauinspektor Som» merkorn übernommen, die in ausführlicher Weise die Organisationsfrage behandelten. Bei der dann folgenden Aussprache machte auch Ministerialrat Wagner einige erläuternde Mitteilungen über diese Materie.
Anschließend hieran teilte der Vorsitzende mit, daß der Verband der oberen Baubeamten sich mit den Verbänden der übrigen oberen Beamten (Finanz-, Justiz- und Verwaltungsbeamten) zu dem „Bund der Hess, oberen Beamte n" zusammengeschlossen hat. Er erläuterte eingehend den Anlaß zu diesem Zusammenschluß, betonte aber ausdrücklich, daß der neue Bund nicht eine Lossplitterung vom Hess. Beamtcnbund zur Folge haben werde. Zum Schlüsse machte der Vorsitzende des Hess. Beamtenbundes noch einige Mitteilungen über die Gliederung des Deutschen Beamtenbundes und mahnte zur Wahrung der eignen Belange fest zum Hessischen und Deutschen Beamtenbund zu stehen.
lieber die Einrichtung und Leistungsfähigkeit des Beamtenerholungsheims konnte man nur Worte des Lobes und der Bewunderung hören. Die gesamte Veranstaltung wird für alle Festteilnehmer eine schöne Erinnerung bleiben.
Wirtschaft.
Die Wirtschaftslage im rheinisch- westfälischen Industriegebiet.
Das rheinisch-westfälische Jndüstriegebiet war in Vorkriegszeiten immer Aufnahmegebiet für Arbeitsuchende: seit einigen Jahren ist genau der umgekehrte Zustand zu verzeichnen. Von Mitte 1925 bis Mitte 1926 hat sich die Arbeitslosigkeit im rheinisch-westfälischen Industriegebiet fast 'versechsfacht; die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger stieg von 31 584 auf 177 204. Bei einer Bevölkerung von ungefähr 4,2 Millionen Einwohnern kommen also auf 100 Einwohner 4,5 Arbeitslose bzw. Notstandsarbeiter gegenüber nur 0,75 im Vorjahre. Noch stärker tritt die Arbeitslosigkeit in Erscheinung, wenn man die Ziffern der Arbeitsuchenden sich vergegenwärtigt. Am 15.-Juli d. I. waren bei den öffentlichen Arbeitsnachweisen des Ruhrgebiets fast 230 000 Arbeitsuchende vorhanden. Da bei sämtlichen öffentlichen Arbeitsnachweisen insgesamt nur 1220 offene Stellen gemeldet waren, kamen somit auf eine offene Stelle rund 185 Bewerber. Abgesehen von Berlin zählt das Ruhrgebiet von allen Jndustriebezirken die größte Arbeitslosigkeit: sie beträgt im Ruhrgebiet das l,5fachc des Reichsdurchschnitts. Man kann schätzen, daß von den auf Erwerb Angewiesenen jeder Fünfte im Nuhrbezirk zur Zeit ohne regelrechte Arbeit ist. Unter Hinzurechnung der nicht erwerbstätigen Frauen und Kinder ist ungefähr ein Viertel der Ruhrbevölkerung gegenwärtig auf öffentliche Unterstützung angewiesen. Besonders schlimm ist die Tatsache, daß von den Hauptunterstützungsempfängern fast ein Drittel bereits länger als sechs Monate erwerbslos ist. Am größten ist die Zahl der Erwerbslosen bei den Ungelernten; der Reihe nach folgen Bergbau und Eisenindustrie, Angestellte, Bauarbeiter usw. Auf den Durchschnitt der Bevölkerung gerechnet ist die Zahl der Erwerbslosen am größten im südlichen Randbezirk, wo (wie z. B. in Hörde) auf 100 Einwohner bis zu 8,6 Hauptunterstützungsempfänger kommen.
In der letzten Zeit hat die Arbeitslosigkeit ab- genomtnen. Die Abnahme beträgt aber nur fünf Prozent, während im Reichsdurchschnitt in derselben Zeit eine Abnahme um etwa 17 Prozent zu verzeichnen war. Wesentlich ist, daß von den Erwerbslosen, die in der Zwischenzeit Arbeit gefunden haben, der größte Teil infolge des englischen Streiks im Bergbau unternommen konnte, ein Beweis, daß der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet in der Hauptsache von mehr oder weniger vorübergehenden Konjunkturschwankungen abhängig ist. Auch das sog. Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung wird aus verschiedenen Gründen Grundsätzliches an dem jetzigen Zustand nicht ändern können. Eine dauernde Entlastung kann nur bringen eine Verstärkung der Abwanderung aus dem Ruhrgebiet. Diese ist auch bisher schon in ziemlich großem Umfang erfolgt. So ist z. V. die Zahl der im Ruhrrevier arbeitenden Polen von rund 160 000 im Jahre 1910 auf 15 670 im Jahre 1925, d. h. also um mehr als 90 Prozent, zurückgegangen. Interessant ist auch, daß im Ruhrbergbau selbst nur etwas über 40 000 Bergarbeiter als erwerbslos gemeldet sind, während über 175 000 Personen seit 1922 zur Entlassung gelangten. Daraus läßt sich schließen, daß der größte Teil der Entlassenen in die Berufe bzw. in die Gegenden zurückgekehrt ist, wo er vor der durch die Verkürzung der Arbeitszeit unnötig erfolgten Aufblähung der Belegschaftsziffer tätig war.' Daß der Bergbau schon bald eine stärkere Aufnahmefähigkeit für Arbeitskräfte an den Tag legen wird, ist so gut wie ausgeschlossen. Man darf nicht vergessen, den an sich nicht schlechten drei Jahren von 1910 bis 1912 mit einer unter der jetzigen Beschäftigungszahl liegenden Arbeiterschaft (mehr als 10 000 weniger) eine Förderung geleistet wurde, die um etwas über 10 Prozent hinter der jetzigen zurück- blieb. Berücksichtigt man die in großem Umfanae buroigeiührte Mechanisierung des Nuhrbergbaues, so ergibt sich, daß für absehbare Zeit eine wesentliche Steigerung der Aufnahmefähigkeit nicht wahrscheinlich ijt. za vom Ruhrbergbau mehr ober weniger alle Gewerbe des rheinisch-westfälischen Industrie- gebiels abhängig sind, läßt sich auch für die Zukunft die Notwendigkeit nicht umgehen, durch Verstärkung der Abwanderung aus dem Nuhrbezirk für die Sanierung der dortigen Arbeitsmarktverhältnisse Sorae zu tragen.
Don den Schlachtviehmärkten.
An den deutschen Schlachtviehmärkten der vorigen Woche war der Marktverlauf in den verschiedenen Gattungen recht uneinheitlich Für Amder überwog langsamer Marktverlauf, während er bei Kälbern und Schafen, sowie Schweinen zumeist mittel bis gut war und nur in verhältnismäßig wenigen Fällen sich unter der mittleren Linie bewegte. Die Auftriebsziffern waren in ihrer Gesamtheit gegenüber der Vorwoche kaum verändert. Für Rinder konnten sich
die Preise nur knapp behaupten; für Schafe waren sie schon eher stetig. Kälber zogen fast «ausnahmslos ziemlich kräftig im Preise an, und auch Schweine konnten vielfach höhere Preise erzielen.
Auf den nachstehenden Märkten wurden für
(Ohne Gewähr.)
1 Pfund Lebendgewicht Rinder Berlin 22-56
Bremen 24-57
Breslau 20—61
Chemnitz 20—63
Dortmund 25—60
Dresden 23-62
Düsseldorf 28-64
Elberfeld 34-60
Essen 30—68
Frankfurt M. 20—63 Hamburg 15-56
Hannover 17-59
Husum 18—59
Karlsruhe 21—61
Kassel 28-65
Kiel 17-51
Köln 20-64
Leipzig 25-61
Magdeburg 2O-6O
Mannheim 13-62
München 21 - 62
Stettin 10-58
Stuttgart 14-60
Zwickau 15-57
in Pfennig notiert: Kälber Schafe Schweine 65-95 37-68 76-85 40-83 35-60 65-81 55-82 38-64 72-84 60-84 43-55 76-87 63-100 40-55 75-86 67-90 33-66 75-89 55-90 - 75-85
65-92 - 72-86
55-115 33-52 72-84 60-87 28-50 72-88 32-86 26-60 66-80 40-95 35-65 70-83 45-54 —
60—76 - 78-86
50-80 - 75-90
33-71 28-57 49-80 52-115 - 72-88
52-86 25-64 70-85 38-125 30 - 53 70 - 84 58-86 38-50 73-85 60 - 82 - 64 - 86
30-84 20-53 70-85 59-81 — 62-84
70-82 30-64 80-87
Börsenkurse.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlutz»! l-Uhr» Kurs , Kur»
Schluß. lAnfang Kur» I flurc
Datum:
14. 9. | 15. 9.
14. 9. | 15. 9.
5% Deutsche RcichSanleihe . 4% Deutsche Rcichsanleihe . 3Vi% Deutsche Rcichsanleihe 3% Deutsche Reichsanlcibe . Deutsche Svarprämicnanleihe 4% Preußische Konsols - . . 4°/° Hessen.........
3’/a% Hessen 3% Heuen Denyche Vcrtb. Dollar-Anl. dto- Doll-Schav-Anweisug.*) 4e/e Zolltürkcn 5% Toldmerikaner ....
Berliner Handelsgesellschaft. Lommerz- and Privat-Bank Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche BereinSbank .... Disconto Commandit ... Metallbau! Mitteldeutsche Tredilbank . . Ocsterreichische Credüanstatt. Westbank . ......
Bochumer .......
Buderus Kato . . »-Luxemburg irchcncr Bergwerke. . an er Bergbau erkc Aschersleben....
Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte Oberbedarf Phönix Bergbau . Rhcinitahl . Ricbeck Montan........ Tellus Bergbau.......
Bereinigte Stahlwerke A.-G- Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llobd ... Theramische Werke Albtn . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmanu......
Anglo-Cont.-Guano.....
Chemische Mayer Alapin . . I. G. Farbenindnslric, A.-G. Goldschmidt Holzverkohlung........
Rütgerswerkc Scheideansialk Allg. ElektrizttätL-Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke ...... Schultert Siemens i Halske .....
Adlerwerke Älcyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedi . . .......
Motorenwerke Mannheim .
Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Ms»": Schuhfabrik Herz ..... Sichel Zellstoff Waldhof ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . .-Zuckerfabrik Waghäusel . . .
0.495
u 492
0.495
".1925
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0,47
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0.54
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0.47
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178.5
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180,12
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74,95
73,5
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91
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—
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Banknoten.
14 Septbr.
15. Septbr.
Amtliche fflclö
Rotkrunfl Brief
Amtliche 'Jlotiermtü
Geld
Brief
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168,15
168.57
168,10
168.52
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1.701
1.705
1,700
1,704
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11,46
11,51
11,54
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Christiania.
01,91
92,15
91,90
92,14
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111,43
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112,15
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Berlin, 14 Septbr.
Geld
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Amerikanische Nölen .....
Belgische Noten........
Dänische Noten........
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2,07 111.82
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12,375
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11,50 111,68 20,425
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12,43.) 5.87)
Englische Noten........
Fran;ösische Noten ...... Lollandischc Noten.....
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Norwegische Noten ...... Dcuttch-Qcsterr., ä ioo Kronen Nnmanische Noten ...... Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanische Noten..... .
Tschechoslowakische Noten . . llnaarischr Noten . ...
frankfurter Börse.
Frankfurt, 15. Sept. Tendenz: Aktien behauptet, ausländische Renten haussierend. An der heutigen Börse eröffnete das Geschäft an den Aktienmärkten zögernd und mit einer gewissen äcknftcherheit, obwohl die Medio-Abwicke- lung keinerlei Schwierigkeiten gebracht hat. Das Geschäft war nach Erledigung der vorliegenden Aufträge außerordentlich still und zurückhaltend, die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich, aber überwiegend behauptet. Am Montan markt wurden höher: Bochumer plus 1,5 Prozent, Gelsenkirchen plus 0,6 Proz., Phönix und Laurahütte je plus 1 Prozent, Rheinische Braunkohlen plus 2 Proz., Rheinstahl plus 0,25 Prozent, dagegen eröffneten Buderus, Harpener und Riebeck-Montan niedriger. Bon Chemiewerten blieben 3. G. Farben gehalten. Goldschmidt leicht erhöht. Der Elektromarkt verkehrte unregelmäßig. Anfangs waren Bergmann bedeutend gesteigert und zogen 3,5 Prozent qn, mußten aber im Berlaufe nicht nur diesen Gewinn wieder hergeben, sondern senkten sich sogar noch unter ihren gestrigen Abendstand. Don Bankaktien verloren Darmstädter 1 Prozent, auch die übrigen Werte dieser Gruppe tendierten schwächer. Schiffahrtaktien gehalten. Recht fest lagen M o t o r e n to e r t e. Kleyer plus 1,25, Daimler plus 1,5 Proz. Während das Aktiengeschäft im allgemeinen vernachlässigt blieb, verstärkte sich die Rachfrage am Auslandrentenmarkt, für dessen Werte die Genfer Verhandlungen Anregungen und Hoffnungen boten. 3m Vordergründe standen Goldrumänen, die auf 23,5 anzogen. Ferner waren gefragt Ungarische Goldrenten und Ungarische Eisernes Tor (25,62), Zolltürken 14,5, Bagdad I 29,5, Bagdad II 22,75, Goldmexikaner 47,12, Anatolier i 27,12, Anatolier II 22,5. Dagegen trat das deutsche Anleihegeschäft völlig in den Hintergrund, Umsätze kamen kaum zustande. Der Freiverkehr war. still und zeigte kaum Veränderungen. Benz 77,5, Brown Boveri 132, Gro- wag 60, Ufa 40, Beckerstahl 30, Ufra 95,5 Proz. Der weitere Verlauf brachte auch für den Aus- landrentenmarkt eine gewisse Beruhigung. Die Gesamtstimmung der Börse blieb freundlich und gehalten. Am Geldmarkt trat infolge des Mediokermins eine leichte Verknappung ein. Tagesgeld war gesucht zu 4 bis 41/2 Proz., Monatsgeld 51/» bis' 71,A. Proz. Privatdiskonten 43) Proz.. Industrie-Akzepte 51 » Proz. Am Devisenmarkt hielten sich die ausländischen Valuten auf gestriger Basis. Paris gegen London 170,5, Brüssel 177, Mailand 135. Mark und Pfund liegen fest.
Berliner Börse.
Berlin, 15. Sept. Die heutige Berliner Börse stand unter dem Einfluß der Medio- Liquidationen, durch die das Geschäft et» was gehemmt wurde. Die Spekulation hielt sich mit Rücksicht auf die Prämienerklärungen zurück und nahm teilweise Realisationen vor. Die Tendenz war bei Beginn unsicher und knapp gehalten, zeigte aber im ganzen nur geringfügige Veränderungen der Kurse. Bankaktien, heimische und ausländische Staats- r ent en. ferner von Montanwerken Gelsen-- kirchen zeigten sogar auf Anschaffungen aus der Provinz geringe Steigerungen. Rach Festsetzung der ersten Kurse wurde die Tendenz allgemein freundlich. Die Abschlüsse fanden größtenteils bereits per Ultimo September statt, während die amtlichen Ratierungen der T^rmiuwerte heute noch per Medio lauteten. Am Geldmarkt gelten die Medioliquidationen als erledigt. Prolongationsgeld wurde nur von einigen Nachzüglern verlangt und stand zu 7,25 bis 7,5 Prozent zur Verfügung. Am Geldmarkt machte sich eine Erleichterung bemerkbar. Tagesgeld 4,75 Prozent, Monatsgeld 5,75 bis 6;5 Prozent. Mcmatsgeld ging jedoch pur in kleinen Posten um. Warenwechsel mit Großbankgiro 5,37 bis 5,5 Prozent. 3m Devisen verkehr hielten sich die lateinischen Valuten aus der gestrigen Basis. Auch Mark und Pfund lagen unverändert. Dagegen trat eine wesentliche Befestigung des japanischen Pen ein, der auf 48,47 anzog.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 14. Sept. Der Preisstand des Vortages konnte sich heute am Markt für Brotgetreide nicht voll behaupten. Die Tendenz für effektiven Weizen war ruhig, auch Roggen ist spärlich am Markt. Die etwas reichlicheren Andienungen finden mehr Beachtung, sind aber nur ju Preisen, die 1 bis 2 Mark niedriger sind, abzusehen. 3m Lieferungsgeschäft besteht Dek- kungsfrage für Export weiter, doch lähmt der Mühlenstreik die l.lnt:rnehmungslust merklich.
Auch hier waren Abschläge in weiter erwähn- tem Umfange zu verzeichnen und zwar für Roggen in größerem Umfange als für Weizen. Gerste wie auch Hafer behalten in guten Sorten regelmäßiges Geschäft, die reichlich offerierten Mittelsorten sind schwer zu verkaufen. 3m Mehlgeschäft hat sich der Weizenkonsum etwas gebessert, während Roggenmehl seine lebhafte Llmsahtätigkeit behält, aber sehr knapp offeriert wird. Es notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märt., 264 bis 263 Mk.: Roggen, inärf., 211 bis 217; Sommergerste 205 bis 248; Wintergerste 170 bis 175; Hafer, märt, 172 bis 185; Mais, loko Bln., 180 bis 183; Raps 100; (100 Kilogramm): Weizenmehl 36,25 bis 39; Roggenmehl 30,75 bis 32,50; Weizenkleie 10; Roggenkleie 11; Viltoria- erbfen 43,50; Kl. Speiseerbsen 34 bis 38.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 15. Sept. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 28,50 bis 28,75 Roggen (inl.) 22 bis 22,25, Sommergerste (für Brauzwecke) 23 bis 26, Hafer (inl.) 17,50 bis 18. Mais (gelb) 18,50, Weizenmehl (inl., Spezial 0) 41,50 bis 41,75, Roggenmehl 32,75 bis 34, Weizenkleie 9, Roggenkleie 10,25. — Tendenz: Fest.
Turnen, Sport und Spiel, Vertreter-Versammlung des deutschen Schi-Verbandes in Düsseldorf.
Die Gesolei in Düsseldorf gab der diesjährigen Tagung des D. S. D. einen besonderen Rahmen; auf die aus allen Schi-Gauen Deutschlands und Oesterreichs erschienenen Vertreter übte die Ausstellung eine große Anziehung aus. Der Schiklub Sauer land, dessen Belange noch voriges 3ahr durch die Besatzung stark be- einträchtigt waren, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste in der Gesolei durch Stadt und Ausstellungsleitung herzlich zu bewillkommnen. 3n fruchtbringender Arbeit tagten am Freitag, den 10. September, der Hauptvorstand, sowie die Ausschüsse. Auch die Sitzung des Hauptausschusses am Samstagvormittag hatte einen besonderen Erfolg durch die Beseitigung der Mei° nungsverschiedenheiten im Oesterr. S. V. Die ' Vertreter-Versammlung selbst wies einen besonders starken Besuch auf, zumal Rheinland-Westfalen bisher nur einmal eine Tagung des D. S. V. in seinen Grenzen sah. Die Versammlung leitete Bundesvater Dinkelacker; Rechtsanwalt B r e i t e n b a ch, Bochum, begrüßte, namens des Schiklub Sauerland die Vertreter. Die Geschäftsund Ausschußberichte ergaben ein gutes Bild, welche Arbeit im D. S. V. geleistet wird. 3m 3n* und Auslande haben unsere deutschen Schiläufer dem D. S. V. alle Ehre gemacht. Ein Trainingskursus im Dezember 1926 im Fichtel- und .Keilberggebiet soll der Aufstellung einer guten Auswahlmannschaft für Wettläuse im Aus lande und für das Wintersportolympia 1928 vorbereiten. Einen Fortschritt in der Schi-Touristik bilden die Abmachungen mit dem Deuksch- Oesterreichischen Alpen-Verein über Zusammenarbeit in gemeinsamen Fragen (Schi-Hütten-Be- nutzung, Schiroutenkarten für die Alpengebiete, Bergwacht nsw.). Die allgemein auf den zweiten Februarsonntag sestgelegte Schi-Meisterschaft in Verbindung mit der deutschen und österreichischen Schi-Staffel-Meisterschast und Len Schi-Kampf- spielen 1927 wurde Gar misch-Parte n- k i r ch e n übertragen. Den Vorsitz im D. S. V. übernimmt Dr. Senner, Weimar. 2. Vorsitzender wurde Prof. Grub e r, München. 1. Schriftführer: Raether, Erfurt. Rechner: Wunde r- lich, München. Schriftleiter des D. S. V. bleibt G. Luthe r, München, und Schiedsgericht Walter, München: Lorenz. Zwickau, und Dr. Frey, Frankfurt. Der bisherige Vorsitzende D i n k e l a ck e r, Stuttgart, wurde in Würdigung seiner langjährigen Verdienste um den D. S. V. ehrenhalber zum persönlichen Mitglied des Hauptvorstandes ernannt und ihm die Ehrennadel des D. S. 03. überreicht. Eine Unsumme von Arbeit wurde in Düsseldorf geleistet; die meisten Beschlüsse ergaben Einmütigkeit, wie sie in einem solchen Verband, der sich über ganz Deutschland verbreitet, recht anerkennenswert ist.
Ans den: "AmLsvcrkünöigungsblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 74 vom 14. September enthält: Maud und Klauenseuche in Röthges. — Beihilfe für die Volksbibliotheken des Kreises Gießen. — Straßensperren. — Feldbereinigung Ober-Steinberg. — Dienstuach- richten.
SEI FEN PULVER
will iah aueh Jknen verraten: Keeken SieJhre Wäsehe mit einem Sdket D/k ffltofffpson's Seiferipulvei* u. einem Staket Sei fix
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tut- v5 wird Jhre Wäsehe blendend weiß und- was ebenso w/ektig ist- sie wird gesehen t1
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