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lieber die Frage des Reichsehrenmals für die Gefallenen sprach Kreisdirektor Schön, der aus rein vaterländischen Gründen die Rhein­inseln bei 2ord) als Gedächtnisstätte empfahl. Linden st ruth, Darmstadt, teilte mit, daß die vier Spihenverbände der Kriegsteilnehmer sich mit der Sache befassen. Freiherr von Hehl, Worms, sprach für die Bergstraße. Die Ta­gung beschloß, in dieser Frage neutral bleiben zu wollen. Lieber die Kalenderfrage berichtete Linden st ruth, Darmstadt. Die 50000 Hasfia- kalender brachten einen Reinertrag von 3100 Mk. Zum Besten der Errichtung eines Er­holungsheims soll im Herbst eine Wohl­fahrtslotterie abgehalten werden. Zu der Ver­bandstagung 1927, die in Oberhessen stattzufinden hat, haben sich gemeldet: Alsfeld, Schlitz, Lauter­bach, Büdingen und Laubach. Schlitz bei Lauterbach erhält den Derbandstag, nachdem die übrigen Bezirke zu seinen Gunsten verzichteten. An Stelle des verstorbenen Präsidialmitgliedes Bruchhäuser, Darmstadt, wurde Röder, Reichels­heim im Odenwald gewählt. Der Voran­schlag für 1926 wurde nach der Aufstellung des Präsidiums genehmigt. Rach dem Antrag des Präsidiums wurde der Errichtung einer Sterbekasse zugestimmt; der Beitritt ist frei­willig.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 15. Juni. Tendenz: Fest. Die Stimmung an der Börse wurde auch heutel durch die Hausse in Farbenaktien gün­stig beeinflußt, so daß die Hebung des Kursniveaus allgemeinFortschritte machte. I. G. Farben, die w.eiter bevorzugt blieben, erzielten bei lebhaften Käufen, an denen auch das Ausland beteiligt war, einen neuen Kursgewinn von 4 Prozent. Der Kurs des Papiers stieg also auf 198 Prozent. Be­merkenswerte Festigkeit wiesen auch Kohlen- a k t ie n auf, für die günstige Absatzmöglichkeiten stimulierten. Am Montan markt machte sich starkes Interesse für Gelsenkirchen (plus I Proz.) und Rheinstahl (plus 0,75 Proz.) geltend. Kali­werte bröckelten ab. Elektraktien ver­kehrten in fester Haltung. Ansehnlich höher tour*

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geben und die große Zahl der erwerbslosen Berg­leute beträchtlich vermindert, damit der großen Rot in den betreffenden Dergvevieren gesteuert torvd.

* Adlerwerke vormals Heinrich Kleyer A.--G., Frankfurt a. M. Das Un­ternehmen erzielte im abgelaufenen Geschäfts­jahr nach Vornahme reichlicher Abschreibungen einen Reingewinn von 136 232 Rnr, der im wesentlichen auf neue Rechnung vorgetragen wird. Eine Dividende gelangt demnach, wie bereits gemeldet, nicht zur Verteilung.

Hilfsmaßnahmen für .

Bergbau im Sieg-, Lahn- und Dill­kreis. Wie aus Berlin gemeldet wird, sind die seit langer Zeit über die Anträge des Erz­bergbaues im Sieg-, Lahn- und Dillgebiet ge­pflogenen Verhandlungen bei den zuständigen Reichs- und Staatsbehörden jetzt zum Abschluß gekommen. Das Reich und Preußen entschlossen sich zu Hilfsmaßnahmen, die im Ausmaße den nach dem Krieg gewährten Vergünstigungen etwa gleichkommen. Die Hilfsmaßnahmen sind etwa für ein halbes Jahr in Aussicht genommen. Die zuständigen Landesbehörden haben die Durch­führung der Hilfsmaßnahmen übernommen. Es ist zu hoffen, daß diese Maßnahmen dem Erz­bergbau in den Rotstandsarbeiten Beschäftigung

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Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten . . . . . ,

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Sonntag das Ziel von mehr als tausend alt­gedienten Soldaten, die in der Krieger- kameradschaft Hassia zusammengeschlossen sind. Die Aheinufer und die Straßen der Alt­stadt prangte im Schmuck von Fahnen und Girlanden, und überall bewegte sich trotz des wenig freundlichen Wetters eine riesige Men­schenmenge. Lebhaft ging es besonders am Rhein zu, jeder, der es einrichten konnte, fuhr hin­über nach Rüdesheim und stattete der Mutter Germania hoch oben auf dem Riederwald seinen Besuch ab. Auch die Gewerbeausstellung er­freute sich eines starken Zuspruchs.

Eröffnet wurde die Tagung, durch einen B e- grühungsabend im Dahnhofssaal, den die Binger Kameraden zu Ehren der Gäste veran­stalteten. Der Vorsitzende des Kriegervereins Bingen, Kamerad Rixius, sprach herzliche Be- grühungsworte. Ramens der Stadt Bingen und des Hassiabezirks Dingen sprach Bürgermeister R e f f, für die hessische Regierung und den Kreis Bingen Kreisdirektor Schön; unter lebhaftem Beifall führte er aus, wie das Rheinland trotz aller Anfechtungen treu zum großen Vaterlande gehalten habe, und daß es auch fernerhin dem Vaterland die Treue halten werde. Dann ~

Bankenmarkt verkehrte ebenfalls recht fest. Im Vordergründe standen Darmstädter, die 2 Proz. anzogen. Deutsche plus *1 Proz., Dresd­ner plus 0,75 Proz., Reichsbank plus 1 Proz. Das Geschäft in Schiffahrtsaktien war bedeutungslos, so daß die Kurse dieser Gruppe Weiter zum Rachgeben neigten. Hapag minus 1,25 Proz., Rordlloyd minus 0,5 Proz. Von Auto-Aktien büßten Daimler 0,75 Proz. ein. Eine lebhafte ^lmsatztätigkeit spielte sich am Oelmarkte ab, wo Deutsche Erdöl um 1,75 Prozent anziehen konnten. Zuckeraktien ten­dierten nach unten. Frankenthal minus 1 Proz. Auch Zellstoffaktien vermochten sich nicht zu behaupten. Bau-Aktien gaben ebenfalls nach mit Ausnahme von Wahh u. Frehtag, die sich mäßig befestigten. Heimische Anleihen lagen schwächer. Schutzgebiet 5.5 Proz. Aus­ländische Renten waren wenig verändert, nur Türken leicht befestigt. Im Freiverkehr waren wesentliche Kursveränderungen nicht zu verzeichnen. Decker Stahl 27 Proz.. Benz 66 Drown Doveri 90, Entreprise 7,5 Proz., Growag 58, Krügershall 109, Hansabank 95, Ufa 41, ilfra 77 Prozent. Im weiteren Verlaufe fetzten sich die Kurssteigerungen für I. G. Farben und einzelne Spezialwerte fort, wobei besonders auf Auslandkäufe verwiesen wurde. Ra- mentlich aus Frankreich lagen zahlreiche Aufträge vor im Zusammenhang mit der Entwertung des Frankens. Der Geld­markt behielt sein flüssiges Aussehen. Tages­geld war zu 3,5 Prozent weiter angeboten. Monatsgeld wurde zwischen 4,5 und 6 Prozent je Adresse gehandelt. Privatdiskonten 4,25 bis 4,5 Prozent. Jndustriealzepte 5 Prozent. Im Devisenverkehr fehle sich die rückläu­fige Detoegung der lateinischen Va­luten erneut stärker fort, sodaß heute.wieder Rekord-Tiefkurse erreicht wurden. Man hörte: Paris gegen London 179,50 (d. h. 11 Ps. je Franken), Drüssel 176, und Mailand 137,30. Mart und Pfund sind unverändert.

Berliner Börse.

Berlin, 15. Juni. Die heutigen Medio-Liqui­dationen haben der Flüssigkeit des Geld­marktes keinerlei Abbruch getan, und man rech­net daher mit einem glatten Verlauf. Da für ver­schiedene Aktienwerte wieder Auslandkauf­aufträge Vorlagen, eröffnete die Börse in fester Haltung bei teilweise sprunghaften Kurs- st eigerungen. Am lebhaftesten war der Verkehr wieder am Farbenmarkte, obwohl die Ge­rüchte über eine neue Erfindung auf dem Gebiete der Wärmechemie sich bisher nicht bestätigt haben. J.-G.- Farben konnten, nachdem bereits der erste Kurs gegenüber gestern 3 Prozent höher lag, im Verlaufe um weitere 2 Prozent anziehen. Am Elek­tr o m a r k t übernahmen Siemens die Führung mit einem Gewinn von 5 Prozent. Bankaktien lagen auf Auslandkäufe hin ebenfalls recht fest, besonders Darmstädter und Deutsche. Der Schiffahrts- markt blieb stark vernachlässigt bei nicht unbe­trächtlichen Kurseinbußen. Von Spezialwerten stan­den Deutsche Erdöl, Dessauer Gas und Charlotten­burger Wasser im Vordergründe des Interesses. Auch in den Werten des Spritkonzerns fetzte sich die Kaufbewegung fort. Anleihen blieben vernach­lässigt. Die Entwertung der lateinischen Valuten machte weitere Fortschritte. Es notierten gegen London: Paris 177,5 bis 178, Brüssel 172 bis 174, Mailand 137. Der Geldmarkt ist weiter leicht. Tagesgeld 3,5 Prozent, Monatsgeld 5,5 bis 6,25 Prozent.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 15. Juni. Es wurden no­tiert: Weizen, Wetterauer, 30,75 bis 31 Mark; Rog­gen, inländischer, 21 bis 21,50; Sommergerste für Brauzwecke 22 bis 24; Hafer, inländischer, 21 bis 23; Mais, gelb, 17,50 bis 17,75; Weizenmehl, inländisches (Spezial 0) 42,50 bis 43; Roggenmehl 28,75 bis 29,50; Weizenkleie 9 bis 9,25; Roggenkleie 11 Mark. Tendenz: stetig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 14. Juni. Die Grundstimmung im heutigen Berliner Produktenhandel war durch? gängig schwächer. Die äußerst kleine Tlmsah-- tätigkeit fand neuerlich Verstärkung einmal durch die niedrigeren Auslandsberichte, andererseits aber auch infolge der etwas unsicheren auslän­dischen Schlußfolgerung. Auch auf den Zeithandel übertrug sich das niedrige Riveau für Loko- Getreide. Hier war das Geschäft durch die Un- sicherheit der Zeitverhältnisse gestört. Weizen 1 Mk. niedriger. Für Roggen fand der Juli- monat durch große Deckungsfrage eine Stütze, während Herbstmonate 1 Mk. nachgiebiger waren. Hafer und auch Gerste behalten unveränderte! Situation. Beste Sorten lagen fest bei glatter Absatzmöglichkeit, während geringere Qualitäten vernachlässigt blieben. Mehl still, vereinzelt be­steht Frage für Rvggenmehl. Es notierten für je 1000 Kilo: Roggen, märt. 178 bis 183, Som­mergerste 187 bis 200, inländ. Gerste 173 bis 186, Hafer, märt 195 brs 206; für je 100 Kilo: Weizenmehl 37,25 bis 39,5, Roggenmehl 25,5 bis 27, Weizenkleie 9,5 bis 9,75, Roggenkleie 11,25 bis 11,4, Diktoriaerbsen 36 bis 46.

strophalen Fehlschlages die letzte Errungenschaft der verheerenden Sozialisierungspolitik preiszu­geben und dadurch das Verfehlte in der Politik der Rachkriegsjahre zuzugestehen. In Zukunft wird man nur so viel Wohnraum kaufen können, als man auch zu bezahlen in der Lage ist. Dar­aus ergibt sich ganz von selbst eine Regulierung des Wohnungsmarktes. Infolge des daraus sich ergebenden Angebotes wird vielleicht schon bald die Mietpreisbildung für viele Räume eine rück­läufige Bewegung einschlagen. Auf diese Weise kommt man zwangloser zu einer richtigen Ver­teilung des Wohnraumes, als ihn die Woh- nungszwangstoirtschaft erzwingen kann.

Börsenkurse.

Die Flaule auf dem Baumarkt.

Während bis vor kurzem noch mit einer ziemlich normalen Bausaison gerechnet wurde, läßt sich jetzt feststellen, daß die Bautätigkeit in diesem Jahre nicht unerheblich geringer ist (teilweise bis zu 50 Prozent) als im Vorjahre. Aus diesem Grunde machen sich in der Bau­industrie bereits große Schwierigkeiten bemerk­bar, (z. B. bei den Ziegeleien, obwohl zirka 35 Prozent aller Ziegeleibetriebe stilliegen), und es yat die im Baugewerbe besonders hohe Zahl der Erwerbslosen sich nicht so vermindert, wie es in dieser Jahreszeit sonst der Fall zu sein pflegt.

Wenn man nach den Gründen dieser Er- cheinung fragt, so läßt sich feststellen, daß die Daupreise jetzt nicht mehr so hemmend sein können, wie vielfach angenommen wird. Denn ie haben seit dem vorigen Jahre eine nicht unerhebliche Senkung erfahren (Dauindex März 1925: 176,7; März 1926: 160,1), obgleich in derselben Zeit die Löhne gestiegen sind (Reichsdurchschnitt je Tarifstunde März 1925: 0,931 Mark, März 1926: 1,158 Mark). Eine er­heblichere Rolle spielen schon die Finanzierungs­kosten. Bei einem Durchschnittsauftoand von 10 000 Mark für eine Wohnung (im Frieden 6 bis 6500 Mark) wird mit Baudarlehen durch die öffentliche Hand (einschl. Kommunen) von insgesamt ziria 6000 Mark gerechnet. Werden nut jährlich 150 000 Wohnungen hergestellt, so sind dazu erforderlich 900 Millionen Mark Zu­schuß und 600 Millionen Mark eigenes Kapi­tal, insgesamt also bei 150 000 Wohnungen 1500 Millionen Mark und bei 300 000 Wohnungen 33 Milliarden Mark. Es ist klar, daß öerartige Beträge in der heutigen Zeit nur schwer aufzu- b'ringen sind, das gilt um so mehr angesichts der Tatsache, daß die Erträgnisse der Hauszins- steuer nicht ihrem eigentlichen Zweck (der Finan­zierung von Bauten) zugeführt, sondern zum größten Teil (beinahe zu 2/3 für sonstige Aus­gaben, die mit dem Baumarkt nicht das Ge­ringste zu tun haben, verwandt werden. Die hohen Zinslasten drücken sehr; man kann rechnen, daß sogar eine mit Hauszinssteuer-Htzpothek ge­baute Wohnung einschl. der Verzinsung der Restkaufgelder, Amortisation usw. rund 1000 bis 1100 Mark jährlich an Zinsen verursacht, das heißt ungefähr das 2,53fache der Vorkriegs­zeit. Besonders schlimm sind die dem Baumarkt durch das Verhalten der Dureaukratie erwachsen­den Hemmnisse. Für das hier herrschende Durch­einander ist nichts bezeichnender als der Um- stand, daß die Wohnungs- und Siedlungssrage von den sozialpolitischen Ressorts bearbeitet wird, während sie doch tatsächlich eine überwiegend wirtschaftliche Frage ist. Interessant ist auch, daß in Berlin um nur ein Beispiel anzu­führen ein Bauherr, der eine subventionierte Wohnung bauen will, dazu die Rücksprache mit nicht weniger als 30 verschie­denen Dienststellen nötig hat.

Die Wohnungspolitik der letzten Jahre hat dahin geführt, daß an größeren Wohnungen und an Einzelhäusern eine viel größere Zahl ent­standen ist, als sie der Aufnahmefähigkeit des Wohnungsmarktes entspricht. Außerdem sind durch die bisherige sehr ungeschickte Preis- und Lohnpolitik die Kosten für die relativ geringe Anzahl neu gebauter kleiner und mittlerer Woh­nungen so groß geworden, daß auch sie nur von einem kleinen Teil der Interessenten in Benutzung genommen werden können. Allein in Berlin stehen nach amtlichen Berechnungen zur Zeit in Häusern, die mit Hauszinssteuer-Hhpo- theken errichtet worden sind, zirka 3000 Woh­nungen leer, eine Zahl, die sich am 1. Oktober 1926 vermutlich auf 6000 und am 1. April 1927 sogar auf 12 000 stellen wird. Trotzdem wird an der Wohnungszwangswirtschaft feftge- halten, die allein in Berlin einen Apparat von 1500 Beamten erfordert. Man scheut sich, mit der Wohnungszwangswirtschaft trotz ihres tata-

der Hassia.

Die Hauptversammlung mit ihrer sehr wichtigen Tagesordnung fand Sonntag eben­falls im Bahnhofssaal statt. Wiederum war es der alte Recke Dr. Vogt, Butzbach, der die fast fünfstündigen Verhandlungen mit größter Frische und Umsicht leitete und als Stellver­treter des 1. Präsidenten Schliephake, Darm­stadt, den Vertreter der Regierung, Kreisdirektor Schön, den Vertreter von Bingen, Bürger­meister Reff, und die Abgeordneten der Be­zirke und Vereine aus allen Teilen der drei Provinzen herzlich begrüßte. Cs folgte dann der Jahresbericht. Danach zählt der Verband rund 42 000 Mitglieder, die größten Bezirke sind Bensheim mit 2458, Alsfeld mit 2290, Darmstadt mit 1940, Gießen mit 1870 und Lauterbach-Schlitz mit fast 1800 Mitgliedern. Der Hessische Kamerad", der ab 1. Januar 1926 obli­gatorisch eingeführt wurde, hat bereits eine Auf­lage von 40 000. Unterstützungswesen, Vor- tragswesen, Fürsorgetoesen sind im Aufblühen begriffen, letzteres wurde durch eine mustergültige Organisation ausgebaut. Allenthalben, besonders auch im besetzten Rheinhessen geht es wieder aufwärts. Die Jahresrechnung 1925 zeigte 80160 Mk. Einnahme, 63139 Mk. Ausgabe, der Kafsenbestand ergab 17 029 Mk. Aus der Lot­terie wurden 18 880 Mk. erzielt, für Unter­stützungen und Veteranenzulagen wurden 11505 Mk, für Waisen 4044 Mk., für Konfirmanden 2500 Mk. ausgegeben. Beim PunktHessi­scher Kamerad" wurde nach längerer Aus­sprache mit großer Mehrheit beschlossen:Ver­eine, die bis zum 1. Oktober denHessischem Kamerad" nicht eingeführt haben, werden aus der Hassia ausgeschlossen." Heber das Vortrags- wesen referierte Lehrer Mohr, Ober-Eschbach, welcher gleichzeitig den Antrag Vilbel, der den Bezirken dringend die Beschaffung von Licht­bildapparaten empfiehlt, vertrat; hierdurch könne das Vortragswesen gefördert und belebt werden. Der Antrag wurde angenommen. Lehrer 2 h r i g, Darmstadt, sprach über Kriegsbeschädig­ten-Fürsorge, in den Vereinen der Hassia sind bis jetzt 12 500 Kriegsopfer organisiert, viele Vereine haben leider noch nicht gemeldet. Von der Gröhe der Zahl hängt die Zahl der Ver­treter der Hassia im Dersorgungsgericht und bei den betreffenden Stellen ab. Die Hassia habe sicher soviel Kriegsopfer wie der Reichsbund. Die Hassiaorganisation ist mustergültig eingerichtet, vertritt die Sachen der Kriegsopfer ehrenamt­lich und kann sich mit jeder Organisation messen.

dachte er der Kriegsopfer und wies auf Plan hin, auf den Rheininseln bei Lorch Reichsehrenmal erstehen zu lassen. Da 1. Präsident der Hassia erkrankt ist, sprach seltener Frische der verdienstvolle 82jährige 2. Präsident, Medizinalrat Dr. Vogt, Butz­bach, Dank und Gruß der Hassia aus, an­schließend wurde das Deutschlandlied gesungen. Oberregierungsrat L i n d e n st r u t h, Darmstadt, toastete auf die Treue der Kameraden im be­setzten Gebiet, wo jetzt das Kriegervereinswesen wieder aufblühe. Leider habe seit 1912 in Rhein­hessen keine Hassiatagung stattfinden können. Rixius, Dingen, der jetzt 30 Jahre den Ver­ein in Bingen leitet, erhielt das Ehrenkreuz

Letzte Nachrichten. Rücktritt des französischen Finanzministers.

Paris, 15. Juni. (WTv. Drahtmeldung.) 31* nanzmlnlster peret ist zurückgetreten.

Verantwortlich für Polittk i. V. Dr. Hans Thyriot.

5»/i Deutsche RctchSanlethr . 4% Deutsche Reichsanleche . 3'/a°/o Deutsche Reichsan leihe 3% Deutsche Reichsan leibe . Deutsche Sparpraunenanlethe 4% Preußische ÄonfolS . 4% Hessen...........

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3% Hessen Deutsche Wertb. Dollar-An l. dto- Doll-Schav-Auweiing.*) 4% Zolltürken 5% Goldmcrtkaner .... Berliner Handclsaesellschaft. Commerz- und Pnvat-Bank Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank.........

Deutsche BereinZbank .... Diöconto Commandit .... Metalldank...........

Mitteldeutsche Kreditbank. . Ocsterreichische Creditanstalt. Wesibaitk ..........

Bochumer Guß . ...... BuderuS ........... Caro .......

»-Luxemburg .....

irchencr Bergwerke . . Harvener Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahutte Oberbedarf ......... Phönix Bergbau ...... Rheinstahl Riebeck Montan Tellos Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd .... Theramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann ...... Anglo-Cont.-Guano Chemische Mayer Alapin . . 9- G> Farbenindostrie, A.--G- Goldschmidt..........

Holzverkohlung........

Rütgerswerke Scheideanstalt Allg. ElektrtzitätS-Gesellschast Bergmann Mainkraftwerke ....... Schuckert Siemens L Halske .....

Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt......... Meguin.......... . .

Motorenwerke Mannheim grcmkfurter Armaturen . . . onscrvenfabrik Braun . . .

Metaügesellichaft Frankfurt. Pet. Union A.-G........

Schuhfabrik Herz Sichel

Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Oberwefterwaldkreks.

£ Unnau, 14. Juni. Hier ereignete sich ein Vorfall, der leicht schlimme Folacn hätte nach sich ziehen tönnen, uni bec zur Warnung dienen möge. Ein mit Walzen beschäftigtes Mädchen hatte sich die Leine der beiden Pferde um den Hals gelegt und sich dann auf die Walze gesetzt. Dir Seine verfing sich jedoch beim Arbeiten in der Walze und zog dem Mädchen den Hols zu. Auf die Schreie der Bedrohten kam der Besitzer hinzu, brachte die Pferde zum Stehen und befreite das Mädchen, das sanft wahrscheinlich den Erstickungstod gefunden hätte.

Maingau.

Franks ur t a.M., 14. Juni. (WSR.) Der Magistrat hat den vorgelegten Plänen für die Erbauung einer Großmarkthalle an der Obermainstraße zugestimmt. Die Vorlage geht demnächst der Stadtverordnetenversammlung zu. In der vergangenen Rächt wurden in der Oppenheimer Straße von einem Polizei­beamten auf seinem Patrouillengang zwei Männer betroffen, die einen schweren Koffer mit sich führten. Der Beamte schöpfte Verdacht und rief sie an, worauf sie den Koffer wegwarfen und die Flucht ergriffen. Einer von den Fliehenden wurde eingeholt und feft- genommen. Der Koffer enthielt Zigaret­ten und Schokolade, die sie in einem nahen Geschäft gestohlen hatten.

Kreis Fulda.

WSR. Fulda, 13. Juni. Am hellen Nachmittag verübten gestern zwei Burschen im Alter von 18 bis 20 wahren einen frechen Einb tu ch in die Friedhofskapelle am Franzofenwäldchen. Sie stahlen zwölf Altarkerzen und eine Meßglocke und wollten auch noch den Paramentenschrank be­rauben, wurden aber durch das Hinzukommen des Meßdieners an dieser Absicht behindert. Wutent­brannt über die Ertappung, stürzten sie sich auf den Mann und brachten ihm schwere Mißhandlungen bei, worauf sie die Flucht ergriffen. Die eingeleitete Verfolgung verlief ergebnislos.

Verbandslag der Krieger- Kameradschaft Hassia zu Bingen.

Bingen, das herrliche Rheinstädtchen gegen­über dem Rationaldenkmal, bildete Samstag und

Frankfurt a.M.

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Telegraphische Auszahlung.

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15. Juni.

Amtliche Geld

Dotierung Briet

Amtliche Notierung

Geld I Brief

Amst.-Ron Buen-.Lirrs Brss.-Antw Christiania. Kopenhagen Stockholm - HelssngforS. Italien. . Loudon. .

Neuyork . . Daris. . .

Schweiz . . Spanten. . Japan . . . Rio deJan- Wien in D-- Ccft. abgest. Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien . Lissabon Danzig. . . Konstantin. Athen.

Canada. . . Uruguay . .

168,51

1,692

12,13

93,13

111,31

112,30

10,55

14,91

20,415

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12,42

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3,052

21,445

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2,222

5,14

4,197

4,255

D(

168,93 1,696

12,17

93,37

111,59

112,58

10,59

14,95

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4,205

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81,08

2,232

5,16

4,207

4.265

inlnote

168,53 1,689

12,04

93,03

111,31

112,36

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7,405

6.87 3,052

21,445

80,98 2,23

5,14 4,197 4,245

N.

168,95 1,693

12,08 93,27

111,59

112,64

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20,467 4,205

11,74

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81,18 2,24

5,16 4,207 4,255

Berlin, 14 Juni @Cfi> Brief