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4. Juli. Der Sicht« sich in feiner Mtti t Ersuchen bei ta» :ng eines Zuschusslt er Dienstwohnung
Finanzamts. Je fion empfahl, dieses lt< Ä'tfÄ ' ermäßigt worden Irt ußerdem bereit echarl ^amtsgebäude für mm I, bestehend auS W richten. Ss wurde br« «uh in M M >ic das qefamte Mch. lelhvheabAruchkM stellen. An diesen UingW^^
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ha« Reich tm jetzigen Finanzamtsgebäude tatsächlich für einen Beamten eine Dierzirnrner- Wohnung herrichtet und sämtliche in Frage fern* wenden Bauarbeiten an hiesige Gewerbetreibende vergeben werden, die wiederum nur einheimische Arbeiter, soweit solche vorhanden sind, beschäftigen dürfen. — Schulrat Lorenz ist zur Zeit damit beschäftigt, einen Film über L a u t c r - bach herzustellen, und diesen später als Vogelsbergfilm auszubauen. Dieser Film soll nicht allein Schulzwecten dienen, sondern ist auch als Werbefilm für die Stadt gedacht, zumal er Bilder der einheimischen Industrie, der landschaftlichen Schönheiten, der städtischen Einrichtungen, der Märkte. Dullenauktionen und der Viehzucht des Hinterlandes geben wird. Außerdem sollen Ansichten aus der Stadt und deren Umgebung ausgenommen werden, di« geeignet sind, den Fremden herzulocken und damit den Derkehr zu heben. Bach Fertigstellung soll der Film in Berleih gebracht werden. Schulrat Lorenz ist an die Stadt herangetreten und bittet um finanzielle Unterstützung. Bach kurzer Aus» spräche wurden 150 Mk. bewilligt. — Gemeinderat Maurer hat in einem an die Bürgermeisterei gerichteten Schreiben die Einrichtung eines regelmäßigen Schulbades angeregt. Bürgermeister Walz gab da- von Kenntnis, daß man sich bereits in früheren Jahren und Sitzungen mit dieser Angelegenheit beschäftigt habe, diese jedoch nicht verwirklicht werben konnte, da der hierfür vorgesehene Baum im Jahre 1923 für die Fortbildungsschule in Anspruch genommen werden muhte. Es wurde beschlossen 7. die sog. Koch sch ule im Saale des Elektrizitätswerkes unterzubringen, um der Einführung und Verwirklichung des angeregten Schulbades imEchulhausanbau nähertreten zu können. — Der Bürgermeister erstattete u. a. weiter Bericht über die Besprechungen in Hopfmannsfeld über die Aufrechterhaltung der K r a f t p o ft l i n i e Lauterbach — Ulrichstein. Die von der Oberpostdirektion Darmstadt aufgestellten, mit Wirkung vom I. Juli gültigen neuen Bedingungen wurden angenommen. Hiernach wird in der Hauptsache für den Kilometer eine Mindestein- nähme von 98 Pf. garantiert. Das für diese auf die Stadt entfallende Defizit in Höhe von etwa 190 Mark aus dem Jahr« 1925. wurde auf die Stadtkasse übernommen. — Der Voranschlag der Realschule für Rechnungsjahr 1927 wurde genehmigt und der städtische Zuschuß in Höhe von rund 20 500 Mark bewilligt. — Gemeinderat Maurer ist in einem Schreiben an die Stadt herangetreten und ersucht, den Klein Wohnungsbau durch verschiedene Maßnahmen, wie Abgabe der Bausteine und des Baugeländes zum Selbstkostenpreis z u fordern. Weiter verlangt er bei Berechnung des Kanal-, Wasserleitungs- und Lichtanschlusses ebenfalls nur die Selbstkosten in Rechnung zu stellen und die Sondergebäude- und Grundsteuer für diese Gebäude auf zehn Jahre zu erlassen. Auch der Zinsfuß für die ersten Hypotheken fei so niedrig wie möglich zu halten. Die Anträge wurden für erledigt erklärt, da der Gemeinderat bereits in früheren Sitzungen bei Abgabe von Bausteinen, Baugelände und dergleichen den Selbstkostenpreis festgelegt hat. Der Antrag auf Erlaß der städt. Grundsteuer beim Kleinwohnungsbau wurde mit Stimmenmehrheit abgelehnt. 3m übrigen zog Demeinde- rat Maurer seine Anträae zurück und schloß ich dem angenommenen Vorschlag der Dau- und Finanzkommission, den Reg.-Rat Dr. Rinds uh für einen Vortrag über Bausparkonten zu gewinnen, an. — Am Schlüsse der Sitzung gab der Bürgermeister noch Aufklärung über den in den letzten Tagen aufaetretenen Wassermangel, der nach seiner Ansicht nur in einem großen Bruch oder sonstigen Fehler zu suchen sei, zumal die städt. Quellen nach vorgenommenen Messungen täglich zirka 1200 Kubikmeter Wasser liefern und unter normalen Verhältnissen in der Stadt täglich höchstens 900 bis 1000 Kubikmeter verbraucht werden dürften. Der Bürgermeister wies noch darauf hin, daß man feit Tagen bemüht sei, diesen Fehler zu suchen und die damit verbundenen Mißstände zu beseitigen.
Rheinhessen.
Mainz, 14.3uli. tWSR.) Die 45jährige Witwe Ernst aus der Fürstenbergerhofgasse 11 wurde gestern vormittag, als sie das Haus verlassen wollt«, von einem Krampfanfall erfaßt und stürzte im HauSgang drei steinerne Treppen herab. Die korpulente Frau fiel mit der Stirn mit voller Wucht auf die mit einer eisernen Einfassung versehene letzte Stufe der Treppe und erlitt einen schweren Schädelbruch, der den sofortigen Tod herbeiführt«.
WSR. Rüsselsheim, 14. 3uli. Zwischen den Gemeinden Rüsselsheim und Flörs- beim ist es wegen des Baues einer festen Mainbrücke bei Rüsselsheim zu einer Einigung gekommen, die die Zustimmung der Regierungen gefunden hat. Die Drück« wird zwilchen Rüsselsheim und Flörsheim am östlichen Ende der Stadt, etwa ICK) Meter oberhalb der log. Festung erbaut werden. Die Brückenbreite Ion 9 Meter betragen, die Brückenlänge etwa 300. Die Zufcchrt zur Brücke wird auf hessischer Seite durch eine abzweigende Rampe von der Straße Mainz-Rüsselsheim-Frankfurt bewerkstelligt. Sie Opelwerke leisten einen Barzuschuh von 200 000 Mark. Die Gelder für produktive Er- werbSlosensürsorge dürften hier geeignete Anwendung finden. Mit dem Bau soll im Herbst begonnen werden.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
XX Vetzberg, 13. 3uli. llnfer aus einem 309 Meter hohen Dasaltkegel gelegener Ort wurde
in der Vorkriegszeit des ca. 30 Meter hohen Wartturmes, der einstigen Bergfeste, wegen das ganze Jahr hindurch viel besucht. Don dieser damals besteigbaren Ruine hatte man eine herrliche Aussicht auf die malerischen Schönheiten des Lahntales, von Marburg bis nach Wetzlar, ja noch weiter. Auch erbliche man einen groben Teil des Taunus, des Westerwaldes und des Vogelsberges. Leider ist die mächtige Holz leit er zu dem Turm durch die Witterungsverhältnisse so mürbe geworden, daß man den Turm nicht mehr besteigen kann. Hoffentlich wird — vielleicht mit Hilfe des Gleiberg- Vereins — recht bald hier Wandel geschaffen. Der Fremdenverkehr nach unserer alten Feste, die eine recht interessante Geschichte hinter sich hat — schon 1245 kommen die Gauerben von Vetzberg vor- 1454 errichteten ihrer 19 den Burgfrieden — wird dann wohl auch wieder zunehmen.
—Z— Aus dem Kreise Wetzlar, 14. Juli. Während die Dbftbäume im Frühjahr in reichem Blütenschmuck prangen, muß die Obsternte in hiesiger Gegend als gering bezeichnet werden. Die Birnbäume dürften die besten Erträge bringen, namentlich versprechen die rauheren Sorten, wie Honigbirnen u. a., recht gute Erträge. Der Behang der Zwetschenbaume ist, wie allerorts, verschieden, jedoch dürfte als Durchschnittsergebnis bei diesen eine Mittelernte zu verzeichnen sein. Die schlechteste Ernte werden die Apfelbäume bringen: neben den Nachtfrösten haben namentlich iierische Schädlinge, hauptsächlich der Apfelblütenstecher, die Früchtebildung stark benachteiligt. Gegenwärtig haben dies« Bäume noch sehr unter den Nachwirkungen der Apfelbaumgespinstmotte zu leiden, da diese einen großen Teil der Blätter bis zum Gerippe abaeweidet hat. Leider stehen noch viele Obstbaumbesitzer einer systematischen Schädlingsbekämpfung teilnahmlos gegenüber, die sich aber im Interesse einer rationellen Obstbaumzucht immer mehr als eine dringend« Notwendigkeit erweist.
<> Koch e ( b e i m, 14. 3uli. Die Erbauung einer Wasserleitung steht hier nach wie vor im Vordergrund der noch zu lösenden größeren Gemeindeprobleme. 3n einer Gemeindeversammlung sprach sich die Mehrheit der Versammlungsteilnehmer für den Dau der Wasserleitung aus. Man hoffte bisher noch immer, mit der Rachbargemeinde Dornholzhausen eine Vereinbarung auf der Grundlage zustande zu bringen, daß das dort überschüssige Wasser zur Speisung der hier geplanten Leitung Verwendung finden könnte. Für den Fall, daß dieses Wasser nicht ausgereicht hätte, wäre die Erschließung weiterer, in der Gemarkung Dornholzhausen belegenen Quellen gelegentlich des dort im Dange befindlichen Zusammenlegungsverfahrens möglich gewesen. Die in der letzten Zeit mit der Gemeinde Dornholzhausen in dieser Richtung gepflogenen Verhandlungen haben jedoch bedauerlicherweise zu keinem die Frage lösenden Ergebnis geführt. Dornholzhausen verlangt für die Abgabe des Wassers eine jährliche Entschädigung von 500 Mk., die die hiesige Gemeinde nicht zahlen zu können glaubt. Man ist nun auf den Gedanken gekommen, einmal die eigene Gemarkung eingehend nach Quellwasser abzusuchen. Diese Suche fand jetzt durch den bekannten Wünschelrutenforscher Oberstleutnant a. D. Heinemann statt. Dieser glaubt, im Distrikt des hiesigen Gemeindewaldes zwei Wasserläufe (einen stärkeren und einen schwächeren) festgestellt zu haben, die er zur Versorgung unseres Ortes für vollkommen ausreichend hält. Die Wasserläufe sollen sich in einer Tiefe von 15—17 Mtr. befinden. Zunächst bleibt das Ergebnis der Schürfungen abzuwarten, die an den betreffenden Stellen sofort vorgenommen werden sollen. Die Schürfarbeiten sind dem Bauunternehmer Zöller von Dornholzhausen übertragen. Für den Fall, daß sie von Erfolg fein sollten, wäre zu erwägen, ob sich nicht zweckmäßig die Gemeinden Hochelheim und Hörnsheim zur Schaffung einer zentralen Wasserversorgungsanlage zusammen- schliehen sollten, da dem Vernehmen nach auch unter den Einwohnern von Hörnsheim Reiaung zur Einführung einer Wasserleitung vorhanden ist.
—K— 5) o ch e l h e i m , 14. Juli. Bor kurzem hat die hiesige evangelische Gemeinschaft mit dem Bau eines neuen Vereinshauses begonnen. Der Bauplatz wurde von einem Mitglied zur Verfügung gestellt. Die Bauarbeiten wer- den von Mitgliedern der Vereinigung, die saft sämtlich aus Bauarbeitern besteht, kostenlos aus- gefuhrt. Da die Arbeiten bei dem günstigen Wetter gut voranschreiten, dürste die Fertigstellung und Einweihung des Hauses in Bälde zu erwarten jein.
kz. G a r b e n h e i m , 14. Juli. Am Sonntagabend sand hier in dem Saale des Gastwirtes Genopp eine überaus gut besuchte Versammlung der Ortseinwohner statt, in der Bürgermeister Dr. Kühn aus Wetzlar über den Wert der Eingemeindung von Garbenheim nach Wetzlar sprach. Redner beleuchtete nach allen Seiten bin die Vorteile, die die Gemeinde Garbenheim bei der Eingemeindung entstünden. Alle Einrichtungen der Stadt Wetzlar kämen bann auch dem Orte Garbenheim zugute. Die Stimmung über die Eingemeindung ist innerhalb des Ortes verschieden. Die Arbeiterschaft spricht sich deutlich für eine Eingemeindung aus, während die Land- wirtschast treibende Bevölkerung in der Zurückhaltung verharrt: sie befürchtet die erhöhten Steuern, die ihr bei der Eingemeindung zufallen. Man beleuchtete von verschiedenen Seiten die Bor- und Nachteile, kam jedoch zu keinem Entschlüsse. Die weitere Entwicklung Wetzlars zu einer Industriestadt verlangt räumliche Ausdehnungsmöglichkeit, die durch den Ort Garbenheim nicht eingeschränkt werden darf. Augenblicklich bietet di« Fläche zwischen der Stadt und dem Vorort Niedergirmes das Bebauungsgelände, doch auch dieses reicht nur auf eine absehbare Zeit.
Kreis Vicdcukops.
T Waldgirmes. 14. Juli. Lehrer Mül- 1 c r von hier wird am 1. Oktober als Rektor an die Volksschule in 3 b ft ein versetzt
' Franke ab« ch, 14. 3uli. Die auf der Struth, an der Straße nach der „Eisernen Hand", vor zwei 3ahren durch Gastwirt W. Bender l Rodheim) begründete Ziegelei entwickelt sich immer mehr zu einem ansehnlichen Großbetrieb. Durch langjährigen Pachtvertrag und Geländeankaus konnte ein mächtiges Tonlager erschlossen bzw. erstklassiges Baumaterial her- gestellt werden. Mit einem großen Ringofen macht es der Betrieb möglich unsere Gegend dauernd mit vorzüglichen Mauer-. Klinker- und achziegeln zu versehen. Rur schade, daß dem südlichen Hinterland iGiehen-Gladenbach) noch immer die Bahn fehlt, denn nur durch eine Vollbahn können Verkehr bzw- Grwerbsrnöglich- teiten jeglicher Art für unsere entlegen« Gegend geschaffen werden.
Tillkreis.
* Herborn, 14. 3uli Vom 17. bis 20. 3uli findet hier der 7. R a f s a u i s ch e B a u e r n t a g, verbunden mit Tierschau und Maschinen- ausstellung, statt. 3n monatelanger Vorbereitungsarbeit sind die Grundlagen zu einem guten Gelingen der Veranstaltung geschaffen worden. Reben den vielseitigen Ausstellungen an landwirtschaftlichen Maschinen und Zuchtvieh aller Art, Geflügel, Bienen usw. wird besonders anziehend der am Mvntagnachmittag stattfindende, aus Trachtengruppen, historischen und landwirtschaftlichen Wagen usw. bestehende F c st- 3 u g sein. Für günstige Eisenbahn- und Auko- veromdungen ist in hinreichendem Maße gesorgt. Räheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich
bl. Herborn, 14. 3ulu Anläßlich des Rassauischen Bauerntages wird der Kraftwagenbetrieb von Weilburg bis nach Herborn durchgeführt. Die An- und Abfahrzeiten werden so gelegt, daß es jedem Bewohner der Anliegerorte leicht ermöglicht wird, das Fest zu besuchen.
bl. Dicken, 14. 3uli. Der wolkenbruch- artige Regen der vorigen Woche hat in unserer Gegend recht beträchtlichen Schaden angerichtet. Das gesamte Arial stand bis zu den Wohnhäusern unter Wasser, so daß Der-' schiedentlich das Vieh in den Ställen gefährdet wurde. Das noch lagernde Heu wurde »eg- geschwemmt. Eine ganze Reihe von Kartoffelfeldern wurde vernichtet. Die Frucht hat stellenweise auch gelitten. Wenn auch kein Hagelschlag die Körner herausgeschlagen hat, so liegt die Frucht doch zu stark in der Rässe am Boden. Da hier meistens Kleinbauern wohnen, trifft der Verlust schwer.
Maingau.
Frankfurt a. M, 14.3uh. iWSR.i Um die Mittagsstunden hatte heute das Publikum Gelegenheit,einen Fassadenkletterer nach amerikanischem Muster zu beobachten. Gin Akrobat in weißem Sommeranzug, mit Strohhut und Blumenstrauß bewaffnet, kletterte an der Außenseite des Gebäudes der Dresdner Bank, Ecke Kaiserstrahe-Gallusanlage, bis zur äußersten Kuppelspitze empor. Oben angekommen, befestigt« «r den mitgebrachten Blumenstrauß auf der äußersten Spitze und verschwand, nachdem er Bälle und Flugschriften unter das Publikum geworfen hatte und nachdem er von einem benachbarten Baldin gefilmt worden war, in der Dachluke. — Heute mittag um 12.30 Ahr nahm ein schweres Lastauto einer ®röq£fellfä>aft an der Ecke Schlohbornerstraße und^Frankenallee die Kurve so unglücklich, daß der Wagen auf den Bürgersteig fuhr und ein fünfjähriges Kind einer in derSchloß- bornerstraße wohnenden Familie erfaßte. Die Verletzungen des Kindes waren so stark, daß es bereits beim Eintreffen bet Rettungswache tot war
Hanau, 14.3uli. (WSR.) Ein hiesiger Dachdecker stürzte gestern, als er Dachdeckerarbeiten auf einem Hause in der Mehger- strahe ausführte, vom Dache und erlitt einen schweren Schädelbruch Schwer verletzt wurde der Mann ins Krankenhaus gebracht. An seinem Aufkommen wird gezweifelt.
Das Bahnprojekt an der Bergstraße.
WSR. Weinheim. 14. 3uli. 3m Der- waltungsrat des Gemeinnützigen Vereins Wein- Heim gab Oberbürgermeister Huegel Aufschluß über den Stand der Bestrebungen zur Elektrizifierung der Dampf st raßen- bahn Heidelberg — Weinheim und Mannheim — Heidelberg und im Anschluß daran über das Grohprojekt der elektrischen Straßenbahn Darmstadt- Bensheim—Weinheim. Während früher die Schwierigkeiten der Kapitalbeschaffung den Hemmschuh blldeten, nehme man heut« nur noch Anstoß an dem immer noch zu hohen Zinsfuß des Leihkapitals. Die Oberrheinische Ecsenbahn-A. G. Mannheim würde gleichwohl sofort zur Ausführung der Elektrifizierung der Dampfstrahenbahn Mannheim — Heidelberg — Weinheim schreiten, wenn die benachbarten Gemeinden sich zu einem Zinsenzuschuh bereit erklären, solange der Zinsfuß nicht heruntergeht. Eine weitere Hemmung besteht darin, daß in den meisten Gemarkungen die Obstbäume ganz nahe am Bahnkörper stehen. Wenn die Anliegergemeinden die Entschädigungen für das Fällen biefer Obstbäume auf sich nehmen, so würde fte das von einem Zinsenzuschuh befreien, mit Ausnahme der Stadt Weinheim, von der unter allen -Umftänben em solcher Zuschuß erwartet werde. Dre Hessische Elektrizitäts-A G. Darmstadt wolle zunächst auf der Strecke Darm-
It a b t -Benetzer m eine elcl:rische Straßen» bahn bauen. Wenn dann inzwischen di« O. A G. die Strecke Heidelberg Weinheim eleftriftziert bade, würden sich Mittel und Wege finden, um auch das restliche Mittelstück Bensheim — Weinheim durch eine elektrische Straßenbahn zu verbinden und fo den Ring zu schließen. Der Ausführung des Gesamtprojekts stehe zunächst eine Bestimmung des Versailler Vertrags entgegen. wonach keine Rebenbahnen gebaut werden dürfen, bie nicht der Reichsbahn gehören, sofern die Einnahmen durch den Bahnbau nicht gefördert werden Der Verkehr sausschuh der Berg st raße, der die Ausführung des Planes auf sein Programm schrieb, habe beschlossen, beim Reichsministerium in Berlin vorstellig zu werden, um die Genehmigung zum Bahnbau zu erlangen. Der Verwaltungsrat des Gemeinnützigen Vereins Weinheim beschloß, auch seinerseits das Projekt mit allen Mitteln zu fördern.
Eine hessische Seldstmordstatistik
Rach den Mittei langen der Zentralstelle für die hessische Landesstatistik waren in Hessen, zu verzeichnen an Selbstmördern 1921: männliche 148, weibliche 82. 1922. männliche 196, weibliche 74, 1923 männliche 167. weibliche 77, 1924: männliche 216, weibliche 29. Davon entfielen im 3ahre 1924 auf die Kreise Darmstadt-Stadt männliche 24, weibliche 6, Darmstadt-Land 8 bzw. 2, Bensheim 9 bzw. 8. Dieburg 8 bzw. 2. Erbach 4 bzw. 2, Groß-Gerau 14 bzw. 3. Heppenheim 9 bzw. 1. Offenbach-Stadt 14 bzw 4. Offenbach-Land 14 bzw. 2, Gießen-Stadt7 bzw. 2, Gießen-Land 7 bzw 2, Alsfeld 6 bzw. 1, Büdingen 8 bzw. 2, Friedberg 13 bzw. 3, Lauterbach 5 bzw 2. Schotten 5 bzw. 1, Mainz-Stadt 21 bzw. 5, Mainz-Land 3 bzw. 3. Alzey 6 bzw. 4. Bingen 5 bzw. 3, Oppenheim 12 bzw 0, WorinS- Stadt 2 bzw. 0. Worms-Land 11 bzw. 3. Dl« meisten Selbstmorde wurden durch Erhängen auS- geführt. Cs waren dies 123 männliche und 27 weibliche, durch Erschießen männliche 46, weibliche 1, durch Ertränken 21 bzw. 15. Don der Eisenbahn wurden überfahren 11 bzw. 2. Vergiftet haben sich 4 bzw. 7 Gasvergiftung 4 bzw. 4. Absturz 3 bzw 2. Halsabschneiden 1 bzw 1. 3e 1 männliche Person kommt in Frage für Oeffnung der Pulsader, Stich ins Herz und Tod durch Starkstrom.
Gerichtssaal.
Der Wiesbadener kuheulerpro;eh.'
WSR. Wiesbaden, 14. 3u(i. Wie seinerzeit gemeldet, hat der frühere Inhaber des Wiesbadener Ratskellers, Hein, seinen Gästen feine Ragouts, Geflügel-Gro- quettes und dergl. verabreichen lassen, die, wie sich herausstellte, aus Kuheuter und einem Zusatz von Steinpilzen bestanden. Er war daher wegen Vergehens gegen § 10 des Rad- rungsmittelgesetzes vom Schöffengericht zu 1000 Mark Geldstrafe und zur Tragung der Kosten verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte er Berufung eingelegt, über die vor der Großen Strafkammer heute verhandelt wurde. Ein Sachverständiger aus Berlin gab zu, daß es dort Sitte sei, zur Vergrößerung der Portionen Kuheuter zu verwenden. Dem seinerzeit abgegebenen Urteil des Sachverständigen, daß Kuyfleisch ein minderwertiges Rahrungsinittel sei. wurde auch von anderer sachverständiger Seite entgegengetreten, ja in Ostpreußen gelte Kuheuter als Delikatesse. 3m Gegensatz dazu bezeichnete der Frankfurter Sachverständige vom Rahrungsmitteluntersuchungs- amt Kuheuter als minderwertig, und keine große Wurstrnehgerei werde solches verwenden. Das Abkochen des Kuheuters auf Vorrat und die Aufbewahrung in zerhacktem Zustande sei wegen der Eiweißzersehung außerordentlich gefährlich gewesen. Rach diesen Feststellungen entschloß sich das Gericht zu einer Herabsetzung der Strafe auf 1 00 Mark, da Tatbestand und strafbare Handlung an und für sich bestehe^ blieben. Die Zusammensetzung der von dem QIn< geklagten verkauften Fleischröllchen und ebenfalls des Ragouts sei ein allgemeiner Begriff Dagegen habe er fein« Geflügel-, sondern Kuheuter- Croquettes vorgesetzt, die der Gast nicht verlangt habe. Es sei auch nicht nachgewiesen, daß er sich durch feine Handlungen größeren Vorteil verschafft habe.
Wirtschaft.
Die bisherigen Ergebnisse der Wirtschaftskrise.
Rach den Feststellungen des Statistischen Reichsäwts sind im 3ahre 1924 6019 Konkurs» eröffnet worden, im 3ahre 1925 11 214 und von 3anuar bis April 1926 7263. 3nsgesamt> waren also seit der Markstabilifierung fast 25 000 Konkurse zu verzeichnen. Don ihnen entfallen über die Hälfte auf den Handel (diese Ziffer zeigt weitere Neigung zum Steigen): 33 Prozent kommen auf industrielle Konkurse, während sich der Rest auf Landwirtschaft usw. verteilt. Gegenüber der Dorkriegszeit ist die Konkurszifter stark gestiegen. 3m Durchschnitt des 3ahres 1913 wurden monatlich ungefähr 815 Konkurse eröffnet; der Durchschnitt 1924 zeigt rund 500 Konkurse, der von 1925 rund 935, derjenige der ersten 4 Monate von 1926 aber über 1800. also mehr als das Doppelte der Dorkriegszeit. Zu den eröffneten Konkursverfahren sind noch zu rechnen die Zahlungseinstellungen, bei denen mangels Masse der Konkurs abgelehnt wurde. Hier kommen für die 3ahre 1924/25 ungefähr 5300 Fälle in Betracht, für 1926 liegen Ziffern noch nicht vor. Abgesehen davon sind noch zahlreiche Fälle zu berücksichttgen, in denen -Unternehmungen nicht
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5^ SchoKoladenspeise
mit; gehacKten.Mandeln
ist ein Feinkost-Pudding von delikatem Geschmack, der auch von Männern gern gegessen wird. Angerichtet mit Dr. Oetker’» Vanille-Soße trägt er jeder Hausfrau im Familienkreise und bei Gästen hohe Anerkennung ein. Die Herstellung ist einfach und schnell nach der jedem Päckchen aufgedruckten Anweisung. Dr. Oetker’s Puddingpulver sind nur in Originalpackungen (niemals lose) mit der Schutzmarke „Oetker’s Hellkopf“ in den einschlägigen Geschäften zu haben. Ebendaselbst erhalten Sie die neuen farbig illustrierten Oetker- RezeptbÜcher, Ausgabe F für 15 Pfg., wenn nicht zu haben, gegen Einsendung von Marken von
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Dr. Oetker s


