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den 15. April 1926 !
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Nr. 87 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger sGeneral-Anzeiger für ©berljefien)
Donnerstag, 15. April 1926
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Wirtschaft
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Devisenmarkt Berkin—Zrankfurt a. M. Te 1 earav h ' 1 che OIuSao Ölung.
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7,5
lichen Baudarlehen frühzeitiger als im vergangenen Jahr auszubezahlen, nötigenfalls die erforderlichen Beträge einstweilen vor Eingang der Sondergebäudesteuer im Weg des Darlehns flüssig zu machen. Im übrigen werden Staat und Wohnungspolitiker jetzt schon ihr Augenmerk darauf richctn müssen, wie nach dem sväteren Wegfall der öffentlichen Baudarlehen aus Sondcrsteuermitteln das alte Problem der zweiten Hypotheken einer auf die Dauer berechneten Lösung zbgeführt werden kann.
• Buderussche Eisenwerke A.-G i n Wetzlar. Die Gesellschaft schlägt der Haupt- Versammlung vor. aus einem Reingewinn von 624 300 Reichsmark, nachdem vorher Abschreibungen in Höhe von 1 140 000 Reichsmark vorgenommen worden sind, 5 Prozent Dividende auf die nachbezugsberechtigten Dorzugsalt. en für 1924 25 zu verteilen und den Rest in Höhe von 574 300 Reichsmark auf neue Rechnung vorzu-
dieser Woche schon einen großen Umfang angenommen hatten und die Geldflüssi gteit weiter an hält. Die heute erfolgende Rückzahlung von etwa 70 Millionen Reichsmark Dollar-Schatzanleihe müßte dem offenen Geldmarkt ebenfalls zugute kommen, so daß für die nächste Zeit mit einer Versteifung nicht reichlich angedoten und für erste Adresten bereits , zu rechnen fein wird. Tagesgeld war zu 4—5! Proz.
Pro;, erhältlich. 2m Hinblick auf diese
men wir beispielsweise ein Haus mit einem Vorkriegswert von 100 000 Mk. an, berechnen hiervon den Aufwertungsbetrag mit 25 000 Mk., die vom Aufwertungsgesetz zugebilligten Zprozentigen Zinsen mit 750 Mk. und den Mietertrag mit 6 Proz. des Hauswerts — 6000 Mk., so betragen die 750 Mark Zinsen hiervon = 12,5 Proz.
Kehren wir zur Sondergebäudesteuer zurück. Sie wird in Hessen z. Z. in Höh- von etwa 10 Proz. der Friedensmiete für den Wohnungsbau, von etwa 25 Proz. für andere Staats- und Gemeindezwecke erhoben, während, wie wir einleitend erörtert haben, im Reichsgesetz für den Wohnungsbau mindestens 15—20 Pro;, der Friedensmiete, für andere Zwecke 20—30 Pro;, vorgesehen sind. Wir sehen also, daß die im Reichsgesetz vorgeschriebene Min- dcstgrenze für den Wohnungsbau um 5 Proz. unterschritten, während die Mindestorenze des für allgemeine Ausgaben vorgesehenen Betrags um fünf Proz. überschritten ist. Notwendig war diese Maßnahme offenbar, um dm Fehlbetrag im hessischen Staatsvoranschlag nicht noch größer werden zu lassen, zulässig war sie nach^H 26 Abs. 4 Satz 3 in der neuen Fassung' des Finanzausgleichsgesetzes,
Miethöhe, Sondersteuer und Wohnungsbau. Don Regierungsrat Dr. Rindfuß, Friedberg.
0,4102
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0,25 0,8902
ArauNurtcr Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M-, 15. April. Auftrieb: Kälber, 175 Schafe, 355 Schweine. Es wur- notiert: Kälber: feinste Mastkälber 78 84 Mk., mittlere Mast- und beste Saug-
iu receln. Nach der Fasjung, die der maßgebende
1 — - - - ■ -----------****** Finanz-
141,5*
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Mark.
* Gelsenkirchener Bergwerks- A G., Gelsenkirchen. Die Z.che Westhausen, die zur Gelsenkirchener Bergwerks-A.-G gehört, sicht sich infolge von Absgtzmangel zu Einschränkungen ge-
1150,6* 114,7*
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121.5*
i 102*
7.4
„ rechnen
zu 3 dis 34 Pro;, erhältlich. 2m Hinblick aus diese Lage wäre die Ermäßigung des Prioatdislontsatzes dieser Tage criolqt, wenn nicht die Deutsche Bank hiergegen scharf Stellung genommen hätte. 3m D e - visenverkehr tagen die curopäijd)cn Valuten überwiegend schwächer. London gab gegen Kabel auf 4,8503, Oslo gegen London auf 22,451 nach. Paris war gleichfalls rückläufig und schwankte zwischen 142 und 143 gegm London. Auch Brüssel ging stärker zurück und stellte sich auf 129,75 gegen Lon don. Die Reichsmark liegt unverändert fest.
kälber 63 bis 77, geringere Mast- und gute Sauglälber 60 bis 67, geringe Saugkälber 45 bis 56. — Schafe: Mastlämmer und Mast- hämmel 45 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 38 bis 41. — Schweine: vollsleischige von 80 bis 100 Kilo 70 bis 73, unter 80 Kilo 65 bis 69, von 100 bis 120 und 120 bis 150 Kilo 70 bis 72 Mk. Marktverkauf: Sperrmarkt. Kleinvieh bei glattem, Schweine bei schleppendem Handel ausverkauft. Norddeutsche Mast kälber über Rotiz gehandelt.
frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt, 15. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29.75—30, Roggen, inländischer, 20—20,50, Sommergerste für Brauzwecke 22 bis 24,50, Hafer,inländischer, 23,75—24,75, Mais (gelb) 18,50—19, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 41,50—42. Roggenmehl 29—29,50, Wetzenkleie 10,25—10,50. Roggenklcie 11,25—11,50. Tendenz stetig.
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zwangen, die etwa em Drittel ihres Betriebes aus- machen dürsten. Es ist mit der Entlassung von etwa 400 Arbeitern zu rechnen.
' Weitere Abnahme der Insolvenzen im April. In der ersten Aprilwoche, die durch Einbeziehung des Restes der Dorwoche 7 Werktage umfaßt, hat die Insol- venzztfser einen weiteren Rückgang er ähren. Die Ecsa)ästsaufsichten sind hieran stärker beteiligt als die Konkurse. Trotzdem nahm die Zahl der insolvent gewori.et.en Attiengesellschasten stark zu. Beachtenswert ist auch der hohe Anteil der Ee ellschaf ten m. b. H. an den mangels Masse cingcUell.cn Konkursve.fahren. Im ganzen wurden in der ersten Aprilwoche 383 SXonfurfe und 317 Eeschästsaufsichten eröfnet. An Aktiengesellschaften gerieten 16 in Konkurs und 6 unter Geschästsaussicht. an G. m. b. H. 31 in Konkurs und 16 unter Geschäftsaufsicht.
Börsenkurse.
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wonach auf Ersuchen einer Landesregierung die Reichsregierung mit Zustimmung des Reichsrats den Mindestsatz für einzelne Länder ermäßigen kann, „wenn es die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse oder die besonderen Verhältnisse eines Landes
101,6* 94*
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tragen. . .
* Sie Hamburg-Amerika-Linte erstattet setzt ihren Geschäftsbericht für 1925, in dem festgestellt wird, daß das Jahr die Hoffnungen nicht erfüllt hat. Im Batt befinden sich insgesamt 44 160 Brutto-Registertonnen. Der Flottenbestand einst!)!, der Neubauten setzt sich zusammen aus 75 Seeschiffen, 5 Seebäderdampfern, 13 Eeeschleppern und 146 Flußfahrzeugen mit insgesamt 456 554 Brutto-Registertonnen. Aus der Bilanz sind zu erwähnen bei einer Gesamtsumme von 123 Millionen 'Dian Beteiligungen an Verkehrsunternehmungen und zugehörigen Betrieben mit 8 Millionen Mark, Wert der Seeschiffe einschl. Neubauten mit 91,45 Millionen Mark, Gläubiger mit 29 Millionen Mark, Schuldner mit 9,14 Millionen Mark. Der Rohgewin- betragt 16.3 Millionen Mark, die Handlungsiinkosten usw. 7,02 Millionen Mark. Der Reingewinn von 9 8 Millionen Mark soll nach Abzug eines Vortrages auf das Jahr 1926 in Höhe von 139 688 Mark zu folaendenAbschreibungen verwendet werden: auf Seeschiffe und Hilfsfahrzeuge 7,95 Millionen Mark aus Grundbesitz Gebäude und Anlagen usw. - >7 0 iO Mark, auf Beteiligungen und Wertpapiere 664 0.0
dringend erfordern'.
Hessen leistet also im Jahre 1926 für den Wob nungsbau um den dritten Teil weniger, als ais Mindestleistung im Reichsgesetz vorgesehen ist, also wohl weniger als alle übrigen Staaten, was umso schwerer ins Gewicht fällt, als die Hälfte von Hessen besetzt ist und die Besatzung, trotz der inzwischen em- getretenen Erleichterungen eine wesentliche Verschärfung der Wohnungsnot heroorgerujen hat. Zahlenmäßig ergibt sich folgendes Bild: Die txrieben^ mieten betragen in Hessen rund 100 Millionen Reichsmark, ohne, rund 120 Millionen Reichsmark mit den gewerblichen Gebäuden. Rechnet man hiervon 10 Pro;, für den Wohnungsbau, so entsteht ein «Bruttoertrag von 12 Mill. Mark. Zieht man aber hiervon die Ausfälle ab und den Betrag, der nach dem neugefahten § 31 Abs. 3 des Reichsgesetzes und nach Art. 10 der Hessischen Verordnung über die Sondergebäudesteuer 1926 vom 10. März 1926 den Fürsorgeverbänden zur Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, „die dauernd oder vorübergehend eine Mieterhöhung, soweit sie durch die Sonderge bäudesteuer bedingt ist, nicht tragen können und eine entsprechende Wohnungsänderung vorzunehmen, nicht in der Lage sind", so wird für den Wohnungsbau 1926 in Hessen ein Betrag von 9—10 Millionen
5°/, Tcuiiche RciSSanirtln 4° SDeutfdie Neichsanleide 3'/,% Tcuiiche N-ichsanleihr 3°/ Deutsche Reichsiniuhk Tcutfdje scuarpramtcnanletöt <°/o l'rcusndK Senf old ■ • ■ 4" o Hesse,! 3*/ie/n Hessen .....
3% Hellen Teuische -JSettb. Dollar-Anl.
öio. Doü Schatz-Alllretiug-'i
4°/o ^iollturten.......
5% Gvlduierikaner • ■ . -
Berliner Handelsaelellschasi Commerz und Privat-Bont Taimil. und 'Jlaiionatbanl Deutsche Bant ... Ternsche BercinSbank . . DiScomo ^ommandil . . •.Ükiallbant ...
Miiteldciitichc Lrcdilbank Lcsterreichiiche Credilanstall Weltbank .......
Bochumer Guß ■ ..... Budcr^S .........
Laro ...........
Deutsch-Luxemburg Oselsenlirchencr Bergwerke. Harvencr Bergbau Saliroertc Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahüttc ..... Lberbedars ...... Bhöuir Bergbau ...... riiheinuahl ...... x)ltebc(f Montan .
Tellus Bergbau......
Hamburg Amertta Paket. . . Norddeutscher Llovd . ,
Eheramischc Werke Albtn . .
Zementwerk Heidelberg . . Pl>ilivv Hollmunn ....
Anglo-Cont -Guano . . . . Chemische Mayer Sllapin .
I. ® Sorbcntnbufiric, A-G- (v-oibfaniibt.........
Hol;vcrkol)lung Nutgeröwcrke Echeideanstalt
Allg. ElektrUllätS-Gesellschaft
Bergmann 9>?ainltastwerke . .
Schlickert ........
Siemens A Halske ......
'.'ldlrrwcrke Slcyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenktaedt ....... Bi'eguin............
Motorenwerke 'Diannbeün
frankfurter Armaturen . . Vonfcroenfabrir Braun . .
Bietallgcscll chaft Jrankfml . Per. Union A.-G. . . . . .
Schubmbrik He« ■ . . . .
Sichel . .
Wellston Waldbos ..... Zucker-abrik Frankenthal . . .4udrnnbrif Wagbäukel • . .
wird, wenn nicht die Zunahme der Zweckjvartätig- feit und die Senkung des Darlehenszinsfiißes eine weitere wesentliche Erleichie*. g bringt. In dieser Beziehung sieht es ja in letzter Zeit wieder erfreulicher aus. Die Reichsbank hat ihren Diskont von 8 auf 7 Proz. herabgesetzt, neben 9—lOprozentigern kurzfristigem Geld können die Kommunen nun auch wieder langfristiges Geld erhalten, wenn auch die Bedingungen hierfür noch zur Vorsicht mahnen. Noch erfreulicher ist, daß das Pfandbrief- und Hypo- thekengeschäft wieder in Gang, kommt. Die Hessische Landesbank nimmt neuerdings wieder ersthypothe- karische Beleihungen bis zu 20 Proz. des jetzigen Werts vor: die Sparkassen gehen noch etwas über diese Beleihungsgrenze hinaus. Die Finanzierung eines mit Staatsdarlehen beliehenen Neubaues wird sich daher z. Z. etwa wie folgt gestalten: 25 Proz. der Bausumme muß der Bauherr nach den ministeriellen Bestimmungen selbst aufbringen. 10 Proz. 1. Hypothek der Landesbank oder einer Sparkasse, 40—50 Proz. Staatsdarlehen als 2. Hypothek, z. Z. zu 2 Proz. Zins und 1 Proz. Tilgung: der Rest von 5—15 Proz., der über die Beleihungsgrenze der Geldinstitute hinausgeht, wird, wie seither, nur mit Hilfe von Gemeindebürgschaften zu erlangen sein. Gehofft und gewünscht muß vor allen Dingen werden, daß die öffentlichen Geldinstituet ihre Mittel wieder in ausreichendem Maße für den Wohnungsbau zur Verfügung stellen und ihre Beleihungsgrenzen für erftfteUige Hypotheken wieder auf mindestens die Hälfte des Vorkriegswerts hinaufsetzen Der Staat wird darauf bedacht sein mässen, die ösfent-
Büchertisch.
- Meiningen und Dessau beherrschen das erste April-Heft der Zeitschrift „D a s Tea - t e r" (Verlag Berlin W 9). Anläßlich deS 100. Geburtstages des Meininger Theater-Herzogs gibt Fritz Engel eine liebevolle Darstellung seiner Persönlichkeit und seines Schaffens, die durch eine Reihe von HandKeichnungen und Entwürfen des Herzogs und zahlreiche ausgezeichnete Aufnahmen aus den verschiedenen Epochen des Me ninger Theaters von den 80er Jahren bis zur Jetztzeit ergänzt wird. Ein weiterer wesentlicher Teil des Heftes ist dem Friedrich-Theater in Dessau, dem heutigen An- haltischen Landestheater, gewidmet. dessen fleißige und künstlerische Arbe t unter der Leitung des Intendanten Dr. Georg Hartmann in einigen knapp gefaßten Artikeln eingehend geschildert wird. Sehr interessant ist ein Bericht des Moskauer Korrespondenten der Zeitschrift mit prachtvollen Illustrationen aus der Arbeit Tairows. Der Herausgeber der Zeitschrift würdigt die Tagung der Deutschen Dühnengenossenschaft die letzten Berliner Premieren werden in der üblichen Form behandelt, der Modeteil bringt amüsante illustrierte Plaudereien über Brauttoiletten und über Mode- vorfuhrungen.
81mit.>9ioii B»-u--Airei Brss.-AnNv Christiania .Nopenhaa-ii Stockholm . Helsingfors Italien. .
London. • »,'cunork .
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Spanien - Japan . . . 'N io de Jan Wien in D. Ceft- abgeft Prag . . . . Belgrad - . Budapest. • Bul arten L'ilabon Dan;ig. .
Konst nttn- Sieben Canada. .
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Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 15. April. Tendenz: Sehr fest. — Die nunmehr aus Amerika ein- getroffenen Me.düngen bezüglich der Rückgabe des deutschen Eigentums, die die Aussichten einer schnellen und entsprechenden Regelung als wesentlich gebessert erscheinen lassen, haben einen völligen S t i m m ungs- Umschwung an der Effektenbörse her- be.geführt. Da auch dir Abwickelung der Medio- Ciquibationen keinerlei Saiwierigkeiten verursachte, so konnte infolge der wieder hergestellten vertrauensvollen Stimmung eine scharf nach oben gerichtete Tendenz einsehen. Die Spekulation betätigte sich schon vorbörslich in geradezu stürmischem Geschäft durch Rückkäufe und Deckungen, wobei Schifffahrtsaktien das Hauptinteresse in Anspruch nahmen und beträchtlich Kurssteigerungen aufzuweisen hatten. Hapag gingen von 140,50 auf 149,25 Prozent und Rorddeutscher Lloyd von 137,50 auf 144,50 Prozent in die Hohe, die Kursgewinne betrugen also 8,75 bzw. 7 Prozent. D.e Unternehmungslust erstreckte sich, angeregt durch die Haussebewegung am Schis ahrtömarkte. auch auf die übrigen Gebiete, doch verlief hier die Umsatz- tätigfeit in wesentlich ruhigeren Bahnen. Leb- I Hafter im Geschäft waren Farbenwerte, die einen Gewinn von 5 Prozent verbuchen konnten. Rütgerswerke plus 3.35 Prozent. Am Elektromarkt betrugen die Besserungen etwa 2 Prozent, am Montanmarkt 3 bis 4 Prozent. Mannesmann waren gut beiestigt mit plus 5 Prozent. Don Auto - Aktien wurden Daimler 2 Prozent höher, wahrend Kleyer unverändert blieben, Hansa-Lloyd aber um 3 Prozent schwächer wurden, da die Dividendenerllärung dieses Unternehmen enttäuschte. Zuckeraktien mäßig befestigt. M a s ch i n e n a k t i e n gebes- lert. Stärker gesteigert waren Dau-Aktien. Die übrigen Werte des Kassamarktes Wielen durchweg gute Erholungen auf. Deutsche Anleihen konnten von der allgemeinen Aufwärtsbewegung profitieren. Am Ausland- rentenmartt war das Geschäft ruhig, die Tendenz etwas fester. Der Freiverkehr hatte geringe Umfahtäiig eil die Kurse waren wenig I verändert. Beckerstoht 40, Beckerlohle 58, Benz 65 Brown-Boveri 66. Entreprise 10, Growag 50, Ufa 51,50, Ufra 71,50 Prozent. Der Pfandbrief m a r k t zeigte gebesserte Haltung. Im späteren Verlaufe blieb die Stimmung für Schifffahrtsaktien weiter günstig, während für die anderen Märkte die Tendenz schwankend wurde, wobei es auch vereinzelt zu Kursabbröckelungen lam. Am Geldmarkt stellte sich heute infolge der Medioregelung eine leichte Anspannung ein. Tagesgeld zog auf 5 Proz. an, die übrigen Sätze blieben unverändert: Monatsgeld 5>/z bis 7 Proz., Industrieakzepte 51 bis 6:i/4 Proz. Bankdiskonten 5 Proz. Im D ev i f e nv e r k e h r flauten Paris und Brüssel erneut ab. Paris gab gegen London auf 142,25 nach, Brüssel auf 129,25. Auch London lag schwächer mit 4,8590 gegen Kabel.
Berliner Börse.
Berlin, 15. April. Neue Momente, die auf die Börsenlage von Einfluß hätten sein können, lagen heute nicht vor. Infolge der börsentechnijchen Lage stellte sich aber eine Erholung der Aktienkurse ein, die von dem am empfindlichsten gedrückten Werten, d. h. von den Schisfahrts aktien, ihren Ausgang nahm. Die Spekulation sah sich nach den Kurseinbrüchen der letzten Tage zu Deckungen veranlaßt, die schon vorbörslich einst:-,ten und bei Beginn auch auf die übrigen Märkte > Vergriffen Infolgedessen eröffnete die Börse einheitlich in freundlicher Tendenz. Schiffahrtsaktien lagen anfangs gegenüber den Schlußkursen des gestrigen Tages bis zu 7 Proz. gebr”:.:, Montanwerke bis 4 Proz. und Farbenwerte bis 3 Proz. Die zuversichtliche Stimmung fand eine Stütze in der Annahme, daß die heutigen Prämien- crilärunpen kaum noch einen Einfluß ausüben dürften, da die Entkostungsoerkäufe in den ersten Tagen
Nach dem Reichsmietengesetz wird bekanntlich die sogenannte ..gesetzliche Miete" monatlich vom Staat festgesetzt Durch die 3. Steuernotverordnung vom 14 Februar 1924 sind die Länder ermächtigt worden, die Mietzinsbildung abweichend von den Borschristen des Reichsmietengesetzes vom 24. Marz 1922 zu regeln. Nach der Fastung, die der mab^h-nh, § 27 der 3. Steuernotverordnung durch das o ausglZlchsgesetz vom 10. August 1925 erhalten hat, haben die Länder von der ihnen erteilten Ermächtigung in der Weise Gebrauch zu machen, daß die Mieten allmählich gemäß der Entwicklung der all- gemeinen Wirtschaftslage erhöht werden. Dabei sind neben den steuerlichen Bedürfnissen der Länder und Gemeinden auch die allgemeinen Interessen. insbesondere an der ordnungsge- mäßen Unterhaltung und Instandsetzung der Höi'si-r und die L e i st u n g s f a h > g- teit der als Mieter in Betracht kommenden Bevölkerungskreise zu berücksichtigen. Durch die Mieten müssen außer der toeuer mindestens die Betriebs- und Instandsetzungskosten, die nach den bestehenden Verhältnissen zur Erhol- tung des Gebäudes erforderlich sind, einschließlich der Derwaltungs!osten gedeckt werden. Den Eigen- uuu „„ .... o .... .
tümern ist ferner in der Miete zurDerzinsung Neichsmark zur Verfügung stehen. Im vergangenen ousgewerteter Hypotheken und des Steuerjahr hat der Staat für den Wohnungsbau aus E i g e nck a p i l a ' s der Betrag zu belassen, mit dem bcm Sonde, '.euererlös 4.2 Mill. Mark bereitgestellt, eine vor dem 1. Januar 1918 eingetragene, nach Berücksichtigt man aber, daß die Gemeinden und dem Grundsatz des § 4 des Aufwertungsgesetzes vom Gcmeindeverbände im vergangenen Jahr etwa den 16. Juli 1925 aufgewertete Papiermarkhypothek zu pichen Steuersatz wie der Staat für den Woh- verzinsen wäre, deren Nennbetrag dem frieden?- nunfl5bau erhoben und den.entsprechenden Erlös zur wert des Grundstücks entspricht: für die Höhe der 23erjügunq gestellt haben, während im laufenden Verzinsung gilt der im § 28 des Aufwertungsgesetzes Steuerjahr 1926 der Staat allein den Wohnbauvorgeschriebene Zinssatz: für diesen Bettag ist em fteuerantcil erheben will, so ergibt sich hieraus, daß bestimmter Hundertsatz der Friedensmiete in der in bj^ni Jahr im ganzen für den Wohnungsbau Miete festzusetzen Die durch das Finanzausgleichs- {cin wesentlich größerer Betrag als 1925 zur Ver gesetz neu gefaßte 3. Steuernotverordnung sah steht. Zieht man ferner in Bettacht, daß nach
außerdem vor, daß am 1. April 1926 die Mieten ben ministeriellen Bestimmungen für die Darlehns- 100 von 100 der Friedensmiete erreicht haben muh- Bewährung 1926 das einzelne Darlehen mit Recht ten. Auf Grund des von dem Abg. Müller-Franken gegenüber früher erhöht werden soll, und zwar in gestellten Antrags, diesen Termin bis 1. April 1927 städtischen Verhältnissen auf durchschnittlich 5000 zu verlängern, hat der Reichstag inzwischen die jn ländlichen auf durchschnittlich 4000 Mk., so Kompromißlösung gefunden, daß spätestens am ergibt sich, daß im Jahre 1926 etwa 2000—2500 1. Juli 1926 die volle Friedensmiete erreicht sein Wohnungen mit staatlichen Baudarlehen geförd-rt muß. Nachdem kurz vor den Osterferien beschlaf- werden können gegen 2960 i n Jahre 1925. Wenn jenen Steuerkompromiß hat der Reichstag eine Er- wir dabei berücksichtigen, daß wir in Hessen aus den gänzung dieses Gesetzes dahin beschlossen, daß vor gof,rcn igig bis Ende 1923 mit einem Gesamtsehl- bem 1. April 1927 die Vorkriegsmiete nicht über- betrag von rund 15 000 Wohnungen zu rechnen schritten werden soll. haben, wozu noch der jährliche Mehrbedarf hinzu-
Jn engem Zusammenhang mit diesen festen rommt, jo ergibt sich, daß mit diesen Maßnahmen rcichsrechtlichen Richtlinien für die Mietfestsetzung Wohnungsnot kaum in 10 Jahren behoben sein stehen die weiteren Bestimmungen der durch das ..... , - « *
Finanzausgleichsgesetz neu gefaßten 3. Steuernotverordnung über die Gestaltung der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz, die anteilsmäßig in die Miete eingerechnet ist. Hiernach haben die Länder zur Deckung ihres allgemeinen Finanzbe- darfs bis zur Erreichungn der vollen Friedensmiete mindestens 20 v. H. und nicht mehr als 30 v. H. der Friedensmiete zu erheben, während für ben Wohnungsbau in den Steuerjahren 1926 und 1927 mindestens 15—20 o. H. der Friedensmiete erhoben und zur Verfügung gestellt werden sollen.
Aus Grund der vorgenannten reichsrechtlichen Bestimmungen hat das hessische Gesamtministerium die „gesetzliche Miete" für den Monat April auf 95 d. H. der Friedensmiete festgesetzt. Hiervon entfallen, wie seither, 45 Proz. auf Verwaltungs-, Betriebsund Instandsetzungskosten. Bei den letztgenannten sind 8 Proz. für sogenannte „große", 15 Proz. für laufende Instandsetzungen vorgesehen, mit den rejtlidjen 22 Proz. für Verwaltungs- und Betriebskosten sind alle Steuern und' Abgaben außer der Condergebäudesteuer zu decken. Ob mit den genannten Hundertsätzen für die Instandsetzung das nach der eingangs genannten reichsgesetzlichen Bestimmung wahrzunehmende Interesse „an der ordnungsgemäßen Unterhaltung und Instandsetzung der Häuser", das für Vermieter und Mieter gleich groß ist, ausreichend gewahrt ist, darf zum mindesten bezweifelt werden. Ist der vorgesehene Betrag auch etwas höher, als er in der Vorkriegszeit dem Vermieter für die Instandsetzung versprochen zu werden pflegte, so muß doch berücksichtigt werden, daß m- folge der jahrelang überniedrig gehaltenen Mieten die Häuser einer Verwahrlosung anheimgefallen sind, die dem normalen Zustand noch lange nicht wieder Platz gemacht hat. Die Mieter sollten endlich einsehen, daß in dieser Beziehung ihre Interessen mit denen der Hausbesitzer vollständig zusammen- laufen. Es ist doch wahrhaftig ein Unding, daß, wie wir unten noch sehen werden, mehr als der vierte Teil des bezahlten Mietzinses in Form von Sonder- gebäubefteucr der Befriedigung allgemeiner Staatsund Gemeindebedürsnisfe dienen muß, während die Wohnungen entweder weiter verwahrlosen oder trotz nahezu erreichter Friedensmiete vom Mieter hergestellt werden. Entfallen doch von den übrigen 45 Proz. der derzeitigen Miete nur noch etwa 10 bis 11 Proz. auf die Verzinsung der aufgewerteten Hypothek und des aufgewerteten Eigenkapitals, während die restlichen 34—35 Proz. als Gebäude- fonberftcuer abzuführen find, wovon in Hessen kaum 10 Proz. für den Wohnungsbau, die übrigen 25 Proz. jedoch zur Befriedigung allgemeiner Staats- und Gemeindebedürfniffe verwendet werden. Dabei ist noch zu bemerken, daß zur Verzinsung des Aufwertungsbetrags eigentlich etwa 13 Prozent der Friedensmiete nötig wären, die erst bei Erhöhung der Miete auf 100 Proz. der Friedensmiete vom 1. Juli ab erreicht werden sollen. Reh-
Geld
4,182 15,82
109,68 30,362
14,43
167,86 16,92 90,62 59.07
1,71 112.07
80,80
59,80 12,39
5.85
Berlin, 14 Avril
timeritanifdie Noten . . . . . Belyische Noren . ...... Tänilche Vlotcu ....... Englische Noicn........ Jrnmöiilche "Jloteo ...... Holländische Noten .... OkUicnjsche Noten......
Norwcailche Noten . . . . . Deutsch festere,ä 100Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten Schweizer Noten Svanischc Norcn Tschechoslowakische Noten . . Unaariicbc Noreo
736,5*
80
71,5 | 8J,5
111.5 |
100,2*
92
92
84.75*
112*
56,75
62 5
30
42
Brie'
4,202 15,90
110,22 20,462
14,51
168,7i'
17,00 91,OS
59,37
1,75
112,6
81,2-1 61,1<i
12 45 5.89
Hrank'urt a.M.
Berlin
Sd)lu » liure
l-U.-.C*
Schiun-lAnsana Hut* | ’
Tntim: |
14 4
15 4
14 4 | 15 4
14 April.
15 April.
Amtliche Noti runo (Selb 1 Briei
Amtliche 'Notierung (Selb 1 Bries I
168,25
168,67
168.26
168,68
1,669
1,673
1.660
1,664
15,88
15,94
15,61
15,69
90.74
90,96
91,74
01,96
109,93
110,21
109,84
110,12
112,40
112,68
112,31
112,59
10,50
10,59
10,545
10,585
16,88
16,92
16.85
16,89
20,399
20,451
20.386
20.43S
4.195
4,205
4.195
4,205
14,39
14.43
11.24
14.28
hü.985
81.185
80,985
81.185
59.85
59.99
59,58
59,72
1,943
1.947
1,954
1,9.58
0.579
0,581
0.575
0.581
59,19
59,33
59,18
59,32
12,418
12,458
12.42
12.46
7.38
7.40
7,375
7,395
5,865
5,885
5,865
5,885
3.05
u,06
3,052
3,062
21.325
21.375
21.325
21.375
80.85
81.05
§80,85
2,067
81.05
2,075
2.085
2,077
5,39
5,41
5,39
5,41
4,195
4,205
4,20
4,21
4.315
4.325
4.31
4.32
Danknoten.


