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Die Wormser GeLränKesteuer ungültig.

WSN. Worms, 10. Sept. Die Getränke- st e u e r o e r o r d n u n g der Stadt Worms war vor einigen Monaten nach einem Verfahren vor dem Amtsgericht für ungültig erklärt worden. Auf Veranlassung der Stadtverwaltung hatte seiner­zeit der Staatsanwalt Berufung eingelegt Die Berufung ist jetzt zurückgewiesen worden so daß das Urteil des Amtsgerichts äu Recht besteht. 1 8

Spielplarr der Frankfurter Theater.

armen. Ans. Z Ahr.

Opernhaus. Sonntag, 12. Sept.: Fidelio Arf. Z Ahr. Montag. 13.: Lärmen. Ans Z U6r Dienstag, 14.: Don Juan. Ans. Z Ahr Mitt- 5°^' lb.: Boccaccio. Ans. ZV2 Uhr. Donners- tag, Id.: Cavallerta ruftkana. Hierauf: Der Jajaöso. Ans. ?V2 Uhr. Freitag. 1Z.: Fidelio. W. 7 Samstag. 18.: Tiefland. Ans 73/-> älhr. Sonntag. 19.: Der Rosenkavalier Ans 6l/. Uhr. Schauspielhaus. Sonntag. 12. Sept.: Orpheus in der Unterwelt. Ans. 8 Uhr Montag. 13.: Nibelungen 1. Teil. Ans. Z1/, AKr Dienstag. 14.: Schluck und Iau. 2Inf. 8 Abr' Mittwoch. 15.: Bürger Schippel. Ans. 8 Uhr Donnerstag. 16.: Nibelungen 1. Teil. Ans Z1/' älhr. Freitag. 1Z.: Nibelungen 1. Teil Dlnf Z1/^ Uhr. Samstag. 18.: Bürger Schippel. Ans 8 Uhr. Sonntag. 19.: Nibelungen 1. Teil Auf ?Ve älhr,

VierKöLLer-SchauschWimmen in Berlin.

vo. Ernst Vierkötter, Köln, weilte am Donnerstag auf Einladung des S. C. Poseidon wieder in der Reichshauptstadt, um der Bevölke­rung zu zeigen, wie er den Kanal durchschwamm. Kopf an Kopf drängte sich an DeiF Ufern und in ocn großen, an der Spree gelegenen Vergnü­gungsgarten von Treptow die Menge. Aus Dampfern und in Hunderten von Booten aller Art haken ftch weitere Massen eingefunden, um dem Schauschwimmen beizuwvhnen. Als Vier- kotter und der Europameister Luber im blumen- geschmückten Boot zum Start an der Abtei- XäK JuPfrIn' begrüßte sie lauter Jubel und Händeklatschen. Luber Zeigte zunächst einige feiner glanzenden Sprünge von der etwa 12 Meter hohen Abtei-Drucke. Dann ging Vier­kotter ins Wasser und schwamm im langsamen Crawl-Tempo um die Insel. Bald gesellten sich zu ihm zwei 500-Meter-Staffeln des S C Posei­don, um ihn auf der etwa 1800 Meter langen Strecke bis zum Ziel, dem Deutschen Bad an der Treptower Drücke, zu begleiten. Wie schon seiner- zeit beim SchwimmenQuer durch Derlin" ließ Vierkötter auch jetzt wieder beide Staffeln im Endspurt hinter sich und schlug als Erster an.

Merkötters Kanal-Rekord gebrochen.

London, 10. Sept. (WTD.) Der Fran- zose Georges Michel konnte gestern nach wiederholten Versuchen den Kanal durch- fchw i m m e n. Er ist gestern abend am Kap Gr^nez gestartet und heute morgen um Z.25 Ahr an der Margarethenbai gelandet. Er hat mit einer Zeit von 11 Stunden 6 Minuten einen neuen Rekord aufgestellt.

Ein Rekord Kemmerichs.

. KopLuhagen, 10. Sept. (WTD.) Der deutsche Schwimmer Otto Kemmerich der wie gemeldet, als erster die Ostsee von der deut- scheu zur dänischen Küste durchschwommen hat, skartete gestern mittag um 12.10 Ahr von der Nordkufte der Insel Fehmarn und stieg gestern abend 11.10 Ahr bei Rödby auf der Insel Laa land an Land. Die Entfernung beträgt nx^ira$cr ßimc V Kilometer. Kemmerich schätzt tedoch, da er infolge der Strömung im Zictzack schwimmen mußte, die durchschwommene Strecke auf 30 Kilometer. Er wurde bei der Ankunft -n Rodby von einer großen Menschenmenge mit Begeisterung begrüßt. Kemmerich hat durch seine Schwimmleistungen den von der hiesigen Zeitung Politiken ausgesetzten Preis von 1000 Kronen gewonnen.

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die unfere großen Steinbrüche y-ät der Butz- bach Licher Bahn verbindet. Ein reger Be­trieb legt Zugnis davon ab, daß unsere Steinindu­strie in guter Blüte steht.

Krcis Friedberg.

CO Friedberg, 10. Sept. Der Kursus für Schulturnen unb Bewegungs­spiele, der auf Veranlassung des Landesamtes für das Bildungswefen durch Oberreallehrer K l ö s in der Turnhalle der Augustinerschule erteilt wurde, ist nach dreiwöchiger Dauer beendet. Die Teilneh­mer, meistens Lehrer aus Landschulen, wurden in vorbildlicher Weise in das neue Schulturnen ein­geführt, lernten durch die Praxis die Wirkung der einzelnen Hebungen und Bewegungen auf den eigenen Körper kennen und damit den Bildungswert derselben für die Schüler beurteilen. Der Leiter wußte während der ganzen Dauer das Interesse der Teilnehmer zu erhalten, so daß trotz körperlicher Anstrengung auch in den letzten Tagen noch mit Ernst und Hingabe der zum Teil recht schwierige Stoss bearbeitet wurde. Es ist zu erwarten, daß dieser Kursus in den Turnbetrieb vieler Landschulen eine Aenderung bringt, daß das alte System mit seinen exakten, aber den Körper wenig bildenden Hebungen dem neuen Turnen mit kraftvollen, Zügigen Bewegungen weichen wird. Eine vierte Woche, in der in das Mädchenturnen hätte einge­führt werden können, wurde vom Landesami leider nicht genehmigt.

CO R i e d e r f l o r st a d l, 10. Sept. Ein eigenartiger Unfall traf hier eine ältere Frau. Sie wollte eine Wespe am Fenster zerdrücken. Dabei brach die Fensterscheibe entzwei, ein Glassplitter drang der Frau in den Arm und z e r- schnitt ihr die Pulsader. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde die Frau in das Kran­kenhaus nach Friedberg gebracht.

Kreis BüDirrgcrr.

'Nidda, 10. Sept. Gelegentlich des hiesigen Herb st Marktes wurden im ganzen 42 Prämien für gutes Zuchtvieh verteilt, unb zwar für Simmen­taler Bullen 12 Preise. Hiervon erhielten die drei ersten Konrad Müller, Garnbach, Karl Krug, Heuchelheim, und Otto Horst II., Ruppertenrod. Sür Vogelsberger Bullen erhielt Heinrich Harth, Ober-Mockstadt, den 3. Preis. Für Simmentaler Kühe wurden Wilhelm Bauer, Niedör-Mockstadt, Otto Naumann, Düdelsheim, und Wilhelm Lenz, Ober-Schmitten mit den drei ersten Preisen bedacht. Für Simmentaler Kalbinnen erhielt Otto Roth, Steinheim, den 1. Preis, Karl Decker, Wallem- haufen, den 2. Preis, Hrch. Hermann Walther, Dauernheim, den 3. Preis. Für Vogelsberger Kal­binnen erhielt Eduard L i n f e r , Wingeshausen, den 1. Preis, Karl Walther, Ober-Mockstadt, den 2. Preis und Heinrich Hansel, Nidda, den 3. Preis. Heute wurden hier die Z w e l s ch e n von den städtischen Bäumen d e r ft e i g e r t. Die ! Baume zeigten nur mäßigen Behang, demzufolge waren die Preise hoch. Der Zentner Zwetschen kam durchschnittlich am Baum auf 10 Mark zu stehen. Im Kleinverkauf werden hier für das Pfund 15 Pf. verlangt. Honigbirnen sind für 1,50 Mark der Zent­ner zu haben.

Nidda, 10. Sept. Die Verschilfung der beiden H a r b t e i ch e hat in den letzten Jahren o stark zugenommen, daß fast die ganze Was­serfläche mit einemGraswald" bedeckt ift. Ucberbies zeigt bas Wasser ben bekannten grü­nen Ueberzug, der den Anblick stark beeinträchtigt. So werben die beiden Teiche, die in früheren Jahr­zehnten stark besucht wurden, zu willkommenen Brutstätten der Stechmücken, die gerade im H a r b w a l d e zu einer Plage geworden sind. Als im Vorjahre die Notiz durch die Zeitungen ging, die Pachter der Harbjagd trügen sich mit dem Ge­danken, die Teiche ausmauern zu lassen, gaben sich viele Naturfreunde der Hoffnung hin, die Harb- teiche in alter Schönheit wieder aufleben zu sehen. Leider war sie trügerisch, unb man muß abwarten, ob nicht seitens des Besitzers, des hessischen Staates, irgend etwas geschieht, die Teiche wieder instand- zusetzen. Infolge des Schilfdickichts bieten sie natür­lich den Wildenten willkommene N i st g e le­ge n h e i t und beherbergen sie in großer Zahl.

le. Dleichenbach, 10. Sept. Wie schon berichtet, sind vor einiger Zeit die unerträg- lichen P a ch t p r e i s e für die Kirchengrund-- siücke um 25 Prozent heruntergesetzt worden: angestrebt war aber eine Neuverpachtung. Für die der Gemeinde gehörigen Grundstücke ist eine solche jetzt erreicht. Die neuen Gebote waren nun endlich von wirtschaftlicher Vernunft ge­leitet. Der durchschnittliche Pachtpreis für den Morgen kam aus etwa 50 Mark, während der

I frühere säst die 3V»fache (!) Höhe hatte. Die A f e r rn a u e r n der durch unser Dorf fließenden Bleiche sind durch die Hochwasser der letzten Iahre stark beschädigt worden. Nachdem einmal Dresche in bas Mauerwerk gelegt war. ver­größerte sich der Schaden besonders an der von starkem Durchgangsverkehr benützten Hauptstraße um so mehr, je länger die jetzt von der Ge­meinde begonnene Instandsetzung hmausgescho- ben wurde. Das war geschehen, weil die Ge­meindevertretung zunächst der nun widerlegten Ansicht war, daß der K reis, wenn auch nur zum Teil, für die Wiederherstellungstosten auf­zukommen hätte. Die Mannigfaltigkeit der Bodenverhältnisse unserer Gemarkung bringenauch eine erfreuliche Vielgestaltigkeit unserer hei­mischen Flora mit sich. Auf den Basalt­resten des Bettenwaldes und besonders auf unse­rem Kalkberg findet sich manche kleine botanische Seltenheit. Am Nordhang dieses Berges, dicht an der Bahnlinie GießenGelnhausen (zwischen Stockheim und Bleichenbach), blüht schon seit Iahren der nur an wenigen Stellen Oberhessens vorkommende gefranzte Enzian (Gentiana ciliata). In diesem Iahre tritt er hier in großen Mengen auf und in außergewöhnlich stattlichen Exemplaren, die jeden Naturfreund ergötzen müssen, auch wenn ihm die Pflanze unbekannt ist.

Kreis Schotten.

-s- H e r ch e n h a i n , 10. Sept. Die hiesige G e - meindejagd, bestehend aus ca. 1800 Morgen Feld unb Wald, würbe an ben Höchstbietenden, Wil­helm Ebel, Rechner aus Münzenberg, verpachtet. Der jährliche Pachtpreis beträgt 451 Mark.

Kreis Alsfeld.

-er. Homberg a. b. Ohm, 10. Sept. Die Schüler unserer Höheren Bürgerschule unternahmen in Begleitung ihrer Lehrer eine zwei­tägige Xaunustour. Mit der Bahn fuhr man zunächst bis nach Bab-Nauheim, bas ein­gehend besichtigt mürbe. Dann ging's zu Fuß nach dem Winterstein, über die Capersburg bis zur S a a l b u r g. Nachdem man hier gründlich Umschau gehalten hatte, fuhr man mit der Elektrischen bis Bad Homburg v. d. H., wo alle in Massen- quartieren (Jugendherberge) übernachteten. Am zweiten Tage fuhr man bis Frankfurt, um die Tierwelt des Zoologischen Gartens in Augenschein $u nehmen, worauf dann der Rückweg per Bahn über Gießen angetreten wurde. Die Schüler waren über das Gesehene in hohem Grabe befriedigt.

* Merlau, 10. Sept. ImGießener Anz." Nr. 195 vom 21. August war berichtet worben, die Schulstelle des Lehrers Gemmer sei ausge­schrieben worden, Lehrer Gemmer werde in den Ruhestand treten. Dieser Nachricht lag ein Miß - v e r ft ä n b n i 5 zuqrimbe. Lehrer Gemmer ist bis jetzt nur beurlaubt unb noch nicht in ben Ruhestand versetzt. Man nimmt hier an, daß sich auf die evtl, auszuschreibende Stelle viele Bewerber melden werden.

Starkenburg.

WSN. Offenbach a. M, 10. Sept. In der gestrigen Stadtverordnetensihung teilte Oberbür­germeister Granzin mit, daß eine auswär­tige Schuhfabrik, deren Geschäftsverbin­dungen mit dem Wohlfahrtsamt noch aus der Inflationszeit herrühren, sich bei der Be­lieferung des Amtes mit Schuhen für die Anterstühungscmpfanger Betrügereien durch Lieferung schlechter und dem Vertrag nicht entsprechender Fußbekleidung habe zu Schulden kommen lassen. Auch schwebe gegen die Firma eine Anzeige wegen Hinterziehung der Am sah st euer. Der Staatsanwaltschaft sei in beiden Fällen Anzeige erstattet worden. Durch das Rechnungsprüfungsamt werde der Umfang des der Stadt zugefügten Schadens festgestellt, ferner soll geprüft werden, ob und inwieweit ein schuldhaftes Verhalten der beteiligten Be­amten vorliege. Ebenso soll der Geschäftsgang, die Art der Auftragsvergebung usw. bei den gesamten Sachlieferungen für das Wohlfahrts­amt einer Prüfung unterzogen werden. Von dem Ergebnis werde die Oefsentlichkeit zur gegebenen Zeit unterrichtet werden. Der Werkmeister Peter K e t t e n b a ch begeht am 11. Sevtember in bester Gesundheit seinen 8 2. Geburtstag. Er ist bei der Feilenfabrik Karl Fuhr bereits über 63 Iahre in Stellung, davon über 40 Iahre als Werkmeister. Seine jetzige Woh­nung hat der Iubilar schon über 46 Iahre inne.

jenigen Schüler, die Z Der Punktzahl von 100, also 67, erreicht hatten. Ueberpuntte wurden ge­währt. Die ersten Sieger sind folgende: 1. Preis Heinrich Rühl, Beuern, 161, 2. Theodor Bach­mann, Burkhardsfelden, 156, 3. Karl Hahn, Gr.- Bufeck, 143, 4. Friedrich Balser, Reiskirchen, 135, 5. Wilhelm Lippert, Großen-Bufeck, 131, 6. Rudolf S chäfer, Reiskirchen, 120, 7. Christian Rühl, Burkhardsfelden, 111, 8. Heinrich Seipp, Großen-Bufeck, 108, 9. Heinrich Boß, Reiskirchen, 107, 10. Ludwig Möget, Reiskirchen, 102 Punkte. Mit den Wettkämpfen war auch der Austrag der Meisterschaften in den einzelnen Turnarten verbunden. Es wurden Einzelleistungen erreicht, die, wie nachstehend ersichtlich, als hervorragend zu be­zeichnen find. Deutscher Dreisprung: Sie­ger Heinrich Rühl, Beuern, 9,40 Meter, 2. Friedr. Balser, Reiskirchen, 8,70 Meter, 3. Christian Rühl, Burkhardsfelden, und Karl Hahn, Gr.- Buseck, je 8,60 Meter. Kugel stoßen (5 Pfund): Sieger Theodor Bachmann, Burkhardsfelden, 11,20 Meter, 2. Heinrich Rühl, Beuern, 10,80 Meter, 3. Karl Hahn. Großen-Bufeck, 10,50 Meter. Weitsprung ohne Brett: Sieger Rudolf Schäfer, Reiskirckien, 4,10 Meter, 2. Heinrich Rühl, Beuern, Friedrich Balser, Reiskirck)en, Christian Rühl, Burkhardsfelden, Phil. Jünger, Reiskirchen, mit je 4 Meter, 3. Wilhelm Lippert, Großen-Bufeck, und Kart Hahn, Großen-Bufeck, mit je 3,80 Meter. Hochsprung ohne Brett: Sieger Theodor Bachmann Burkhardsfelden, 1,25 Meter, 2. Heinrich Rühl, Beuern, 1,20 Meter, 3. Friedrich Balser, Reiskirchen, 1,20 Meter be­rührt. 100-Meter-Lauf: Sieger Theod. Bach­mann, Burkhardsfelden, 13fr Sek., 2. Heinrich Rühl, Beuern, 14z Sek., 3. Christian Rühl, Burkhardsfelden, 14$ Sek. Zum Schluß wurde noch eine viermal-100-Meter-Staffel gelau­fen, bei der nachfolgende Zeiten erzielt wurden: Schüler von Reiskirchen 63 Sek., Schüler von Burkhardsfelden 63fr Sek., Schüler von Beuern 64 Sek., Schüler von Großen-Bufeck 64fr Sek.

t Grünberg, 10. Sept. In Anwesenheit des Regierungsbaumeisters Schneider von der Kreisbauoerwaltung Gießen fand gestern nachmit­tag eine Gemeinderatsfitzung statt, in der über den Anbau an d i e Oberrealschule und über die Führung der Autostraße verhan- dett wurde. Regierungsbaumeister Schneider be­tonte einleitend die Schwierigkeiten bei der Her­stellung der Baupläne, die vor allem in der Knapp­heit der für den Anbau bewilligten Mittel begrün­det liegen: er empfahl deshalb eine besonders scharfe Submission. Erforderlich seien für die Oberrealschule ein Physiksaal mit Nebenräumen, drei Klassenzim­mer, ein Zeichensaal und ein Lehrerzimmer. Aus Sparsamkeitsgründen sollen im alten Bau drei Klassenzimmer durch Umbau gewonnen und die Abortanlagen in die Kellerräume verlegt werden: in dem Anbau seien der Physik- und der Siug- saal unterzubringen. Der Plan des Anbaues fei so zu gestalten, daß man in späteren Jahren leicht und billig eine Erweiterung vornehmen könne. Ein ge­nauer Voranschlag sei wegen Zeitmangels noch nicht gemacht, die Berechnungen sollten vorerst nur den Rohbau ins Auge fassen, und die Submission hierzu erfi* einen genaueren Ueberblitf über die Kostenhöhe ergeben. Anschließend machte Ober­studiendirektor Angelberger Mitteilungen über das Wachstum der Schule und die notwendigen Er­weiterungen, die nur auf das Allernotwendigste beschränkt werden sollten. Der Gemeinderat beschloß, die Vorarbeiten zu dem Bau dem Kreisbauamt zu überlassen, das die erforderlichen Ausschreibungen baldigst in die Wege leiten könne. Man hofft, mit den Bauarbeiten spätestens Anfang Oktober zu be­ginnen und diese bis Mitte November zu voll­enden. Auf Anregung des Regierungsbaumeisters Schneider wurde weiter beschlossen, die geplante Auto st raße in den Ortsbebauungsplan aufzu- nehmen. Nach einer Mitteilung "des hessischen Ministeriums beabsichtigt der Staat, hier Beam­tenwohnungen zu erbauen, wenn die Stadt den erforderlichen Bauplatz von 500 Quadratmeter Größe zur Verfügung stellt. Der Gemeinderat faßte hierzu einen bejahenden Beschluß. Am 16. Sep­tember wird hier eine B u 11 e n - A u k t i o n auf der Lehmkauie stattsinden.

* Ettingshausen, 10. Sept. Mit einem Preisschießen endete jetzt das Uebungs- schießen, das der K r i e g e r o e r e i n in den letzten Monaten abgehalten hatte. Förster Philipp Keil schoß mit sechs Schuß 111 Punkte und erhielt den Ehrenpreis in Gestalt eines Hammels. Mit drei Schuß erzielte Heinrich Schomber 59 Punkte, die ihm den e r st e n P r e i s eintrugen. Jetzt ist die Lokomotive zu der Feld bahn eingetroffen,

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