DU ZUVERLÄSSIGSTE BREMS!IM GEBIRGE
MAGGI 'Gesellschaft Singan-Berlin
15. Fortsetzung.
Nachdruck verboten.
Die toÜe Herzogin.
Roman von Ernst Klein.
Copyright by Earl Duncker. Verlag, Berlin.
Grace wurde jetzt wirklich böse.
„Meine liebe Gloria," sagte sie bissig und von oben herunter, „wenn du hergekommen bist, mir Moral zu predigen und die gute Laune zu verderben, die ich mir mühsam wiedergewonnen habe — bann — dann, nimm es mir nicht übel, hättest du deinen schönen Diererzug nicht zu strapazieren brauchen."
„2cN will dir nicht die gute Laune verderben, ich will dich nur aus einen Weg bringen, auf dem du wirklich glücklich wirst. Eine $ray, die den Mann, der sie liebt, kränkt und zurückweist, kann nie glücklich werden. Und wird es auch nie."
„Ei, woher hast du denn diese weise Erfahrung?"
„Das ist keine Erfahrung, meine Liebe, das sagt mir mein Gefühl. Oder hast du kein Gefühl?"
Auf diese Frage blieb Grace die Antwort schuldig.
Im Frühstückszimmer waren alle Gäste versammelt, und Gloria mutzte eine lange Vorstellung von fremden Gesichlern und Romen über sich ergehen lassen, ehe sie sich an ihre Schintoneier machen lonntc.
Die Gesellschaft verlief sich inzwischen, nur Grace und ein, zwei Jugendfreundinnen blieben bei ihr sitzen. Gloria lieh cs sich schmecken, erzählte von ihrem Buben, ihren Pferden, Hunden unb Schafen.
Dann trat Las Valdas ins Frühstückszimmer, tadellos in feinem weitz und dunkelblau gestreiften Tennisanzug.
Grace stellte ihn ihrer Schwester vor.
„Gras Las Valdas, Londons bester Klavierspieler und Tänzer. Ob er sonst noch etwas kann, weitz ich nicht. Uns genügen diese Kenntnisse!"
Gloria reichte ihm die Hand, aber der Mann mißfiel ihr auf den ersten Blick. Und da sie nicht gewohnt war, aus ihrem Herzen eine Mördergrube zu machen, verbarg sie Grace ihre Meinung nicht.
„Ich weiß nicht," sagte sie, „aber diese poctu- giesilche Beauty verursacht mir Unbehagen. Vielleicht bin ich an diesen Typus von Salonlomen, die so
Aber das liegt augenblicklich noch etwas in weitem Felde. Das, was drängte, war der Abschluß gerade der Außenpolitik Briands in der diesmaligen Völkerbundsversaminlung in Genf. Wir erkennen an, daß seine Rede, mit der er die Ratifikation der Locarnoverträge vor der Kammer vertrat, von ehrlicher und warmer Liebe zu seiner Sache und damit zum europäischen Frieden getragen war. Man spürt der Rede an, daß der Mann etwas wie sein Lebenswerk jetzt gekrönt sieht, und vermutlich hat er die Abstimmung, die ihn für einen Augenblick, stürzte, empfunden wie seinerzeit den Dolchstoß von Cannes, den Poincare 19'21 in den Rücken Briands führte. Aber wenn die französische Kammer nun mit großer Mehrheit dis Locarnoverträge ratifizierte, so tat sie das weniger aus Zustimmung zu den schönen, aber sehr allgemeinen und das Detail absichtlich vermeidenden Ausführungen Briands, sondern auf Grund der wirklich sehr großen Erfolge, die diese Verträge Frankreich bringen. Der Berichterstatter Paul Boncour und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Franklin Bouillon hoben das hervor: Die Garantie des Besitzes von Elsotz-Lothringen, die garantierte Entmilitarisierung des linken Rheinufers, die Bindung Englands an diese Neuordnung der Dinge. Boncour schloß mit dem Hinweis, daß der Pakt von Frankreich nichts nähme, aber am Rhein das gäbe, wonach alle Regierungen leidenschaftlich gestrebt hätten: „Die Republik bringt heute uns diese M i l i t ä r g r e n z e am Rhein, die alle vorangehenden Regierungen vergebens zu besitzen gesucht haben."
Das Werk ist nun ratifiziert. Es erfahrt seinen Abschluß durch Deutschlands Eintritt in den Völkerbund. Der Streit, der sich dabo« um die Ratssitze erhob, hat gleich gezeigt, welche Veränderung im Völkerbund vor sich geht, indem Deutschland eintrilt. Dabei war die Haltung Deutschlands jetzt absolut gegeben: Die Auseinandersetzung um oie Ratssitze, die mit einem Male tosbrad), ist eine Sache des bisherigen Völkerbundes, an der Deutschland sich nicht zu beteiligen hat. Die deutsche Vertretung in Genf tat nur da- Ge gebene, ivenn sie es ablehnte, sich in die Entwirrung von Schwierigkeiten hereinziehen zu lassen, die die anderen sich selber eingebrockt haben, und für das namentlich England recht gern das Unangenehme auf Deutschland abgewälzt hätte. Sieht es doch jetzt so aus, als sei England tatsächlich selbst gegen die Gewährung eines Ratssitzes an Spanien und hätte es gerne gesehen, daß Deutschland durch seinen Widerspruch gegen eine Erweiterung des Rates sich jetzt mit Spanien verzankt und so die Schuld an der Nichterfüllung der spanischen Ansprüche auf sich genommen hätte!
Deutschland lehnt durchaus nicht eine Veränderung des Völkerbundsrates ob. Es kann sich an der Kommission, die äh Studienzwecken eingesetzt werden soll, durchaus beteiligen. Aber jetzt die Zu- stimmung zu irgendeiner Veränderung zu geben, deren Tragweite der Außenstehende (was Deutsch- land bisher dem Völkerbund gegenüber ja mar), ga? nicht überleben kann, das war einfach unmöglich. Und schon hat sich die Stärke der deutschen Position gezeigt, wenn man festbleibt. Die mittleren und kleineren Staaten, die man noch heute die „neutralen" nennt, die sich aus sehr begreiflichen Gründen gegen jede Veränderung des Völkerbundsrates wehren, sehen naturgemäß Deutschland ihren Verbündeten, ja ihre,- Führer.
3m übrigen haben wir gar keinen Grund, mit großen Jubeltönen den Eintritt in den Völkerbund zu feiern. Die Würfel sind gefallen, es gilt, auf der neuen Bühne sich urnzusehen, zu arbeiten und die deutschen Interessen aufs äußerste zu vertreten. Sowohl dem Völkerbund gegenüber wie dem ganzen Locarnowerk gilt auch für uns das Wort, das in der französischen Kammer Franklin Bouillon über . Locarno sagte, daß es ein Experiment sei, das man eben für sich und für die anderen versuchen müsse, t Daß der, sagen wir einmal, Loearnogedanke, nach der Rechtsseite fruchtbar und ausdehnungs- F fähig ist, bestreiten wir gar nicht. Wir sehen es an dem eben fertiggewordenen t s ch e ch i s ch - ö st e r - • reichischen S ch i e d s v e r t r a g, den Benefch bei feinem Besuch in Wien abgeschlossen hat. Wir sehen das weiter in den ganzen sehr interessanten, wenn auch noch nicht sehr konkreten Erörterungen im Südosten überhaupt. Benesch hat seine Bereitwilligkeit zu etwas Aehnlichem auch Ungarn gegenüber zu erkennen gegeben. Der sugosla- .wische Außenminister verhandelt mit Italien, mit anderen Staaten eifrig in Gens, und von diesen Verhandlungen sagt man schon, daß sie so etwas wie einen mitteleuropäischen Garantie-
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block in Aussicht nähmen, aus Italien, Jugoslawien und den anderen Südoststaaten, Oesterreich, dann weiter Frankreich und vielleicht auch Deutschland. Das sind noch lehr allgemeine Erörterungen, die sich in Genf um die Hauptstreitfrage, den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund horumschlin- gen. Aber wir wollen sie mit Aufmerksamkeit verfolgen. Denn aus ihnen kann etwas werden, das Europa auch in Ergänzung des Locarnowertes zu größerem Frieden und größerer Ruhe bringen kann, als das bisher in feinem Südoften der Fall war. Rur müßte, was eben immer wieder hervorzU' heben ist, und was sich sicher auch bei den ersten Schritten Deutschlands i m Völkerbund zeigen wird, die italienische Außenpolitik ihre Aufgabe klarer erkennen, zielsicherer unb maßvoller an; packen, als es die Außenpolitik des Faszismus tut!
ästhetisch wirken können, nicht gewöhnt. Ich wette, er führt ein Notizbuch mit sich, in das er genau die Zahl der von ihm gebrochenen Herzen einträgt." »Lu tust ihm Unrecht. Du wirst sehen, er ist ein reizender Mensch. Wenn du erst mit ihm tanzt
Sie brach ihre Lobrede mitten im Satze ab, denn ihre Schwester schaute sie auf einmal mit einem so durchdringenden Ernst an, daß sie die Augen zu Boden schlug.
„Du — Grace, sollte etwa Las Valdas zur Nachfolge für Rutherwall bestimmt fein?"
„Du bist verrückt!"
Und Grace gab dem Gespräch eine andere Wendung.
Am Abend tanzte Gloria mia dem Portugiesen. Stärker als zuvor suhlte sie dabei das Unbehagen. Die Art und Weise, wie er den Arm um ihre Taille legte, wie er, scheinbar unabsichtlich, sie leise an sich zog. Wie sein Blick, wenn er sich unbemerkt glaubte, über sie glitt.
Kein Wort sprach er, denn so wie ihn Glorias Frauenwitterung sofort richtig erkannte, so sah auch er in der ersten Minute, daß die „tolle Herzogin" anderes Format Hatto als alle Weiber und Weibchen der Londoner Salons. Der Verführer aus Profession sah hier eine Bente, die wirklich reizte, an der man ieine Kraft erproben komiie. Oder — der man vielleicht besser ganz aus dem Wege ging. Deshalb enthielt er sich mährend des Tanzes jeder begleitenden Floskel.
In Gloria begann die Wut zu lochen. Aber sie tanzte mit ihm weiter. Je länger der Tanz dauerte, desto vorsichtiger, zurückhaltender wurde er. Und als er sie an ihren Platz zurückführle, war er zum Verzicht auf diese Eroberung entschlossen — wozu auch? Wozu sich seine Ziele, die er mit (Brace erreichen wollte, unvorsichtigerweise gefährden?"
„Run, was sagen Sie zu meiner Schwester?" fragte ihn Grace, als er sich an den Flügel setzte und sie sich neben ihn stellte.
Er intonierte einen rassigen Tmostep, der dem Tanzvolk in die Beine fuhr. Seine Augen schweiften zu Gloria hinüber, als wollte er sich noch einmal seines Urteils vergewissern, ehe er es aussprach.
..Darf ich offen antworten?" erwiderte er. „Ihre urrau Schwester imponiert — Sie aber bezaubern.
Amtsgericht Gießen.
14 Gießen, 10. März. 9m Augttst v. 9. kam em Bureaugehilfe von hier auf seinem Fahrrad vom Großen Steinweg, bog in die Ropnstraße ein und wollte von da aus durch Kreuzung der Kaiserallee die Ludwigstraße erreichen. Zur gleichen Zeit kam von der Wieseckbrücke in der Gartenstraße her ein junger Arzt mit seinem Motorrad herangefahren. Es erfolgte ein Zusammenstoß, wobei beide Fahrer zu Fall kamen und verletzt wurden, insbesondere erlitt der Arzt einen Rivpenbruch. Der Arzt ist der fahrlässigen Körperverletzung angeklagt, weil er den Zusammenstoß dadurch verschuldet habe, daß er zu schnell und nicht auf der rechten Straßenseite gefahren sei und auch nicht rechtzeitig das vorgeschrie- bene Warnungssignal gegeben habe. Die Beweis-
Für Frauen, wie die Herzogin, arbeitet man, für Frauen, wie Sie, geht man stehlen, einbrechen und morden."
„Sie Lügner!" lief Grace. Aber ihre Augen sagten ihm, daß ihr diese Unterscheidung außerordentlich gut gefiel,
10. Kapitel.
Die Reisen des Herrn Karaschin fuhren fort, die französische Presse zu beschäftigen, der es alsbald gelang, die gesamte Oesfentlichkeit der ganzen Welt zu alarmieren. Der englisch-amerikanisch-deutsch,russische Oeltrust richtete sich als drohendes Gespenst über allen Staaten auf, die gezwungen sind, ihre Oel- bebürfniffe im Auslande zu decken. Besonders in Italien, das ja immer um feine wirtschaftliche Selbständigkeit zittert, begann die Erregung hohe Wellen zu schlagen: Spanien und die skandinavischen Länder schlossen sich an. 9n Japan, das durch den etwaigen Zusammenschluß der russischen Oelauellen mit dem englisch-amerikanischen Kapital unb der deutschen Arbeitskraft am meiften gefährdet war, erhob sich sogar gewaltiger Sturm. Wenn der grandiose Plan gelang, mußten Frankreich unb 9«pan auf alle Weltmachtsplane 'Verzicht leisten, denn sie waren auf Gnade und Ungnade dem Diktate des Trusts ausgelissert.
Geschickt verstand es die französische Presse, ihre Aktion an denjenigen Hebel anzuhängen, der unbedingt die große Majorität des englischen Volkes m Bewegung setzen mußte. Das war die conditio sine qua uou, die von den Russen gestellt wurde: Restlose Anerkennung des Sowjetstaates und die damit verbundene große Anleihe. Die Organe der konservativen Partei in England hakten hier sofort ein und begonnen nun ihrerseits Sturm gegen die Regierung zu laufen, der sie geheime und offene Sympathie für das bolschewistische Moskau por- warsen. Der Führer der Oppositionspartei im Unter« Hause erhob sich eines Tages und rückte dem Premierminister mit einer sehr scharfen Anfrage über bic russischen Oelkonzessionen an den Leib. Der führende Staatsmann Englands leugnete nicht, daß Verhandlungen im Gange wären, die den Zweck hatten, den ungeheuren, schier unerschöpflichen Oel- reichtum Rußlands dauernd an das Interesse des englischen Imperiums zu binden. Er wußte dabei lehr geschickt diejenigen Töne anzuschlagen, die noch
aufnahme, der eine Besichtigung der Unfallstelle vor- ausging, konnte keinen vollen Beweis dafür erbringen, daß der Angeklagte durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung des Bureaugehilfen verschuldet habe. Es konnte insbesondere nicht festgestellt werden, welches Fahrzeug im Augenblick des Zusammenstoßes die größere Wucht gehabt hat, und der Arzt mußte deshalb von der Anklage der fahrlässigen Körperverletzung mangels ausreichenden Beweises freigesprochen werden. Dagegen hielt das Gericht für erwiesen, daß der Arzt mindestens an der Wieseckbrücke und auch noch kurz danach zu schnell gefahren sei, und daß er auch das oorgeschriebene Warnungssignal nicht rechtzeitig, sondern verspätet abgegeben habe. Wegen dieser beiden Uebertrctungen wurde er zu einer Geldstrafe von je 30 M ark, die im Falle der Uneinbringlichkeit mit je fünf Tagen Haft zu verbüßen sind, verurteilt.
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag. 14. März: Othello. Montag, 15.: Die Zauberflöte. Dienstag, 16.: Die zehn Küsse. Mittwoch, 17.: Madame Butterfly. Donner-tag, 18.: Das Rheingold. Freitag. 19.: Intermezzo. Samstag, ?V.. Cavalleria rusti° cana; hierauf: Der Bajazzo. Sonntag, 21.: Der Rosenkavalier — Schausviel-Haus. Sonntag, 14. März, nachm. 3 Ahr: TLrkhelm Lett: abendS 71/» Ahr: Wer niemals einen Rausch gehabt. Montag, 15.: Der fröhliche Weinberg. Dienstag, 16.: Regen (Rain). Mittwoch, 17.: Der fröhliche Weinberg. Donnerstag, 18.: Der Bauer als Millionär. Freitag, 19.: Regen (Rain). Samstag, 20.; Der fröhliche Weinberg. Sonntag. 21., nachm. 2Vs Ahr: Wilhelm Lett; abends V ;~ Tlhr. Der Bauer als Millionär.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Gießen. Sonntag, den 14. März. Latäre. Stadl- kirche. 9l/s: Pfr. Becker 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfr. Becker. 2; Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der M^tthäusgem. Pfr. Mahr. 6: Siehe Iohanneskirche. — IohanneS- kirche. 9%: Pfr. Ausfeld. Zugl. Militärgottesdienst. Beichte und heiliges Abendmahl für die Militärgemeinde. 11: Kinderkirche f. d. Johannesgemeinde. Pfr. Ausfeld. 6: Pfarrassist. Schultheis. 8: Bibelbesprechung im Johannessaal. Pfarrer Müller. — Mittwoch, 17. März, abends 6 Uhr: 5. Passionsandacht in der Iohanneskirche. Pfarrer Bechtols- Heimer. - Kirchberg. 10. TNainzlar: l1/«. Saubringen: l'/r- - Wieseck. 97<; 11: Kinderkirche. - Watzrnborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 77u,: Abendgottesdienst. Garbenteich: 1.
Sonntagsdienstd. Aerzte ».Apotheken am 14.3.26 Ur. Schäffer. Dr. Wolf. Engelapotheke.
Zahnarzt: Dr. Gouter. TD
Gemeinde. Ederstr. 13. Gottes-
HcWllllUllUUlUjt bknite: Sonnt, nachm. 3-, „ abds. 8'/? Uhr, Mittwoch obb. 811br. - Gäste herzt, wtllk. “’D
nie am Herzen eines echten Briten vergeblich vorbei- geklungen sind.
„Man macht der gegenwärtigen Regierung den Vorwurf," rief er aus, „unpatriotisch zu handeln, indem sie das stolze England vor den Sowjets in den Staub wirft und es zur Anerkennmmg einer Regierung entwürdigt, die sich nicht durch den freien Willen des Volkes, sondern durch brutale Gewalt am Ruder erhält. Man kann sich auf den Standpunkt stellen, daß keine Macht der Weit ein Recht hat, sich in die inneren Verhältnisse eines anderen Staates einzumlschen, solange dadurch die eigenen 9ntcceffen nicht gefährdet werden. Man kann aber diese Theorie nun auch anders fassen, indem man sagt: Keine Macht der Erde handelt weise, wenn sie sich durch innere Verhältnisse eines anderen Staates von Verhandlungen mit diesem abhalten läßt, ihre eigenen 9nteressen in weitestgehendem Maße zu fördern. Ich gebe daher ganz offen zu, daß die englische Regierung über gewisse Verhandlungen unterrichtet ist, die darauf abzielen, die gesamte Ausbeute der Oelfelder in Sachalin unb Kaukasien der englischen Wirtschaft zu sichern. Wenn das unvatriotisch gehandelt ist, möge das englische Volk aufstchen unb biesen Vorwurf wiederholen, ber mir von bem sehr geehrten Führer der Opposition aus keinem anderen Grunde als aus reiner Parteipolitik gemacht wurde. Es kann wohl keine unpatriotische Wandlung sein, wenn eine englische Regierung sich nicht auf leeren Formelkram versteift, sondern in die weite Welt blickt und nicht nur für die nächste Zukunft vorsorgt. Englands Größe ist nicht dadurch entstanden, daß die Lenker seiner Geschicke von heute auf morgen gewirtschaftet haben, sondern daß sie immer weiter gesehen haben, als die anderen, unb daher die Politik ihres Landes den richtigen Weg führen konnten, wo die übrigen Staaten noch im Dunkel der Ungewißheit tappten. Wir wissen nicht, ob die Verhältnisse, wie sie sich nach dem großen Kriege herausgebildet haben, für die Ewigkeit bestimmt sind. Freundschaften unter Menschen können m me Brüche gehen, wie leicht bann erst Freundschaften unter Staaten! Dabei ist es Pflicht eines leben englischen Staatsmannes, dafür zu sorgen, daß das englische Reich auf alle Eventualitäten vorbereitet ist."
(Fortsetzung folgt.)
Rätsel-Ecke
Kreuzworträtsel.
Silbenrätsel.
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L
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L|0 T
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bei der Hand: aber statt die Stetten zu
iren,
V 0 n links nach rechts:
Bewohner eines Erdteils. 5, Säugetier.
10.
Geographischer Begriff. 11. Mythologische Figur.
12. Künstlicher Wasserlauf. 14. Glücksspiel. 13, Sa-
Bulgarisy,
Ueberschwemmung — Schneeschmelze.
1.
1.
4. Haute.
8. Wallis.
2akob I. Predigt mit Hofprediger.
Gut gegeben.
hatte die Gewohnheit, während der seinen Hofleuten zu schwatzen. Der der dieses schon mehrere Male
Sapset.Rätsel.
Hing Olm Don Eid £ei Sold Chor Heu Land Ischl Tang Tor Ehe Nil.
Rodelschlitten.
Auflösuirqett.
Silben-Rätsel.
1. Übernahme. 2. Beifufj. 3. Eitel.
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die sein Herr berührt hatte, begriff ev sorgfältig und wiederholt die Füße. „Was sott denn bas?" fragte der Herr, ..untersucht man denn die Güte eines Ochsen an den Beinen?" — „Jeder nach seiner Art und für seinen Zweck", antwortete dec Diener. „Sie, mein Herr, begreifen den Ochsen an denjenigen Stellen, von welchen Sie zu speisen gedenken, und ich betaste die, von denen ich gewöhnlich essen muh."
5. Samum. 6. Christoph. 7. hanvec.
9. Cligie. 1<». rNelpomene. 11. Marzipan. 12. Urach.
13. Rerac. 14. Glatteis.
genhafler König von Kreta. 17. Lebensende. 19, Längenmaß. 22. Leibarzt Kaiser Wilhelms I. 24. Befestigungsmittel. 26, Linker Zufluß her unteren Elbe. 27. Römischer Kaiser. 2«. Himme'skörpsr. 29. Stadt in Kroatien.
2. Von oben nach unten:
1. Schwimmvogel. 2. Nebenfluß der Mosel.
3. Nebenfluß der Donau. 4. Biblischer Name.
6. Prophet. 7. Charaktereigenschaft. 8. Italienisches Fürstengeschlecht. 0. Männlicher Vorname. 13. Hohl? maß. 14. Grober Wollstoff, 16. Bedrängnis. 19. Mit Wasser gefüllte Erdeinsenkung. 20. Gesellschaftliöie Stellung. 21. Griechische Göttin. 22, Anteilschein. 23. Werbliche Figur aus der deutschen Heldensage. 24a. Wurfspieß. 25. Stabt unb Fluß in
Die Narrenkappe.
Splitter: und Sparren vom BepaktionStisch.
Anekdote.
Ein reicher Mann feilschte um einen Ochsen und betastete deshalb, um ihn richtig schätzen zu können, den Rücken, die Weichen, die Seiten und die übrigen Stellen, die man zu diesem Zwecke zu begreifen Pflegt. Endlich tief er seinen Bedienten und befahl ihm, ein Gleiches zu tun und fein Urteil zu sagen. Gleich war Johann
UHh, ELM [z-10 r ÄTü
Aus den 29 Silben:
al ar ca bei e ga ho i is fei lam le ma men ra roc rie satt spi fta straz ta ta tah tiv u vour zs zei
sind 13 Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. Religionsbekenntnis." 2. Portugiesische Insel. 3. Lederstreifen. 4. Alkoholisches Getränk. 5. Staat ber Vereinigten Staaten. 6, Kaufmännisches Beibuch. 7. Italienischer Staatsmann. 8. Andere Bezeichnung für Herberge. 9. Biblische Person. 10. Gestell. 11. Gebirge in Mittelasien. 12. Säugetier. 13. Teil des Schiffes. Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben Anfangs- unb Endbuchstaben, beide Male von vorn nach hinten gelesen, ein Sprichwort.
Kopfwcchselrätsck.
Zinne, Garbe, Ocker, Dame, Hebel, Bober, Ahr, Kent, Mantel, Asche, Sessel. Vorstehenden 11 Wörtern wolle man einen anderen Kopf geben, so daß neue Wörter entstehen. Die Köpfe dieser ergeben, aneiiianbergereibt, ein beliebtes Gebäck.
Scharade,
Die erste wird gesprochen, Richt selten auch gebrochen: Die zweite kann, wenn's Glück dir hold, Einbringen Bergs dir non Gold: Das Ganze gilt zu jeder Zeit Als angenehmer Zeitvertreib.
Kreuzworträtsel.
mit ilntpllten bemerkt hatte, nahm sich vor, den König zu beschämen. Als dieser daher sein Geplauder am nächsten Sonntag wiederholte, hielt der Prediger aus einmal inne und richtete seine Augen steif nach der königlichen Kapelle. Die ganze Gemeinde perstand den Prediger und billigte sein Benehmen. Der König ärgerte sich, ließ den Prediger kommen unb fragte, warum ev in seiner Predigt innegehalten unb ihn starr angesehen habe. »Es geschah," erwiderte her Prediger, „aus Hochachtung gegen Euer Majestät. Wenn der König redet, muß der Untertan schweigen." Diese Antwort gefiel dem König, aber er ließ sich nie wieder in der Kirche sehen, in der sich der Borfall ereignet hatte.
Vergleich.
Ludwig XV. von Frankreich sagte einst zu dem Marschall von Aocrilles, als dieser sich einige bittere Bemerkungen über die Hteuer« pächter erlaubt hatte: „Man mag sagen, was man will, sie halten doch den Staat." — „3a, Sire," versetzte der Marschall, „wie der Strick den Gehenkten."
Abstrich-Rastel.
Esau Geföll Teck Klein Erbe Richte Volk Neige Urne Meste Kreis Kcheu. — Es fällt keine Eiche von einem Streiche. (NB. Das Fettgedruckte ist zu streichen!)
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