durch Konkurs, sondern durch stUlschweigende Liquidierung. Streichung im Handelsregister u)a>. zur Auflösung gelangt sind. Die Gesamtzahl dieser Fälle beträgt vom 1. Ianuar 1924 bis Anfang 1926 ungefähr 107 300, von denen jedoch die Zahl der Konkurse abzusehen ist.
Diese Ziffern zeigen, das) die Zahl der seit der Markstabilisierung aus dem Geschäftsleben verschwundenen Firmen doch recht groß ift._ Sie bat die Zahl der Neugrünbungen erheblich überstiegen. Die Neugründungen betrugen von Anfang 1924 bis Mai 1926 82 160 Fälle. Es zeigt sich also, daß seit der Markstabilisierung ungefähr 25 000 Firmen mehr aus der Wirtschaft verschwunden, als neugegründet smd. Diese Zahl 25 000 stellt die rechnungsmäßige Bilanz der Wirtschaftskrise dar. Bei aller ihrer Nüchternheit birgt sie doch viel Tragik in sich. Leider ist nicht damit zu rechnen, daß es bei der Ziffer 25 000 bleiben wird. Denn man darf nicht vergessen, daß die Zahl der Firmen im Aachkriegs- Deutschland viel größer ist als irrt Borkriegs- Deutschland. So z. D. hat sich die Zahl der Aktiengesellschaften beinahe verdreifacht: die Zahl der in Berlin eingetragenen Firmen hat sich ungefähr verdoppelt. Wenn auch anzunehmen ist, daß eine ganze Reihe bereits bestehender Firmen die Form der Aktiengesellschaft angenommen hat bzw. sich hat eintragen lassen, so ist dennoch festzustellen, daß trotz des schon ziemlich weitgehenden Abbaus der Unternehmen es bisher nicht gelungen ist, den Vorkriegsstand in der Zahl der deutschen Unternehmen zu erreichen, geschweige ihn zu unterschreiten, was eigentlich nötig wäre. Diese Feststellung läßt nicht unbedenkliche Schlußfolgerungen für die weitere Gestaltung der Dinge zu insofern, als eine endgültige Sanierung der deutschen Wirtschaft in absehbarer Zeit noch nicht zu erwarten ist.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
Frankfurt a.M. Berlin
fiur»
l.Uftr. Rurs
S^lofrl Anfang finrs ' dnre
Datum:
14.7.
15.7.
14. 7. |
15. 7.
5% Deutsche RcichSanleche . 4% Deutsche ReichSanleihe . 8‘A% Deutsche Reichsanleihe 3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Svarprämienanleihe Kousols - > .
DeMsche Wertb. Dollar-Anl. dro. Doll-Schatz-Anweilng.*)
4°Io Preupnche 4% Hessen • . 3Vi% Hessen . 3% Heuen . .
0,4825
0.4775
0,485
—
—
0.4625
0,445
—
0,445
0,53
—
0,5075
0.27
—
0,26
0.455
—
0,445
0,46
—-
—
—
—
—
—
—
0.46
96
—
96,5
—
—
*■—
4*/0 Zolltürken
6% GoldrnexSaner
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- and Privat-Bank Darmst. und Nartonalbauk . Deutsche Bank.........
Deutsche Dereinsbank .... DiSconto Lommondit .... Metallbank...........
Mitteldeutsche Kreditbank . . Oesterreichhche Lreditanstalt. Westbant............
Bochumer Gllh ....... DuderuS.. ......... Goto ..............
Deutsch-Luxemburg (HelsenrirchMr Bergwerke. .
Hattrener Bergbau Jtalttoctte ÄscherS leben.... .stuliwerk Westeregeln.....
Laurahutte Oberbedarf .....
Phönix Bergbau ....... Ryeinstabl......... Riebeck Montan ....... Tellus Bergbau........
Hemümrg-Amerrka Paket. . . Norddeutscher Llovd.....
Theramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo-Cont.-Guano Chemische Mayer Älapin . . S. Harbenindustrie, A.-G. oldschmtdt..........
Holzverkohlung........
Rütgcrswerke Schcidcaafialt.........
»llg. ElektrizttätS-lZesellschaft Bergmann...........
Matulraftwerke .......
Schultert . . ........
Siemens k HalLke .....
Adlerwerte Kleyxr ...... Daimler Motoren ...... Heyligenfiaedt.....
Megnio........... .
Motorenwerke Mannheim .
frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Brann . . . Metollgesellschast Frankfurt. Pet. Union Ä--G.. Schuhfabrik Herz......
Sichel. ...... .
Zellstoff Daldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäufel . . .
14,45
14
14,25
—
47
47,9
177* i
—
179*
127* ।
128,7'
128,9-
179,5* i
178,5'
178,5*
165,7' 1
165'
165,5*
88
—
—
155,5'
153,7'
154,7*
115.2*
115
123 :
120
7,05 i
7,07
7,25
—
—
—
—
139,7'
90,5
_
92,25
76,5
—
77,25
141*
140'
141*
164,5*
164'
163,5'
143'
141,5'
142,6*
142
—»
143'
150
151'
53,5
—
54,02
67*
—
67*
113,5'
112,5'
112*
137
135'
135,7'
147,5*
—
147,9
73
—
—»
151,5*
152*
147*
146,7'
146*
50
—-
_
107,75
—
—
85,5
—
83,5
—
—
80
——
250*
249,7*
250'
95,75
95,25
97
55
53
104
103,75
103,9
138,5
—
144*
143'
143.9'
126
_
125,7'
94.5
97
—
124,5'
123.2’
124*
167,7'
—
166,7*
80
81
81,25
90,75
90
91
24.75
—
45,5
—
—
—
33
•—
50
—
128,5
—
—
84
—
85
38
—
39,4
3,25
—
—
158
157
157
69.9
69
—
79,75
78,5
—
0,4775 0.45 0.435
0.5025
0.43
179'
128.7' 178'
165*
; 154,2*
'S
139,7'
142*
164,7'
142,5' 144'
152
152,4' 146'
112* 134.7* 146.5
103
158
143,9* 125*
123*
165,2'
80,75
89,75
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.)
14 Juli.
15. Juli.
Amtliche Notierung
Amtliche 9Dotierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Srnft.»’Jiott.
168,53
168,95
168,56
168,98
Tuen 'Aires
1.703
1,707
1,704
1,708
Srff. äntro
10,03
10,07
9,52
9,56
Christianio -
91,93
92,17
91,93
92,17
Kopenhagen
111,20
111,48
111,24
111,52
Stockholm .
112,37
112,45
112,31
112,59
Helstngfors
10,552
10,592
10,55
10,59
gtaüen . . .
11.13
14,47
14.17
14,21
London. - .
20,401
20,453
20,401
20,453
9? enö ort . .
4,195
4,205
4,195
4,205
Paris....
Schweiz . .
10,835
81,20
10,875
61,40
10,39
81,18
10,43
81,38
Spanien. .
66,62
66,78
76,40
76,56
Japan . . .
1,963
1,973
1,969
1,973
Mo deJmi.
0,660
0.662
0.660
0,662
Wien in D « Ccft abgeft.
69,325
69,475
59,31
59,45
Prag ....
12,421
12,461
12,421
12,462
Belgrad ..
7,41
7,4.3
7,400
7,425
Budapest. .
5,865
5,88-5
5,87
5,89
Bulgarien .
3,035
3,04.5
3,04
3,05
L'ffabon .
21,865
21,415
21,425
21,475
DanM. . .
81,12
81,22
81,09
81,29
Aorrftantin.
2,302
2,312
2,295
2,305
Arden. . .
5,19
5,21
5,19
5,21
Uanada. . .
4,198
4,208
4,198
4,208
Gruguat) . .
4,215
4.225
4.217
4,227
Banknoten.
(Ohne Gewähr.)
Berlin. 14 Juli.
Geld
Brief
Amerikanische Noir» .....
4.182
4,202
Belmicke Noten ........
10,24
10,30
111,48
Dänische Noten ......
110,92
Enalilcke Noten........
20,375
20,475
11,13
Frcmzöfische Noten ......
11,07
Holländische Noten......
168,16
169,00 14,82
Alnlleniickc Noten ......
14,71
Norwegische Noten ......
91,77
92,23
Deuchh-Oellerr., i ioo Aron«
59,35
59,65
Rumänische Not«......
1,95
1,99
Schwedische Not«......
112,09
112.69
Schweizer Noten.......
81,35
81,75
Spanisch- Noten .......
66,50
66,84
Tschechoslowakische Not« ..
12,40
12,46
llnaarische Noten......
5,825
5.865
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 15 .Juli. Tendenz: Zunächst gehalten, später schwächer. — Nachdem die Medioabwicklungen Schwierigkeiten nicht verursacht haben, ist die Veranlagung der Börse wieder etwas zuversichtlicher geworden. Größeres Geschäft vermochte sich aber nicht zu entwickeln, da es nicht nur an Anregungen fehlte, ondern auch die Spekulation sehr zu- rückhaltend operierte. Die Flüssigkeit des Geldmarktes konnte keinerlei Einfluß ausüben. Die freundlichere Stimmung kam weniger in Kursbesserungen, als vielmehr darin zum Ausdruck. daß sich die Rückgänge nicht fort- setzten. Anfangs waren die Kurse zumeist gehalten. teilweise leicht gebessert, dabei fehlte es auch nicht an Kursabschwächungen, die sich im Rahmen von etwa 1 Proz. hielten. Der Montan- markt verkehrte uneinheitlich. Farbe nak tien lagen behauptet. Elektrowerte waren leicht rückgängig. Das Interesse für Bankaktien hat nachgelassen, doch kam es zu weiteren leichten Kursbesserungen. Darmstädter plus 1 Prozent, Reichsbank plus 1,5 Prozent. Schiffahrtsaktien neigten weiter zum Nachgeben. Auch Auto- Aktien bröckelten mäßig ab. Zucker- aktien blieben zumeist gehalten. Deutsche Anleihen weiter vernachlässigt und schwächer. Am Auslandsrentenmarkt fetzten Türken ihre Abschwächung fort, besonders Anatolier waren gedrückt (minus 2 Prozent). Der Frei- v ee h r hatte lustloses Geschäft. Beckerstahl 21 Prozent, Brown-Doveri 116 Prozent, Entreprise 6,5 Prozent, Growog 60 Prozent, Rastatter Waggon 15 Prozent, Ufa 40,5 Prozent, Unterranken 81,5 Prozent. Im weiteren Verlaufe drückte die Geschäftslosigkeit aus das Kursniveau, namentlich bei den führenden Werten des Mon- tamnarktes, wo Kursverluste von 1 bis 2 Proz. eintraten. Die übrigen Märkte blieben zumeist behauptet. Der Geldmarkt ist weiter leicht. Tagesgeld 4 Prozent, Monatsgeld 5 bis 61/2 Prozent. Im Devisen verkehr lagen die westlichen Frankenvalutenerneut schwächer. Paris gab gegen London auf 192 nach. Brüssel auf 207 gegen London.
Berliner Börse.
Berlin, 15. Iuli. Die Svmmerferien drük- ken der Börse mehr und mehr ihren Stempel auf. Das Geschäft wird von Tag zu Tag schwächer. und die Zahl der Besucher ist gegenüber dem normalen Stand erheblich geringer geworden. Das Publikum hält sich weiter von der Börse zurück, so daß die Spekulation fast isoliert da steht. Trotz anfangs uneinheitlicher Haltung waren später leichte Kursbesserungen zu verzeichnen. Das Interesse konzentrierte sich in der Hauptsache auf Bankaktien und ausländische Renten. Rom- bacher Hütte haben einen weiteren Rückgang erfahren, da die Absichten der Verwaltung nunmehr offiziell zugegeben werden. Am Geldmarkt herrscht weiter Angebot in kurzfristigen Mitteln. Tagesgeld 4 bis 5 Prozent. Im Devisenverkehr waren die w e st li ch e n Frankenvaluten stärker abgeschwächt. Paris gab gegen London auf 194,50, Brüssel auf 210 bis 211 nach. Auch Mailand lag recht schwach mit 143,50 gegen London.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M, 15. Iuli. GS wurden notiert: Wetterauer Weizen 32 bis 32,50, inl. Roggen 23,50, ausl. Hafer 21,50 bis 23, Mais (gelb) 18,25 bis 18,50, Weizenmehl, inl., Spezial 0 43 bis 44, Roggenmehl 33,50 bis 34, Weizenkleie 9,25 bis 9,50, RvggeiÄeie 11,25. Tendenz: stetig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M, 15. Iuli. Auftrieb: 1 Kuh, 773 Kälber, 138 Schafe, 318 Schweine. Es notierten. Kälber: feinste Mastkälber 60—66 Mk.: mittlere Mast- und beste Saugkälber 55 bis 59; geringe Mast- und gute Saugkälber 48 bis 54; geringe Saugkälber 40—47. Sch a f e (W eidemastschaf e): Mastläininer und Maft- hämmel 45—50; geringe Masthämmel und Schafe 35—44; mäßig genährte Hümmel und Schafe (Merzschafe) 25—32. Schweine: vollfleischige von 80-100 kg 75—79; unter 80 kg 70-74; von 100—150 kg 75—78; unreine Sauen und geschnittene Eber 58—68 Mk. Marktverkauf: Kälber und Schafe bei langsamem, Schweine bei schleppendem Handel ausverkauft. Beste Mastkälber über Nottz gehandelt.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 14. Iuli. Während am Berliner Platz die Hausse in Amerika für Inlandweizen gesteigerte Preise im Gefolge hatte, wirkte die Weltmarktlage auf den hiesigen Roggen nicht preissteigernd. Infolge des anhaltend schönen und vor allem warmen Wetters war wieder viel alter Roggen angeboten, ohne daß sich aber hierfür große Nachfrage zeigt. Im Lieferungshandel war beispielsweise der Iuli-Roggen in unverändertem Dortagskurs nicht unterzubringen. Herbstmonate allerdings 1 Mark befestigt. Weizen per Iuli in Uebereinstimmung mit erhöhten Schlußforderungen 3 Mark befestigt. Das Mehlgeschäft ist nach wie vor ruhig. Auch Gerste ruhig, Hafer behauptet. Cs wurden notiert für 1000 Kilo: Roggen, märt 198 bis 201, Sommergerste 205 bis 212, Gerste, inländ. 190 bis 204, Hafer, märt 204 bis 213, Mais, loko Berlin 174 bis 178, Raps 360 bis 370; für 100 Kilo: Weizenmehl 38 bis 40, Roggenmehl 28,50 bis 30, Weizenkleie 10,10 bis 10,25, Roggenkleie 11,30 bis 11,40, Viktoriaerbsen 35 bis 46, kleine Spcise- erbsen 30 bis 34, Futtererbsen 22 bis 27, Peluschken 22,40 bis 27,50. Ackerbohnen 22 bis 24,50, Wicken 32 bis 34,50, Lupinen, blau 14,50 bis 16,50, do. gelb 19 bis 21, Rapskuchen 14,60 bis 14,80, Leinkuchen 19,80 bis 20, Trockenschnihel 10,70
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 5 6 vom 13. Iuli enthält: Höchstsätze in der Erwerbslosenfürsorge. — Mauk- und Klauenseuche in Utphe, Grünberg, Saasen, Ettingshausen, Haufen, Muschenheim und Mühlsachsen. — Fleischverkaufsordnung. — Amtsveterinär- stelle Grünberg. — Erbauung eines neuen Schlachthauses in Ullendorf a. d. 26a. — Stra- ßenspeiwe. — Dienstnachrichten
Büchertisch.
— Wir haben schon im lokalen Teil in einem längeren Aufsatz auf das 50jährige Geschäftsjubiläum des weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannten Berlages Emil Roth in Gießen hingewiesen. Rechtzeitig zum Festtage
Schach-Ecke.
‘Bearbeitet von W. Orbach
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 70.
Don Johann Drtina.
Schwarz.
ab c d e t 2 h
8
8
6
6
5
5
3
2
2
a b c d e t g h Weiß.
Weih zieht und setzt in drei Zügen matt.
Weiß: 2 Steine Kc4; Dg4.
Schwarz: 4 Steine Ka4; Lei ;Bc3, c6.
Partie Nr. 54.
Gespielt im Mittelrheinischen Meisterschaftsturnier in Ems, Pfingsten 1926.
Damengambil.
Weiß: Lempelius, Neuwied.
Schwarz: Pros. Mannheimer, Frankfurt a. M.
1. d2-d4 1. d7-d5
2. Sgl -f3 2. c7-c5
Diese Variante des Damenbauernspiels stammt von Dr. Tarrasch; dieselbe ist nicht zu empfehlen und wird auch auf den modernen Turnieren fast nicht mehr angewandt.
3. c2-c4 Die beste Entgegnung.
3.. . . 3. e7-e6
4. Sbl — c3 4. Sg8-f6
5. Lei -g5 5. c5xd4
6. Lg5Xf6? Schwach gefpielt.
Stärker ist hier die von Pillsbury gegen Dr. Lasker in Cambridge Springs angewandte Entgegnung 6. Dxd4, worauf sich etwa folgende Abspiele ergeben könnten.
6.. . . Sb8-c6 7. Lg5xf6, Sc6xd4 8. Lg5xd8, Sd4xf3+ 9. g2xf3 oder 7. . . ., Dd8Xf6 8. Dd4 xf6, g7xf6 9. c4Xd5 wobei Weiß einen Bauern mehr behält, nach 7. . . ., Sc6xd4 8. Lg5Xd8, Sd4 -c2+ 9. Kel-dl, Sc2xal 10. Ld8-g5 zwei Ossi- ziere für den Turm erobert; endlich nach 7. .. ., g7xf6, durch 8. Dd4 - h4 einen äußerst starken Angriff erhält.
6... . 6. Dd8xf6
7. DdlXd4 7. Df6xd4?
Etwas beffer war 7.... d5xc4
8. Sf3xd4 8. d5xc4
9. Sd4-b5 9. Sb8-a6
Der Springer nimmt hier einen schlechten Posten ein.
10. e2-e3 10. Lf8-e7
11. Lflxc4 11.0-0
12. Tal-dl
Weiß hat eine furchtbare Angriffsstellung erreicht, aus welcher Schwarz sich nicht mehr dürfte befreien können.
12. .. . 12. Sa6-c5
13. 0-0 13. a7-ab
14. Sb5-d6 14. Le7-f6
Der folgende starke Zug widerlegt diesen Einfall des Schwarzen.
15. b2-b4! 15. Lf6xc3
16. b4xc5 16. Lc3-b4
17. Sd6-e4
17. Lb4-a5
18. Lc4-e2
18. e6-e5
19. Se4-d6
20. Le2-f3
21. Sd6xc8
22. Tdl-d7
23. Tfl-bl
24. c5xb6 e. P.
19. La5-c7
20. Ta8-b8
21. Tf8xc8
22. f7 — f6
23. b7-b5
24. Lc7xb6
Sonst 25. Tbl -cl!
25. g2-g3
26. Lf3-d5
27. Td7-f7+
28. Tf7xg7
29. TblxbS-H
30. e3-e4
31. Tg6xh7
32. Th7-f7
33. h2-h4
25. Kg8- ($?
26. Tc8 —c5
27. Kf8-e8
28. Lb6-c7
29. Lc7xb8
30. Lb8-d6
31. Tc5-c2
32. Ld6-e7
33. Tc2-d2
34. Tf7-g7? Weiß konnte hier sofort das Spiel entscheiden, und zwar statt: h5, auf Txd5 folgt 35. Txe7+ Kxe7 36. eXd5, Kd6 37. h6 und Schwarz kann die beiden Freibauern nicht halten, Weih gewann im 48. Zuge.
Lösung des Problems Dr. 68.
Don W. Glaeve.
1. Kf6-e7! Kd5-d4 2. Ke7-d6, Kd4-c4 3 DeS -a4 matt.
1...., Kd5-e4 2. De8-d7, Ke4-f3 oder f4 3. Dd7 - g4 matt.
1 Kd5-c4 2. De8-a4+, Kc4-d5 3. Sdl- c3 matt.
Richtige Lösungen zum Problem Nr. 68 sandten ein die Herren: G. Götz, Lehrer E. Simon aus Gießen; Schulamtsanwärter Stumpf, Garbenteich.
Nachträgliche richtige Lösungen zum Problem Nr. 67 erhielten wir von den Herren: Lehrer Dreidecker, Oberlehrer Kl., Gießen.
Berichtigung.
Die Lösung zum Problem Nr. 63 haben wir leider irrtümlich falsch wiedergegeben. Der erste Zug muß heißen: 1. Lc3—all. Es scheitern 1. Ld4 an Tb4! 1. Le5 an Sf4l.
Aus ber Schachwelt.
Im Wettkampf Orbach — Scho ries wurden nur zwei Partien gespielt. Die erste, eine spanische Partie, gewann Schories; die zweite dagegen, ein Damenbauernspiel, konnte Orbach zu seinen Gunsten entscheiden.
Gegenwärtig findet in Budapest ein internationales COleiftertumier statt. Der Deutsche Schachverband in der Tschechoslowakei schreibt in der Zeit vom 17. bis 26. Iuli einen Kongreß mit Meisterschaftsturnier und zwei Hauptturnieren aus; derselbe wird in Reichenberg abgehalten.
Die diesjährige Rheinmeisterschaft soll, wie die „Pfälzische Presse" mitzuteilen weih, in der Zeit vom 7. bis 15. August in Kaiserslautern ausgetragen werden.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom DevakttonStisch.
Standpunkte.
M3dj bin die glücklichste Frau der Welt," schwärmte Liffi. »Ich heirate den Mann, den ich will." «Ach, das ist gar nichts," entgegnete ihre Freundin geringschätzig- „Das wahre Glück für ein Mädchen ist erst, wenn es einen Mann heiratet, den andere wollen."
Trick.
„Nein, Herr Kapellmeister, die Musik war doch diesmal zu sch ön," sagte ein Kinobesucher bewundernd. „Wie die Elfen im Wald tanzten, da hörte man geradezu überirdische Klänge. Wie bringen sie denn das fertig?“ „3a das ist mein Trick,“ erwiderte der Kapellmeister schlau. „Sie dürfen es aber nicht weitersagen. Bei der Elfenmusik laste ich das Orchester pausieren und schalte den Staubsaugeapparat ein.“
erscheint eine Iubiläumsschrift, die auf 64 Seiten eine Zusammenstellung der im hessischen Schulbuchverlag Emil Roth erschienenen Schulbücher und Dolksbildungsmittel gibt. Gewidmet ist diese Schrift der hessischen Schule und Lehrerschaft von einem Mann, dessen Lebenswerk der modernen Ausgestaltung des hessischen Schulbuches gilt.
— Der Heger, die bekannte Iagdzeit- schrift des Verlages W. G. Korn in Breslau, bringt in seinem neuesten Heft 28 interessante Berichte aus fernen Iagdrevieren. „ZweiIahre als Iäger im ostasiatischen Kreuzergeschwader" überschreibt Marinestabsingenieur Noebel seinen Beitrag, während der berühmte baltische Iäger Egon von Kapherr in seiner Skizze „Im Feuer- boot" über Sibirien spricht. Der übrige Inhalt zeigt die gewohnte Reichhaltigkeit.
— „Neue Musik-Zeitun g". Verlag Carl Orüninger, Nachf. Ernst Klett, Stuttgart. 1926, Heft 17—19. Aus dem vielseitigen Inhalt der drei Hefte: Georg Sehwalds Untersuchungen über taktwechselnde deutsche Volkstänze, die den taktwechselnden bayrischen Tanz dem böhmischen gegenüberstellen. Dom Fluch der „geheiligten Tradition" (Rudolf Hartmann), „Umgruppierung" (Walter Abendroth), „Reform des musiktheoretischen Unterrichts" (Hermann Roth), bringen interessante Erörterungen über brennende Tagesfragen. Für Beethoven-Freunde eine Reihe charakteristischer Anekdoten, mit seiner Arbeit über „Franz Oliva und Beethoven" erweitert Walter Nohl den Lebenskreis um den Meister. — Zahlreiche Musikberichte und Besprechungen. Als Musikbeilagen: Th. Huber- Andernachs typisch impressionistisches Lied: „Fernher übt noch eine Flöte"; Paul ötuiber: Scherzo aus der Klaviersonate Op. 5.
— Rheinlandkunde. Ein heimatkundlicher Ratgeber für die deutschen Länder am Rhein. Herausgegeben von Dr. R. A. Keller. Der- lag A. Bagel, QI.-®.. Düsseldorf 1926. — Der uns vorliegende zweite Band stellt sich dar als ein sorgsam und (soweit wir sehen können) umfassend gearbeitetes, bibliographisches Rheinland-Archiv. Nach jeweils kurzen Einsi'chrungs- Übersichten folgt eine Zusammenstellung der einschlägigen Literatur über die verschiedensten Gebiete, von den int ersten Teil u. a. Politik, Literatur, Theaterwesen und Musik behandelt werden, während der zweite Teil sich vorwiegend mit heimatkundlichen und kulturgeschichtlichen Themenkomple^en befaßt. 347
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Schriftleitung.)
Rechts gelten!
Unsere Bahnhofstraße ist — nicht breit. Zwischen Bahnhof und Anatomie geht nahezu der gesamte Verkehr von und zur Bahn über sie hin, und da ist sie — zu eng. Ihre Erweiterung ist kaum möglich. Aber Verkehrsdisziplin seitens des Publikums oder Derkehsregelung durch einen Verkehrspolizisten könnte die wünschenswerte Ordnung in die flutende Menge bringen. Es ist z.B. morgens kurz vor 8 Uhr schlechterdings kaum möglich, zum Bahnhof zu kommen. Nur mit ooraeftemmtem linken Ellbogen kann man — immer hart an der Mauer entlang und mit elegantem Sprung über die Anatomietreppe — sich durchdrücken, falls man nicht vorzieht, auf dem Fahrdamm zu pilgern, von dem man aber durch Straßenbahn und Fahrzeuge bald vertrieben wird. Insonderheit ältere Leute werden es schwer haben, und sie riskieren, ihren Zug zu verpassen. Wie schön wäre es da, und wie glatt ginge es, wenn die ankommenden Herrschaften — auch rechts gehen wollten (also aut der Postseite)! Da könnten die Bekanten ungehindert auch zu vier und fünf nebeneinander gehen. — Einige Tage hindurch je eine halbe «stunde lang der Derkehrsbeamte mit den weißen Handschuhen, der zurechtweift, das wird helfen und wohl das einzige Mittel zur Erreichung dieser Selbstverständlichkeit sein. K. Vck.
Rundfunk-Programm
deS Frankfurter Senders.
(Aus der «Radio-Umschau".)
Freitag, 16. Juli:
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Hausfrauennachmittag, veranstaltet vom Frankfurter Hausfrauenverein. Programm u. a.: „Hausfrau und Recht", Vortrag von Frau Dr. Elisabeth Schmitt. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Löse« stunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: .Hinterindianisches Theater", Vortrag von Paul Freye. 6.45 bis 7.15 Uyr: „Die Ausbildug des Nachwuchses im Handwerk", Vortrag von Syndikus Dr. Ferber. 7.15 bis 7.45 Uhr: Vortrag: „Beispiele deutscher Lyrik". 8.15 Uhr: „Das Glas Wasser", Lustspiel in fünf Aufzügen von A. C. Scribe.


