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Montag, 15. Februar 1926

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

Nr. 38 Zweites Blatt

Turnen, Sport und Spiel

Die Meisterschaftsspiele

1342,5 P.

Mittel

Rhein blieben

kombinier-

Ludwigshasi Saar wechsi

08

en eite

3:6.

Weitere Derbandsspiele.

Schwarz-Weiß EssenErle 08 5:1.

D. f. L. CreseldRasensport Muhll)eim 2:2.

S. C. 95 DormundPreußen Essen 3:1.

B. V. AltenessenB. f. B. Dortmund 4:0. Alemannia DortmundM. B. V. Linden 0:2. Union GelsenkirchenB. V. Buer 07 3:3. Union HambornV. f. B. Bottrop 4:0.

Cassel 03F.C. Wetzlar (für Cassel kampflos

der süddeutsche Fußball

und mit ihm die Hochburg Nurnberg-Furth im Be­zirk Bayern. Der dreimalige ununterbrochene Meister 1. F. C. Nürnberg konnte in der letzten Runde keine Lorbeeren ernten. Er mußte seine

mit 0:1.

Um die westdeutsche Meisterschaft.

In Düsseldorf: Turn Düsseldorf Ar­minia Dielefeld 3:1. In Ruhrort: Duisbur- oer Spiel-Verein Sportfreunde Siegen 1:1. 3n München-Gladbach: Rheydler Sport- Verein Kurhessen Cassel 2:1.

Endspiele

der zweiten Pokalrunde.

Sn Osnabrück: V. f. L. Osnabrück - - Fortuna Düsseldorf 3:2. In Hagen: Spiel- Verein Hagen 1911 - Fußball-Verein Duisburg

Fußball.

L.L.IgvoB.s.R.Butzbach2:2

ö. Die neue Sportplatzanlage auf dem Trieb, die sich der Sportelub von 1900 im Laufe des letzten Jahres geschaffen hat, wird höchstwahr­scheinlich erst an einem der nächsten Sonntage nach Ostern seine feierliche Weihe erhalten. Aber schon vorher, am 7. März, wird er zu einem Spiel benutzt werden. Der Verbandsfuhball- ausschuh im W. F. V. hat dem G. S. C v. 1900 auf Antrag das SpielKurhessen KasselSp. Vgg. Hamm übertragen. Dieses Spiel soll mit- entscheiden, wer als dritter Verein Westdeutsch­land im Kampf um die Deutsche Meisterschaft vertreten soll.

Das gestrige Spiel 1900 L i g aD uh - bach Liga fand daher nach Vereinbarung auf dem 04er-Plahe statt. 1900 probierte einige neue Leute aus den unteren Mannschaften, die sich aber nur zum Teil bewährten. Äicht besonders aus der Höhe waren die beiden Außenstürmer und Außenläufer. Ganz ausgezeichnet waren Torwart und Mittelläufer, während die anderen Richtgenannten den Ansprüchen genügten. Der Gegner schnell und wuchtig. Durch weite Schläge brachte er immer wieder, besonders in der zweiten Hälfte Gießens Tor in Gesahr. Technische Fein­heiten bekam man wenig zu sehen. Das Spiel begann mit einigem Drängen Butzbachs. 1900 spielte sich aber bald frei und brachte recht viele gut eingeleitete Angriffe auf Butzbachs Heilig-

Fuhballsportverein Meister des Mainbezirks?

WSV. Karlsruhe, 14. Febr. Heute fand in Karlsruhe vor dem Verbandsgericht des Süd­deutschen Fußballverbandes eine Sitzung statt zur Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Fußball- sportverein Frankfurt a. M. in Sachen Linmg- Häuser. Durch Zeugenaussagen wurde die An­gelegenheit insoweit geklärt, daß in den nächsten Tagen eine Aufhebung des ersten ^Irterls des Verbandsgerichts zu erwarten steht und in kür­zester Zeit dem Fußballsportverein der auf dem Rasen erkämpfte Meistertitel auch formell zuge­sprochen wird.

Um die süddeutsche Meisterschaft.

&ei Städtewettkampf der

len Berliner Städtemannschaft und des TurnvereinsFrisch-Frei" Beuthen endete mit einem knappen Sieg der Beuthener Mannschaft ( 556gegen 553 Punkte).

_______die Spitze lange zwischen den über­raschend aufgekommenen 05ern aus Mainz und dem F. V. Saarbrücken, die die Saarländer erst im Endspurt endgültig an sich rissen. Und endlich am vorletzten Sonntag fiel die Entscheidung am Main, aber leider nicht auf dem Spielfelde, auf dem der Fußballspv. Frankfurt die Hanauer 93er einwandfrei schlug. Letztere erreichten durch Protest einen Abzug von zwei Punkten vom Ver- mögen des F. Spv. und wurden so zum Meister erklärt. Die Ausgeglichenheit in der heutigen süd­deutschen Spielstärke läßt irgendwelche Mutmaßun­gen auf den voraussichtlich Besten nicht zu.

Turnen.

D. T.-Vereinsmehrkampf- Meifterschast 1925.

läufer 10 Minuten nach Spielbeginn erneut ver­letzt wurde und die Mannschaft 50 Min. mit 10 Mann durchhalten muhte, sich aber trotzdem den Sieg nicht nehmen ließ.

V. f. B.

Liga Sportverein Darmstadt 0:3.

2. Mannsch. 1. Mannsch. Sinn 8:3.

1. Jugend 1. Sugend 1900 0:1.

() Ganz so hoch, wie sie von Darmstadt erhofft und von Gießen befürchtet wurde, war die Riederlage der V. f. D.-Liga doch nicht. Das Resultat entspricht etwa dem Spielverlauf, hätte allerdings bei etwas mehr Glück für V. f. B. günstiger lauten können.

V. f. B. betrat um 3,15 in bekannter Auf­stellung, mit der Ausnahme, daß P i e h e l aus der Zweiten mitte, Ding el halb- und Köhler rechtsaußen spielte, den von einer großen Zu­schauermenge umgebenen Stadionplatz. Es dauerte geraume Zeit, bis beide Mannschaften sich ge­funden hatten und sich ein flottes und sehr ab­wechslungsreiches Spiel entwickelte. Dis zur Pause war das Spiel völlig offen, was am besten durch das Halbzeitresultat 0:0 wiedergegeben wird.

rhcin) 1327,5 P.

Kunstturnen.

ein Darmstädter Stürmer fünf Meier vorm Tor vom Mittelläufer Gießens erhalten hatte. Für V ö ck l e r inaren alle drei Tore nicht haltbar. Gr war gestern in Hochform und hat gezeigt, daß er sehr viel kann, wenn er will. Seine wirMch guten Leistungen ivaren häufig Gegenstand be­geisterter Beifallskundgebungen der Zuschauer, besonders wenn er mit Schneid und Kraft feinen Strafraumsäuberte". Seine Vordermänner Muckt ar und Kreß II. waren ebenfalls in bester Form, besonders Muchtar, der in allen Lagen den Bail beherrschte. Kreß II. muß sich unbedingt ein besseres Start- und Laufvermögen aneignen, das fehlt ihm, um ihn als sehr guten Verteidiger ansprechen zu können. Gr hat dies gestern sicherlich selbst eingesehen, als ihm der gegnerische Halblinke, der bald die doppelte An­zahl Lenze zählte, beim Start nach dein Ball regelmäßig das Rachsehen gab. Die Auhenläuser waren gut, der Mittelläufer zu langsam, und zu ungenau im Abspiel. Seine Vorlagen waren schlechterdings kaum zu verwerten, wodurch natür­lich die Leistungen des gesamten Stunnes ftati litten. Pietsch war als Sturmführer taktisch sehr gut, muß aber ebenfalls schneller werden. Der übrige Sturm war mäßig und zeigte wenig

Zusammenhang und noch weniger Drang nach I vorne. Besonders Mandler erreichte seine Lei­stungen der Vorsonntage bei weitem nicht und legte oft eine geradezu blasierte Spielweise an den Tag, die er ablegen muß, wenn er sich seine letzterworbenen Sympathien erhalten will. Beim Gegner war die Hintermannschaft überragend, die Läuferreihe gut, der Sturm ebenfalls sehr zer-

tum.

Aber nur zweimal waren diese von Erfolg ge­krönt. Die meisten Sachen wurden im Uebereifer verschossen. Butzbach blieb aber auch nicht müßig. Nachdem ein Elfmeter (warum überhaupt Elfmeter?) verschossen wurde, erfolgte auf einen Handstrafstoß durch Kopfball nach Abwehr der erste Gegentreffer, dem mit dem Halbzettpfiff der Ausgleich auf Flanke von links durch unhaltbaren, schönen Schuß folgte. Bis dahin war das Treffen ausgeglichen und ganz interessant. Es wurde beiderseits mit dem größten Eifer gespielt. Bon der zweiten Spielhälfte sollte man eigentlich nichts berichten. Der Schiedsrichter übersah mehrmals Foulspiel Butzbachs, einem Gie­hener riß die Geduld, er machte sich selber zum Richter und versetzte eikiem Butzbacher eine Ohrfeige, nachdem dieser einen Gießener offensichtlich getreten hatte und der Schiedsrichter, der nur einige Schritte davon stand, keine Miene machte, einzugreifen. Was | nun folgte, war allen klar. Zwei Gießener mußten kurz hintereinander vom Spielfeld, zwei weitere Elf­meter mußte sich 1900, trotz Protest, gefallen lassen, wovon der letztere gerade an den Haaren herbei­gezogen war. Glücklicherweise wurden beide vom Torwächter abgewehrt, und somit blieb das End- | resultat 2:2, trotzdem Butzbach jetzt stärker drücken ! konnte, was ja leicht erklärlich ist, da 1900 nur noch 1 neun Mann im Felde hatte. Die Schuld daran, daß dieses Spiel mit einem Mißton endete, trug allein der Schiedsrichter. Er bewegte sich fast nicht von der Mitte des Spielfeldes und entschied von da aus einen Eckball zugunsten Butzbachs, obwohl der Ball noch annähernd fünf Meter im Spielfeld war, er entschied ferner Torabstoß statt Eckball für Butzbach, trotz Protestes de Linienrichters, bei einer Zurückgabe des linken Butzbacher Läufers, den der Torwart passieren ließ. Auch seine Regelkenntnis wies viele Mängel auf (falsche Einwürfe und deren Bestrafeungl).

Vorher schlug 04 II. verstärkte Mannschaft Schotten I. Mannschaft 4:0 (Halbzeit 3:0). Vormittags spielten 04 III. »Hessen" Gießen kombinierte Mannschaft 1:3.

Hm 1. Uhr nachmittags standen sich auf dem alten V. f. D.-Platz (jetzt Platz des Sp. El.Hes­sen") D.f.D I. Jugend und 1900 I. Jugend im letzten Meisterschaftsspiel der Diplomserie gegen­über. 1900 gewann verdient, wenn auch nur 1.0 unh ist damit ohne Riederlage Diplom- meister geworden. Die Mannschaft steht technisch auch weit über allen anderen des Lahnkreises. Schade ist nur, daß 19005 vorzüglicher Mittel­

fahren. . ... .

Die zweite Mannschaft kam mit einem recht hohen SiegeSrefullat (8:3) aus dem Dill- kreis zurück und rettete damit die Ehre des Tages Ihr Sieg ist um so mehr anzuerkennen. als sie ohne Post und Pietsch gefahren war.

Das Spiel der ersten Jugendmann­schaften Sportklub 1900 gegen V.s.D. endete mit dem knappsten aller Resultate 1:0 für 1900. Tkäherer Bericht hierüber folgt.

Die zweite Jugend mann schäft war vergeblich nach Rieder-Girmes gefahren, da dort von einem JugendverbandSspiel nichts be­kannt war, obgleich die Tabelle den gestrigen Sonntag hierzu vorsah.

Aus dem Arbetter-Turn- und Sporlbund.

Fr. T. Gießen lFr. T. Raunheim I. 2:2.

L Unmittelbar nach Beendigung der dies­jährigen DezirksmeisterfchaftLspiele gabs eine Sen­sation: Raunheim, der Reuling in der ersten Klasse, schlug auf eigenem Platz den Bezirks- meister Gießen in der einwandfreiesten Weise 4:0. Dies war ein Resultat, daS allgemeines Erstaunen erregte. DaS gestrige Spiel fand daher besonderes Interesse. Der unentschiedene Aus­gang ist ein Beweis für daS harte Ringen: die sich immer mehr verbessernde Durchschlagskraft des Gießener SturmeS fand in dem vorzüglich arbeitenden Raimheimer Tormann ein sehr ftar- i kes Hindernis aus dem Wege zum Siege. In der ersten Halbzeit war eine gewisse Ueberlegenhett der Raunheimer zu bemerken, der Stand war 1:1. Rach Wiederantritt kam Gießen mehr aus, Raun­heim beschräntte sich auf ein» Reihe vorzüglicher Durchbrüche, beiderseits zunächst ohne Erfolg. Erst in den letzten vier Minuten gelang es Raunheim, daS zweite Führungstor zu erzielen, dem Gießen unmittelbar daraus das Ausgleichstor folgen ließ. Das außerordentlich schöne Wetter und die vor­zügliche Beschaffenheit deS Platzes kam dem ent­sprechenden Spiel sehr zu statten.

Fr. T. Gießen IIFr. T. Fronhausen I. 6:1.

Zunächst verteiltes Spiel mit Tasten nach den schwachen Stellen. Bald machte sich die bessere Spielerfahrung der stabilen Gießener Mannschaft bemerfbar, Fronhaus en mußte energisch vertei­digen, komite aber nicht verhindern, daß eS mit I drei Toren belastet in die Halbzeit gehen mußte. Rach derselben war eine Verbesserung der Fron- I hausener Mannschaft zu bemerken, sie wurde dem Gießener Tor recht oft gefährlich, aber im günstigen Moment wurde der krönende Torschuß vermißt. Gießen hingegen war erfolgreicher, es I konnte seine Torzahl bis zum Schluß auf sechs erhöhen. Kurz vor dem Abpfiff gelang Fron- Hausen abermals ein schöner Durchbruch, der diesmal zum längst verdienten Ehrentor führte. Fr.T. Gießen Jugend-Fr.T. Raunheim Jugend.

2:2.

Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen" eigentlich war es hier umgedreht, denn obiges Spiel fand bereits am Vormittag statt, aber die RaunheimerJungen" können mit ihrenAlten" zufrieden sein, denn beide konn- I len mit einem ehrenvollen 2:2-Resultat die Rück­reise ins Land der schwarz-weißen Grenzpsähle antreten. Das Resultat dürfte wohl dem Spiel­verlauf entsprochen haben.

T. u. Spv. Wieseck JugendT. u. Spv. Wetzlar Jugend. 0:5.

Mit der körperlich und technisch besser ver­anlagten Jugend Wetzlars glaubte die Wiesecker Jugend mit 9 Mann fertig werden zu kömren zum Schluß gab eS aber lange Gesichter. Wenn auch nach zehn Minuten ein 10. Spieler eintraf, mit unvollständiger Mannschaft ist das Fußballspielen für die Jugend eben zu anstren­gend. So auch hier. In der ersten Halbzeit geht« iroch, Wieseck vermag sich noch zu wehren, mit I 1:0 für Wetzlar werden die Seiten gewechselt. Kurz vorher hätte Wieseck beinahe den Ausgleich erzielt, wenn der Torpfosten nicht im Wege ge- I wesen wäre. In der zweiten halben Stunde be- heraschte Wetzlar immer mehr das Feld, im Zeitraum von fünf Minuten werden der er­matteten Wiesecker Mannschaft drei weites Tore I aufgezwungen, dem in der letzten Minute das I 5. Tor folgte.

Gesellschaftsspiele.

Eintracht"-Frankfurt gegen D. f. R. Stutt­gart 2:4. In der Stuttgarter Mannschaft ragte hauptsächlich der Mittelläufer hervor, wie über­haupt die Mannschaft ein schönes flüssiges Kom- - binationsspiel vorführte. Der Eintrachtssturm, der in einer neuen Zusammensetzung spielte, ber- : 1 mochte sich nicht recht durchzusehen.

verein 3:2.

Mitteldeutschland. F.C.Ring"Dres­den-Freithal 2:0. Wacker HalleHalle 98 2:2. Sportfreunde HalleBorussia 3:1.

Um die

Deutsche Fußballmeisterschaft.

Ein großes Ringen spielt sich seit fast einem halben Jahre allsonntäglich auf den Spielfeldern Deutschlands ab, dessen letztem endlichen Ziel, der Deutschen Meisterwürde, nur wenige Auserwählte nahestehen. Heute sind zumeist die Spiele der Landesverbands-Untergruppen beendet und die Bezirksmeifter rüsten sich zum Kampf um die Berbandswürde.

Das größte Jnterefse im Reiche beansprucht seit Jahren auf Grund feiner Leistungen

Beiderseits wurden vom Sturm sehr viel Chancen ausgelassen, von denen die Mehrzahl Darmstadt für sich buchen konnte. Rach der Pause drückte Sportverein die Gäste etwa eine Viertel- stunde in ihre Hälfte zurück und erzielte durch schönen Kopfball ein Tor. Rachdem V. s. D. sich wieder frei gemacht und dem Darmstädter Heilig­tum einige erfolgversprechende Gegenbesuche ab­gestattet hatte, war die Gelegenheit zum Aus-

Um die westdeutsche Meisterschaft

sind die Bezirksvertreter zum Teil erst am vorigen Sonntag ermittelt worden. Im Niederrheinbezirk hat sich der neunmalige westdeutsche Meister, Duisburger Spielverein, wieder die Spitze erobert. Diese fast nie versagende Mannschaft wird auch diesmal den stärksten Gegner im .Kampfe um das grünweiße Bond stellen. Nicht viel weniger I stark ist die T u r u Düsseldorf als Meister von Berg-Mark. Der zweimalige westdeutsche Altmeister, Arminia Bielefeld, der einzige Klub, der die Duisburger in ihrer Meisterwürde ablösen konnte, hat mit geringem Borsprung vor V. s. L. Osnabrück und der Hammer S. Bg. den Meistertitel des Bezirks Westfalen erringen können. In dem erst seit zwei Jahren neugebildeten Bezirk Süd- Westfalen sind, wie immer, die früherenJähner", jetzigen Sportfreunde Siegen, die beste Mannschaft. Neu aufgekommen ist der energische V. f. N. Köln, der im Entscheidungstreffen den von B r c u n i g betrauten Rheydter Spieloerein chlug. In unserem Heimatbezirk Hessen-Hannover ind die Kämpfe um die Meisterwürde, aus denen chließlichSpor t" Kass e,l nach wechselvoller | Führung als Sieger heroorging, bekannt. Noch nicht fest steht die Entscheidung im Ruhrbezirk. | Da besteht eine Punktgleichheit zwischen Schwarz- Weiß Essen und L. B. Alten essen. Da es sich hier um die Meisterschaft des Heimatlandes- verbandes handelt, ist die Spielstärke der einzelnen Vertreter schon eher bekannt. Als Favoriten be­zeichnet inan allgemein den Duisburger S. B. und Turu Düsseldorf. Dichtauf folgen werden: Schwarz Weiß Essen und Arminia Bielefeld, während wohl der D. f.R. Köln mehr eine Mittelstellung ein- nehmen wird. Den Schluß der Tabelle werden fid>erSport" Kassel und Sportfreunde Siegen ausmachen, wobei wir den Kasselern eine, wenn auch nur wenig bessere Leistung zutrauen.

3m Norden Deutschlands

scheint auch dieses Mal wieder der Hamburger Sportverein heißer Favorit. Zunächst ist er Meister der Alsterstaffel, nachdem er am vorigen Sonntag seinen härtesten Widersacher, die Ham­burger Viktorianer, sicher mit 4:1 niederhielt. In der Elbestafel blieb Altona 93, die Jäger-Mann- schast, Sieger und Meister. In der Iadestafsel hat sich erstmals der Bremer Sp. V. den Titel er­obert. Die beiden Kieler Staffelmeister sind die­selben wie im Vorjahre:5)01 ft ein" und Kilia. Ebenso stellt Hannover wieder feinen Altmeister Arminia an den Start. Wir erwar­ten H.S. V. und HolsteinKiel", vielleicht auch Altona 93 im Endkampf.

Berlin-Branbenbura.

Die beiden Abteilungsmeister stehen noch nicht fest, da noch zahlreiche Spiele ausstehen. In der Abt. A führt Hertha Berliner Sport- Club ohne Verlustpunkt. Seine Hauptgegner sind Vorwärts" und Tennisboruffen, die ihn aber nur im günstigsten Falle einholen können. In der Ab­teilung B wird wohlNorden-Nordwe ft" das Rennen, wenn auch knapp, vor Tasmania

do. Wie jetzt bekanntgegeben wird, ist die Ber- eins-Mehrkampf-Meisterschaft 1925 der D. T in fünf Kreisen diirchgefuyrt worden, sie hatte zum Teil ganz ausgezeichnete Er^bnifse. An erster Stelle steht der T.V. Lindau (Kreis Bayern) 1454 Punkte vor 2. Turn gern ein de Nieder- Ingelheim (Kreis Mittelrhein) 1434,5 Punkte 3. T.V. Leipzig-Connewitz von 1858 (Kr. Sachfen) 1428 P., 4. Turngemeinde Heilbronn Ä Sdjmaben) 1385,5 $ 5 T.V. 78 B°lk- Hngcn (Kreis M111elrhein) 1362,5 P., 6. T. D. Göppingen (Kreis Schwaben) 19,19 R m 7 T.V. 48 Saarbrücken (Kreis

Hanau 93 gegenBayern"-München 1:5 (0:4).

Hanau. 13. Febr. Bei herrlichstem Früh­lingswetter fand heute vor ungefähr 8000 Zu­schauern auf dem Platz an der Schönen Aussicht das Spiel um die Süddeutsche Meister­schaft zwischen den Gegnern Hanau 93. und Dahern"-München statt. Der Münchener Sturm drängte gleich von Beginn an mächtig nach vorn, und bereits in der 11.Minute konnte Dietl durch Flanke das erste Tor erzielen. In der 22.Minute spielte sich Böttinger durch und schoß aus fünf Meter Entfernung das zweite Tor für München. Kurze Zeit darauf brach der brillante Bayernsturm wieder durch und Dretl sandte zum drittenmal ein. Bei den Einheimischen zeigte sich von Anfang an eine gewisse Nervosität und zerfahrenes Spiel, das manche gute EHance ungenutzt verstreichen ließ. Ein Elfmeter für München wurde kurz bor Halbzeit von K ienzler zum vierten Tor verwandelt. Mit 4:0 ging es in die Pause. Rach der Pause bot Hanau ein ganz anderes Spiel. Zwar konnten die Bayern in der fünften Minute nach Halbzett durch Böttinger noch ein fünftes Tor erzielen. Dann aber fand sich der Hanauer Sturm zu­sammen und in der 15. Minute wurde eine famose Flanke Krauses von Karl zum Ehrentor für Hanau verwandelt. Trotz eifrigen und aufopfern­den Spiels des Hanauer Sturmes sollte es aber i bei diesem Tor bleiben. Alle noch so gut ein- geleiteten Durchbrüche der Einheimische zer­schellten an der starken Verteidigung der Bayern, die in glänzender Form spielten. Vor allem ragte bei den Bayern auch die prächtige Sturmerrerhs hervor, der gegenüber Steinebach im Tor etwas reichlich Rervosität an den Tag legte. Das 2. und 4. Tor hätte er unbedingt verhindern müssen. Der Schiedsrichter Decker- Ludwrgs- hchen war befriedigend.

Das Treffen SpielvereinraungFurty gegen F. V. Saarbrücken endete mit einer ziemlich hohen Ricderlage für Saarbrücken. Furth blieb mit 5:1 starker Sieger.

Der Karlsruher Fußballverem mußte seine zweite Riederlage einstecken. Sein Spiel gegen V. s. R. Mannheim endete

gewonnen).

Spielvergg. HagenF. C. Duisburg 3:6.

Berlin. Tennis BorussiaHertha Berlin 4:1. (Der Berliner Meister erlitt damit seine erste Nie­derlage in den Derbandsspielen. Etwa 20 000 Zu­schauer wohnten dem Spiele bei.)Union" Pots­damBerliner Sportverein 92 1:1. Sp. C.Union" gegen Spandauer Sportverein 3:0.Vorwärts 90" gegen I. F. C. Neukölln 3:1.Tasmania" Neukölln gegen B. F. C.Preußen" 2:1. Schöneberger Kickers"F. C.Meteor 06"2:1. F. C.Wacker" 04Spandauer F. C. 99 2:0. Norden-Nordwest Union 92 Berlin 2:0.

Nordwestdeutfchland. Hamburger Spv. gegen Altona 93 5:4. Arminia HannoverHam­burger F. C. 2:1. EimsbüttelBremer Fußball­

machen. Die Berliner Spielstärke hat sich in den letzten Jahren sehr gehoben, so daß sie um die Deutsche Meisterschaft ein gewichtiges Wörtchen werden mitreden können.

Aus Mitteldeutschlands Gauen kommt nur spärliche Nachricht. Die Leipziger F o r t u n a", Wacker Halle, S. C. Dres­den, Erfurt und Chemnitz sind die An­wärter.

Die außerdem noch beteiligten Landesverbände aus Oft- und Südostdeutschland sowie der Baltenverband konnten bislang nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Gemessen an den Zuschauerzahlen hat das In­teresse am Fußballjport wieder erheblich zuge­nommen. Die zunehmende Besserung in der Trai- ningsleitung der beteiligten Vereine hat die Spiel­stärke der Verbände sehr ausgeglichen (nicht Der» allgemeinert, noch weniger verflacht), wenn auch die wirtschaftliche Not der Zeit immer noch ein großes Hemmnis für die Weiterentwicklung des Rasensports barfteUt. Wir werden dieses Jahr einen Kampf um die Meisterschaft wie noch nie erleben, den die große Sportgememde mit Spannung er­wartet.

gleich gegeben. et sch war in aussichtsreicher Stellung im Startraum unsanft gelegt worden Der zugesprochene Elfmeter wurde von Köhler verschossen. So blieb es denn beim Stand von 1:0 bis sieben Minuten vor Schluß. Die in diesen letzten Minuten noch fallenden zwei Tore hätten verhütet werden können. Das zweite war bei- Erfolg eines Strafstoßes, während das dritte aus einer präzisen Vorlage resultierte, die

Vorherrschaft an die Landeshauptstädter, d i e MünchenerBayern", abtreten. Und doch ist die Hochburg im Endkampf vertreten. Die Spielv. Fürth, die besten deutschen Techniker, hat als vorjähriger Pokalsieger die Berechtigung zur Teilnahme. Im Nachbarbezirk Württemberg- Baden sicherte sich der erst im Borjahre wieder zur Bezirksliga aufgestiegene Karlsruher Fuß- b a 11 v e r e i n durch ausgezeichnete Stürmer- leistungen den ersten Platz, den ihm die kampf­erprobten Stuttgarter, Freiburger und Pforzheimer nicht streitig machen konnten. Am süddeutschen die Mannheimer Rasen-

s p i e l e r erst in hartem Endkampf knappe, ver­diente Sieger vor der großen Konkurrenz aus und Neckarau. In Rheinhessen-