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Brandursache wird Kurzschluß

du. al.

beiden unteren gelitten. Als vermutet.

und Eckelshausen eingeäschert wurden. Die Stockwerke haben durch Wasser stark

bolzhausen

schüssigen Wass< _____....____ ..

gelegentlich des Im Gange befindlichen Zusam- menlegungsverfahrens herangetreten. Cs haben auch Verhandlungen mit der Gemeindevertre­tung von Dornholzhausen stattgefunden, die jedoch xu reinem Abschluß^ führten.

r. Wetzlar, 14. Ian. Die Zahl der augen­blicklich im Bezirke des hiesigen Arbeitsnachweises unterstützten Vollerwerbslosen beträgt 2121. Hierzu kommen an Zuschlagsempfängern 1301 Ehefrauen sowie 2247 Kinder und sonstige Angehörige. In diesen Zahlen sind die Erwerbs­losen aus den zu dem hiesigen Arbeitsnachweis- bezirk gehörigen Gemeinden des Kreises Biedenkopf mit enthalten.

00 Lützellinden, 14. Jan. Nachdem in den benachbarten Gemeinden Gr v ß - R e ch t e n -- bach und Klein-Rechtenbach die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, wurde der Ausbruch dieser Seuche auch unter dem Vieh­bestände eines hiesigen Landwirts festgestellt. Ort und Gemarkung sind als Sperrbezirk erklärt worden. Der hiesige Gemeinde st einbruch ist an den Maurer Friedrich Engel von hier verpachtet worden. Zum Betriebe des Stein­bruches hat die Gemeinde ein Schienengleis mit Wuldenkippwagen gekauft. In dem Bruch sollen besonders auch die Erwerbslosen der hie­sigen Gemeinde Beschäftigung findem

B Hochelheim, 14. Jan. Die Frage des Baues einer Wasserleitung hat in letzter Zeit mehrfach den Gegenstand von Erör­terungen innerhalb der Gemeindevertretung ge­bildet. Da die Leitung aus Quellen in der eigenen Gemarkung nicht voll gespeist werden kann, ist die Gemeinde an die Rachbargemeinde Dorn­holzhausen wegen Abgabe des dort über­schüssigen Wassers bzw. Ausweisung von Quellen

Maingau.

Frankfurt a.M., 14. Ian. >WB.) Die Frankfurter Zeitung" berichtet von einem g r o tz- angelegten'Betrugsversuch, dem einige Frankfurter und auswärtige Firmen mit knapper Rot entgangen sind. Vor einiger Zeit gründete ein Mann namens Arthur Tester, der gute Beziehungen &ur englischen Desatzungsbehördc vorzutäuschen wußte und als Beauftragter eng­lischer Aemter auftrat, eine sogenannteHolding­gesellschaft der Besahunoseinkaufsstelle" und schloß in deren Ramen größere Lieferungen nach wochenlangen Konferenzen mit den verschieden­artigsten Firmen, Fachverbänden und Syndikaten ab. II. a. sollte eine Brauerei gekauft und in ein Proviantlager um gebaut werdens auch stand der Abschluß für 400 Wohnzimmereinrichtungen und sechzig Lastkraftwagen bevor. Der geplante große Schwindelversuch, eine Bürgschaftshingabe von 2 500 000 Reichsmark zu erhalt:n. scheiterte aber im letzten Augenblick, da einige Firmen Ver. dacht geschöpft hatten. Bor Aufklärung der gan­zen Betrugsaffäre gelang es dem Gauner, mit ungefähr 100 000 Mark, die er als Provifionsvor- schüsfe erhalten hatte, zu flüchten. Bis jetzt ift es nicht gelungen, ihn zu verhaften. Man nimmt an. daß er sich zur Zeit irgendwo an der Riviera aufhält.

WSR. Höchst a. M 14. Ian. Die Höchster Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer heu­tigen Abendsitzung mit 19 Stimmen der Bürger­lichen Vereinigung (Zentrum und Demokraten) den Stadtrat Dr. Müller aus Frankfurt a. d. Oder zum 1. Bürgermeister gewählt. Sein Gegenkandidat, Magistratsrat Dr. Michel- Frankfurt a. M., blieb mit 15 Stimmen in der Minderheit.

!*I Hörnsheim. 14. Icor Die hiesige Gemeinde war bisher ohne R a ch t w a ch e. Die­sem Zustande ift nunmehr dadurch ein Ende ge­schaffen. dah der Gemeinderat den Maurer Io- hannes Iung zum Rachtwächter gewählt Hal.

z. Dornholzhausen. 14. Ian. Während in sonstigen Iahren die Holz hau er ei im hiesigen Gemeindewalde um diese Zeit schon be­endet war. hat sie in diesem Jahre durch die bisherige ungünstige Witterung und sonstige Um- stände erst seht ihren Anfang genommen. Die Zahl der Holzhauer beträgt über 30. Sie seht sich aus Erwerbslosen und kleinen Landwirten zu-

3.Bezirk im Turngau Hesien D.T.

c. Wenn wir einen Rückblick aus 1925 und den 3. Bezirk werfen, so merken wir zu unserer Freude, daß es hier allenthalben vorwärts gegangen ist. Wenn auch einzelne wenige Ver­eine weitaus bessere Teilnahme zeigen dürften, so ist doch eine Zunahme von Vereinen zu ver­zeichnen. 1914 brachte uns den Vezirksverein Jahn" U nte rs chm i tte n , 1925 den Tur n - verein Eichelsachsen. An der Spitze, seiner Mitgliederzahl nach, wie überhaupt, marschiert der rührige Turnverein 1859 Nidda, der von jeher die beste Stütze für die Ostmark des Gaues war und mit unter den besten Vereinen des Gaues zu finden ist. An Bezirksvereinen der kleinste Bezirk, herrschte doch auch in diesem Jahre ein äußerst reger Betrieb. Die Einrichtungen der D. T. im V o l k s t u r nen (Leichtathletik) und den Turnspielen faß­ten besonders durch eifrige Pflege und sachgemäße Förderung in den oeiden letzten Jahren festen Fuß! So wurden auch im Jahre 1925 sowohl der Früh­jahrs-Wald« und Geländelauf (Geiß- Nidda) als auch der H e r b st l a u f (Gedern), der zugleich Bezirksmeisterschaft ist, mit sehr guter Beteiligung ausgetragen, die selbst die Teil­nehmerzahlen unserer größten Gaubezirkc über­treffen. Der T.V. Nidda hat hier noch immer, sowohl in den Einzel» als auch Mannschaftsläufen, die Oberhand, allerdings dicht gefolgt von den in diesem Turnzweig stark aufstrebenden Vereinen Hirzenhain und Jahn Unterschmitten. 1859 Nidda wurde 1925 auch im Einzellauf durch Erwin Brack, im Mannschaftslauf durch B rack, Beck und Seipel Bezirksmeister. Das Bewegungsfpiel wird in den Vereinen nicht gepflegt. Soweit es den Fußball anbetrifft, haben sie dws Betätigungsfeld restlos den Sportvereinen überlasten. Handball fand bis jetzt noch keinen Eingang. Dafür blühte aber im letzten Jahre der Fauftball gut auf. Zwar fühlten sich noch nicht alle Spieirtegen so stark, daß sie an der Bezirks­meisterschaft im Mai teilnahmen, die nach har- tem Kampfe an die 2.Mannschaft von To. Nidda fiel, der sie wiederum auf der Gaumeister- schäft in Friedberg gegen A. T. V. Marburg, T. G. Friedberg und Tv. 1846 Gießen zu vertei­digen hatte. '21 her gerade dieser Wettbewerb wirkte befruchtend, so daß heute die Hälfte der Bezirks­vereine dieses für alle Altersstufen geeignete Spiel pflegen. Unter bester Teilnahme fand in Schotten das Bezirks-Geräteturnen statt, bei dem sich neben Nidda noch der Tlirnoerein Hun­gen von der besten Seite zeigte, indem er die Sie­ger in drei Spulen stellte. Der eifrigen Arbeit der Bezirksturnwarte Z e sch k y (Schotten) und Reitz (Langsdorf) ist dies in erster Linie zu danken. So­wohl an Leistungen als auch in der Besucherzahl übertraf es feine Vorgänger. Das Bezirksturnfest fand bei bestem Wetter und vorzüglichen Leistungen in Vi l l in g e n statt und vereinte 300 Wetturner. Sowohl in den Siegerliften des 52. Gautlirnfeftes in Friedberg als auch bei den Gaufportkämpfen in Marburg waren Innrer des Bezirks mit an erster Stelle, in den Einzelkämpfen sowohl als auch in dem Vereinswetturnen (Musterriegen). Auch das 32. Kreisturnfest in Gießen sah eine stattliche Schar aus fast allen Bezirksoereinen zufammen, von denen Niddaer, Schottener, Hungener^ und Langsdorfer Turner und Turnerinnen als Sieger heimkehrten. Das Frauenturnen hat ebenfalls bedeutende Fortschritt gemacht, wie die Erfolge vom Gau- Frauenturnen in Butzbach aufweisen. Die Tur­nerjugendbewegung fand im Bezirk nach hartem Ringen Eingang. Wenn es auch nur zwei Gruppen sind (Nidda und Langsdorf), die in Neuendorffschem Sinne arbeiten, so ift doch der An­fang zur weiteren Entwicklung gegeben. Beide waren auf dem ersten Gau-Jugendtreffen, das im September inMünzenberg stattfand, in stattlicher Zahl vertreten. Bon sonstigen Ereignissen ift noch der Hermannslauf zu erwähnen, an dessen Durchführung sich all c Bezirksvereine betei­ligten. In zwei Läufen (BüdingenNiddaHun- genGießen und GedernSchottenLaubach Kirchhain) brachten unsere Turnerinnen und Tur­ner die Urkunde dem Ziele Detmold näher, wohin zwei Turnbrüder des Bezirks als einzige im Gau Hessen geeilt waren, um selbst Zeuge und Mn-

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß der Kamps um 6 le Meisterschaft noch nie so er­bittert und mit so wiechselseitigem Erfolge geführt wurde, toiie in dieser Saison, daß der Weg ihr noch nie so dornenvoll war wie dieses ult Die rein spielerischen Leistungen genügen schon gar nicht mehr, um sich durchzusetzen, trotzdem das äußerste an Können aus jedem Einzelnen herausgeholt wird. Letzten Endes entscheidet eine Nervenprobe den Kampf, vielleicht auch etwas Glück, von dem man doch sagt, daß es meist nur

lammen.

O Riederkleen. 14. Ian Am Sonn­tag hat von den Bewerbern um die hiesige Pfarrstelle Hilfsprediger Sch neiöer von Essen. Sohn des Pfarrers Schneider von Hochel­heim, die letzte Probepredigt gehalten. Die Wahl unter den Bewerbern wird am Donners­tag, 21. Januar, ftattfinben; ihr wird ein Gottes­dienst der Gemeinde vorausgehen. 3m Iahre 1 9 2 5 wurden auf dem hiesigen Standesamt 42 Geburten, 15 Heiraten und 15 Sterbefälle be­urkundet. Der Standesamtsbezirl umfaßt die Gemeinden Riederkleen, Ebersgöns und Ober­kleen.

*! Riederkleen, 14. Ian. Hier haben sich junge Leute zusammengetan und einen Wan­der k l u b gegründet, der den Ramen Wcmder- fiubEinigkeit" führt

bl. Edingen, 14. Jan. 13on mejentliajem Vorteil für unsere Einwohnerschaft ist die Maß­nahme der Reichsbahn, daß ab 18. d. M. der Personenzug nachmittags 4.35 Uh r wieder auf unserer Station hält. Gerade diese Verbindung wurde feit langer Zeit vermißt und wird nun freudig begrüßt werden.

Kreis Biedenkopf.

* Biedenkopf, 14. Jan. Der Kreistag hat in feiner Sitzung am Montag beschlossen, für die von der Oberdirektion Frankfurt a. M. ein­zurichtenden Ära ft poft cn zwischen a) Glasen, bach Eidenhaufen Weidenhausen Zoll­buche Eiserne Hand Frankenbach Fel­lingshausen Rodheim a. d. 23.; b) Wetzlar Niedergirmes Naunheim Waldgirmes Bie­ber Rodheim a. d. B. eine Mindestein­nahme von 1 Rm. je gefahrenen Wagenkilo­

meter zu garantieren. Man darf wohl anneh men, daß dieser Beschluß sehr wesentlich zur end­lichen Schaffung der Krastpostautoverbinduugen bei­tragen wird. In dem Dachstuhl des Dr. W c g- nerschen Hauses in der Hospitalstraße brach abends Feuer aus, durch das die beiden obe­ren Stockwerke trotz der angestrengtesten Be- mühungen der Feuerwehr von hier, Ludwigshütte

erlebet jener gewaltigen Kundgebung für Volk und Vaterland zu fein.

c. Die zweite ordentliche Bezirksoortur verstünde fand unter sehr guter Beteiligung der Bezirksvereine am Samstag in Hungen statt. Bezirksturnwart I e s ch k y - Schotten eröffnete mit allgemeinen Freiübungen, denen dann unter der Mithilfe des 2. Bezirksturnwartes Gg. Reitz- Vaugsborf die für dieses Jahr gellenden allgemeinen Freiübungen folgten, ein Uebungszweig, dem immer von den Turnern besondere Sorgfalt gewidmet wird. Auch die für das im Februar in Nidda statt­findende Bezirksgeräteturnen vorgesehenen Uebun- gen an den einzelnen Geräten wurden gut durch­gearbeitet. Dieser praktischen Arbeit folgte bann eine Besprechung wichtiger Bezirks- und Gauange- legenheiten. Zu den bereits festAelegten Bezirksver­anstaltungen (Geräteturnen im Februar in Nidda und Spielmeisterschaft mit Geländelaus im Mai in Langsdorf) körnt nun das volkstümliche Bezirk »turnen im Juni hinzu, das dem T o. Hungen Übertragen wurde, der es ohne jede Fest­lichkeit auf dem Galgenberge abzuhalten gedenkt. Für das Gau fest in Nidda wurde das Auf­stellen einer Bezirksriege beschlossen, die alle Wetturner des Zwölf- und Neun kämpf es aller Stufen umfassen wird. Da das Gaufest seit lanocn Jahren wieder einmal in unserem Heimat­bezirk stattfindet, wurde auf seine Bedeutung für unsere heimatliche Turnsache besonders hingewiesen. Pflicht aller Bezirksvereine ift eine gute Teilnahme, fo daß eifriges Heben und tiefgründige Vorberei­tung unbedingte Pflicht ist. Dem im letzten Turn­jahre beigetretenen Turnverein Eicheljach- fen haben sich inzwischen zwei weitere zugesellt: Turnverein Freienfeen und Turnver­ein Rainrod. Beide werden durch Bezirksver­treter Turner Ferdinand Wolf- ,Iahn" Unter- fchmitten im Bezirk und der Deutschen Turnerschaft begrüßt. Freienseen ist glücklicher Besitzer einer neuen und schonen Turnhalle. Da der To. Ober- Mockstadi besonders schwer unter den gegen­wärtigen Verhältnissen leidet, mußte er vorüber­gehend als Mitglied nusscheiden. Hoffentlich ist er bald wieder erstarkt, um auch die Verpflichtungen eines Verbandsvereins tragen zu können.

Um die Bezirksligameisterschaft in Hessen-Hannover.

tz. Kurhessen verliert! Richt gegen Sport", sondern gegen 03 Kassel und zwar 1:2. Damit Hal sich die Situation fürSport" ohne sein Zutun erheblich verbessert. So sehr das Ergebnis dieses Spieles überrascht, lag es es doch im Bereiche der Möglichkeit. Immerhin ist bei der Betrachtung des Verlaufs dieses Großk.unpfcS dir Riedcrlage verständlich. Rach- dem nach einer halben Stunde auf beiden Sei­ten keine Tore gefallen waren, fiel bei Kurhessen der alte' Repräsentalivspieler Fritz Kerkmann, der als Verteidiger mitwirkte, infolge Verletzung aus. Was das bedeutet, bei einem solchen Geg ner, wie S. C. 03, dessen zunehmende Spielstärke in letzter Zeit immer mehr offenbar wurde, den den größten Teil der Spielzeit nur mit 10 Mann durchstehen zu müssen, ist jedem klar. Der ausgeschiedene Kerkmann wurde durch den Mit­telstürmer Weber ersetzt. Diese Schwächung des Sturmes gab dem Altmeister natürlich nur noch wenig Aussicht auf Sieg, trotzdem ihr Mu° telläuser für zwei arbeitete. Kurz vor der Pause ging dann E. E. 03 auch durch einen Hern- schuß seines Mittelstürmers in Führung und behielt diese bis tun vor Schluß. Die letzten Minuten des Kampfes waren außerordentlich spannend. Zunächst gelang den Kurhessen über­raschend durch ihren bcrannten Linksaußen Kreß der viel bejubelte Ausgleich. Bis eine Minute vor Schluß hatte dann der Altmeister wenigstens noch einen der beiden so kostbaren Punkte. Dann kam das Verhängnis für ihn. Dem S.C. Rechts­außen gelang d?.s siegbringende Tor. Kurhessen ging punktlos aus. .

Die Folge dieses Ergebnisses macht sich im Punktverhältnis sofort bemerkbar, natürlich sehr zu ungunften des Altmeisters, der zuvor relatio einen Punkt vorSport" und jetzt im gleichen Abstand

Darmstadt. 14 Ian. Die Zahl der Arbeitslosen nimmt hier ständig zu An­fang- Ianuar bezogen 1988 Männer und 131 Frauen Erwerbs losenunter stühung. Schwer leidet unter den wirtschaftlichen Verhältnissen das Hvlzgewerbe. nametttlich die Möbelindustrie. Die Möbelfabrik Alter, die früher etwa 500 Arbeiter beschäftigte, hat ihren Betrieb geschlos­sen: andere Möbelwerke haben ihren Betrieb stark etnschränken müssen.

Preußen.

Wetzlar, 14. Jan. Das kommunal- ookttische Leben der Stadt wird zur Zeit fax erster Linie von dem immer dringender werden­den Problem der Erwerbslosenfürsorge beherrscht. Besonders die Stadtverwaltung muß mit allen Mitteln hierin vorgehen. Nachdem von selten des Staates durch Bereitstellung von Geld­mitteln Hllfe angesagt ist, muß versucht werden, auch für den hiesigen Bezirk größere Not- ftanbsarbeiten vorzubereiten und die erfor­derlichen Beträge von der Regierung zu erlangen. Leider hat der eingetretene starke Frost und scharfe Ostwind ein Arbeiten im Freien sehr erschwert, da der Boden schon wieder stark gefroren ist. Der Ausbau des Philofophenwegs schreitet in den letzten Tagen rüstig vorwärts, auch der Ausbau der Nauoorner Straße ist ein gut Stück weiter gekommen. Alles hängt nunmehr von der künftigen Wetterlage ab. Die Verbreite­rungsarbeiten an der Bollerbrücke sind bis auf einige Kleinigkeiten fertig. Nur ist hier den Technikern ein bedauerlicher Fehler unter­laufen, indem der Anbau zu hoch gelegt worden ist und in seiner jetzigen Gestalt nicht besonders schön aussieht. Wie man hört, ist hierüber schon in den zuständigen Ausschüßen eine Untersuchung an­gestellt worden, um den Schuldigen herauszufin- den. Nach Schätzungen aus Unternehmerkreisen er­leidet die Stadt durch dieses Vorkommnis einen Schaden von mehr als 1000 Mark. Wenn seitens der Stadtverwaltung schon manches geschieht, um das Los* der Arbeitslosen zu mildern, so ist von größeren Projekten durch den Kreis bis heute wenig zu hören. Und doch ist die Not in den rein industriellen Gemeinden des Kreises nicht we­niger groß. Vielleicht ruft die Kreisoerwaltung recht bald den neuen Kreistag zusammen, da­mit dieser von den Absichten der Verwaltung unterrichtet wird. An Verbesserungen der Land­straßen usw. wird ja genügend Beschäftigungs­gelegenheit in allen Teilen des Kreises allein schon sein. Besonders dürfte es für den Kreis nunmehr an der Zeit sein, den Ausbau von Um» yehungs st raßen in einzelnen Orten näherzu­treten, weil der immer mehr sich ausdehnende Kraftwagenverkehr besonders in den Hauptoer- kehrsstrecken ein großzügiges Handeln unbedingt erfordert. Leben und Eigentum der Einwohner der gefährdeten Landorte und besonders auch der Kin­der ist in steter Gefahr. Jetzt wäre für den Kreis z. B. ein günstige Gelegenheit, die schon lange ge­forderte Umgehungsstraße in Dillheim bei der Provinzialverwaltung durchzusetzen und den Bau sofort in Angriff zu nehmen. Es darf nicht abgeroartet werden, bis hier einmal erst ein größe­res Unglück passiert ist. Manche Erwerbslose gerade in diesem industriellen Bezirk könnten hierbei Be­schäftigung finden.

und 1 Rm. Scheiter W Mk , der als hoch be­zeichnet werden muß. Selbstverständlich kann auf das Losholz verzichtet werden, ohne fernes Rech­ter verlustig zu gehen.

Kreis Lauterbach.

D 0 IN D 0 gelsbera ,14. San. Wieder­holt ist gelegentlich der letzten Hochwafserkolaftrophe Juf die Zweckmäßigkeit der Anlegung von Stau- werken und Talsperren m dem oberen Teil der Vogelsberger Wasserläufe hlngewiesen worden, einesteils, um Die Wasser- masien zurückzuhalten und so die Ueberschwemmun- gen zu verhindern, bann aber auch zum Zwecke Der Gewinnung von Elektrizität. Die Versuchs­arbeiten zu dem Projekt fas bereits ausgearbeitet ist, fanden im Jahre 1924 und 1925 statt. Es Han- beit sich um die Anlage von drei Sammel» Hecken, deren größtes 500 000 Kubikmeter Nutz­inhalt fasten soll. Die drei Taler liegen zwischen Stockhausen und Herbstein. Hier wurden umfangreiche Erdarbeiten und Feststellungen über die Bodenverhältnisse ausgeführt, wobei man leb der erst bei einer Tiefe von 910 Meter auf festes Gebirge stieß. Nach dem ausgearbeiteten Plane soll das Prinzenbachtal westlich von Stock­hausen, die Altfall zwischen Schlechtenwegen und Altenschlirf und die Alte Hochel zwischen Schad­ges und Rixfeld gefperrt werden. Das Kraftwerk soll bei dem Dorfe Müs zu stehen kommen. Ob und wann das Projekt ausgeführt wird, hängt natürlich von der Geldbeschaffung ab. Die Vor­arbeiten sind vorläufig eingestellt und die 10 Meter tiefen Stollen wieder zugeschüttet worden.

Starkenburg.

der Tüchtig« hätte.

Deutschland auch im Damen- brustschwrmmen der Welt voran.

vo. Nunmehr Hai auch der deutsche Rekord im Bruslicymimmen 100Meter von FrI. Erna Hü­ne u s - Münch.-Gladbach seine Anerkennung durch das internationale Bureau gefunden, so daß Deutsch­land im Brustschwimmen der Damen der Welt vor­angeht, hält doch auch Frl. Erna Murray den Weltrekord über 200 Meter Brustschwimmen. Die Zeiten sind: 100 Meter 1:29; 200 Meter: 3:2<V2. Bei den Herren hält R a d e in a ch e r die Spitze. Wenn ihm auch erst kürzlich die Rekorde über 400 und 200 Meter entrissen worden sind, so wird man wohl weiter von ihm in Amerika hören.

Der Deutsche Schwimmverband hat im Rücken­schwimmen zwei Rekorde anerkannt: 200 Meter: 2:51,3 E. Güniher - S. D. Göppingen, aufgestellt am 4.1.26 in Duisburg; 400 Meter: 6:03,9 E. Günther- S.V. Göppingen, aufgestellt am 29.12, 1925 in Duisburg.

Sportvorschau

für Sonntag, 17. Ianuar.

Rasensport:

Die F u ßb a l l - Meisterschaftsspiele befinden sich jetzt in dem Stadium, daß jeder Sonntag neue Meister bringt. Auch im Handball neigen sich die Meisterschaftsspiele ihrem Ende zu, ähnlich im Hockey. Die deutschen Tischtennis-Meister- schäften werden in Berlin vom Tennisclub 1900 durchgeführt. Die international ausgeschriebenen Wettbewerbe haben mit rund 200 Meldungen von Bewerbern aus fünf Nationen ein ganz hervor­ragendes Meldeergebnis gefunden hat. Gleichzeitig findet in Dresden das erste Dresdner Tischtennis- turnier statt.

Turnen und Leichtathletik:

Die besten Vorturner aus allen Teilen des Reiches vereinigt das 6. Brandenburgische Hallen­sportfest in Berlin, das ein hervorragendes Ereig­nis auf dem Gebiete des Volksturnens zu werden verspricht. Bereits für den Samstag ist in Ham­burg ein Turn- und Sportfest des Kreises 2 der Deutschen Studentenschaft geplant.

Schwerathletik:

Ein Länderringkampf DeutschlandDänemark findet auf Einladung des dänischen Schwerathletik- Berbandes in Kopenhagen statt, von beiden Seiten sind recht starke Mannschaften an diesem Wettkampf beteiligt. Am Samstag ist in der Dortmunder Westfalenhalle ein Boxklubkampf Heros Berlin- Dortmunder B. C. Germania geplant.

Wintersport:

3m Eiskunstläufen wird in Murnau die bäue­rische Kunstlauf-Meisterschaft, in Jnsterdura die Meisterschaft des Landesverbandes Ostdeutschland und in Klagenfurt Im Schnellaufen die Meisterschaf­ten von Oesterreich zum Austrag gebracht. Der Rodelsport trifft seine Entscheidung in Schreiberhau in der Deutschen Einsitzer-Rodelmeisterschaft für Damen und Herren aus Naturbahn, die erstmalig nach der verschärften deutschen Nodelordnung aus- gefahren wird. Sachsen bringt die Schlesische Gau­meisterschaft im Zweierbob. In Davos nehmen die Kämpfe um die Europameisterschaft im Eishockey ihr Ende. In Jena kommt die Thüringische Eis- Hockeymeisterschaft zum Austrag, während Berchtes- gaben die von Südbayern auf dem Königssee zur Entscheidung bringt. Don den Skiwettbewerben hat wohl das größte Interesse die Austragung der Meisterschaftsläufe des Oberharzer Skiclubs und des des Armee-Patrouillenlaufs um den Hamburger Pokal in St. Andreasberg. Weiter ist in Rottacheger am Tegernsee die Bayerische Skimeifterst'-a , in Füssen die Allgäuer Skimeisterschaft, in Zell bie Tiroler Skimeisterschaft im Lang, unb Sprunglauf, in Libau die Niederschlesische Gaumeisterschaft im Lang- und Sprunglauf vorgesehen. Langlaufe hal­ten noch ab: der Skigau München bei Garmisch, der Fränkische Schneeschuh-Bund bei Bi chofsgrÜn, der Westkreis des Skioerbandes «achjen (seine Kreiswettläufe» bei Frauenstein, Geyer und Falken stein der Verband Mitteldeutscher Skivereine im Taunus- und Feldberggebiet und der Sficlub Mannheim-Ludwigsbafen im Gebiete feiner Hütte am Bosensleiner Eck. Oberhof sieht einen großen Langlauf um den Donnershauk. Der Rennverein zu Garmisch-Partenkirchen bringt den Großen I Preis zur Entscheidung.

Aurudlicgt. Sport" steht mit 24 Spielen und 39 Punkten an der Spitze. Kurhessen folgt mit 23 Spielen und 36 Punkten. Irohbem ist für letztere die Aussicht auf bie Meisterschaft noch nicht ge­schwungen. In ben brei noch aucstehenben Spielen (gegen Gießen 1900, Hessen 09 und Sport. Kassel) haben sie Gelegenheit, verlorenes Terrain aufzu- holen unb das Stärkeverhältnis zu revidieren. Leicht ist das für sie natürlich nicht. DennSport" schlug nm Sonntag die z. Z. wirklich nicht schiech­en Marburger Veretnigten in überzeu­gendem Stile mit 5 1. und braucht im Kamps gegen den Altmeister nur einen Punkt, um ben Meister­titel für 1925 26 für sich in Anspruch zu nehmen. Doch schon kommenden Sonntag kann sich das Pitnkleverhältnis im Spiel SportSpielu. Kassel wieder verschieben, zttmal da Spielv. in seinen Lo­kalkämpfen immer seine besten Spiele lieferte. Die weitere Entscheidung über die Meisterschaft birgt also noch alle möglichen unb unmöglichen Ber Wickelungen in sich, die die Spannung bis zum Schluß erhalten werden.

In einem Kamps um die Plätze trafen sich in KasselHessen 09" und Borussia Fulda Hier wurden keine Tore erzielt. DaS Ergebnis lautete 0:0. Das Spiel wurde erst in letzter Minute festgesetzt und zeigte auf beiden Seiten keine besonderen Leistungen, die auf dem sich in schlechter Verfassung befindlichen Spiel­feld auch nicht gut möglich waren.

Daß F. - C. Wetzlar gegen 05 ® b t t Ingen aus Mangel an Reisegeld auf die Punkte verzichtete, ermähnten wir bereits im Vorbericht. Vom rein materiellen Standpunkte aus ist die Austragung des Spiels für die Wetz­larer auch bedeutungslos, da sie ja der Ab­stiegsgefahr glücklich entronnen sind. Trotzdem lag für sie ein Punktgewinn im Bereich der Möglichkeit, denn die 05er zeigten in einem Privatspiel in Göttingen gegen den HessenkveiS- meifter Herrn annia Kassel eine schlechte Leistung und verloren 2:6.