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V-Züge

Sterben, daß es handelt.

Die eingeleitete Untersuchung hat ergeben, sich um eine schwere Fleischvergiftung

kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: 180 bis 190, Matte 30 bis 35, Wirsing 20, Weihkraut 10 bis 15, Rotkraut 25 gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 Spinat 30, Römischkohl 5 bis 10, Dohnen 20 bis 25, Dohnen (gelbe) 30, Unter«

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Es Dutter 15 bis bis 30, bis 15,

** Ordnung und Sauberkeit in den Zügen. Um Ordnung und Sauberkeit in den Zügen und auf den Bahnhöfen zu heben, sind seit einiger Zeit alle möglichen Mittel durch dic Reichsbahnverwaltung ergriffen worden: plan­mäßige Prüfungen aller Schnell- und Personen- züge, strenge Anweisungen an das Zug- und Dahnhofspersonal, unvermutete Aachschau wäh­rend der Fahrt, feuchtes Aufwaschen der Gänge, Einsammeln der Rauch-,- und Leseabfälle

fass» einen die eigl h^les fantntell neffe' tofi es nung 1 dem, 1 Kraße Leistm nach i Demo Staat kratisc Staate Geltw Helms deuten marc leien i dem fi

Rhabarber 15, Pilze 25, Kartoffeln 5, Früh­äpfel 15 bis 50, Falläpfel 7, Dirnen 15 bis 40, Johannisbeeren 30, Pflaumen 20 bis 25, Zwet° chen 25 bis 35, Mirabellen 50 bis 60, Reine­clauden 50, junge Hahnen 100, Suppenhühner 100 bis 120, Dienenhonig 150 Pf. das Pfund: Käse 10 Stück 60 bis 80 Pf.: Eier 12 bis 13, Dlumenkohl 50 bis 120, Salat 5 bis 15. Salat­gurken 5 bis 40, Einmachgurken 1 bis 5, Ober- Kohlrabi 5 bis 15, Rettich 10 bis 20 Pf. das Stück: Radieschen 10 Pf. das Bund.

Bornotizen.

Tageskalender für Donnerstag. Philosophenwald: 8.15 Uhr, 1. "Tckttderkonzert der Reichswehrkapelle. Gießener Radfahrerverein 1885:Hessischer Hof", Versammlung. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Liebe und Trompetenblasen". Palast-Lichtspiele, Kirchenplah:Die Todesfahrt des Canada-Expreß".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Sudermanns Komödie Die Schmetterlingsschlacht" gehört zweifellos zu den besten Werken des bekannten Derfassers. Das Werk ist seit einer Leihe von Zähren hier nicht mehr gegeben worden und wird am Dienstag, 17. August, als siebente Vor- stellung im Sommerabonnement in Szene gehen. Die Vorstellung, für die eine außerordentlich glückliche Desehung möglich war, fyxt am ver­gangenen Mittwoch am Dad-Lauheimer Kur­theater einen außerordentlich starken Erfolg da­vongetragen und dürfte auch hier sicherlich wieder interessieren.

Aus der Provinzialqauptstadt.

Gießen, den 12. August 1926.

Gießener Wochenmarktpreise.

(grüne) .

Kohlrabi 5, Erbsen 15 bis 20. Mischgemüse 10.

Tomaten 20 bis 40, Zwiebeln 20, Meerrettich 80.

N'f, pofll $ chl"" pto9l ein im 9. im-he" 6<h°"e sM icmenii melden zuM W J qewcrc betcü^ -Lohn nehme aus L Dem 1 aclvoh .Haupt Der a lange Tausci gierig« waren schmüc mersh«

einem Deutel durch die Dienstfrauen bei süge usw. Diese Maßnahmen haben bereits

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Wettervoraussage.

Tagsüber wenig wärmer, sonst kühl und noch Regenschauer. 'Bei wechselnder Dewöllung nur zeitweise geringes Aufklären.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 19,8. Minimum 11,7 Grad Celsius. Regenfälle: 5 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 14,2 Grad Celsius.

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Kunst und Wissenschaft.

Der hessische Büchnerpreis.

Darmstadt, 11. Aug. (Eigene Meldung.) Die diesjährigen Preisträger des Georg-Düchner- Preises sind der Komponist Wilhelm Petersen und der Drucker Ehr. H. Kleuckens. Der Text der Preisurkunden lautet folgendermaßen: Das hessische Volk verleiht dem Tondichter Wil­helm Petersen in dankbarer Anerkennung seines Schaffens im Geiste neuer musikalischer Form den Georg-Düchner-Preis 1926. Darm­stadt, am Tage der deutschen Reichsverfassung." Dem Mitbürger Christian Heinrich Kleuckens verleiht das hessische Volk für fein bahnbrechendes und weithin wertstiftendes Schaffen im Dienste des Schönen Duches den Georg-Düchner- Preis 1926. Darmstadt, am Tage der deutschen Reichsverfassung.

Der jetzt 36 Jahre alte Komponist Wilhelm Petersen ist ein Sohn des hier im Ruhestände lebenden Geh. Oberkonsistorialrats Petersen und ein Bruder des Geheimrats Prof. Dr. 3ng. Petersen an der hiesigen Technischen Hochschule. Er ist in Athen geboren, wo sein Vater damals Hofprediger war. Seine Jugendzeit verbrachte Wilhelm Petersen in Darmstadt, wo er auch die Grundlagen seiner musikalischen Ausbildung er­hielt. Als Komponist gehört er der Richtung an, die die Atonalität pflegt, seine musikalischen Schöpfungen gehören vorwiegend der Kammer­musik an. 3n der letzten Zeit hat Petersen sich der geistlichen Musik zugewandt und nähert sich wieder mehr einer tonalen Schreibweise, von der er ursprünglich ausgegangen ist. Seine bedeutendsten Werke, zwei Symphvnien. die seinerzeit bei ihrer öffentlichen Aufführung sehr beachtet wurden, fallen in den Beginn seiner Laufbahn als Komponist. 3m übrigen ist Wil- Helm Petersen, der gegenwärtig in Darmstadt lebt, der Oesfentlichkeit noch wenig bekannt.

Christtan Heinrich Kleuckens ist im 3ahre 1907 als Mitglied der Künsllerkolonie nach Darm­stadt berufen worden. Sein Lame ist aufs engste verknüpft mit der E r n st - L u d w i g - P r e s s e, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, besondere Leistungen in Buchdruck und Buchausstattung zu bieten. Kleuckens stammt aus Hannover und hat seine Ausblldung, zu der auch eine gute hand­werklich e Vorbildung gehört, auf der Leipziger

Der diplomatische Berichterstatter derMorning Post" schreibt, daß der Beschluß, die Rheinland­besatzung zu vermindern, große Bestürzung in französischen Militärkreisen im Rheinland Hervorrufe. Die französischen Truppen würden in Goldmarkbezahlt, so daß die Schwankungen der französischen Währung keinen Unterschied für sie ausmachen. Biele von ihnen sähen die Möglichkeit vor sich in eine kleine Garnisonstadt nach Frankreich zurück kehren und von Franken leben zu müssen.

B rands BündnispoMik.

Deutschland oder die Entente.

Paris, 11. Aug. (TTl.) Der diplomattsche Mitarbeiter desEcho de Paris" Pertinax greift in einem längeren Artikel die auswärtige Politik Driands scharf an und fragt insbe­sondere. weshalb der französisch-rumä­nische und der französisch-jugosla­wische Bündnisvertrag noch nicht unter­zeichnet worden sei. Während Frankreich zögere die Derttäge zu unterschreiben, die mit den Be­stimmungen des Völkerbundes und des Verttages von Locarno übereinstimmten, seien die übrigen (Staaten Europas schon geraume Zeit dabei, feste Bündnisse zu schaffen. Man frage sich, was der Außenminister Driand eigentlich beabsichtige. Rach den bisher von ihm unternommenen Schrit­ten, die zweifellos sehr vorsichtig seien, müsse man annehmen, daß er auf ein direktes Abkommen mit Deutschland lossteuere. Um dieses Ziel zu erreichen, lasse er seine bis- hc iaen Freunde völlig beiseite. Ein direktes Abkommen mit Deutschland werde aber einen völligen Bruch mit dem bisherigen S h fi e m der Entente und der Allianzen bedeu­ten. Frankreich werde keine andere Unterstüt­zung und Hilfe haben. Driand habe erflärt, er wolle einen Ausdehnungsvertrag von Locarno. 3n Genf werde er wichtige Unter­redungen mit den deutschen Ministern haben. Wie er sich aber die allgemeine Lage Europas de'-.'e, darüber habe Driand keine aufklärenden Mitteilungen gemacht.

Teuerungsmahnahmen in Frankreich.

Parks, 11. Aug. (WB.) Der Polizei­präfekt von Paris hat eine Verordnung erlassen, die vorfchreibt, daß alle Kleinhäirdler ihre Preise für Waren und Lebensmittel jeder Art durch Anbringen von Preisschildern und Preiszetteln öffentlich kenntlich machen müssen. Ausgenommen hiervon sind Luxuswaren und Luxuslebensmittel. Die Verordnung trifft auch die Hotels (Bekanntgabe der Zimmerpreise) Restaurants und Kasseehäuser. Die Finanz­kommission der Kammer ist zusammengetrelen, um sich mit der Erhöhung der Steuer für d i e Ausländer zu befassen. Es wurde vor­geschlagen, eine Steirer von 20 Franken täg­lich auf jeden Ausländer zu erheben. Der Oberste Eisenbahnrat beschloß, eine Er­höhung der Personentarife um 30 Prozent und um 24 bzw. 28 Prozent für die Gütertarife. Rach demFigaro" werden die großen Manöver, die im nächsten Monat in Westfrankreich stattfinden sollten, abgesagt.

DaS Blatt nimmt an, daß Ersparnismah nahmen der Regierung hierzu die Veranlassung gegeben haben.

Belgische Pläne.

Rückverkauf ehemaliger deutscher Gebiete?

Brüssel, 11. Aug. (DAZ.) 3n aller Stille wird von den zuständigen Amtsstellen die Mög­lichkeit erwogen, durch verschiedene Ge­biet s a b t r e t u n g e n die zur endgültigen Fr- nanzgesundung notwendigen Mittel flüssig zu machen. Die Gebiete Eupen-Malmedy, St. Vith und der Teil des ehemaligen Deutsch-Ostafrika, der gegenwärtig von der belgischer: Kvngoregierung verwaltet wird, sollen als Tauschobjekte dienen. Alle Widerrufe der belgischen Regierung, die ledig­lich aus innerpolitischen Gründen erfolgen, än­dern nichts an dieser Tatsache. Eine ganze Reche einflußreicher Zeitungen, wie die liberaleGa­zette" in Brüssel und das katholischeDien Public" in Gent ersuchen die Regierung, nicht mehr länger zu zaudern und mit Berlin in Ver­handlungen einzutreten, lieber die Abtretung der von Belgien verwalteten ehemals deutschen Schutzgebiete in Afrika hat sich natürlich der Völlerbund auszusprechen. 3n der nahen Um­gebung des Außenministers verschließt man sich nicht der Tatsache, daß Deutschland nach seinem Einzug in Genf das moralische und juristische Recht habe, auch Kolonien zu verwallen.

Die ständigen Ratssitze.

London, 12. Aug. (WTB.-Funkspruch.) Rach dem diplomatischen Berichterstatter derWestminster Gazette" werde in amtlichen Kreisen es als voll­kommen sicher angenommen, daß Deutschland im nächsten Monat dem Völkerbund beitreten werde, da ein brasilianischer Protest und eine spanische Opposition aus der kommenden Tagung keine Schwierigkeiten bereiten können. Schwe­den werde dieselbe Rolle wie im März spielen. Der liberale schwedische Außenminister werde die von Unden verfolgte Politik fortseßen und darauf bestehen, daß Deutschland allein in den Völkerbunds­rat eintrete und daß die augenblicksiche Zahl der ständigen Sitze nicht vermehrt werde. Schweden schlage den Grundsatz der Wahl in periodi- sch em Wechsel vor, so daß alle Mitglieder Gelegenheit hätten, im Rate vertreten zu sein. Man erwarte nicht, daß Schweden die neuen polnischen Forderungen unterstützen werde, da nach seiner An­sicht die Hauptaufgabe des Völkerbundes im Sep­tember sein werde, das zu tun, was er im März unterlassen habe, nämlich die Aufnahme Deuisch- lands in den Völkerbund. Andere einflußreiche Mitglieder des Rates seien der Ansicht, daß nach der Septembertagung Schwedens Platz im Völ­kerbundsrat von Holland eingenommen werden

Das Reichsehrenmal.

Der Vorschlag der SchinkelschenWache" in Berlin.

Berlin, 12. Aug. (WTB.-Funkspruch.) Das Reichskabinett wird in feiner heutigen Sitzung oder doch sehr bald die Entscheidung über das Reichsehrenmal zum Gedächtnis der Opfer des Weltkrieges fallen. Der nunmehr wieder aufge- tauchte erste Vorschlag, die von Schinkel erbaute Reue Wache zwischen der Berliner Universität und dem Zeughause zu einer Gedächtnisstatte utn- zugestaltcn, geht dahin, daß der hosraum nach Art des römischen Pantheons zu einem Rundbau mit Oberlicht ausgebaut werden soll, in dessen Witte ein großer TNannorsarkophag ausgestellt werden soll. Die Innenwände des Rundbaues sollen die Wappen oder auch Sinnbisder der einzelnen deut­schen Länder tragen. Dieser Vorschlag hat, wie das Bert. Tageblatt" mitzuteilen weiß, die 3 u ft i m - m u ng des Reichspräsidenten und der Mehrzahl der Mitglieder des Re ich s- kabinetts gesunden. Hebet den Standpunkt Preußens berichtet das Blatt, daß das pteu- hjschs Staatsministerium vor etwa 14 Tagen an die Reichsregierung in einem Schreiben die Bitte richtete, angesichts der Zersplitterung in den Aus- füHungen der kriegsteilnehmerverbande über den Ort des Reichsehrenmales den ursprünglichen plan, das Ehrenmal in bet Reuen Wache in Berlin zu errichten, wieder aufzunehmen.

Die Verminderung der Besatzungstruppen. Zurückziehung französischer Truppe« im September.

London, 12. Aug. (£51.) Der amtliche englische Funkdienst verbreitet folgende bemer­kenswerte Aeußerung über die Verminderung der Besatzungskräfte im Rheinland: Eine Ver­minderung der Desahungstruppen im Rheinland wirk« im nächsten Monat durchgefuhrt werden, wobei mehrere Tausend Mann französischer Truppen zurückgezo­gen werden. Es darf bei dieser Gelegenheit rn Erinnerung gebracht werden, daß diese Vermin­derung der Desatzungstruppen ein Teil derVer­söhnungspolitik" darstellt, die seinerzeit rn Lo­carno verkündet wurde. Damals wurde bte Kölner Zone geräumt und das englische Haupt­quartier nach Wiesbaden verlegt unter gleich­zeitiger Verminderung der englischen Strett- fräfte von 15 000 auf 9000. Die belgischen Streitkräfte wurden gleichzeitig in die zweite Zone geführt und auf etwa 7000 bis 8000 Mann herabgesetzt. Eine gewisse Derminderung sand auch bei den französischen Truppen statt, die aber trotzdem ein großes 11 e b e r g e w i ch t an Besatzungstruppen behielten. Cs ist jedoch zum Ausdruck gebracht worden, daß Driand, so­bald er die innerpolitischen Schwierigkeiten in einer zufriedenstellenden Weise überwunden ha­ben würde, seine besondere Aufmerksamkett wie­derum diesen Desatzungsmahnahmen zuwenden würde. Driand hat nach Bildung der neuen Re­gierung in einem 3nterview erllärt, daß er die Locarno-Politik energisch weiterbetreiben werde, und eine Verminderung der französischen Be- sahungstruppen im Rheinland wird daher in London als der Beginn der Erfüllung der seinerzeit gegebenen Versprechen angesehen.

eine wesentliche Besserung gebracht. Leider aber läßt and) das reisende Publikum selbst den Sinn für Ordnung und Sauberkeit in den Zügen und auf den Dahnhöfen noch in vieler Hinsicht vermissen. Häufig waren schon kurz nach Abfahrt der Züge von der Ausgangsstation Ab­teile mit Papierfetzen, Obstresten, Streichhölzern, Zigarrenasche usw. beschmutzt oder die Abotte und Waschräume ohne vorherige Säuberung kaum wieder benutzbar. Es wäre gewiß viel gewonnen, wenn jeder Reisende folgende Regeln sich zu eigen machte: Eßabfälle soll man einwickeln und ebenso wie die Leseabfälle in das Schirmnetz legen, damit die Dienstfrauen die Abfälle be- feitigen können. Die Rauchabfälle gehören t« den Aschenbecher, nicht auf die Sitze, und nicht auf den Doderv Die Füße sind nicht ohne Unter­lage von Zeitungen oder Decken auf die Sih- bänke zu legen. Auch die Abort- und Waschräume sollte jeder^einzelne so verlassen, wie er sie selbst vorzusinden wünscht. Rur mit der Mithilfe des reisenden Publikums selbst kann die Reichsbahn neben der größtmöglichen Pünktlichkeit und Sicherheit des Dettiebes auch eine jedem Reisenden wohltuende Ordnung und Sauberkeit in den Zügen erreichen.

WSR. Sperrgut bei der Dahn. Dir Reichsbahndirettion weist darauf hin, daß infolge des am 1. 3uni d. 3. ein geführten Sperrig- keitszuschlages für gewisse Expreßgüter u. a. auch Boote bei Beförderung als Expreßgut als sperrig behandelt werden. Von dem Sperrigkeits­zuschlag ausgenommen sind nur zerlegbare Falt­boote.

WSN. Schuljugend und Kriegsbe schädigte. Heber ungehöriges Benehmen dei Schuljugend gegen Kriegsbeschädigte wird in zu nehmendem Maße beim Bund erblindeter Kriegei Klage geführt. Es wird berichtet, daß nicht fetter Schulkinder auf der Straße den Kriegsblinder gegenüber sich ungezogene Bemerkungen er lauben (!), die von den Beschädigten bitter empfmi den werden. Wiederholt sei es sogar vorgekommen daß Kinder mit Steinen nach dem Führerhuiü warfen, so daß dieser unruhig wurde, und de: Blinde in Gefahr geriet. Es scheint dringend op boten, die Schuljugend auf die Opfer der Kriegs beschädigten und besonders der Blinden für da, Vaterland hinzuweisen, sowie zu RücksichtnahM und freundlicher Hilfe zu mahnen.

** 25jähriges Geschäftsbestehen Am Sonntag, 15. August, feiert der Bäcker­meister Ludwig Müller. Dahnhofftraße 52a, fein 25jähriges Geschäftsbestehen. Als frisch«- backener Meister eröffnete er sein Geschäft Daha- hosstrahe 61. 3m 3ahre 1907 verlegte er es neck Bahnhofstraße 52 a, wo er neben seiner DäckeL eine Kasfeestube eröffnete, die sich allgemeiner Beliebtheit erfreut. i

* Sportpreisausstellung. D-' Preise für das am nächsten Somttag in Gießt» stattsindende Rlannschaftssahren des Gaues Losv Bund Deutscher Radfahrer, sind im Schaufenftv der Firma Franz Vogt & Co., Selterswrg ausgestellt.

** Auftrieb auf dem heutigen Fraitt surter Schlachtviehmarkt: 984 Kalbe 423 Schafe und 746 Schweine.

Mainqau.

Festliche Brückenweihe zu Frankfurt a.7N.

* F r a n f f u r t a. M., 12. Aug. Am 14. r- 15. August wird die neuerrichteteAlte Brücke das historische Wahrzeichen deutscher Zusammtt gehörigkeit, in Frankfurt a.M. feierlich ein' geweiht. Wir veröffentlichen an anderer StS unseres Blattes ein ausführliches Programm W Veranstaltungen, auf das wir auch an dieser Sltt Hinweisen. Es dürfte sxlten Gelegenheit sein, Zeit!' eines so farbensrohen^ind volkstümlichen Festes^ fein, wie das der BrUkenweihe zu Frankfurt a.u zu werden verspricht. Zahlreiche Vertretungen Reichs- und Staatsbehörden, viele Oberbur^ meister der Rhein-, Main-, Donau-, Neckar-, und Moselstädte werden an den Feierlichkeiten teils

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Kunstgewerbeakademie empfangen.

Goldenes Doktorjubiläum Theodor Birte.

][ Marburg, 11. Aug. Am heutigen Tage beging der bekannte Professor der klassi­schen Phllologie und Beredsamkeit, Geheimrat Dr. phll. Theodor Birk, sein 50jähriges Doktor­jubiläum. Aus diesem Anlasse wurden dem Gelehrten viele Ehrungen zuteil. Der Rektor der älniversitat, Prof. Dr. Lommatzsch, über­reichte ihm das von der HniDerfität Bonn er­neuerte Doltordiplom und ferner ein Gemälde als Geschenk der hiesigen ilniberfität, der der jetzt 74 Jahre alte Gelehrte beinahe 40 3ahre angehört. Aus Anlaß seines 50jährigen Doktor°3ubiläums erneuerte ferner die medi­zinische Fakultät dem Geh. San.-Rat Dr. med. Aug. R i e s s i n g in Recke das Diplom.

Aus aller Welt.

Tagung des Reichsverbandes des deutschen Garten­baues.

Der Reichsverband des deutschen Gartenbaues hielt feine diesjährige vierte Derbandsverfammlung in Dresden ab, zu der etwa 3000 deutsche Gärt­ner erschienen waren. Staatssekretär Dr. Hoff­mann überbrachte auf dem Begrüßungsabend die Grüße des Reichsernährungsministeriums. Auch der zweite Vizepräsident des Deutschen Landwirtschafts­rates, Geh. Oekonomierat Dr. Steiger, begrüßte die Versammelten. In zusammenhängenden Vor­trägen über die Frage der Rationalisierung des deutschen Gartenbaues verbreiteten sich dann Di- ilomlandwirt Fachmann- Berlin über die Zu- ammenfaffung der berufsständischen Kräfte im Gartenbau und ihre Einwirkung auf die Wirtschafts­politik, Diplomgartenbauinspektor Weinhage n- Berlin über das ThemaWie verringere ich meine Produktionsunkosten?", Volkswirt Dr. R e i n s ch k e- Bcrlin über die FrageWie produzieren wir mit geringem Aufwand die 470 Millionen Lsusland- waren im eigenen Land", und Volkswirt Sievert- Berlin über die Absatzfrage. Zum Schluß traten die Fachausschüsse zu Sonderberatungen zusammen.

Rheinisch-westfälische Feuerwehrwoche.

3n Düsseldorf hat die rheinisch-west­fälische Feuerwehrwoche, die bis zum 20. August dauert, ihren Anfang genommen. Dis jetzt find aus allen Landesteilen Deutschlands, sowie aus Oesterreich, der Schweiz, Holland und der Tsche­choslowakei, insgesamt 15 000 Teilnehmer ange­meldet. Die Tagung dürste somit die größte ihrer Art fein. 3n drei großzügig angelegten ii n- terrichtzskursen werden die neuesten Er­rungenschaften des Feuerschutz- und Dekämp- fungswcsens praktisch erläutert und Erfahrungen ausgetaufcht. Ferner werden große Schau- Übungen an dem 40Meter hohen Feuerwehr­turm der Gefolei veranstaltet. Die volkswirt­schaftliche Bedeutung der Tagung wird dadurch gekennzeichnet, daß jährlich in Deutschland für 400 Millionen Mark Sachgüter durch Brand­schäden vernichtet werden, davon entfallen auf Brandstiftungen allein 150 Millionen Mark.

Deutsche Schubmachertagung in Stuttgart.

In Stuttgart sand die Gründungs- und erste ordentliche Generalversammlung des Reichsverbandes des Deutschen Schuhmacherhandwerks statt. Da die Versammlung der Verbandsvorsitzenden die Stim­men der Süddeutschen Verbände für nicht gültig er­klärt hatten, verließen diese den Saal. Württem­berg, Baden und Bayern scheiden also aus dem Reichsverband aus. Die Satzungen wurden ein­stimmig angenommen. Obermeister Stoffer - Hannover wurde zum Reichsverbandsvorsitzenden gewählt.

20 Personen an Fleischvergiftung erkrankt.

Im Dorfe Haselhorst im Kreise Hünfeld (Hessen-Nassau) sind annähernd 20 Personen unter schweren Vergiftungserscheinungen erkrankt. Eine davon ist bereits gestorben, eine andere liegt im

würde.Petit Journal" glaubt zu wissen, daß man die spanische Regierung veranlassen werde, keine unversöhnliche Hallung in der Frage der Umbil­dung des Völkerbundsrates einzunehmen. Wenn Spanien darauf verzichten würde, seinen ständigen Sitz zu fordern, würde man ihm die Erneue­rung des nichtständigen Sitzes, den es innehabe, für mehrere Jahre zusichern.

Unruhen in Rußland?

Paris, 11. Aug. (WB.) Der3ntransi- geant" gibt eine Meldung keines Bukarester Kor­respondenten über die Zustände in Rußland wie­der, die das Blatt selbst nur mit ausdrück­lichem Vorbehalt verbreitet. Danach greife die revolutionäre Bewegung in Rußland um sich. Die Sowjet-Regierung habe im ganzen Lande den Belagerungszustand verhängt. Die Klein­bürger und Bauern ständen zum größten Teil aus der Seite der Revolution. D e (Bauern weigerten sich, der Regierung, die die Ablieferung von 55 Prozent der Ernte angeordnet habe, zu ge­horchen. 3n verschiedenen Gegenden sei der Eisenbahnverkehr gestört. Die Eisen­bahnarbeiter seien militarisiert worden, die Wein- unb Alloholverkaufer hätten ihre Läden geschlos­sen. Süd-Ruhlatib befände sich in vollem Aufruhr Die Truppen des Generals Lusse- witsch hätten Kiew von Odessa abgeschnitten, emfle Kämpfe fanden zwischen den den Bolsche­wisten treu gebliebenen Truppen und den Revo- luttonären statt. Ein Teil der russischen Schwarzmeerflvtte habe gemeutert und Kertsch, Cherson und Sebastopol beseht. Die rumänische Regierung habe Maßnahmen an der Grenze getroffen.

Rumänien und Rom»

London, 12. Aug. (WTD Funkspruch.) Times" berichtet aus Bukarest, dem Besuch des rumänischen Ministerpräsidenten, des Gene­rals Averescu in Italien werde in der rumä­nischen Hauptstadt eine hohe militärische und wirtschaftliche Bedeutung beigemessen. Zunächst werde Averescu Vorkehrungen zu dem bevor­stehenden Besuch des rumänischen Kö­nigspaares in 3talien treffen und ein Konkordatzwischen dem Vatikan und Rumänien abschliehen. Außerdem werde er im geheimen versuchen, Italiens Billigung der Annexion Bessarabiens durch Rumänien zu erreichen und endlich werde er die Möglichkeit der Ausbringung einer größeren Anleihe für Rumänien und der Anlage italienischen Kapitals für die Entwicklung der natürlichen Hilfskräfte Rumäniens untersuchen.

Blutige Zusammenstöße in Mexiko.

Reuyork, 12. Aug. (WTD. Funkspruch. Der Erzbischof Ruizy Flores von Mexiko teilte bei feiner Ankunft aus dem Staate Michvacan mit, daß zwei römisch-katholische Priester und über 30 Bürger am 1. und 2. August hingerichtet worden seien, unter der Beschuldigung, Rädelsführer einer gegen die Regierung gerichteten Erhebung zu fein. Ein Zusammenstoß zwi-chen Soldaten und Bürgern habe in der Stadt Cahuayp ftnttgefun« den, weil die Katholiken es abgelehnt hätten, die Kirchen den städtischen Ausschüßen zu über­geben, 50 Soldaten, die am 11. August hier angelangt seien, wären von Leuten, die auf Kirch­türmen und Hausdächern Stellung genommen hatten, beschossen worden. 50 Personen hät­ten dabei ihr Leben verloren. Erst die Ankunft von Truppenverstärkungen habe dem Kampf ein Ende gemacht. Zwei Regierungsingenieure, die versuchten, die örtlichen Beamten zu unterstützen, seien von der Menge getötet worden. 3n einer benachbarten Stabt hätten die Truppen vier Rädelssührer hingerichtet.

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