Ausgabe 
14.1.1926
 
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^atnmonH im "umsmus im Osten aus- ».^beiden Polen ltiwellen Dedeutung be- Äwnen Deutsche sich be- einschastsgedanke stimmend wird, soweit urbaren und untrani- >res Daseins handelt, um oben. Gegenüber dein Toden in spekulativer letz des freien Wito e Bodenreform, dah man iolkes unter' soziales der freien individuellen i Betätigung nur die iurch menschliche Arbeit ebenso beliebig tranpor- L die durch diesen freien Hirn Preis finden. Der ante fordert also als ent- neuen Bodenrechts soziale feit. Die als gut und rech! müssen in den Gang ber und diese so beeinfluß rechte auSgeschieden ir? irfc gefördert bitt). & ut in ihre Seit Ge-anir nrefvmerifch waren, unb e Yf^untm. Ml , hat sich schon von alters- ie ist immer mächtiger ge­nügen Tag! ein fesselnder chrhunderte unterer Dingen der beiden Rta:k. n spekulativen Behandlung uktware 'durch Lenatn- iktiengesellschasten usto.) E asnot. die nicht nut mden beraH entsetzliche Zustande nMMrWÄ ®* ische und seelische Leben, [igion von Millionen von nur das Individuum, tsamtheit leidet darunter verlichen. feeMen und von dieser Wel m £ fiÄr% r®?£l UM ä'S*S? SZLS sSr*

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Heute:

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Statistisches von den Provinziaitags- und Kreistags­wahlen.

In dem umfangreichen Zahlenmaterial, das jetzt von der Hessischen Zentralstelle für die Landesstati- stik über die Provinzialtags- und Kreistagswahlen vom 15. November 1925 veröffentlicht wird, ist fest­gestellt, daß die Zahl der Stimmberechtigten 1925 852 349 betrug, gegen 1922 805 808. Bon 100 Stimmberechtigten haben 1925 58,7 abgestimmt 1922 64,4. Da die Kreistagswahlen am gleichen Tage stattfanden, ergaben sich nur geringe Unter­schiede gegenüber den hier mckgeteilten Ziffern. In die drei P rovinzialtage wurden 1925 gewählt insgesamt 125 Abgeordnete, und zwar Kommunisten 7 (6), Sozialdemokraten 44 (49), Demokraten 9 (8), Zentrum 21 (19), Deutsche Volkspartei 13 (16), Deutschnationale Volkspartei und Hessischer Land­bund 25 (23), Freie rheinhessische Bauernschaft 4 (4), Sonstige 2 (). Die Ziffern in Klammern sind die der Wahl vom 19. November 1922. Die Ver­teilung der Sitze in den Kreistagen in ganz Hessen ist- folgende: .Kommunisten 19 (16), Sozial­demokraten 154 (167), Demokraten 34 (?), Zen­trum 71 (?). Für die Deutsche Volkspariei, die Deutschnationale Volkspartei und den Hessischen Landbund fehlen die Zahlenangaben. Die Zahl der Sonstigen beträgt 13 (3). Die Gesamtzahl der Kreistagsavgeordneten in Hessen beläuft sich auf 495 (453). Die Ziffern in Klammern sind die der Kreistagswahl von 1922.

L. U. Von der Landes-Universität Gießen. Die von Studienrot Dr. Koenig vor einigen Tagen angezeigte Vorlesung überGrenz- und Auslanddeutschtum" beginnt am heutigen Don­nerstag, 14. Januar, 56 Uhr im Hörsaal 41. Sie ist unentgeltlich. AuchNichtstudierende können daran leilnehmen. Der außerplanm. ao. Professor und Prosektor am Pathologischen Institut der Univer­sität Leipzig Dr. Georg Herzog hat den an ihn ergangenen Ruf an unsere Landesuniversität als Nachfolger des emeritierten ordentl. Prof. Dr. Bo­st r o e m für das Fach der allgemeinen Pathologie und pathologischen Anatomie angenommen. Fer­ner wurde der planm. ao. Professor an der Univer­sität Leipzig Dr. George 3 a f f 6 zum ordentl. Pro­fessor für theoretische Physik ernannt. Jaffs ist der Nachfolger des emeritierten ordentl. Professors Dr. Fromme.

ti. Ein Nachklang von der Gieße-- ner Gustav-Adolf-Dereinstagung. Alle Oberhessen, die im Herbst an der großen, so überaus eindrucksvollen Gustav-Adolf--Vereins- tagung in unserer Stadt teilgenommen haben, werden mit Interesse vernehmen, dah einer der Vertreter deS Auslanddeutschtums, der als Ab­geordneter und Redner an der Tagung teilge­nommen hat, Pfarrer Hans Petri in Bukarest, in demBukarester Gemeindeblatt" in einem fesselnden, durch mehrere Rummern laufenden Aufsatz, der(Siebener Eindrücke" überschrieben ist, über die Sagung berichtet und darin vor den Deutschen Rumäniens in lebendiger Schilderung das Bild der großen Tage von Gießen erstehen läßt.

Wer Henny Porten in dieser Rolle gesehen hat, sah ein Stück höchster deutscher Darstellungskunet.

Wegen der hohen Änschaffnngskosten ein ganz kleiner Preisaufschlag!

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Strafkammer Gießen.

Gießen, 12. Jan. Der Schweizer Heinrich Schöneck von Hof Herrnhaag war von dem hiesigen Schöffengericht wegen Blutschande in Tat­einheit mit Notzucht, Notzuchtversuch und Kindes- schändung in 5 Fällen zu insgesamt 6i Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Er hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. Die heutige Der- Handlung fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt und wurde zwecks Ladung weiterer Zeugen vertagt.

Gewerkschalt der Lokomotivführer

Äm Samstad, d.

I6.ds.fflt8.,abds.

7V2 ührbeoinn. findet in der

Turnhalle, Slein- slr., unser dies­jähriges

Stiftungs-Fest statt, wozu Ur unsere Mitglieder mit ihren Angehörigen aufs herzlichste elnladeu. 0292 Oer Vorstand.

abzugeben.

Gießen, den 11. Januar 1926. Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. Hamm.

Gerichtssaal.

Den Bock zum Gärtner gemacht.

sende Rohprodukte lieferten. Die deutsche Rüstunas- industrie, in der Zehntausende von Arbeitern bt schäftigt waren, mußten ihre Produktion umstellen und wurde für die übrigen Fabriken ein gefähr­licher Konkurrent. Dazu kommen die Fortschritte der Technik, Nutzbarmachung der Wasserkräfte, der Rückgang des Bedarfs an Kohlen. 61 000 Arbeiter und Angestellte im Ruhrgebiet sind in letzter Zeit entlassen worden. Das deutsche Volk muß diese Lasten übernehmen und den Neuaufbau der deut­schen Wirtschaft versuchen. Die Wirtschaftskrise wird sich noch weiter auswirten auf eine Anzahl mittlerer und kleinerer Werke, die in der Jnsta--

Stellan, den 15. Munt 1926 nachm. 2. Uhr, versteigere ich im Löwen, Neuenweg dahier, zwangs­weise gegen Barzahlung:

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Hebbel, Hess. Gerichtsvollzieher 4i6D in Gietzen, Dammstr. 24.

Hessische Landwirtschaftliche Woche.

(Don unserer Darmstäbler Redaktion.)

* Darmstadt, 13. 3a n.

Aus der Hessischen LandwirischaftlichcnWoche hielt Direktor Dr. Müller- Ruhlsdorf einen Vortrag überNeuzeitliche Schweinehaltung und -füttcrung. Der Vortragende betonte in seinen Ausführungen besonders die Lcistungsprüfung und legte dar, welche Anforderungen hierfür i u stellen sind. 3m einzelnen schilderte er dann i>tc Maßnahmen, die für eine erfolgreiche Schweinehaltung notwendig sind, insbesondere eine sorgfältige Stallhaltung in gut gebauten Ställen. Die Hauptnahrung müsse in eiweiß­haltigen Futtermitteln bestehen, doch sei eine einseitige Fütterung durch ein Futtermittel zu vermeiden. 3m Sommer sei unbedingt Grün- futter zu verabreichen. Versuche hätten ergeben, daß ungekochte Kartoffeln nicht so gut verdaut werden wie gelochte: infolgedessen seien nur ge­kochte Kartoffeln zu verabreichen. Vor allem müsse auch in einem Schweinestall Ruhe herr­schen. dennRuhe und Rast, ist halbe Mast". Rähere Mitteilungen machte der Vortragende sodann über die Futtermengen bei den verschie­denen Altersklassen und über Fütterungsmethoden auf wissenschaftlicher Grundlage.

Die Hauptversammlung des Landesver­bandes der Obst- und Gartenbau- Vereine Hessens brach'e einen Vortrag des Landesinspektors für Obst- und Weinbau Pfeiffer über das zeitgemäße Thema ,Or­ganisierte Schädlingsbekämpfung im Obstbau" Der Redner trat warm für eine Organisation des Obstbaues ein, ohne sie sei heutzutage ein ratio­neller Obstbau gar nicht mehr möglich. Ebenso müsse die Schädlingsbekämpfung organisiert wer- den. wie dies bereits im Ausland mit Erfolg durchgeführt werde. Das Ziel des Obstbaues müsse Qualitätsobst fein. Die weiteren Dar­legungen des Vortragenden bezogen sich auf Spezialfragen der Schädlingsbekämpfung.

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tivnszeit entstanden sind: wir haben immer noch 3040 Prozent Jndustriewerte mehr als vor dem Krieye. Die Kaufkraft der großen Massen des Vol­kes ist vorüber, das Volk ist verarmt, feiner Er- fparniffe beraubt, die Sparvermögen sind verloren. Auf der anderen Seite haben sich gewaltige Kapi­talbildungen vollzogen. Riesenkonzerne wurden ge­bildet. Das Jahr 1925 brachte noch eine besondere Art von Krise, die Kapitalknappheit. Die Folge war Einschränkung und Stillegung der Betriebe. Wir müssen gegen übereilte Stillegungen Stellung neh­men und Mittel und Wege finden, um sie zu ver­hindern. Vielfach wird auch seitens der Syndizis zu schwarz gemalt, das zeigte sich z. B. bei der Offenbacher Leder-Industrie. Hessen und Hessen- Nassau stehen in bezug auf Arbeitslose in Deutsch­land an der Spitze. Die vielen entlassenen Bank­angestellten, in Frankfurt allein 10 000, beeinflussen den Stellenmarkt außerordentlich. Dazu kommt noch der Abbau der Angestellten der Behörden der Nachkriegszeit. Auch diese in Frankfurt etwa 3500 verschlechtern die Lage der übrigen An­gestellten. Von besonderer Bedeutung ist die Preis­gestaltung der Waren, welche zum Teil viel zu teuer sind, die Preise werden oft von den Konzer­nen diktiert. In Deutschland haben die Preise eine ungesunde,unberechtigte Höhe erreicht, sie sind höher wie im Ausland. Heute hört man vielfach die SchlagwörterAbbau der Sozialpolitik, Kündigung der Tarifverträge". Viele Arbeitgeber haben die Verdienste der Gewerkschaften vergessen. Mit Ent­schiedenheit muß dagegen Front gemacht werden, daß die Werke die älteren Angestellten entlassen. Es ist ein Gesetzentwurf eingereicyt, nach welchem in den Werken eine gewiße Zahl von älteren An­gestellten beschäftigt werden müssen. Der Gewerk- schaftsbund beantragt: 1. daß es bei der 48-Stun- den-Woche bleibt, 2. Verlängerung der Kündigungs­frist für Angestellte, 3. bei Kündigung ist ein Ab­kehrgeld bis zu 12 Monatsaehalten zu zahlen. Der Redner kam dann auf das Lehrlingswesen, auf An­gestellten- und Erwerbslosenversicherung zu spre­chen und ermahnte zu gegenseitiger Unterstützung und Selbsthilfe. Zum Schluffe empfahl er den An­gestellten dringend, die eigene Weiterbildung mit Ernst zu betreiben,

** Auftrieb auf demheutigen Frank­furter Schlachtviehmarkt: 1 Kuh, 1167 Kälber, 765 Schafe, 416 Schweine.

Bornotizeu.

Tageskalender für Donnerstag: Neue Aula der Universität: 8.15 Uhr: Lichtbilder­vortragIm Zeppelin über Afrika. Deutscher Bund: 8 Uhr, Johannessaal, Familienabend mit Vortrag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Tragö­die". Astoria-Lichtspiele:Das fliegende Auto".

Kriege, sämtliche Kolonien und fast die gesamte Handelsflotte und unsere Absatzgebiete in der Welt verloren. Unser Export ist gewaltig zurückgegangen. Dazu kommt noch, daß vom Deutschen Reiche wert- volle Gebiete abgetrennt wurden, die uns bcdeu-

WSN. M a in z, 13. Jan. Ein Abteilung^ .ter eines hiesigen Warenhauses, bei in den letzten vier Jahren Waren im Werte von 43 000 Mk. unterschlagen hatte, wurde vom Dezirkbschöffengericht zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Drei Monate Untersuchungshaft wurden angerechnet. Eine wegen Hehlerei angeklagte Trödlersfrau erhielt 2 Monate Gefäng­nis, die in 1500 Mk. Geldstrafe umgeroanbclt

Rubervereine und Steuer. Der Deutsche Ruderverband hat zur Befreiung der Rubervereine donDerinvgenS- undKörperschasts- steuer an das Finanzministerium eine Eingabe gerichtet, in der der Verband davauf. hinweist, daß in den Kreisen des Deutschen Rudersports eine starke Beunruhigung wegen der durch eine .Anzahl Finanzämter an die Vereine ergange­nen Aufforderung zur Abgabe einer Dermögens- steuerertlärung sowie der Heranziehung der Ver­eine zur Kürpcrschaftssteuer herrsche. 3nsbeson- dere weist der Deutsche Ruderverband darauf hin, dah die Auffassung, dah die Vereine, da sich in ihren Häusern ein Wirtschaftsbetrieb finbe, nicht ausschließlich gemeinnützigen Zwecken dienen, nicht als zutreffend anerkannt werden könne. Bei all diesen nur für die Mitglieder ftatt- findenden Wirtschafisbetrieben handele es sich nicht um gewerblicheUnternehmen, vielmehr diene auch der Wirtschaftsbetrieb in den Boots­häusern unmittelbar den gemeinnützigen Zielen des Vereins, da die Einnahmen für den Ruder­sport Verwendung finden, und so die Möglichkeit gegeben wird, durch Riedrighaltung der Bei­träge weitere Kreise des Volkes in der- Mit­gliedschaft zu erfassen.

*' Die Briefkastenleerung. Die An­gabe der Leerungszeiten an Briefkasten, nament­lich bei solchen an Posthäusern, soll so gehalten sein, daß auch derjenige, der die Postverbindungen nicht genau kennt, sich ein zutreffendes Urteil darüber bilden kann, ob ein von ihm aufzu-4 liefernder Dries noch den Anschluß an eine bestimmte Beforderungsgelegenheit erhält, ob also die Benutzung des Briefkastens für seine Auflieferung zweckmäßig ist oder nicht. Diese Voraussetzung zu erfüllen, ist nicht immer leicht, namentlich in größeren Städten mit zahlreichen Postverbindungen nach allen Richtungen. Die Postämter sind daher veranlaßt worden, die Ver­hältnisse zu prüfen und dafür zu sorgen, daß die Leerungszeiten den vorbezeichneten Anforde­rungen entsprechen: im allgemeinen wird eine Bezugnahme auf den Abgang der Posten nur da am Platze sein, wo der Gang der Posten als bekannt vorausgesetzt weiden kann. Andernfalls werden die Zeiten im einzelnen anzugeben sein, oder wo der Platz hierfür nicht ausreicht, werden Angaben wieLeerung viertelstünblich, halb­stündlich" ufto. dem Zweck entsprechen. Dabei soll es nicht ausgeschlossen fein, daß noch außer diesen auf den Briefkasten ersichtlich gemachten Lee­rungszeiten Schlußleerungen für bestimmte Züge und Posten ausgesührt werden. Welche Form für die Angabe der Leerungszeiten auf den Brief­kasten zu wählen ist, muß sich nach den örtlichen Verhältnissen richten. Wer regelmäßig Sendun­gen aufliefert, auf deren pünktliche AlebcrEunft er besonderen Wert legt, wird gut tun, sich bei seinem Postamt zu erkundigen, wann und wo er die Sendungen aufüefern muß, damit sie den An­schluß an die gewünschte Postverbindung er­reichen.

Gewerkschaftsbund der An­gestellten. Unter dem Vorsitze des Herrn Zecher (Gießen) fand am Montagabend im Hotel Hopfeld eine Versammlung der Ortsgruppe Gie­ßen statt. Der Redner des Abends, Stadtverord­neter G e ß n e r (Frankfurt), sprach über die Not des deutschen Volkes und über die schwere Wirt­schaftskrise. Er führte u. a. aus: Ganz besonders seien es die Angestellten, die von dieser Wirtschafts­krise schwer betroffen würden. Die Krise habe alle möglichen Ursachen: wir haben den größten aller

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Gießen, den 28. November 1925.

3. A. des Hess. Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher.

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