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xm heutigen Dochmmav!

Matte 35, Käse 50 bis 1K ut 25 bis 30, Rotkraut 25 bli rote Mrn 20, Spinat C

i, Tomaten 150, Zwiebeln 2i

), Schwarzwurzeln 40 bi« 6;

ifseln 4 bis 5, Miel 15 bi- gier 9 bis 10, DluineM 15 bis 40, L-alatgurken 150. erie 20 bis 30 Ps. baäCbid is25M

voraussege.

M, nachts. Ämperatm« t kühler, bet sMchen wt iarie.e Lustbewegung, Hot- Mit »M e >;n DitierungSumschlag t»l Stelaturen: WaMM 1». Celsius. Heutige Morgen-

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151 April 1926 Ss* Ä&'ifc wohl 9eihWei,cn: \'WnS.?!n^ ®> O erhob LnK°" st°tt, Klage, wobei Ä* ?r ^ahlkoinmilsinn k1 Wl lesiachM^?^ !l r°»i A Ä n ^tten, £ V, lbirech lfn gewesen ,2 , lbtib» Erlaubnis Lm !rUnb

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"'"mts Gießen °u mÄmb3t,?65 IröMer; - vahnhosstr.20. Dem Untre: wurde nicht staltaegeb?» ur' ens her Staatskasse ov.ierlcc mtfl Sönip zu Setter Bübingen aus Aushebung h laWg des Wandergewerl" Kreisamt Sübinctn hatte do lergewerbeschein "verfack nz alt ist, noch nicht im Wank: id auch nicht die Ernährer Ehemann ist als Unterbeamtr igesteÜt. Die Stiege mürbe d: d)lig.8urii(fqetövt\vt. Dr. med. ÜKa^ vppr

DieHärteklauselndesAufwertungsgesetzes

Kops.

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T Naunheim, 14. April. Untere ®e* marfung wird gleichzeitig mit der benachbarten Demarkimg Waldgirmes -usammengelegt, um daS Gelände gegenseitig auszutauschen. Heute wurde mit der Donitierung begonnen. Man hofft, die beiden Gemarkungen unter einem Tarif be­arbeiten zu können. AIS Devollmächtigte von hier wurden gewählt Gemeinderechner Karl Schäfer und die Landwirte Jakob Schäferin und Ludwig Kern VI.

ch. Lützellinden, 14. April. Unter dem Einfluh der günstigen Witterung hat sich der Saaten st and in unserer Gemarkung in recht erfreulicher Weile entwickelt. Leider macht sich in den Haferstücken der Hederich sehr un­angenehm bemerkbar, so daß hier energische De- kämpfungsmahnahmen einsetzen müssen. Die Ausführung des vor kurzem beschlossenen Daues eines Dullen st alles hat die Gemeinde auf das nächste 2 a h r verschoben. Die hiesigen Bauarbeiter werden jetzt in den Nachbarorten beschäftigt.

Kreis Biedenkopf.

\X Aus dem Biebertal, 14. April. Nachdem die Hol-Versteigerungen be

Kirche und Schule.

Kirchliche Tagungen.

)( Die Evangelische soziale Arbeits­gemeinschaft für Hessen und Hessen-Nassau hält am Montag, 26. April, in Frankfurt ihre dies­jährige Hauptversammlung ab. Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht ein Vortrag des Sozlalpsarreks Mann- Nemllngrade überDie Sozialaufgabe der Kirche und die Stellung des Sozialpfarerrs".

Vom 27. bis 29. April findet ebenfalls In Frank­furt a. M. die Tagung der deutschen Vereini­gung des Weltbundes für internatio­nale Arbeit der Kirchen statt. Folgende be­deutsame Vorträge werden gehalten:Die soziale Erneuerung der Menschheit als Aufgabe des Christentums" (Geheimrat Prof. D. Dr. Titius - Berlin und Pfarrer l). Keller - Zürich),Die Stel­lung des Christentums zur Friedensfrage" (Pfarrer Kappus- Zuffenhausen, Professor D. Förster« Frankfurt),Die Stellung des Christentums zu einer Einigung der Kirchen" (Professor D. Lang- Halle, Präsident D. Freiherr von P ech m o n n - Mün­chen). In einem Dolksabend am 27. April in der Deutsch-reformierten Kirche werden sprechen: Ar­beitersekretär Springer- Stuttgart überDie Versöhnung der Klassen", Bischof D. Nuelsen - Zürich überDie Versöhnung der Völker" und Pfar­rer Lic. Wallau - Frankfurt überDie Versöh­nung der Konfessionen". Die einzelnen Tage werden durch Morgenandachten von Profestor D. Rabe- Marburg, Prediger Sommer- Frankfurt und Pfarrer Lange- Frankfurt eröffnet bzw. durch einen Volksabend, eine gottesdienstliche Feier in der Mailhäuskirche und eine Iugendversammlung in der Deutsch-reformierten Kirche geschlossen.

* Auftrieb auf dem heutigen Frank- furter Schlachtoiehmarkt: 587 Kälber, 175 Schafe und 355 Schweine.

Preußen.

Kreis Wcllar.

*' Wetzlar, 14. April. Dom Kuratorium für Spar- und Dereinfachungsm abnah­men wurde im Juni 1925 ein Preisausschrei­ben zur Gewinnung von Vorschlägen zur wirt­schaftlicheren Gestaltung der öffent­lichen Verwaltung in Deutschland sowohl der Reichsoerwaltung, als auch der Verwaltung der Länder, Städte, Gemeinden, OemolnbeDcrbänbe und sonstigen öffentlich-rechtlichen Verbände veran­staltet. Nach dem jetzt veröffentlichten Ergebnis sind 131 Preisarbeiten eingegangen. Don diesen hat das Preisgericht 22 Arbeiten ausgezeichnet. Unter den preisgekrönten Arbeiten befindet sich an vier- zehnler Stelle eine von Revisor und Verwal­tungsorganisator G.Jentzsch hier eingereichte Ar­beit mit dem Kennwort:Durch Uebersicht zur sparsamen Wirtschaftlichkeit", enhaltend einen Teil- beitrag zur wirtschaftlicheren Gestaltung der öffenl- lichen Verwaltung Deutschlands.

endet sind und daS Holz zur Abfuhr Übertritten ist. kann das infolge der eifrigen Feldarbeit nicht so rasch bewerkstelligt werden. Amseln, Drosseln und andere Dogelarten schicken sich be­reits an, ihre Nester zu bauen, und mit Dvrliebe werden dazu die langgestreckten Wellenreihen als Drutstätte ausersehen. Erfahrungsgemäß wer­den durch das zu lange Eitzen dieses Gehölzes tm Walde viele Vogelnester zerstört. Die Forst­behörde könnte hier im Interesse der Vogel- weit insofern helfend eingreifen, wenn sie ver­fügen würde, bah besonders daS Reisigholz mög­lichst bald aus den Wäldern entfernt und an die Abfuhrwege gebracht würde. Die Vögel könnten sich dann andere Nistpläye ausfuchen, und die Steigerer könnten bei besserer Gelegenheit die Abfuhr vornehmen.

XX Gladenbach, 14. April. An der Stelle, wo die Straße Diesten Gladen­bach in die Strohe G l a d e n b a chH e r b o r n einmündet, soll in grauer Vorzeit ein Zoll­haus gestanden haben. Es war Treffpunkt der hessischen, nassauischen und der preustifchen Grenze. Der Zollbeamte hatte vor seinem Häus­chen eine mächtige Buche stehen, unter deren Schatten er auf der früher lebhaften Posistraße fein Geschäft abwartete. Das Haus und die Duche find mit der Begründung deS Zollvereins ver­schwunden. 3m Munde deS Volkes heistt aber daS idyllisch im Hochwald gelegene Plätzchen ,® i e Zo 11buch e". Wegemeister Hagener bat seit Jahren vergeblich versucht, an dieser Stelle eine Duche anzupflanzen. Einmal hoben rohe Dubenhönde den jungen Daum zerbrochen, dos anderemal hat der harte Winter Den Daum vernichtet. biS es endlich gelungen ist. eine kräftige Notbuche anzupflanzen und diese durch ein kräf­tiges Gitterwert vor erneuter Zerstörung zu schützen.

DilttreiS.

bl. Dillenburg, 14. April. Die kom­missarische Verwaltung der Landratsstelle des Dillkreises wird voraussichtlich dem Re­gierungsrat Dr. D ü n t e r vom Oberpräsi- blum in Kassel übertragen werden. Nach dem Stande vom 10. April befinden sich im Di11lreis 1695 männliche und 41 weibliche Vollerwerbslose. Dazu kommen noch 3028 Zuschlagsempfänger. Gegenüber der Vor­woche war ein leichter Rückgang zu verzeich­nen. Die Autobuslinie von hier nach Laasphe wird in ständig steigendem Maste benutzt. Allenthalben erkennt man die wertvolle Einrichtung an. Don feiten der Regie­rung liegt leider noch keine Genehmigung vor, Da die Dahn andauernd Schwierigkeiten bereitet.

Maiitgau.

V i 11 s ch o u (Twer-

"v-/, *mciiuic -viuufetoetter (Marga Vanheil), Hermine 61 e r I e r (Ongeborg Dam- l'tg), die sich würdig dem Ganzen einfügen. So i 1 ein neues Werk entstanden, das Den guten Nus Der deutschen Filmkunst bekräftigt. z.

Aufwertungsrichter in Gießen.

den Währungsverfall oder die Liquidation de» Ver­mögens zuruckzuführende Vermögensverluste eine unbillige Hörte" bedeuten wurde. Nach der Aus« drucksweife des Gesetzes handeit es sich in diesen Fällen darum, dah ein geringerer Grad von Un­billigkeit genügt, um den Schuldner ganz oder zum Teil von der Auswertung zu befreien. Jedoch ist auch hier zu bedenken, dah es sich um eine gegenüber dem bürgerlichen Recht als Ausnahmevorschrift sich darstellende Bestimmung handelt, die eng auszu- legen ist. Denn es ist zu berücksichtigen, dah das Gesetz dem Schuldner gegenüber dem Gläubiger schon erhebliche Vorteile gewährt (Herabsetzung auf 25 v. H., geringer Zinssatz und Fälligkeit nicht vor dem 1 1. 1932), und es ist daher zunächst zu

prüfen, ob durch diese Erleichterun­gen der ungünstigen Wirtschaftslage Des Eigentümers oder Schuldners nicht bereits in ausreichendem Mähe Rechnung getragen ist. Erik wenn diefe Frage verneint wird, kann eine Herabminderung ober Annullierung gerechtfertigt fein, falls es nicht die Aufwertungsstelle als einen billigeren Ausgleich ansieht, anstatt der weiteren Verkürzung des Glau- bigers dem Eigentümer die Zinsen für eine ge­wisse Zeit zu stunden oder nötigenfalls ganz zu erlassen. Wenn auch das Gesetz eine diesbezügliche Befugnis der Aufwertungsstelle nicht ausdrücklich einräumt, so muh man sie doch dem Sinne nach unterstellen, da sich eine solche Anordnung teil­weisen oder völligen Erlah als eine geringere Be­einträchtigung der Gläubigerrechte barfteUt. Jeden­falls können umstände, welche bei jedem Hausbesitzer in höherem oder geringerem Grade vorliegen, wie geringe Mieten und ähnliche Wirkungen der Zwangswirtschaft, bei der gänzlichen ober teilweisen Versagung der Rückwirkung nicht in Betracht kom- men. Hierbei gilt das oben unter A Gesagte in gleicher Weise. Sicher werden gerade hier die Be­sonderheiten des einzelnen Falles zu prüfen und zu würdigen (ein.

Seltener find die folgenden Fälle:

2. Es wird jemand als persönlicher Schuldner in Anspruch genommen, der das mit der Hypothek belastete Grundstück (in der Inflationszeit) zu einem ungünstigen Preise veräußert hat. Er hat also den Sachwert nicht mehr im Besitz und kann deshalb nicht auch dinglich hasten. Hier wäre es unbillig, dem Schuldner, der fein Eigentum verschleudert und viel­leicht auch den Erlös durch die Inflation ganz ober teilweise verloren hat, etwa eine Auswertung aus 25 v. H aufzuerlegen.

Das vorstehend Angeführte gilt auch für die übrigen in § 15 Ziff. 2 ö-gegebenen Fälle.

.3. Die Zurückzahlung erfolgte auf Grund einer Kündigung des Gläubigers, und der (Eigen­tümer oder persönliche Schuldner war durch ble Klm- bigung veranlaßt worden, Vermögensgegenstanbe weit unter dem wirklichen Werte zu veräußern. Wenn ber Eigentümer ober persönliche Schulbner, benen die Beweispflicht obliegt, biesen Nachweis er­bringt. so wäre es unbillig, bie Auswertung auf 25 v. H. auszusprechen: vielmehr ist er, je nach den Besonberheiten bes Falles, ganz ober z. T. hiervon zu befreien. Wie Müael la. b. gef. Aufw. R. S. 282) bemerkt, bars auch hier ber Gesichtspunkt eines bil­ligen Ausgleichs nicht außer acht gelassen werben, so baß nicht nur bie Nachteile bes Eigentümers ober persönlichen Schulbners in Rechnung zu stellen finb, fonbem auch zu berücksichtigen ist, inwieweit für ben Gläubiger ein zwingenber Anlaß gegeben war, bie Sünbigung auszusprechen.Es wirb auch ins Ge- wicht fallen, ob ber Eigentümer ober ber persönliche Schuldner den Gläubiger von ber Schwierigkeit ber Gelbbeschaffung in Kenntnis gesetzt hat unb wie sich bei etwa hierüber eingeleiteten Verhanblungen bie beiben Teile verhalten hoben."

Der Zweck ber vorstehenben Ausführungen ist, nicht nur barzulegen, vor welch schwierige Entschei­dungen bie Aufwertungsstellen gestellt sind, sondern bah auch viele Anträge auf Herabsetzung bzw. ganz- liche ober teilweise Versagung ber Rückwirkung nicht ben von den Antragstellern erwünschten Erfolg haben' können, weil bie Voraussetzungen nicht ge­geben sein werben, unter benen bie Gläubiger noch weiter in ihren Rechten verkürzt, ober biefe ihnen entzogen werden können.

von Amtsgerichtsrar Jockel, (Schlust.)

Auch ein weiterer Gesichtspunkt ist heranzu- ziehen: Wenn ein Nicht-Ärunddefitzer Schuldver­pflichtungen zu erfüllen hat, so wird er_ genötigt sein, unter Umständen etwa vorhandene Sachwerte (Wertpapiere, Mobiliar u. bgl.) zu veräußern. Warum soll ber Grunbbesitzer besser gestellt wer- ben? Es Ist nicht einmal notwendig, das mit ber Hypothek belastete Objekt zu verkaufen, wenn ber ssypothekarschulbner etwa nicht in ber Lage sein sollte, bic Zinsen bes Üuswertungsbetrags zu be* zahlen; er muß sich bann bazu verstehen, eine wei­tere Hypothek (Höchstbetragshypothek) an ber hin­ter betn ausgewerteten Rechte für ihn vorbehal­tenen Stelle (§ 7 bes Ges.) aufzunehmen, um seinen Zinsverpflichtungen nachzukommen.

Um barzulegen, wie schwer es oft sein wirb, das Richtige zu treffen, unb wie sehr ber Auf­wertungsrichter bie beiderseitigen Belange gegenein­ander ausgleichen unb sich auch nicht allein aus bie oft gewiß recht bebauemsmerte Lage bes Orunb- eigenlumers einstellen barf, pflege ich in geeigne­ten Fällen ein Beispiel etwa folgenber Art zu bil- ben: Ein hochbetagter Eigentümer beantragt wegen seiner wirtschaftlichen Verhältnisse, insbefonbere wegen seines Alters, feiner Erwerbsunfähigkeit unb bes Berichtes feiner sonstigen Vermögenswerte Herabsetzung bes Aufwertungsbetrags. Die Aufwer- tungsstelle setzt ben Aufwertungsbetraa von 2500 Reichsmark auf 1500 Reichsmark herab. Der Eigentümer stirbt unb wirb von feinen (vielleicht sogar wohlhabenben) Kinbern bie ihn bisher unter- stutzt hoben, beerbt. Hier wäre bie Herabsetzung in ihrem Endergebnis einegrobe Unbilligkeit" für ben Gläubiger.

Ein Heradfetzungsverlangen wirb In ber Regel von vornherein bei solchen Personen aussichtslos fein, welche in ber Inflationszeit zu einem ganz geringen Preise ein Grunbstück erworben haben. Wenn auch vielleicht in einem solchen Falle bem Verkäufer ein Anspruch auf Aufwertung eines etwaigen Restkaufgelbes zusteht, io wirb biefer auch bei voller ober unbegrenzt zulässiger Aufwertung boch regelmäßig wenig erhalten, ba ber Verkäufer unter Verkennung bes Währungsverfalls zu einem nicht entsprechenden Preise veräußert hat, unb bas Auswertunasverfahren einen biesdezüglichen Irr­tum bes Verkäufers nicht korrigieren barf. Der Grundeigentümer hat also In ber Regel zu einem Bagatellpreise erworben unb kann nun nicht er­warten, daß auch noch der Hypothekargläubiger unter die Normalaufwertung von 25 Proz. feiner Forderung heruntergebrückt wirb. Ausnahmen finb selbstverstänblich auch in solchen Fällen benkbar.

B. Währenb Im Falle bes § 8 ber Schulbner eine Herabsetzung, wenn folrheunabweisbar" er- scheint nur bio zu 1 5 Proz. erreichen kann, ist in ben Fällen ber Rückwirkung (§ 15) unter Umständen eine gänzliche Versagung mög­lich unb nicht fo eng begrenzt, wie im Falle bes § 8. Ein gänzliches ober teilweises Wieberausteben der abgetragenen Hypothek unb ber persönlichen Schuld soll unterbleiben, wenn dies wegen beson­derer Umstände eineunbillige Härte" für ben Eigentümer ober Schuldner bcbeulcn würbe. In- folgebeffen soll, wie bie Gesetz«"--begrünbung be­sagt, bemjenigen Schulbner eine Aufwertung einer nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen erloschenen Forberung nicht zugemutet werben, ber trotz Ab­stoßung ber Hypothek an seinem Vermögen erheb- lir^e Einbuße erlitten hat unb aus ber Inflation außer bem ehemals belasteten Grunbitücke nur noch einen Bruchteil feines früheren Vermögens ge­rettet hat, währenb ber Gläubiger sich vielleicht trotz Zurückzahlung der Hypothek in entwertetem Gelbe in keiner bedrängten Sage befindet.

In der Hauptsache kommen folgende Fälle in Betracht:

1. unb zwar zunächst ber häufigste Fall: Der Eigentümer ist noch im Besitze bes Grundstt''cks und hat die Hypothek nicht auf Grund einer Kün­digung des Gläubigers, sondern aus eigenem An­trieb zursickbezahtt in der Regel, weil er mit geringen Mitteln sich von seiner Hypokheksch"ld zti befreien gedachte unb begründet seinen Antrag damit, baß eine Aufwertung mit Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage, insbefonbere auf erhebliche, auf

Dortrag für kaufmännische An- gestellte. In unserem heutigen Anzeigenteil labt ber Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verbanb ble flaufmannsgehilfen in Inbustrie, Handel und Bank- gewerbe für Freitag, 16. April, abends 84 Uhr, zu einem öffentlichen Vortrag im Kaufmännischen Der- einshaus ein. Der Geschäftsführer desDeutschen Gewerkschaftsbundes", der Cvitzenorganifation ber christlich-nationalen Arbeitnehmerverbände, Herr B r o st - Berlin, wird überSteuer-, Zoll- unb Wirtfchaftsfrogen" sprechen.

Zum Schuhe der KretSstraßen weist das Kreisaml Gießen darauf hin, daß cs den Fuhrwerkslenkern verboten ist, auf Strabenstrecken mit stärkerem Gefälle zur Vcr- n inderung der Geschwindigkeit mit einer Rad- frite auf dem Da.ilett neben den Wandsteinen zu fahren. Das Straßenau,sichtspersonal uixZ> die üz.uarmcric sind angewiesen, derartigen Heber- ! :::'gen mit Strafanzeige entgegen zu wirten.

Die Sienftftunben bes Polizei- 0 m t 3 für ben P u b 1 i k u IN v v e r k e h r sind ab I .. ie, 15. Avril, auf die Zeit von 7 Uhr norm, bis

Uhr mittags unb von 24 Uhr bis 54 Uhr ir) rihags, Samstags von 7 bis 124 Uhr mlltays f ;tgeiet}t worden. Für Samstagnachmittags ist Tn Zeit von 44 bis 54 Uhr ein Eildienst eingeführt, Lei bem aber nur Anträge, ble unaufschiebbar finb, c riebigt werben.

Zum Schutze ber VogeIwelt. Das Polizeiamt Gießen teilt mit: Wir bringen in Er­innerung, baß nach ß 1 bes Reichsgefetzes vom 30. Mai 1906 das Zerstören unb Ausheben von Nestern oder Brutstätten ber Vögel, das Zerstören unb Ausnehmen von Eiern, bas Ausnehmen unb Töten vom. Jungen verboten ist. In gleicher Weife ist bas Feilbieten und der Verkauf der gegen dieses Verbot erlangten Eier unb Jungen untersagt. Zu- widerhandelnoe werben mit Geldstrafe bis zu 150 Mark ober mit Haft bestraft. Diese Strafe trifft ins­befonbere auch benjenigen, ber es unterlaßt, Kinber oder andere unter seiner Gewalt siebende Personen, welche seiner Aufsicht untergeben sind und au seiner HausgenvfsensHait gehören, von solchen Zuwider- Handlungen abzuhalten. Das Aufstchtspersonal ist angewiesen, aus die Befolgung ber vorstehenben Be­stimmungen ein scharfes Augenmerk zu Haden und jede Zuwiberhanblung behufs Herbeiführung ber ge­richtlichen Bestrafung zur Anzeige zu bringen.

Immer noch Belästigungen von Frauen. Vorgestern nachmittag hat sich in der Ostanlage wieder ein Kerl in unsittlicher Weise gegen eine dort promenierende Dame be­nommen. Aus die Hilferufe der Delästigten ging der Patron flüchtig. Da sich dieser Vorsall zu einer Zeit abspielte, als die beiden wegen der­artiger Dinge gefaßten Kerle schon hinter Schloß und Riegel saßen, kann es sich nur um einen neuen Attentäter handeln, llebtigend haben mehrere der belästigten Damen in den beiden Verhafteten nicht die Täter erkannt, von deren Gemeinheit sie betroffen wurden. DaS Publikum möge also nach wie vor auf dem Posten sein, damit allen Schandkerlen, die unsere Frauen und Mädchen gefährden, das Handwerk gelegt Wird.

* Straßensperre. Wegen Verlegung von Wasserrohren ist der Wartweg hinter dem Aulweg van gestern ab bis zum 31. Äprll für jeglichen Flchrwerksverkehr gesperrt.

Die Messe auf OSWaldSgarten war gestern den ganzen Tag über sehr stark be- «il-vL zeitweise konnte man sich kaum durch die Me '.sch-nmasse einen Weg bahnen. Die Duden- bciitcr kamen trotzdem kaum auf ihre Rechnung, denn das Publikum war mit dem Geldausgebrn sehr zurückhaltend. Sogar die Wassrrrutschbahn war trotz ihrer Neuheit zeitweise dünn beseht, r.wohl eine große Zahl Zuschauer davor ftanbeu. Viele Menschen, wenig Geld, schlechte Geschäfte, Vai schien auch hier zu gelten.

* Die deutschen Münzprägungen im März. 3m Monat März sind in den dernschen Münzstätten geprägt worden: 1 800 102 Reiwsmark Einmarkstücke, 15 768 846 Reichsmark Zweimarkstücke, 157 267,75 Reichsmark Fünf- Pfennigstücke, 755 087,90 Reichsmark Zehnpsennig- stücke. Don ben übrigen Münzsorten sanden weder in Silbermünzen, noch in Pfennigmünzen Prägungen statt.

** Lichtspielhaus Dahnhvsstraße: Der bekannte Roman Rudolf Herzogs, »Han­seaten", das hohe Lied hanseatischen Kaus- mannsgeistes, liegt nun ebenfalls in der Film- bearbeitung vor. Der Extrakt des Romans wurde im Manuskript blockartig zusammengefügt, ein eindrucksvolles Danzes bildend und ein Spiegel­bild, daS durch die prächtige Ausstattung stark gewinnt. Selten schöne Ausnahmen zeigen den Stapellauf eines großen DchiffeS, den "Betrieb einer Werst und das Lcben im Hamburger Hasen: Zeichen deutscher Arbest und deutschen Fleißes. Ünb in diesem Dirne vermittelt der Film auch ethischen Gewinn. Dei der Rollenbesetzung ist besonders bemerkenswert, das) die russische Tän­zerin Samara Karsawina hier zum ersten Wale vor den Kurbelkasten tritt Mit Tempera­ment und Grazie verkörpert sie ble lebenslustige, leichtsinnige Frau des Reeders Twersten. Ihr Partner Fritz Alberti (Twersten) zeigt sich auf gleicher Höhe, ein ernster, nüchterner Kauf­mann, der zielbewußt seinen Weg geht, eine über­ragende Figur. Von den übrigen Darstellern

WDR. Frankfurt a. M 14. April. In der vergangenen Nacht kam es zwischen einer Anzahl junger Burschen, von denen der eine Teil rechtsradikal, der andere links- radikal eingestellt war, auf der Zell zu einer größeren Schlägerei, die sich von bet Hasengasse bis zur Hauptwache forthslanzte. Ein junger Mann wurde durch Messerstiche schwer verletzt vom Platze getragen. Die einschrelten- den Polizeibeamten stellten die Ruhe und Ord­nung wieder her unb nahmen neun Sistie­rungen vor. Der Kassierer eines hie­sigen G e s a n g v e r e i n S ist aus Frantsurt ver­schwunden. Die Nachprüfung der Kasse ergab ein Manko von zirka 100Ö0 Mark, die von dem Flüchtling unterschlagen fein sollen. Die Sektion der plötzlich verstorbenen Frau Stephan in der Zeldbergstraße ergab, daß der Tod durch Ersticken eingetreten Ist. Die Frau mußte sich nachtS erbrechen, wobei ihr Speisereste in die Luftröhre geraten finb. Dabei stieß sie anscheinend mit dem Kopf den Nachttisch und erlitt eine Verletzung

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