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tvird aber diesmal nur örtliche B^>euttmg haben. Seit etwa 14 Tagen ist Eichelsachsen, das Dorf der Stelzenbirnen, das Wanderziel vieler Kinder aus den Nachbarorten, die mit nicht zu kleinen Rucksäcken ausgerüstet, bei Verwandten und Bekannten ihren Anteil an der überreichen Frühbirnenernte einheimsen. Wegen drängender Crntearbeiten kann der Dirnensegen gar nicht voll zur Honigbereitung ausgenuht werden und wird deshalb in großen Mengen verschenkt.

=.= Merkenfrih, 11. -Aug. Auf der letzten Kirchweihe kam es zwischen Burschen zu einer Schlägerei, in der einer der Beteiligten derart hort mitgenommen wurde, daß feine lieber« sührung ins Krankenhaus in Gedern nötig wurde.

Id? Aus dem oberen Riddatal, 11. Aug. Am Anfang dieser Woche begann der Ausdrusch der Frucht, zunächst im Freien. Sn den meisten Fällen wird Korn und Hafer angefahren, um dem hie und da bestehenden Mangel an Drotfrucht und Pferdekraftfutter ab­zuhelfen. Während Roggen etwas weniger Kör­ner ergibt, als in günstigeren Jahren, ist man mit dem Druschergebnis des Hafers äußerst zu­frieden. Bei Anhalten des guten Erntewetters hoffen einzelne Landwirte, schon in der kom­menden Woche ihre gesamte Ernte in der Scheune ausdreschen zu können, um für die in Aussicht stehende gute Grummeternte Platz zu schaffen.

Aus dem südwestlichen Vogels­berg, 11. Aug. Unter dem Einfluß der gün­stigen Witterung der letzten Tage, die allerdings eine kürzere Unterbrechung durch einige Ge­witterregen fand, ist die K o r n « u n ö ® e r ft en« ernte schon ziemlich weit vorgeschritten, Io daß bald mit dem Schnitt der übrigen Getreidearten begonnen werden kann. Vielerorts ist das Mähen mit der Maschine erschwert durch das Liegen des Getreides, so daß man nur mit Sense und Reff arbeiten kann. Auch haben hier und da die letzten Gewitter etwas geschadet, besonders da, wo Hagelschauer ihre Begleiterscheinungen waren. Es zeigt sich, daß die von Hagelkörnern getroffe­nen Getreidekörner beim Mähen leicht ausfallen. Der Körnerertrag muß im großen und ganzen als gut bezeichnet werden.

I. Aus bem oberen Vogelsberg, 11. Aug. Allmählich nimmt auch die Ernte bei uns ihren Anfang: vereinzelt reife Korn- und Gerstenstücke wurden schon abgemacht. Die an­deren Stücke gehen ihrer Reife entgegen. Hafer ist noch ziemlich grün, auch mit Weizen wird die Reise noch auf sich warten lassen. Korner- und Strohertrag übertreffen alle Erwartungen. Gerste hat sich meistens gelagert und hängt nach allen Himmelsrichtungen und muß meistens mit der Grassense abgemacht werden. Auch unsere Kartoffelfelder stehen zur Zeit in voller Blüte. Die Hackfrüchte stehen ebenfalls gut. Auch auf einzelnen guten Wiesen wird schon Grummet ge­macht. Heu wurde schon mehrmals auf unserer Station verladen. Der Preis ist je nach Qualität 2,60 bis 3 Mk. pro Zentner.

Rheinhessen.

WSR. Worms, 11. Aug. Auf der Land­straße WormsMainz ereignete sich ein schwe­res Autounglück. Das in voller Fahrt be­findliche Auto einer Darmstadter Gesellschaft überschlug sich infolge eines Reifendefektes; die Insassen, drei Damen und einen Herrn, unter sich begrabend. Während eine Dame mit leich­teren Verletzungen davonkam. erlitten die übrigen schwere Verletzungen, so daß sie in das Wormser Krankenhaus übergeführt werden muhten.

Preußen.

> Kreis Wetzlar.

3 Wetzlar. 11. Aug. Die eingetretene f warme und trockene Witterung begünstigt die Erntearbeiten auf das beste. Wohl selten '» ist in einem der letzten Jahre der Ertrag der Körnerfrucht so gut gewesen, wie in diesem. Weizen, Korn, Hafer und Gerste bringen sowohl in der Korner- wie auch in der Strohernte dem Landwirt volle Scheunen. Wenn das trockene Wetter weiter anhält, so dürfte auch die Hack­frucht, und besonders die Kartoffeln, noch viel profitieren.

0 Groß-Rechtenbach, 11. Aug. Für die Zeppelin-Eckener-Spende wurden in den Gemeinden der Bürgermeisterei Rechtenbach folgende Beträge gesammelt: Dornholzhausen 25.65 Ml., Ebersgöns 28.65 Mk.. Groß-Rechten- bach 45.30 Ml., Hochelheim 90.40 Ml, Hörns­heim 34.80 Mi.. Klein-Rechtenbach 16.75 Mk, Lützellinden 48.95 Mk., Münchholzhausen 38.65 Mark, Riederkleen 44.65 Mk.. Oberkleen 26.05 Mark, Reiskirchen 19.45 Mk.. Vollnkirchen 16.60 Mark, Volpertshausen 14.60 Mk., Weidenhausen 17.45 Mk., zusammen 467.95 Mk. Die hiesige Landjäger st elle ist schon seit dem 1. Ok­tober vorigen Jahres unbesetzt. Die Wieder- besehung stoßt deshalb auf Schwierigkeiten, weil es nicht gelingt, eine Wohnung für einen ver­heirateten Beamten zu beschaffen. Aus diesem Grunde wird die Stelle einem unverheirateten Beamten übertragen werden müssen.

Dillkreis.

bl. Dillenburg, 11. Aug. Die OK a ul- und Klauenseuche ist im Dillkreis so lang­sam im Rückgang begriffen. In einer Reihe von Gemeinden ist die Seuche erloschen.

WSR. Herborn, 10. Aug. Unter Teil­nahme von ungefähr 30 000 Bauern wurde im Städtchen Herborn im Dilltal der 5. Ras- säuische Bauerntag des Reichs-Landbun­des abgehalten. Von der Zentrale des Reichs- Landbundes waren die beiden Präsidenten H e p P und K a l ck r e u t h erschienen. Die Darlegungen der Referenten über Aufgaben und Pflichten des Landvolkes fanden stürmischen Beifall.

bl. Aus dem Dill gebiet, 11. Aug. Die Ernte hat teilweise schon stark begonnen. Im Durchschnitt sind die Erträge gut. Die Be­fürchtung, daß das Unwetter der Frucht schweren Schaden zugefügt habe, hat sich glücklicherweise nicht überall erfüllt. Kartoffeln wird es in diesem Jahre ebenfalls viele geben. Obst dagegen bleibt hinter den Vorjahren zurück.

bl. Haiger (Dillkreis), 11. Aug. Der neue Haushaltsplan der Stadt Haiger hat jetzt bereits einen Fehlbetrag von etwa 10000 Mark aufzuweisen, der durch die Erhöhung der Realsteuern gedeckt werden soll.

bl. Fleisbach (Dillkreis), 11. Aug. Dieser Tage beging unser Kriegerverein in wür­diger Weise die Feier des 25jährigen Bestehens. Am Vorabend fand ein gut besuchter Festkommers statt, an dem sich auch der stellvertretende Land­rat des Kreises beteiligte. Am Iubiläumstage selbst wurde ein Festgoktesdienst abgehalten, in Dem Pfarrer a. D. Emke- Sinn Worte wärm­

sten Inhalts sprach. DaS Jubiläum wurde burd) ein gemütliches Beisammensein beendet.

Kreis Marburg.

][ Marburg, 10. Aug. Unser zweiter Bürgermeister, Mueller, der sich um den am 1. Januar frei werdenden Posten des Oberbürgermeisters der Stadt Hagen in West­falen beworben hat, ist unter über 100 Bewerbern in die engere Wahl gekommen. Der Magistrat hat beschlossen, dem schon einmal abgetönten; Plan der Errichtung eines Hallen­schwimmbades wieder näher zu treten, falls Staat und Interessenten genügend Mittel zur Verfügung stellen. Der vom Oberbürgermeister vorgelegte Entwurf nebst Kostenvoranschlag fand Annahme. Von einer Barablos ung der ganz oder teilweise in der Zeit nach dem 30. Juni 1920 bis zum Ende der Inflation ausgegebenen Markanleihen soll abgesehen werden, weil die auszuzahlenden Beträge zu belanglos seien. Am 7. August wareir es 100 Jahre, daß hier der erste luth. Generalsuper­intendent von Oberhessen, Wilhelm Kolbe, geboren wurde. An seinem Grab fand eine Kranzniederlegung statt.

Kreis Limburg.

WSR. Limburg, 11. Aug. Die drei aus dem Limburger Landgerichtsgefängnis entflohe­nen Strafgefangenen sind wieder eingefangen worden. Die Festnahme erfolgte durch Einwohner von Riedererbach, die unter Führung des Bür­germeisters die Ausreißer auf einer Streife durch den Wald festnehmen und der Bahnpolizei über­geben konnten.

Wirtschaft.

Der Stand der deutschen Saaten und die Ernteausstchten.

Uebcr den Stand der deutschen Saaten und die diesjährigen Crnteaussichten wird vom deut­schen Landwirtschaftsrat folgende Ucbersicht ge­geben: Der Schaden, der im Reiche durch die Ueberflutungen angerichtet worden ist, läßt sich selbstverständlich erst nach Beendigung der Ernte voll übersehen. Einstweilen kann man nur die eigentlichen Ernteausfälle feststellen. Die von der Ueberschwernmung betroffenen Ackerflächen dürften in diesem Jahre keinen Ertrag mehr bringen. Die Halmfrüchte sind zum großen Teil auch be­reits in Fäulnis übergegangen und die Hack­früchte sind meist vollständig verloren, auch da, wo die Rüben- und Kartoffelpflanzen nach dem Zurücktreten des Wassers noch grün sind.

Ganz gewaltig ist aber auch der Schaden, der für die Landwirtschaft durch die Art und Verteilung der außerordentlich hohen Rieder­schläge entstanden ist. Durch die im Juni ein« tretenden Riederschläge wurde ein intensives Wachstum der Pflanzen begünstigt, und die Folge war, besonders bei den reichlich gedüngten Schlägen, ein Lagern des grünen Getreides lange Zeit vor der Blüte. Das Linkraut wucherte in einem Umfange, der bisher selten beobachtet worden ist. Der Boden war infolge der Rässe zu sehr durchweicht, als daß man eine erfolg­reiche Bekämpfung hätte durchführen können. So kommt es, daß heute besonders die Hackfrüchte in ihrer Entwicklung zum Teil zurückgeblieben sind.

Die Wintersaaten haben im allgemeinen einen mittleren Stand aufzuweisen. Die Winter­gerste ist zum großen Teile schon eingeerntet und hat zum Teil recht gute Qualitäten ergeben, besonders da, wo sie bei trockenem Wetter her­eingebracht werden konnte. Die Sommersaaten haben stark unter dem Unkraut und den pflanz­lichen und tierischen Schädlingen zu leiden ge­habt, deren Auftreten durch die zeitweise feucht- warme Witterung begünstigt wurde. Indessen wirkten diese nicht in übermäßig starkem Maße ein, und der Stand der Sommersaaten wird durchschnittlich als mittel bis gut bezeichnet. Die Hackfrüchte sind im allgemeinen ungünstiger be­urteilt worden. Die Zuckerrüben weisen zwar einen üppigen Stand auf, jedoch sollen die Wur­zeln der Pflanzen nicht genügend kräftig aus­gebildet sein, so daß Samen tragende Pflanzen vielfach umgebrochen oder entwurzelt find. Bei den Kartoffeln läßt sich durch trockenes, warmes Wetter noch mancher Schaden ausgleichen. Die Ernte der Frühkartoffeln ist in ihrer Menge und Güte nach dem heißen Wetter in der Mitte des Monates Juli zum Teil ganz hervorragend gewesen. Klee und Luzerne sowie die übrigen Futterpflanzen weisen einen recht üppigen Stand auf. Soweit jedoch Heu aus ihnen bereitet werden sollte, ist der Ertrag wegen der Aus­laugung durch die Riederschläge minderwerttg. Man schätzt, daß nur ein Viertel der eingebrach­ten Heumengen für Futterzwecke erfolgreich ver­wendbar ist. Der Klee ist in vielen Fällen, angeblich durch Schnecken- und Mäusefratz, wahr­scheinlich aber infolge Verwendung ungeeigneten Saatgutes nicht zur Entwicklung gekommen. Wenn nun auch alles in allem mit einer Mittelernte zu rechnen ist, so wird doch die Lage der Land­wirte dadurch gefährlich, daß die Einbringung der Ernte mit erheblichen Kosten verbunden fein wird. Das gelagerte Getreide kann nur in sehr wenigen Fällen wie sonst mit Maschinen ge­mäht werden. Cs sind zahlreiche und teure Ar­beitskräfte nötig, die besonders bei Roggen mit der Sense mähen müssen und zahlreiches Per­sonal für das Garbenbinden beanspruchen.

Diese Angaben beziehen sich auf den Stand der Saaten um die Mitte des Monats Juli. Seitdem ist, im ganzen genommen, eine Ver­schlechterung picht eingetreten.

*

* Erhöhung der Saarkohlen­preis e. Die Verwaltung der französischen Saargruben hat die Kohlen- und Kokspreise mit Wirkung vom 1. August 1926 um etwa 7 Prozent durchschnittlich erhöht. Es werden jetzt berechnet für ungewaschene Stückkohle 145 bis 155 Fr., Grieß aus gebrochenen Stücken 149 bis 153 Fr., Förderkohle 113 bis 117 Fr., aufgelagerte 119 bis 125 Fr., geklaubte 111 bis 117 Fr., gewöhn­liche 106 bis 110 Fr., grobkörniger Rohgrieß 196 bis 198 Fr., gewöhnlicher Rohgrieh 89 bis 95 Fr.. Staubkohle 57 bis 59 Fr., gewaschene oder gleichartige Kohlenwürfel 152 bis 165 Fc., Ruh l 157 bis 167 Fr.. Ruß II 151 bis 159 Fr.. Ruh III 140 bis 153 Fr., Grieß 0 35 Millimeter 129 bis 139 Fr., Grieß 0/15 Millimeter 117 bis 133 Fr., Feingrieh 95 bis 128 'Fr., Grobkoks, gewöhnlich, 126 Fr., Grobkoks, Spezial, 202 Fr.. Mittelkoks 196 Fr., Prehkoks 35/55 Millimeter 196 Fr., Preßtoks 13/35 Millimeter 166 Fr.

Frankfurter Hypothekenbank in Frankfurt a. M. Rach der soeben veröffent­

lichten Lieberficht über die Pfandbriefteilungs- masse waren am 30. Juni 1926 bei Berechnung des Aufwertungsbetrages mit 25 Prozent ins­gesamt 105 759 301 Mk. an Hypotheken vor­handen, denen ein Goldmarkbetrag der teilnahme- berechtigten Pfandbriefe von 505 151 679 Mk. gegenübersteht. Rach der Aufstellung der Kom- munalobligationen-Teilungsmasse beliefen sich die Unterlagen für die Kommunalobligationen am 30. Juni 1926 auf 1 140 573 Mk. bei 8 010 923 Mk. teilnahmeberechtigten Kommunalobligationen. Von der Verwaltung wird darauf hingewiesen, daß es verfehlt wäre, aus diesen Zahlen einen Schluß auf die tatsächlich zur Ausschüttung gelangende Quote zu ziehen, da einerseits auf der Aktivseite sich voraussichtlich erhebliche Minderungen er­geben werden, und andererseits die Passivseite aus verschiedenen Gründen eine Erhöhung er­fahren wird.

" Direktor Friedrich Klohbach, Direktor der Friedrich Krupp A.-G. und Mit­glied des Vereins deutscher Eisenhüttenleute, wurde von der Llniversität Gießen in Anerkennung seiner Verdienste um die Wissen­schaft und Wirtschaft zum D r. r e r. pol. ehrenhalber promoviert.

* Aktien - Gesellschaft Siegener Dynamit - Fabrik, Köln. In der ao. H. D. dieser Gesellschaft wurde analog der ao. H. V. der Rheinisch - Westfälischen Sprengstoff- A. G. ebenfalls beschlossen, den Generaltartell- Anschiußvertrag nebst allen Zusätzen aufzuheben, und der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates einen Interessengemeinschafts- Vertrag mit der I. G. Farbenindustrie A. G., Frankfurt a. M., abzuschliehen.

Englis cher Kohlen streik und Ruhrtohle. Zu den neuesten Meldungen über die Möglichkeit des Abbruches des englischen Kohlenstreiks und die Aussichten für die Ruhr­kohle hort man aus zuverlässiger Quelle, daß die Haldenbestände bei vorsichtiger Schätzung bis über 50 Proz. ermäßigt worden srnd. Es ist weiterhin möglich gewesen, wenn auch nicht jahrelange Ver­träge, so doch Abmachungen für einige Monate mit früheren Abnehmern englischer Kohle abzu- schlietzen. Aber auch nach Ablauf dieser Verträge dürfte es für die englischen Gruben zum mindesten schwer fein, die verlorenen Absatzgebiete auch nur teilweise wiederzugewinnen. Es ist somit anzunehmen, daß selbst im Falle eines Abbruchs des englischen Streiks die augenblicklich überpor« kriegsmäßige Beschäftigung im rheinisch-westfäli­schen Kohlenrevier noch 2 bis 5 Monate an» halten wird, die Besserung der allgemeinen Lage überhaupt aber durch die neu einsehende eng­lische Konkurrenz kaum wird wieder ausgeschaltet werden können. Aus diesem Grunde konnten zahl­reiche Reueinstellungen erfolgen. Eine weitere Besserung der Lage auf lange Sicht beweisen auch die verschiedenen Reubauten auf den Zechen, die man feit so langer Zeit vollkommener Stille auf diefcm Gebiete nunmehr bei Rundfahrten durch das Revier wieder allenthalben beobachten farm. Diese Momente sind zweifellos Zeichen einer überwundenen Wirtschaftskrise, zu deren Lieber- Windung der englische Kohlenstreik immerhin den Anstoß gegeben hat.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß.!

Kur« 1

l-Uhc. Kur»

Schluß-1 Anfang

Kur» >

Kura

Datum: |

11.8. |

12.8.

11. s. 1

12. 8.

5% Deutsche Netchsanlcille .

4% Deutsche b.eichsanleihe .

3Vt% Deutsche Reichsan leihe

0,490

0.4925

0,4875

0,4375

0.49 0,4375

0.45

0,41

3% Deutsche Reichsauleihc . Deutsche Sparnramienan leihe

0.52

0,505

0.27

4% Preußische Koniols . .

0,455

0,4375

0.44

4% Hessen ... ......

0,44

0.42

3Va% Hessen..........

3% Hessen...........

0,43

0,42

0,43

0,42

Deutsche Werth. Dollar-Anl.

96,5

dto- Doll.-Schatz-Auweisug.*»

4°/o BoHfirfrn.........

5°/o Goldmerikaner .....

14

44.75

14

44,25

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank

193,5

137

138'

194*

137.5*

195.5* 138*

Darmst. und Nationaldank .

187'

193*

187'

193*

Deutsche Bank.........

170*

169*

170*

169,5

Deutsche Vereinsbank ....

93

Disconto Eommandit ....

Metallbau!...........

161

>62*

161*

162,5

132.7*

144,5

Mitteldeutsche Kreditbank. .

135*

1:38*

138.5*

Oeslerreichische Creditanstalt

Weltbank ... .......

t. ',)

7,25

Bochumer Guß ........

151

155*

152,5*

154.7*

Buderus . ....... . .

95

95,75

95

96,5'

Caro . ....... . . .

82

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke . .

157*

180'

160,5*

182.7*

158,1*

179,6

161*

182,9

Harpener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben....

155*

155,5*

153.4*

156.2'

139.5

_

139*

143,5

Kaliwerk Westeregeln.....

148

147

Laurahütte...........

56,5

58,25

57.5

59

Oberbedars ..........

74

73

74,75*

Phöuir Bergbau .......

Rheinstahl...........

126.5*

151*

128.4* 153*

126,2*

149,2*

128,5*

152,9*

Riebeck Montan........

149

152

147,75

153

Tellus Bergbau........

71,75

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd.....

161*

153,5*

161*

153.5*

160.7* 152*

161,5*

154,2*

Eheramische Werke Albin . .

_

Zementwerk Heidelberg . . .

121

122

_

Philipp Holzmann......

102,75

98,5

Anglo-Cont.-Guano.....

-

93

100

Chemische Mayer Alapiu . .

9- G. Farbenindustrie, A.-G.

289.5

295*

287,5*

294,5*

Goldschmidt..........

114*

114

113,2.5

115.5

Holzverkohlung........

RülgcrLwerke........

57,5

110,5

58

113

109,75

111,75

Schcideanstalt.........

160

160,25

Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft

151,5*

153,2*

150,6*

153.9*

Bergmann ..........

Mainkrastwerke ........

Schlickert . . .........

140,9*

139,7*

142*

102

132*

132*

133.2*

Siemens <fc Halske ......

ISO*

183 2*

ISO*

184

Adlerwerkc Klcyer ......

81.5

82,5

80

83,75

Daimler Motoren. ......

83.75

86

84

84,5

Heyligcnstacdt........

26.5

Mcguin......... . , .

45

45,5

Motorenwerke Mannheim .

36,75

Frankfurter Armaturen . <

16

Konservenfabrik Braun . . .

43

Metallgesellschaft Frankfurt.

Pet. Union A.-G......

143

86

86,75

Schuhfabrik Herz......

51,5

51

sichel..............

2,8

3.75

Zellstoff Waldhoj......

164

163

164

163,5

Zuckerfabrik Frankenthal . .

Zuckerfabrik Gagbäukel . . .

71.75

63

74

75

83

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 12. Aug. Tendenz: f e st. Bereits vor Beginn des heutigen Verkehrs herrschte in Borsenrreisen eine recht angeregte und vertrauensvolle (Stimmung. Die heute stattfindende Aufsichtsratssihung der I. G. Far­be n - Iirdustrie, in der die Frage einer Kapital­erhöhung erneut behandelt werden soll, war An­laß, daß diese Werte wieder in den Vordergrund gerückt wurden. In I. G. Farben-Altien herrschte eine überaus lebhafte Rachfrage, so daß das Papier zum ersten Kurs bereits um 4 Prozent hoher ging. Die anderen Märkte waren gleich­falls auf günstige Tendenz eingestellt, doch wandte sich das Interesse mehr den Spezialitäten

zu, die stark gesucht waren und einen größerer: Ruhen ziehen konnten. Am Mvntanmarkt standen Gelsenkirchen, Deutsch-Lux, Rheinstahl und Phönix im Vordergründe, doch waren die Gewinne bescheidener Art. Harpener plus 1.5 Proz., Deutsch-Lux 1,5 Proz., Rheinische Braunkohlen 1,75 Proz. Don Chemiewerten schwächten sich Goldschmidt um 2 Proz. und Scheideanstalt um 0,75 Proz. ab. Elektro­aktien waren gut befestigt. Felten und Elektr. Lieferungen plus je 2 Proz.. Siemens plus 1,75 Prozent, AEG. plus 1,25 Proz. Von Bank­aktien, die ruhiges Geschäft hatten-, waren Darmstädter um 3 Prozent befestigt. Die übrigen Aktien dieser Gruppe waren nur wenig verändert. Schiffahrtaktie lagen lustlos und eher zum Rachgeben geneigt. Auto- Aktien waren leicht befestigt. Von Bauaktien gingen Zement Heidelberg 1,15 Prozent hoher. Recht lebhaft war das Geschäft in Oelaftien. Deutsche Erdöl plus 2 Proz., Rütgerswerke plus 1 Prozent. Zuckeraktien lagen unsicher. Maschinenwerte knapp gehalten. Von sonstigen Werteir konnten Holzmann ihre Steigerungen um 3 Prozent fortsehen. Deutsche Anleihen blieben ohne nennenswertes Geschäft. AuslöndischL Renten neigten zum Rachgeben. Im Freiverkehr zogen Brown Boveri auf 123 Prozent an. Entre­prise 7, Growag 60 Prozent, Lisa 41 Prozent, Llsra 91 Prozent, Frankfurter Handelsbank 90.5 Prozent. Der spätere Verlauf brachte Schwan­kungen. die sich besonders am Mvntanmarkt zeig­ten, dessen Werte zum Rachgeben neigten. I. G. Farben blieben dagegen weiter gesucht und hak­ten lebhaftes Geschäft. Am Geldmarkt ist die Lage etwas leichter geworden. Tagesgeld senkte sich auf 4 bis 4Vr Prozent. Monatsgeld 5 bis 7 Prozent je Adresse. Im Devisen- verkehr lagen die westlichen Frankenvaluten wieder schwächer. Paris gegen London 179. , Brüssel 180.25. Auch Mailand lag abgeschwächt mit 148.25 gegen das Pfund.

Banknoten.

Berlin, 11. August.

Amerikanische Note» .... 4 Belgische Noten ....... Dänische Noten ....... Englische Noten ....... Französische Note» ...... Holländische Noten ..... Htalienischc Noten ...... Norwegische Noten ...... Dcutsch-Ocsterr., älOO Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten ...... Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten......

Geld

4,175 11,67

111,05

20,36

11,85

168,02

14,38

91,67

59.45

1,91

112,00

81,20

63,74

12,387

5.83

Brief

4,195

11,73

111,61

20,46

11,91

168,86

14,46

92,13

59,75

1,95 112,56 81,60 64,05

12,447

5.87

Berliner Börse.

Berlin, 12. Aug. Die Befestigung der Tendenz machte heute weitere Fort­schritte, allerdings in ruhigerem Tempo als gestern. Die Höherbewegung nahm in einigen Spezialwerten lebhaftere Formen an. Das In­teresse konzentrierte sich auf Farben- und Spreng st offaktien, Elektro-, Dan­ken- und verschiedene Einzelwerte. Recht fest tagen auch Textil-Aktien, von denen Spin- n e r e i Hammersen um 7 Prozent hoher mit 111 Prozent eröffneten. Die günstige Stimmung wurde durch die Entspannung am Geld­märkte gefordert, wo sich der Sah für Tages­geld auf 41/2 bis 6 Prozent ermäßigte. Kali- aftien konnten sich heute ebenfalls befestigen, und setzten 4 bis 6 Prozent hoher ein, obwohl die Frage der Kalipreiserhöhung noch nicht ge­klärt ist. Im Devisenverkehr lagen die lateinischen Valuten erneut leicht abgeschwächt. Paris gab gegen London auf 180 nach, konnte sich aber gegen Mittag wieder auf 175 befestigen. London- Mailand lag abgefchwächt mit 143,75, später 147.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 11. Aug. Die Tendenz im Ber­liner Produktengeschäst fand heute in den aus» länbifdjen Befestigungen eine leichte Stütze, gab aber sonst den Käufern wie Verkäufern keinen Anlaß, die Llnternehmungslust zu steigern. Wei­zen in Lagerware angeboten, in den Forderungen unnachgiebig. Roggen im prompten Material knapp und gleichfalls nur über letzten Preisen zu decken. Im Lieferungshandel erhöhte sich das Weizen-Riveau um 0,50 Mark, Roggen per Sep­tember um 1 Mark, im übrigen 50 Pf. Gerste in guter Brauware gesucht, aber knapp. Hafer noch ruhig, doch kommt etwas größeres Angebot heraus. Das Mehlgeschäft entwickelte sich noch nicht. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, märt., 262 bis 266; Roggen, märt, 187 bis 193, Hafer, märt, (alt) 190 bis 198; Hafer, märf., (neu) 178 bis 190; Mais (lofo Berlin) 176 bis 182; Raps 330 bis 335; per 100 Kilo. Weizenmehl 38,50 bis 40; Roggenmehl 27 bis 28,50; Weizen­kleie 10,25 bis 10,50; Roggenkleie 11,10 bis 11,40; Diktoriaerbfen 33 bis 37; kleine Speife- erbfen 27 bis 31; Futtererbsen 20 bis 24; Peluschken 27 bis 28,50; Ackerbohnen 23 bis 26; Wicken 32 bis 35; Lupinen (blau) 15,50 bis 17,50; Lupinen (gelb) 20 bis 21,50; Rapskuchen 14,40 bis 14,60; Leinkuchen 18,90 bis 19,20; Trocken- fchnitzel 10,80 bis 11,10; Sohaschrot 20,20 bis 20,30, Kartoftelslvcken 23 bis 23,50 Mark.

*

Die Berliner Devisenkurse und die Frank­furter Produkten- und Schlachtviehnotierungen konnten uns wegen Gewitterstörungen bis Re- daktionsschluß nicht übermittelt werden.

Büchertisch.

In der neuesten Rümmer 4247 der Illustrierten Zeitung (I. I. Weber. Leipzig) wird an zwei Jubiläen des Flugwesens erinnert: Vor 30 Jahren fand Otto Lilienthal, der Vater deutscher Flugkunst, bei seinen kühnen Fluchversuchen den Tod, und vor 25 Jahren stellte Pros. Dr. Süring den Höhenrekord im Frei­ballon auf. Major Ernst hat in einem inter­essanten Aufsatz dieser beiden großen Männer und ihrer Verdienste gedacht. In diese Zeit fällt ein zweites Jubiläum von ebensolch hoher kultureller Bedeickung: das 50jährige Bestehen des Festspielhauses in Bayreuth. Friedrich Wild läßt in einem illustrierten Beitrag jene Zeit der Gründung und der ersten Fest­spiele vor unseren Augen vorüberzi^en. Ein naturwissenschaftlicher Aufsatz von L. v. ßengerfen hat die Schmarohersliegen zum Gegenstand, L. Herbst gibt in einem zweiseitigen, bebilderten Artikel ein anschauliches Bild von der Insel Fernando Po. und schließlich ist noch der Kunstbeitrag von Prof. Karl Widmer zu nennen, der das Schaffen des Bildhauers Her­mann Binz charakterisiert.