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Wandern und Reisen Bäder und Sommerfrischen
Die Nordsee
Don Alfons Paquel.
Man kann die Ostsee mit ihrer schwachen Drandung, ihrem gleichmäßigen, angenehmen Wellenschläge und mit ihren lieblichen, von Buchenwäldern überzogenen Strandlandschaften dem Mittelgebirge vergleichen. Dann ist die Nordsee ihrer rauheren und schrofferen Natur nach den Alpen ähnlich. Ihre Bilder sind gewaltiger und herber, fie sind niemals ohne eine ernste Großartigkeit, man hat an ihrer Küste, an ihren Inseln, auf ihrem täglich wieder von der Nut bedeckten und täglich von der Ebbe blohgelegten Wattenmeer den Eindruck, sich in einem ewigen Kriegsgebiet des Menschen mit der Natur zu befinden
Die Nordsee ift die ö« der knatternden Drandung. der salzigen, reißenden Winde, des mächtig gespiegelten und trügerisch spiegelnden Lichts, des unendlich großen wolkigen Himmels. Don ihren zerrissenen, vom kargen Strandhafer bewachsenen Dünen weht an stürmischen Dagen der seine, scharfe Flugsand in Fahnen.- Der starke Unterschieb von Ebbe und Flut gibt dem Leben an her Nordsee den bezwingenden kosmischen Pulsschlag. Dieser Wechsel der Gezeiten und die Änmittelharkeit, mit der Wind und Sonne den Charakter jedes Tages immer wieder von Grund aus neu zu bestimmen, gibt hier dem Leben der Menschen den wetterfesten Zug. jene eigentümliche Härte und Schweigsamkeit, die wohl aus die Zurückhaltung dieser Menschen gegenüber den Möglichkeiten des nächsten Tages zurückgeht.
Der einzige Binnenländer, Goethe, der früh etwa« von der Natur dieser Menschen ahnte, vhne jemals ihr Land besucht zu haben, hat auf seinen Freund, den aus Ostsriesland gebürtigen 6>r. Neil, die etwas glatten, etwas schon- malenden Derse geschrieben:
„Unb dieses Leben sollt ihr billig kennen.
1 Das Land Wohl kennen, dem es angehört.
Das immerdar in seiner Fluren Mitte Den alten Biedersinn, die deutsche Sitte. Der Freiheit längsten Sproß genährt: Das meerentrungne Land der Gärten und der s Wiesen.
Den »eichen Wohnsitz jener tapsern Friesen!"
Die Derse sind sicherlich im ganzen äu- treffenb unb werben noch immer gern bort oben jitiert. Aber sie verraten nur wenig von der Rauheit, der Großartigkeit, der Kargheit dieses Landes unb der Menschen, die auf den fetten Marschen des Küstenranbes als reiche Bauern unb Dicljzüchter sitzen, aber brausten auf den Inseln schon zufrieden find, ihre Sandberge gegen das Meer zu behaupten und ihre kleinen Häuser im Schutz der Dünen unb bet spärlich angepslauzten Wäldchen zu bewohnen. Mit einem tiefen Aufatmen, mit einem herben GlückSgefühl tritt der Gast aus dem Dinnenlande in Jenen äußersten Bereich der deutschen Nordsee. Es ist gleichsam ein anderes Land hier. Ein tief er» fischendes Leben unter neuen Bedingungen.
D i e Seebäder.
Ls war das naturbegeisterte 18. Jahrhundert, bas die Schönheiten und Heilkräfte der Nordsee nicht anders als die der Hochalpen entdeckte! Dann dauerte e8 noch ein paar Jahrzehnte, bi» man auf den friesischen Inseln begann, die ersten primitiven Einrichtungen für die Beherbergung und Unterhaltung von Badegästen zu schaffen. Da« erste Seebad war Norderney, das später in der hannoverschen Zeit seine noch bestehenden, heute aufs modernste ausgestatteten Kureinrichtungen. fein hübsches Konversationshaus und seine mit viel Mühe angepflanzten Wäldchen erhielt und seine sichtbare Erinnerung an die Kontinentalsperr.'. die Napoleonschanze, als eine Art Sehenswürdigkeit in seine bescheidenen Anlagen einbezog.
Aber eS folgten dann auch die übrigen ost- friesischen Inseln, die der Küste in einem weiten, leicht geschwungenen Bogen vorgelagert sind unb sich nun bemühten, dem Binnenlande ihre Borzüge bekannt zu machen. Man beförderte die mutigen Feriengäste, die von der See meist noch nie etwas gesehen hatten, in langsamen Gespannen und kleinen Segelschiffen vom Festland ?u den Inseln hinüber, man bot ihnen einfache, aobere Unterkunft in den niederen, kabinen- Lhnlichen, mit dem Hausrat seefahrender Leute vollgepfropften Hütten der Fischer. Immer mehr waren die Leute von den Inseln auf die Der- dienstmöglichkeiten durch die Fremden angewiesen, dennn seit der Einführung der Schleppnetze in die Hochseefischerei waren ihre alten Fischerei- grünbe zerstört.
Das Baden in der Nordsee war immer eine Herrliche Sache, aber es war im Anfang nicht so ungefährlich und bequem wie heute. Man
begann in ätorderney mit em paar schwerfälligen Babekutschen, in denen die Gäste gerade Platz genug batten, sich stehend umzu- fleiben. Erst viel spater gab es bie Zelte und Strandlörbe, die beute vor den dichten Reihen der zweirädrigen Dadekarren die reinen, ebenen, unendlichen Flächen am Strand beleben, über die der Wind den glitzernden Schaum der Wellen in großen Flocken hintreibt. Dahinter stehen dann gewöhnlich auf der Höhe der Dünen bie festgebauten, um einen sonnigen Hof von Sandhaufen angelegten, verschließbaren An- kleibezellen, von denen der Badende lustig zum Strand hinabsteigt. Und außer diesen Einrichtungen. deren Schönstes die freie Luft, das freie Wasser und die freie Bewegung im munteren Getriebe des Strondlebens ist. gibt es auf den Inseln auch die ärztlich geleiteten Anstalten mit ihren Zellen für Warmwasserbäder, mit ihren Kureinrichtungen bis zum künstlichen Lichtbad, zur Heilgymnastik und zur Nöntgenkammer. Entzückend an sonnigen und windigen Tagen dieses bunte leichtbe'vegte Treiben am Strande, die breite. Gleichmäßig feste, dem nackten Fuß wohltuende feuchte Sandfläche, bie weiß unb bunt gekleideten sonnverbrannten Menschen zwischen den Sitzlörben. den rotgestreiften Zelten, den mit Umsicht und kindlichem Eifer gegrabenen Sandburgen vor der rauschenden Gischtfront des Meeres, und über allem die bunten Wimpel, gehißt an biegsamen Stangen. Die Badewärter. mit der Trompete an 6er Seite, bereit, die Badenden, die sich zu weit hinauswagen. zurückzurufen, stehen auf dem Ausguck. Man hält sich wegen der täglich wechselnde^ Zeiten für Ebbe und Flut auch mit dem Baden an bestimmte Stunden. vor ollem vermeidet man das Baden zur Zeit der Ebbe, die den Badenden mit ihrer saugenden Bewegung unwiderstehlich ins Meer reißt. Am Strand entlang führen gepflasterte Pfade, verteilen sich über bie steilen wildzerklüfteten Wüstenlandschaften der Dünen, in deren schmale Tälchen da und dort ein Gemüsegärtchen, ein Kartoffelbeet eingebettet ist. Konzertpavillons, glasgedeckte Berauben ragen auf den Anhöhen ein Signalmast auf der Düne, ein Leuchtturm, der am Abend sein Dlihfeuer aussendet, gibt der Insel ihren Charakter
Die Inseln sind nach Größe, Art und Form verschieden, nur ihr Grundzug ist einheitlich. Die „grüne Insel" Borkum mit ihren zahlreichen großen Hotels unb das geräumige, mit einem guten Dampferhafen, mit Flugzeughallen. Rennplatz, Kuranlagen versehene, durch lange Stein- bämme geschützte Norderney sind die Inseln der verwöhnteren Gäste. Das schließt natürlich nicht aus, daß man' mit geringen Mitteln auf diesen Inseln seines Lebens nicht minder froh werden kann, als jene Leute, bie noch bem am Strand verbrachten Tage am Abend die Hotelveranda, den befrackten Ober, die buntverhangene Tischlampe, ben Konzertsaal, die Tanzdiele und die Dar nicht missen mögen. Auch die kleineren Inseln geben sich in den Sommermonaten alle Mühe, ihre Badegäste zu unterhalten. Aber sie haben doch im wesentlichen ben Charakter von Familienaufenthalten. Sie sinb die Inseln des Mittelstandes. Und übrigens fehlen nirgends die Erholungs- und Genesungsstätten der Großstädte und Landkreise des inneren Deutschland, die brav daherziehenden singend marschierenden Kinderscharen.
Die Inseln.
Wenn man ben Strand von Cuxhaven _unb von Helgoland unb bie nordfriesischen Seebäder der schleswig-holsteinischen Küste hinzurechnet, so hat man im Sommer die Wahl zwischen siebzehn Orten an der Nordsee. Hier ist nur von den ost friesischen Inseln die Rede, den sieben zwischen der holländischen Grenze und dem oldenburaischen Wangeroog. Wer Näheres wissen will, der schreibe an die Badeverwaltunaen. In ihren hübschen Prospekten behauptet jeoe einzelne dieser Inseln, am weitesten draußen in der See AU liegen; ein Blick auf die Karte zeigt, daß diese Unterschiede nicht so sehr groß sind, jede bietet Salzwasscr unb Seeluft genug, auf jeder ist Platz iür Gäste. Auch Langeoog und Wangeroog mit ihren Strandhotels unb ihren guten Verbindungen zum Festlanbe lassen es an Zerstreuung nicht fehlen. Zurückgezogener lebt man auf bem schmalen, langgestreckten Juist unb auf Spiekeroog, primitiver, doch nicht unbehaglich auf dem kleinen, nur im Motorboot ober im Segelboot von Norbbeich her'zugänglichen Baltrum. Nach Borkum fährt man in zwei Stunden vom Emdener Außenhafen hinüber; nach Norderney. Spiekeroog. Langeoog von Norddeich. Wangerooa ist am besten von Bremerhaven aus auf einem der kleinen vortrefflichen Lloyddampfer au erreichen. Reizend trotz ihrer Daumlosigkeit ist Die großartige Dünenkette von Juist mit ihrer
reichen Flora. Reicher an Abwechslung das freundlich« Langeroog mit seinen weilen, zum Horizont des Festlandes offenen Wiesenflächen unb seinen Tausenden von Möwen, die im Strandhafer an der Ostspitze dieser Insel nisten. Wangeroog liegt der Fahrstraße der großen Dampferlinien am nächsten Hier fehlen niemals die Schiffe, die Rauchfahnen am Horizont, hier ist man bem großen Leben der See am nächsten, bie Feuerschiffe ber Jade- unb Wescrmündung und ber Blinkfeuer von Helgoland kreuzen des Nachts ihre Strahlen mit denen, bie der Leuchtturm dieser Insel des Nachts auf das Meer hinaussendet. Die „Saison" der Nordsee sind die Monate vom Ende Juni bis Ende September. Der Kontrast zum aewöhnlichen Leben der Stadtmenschen ist stark: bie Fluten der See zerstäuben an den breiten Sandflächen der Inseln und überschütten den Körper mit ihrer Frische. Ein tiefes Aufatmen, ein herbes Wvhl- gefühl erwartet den Gast der Nordsee. Man sollte sie im Dinnenlande besser kennen, bann würden noch viele zu ihr hinausfahren unb immer wieder zu ihr zurückkehren!
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Nach den Nordseebädern sind ab Gießen folgende Zugverbinbungen zu empfehlen:
Heber Hannover: Gießen ab 10.18 abends in ber Richtung Bremen. ®mben, Norddeich: Gießen ab 11.44 abends in der Richtung Bremen. Bremerhaven, mit unmittelbaren Schiffsanschlüssen
Heber S i e g e n » H a ge n: Gießen ab 8.41 morgen» in der Richtung Siegen, Hagen. Münster, Emden, Norddeich.
Die durchgehenden Wagen bis Norddeich verkehren in der Zeit vom 1. Juli bis 5. September d. I. Wegen kostenloser Auskünfte über sämtliche Zugverbinbungen, sowie Beratung in allen Aeiseangelegenheiten wende man sich an bas Mitteleuropäische Reisebüro in Frankfurt im Hauptbahnhvf. Dieses besorgt auch die Paßvisa für sämtliche Länder und versendet Fahrscheinhefte (Rundreisen) für In- unb Ausland unter Nachnahme: das Institut besorgt endlich Fahrtausweise für Personenbeförderung zu Lande, zu Wasser und in der Luft, Hotelvermittelung an allen Plätzen unb Prospekte für Bäber unb Kurorte.
Wanderfahrten.
Durch den Odenwald von Michelstadt nach Amorbach.
Mit dem Frühzug Frankfurt—Hanau—Eber- bad) erreicht man gegen 8 Uhr vormittags das im Herz des Odenwaldes gelegene Michelstadt. Ehe man sich auf die Wanderschaft begibt, lohnt sich ein kleiner Abstecher nach dem an der rauschenden Mümling gelegenen, weithin berühmten, ganz eigenartigen Schloß Fürstenau (5 Minuten), der Residenz oer Grafen von Erbach-Fürstenau; ber gewaltige Torbogen gehört zu dem Kühnsten, was die Baukunst der Renaissancezeit hervorgebracht hat. Ganz nahe bei Schloß Fürstenau (2 Min.) stehen die Ueberrefte der berühmten Einhardsbasilika, ein historisch wie kunstgeschichtlich gleich interessantes Baudenkmal. — Aber zurück zu unserem Reiseziel. Man durchschreitet das saubere und freundliche Michelstadt und macht auf dem Marktvlatz halt. Bewundernd steht ich vor einem merkwürdigen Bauwerk aus dem Jahre 1484, dem Rathaus der Stadt. In unserem Rücken befindet sich der Marktbrunnen mit dem Standbild des Erzengels Michael. Ringsum alte Häuser. — Man folgt nun ber Wegbezeichnung bes Odenwaldklubs (gelbes Deieck) unb ist nach 15 Minuten am Waldessaum. Durch schweigenden Wald, an der Emi- lienhütte und dem Forfthaus Sylvan vorbei, führt ber Weg nach Euldach (1 Stunbe), einem wunderschön gelegenen Jagdschloß des Grafen zu Erbach- Erbach nut einem weitausgebehntem Park unb Wiesenfläcyen ringsumher. Zahlreiche Ueberrefte römischer Bauwerke, die aus der Nachbarschaft herrühren, lenken unsere Aufmerksamkeit auf sich. Da ist ein 8 Meter hoher Obelisk, getürmt aus Steinen des Römerkastells bei Würzberg, ein Haupttor vom Wurzberger unb ein Seitentor vom Eulbacher Kastell. ein römisches Wachthaus. Altäre. Botiosteine usw. In bem kleinen See liegt eine Insel, worauf sich eine Kapelle erhebt. — Wir fetzen die Wanderung fort unb benutzen bie Landstraße, überschreiten nach 10 Minuten die hessisch-bayerische Grenze unb erreichen nach 25 Minuten das Bauerndorf Box- brunn. Da wir noch einen weiten Weg vor uns haben, halten wir beim Gastwirt Hilbert Einkehr. Dann geht es weiter, bis wir nach 25 Minuten bie sog. „Silber" erreichen. Nun biegen wir links ab unb folgen ber weißen Wegbezeichnung (Rambus). Wir manbern am Anfang ohne Aussicht im Wald auf dem „Russenpfadspäter ,eboch werden wir durch prächtige Fernblicke entschädigt. Wir steigen I den Berg hinunter, kommen an ber Kapelle zu
Amorsbrunn vorbei und sind am Ziel ber Wände rung, in Amorbach. Es gehört unbestritten zu den lieblichsten Punkten bes Ooenwaldes. Ein freundlicher Wiesengrund umschließt den etwas über 2000 Einwohner zählenden Ort; waldbedeckte Höhen um geben ihn schirmend unb bewirken ausfallende Milde bes Klimas. An Sehenswürbigkeiten sei nur die protestantische Kirche erwähnt, bie wegen ihrer weltberühmten wertvollen Orgel viel besucht wird. Wer aber mehr wissen und sehen will, der manberc hin unb erfreue sich an den Schönheiten, bie bas liebliche Städtchen bietet.
Gießen—Krofdorf—Waldhaus—KirchderS— Gladenbach.
Wir fahren mit dem Postauto nach Krofdorf, gehen entweder die schöne Waldstraße oder benutzen eines der schon früher beschriebenen Tälchen: Glcibach- oder Fohnbachtal zum gastlichen Forslhaus Waldhaus. Don hier führen uns blaue Striche nach Kirchvers, wo wir auf die vom Dünsberg kommende, rote Punktmarkierung stoßen, der wir nunmehr folgen. Durch verschiedene idyllisch gelegene Dörfchen führt uns das Wegczeichen zu dem anmutig in einem Talkessel gelegenen Städtchen Gladenbach. Besonders schön ist der Weg zwischen Rollshausen und Mornshausen, der sog. Subach, wo er sich nur zwischen Bergen hindurchwindet. Der letzte Teil der Wanderstrecke führt Über den mit einem Turm bestandenen Kirchberg, von dem man eine prächtige Aussicht genießt. Don Gladenbach fahren totr über Nd.-Walgern der Heimat wieder zu. Dauer der Wanderung, die für die heiße Jahreszeit weniger empfehlenswert ist. von Krosdors aus etwa 4 Stunden.
Dutenhofen—Stoppelberg—Kirschen- Wäldchen—Honigmühle—Wehlar.
Am Bahnhof Dutenhofen, bis wohin wir die Dahn benutzen, beginnt daS Wegzeichen: schwarzer Strich, dem wir über Münchholzhausen, zunächst durch Feld, später durch Wald auf den 400 Meter hohen Stoppelberg folgen. Der auf dem Gipfel stehende Aussichtsturm, von dem man früher eine herrliche Aussicht genoß, ist leider wegen Altersschwäche gesperrt, doch sind genügend Durchblicke auf die schöne Hingegen!) vorhanden. Am Fuße des Derges liegt das Weiler Kirschenwäldchen, dem wir zwecks Rast einen Besuch abstatten. Zur Zeit der Kirschenblüte ist ein Desuch äußerst lohnend. Hier verlassen wir die schwarzen Striche und wandern vorerst auf unmarkiertem, später mit L (Lohnhöhen- weg) bezeichnetem Wege zu der im Wetzbachoder Siebenmühlental reizvoll gelegenen Honigmühle. wo wiederum gute Einkehr ist. DaS hübsche Tal abwärts gehend, erreichen wir über Nauborn unser Endziel Wetzlar. Dauer der Wanderung 4'/? Stunden.
Reiseliteratur.
— Das letzte Heft ber illustrierten Monatsschrift „Die beutfdje Nordsee" (Verlag „Die Deutsche Nordsee", Detmolb, Hornsche Straße 30) mibmet seinen Leitartikel bem Kriegshafen Wilhelmshaven, der auch heute noch für ben Binnen- länber genug Sehenswertes bietet. Zum 100. Geburtstage bes Helgoländers Seebabes liefert Dr. Haeberlin-Wyk einen mit vier alten Stichen bzw. Karten geschmückten Beitrag. Die urwüchsige Kunst bes Fnesenmalers Hans Peter Feddersen wirb gleichfalls mit Abbilbungen verständlich gemacht Weitere Aufsätze sind dem Problem bes Vogelzuges, bem Verkehr an die Nordsee über Wilhelmshaven unb der Wirkung bes Lichtes an ber Nordsee gewidmet. Neben unterhaltenden Beiträgen enthält bas Heft sodann eine Reihe von Nachrichten über bie Nordseebäder unb ben Verkehr dorthin, die besonders denen willkommen sein werden, die demnächst ihre Ferien an der Nordseeküste zubringen wollen.
— Deutscher Hotelführer 1 926. 217 Seiten 8". Verlag ber „Deutschen Hotel-Nachrichten, vereinigt mit Küche und Keller". Heinrich Eisler, Hamburg.
— Wegweiser für dasDadnerland 19 2 6. — Heber die ausgedehnten badischen Erholungsgebiete im Schwarzwald, am Neckar und Bodensee ist in neuer erweiterter Auslage ber „Wegweiser und Hotelführcr 1926“ erschienen, der in übersichtlicher Weise die wichttgsten Angaben über bie einzelnen Bade- und Kurorte sowie Sommerfrischen und Fremdenstädte hinsichtlich Reiseweg, Höhenlage, Landschaft. Klima und Heilanzeigen, Sehenswürdigkeiten usw. enthält. Der illustrierte Führer weist über 1000 Gaststätten mit den neuesten, meist herabgesetzten Einzelpreisen nach, sodaß die Auswahl eine- Kur- oder Erholungsaufenthaltes, die Ausführung von Rundreisen und Wanderungen wesent- ilch erleichtert wird.
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