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Wirtschaft.

Die Arbeirsmark läge in Hessen und Hessen-Nassau im April.

Dom Landesamt für Arbeitsvermittlung in Frankfurt a. M. wird uns nütgeteilt:

Die Arbeits Marktlage hat sich, gemessen an der Inanspruchnahme der Erwerbsloienfürsorge, im Monat April weiter leicht gebessert. Die Zahl der yguptunterslüyungscinpianger (männliche und weibliche) fiel in der ersten Monatshälfte um 3,5 Prozent, und zwar von 142 257 am 1. auf 137 200 am 15. April, in der zweiten Hälfte des Monats um 5,9 Prozent auf 129 152 (Stand am l.Moi). Die weiblichen Hauptunterftützungsempfän- ger haben ihren Höchststand mit 20 626 erst am 15. April erreicht, sie sind dann am 1. Mai nur ganz geringfügig auf 20 507 zurückgegangen. Bei Not- standsorbeiten, die aus Mitteln der Erwerbs- loscnfürsorge gefördert werden, wurden am 15. April 15 307 Personen beschäftigt gegen 12106 am 15. März Ihre Zahl dürfte sich Ende des Monats sckai nngsweise auf rund 17 000 erhöht haben. Land- mirttchait und Baugewerbe waren nicht in demselben Otrnbc aufnahmefähig, wie in früheren Jahren zu Beginn des Frühjahrs. Bej den öffentlichen Arbeit«» nachweifen mürben am 15. April noch 16 323 arbeit« fudjenbe Palifacharbeiter gezahlt, gegen nur 1771 am gleichen Tage des Vorjahres. In der Landwirtschaft trat der jonst übliche Personalmangel für die Früh­jahrsbestellung in diesem Jahre nicht in Erscheinung: es bestand im Gegenteil noch ein ansehnliches lieber- nngebot an männlichem Personal, während roeib» lid» Arbeitskräfte gesucht blieben. In den kaufmän« naschen 'Berufen hat die Stellenlosigkeit im April noch weiter zugenommen. In den übrigen Benissgruppen ist die Zahl der Arbeitsuchenden teils gleichsails leicht gestiegen, teils hat sie nicht nennenswert abgenom­men Mit einer größeren Arbeitslosigkeit dürste daher auch mährend der Sommer­monate zu rechnen sein.

* Unveränderte Insolvenzzahlen in her er ft en Mai-Woche. Auch in der Berichtswoche erhielt sich die Stabilität in der Anzahl der Insolvenzen unverändert. Aen an­gemeldet wurden 325 Konkurse (gegen 290 in her nur 5 Tage umfassenden letzten April-Woche und 320 in der dritten Avril-Woche). Die Zahl der Geschästsaussichten stellte sich für die gleiche Zeit auf 228 (177 dzw. 216- Aach Unterneh- mungssormen verteilt entfallen auf Aktiengesell­schaften 6 iXonnrrfe (10 bzw. 9) und 4 Geschäfts- aufsichten (6 bzw. 5). auf die Gesellschaften in. b. H. 30 Konkurse (27 bzw. 25) und 7 Geschästsaus- sichten (11 bzw. 10). auf Kommanditgesellschaften 4 (7 bzw. 2) Konkurse und 5 (1 bzw. 2) Ge- schästsanfsichten.

* Guter Geschäftsgang bei der Philipp Holzmann A. G.. Frankfurt a. Main Der Aeingewinu aus dem Geschäfts­jahr 1925 stellt sich einschließlich Vortrag auf 1 131 245 (1 328 000) Am., aus dem nur auf die Vorzugsaktien 6 Prozent Dividende verteilt wer­den sollen (7 Prozent Stammdividende. 6 Prozent Vorzugsdividende i. V.), während 1 425 845 Am. (173 462) vorgetragen werden. Im Berichtsjahre übertraf der Geschäftsumsah den Durchschnitt der letzten Vorkriegsjahre. Im Auslande konnte die Gesellschaft ihr Arbeitsfeld weiter ausdehnen. Von den ausländischen Beteiligungen konnten die Gompani General de Obras Publieas in Buenos Aires, die Evmpania General de Construcciones in Santiago und auch die Compania General de Eonstrucciones del Peru gute Beschäftigung fest- stellen. Der Verwaltungsbericht betont die hohen Steuerlasten, die sich im Jahre 1925 auf 1 132 468 Am. stellten.

Zellstoffabrik Waldhof A G. in Mannheim. Die H. V. genehmigte den Ab­schluß und die Verteilung von 10 Prozent Divi­dende auf die Stammaktien. 6 Prozent auf die Vorzugsaktien Lit B. und die Genußscheine und 7 Prozent auf die Vorzugsaktien Lit. A. Das Stimmrecht der Vorzugsaktien Lit. A. wurde vom 12fad)cn auf dos ch'ache herabgesetzt. Die Be­schäftigung sämtlicher Werke des Konzerns war das ganze Jahr hindurch mit unerheblichen Aus­nahmen lebhaft, so daß zur Erweiterung der Produktion über 4 Millionen Am. für Aeubauten und Umbauten aufgewendet wurden. Die Be- tnühungen zur Exportsteigerung waren von Er­folg begleitet. Im Jahre 1926 waren die Be­triebe bis jetzt voll beschäftigt, da das Ausland­geschäft den nachlassenden Inlandaösatz wett­machte. Die Ergebnisse seien befrieöigeiü).

* Aütgers Werke A.-G. in Berlin. Die Aktien der Gesellschaft, die bekanntlich mit der Deutschen Petroleum A.-G. in einer Inter­essengemeinschaft steht, haben in den letzten Tagen einen erheblichen Kursrückgang erlitten. Während die Aotiz am letzten Samstag noch auf 78.25 Pro­zent lautete, stellte sie sich an der Mittwoch- börfe auf 70.5 Prozent. Wie der DHD. hierzu meldet, führt man diese Tatsache daraus zurück, daß angeblich für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividendenausschüttung zu erwarten fei.

Wenn auch der Abschluß einen Gewinn aufweise. der eine Divldendenverteilung ermöglich: ioll nach Gerüchten, die in Börsenkreiien umlaufen, dock' der erzielte Gewinn zur inneren Stärkung deS Llnternehmens verwendet werden Bon Ber- waltungsfeite ist bisher über den Abschluß vom 31. Dezember 1925 noch nichts verlautet. Be­kanntlich sieht der Interessengemeinkchastsverlrag mit der Deutschen Petroleum A.-G- m Berlin eine Ausgleichung des Gesamtgewinnes und -Ver­lustes beider Gesellschaften nach den Verhältnis der eingezahlten Stammkapitalien vor.

* Kaliwerke Aschersleben A.-G. i n A s che r S l e b e n. Der Abschluß wurde ohne Erörterungen genehmigt, der Verwaltung Ent­lastung erteilt und die sofort zahlbar Dividende auf 10 Prozent für die Stammaktien und 6 Prozent für die Vorzugsaktien festgesetzt. Heber den Geschäftsgang im laufenden Jahre führte der Vorstand au»; Die deutsche Land­wirtschaft habe infolge ihrer schlechten finan­ziellen Lage im Bezug erheblich nachgelassen. Dagegen (et zu hoffen, daß daS Auslandgeschäft infolge der Citjigung mit der französischen Kali- Industrie einen weiteren Anstieg nehmen werde.

* Konsolidierte Alkaliwerke in Westeregeln. In der ordentlichen Haupt- Versammlung wurde der Abschluß ohne Erörte­rung genehmigt, der Verwaltung Entlastung er­teilt und die sofort zahlbare Dividende auf 6 Prozent für die Vorzugsaktien und 10 Prozent für die Stammaktien festgesetzt lieber das lau­sende Geschäftsjahr führte Generaldirektor Ebe­ling aus. das Frühjahrsgefchaft fei nicht so gut gewesen wie int Vorjahr. Cs fei dies in der Hauptsache auf die schlechte Lage in der Landwirtschaft zurückzuführen.

Portland Cementwerke Heidel­berg-Mannheim-Stuttgart A.-G. In der Aufsichtsratssihung der Portlanit-Cement- toerfe Heidelberg-Mannheim-Stuttgart A.-G. wurde befchlossen. der auf den 7. Juni einzu- bcrufcnfcen Generalverfammlun i aus 2 108 990.19 Am. Reingewinn nach 1 171 632 93 Am. Abschrei­bungen die Verteilung einer Dividende von 8 Pro­zent vorzuschlagen.

* Zunahme der privaten Aktien­gesellschaften in der russischen Sowjetrepublik. Aach Angaben des Kom­missariats für Innenhandel des ASFSA. bestan­den bis zum 1. Januar in der russischen Sowjet­republik 33 Privatgesellschaften mit einem Ka­pital von 5 537 000 Anbei. Am 1. April war üe Anzahl auf 43 Aktiengesellschaften mit einem Kapital von 7 142 000 Aubel gestiegen.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraph '(che Auszahlung

Banknoten.

12 Mai

14 Mot.

Amtliche Noti rung fflclb Brie'

Amtliche Noticrnng

(Sielt»

Briet

Klimt.* "jiot.

Buen- Aires

168.71

169 13

168.71

169.13

I 683

1,687

1.690

1.694

-Mrif. Antw

13.06

13,10

12,93

12,97

Gbriftianla

90,64

90,86

90,74

90.96

floptiibagai etorfboliti .

109,81

1181,09

109.96

119,94

112,24

112,52

112,21

112.49

fcclfinoforß

to,s;>

10,59

10,547

10,587

Italien. .

16,66

16,70

15.12

15,16

London.

20,394

20,446

20.392

20,444

Wcunort . -

4.195

4,205

4.195

4,205

13,15

13,19

13,02

13,06

vsqjiucu

81.13

60.47

81,33

81,13

81.33

Spanien -

60,63

69,67

60.83

:Hio de <Yan

1,972

1,976

1.982

1,986

0.607

0.609

o. 610

0.612

Wien in D - £tfl. abgefi

59,215

69,355

59,22

69,36

l&»::

12,418

7,4115

12.458

7,425

12,417

7,407

13,457

7,457

Budapest. .

5,865

5,885

6.855

6,875

8 ulearie»

3,014

3,054

3,35

3,45

Lissabon

21.395

21,445

21.395

21.415

5-amtg. .

80,87

81,07

80.8».

81,06

stonst nttn.

2,1X5

2,195

2.185

2,195

Htbcn

5,24

5,26

5.24

5.2*

nnaba. .

4,199

4,299

4,128

4,208

Urugnai)

4.315

4.335

4.315

4.325

Berlin, 12 Mai

(deld

Stier

Amerikanische Note».....

Belgische Noten . ...... Dänische Noten ....... Englische Roten........ Frauzissilche Woten.....

Holländische Noten .... Italienische Noten......

Norwegische Noten . ...

Tcunch'Lcsierr., ä ioo «tonen Rumänische Noten.....

Schwedische Noten . . . . Schien i;er Noten . . .

Spanische Noten .....

Tschechoslowakische Noten . . Unaarikbc Noicu - ...

4.196

12,97 109,53 20,3.15

13,19 168,35

16,65 90,42 59.21

1,53 111,97

81,01

60,31 12,404

5.835

4,216

13,03 , 110.67

20.435

13,25

169,19 16,7!

90,88

59,54

1,55

112,5.3 81,41

60,61

12,465

5.875

Berliner Börse.

Berlin, 14. Mai. An den Aktieninärk- ten ging die Tendenz heute auseinander. Außer- ordentlich fest eröffneten schiffahrtsaktien, die gegen die Mittwochnachbörse 3 Prozent höher cinieyien und noch während der ersten Stunden um weitere 3 Prozent anzogen. Die am Schifsahrts- aktienmarkt erfolgten Deckungen und Rückkäufe hatten ihren Grund in einer Reuyorker Meldung eines hiesigen Blattes, das die Freigabe in einem günstigen Licht beleuchtete. Die hausseartige

Stimmung der Schissahrtsaktien teilte sich den übrigen Märkten aber nicht mit. Die Hal­tung der lonsttaen lerminkurfe war oielmcbr über­einstimmend «wacher. Die anfänglichen Rückgänge betrugen durchschnittlich 1 bis 2 Prozent. Roch Fest­setzung der ersten Kurse befestigten sich die allge­meine Notiz leicht. Das Geschäft blieb im ganzen sehr ruhig. Die innerpolitische Sttua t i o n findet eine zuversichtliche Beurtei­lung. Aussehen erregte gegenüber ben Verhältnis- mäßig kleinen Schwankungen an den Effektenmärk­ten der fi u r 5 ft u r 3 ber italienischen W ä h r u n g. Der Wechselkurs London-Mailand ging heute sprungweise von 122 dis 136 zurück und er­höhte sich bann auf 132. Dieser Zusammen­bruch ber Lira war den Kreisen des Devisen- Handels überraschend. Man vermutet, daß der un­mittelbare Anlaß für die großen Lireverkäufe p o litlsche Schwierigkeiten in Nord afrifa und eine nicht zugegebene Niederlage Ita­liens in Abessinien sei. Auch sei die Außenhandels­bilanz Italiens ständig verschlechtert. Der Devisen­vorrat der Staatsbant dürste durch die bisherigen Opfer für die Aufrechterhaltung des Währungs- Landes fast erschöpft (ein. Die neuen Angaben über den Devisenbestand werden von ita­lienischer Seite auffallenderweise verweigert. Der Rückgang des Lirekurses, der sich schon seit einigen Tagen durch eine tägliche Verschlechterung der italienischen Valuta ankündigte, nahm sofort die Formen der letzten Frankenbaisse an. Die ff ran- f e n o n I u t e n gingen etwa zu den Schlußkursen des Mittwoch um. Dagegen führten die Vor­gänge in Polen zu einem bedeutenden Rück- gang des Zlotykurfes auf 12,0 gegen Neuyork. Mit Warschau war keine Verbindung zu erreichen. In Vörsenkreisen herrscht die Ansicht, daß die Warschauer Börse im Hinblick auf die militö rischen Vorgänge in der Stadt geschlossen sei. Der Geldmarkt behielt trotz dem Medio seine Flüs­sigkeit, Tagesgeld 4,5 bis 5 Prozent.

Börsenkurse.

Frankfurt a.M.

Berlin

Sdnn j. Aut»

l-Ubc« fiur»

Schluß. Anfang firn« | *l-t-

Datum:

12.5

14 5-

12 5

14 5

3*1. Deutsche Reichsaulethe

4°/n Deutsche Rcichsanlcihe

0.369

0,366

0,365

0.3475

0.3625

0.345

3V,°/<> Deutsche Reichsaulcihe 3°/a Deutsche Reichsanlerh«

0,35

0,3525

0,3475

0.42

0.4475

0,45

Deutsche Svarpramicnon leihe 4% 'preußische «ouiols .

0,229

0.220

0,35

0.355

0,35

4° o Hessen

0.37

0,37

_

3*/g°/o Hessen .....

3% Heilen ...........

0,33

0.365

Deutsche Wertb- Dollar-Anl.

100

___

95

_

dto- Toll -Schav-Luweiing.')

<®/o Zollturken

12

i 12

11.9

5% Goldmexikaner

45

1 45,5

verlwer HandelSaclellfchatt

Commerz- and Prlvat-Bank

146,75

106-

_

147* 105*

146.7- 105'

Tarmst. und Naiionaldank

124

121-

124'

Teut.che Bank.

121

122'

121,7-

Deuischc Dcreinsbank -

89,5

Disconro ttommanött

119

119,4

119-

Metallbank. . .

92,5

93

Mitteldeutsche Creditbank

111

111

_

£ c|terrcid)ifcDe Kreditanstalt Westbank

7

7

_

Bochumer Guß.......

e

_

89.9

89,75'

Buderus .........

.58

56,5

56

Caro ...........

50

50*

50.25

Deutsch Luxemburg ..... tyelsenkirchener Bergwerke.

»4.5

96 :>

95,75

94-

97.12*

92-

95,5*

Harpener Bergbau . . . .

Kaliwerke AscherSleben ...

111.5-

126,25

111 75

126

111.12

126,5*

111.2'

125.25

«aliroerf Westeregeln.....

127

-

126.75

126,5

Laurahütte...... .

Obcrbedarf ..........

35

47,5

75

35

49

75

49,75 73*

Phönix Bergbau ......

73,5'

Rheiullahl ......

Riebeck Montan........

91,75-

88.5

90,62- 91

90.62

90,25

Tellus Bergbau. .....

60

_

Hamburg-Amerika Pake». . . Norddeutscher Llovd

123,5-

121.9-

126.7'

125,2*

123,2*

120,5*

126,2*

124,5*

Cheramilche Werke fllbttt . .

48,5

-__

^mentwert Heidelberg

Pbilivv Holzmann . .

97.5

66

97,12

67

66,'.

Anglo Conk -Guano .

Chemische Maner Alapin .

_

75

_

I. 0) Tfntbeniiiönftric, A.-G- (Molöfc; mibt.........

Holzverkohlung.......

Rütgcrswerkr.......

150 9-

74,75

151,5*

74

151*

74

151,6'

74,9

60 75

71

62

73

70,5

72 75

Echeideonstalt .......

112

«Ar. Clekmztüts-Gesellschaft

Bergmann ......

107,1'

107,2*

107-

106,2-

100.5

_

ioo-

100,25

MainkrastwetLe .......

99

_

Schürten ......

91-

93,5'

94,4*

93.12-

EicmenS 4 Halske .....

141,5-

139 2-

1.38.5-

Adlerwerkc flitnet......

58

60

60.5

61

Daimler Motoren.......

60

60.5

60

Henligenstaedr. . ......

25,5

U'Cguin. ......

36

_

_ i

iv?owrenwerke Mannbeim

-|

51

_

Sranffurtcr Armaturen fionferocnfabrit Broun

40,9

_

_

Metallgesell tbaft Sranffim Bei. Union a.=C5.

105,5

71.5

71

Sckuh'abrik Her;

32,75

35

Eichel .....

4

_

Zellsto i Syaldboi. ...

SiKleriabnf Frankenthal . . Bucterrnbrif Wogbäusel

129

51

60

120

50,75

59,25

127,25

51

117,5

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 14. Mai Tendenz: Ge­bessert. aber unregelmäßig und schwankend. Die Stimmung der Effektenbörse war heute in bezug auf die innerpolitische Krise we­

sentlich beruhigter, zumal damit gerech­net wird. da,ß sich die Zuiammenictzung des neuen Kabinetts rasch und ohne weitere erh»v- liche Schwierigkeiten vollziehen wird. Mit der gebesserten Stimmung wagte sich die llntcrneh- mungslust wieder etwas hervor was (ich an den gleich zu Beginn des Verkehrs geltend machen­den Deckungsbegehren feststellen heft. Infolge­dessen konnten alle spekulativen Industriewerte mit 12 Prozent Erhöhungen einseyen. Eine wesentliche Geschäftsbelebt ng war aber damit nicht verbunden, da der Markt weiterhin unter einer gewissen Zurückhaltung litt. Startes Interesse wandte sich dem Schiss- f a h r t S a k t i en m a r t t zu. für dessen Werte Gerüchte stimulierten die die Aussichten der Freigabe-Angelegenheit alS günstig zu schildern wuftten. Hapag stiegen von 123.5 auf 126,75, Aorddeutfcher Lloyd von 121,25 auf 125,25. Im Freiverkehr sprang der Kurs für Hapag auf 129. der für Lloyd auf 127. Lebhafter umgesetzt wurden ferner Harpenwertc. die etwa l1/» Pro­zent gebessert waren Holzverkohlung plus 1,25, Aütgerswerke plus 2, Elektrowerte waren nur wenig verändert. Siemens & Halske um weitere 2 Prozent gedrückt. Am Montan- markt trat anfangs etwas Aachsrage für Kali- werte hervor Mit Rücksicht auf die Fortdauer des englischen Kohlenbergarbeiterstreiks wurden Kohlenaktien zunächst höher gehandelt, büßten aber später ihre Besserungen wieder ein. Bank­aktien vernachlässigt. Mitteldeutsche Eredit- bank wurde nach Pause bei einer Kursrinbufte von 4 Prozent mit 111 Prozent notiert. Ziem­lich fest lagen ferner die Aktien des Metall­bankkonzerns. die ebenfalls als Freigabe­werte gelten können. Scheideanstalt plus 3, Metallbank plus 1, Metallgesellschaft pluS 2. Von Autoa11 ien waren Kleyer um 2 Prozent erhöht. Der Kassa markt der Industrie­papiere hatte geringes Geschäft bei unregelmäßi­ger KurSgestaltung Zuckeraktien schwächten sich weiter ab. Auch Baustoffaktien setzten den Abbröckelungsprozeß fort. Zellstoff Waldhof wurden heute exclusive Dividende mit 120 notiert (129). Deutsche An leihen vernachlässigt. Aur für Schutzgebietsanleihe er­höhte sich Aachsrage. 5,45. 5proz. Aeichsanleihe 0.365. Der Aiislandrentenmarkt notierte lebhaft und ziemlich fest, besonder- für Türken­werte. Der Frei verkehr lag still. Becker Stahl 40. Benz 70. Brown Boveri 77. Entre­prise 10, Erowag 59, Krügershall 99. Aastatter Waggons 22. Ufa 51, ilfra 77 Prozent. Der wei­tere Verlaus blieb für Schifsahrtsaktien und Har­penwerte ziemlich fest, während die anderen Märkte Schwankungen unterlagen und nur ge­ringe Kursänderungen zu verzeichnen hatten. Am Geldmarkt machte sich der Monatsmittetermin durch ein leichtes Anziehen der ZtnSfähe bemerk­bar^. Der Satz für tägliches Geld dürfte sich etwa- erhöhen. Monatsgeld unverändert 5-6,5 Proz., je nach Adresse, Privatdiskonten 4.75, Industrie­akzepte 5.25- 5.5 Proz. Im Devisenge­schäft ist der Handel sehr lebhaft geworden, und zwar auf die scharfe Abschwächung, die die italienische Valuta zu verzeichnen hat. Der PfundkurS. der seit geraumer Zeit auf 121 stand, schnellte auf 132 hinauf. Die Pariser Pfund- Parität ist etwas schwächer bei einem Kurs von 126. Brüssel hielt sich auf der gleichen Höhe.

'ranf flirtet (Getreidebörse.

Frankfurt, 14. Mai. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,50 bis 29,75, Roggen, in­ländischer, 19 bis 19,25, Sommergerste für Brau­zwecke 22 bis 24, Hafer, inländischer, 22,50 bis 23,50, Mais (gelb) 18, Weizenmehl, inländisches, Spe- zialll, 41,75 bis 42,25, Roggemnehl 26 bis 28,25, W^nklei, g,50, Roggsnkleis 11. T^nSenz leicht ab geschwächt.

Berliner Produktenbörse.

Berlin. 12. 32lat. Trotz fester übersee­ischer QKarltlage mangelt es dem Berliner Pro­duktenhandel auch heute wiederum an Anre­gung. Am Lokogeschäft fehlt beiderseits jeglidfk? Llnternehmungslust. wenn trotzdem der Weizen sich um etwa 1 Mark besestigen konnte, so folgt die Börse hier lediglich den ermäßigten Schluß­forderungen. Für Aoggen erfolgten wicderuin stärkere Andienungen, so daß das Aiveau ge­druckt war. nachdem man vormittags noch Auf­gelder bewilliA hatte. Gerste blieb still bei mäßiger Frage für Brausorten. Haier vom Jo­lande anhaltend hoch gefordert. Mehl ruhig, ebenso Futtermittel und Oclfaalen. Im Termin­handel wurde der Weizen 1 Mark fester. Mai- roggen um 2 Mark gedrückt, Juli 1 Mark niedri­ger und späte Sommerkicht unverändert. Es no­tierten per 1000 Kilo Weizen, märt.. 297 bis 299; Aoggen. märt, 176 bis 188; Sommergerste! 193 bis 207; inländ. Gerste 172 bis 185. Haser, märt. 196206; per 100Kg.: Weizenmehl36,75 bis 39.50; Aoggenmehl 25 bis 26,50; Weinzenkleie 11 bis 11,25; Aoagenkleie 11,80 bis 12; Viktoria- erbsen 3039; FL Speiseerbsen 25 26; Futter- erbsen 20 bis 25; Peluschken 20 bis 23

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