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n en-Dollar-Anleihe des vorigen Jah­res, eine Arbeit, die ihm echt amerikanisch da­durch erleichtert wurde, daß mit seinem Frder- halter durch eine Transmission noch weitere 17 Halter verbunden waren, so daß bet einmaliger Unterschriftleistung 18 Stück gleichzeitig unter­schrieben wurden: durch diese Vereinfachung hatte er seinen Vamennur rund 300mal zu schrei­ben. Der amerikanische Geldmarkt soll nach De­cbachtungen des Stadtrats Asch für die Auf­nahme von Auslandanleihen nicht ungünstig fern. Ob jedoch Frankfurt, obwohl verhältnismäßig günstige Bedingungen zu erhalten wären, in Amerika eine Anleihe aufnehmen werde, stehe beute noch nicht fest. Fest stehe indessen, dah für die verschiedensten schwebenden Projekte eine neue Anleihe von 50 Millionen Reichsmark auf- genommen werden müsse, und zwar sei diese Anleihe in der Hauptsache bestimmt für den Ausbau des Gas- und Elektrizitätswerkes, für den bereits begonnenen Dau der neuen Grob­markthalle, sowie für das neue Hallenschwimm­bad und eine Reihe anderer kleinerer Projekte. Wenn es möglich sei, die Anleihe am deutschen Markt unterzubringen, so sollte dies versucht werden, erst wenn dies nicht gelinge, dann werde die Anleihe in Veuyork plaziert werden. Die Polizei hat den 20jährigen Arbeiter Kon­rad Welzhofer aus München, der im Ver­dacht steht, in einem Kolonialwarengeschäft in der Scheidswaldstraße einen schweren Ein­bruch verübt zu haben, fe st genommen Dei seiner Vernehmung stellte sich heraus, daß er bei den Metzgermeistern sehr gut dasKlopfen" versteht. Die ergaunerten Wurstwaren, von denen er Äebersluh hatte, verkaufte er. Mit dem Gelde, das man ihm fdjenfte und das er aus dem Der- *-/ erlöste, machte er sich in Spielklubs vergnügte Stunden. Auf der Wilhelmsbrücke ereignete sich gestern ein schwerer Unfall Ein Gefchäftsauto stieb mit einem Fuhr­werk zusammen. Der Zusammenstob wäre noch glimpflich verlaufen, wenn nicht sofort da­nach ein Strahenbahnwagen herange- braust und mit beiden Fahrzeugen zu­sammengeprallt wäre. Deide, sowohl Fuhr­werk wie Auto, wurden auf den Bürgersteig ge­schleudert und erheblich beschädigt. Der Chauffeur und zwei Passagiere wurden erheblich verletzt und mubten ins Krankenhaus eingeliefert wer­den. Auch der Strabenbahnwagen wurde be­schädigt.

WSR. Höchst a. M., 10.Okt. Der 31jährige Autohändler Paul F l e b b e stieß gestern nach­mittag zwischen Sindlingen und Hattersheim, als er gerade ein neues Motorrad a y 6 pro­bierte, mit dem Drückkarren eines Landwirts zusammen. Der Zusammenstoß war so heftig, daß Flebbe in weitem Bogen vom Rade gegen einen Telegraphenmast geschleudert wurde, wobei er sich einen Bruch des Halswirbels zuzog. Er war sofort tot. In einer hiesigen Wirtschaft wurden zweijüngere Leute namens Hart­mann und Aport fe st genommen, die unerlaubten Handel mit Kokain pfleg­ten. 3n ihrem Besitz wurden noch etwa IV2 Pfund des Giftes gefunden. Man glaubt, daß es aus einem Diebstahl bei der Firma Merck in Darm­stadt herrührt.

WSR. Hanau, 10. Okt. Die Weinbrennerei Gebr. Hirsch mann und ihre Schwesterfirma, die Weinbrennerei Jacob Stück A.-G. haben aus Anlaß ihres gestrigen 5 0- bzw. 1 OOjähri- gen Bestehens der Stadtverwaltung einen Betrag von 8000 Mark überwiesen, der zu Beihilfen für Arbeitslose und Ausgesteuerte. Kleinrentner, psychopathische Kinder und Kriegs­hinterbliebene Verwendung finden soll.

Amtsgericht Gießen.

' Gießen, 8. Okt. Zwei in den städtischen Baracken nebencinander wohnende Familien liegen seit längerer Zeit gegenseitig in dauerndem Streit. Heute war das eine Ehepaar wegen Be­leidigung und Bedrohung des andern angeklagt. 2sach umfangreicher Beweisaufnahme wurde der angeklagte Ehemann wegen dreier Beleidigungen ^zu Geldstrafen von zusammen 3 0 Mark, "feine Ehefrau dagegen wegen einer Beleidigung -zu einer Geldstrafe von 10 Mk. verurteilt. Von der Anklage der Beleidigung in einem wei­teren Falle und der Bedrohung wurde der Ehe­mann mangels ausreichenden Beweises sreige- sprochen. Die Kosten wurden unter beide Parteien entsprechend verteilt.

Ein Händler von hier war wegen Mißhand­lung feiner geschiedenen Ehefrau angeklagt. Zu­nächst bestritt er, ihr überhaupt etwas getan zu haben. Als ihm dann vorgehalten wurde, daß er früher bei einer polizeilichen Vernehmung selbst zugegeben habe, ihr einige Ohrfeigen ver­setzt zu haben, erklärte er, er habe damalsrenom­miert". Schließlich stellte er nicht mehr in Ab­rede, seine Frau geschlagen zu haben. Daraufhin kam es zwischen den Parteien zu einem Vergleich. Der Angeklagte bedauerte seine Tat, übernahm sämtliche Kosten einschließlich des Sonderhono­rars des Vertreters der Privatklägerin in Höhe von 45 Mk. und zahlte für Arzt- und Apotheker- kosten 20 Mk. Damit sind alle Ansprüche der Privatklägerin aus der Mißhandlung erledigt.

Gerichtssaal.

Drei Monate Gefängnis für einen wilden Autler.

* Darmstadt, 9. Okt. Vor dem Bezirks- schöffengericht hatte sich der General­sekretär der land- und forstwirtschaftlichen Be­rufsgenossenschaft, Pieper, wegen fahrlässi­ger Tötung zu verantworten. Er war auf einer Probefahrt miteinemAutomobilzu schnell gefahren, stieß an einer Straßen­kreuzung mit einem Radfahrer zusammen, dör überfahren und getötet wurde. Das Ge­richt verurteilte den Angeklagten zu drei Mo­naten Gefängnis.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

" Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 81 vom 8. Oktober enthält: Maul- und Klauenseuche in Queckborn, Warthof bei Grün­berg, Harbach und Lauter. Mitgliederversamm­lung des Hessischen Schutzvereins für entlassene Gefangene. Kreisstrahensperre. Kalender des Auslanddeutschtums. Bvlksbäder. Volksbüchereien. Kosten für den nebenamt­lichen Unterricht und die nebenamtliche Leitung der Fortbildungsschule. Feldbereinigungen in Allendorf (Lahn) und Beltershain. Straßen­sperre. Dienstnachrichten.

Wirtschaft.

Von den Schlachlviehmärkten.

An den Schlachtviehmärkten der vorigen Woche gestaltete sich die Marktlage für alle Gattungen, mit Ausnahme von Kälbern, die zumeist gutes und flottes Geschäft hatten, nicht so günstig wie in der Vorwoche. Die Auftriebs- ziffern erfuhren nur bei Schweinen eine grö­ßere Zunahme. Die Preisgestaltung ergab für Kälber gut behauptete Kurse, während die übri­gen Gattungen ihren Preisstand nur knapp be­haupten konnten.

Auf den nachstehenden Märkten wurden für

ein Pfund

Lebendgewicht in Pfennig 1

notiert:

Rinder

Kälber

Schafe

Schweine

Berlin

2056

58-100

32-61

74-85

Bremen

23-55

40-90

25-55

65-77

Breslau

20-60

53-80

30-60

72-85

Chemnitz

25-62

62-85

35-52

72-84

Dortmund

25-58

60-100

32-50

68-80

Dresden

25-62

66-92

30-63

72-87

Düsseldorf

25-60

55-92

65-84

Elberfeld

25-60

55-95

70-84

Esten

30-61

55-120

30-50

68-81

Frankfurt

M. 20-62

60-92

28-47

65-84

Hamburg

15-54

38-95

25-57

66-80

Hannover

15-57

45-95

30-53

65-80

Husum

15-56

38-48

Karlsruhe

20-58

80-86

79-84

Kastel

25-62

60-75

75-87

Kiel

17-50

33-82

28-55

49-78

Köln

23-62

60-92

30-38

63-80

Leipzig

25-60

45-88

25-55

72-85

Magdeburg

20-58

32-80

28-53

70-82

Mannheim

16-62

56-88

34-36

68-85

München

30-63

74-88

61-84

Stettin

12-56

30-88

15-52

70-84

Stuttgart

14-61

60-84

64-84

Zwickau

20-58

65-87

30-56

76-86

«

* Die hessischen Do l l a r s cha tz a n - Weisungen. Von der hessischen Staatsschut- denverwaltung wird bekanntgegeben: Gemäß den Bedingungen der Dollarschatzanweisungen des Volksstaates Hessen vom 20. Oktober 1923, Reihe A und B, wird die Einlösung der am 18. Oktober 1926 zur Rückzahlung fälligen Stücke mit einem Aufgeld von 20 Prozent in Reichs­mark nach Abzug der Kapitalertragsteuer er­folgen, wobei der Dollar zum Durchschnitt der Mittelkurse der amtlichen Berliner Votierung für Auszahlung Veuyork int Monat September 1926, gleich 4,20 Reichsmark, gerechnet wird.

' Einfuhr deutscher Automobile nach Polen. Den amtlichen statistischen An­gaben zufolge hat sich die Einfuhr deutscher Automobile nach Polen wesentlich erhöht. Das polnische Verkehrsministerium plant einen be­deutenden Kauf von Lastkraftwagen zur Güter­beförderung und Auto-Omnibussen zur Vermitt­lung des Verkehrs zwischen einzelnen Städten und Dörfern. Ein Teil dieser Bestellungen soll auch nach Deutschland vergeben werden. Die Niederlassung Ford in Polen hat eine große äln» Zufriedenheit in französischen Automobilbaukreisen hervorgerufen.

* Wayh & Frehtag A.-G., Frank­furt a. M. Zu dem Kursrückgang in den Aktien der Gesellschaft wird erklärt, daß die bisher vor­liegenden Meldungen hierüber nicht als zu­treffend gelten können. Der Stambul-Kanali- sationsauftrag stelle bei weitem nicht das Haupt- objekt der Gesellschaft dar, vielmehr nur einen kleinen Ausschnitt aus dem jährlichen älmsah. Die in Argentinien, Brasilien und vor allem in Deutschland laufenden Tief- und Hochbauten bilden nach wie vor das Hauptgeschäft. Das erste halbe Geschäftsjahr sei durchaus nutzbrin­gend verlaufen. Das türkische Geschäft erstrecke sich übrigens auf eine längere Reihe von Jahren.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 11. Okt. Tendenz: Fest. Die Börse zeigte zu Wochenbeginn auf nahezu allen Märkten zuversichtlicheStimmung. Die älnternehmungslust der Spekulation war sehr rege, was in besonders steigendem Maße für Farbenaktien zum Ausdruck kam. Unter dem günstigen Eindruck des Fortganges der Lon­doner Wirtschaftsverhandlungen, die größere Be­achtung fanden, standen 3. G. F a r b e n im Zei­chen eines bedeutenden Geschäftes mit einer neuen bedeutenden Kurssteige­rung. Der erste Kurs stellte sich bereits auf 301 Prozent, und im weiteren Verlaufe sprang die Votiz bis auf 307 Prozent. Die Vachrichten über die Konjuukturbesserung im Wirtschafts­leben, die heute vertrauensvoller lauteten, wirk­ten sich auch auf den übrigen Märkten aus. Montanaktien hatten gute Besserungen auf­zuweisen. Gelsenkirchen plus 1,75 Prozent, Har- pener plus 3 Prozent, Mannesmann plus 1 Pro­zent, Mansfelder plus 3,5 Prozent, Oberbedarf plus 2,5 Prozent, Rheinstahl plus 2,25 Prozent, Riebeck-Montcm plus 6,25 Prozent. K a li- werte traten erneut in eine bedeutende Auf­wärtsbewegung, Aschersleben plus 4,5 Prozent, Westeregeln plus 4 Prozent. Am Elektro- markt tendierten alle, Werte sehr fest. AEG. plus 0,75 Prozent, Bergmann plus 2 Prozent, Licht und Kraft plus 2,25 Prozent, Siemens plus 1 Prozent. Bankaktien eröffneten ebenfalls überwiegend befestigt mit Aus­nahme von Darmstädter, die etwas niedriger wurden. Die günstige Lage des Schiffahrts - Marktes vermochte für diese Werte Besse­rungen bis zu 2 Prozent hervorzurufen. Auto- af ti en fest. Kleher plus 2 Prozent, Daimler plus 2,25 Proz. Lebhaft gesteigert waren Z e l l- stoffaktien, besonders Aschaffenburger, die mehr als 4 Prozent anzogen. Waldhof plus 2.7 Prozent. Bauaktien uneinheitlich. Wahß & Freytag plus 1 Prozent, Holzmann gehalten, Dyckerhoff etwas niedriger. Oelwerte hatten bedeutendes Geschäft bei Itarfen Kursavancen. Deutsche Erdöl plus 6 Prozent, Rütgerswerke plus 3 Prozent. Zu ck e rak tie n waren zumeist um etwa 1 Prozent erholt. Heimi s che An­leihen hatten ruhiges Geschäft bei kaum ver­änderten Kursen. Auch am A u s l a nd r e n t en- markt vollzog sich das Geschäft in ruhigen Bahnen bei teilweise leicht nachgebender Tendenz. Der Freiverkehr war eher befestigt. Brown Doveri 132, Growag 60, Frankfurter Handel 85 Prozent. 3m weiteren Verlaufe blieb die Tendenz fest, das Geschäft nahm aber ein ruhigeres Gepräge an. Am G el dm a rkt machte sich das Herein strömen neuerer grö­ßerer a merika nis cher Anleihen be- merkbar, so daß sich die Flüsfigkeit in einer Ermäßigung des Satzes für Tagesgeld aus wirkte, der auf 4,5 Prozent berunterging. Monatsgsld 5,5 bis 7 Prozent je Adresse. 3m Devisen­

verkehr war Paris leicht abgeschwächt auf 168,75. Brüssel notierte 174,50 gegen das Pfund. Mailand lag dagegen befestigt auf 121 gegen London. London gegen Kabel 4,85,25. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,20.

Dörsenwrse.

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlug. Kurs

l-Uhr- Kur»

Schlich» Kur»

Anfang

Sure

Datum:

9. 10.

11 10.

9. 10.

11. 10

5% Deutsche RelchSanlctbe 4% Deutsche Reichsauleihe

6.6075

0,605

0.61

0,5907

u.6075

0,5975

8'/a% Deutsche Reichöanlethe

0,5807

0.59

3% Deutsche Rcichsanlcihe

0.8

11.8O

0,80

Deutsche Svarpräunenanleihe

0.3602

4% Preußische Koniols >

0.6

0.5907

0.6975

«"/o Hessen........

0,6

0,65

3V$°/n Hessen.........

3% Heilen- 1

Deutsche Dertb. Dollar-Ant.

0.6

_

95

99.9

_

dto. Doll.-Schav-2luwcilug.')

4*/0 Zolltürkcn.........

18

18

18

5% Gold Mexikaner ... .

45.5

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- and Privat-Bank

229

230

229,75

150

151'

150

151*

Darmst. und Nanonalbank .

233

31*

232

231*

Deutsche Bank.........

183,25

184.5*

182,75

181.9*

Deutsche Bereinsbank ....

1011

Disconlo Commandit . .

170.9

172,5*

170.4

171.5*

Metallbank..........

152,75

153

152

152.25

Mitteldeutsche Kreditbank. .

113.25

143.5

145,75

Ocsterreichische Creditanstalt.

8,3

8,45

8,5

Weltbank .........

-

Bochumer «Haß ......

161

160.5

162,75

104.5

104,75

104

104,75

Caro ............

73,5

74,5

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke. .

161.5

170

162

171,75

160.25

168.5

162,75 ,71.5

Harpener Bergbau......

169.75

171

170

170.5*

Kaliwerke Aschersleben....

141.5

146

141

Kaliwerk Westeregeln.....

153,5

157

154,5

156

Laurabüttc...........

79

78,5

78 75

Oberbcdars .........

74

76.5

73,5

74.5

Phönir Bergbau ....... Rpeinstabl ,

Riebeck Montan........ Tellus Bergbau......

121.5

160

151.5

121.75

162 25

160,75

82

120,5

159.5

154,75

121,5*

161,62

160

Vereinigte Stahlwerke A,-G.

144,5

145,5

Hamburg-Amerika Paket. . .

Norddeutscher Llovd . ...

167.5

164.25

169

167,75

168.75

165,9

168.9

166.9

Cheramtsche Werke Albin . .

72.5

Zementwerk Heidelberg . . .

134,75

133.5

-

I

Philipp Holzmann......

134,5

134,9

134,5

Anglo-Cont.-Guano.....

99,5

Chemische Mäher Alapin . .

-

9- G. Farbcnindustrie, A.-G.

Z97

307.2*

-'96,25

307*

Goldschmidt..........

119

123

121

123

Holzverkohlung ........

Rütgerswerke . . .....

53,75

127

57,75 HO

128

129.25

Scheideanstalt ........

173,5

176,25

«llg. Elektrizitäts-Gesellschaft

164.9

165.5

161

165.75

Bergmann .........

164

166

164,25

166

Mainkraflwerke ........

104.75

Schlickert...........

Siemen- k HalSkr ......

142.25

142.75

141.5

143*

208.25

209,12

207,75

206,62

Adlcrwerke Kleyer ......

87,5

89,5

88

87

Daimler Motoren. ......

82.5

84,75

83,13

85

Heyligensiaedi.........

27

Mcgnin............

46.12

-

Motorenwerke Mannheim

-

38,75

Frankfurter Armaturen . .

17

Konservenfabrik Braun . . .

44

Metallgesell'chast Frankfurt.

Pet. Union A.-G. .....

163.5

97

163,9

98

Echuhsabrik Herz.......

59,5

Sichel.............

3.05

3

Zellstoff Waldhof......

191.75

194.5

190,25

174

Zuckerfabrik Frankenthal . .

87.4

86

86

Zuckerfabrik Waghäusel . . .

102

102,62

102

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

9 Oktbr.

11. Oktbr.

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Briet

Geld

Briet

Amst.-Ron.

167,82

168,24

167,89

168,31

Buen.-AireS

1.708

1,712

1.712

1,716

Brff.-Antw.

12,64

12,68

11,71

U-75

Christiania.

91,82

92,04

91,87

92,09

Kopenhagen

111,40

111,68

111,44

111,72

Stockholm .

112,08

112,36

112,13

112,41

Helstngfors.

10.545

10,585

10,55

10,59

Italien. . .

16.81

16,85

17,40

17,41

London. .

20,357

4,195

20,407

20,379

4,195

20,409

Neuyork . .

4,205

4,205

Paris. . .

12,10

12,14

12,11

12,15

Schweiz . .

80,99

81,19

81,0-1

81,24

Spanien. .

62,89

63,05

62,52

62,68

Japan . . .

>Hio de Jan.

2,030

2,040

2,033 0.586

2,037 0.586

0.581

0.583

Wien in D--

Oest. abgest.

59,21

59,35

69,21

69,35

Prag ....

12,42

12,46

12,42

12,46

Belgrad . .

7.415

7.4:5

7.42

7.44

Budapest. . Bulgarien

5,872

>,025

5,892

3,035

5,872 5,035

5,892

3,045

Lissabon

21,475

21,525

21,475

21,525

Danzig. . .

81,39

81,59

81,42

81,62

Konstantin.

2,185

2,195

2,165

2,175

Athen. .

5,24

4,197

5,26

5,34

5,36

Canada. . -

4,207

4,199

4,209

Uruguav .

4.205

4,215

4.205

4.215

Banknoten.

Berlin. 9. Oktbr.

Geld

Bries

Amerikanische Note» .....

4,18

11,61

4,20

11,67

Belgische Nöten........

Dänische Noten ........

111,07

111,53

Englische Noten........

20,32

20,42

Franzönsche Noten .....

12,22

167,43

12,28

Holländische Noten.....

168,27

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

16,81

16,89

91,62

92,08

69,35

Deutsch-Ocsterr., äioo Lronen

69,05

Rumänische Noten......

Schwedische Noten.....

111,77

112,33

Schweizer Noten.......

80,80

81,20

Spanische Noten.......

62,64

62,96

12,435

Tschechoslowakische Noten . .

12,385

Ungarische Noten.......

5.84

5.88

Berliner Börse.

Berlin, 11. Okt. Der feste Wochenschluß über trug sich auf den Beginn der heutigen Börse. Bei lebhaften Llmsähen und stärkerer Beteili­gung des Publikums nahm die Haussebewe­gung iu3. G. Farben-Aktien, Elektro­wert e n, einigen Schiffahrtsaktien, Oel- aiftien und verschiedenen anderen Spezial- papieren ihren Fortgang, während Montan- und Bankaktien mehr oder weniger zu­rücktraten. 3. G. Farben erreichten einen Rekordstand von 307 Prozent. Die Anregung zu der Farbenhausfc ging hauptsächlich von ixm günstigen Fortgang der amerikanischen Verhandlungen des Farbentrustes c.u Am Elektromarkt hatten AEG. die Führung, da sie angeblich mit der Automati­sierung des Pariser Fernsprech­netzes ein neues großes Projekt in Angriff nimmt. Außerdem wurde darauf hingewiesen, daß Loucheur einen Zusammenschluß der west­europäischen Glektrizitätsgesellschaften angeregt habe. Diese Frage soll in Berlin behandelt wer­den. Die Aufwärtsbewegung am Schiff­fahrtsmarkte ging von Hansa aus, die eine Kapitalverdoppelung beantragt haben soll. Es verlautet, daß noch weitere Transaktionen im Schiffahrtsgewerbe zu erwarten seien. Die Aufwärtsbewegung der Kurse setzte sich unter besonderer Beachtung der erwähnten Papiere fort und wurde durch die flüssige Verfas­sung des Geldmarktes noch gefordert.. Tagesgeld war zu 4,5 bis 6 Prozent angeboten. 3m Devisenverkehr bildete die starke Be­festigung des Lirekurses die Sensation des Tages. Vtailand befestigte sich gegen London auf 118. Man begründet diese Bewegung mit den @r-i

folgen der Znflationspolitik Italiens und den sehr günstigen Ernteergebnissen des Landes, die die Lebensmitteleinfuhr stark einschränken und die bisher passive Handelsbilanz Italiens wesent­lich bessern. Die übrigen Valuten waren kaum verändert. Die Reichsmark notierte gegen Kader 4,20.

Frankfurter J treidebörsc.

yranffurt a. M., 11. Okt. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 28,50 bis 28,75 Mark; Roggen, inländischer, 22,75; Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 28; Hafer, inländischer, 18,75 bis 19,25; Mais (gelb) 19; Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 41,25 bis 42; Roggenmehl 33 bis 34; Weizenkleie 10; Roggenkleie 10,50; Erbsen 40 bis 60; Linsen 45 bis 75; Heu, süddeutsches, gut, trocken 7 bis 7,50; Wei­zen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 3,25 bis 3,75, gebündelt 2,75 bis 3; Treber, getrocknet 15,50 bis 16 Mark. Tendenz: stetig.

Frankfurter Schlachwcehrnarkt.

Frankfurt a. M., 11. Okt. Auftrieb: 1790 Rinder, darunter 516 Ochsen, 73 Bullen, 772 Kühe, 398 Färsen; 342 Kälber; 238 Schafe, 4128 Schweine. Es notierten: Rinder: Ochsen: vollfleischige, aus­gemästete höchsten Schlachtwerts: jüngere 56 bis 59 Mark; ältere 52 bis 57; sonstige vollfleischige: ältere 46 bis 51; fleischige 40 bis 45. Bullen: jüngere, voll­fleischige, höchsten Schlachtwerts 48 bis 52; sonstige , vollfleischige oder ausgemästete 43 bis 47. Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 48 bis 52; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 40 bis 47; fleischige 30 bis 39; gering genährte 20 bis 29. Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, aus­gemästete, höchsten Schlachtwerts 55 bis 59; voll­fleischige 48 bis 54; fleischige 42 bis 4L. Iber : beste Mast- und Saugkälber 84 bis 90; mittlere Mast- und Saugkälber 74 dis 83; geringe Kälber 66 bis 73. Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel: Weidemast 40 bis 45; mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 33 bis 38; fleischiges Schafvieh 26 bis 32, Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebend­gewicht 80 bis 82; vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 80 bis 83; von etwa 200 bis 240 Pfund 80 bis 84; von etwa 160 bis 200 Pfund 80 bis 83; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 76 bis 79; Sauen 65 bis 75 Mark. Markt­verlauf: In Rindern gedrücktes, in Schweinen lang­sames Geschäft. Es verbleibt Ueberftanö. Kälber und Schafe werden bei lebhaftem Handel ausverkauft.

Büchertisch.

Die tiefe Kluft zwischen Strafgefangenen und freien Menschen schildert mit beredten Worten Gerhard 3acobi in seinem BeitragDie Welt des Strafgefangenen" in der neuesten Vummer 4255 der Illustrierten Zeitung (Verlag 3. 3. Weber, Leipzig). Prof. Theodor Wedepohl hat seinen Gemälden aus 3sland einen inter­essanten DegleittextIleberraschungen in Island" beigefügt. Die letzte, reiche Blumenpracht des Herbstes tritt uns yr dem BeitragHerbst­blumen" entgegen. Karl Piloths Schaffen ist an­läßlich des 100jährigen Geburtstages des Künst­lers in einem Kunstbeitrag gewürdigt. 25 ent­zückende Kinderbilder das Ergebnis des Preis­ausschreibensAnsere Kindeq in der Sommer­frische" sind in der vorliegenden Vummer veröffentlicht. Die wichtigsten Tagesereignisse sind textlich und bildlich in eingehender Weise be- rücksicht; unter den Porträts von berühmten Persönlichkeiten ist das des gegenwärtig in Deutschland weilenden indischen Philosophen Tagore hervorzuheben.

Veue Frauenkleidung und grauen tultur, 10. Heft, XXII. Jahrgang. Verlag G. Braun, G.m.b.H., Karlsruhe. Die Aufsätze des neuen Heftes beschäftigen sich vor­wiegend mit den jetzt so brennenden Fragen der Körperpflege der Frau, Dauer des Schlafes, 3ungerfjalten durch 3ungbleibenwollen usw. Die Modenbilder bringen neue Festkleider, große und kleine Abendkleider, von denen die Erzeugnisse der Modewerkstätte Baltin, München, besonders durch chre rassige Form auffallen. Ein Aufsatz mit Abbildungen über neue Gebrauchskeramik ist dem Heft der Zeitschrift angegliedert, die, viel­seitig anregend, eine der besten Modezeitungen der kulturell hochstehenden Frau ist.

Die Kunst", Monatshefte für freie und angewandte Kunst. (Verlag F. Bruckmann A.-G. in München.) 3n neuem von dem bekannten Buchkünstler Professor Preetorius ent­worfenen Gewände erscheint das den 28. 3ahr- gang beginnende Oktoberheft. Die Beschäftigung mit Kunst darf kein Luxus nur für wenig Aus- erwählte sein; auch dem, der in den materiellen Kämpfen des Daseins steht, muß die Kunst die Erhebung aus dem Alltag bringen. Dies zu ver­mitteln ist die ZeitschriftDie Kunst" in vor­bildlicher Weise tätig. Aus dem reichen 3nhalt des Oktoberheftes erwähnen wir den großen illustrierten Aufsatz über die Dresdner inter­nationale Ausstellung; zu dieser Darbietung mo­derner Art steht in pikantem Gegensatz die eben­falls sehr schön illustrierte Veröffentlichung über die Neuerwerbungen der Berliner Vational- galerie; Abbildungen der herrlichen neuentdeckten Epheben-Statue in Pompeji, Wohnungseinrich­tungen der Vereinigten Werkstätten in München (Entwürfe von Paul Troost) von höchst kulti­viertem Geschmack; ein Landhaus des Berliner Architekten Heinrich Straumer; entzückende Glä­ser der Bimini-Werkstätten in Wien usw.

Der Hund, unabhängige Zeitschrift für praktische und wissenschaftliche Kynologie. Ver­lag Gersbach & Sohn, Berlin W 35. Das 18. Heft ist von programmatischer Bedeutung für die Stellung zum Problem derSpür- sähigkeit" der Hunde. 3m Leitartikel spricht Konrad Most von den Methoden der Plnter- suchungen auf die Spürfähigkeit und die Vot- Wendigkeit, sie in wissenschaftlich einwandfreier Weise vorzunehmen, indem er die von ihm selbst angewandten Methoden in Wort und Bild zur Darstellung bringt. LieberDie psychischen Fä­higkeiten des Hundes" verbeitet sich anregend und lehrreich Dr. Drüggemann, indem er ent­schieden von der Vulgärpsychologie abrückt. Einen gediegenen Beitrag überDie Degene­ration in der Hundezucht, Rassenkynde und Züch­tungsbiologie" gibt Dr. F. Goerttler, in dem die Ursachen der Degeneration, Charakterbil­dung, 3nzucht, Farbe u. a. zur Sprache kommen.

Winterkur für 4582ss Nervenkranke u. Nervös-Erschöpfte. SpcziaIkuranBta.lt Hofheini L Tanna« bei Frankfurt a. M.

Prospekte durch Dr. M. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt.