Lehrlingen
Heuchelheim, den 10. September 1926.
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Louis Fr. Reuschiing, Spenglermeister und Kinder.
Gießen, den 10. September 1926. [06226
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank.
Familie August Keppler Familie Werner Barth.
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51. Deutscher GQstrmrtetag.
WSN. Kassel, 9. Sept. Die Verhandlung^!', am heutigen Vormittag begannen mit den Beratungen über die Suftbarteitsfteuer. Ein Antrag des Landesverbandes Freie und Hansestädte verlangte, daß an Stelle des Reichsnortnaltarifs Bestimmungen einer Reichslustbarteitssteuer geschaffen werden. Martens (Jamburg) begründete den Antrag und wies auf die unter chiedlichen
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Reinlichkeit im Friseurgewerbe!
In der Nr. 210 vom 8. September 1926 brachte der „Gießener Anzeiger“ den Abdruck der Polizeiverordnung für das Friseurgewerbe. Durch diese Veröffentlichung ist innerhalb des Publikums die Meinung entstanden, daß verschiedentlich die Bartflechte aufgetreten wäre, und folglich die Polizeiverordnung erlassen wurde. Ich kann demgegenüber erklären, daß die Polizeiverordnung schon seit 1904 für unser Gewerbe besteht. Was die Reinlichkeit und die Einhaltung derselben betrifft, muß ich bemerken, daß mehrmals im Jahre eine unverhoffte Revision von Seiten der Gewerbepolizei stattfindet, und Verfehlungen rücksichtslos geahndet werden. Zur Beruhigung des Publikums kann ich erklären, daß in dieser Beziehung von Seiten der Behörden keine Beanstandungen erfolgt sind. Auch sind keine Fälle von Krankheiten, die durch Bedienung eines Kunden übertragen wurden, bekannt. In der heutigen schweren Zeit, wo jeder um seine Existenz zu kämpfen hat, bin ich fest überzeugt, daß jeder Friseur darauf bedacht ist, seine Kunden sauber und rein zu bedienen, auch ohne Polizeiverordnung. Die Friseur-Innung richtet deshalb an die Bevölkerung die Bitte, sich durch diese Veröffentlichung nicht zu beunruhigen und den Friseur in seinem Geschäft nach wie
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Einladung zur Cengralversanimliing
Sonntag, den 19. September 1926, nachm. 3 Uhr, findet im Saale Karl Zinßer ordentliche General - Versammlung des Spar- und Vorschubvereins Allendorf a. d. Lumda e. G, m. b. H.
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Nach den Vorträgen am Montag, Dienstag und Freitag finden ab 9 Uhr LichtbilderWorführungen statt
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mit folgender Tagesordnung statt.
Bericht über das Geschäftsjahr 1925.
Vorlage der Iahresrechnung und Bi
anderer Erwerbszmeig müßte gefunden werden. So hat die Firma Wilhelm Grob eine Ziegel- brennerei mit Maschinenbetrieb eröffnet. Die Ziegelsteine sind von bester Beschaffenheit, und der Betrieb ist in vollem Gange. Durch dieses neue Unternehmen haben wieder einige. Arbeitslose ihren Unterhalt gefunden.
DbcrlahnLreis.
0 Gräveneck, 10. Sept. Auf der Grube Georg-Joseph ereignete sich wieder ein U n - glücksfall. Nach einem Sjnengschuß brach unverhofft Gestein nach, zertrümmerte einen Rollwagen und traf den Bergmann May ans Elkerhausen so unglücklich, daß er ein Dein brach und einige Kopfwunden erlitt. Der Bergmann Staudt von hier trug Quetschungen am Oberschenkel und Rücken davon. — Die diesjährige Getreide-, Heu-, Grummet- und Kartoffelernte fällt hier sehr gut aus.
Kreis Limburg.
0 Limburg, 10. Sept. Dieser Tage wurde bei Bramberg der Durchbruch bes 800 Meter langen Wasser st ollens für das im Entstehen begriffene Lahnkraftwerk vollendet.
Zur Bedienung von Schreibmaschinen und Registratur wird gewissenhafte und gewandte Hilfskraft von hiesiger Fabrik gesucht. Schriftliche Angebote unter 06169 an den (Bie^ener Anzeiger erbeten.
Fahnen heraus!
Um die Wirkung des Blumenkorso u. d. Lchausensterausstellungen zu erhöhen, bitten wir die Bürgerschaft, während der Ausstellungs- und Werbewoche, insbesondere amSams- tag und Sonntag die Häuser zu flaggen. Dies gilt besonders für die Geschäftsstraßen sowie diejenigen Straßen, durch welche der Dlumen- korso geht.
Die Läden sind an beiden Sonntagen (12. und 19. lfd. Mts.) geöffnet und zwar Lebens-, Genuß- mittel- und Zigarren-Geschäfte von 11 bis 6 Uhr, die übrigen Geschäfte
lanz 1925.
Genehmigung der Bilanz und Beschlußfassung über Verwendung des Reingewinns.
Entlastung des Vorstandes.
Vornahme von Wahlen.
Vereinsangelegenheiten.
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Bestimmungen freien Teile des Einkommens erstrecken, hinsichtlich der Gewerbe st euer sei die reichsgesetzliche Aufstellung einheitlicher Grundsätze notwendig. Zwischen den Zuschlägen zur Einkommensteuer, zur Gewerbesteuer und zur Grund- vermögenssteuer müsse eine vernünftige Realisation geschaffen werden. Die Gewervesteuerveran- lagung solle allgemein durch die Finanzämter er- folgen, das Aufsichtsrecht ausgebaut werden, das den Handelskammern bisher zustehende formelle An- härungsrecht solle zu einem materiellen Mitwirkungsrecht und. Einspruchsrecht und zu hohen Zu- schlügen erweitert werden. Da die neue Ordnung des Finanzausgleichs von den Ergebnissen der sogenannten Reichsfinanzstatistik abhängig gemacht wird, sei eine schnelle Durchführung dieser Aufgaben zu fordern unter Berücksichtigung der Schwierigkeiten, die sich für kleine Gemeinden ergeben.
Die Offenlegung des Kommunal-Eials jei deshalb von besonderer Wichtigkeit, weil nur dadurch der falschen Verwendung öffentlicher Gelder vorgebeugt werden könne. Die Forderung des Aus- gabe-Adbaues setze einen umfangreichen A u f • gabe-Abbau voraus. Das Entscheidende sei nicht der Abbau der Funktionäre, sondern ein Abbau der Funktionen. Während die Kosten der eigentlichen politischen Verwaltung verhältnismäßig gering seien, seien die Kosten der Wohlfahrts- ucrroaltung und vor allem der Wirtschaftsverwaltung übermäßig gestiegen. Im weiten Umfange erscheine eine Zusa m men* legung der Behörden wie auch der öffentlich- rechtlichen Institute erforderlich. (Krankenhäuser, Hochschulen.)
Besonders dringend sei eine Reform in der Wohnungs - Zwangswirtschaft mit dem Ziel der Wiederherstellung der freien Bauwirtschaft und der Aushebung der Wohnungsämter. Ferner müsse eine richtige Verwendung der Hauszins st euer verlangt werden. Auf dem Gebiete des Bank- und Kreditwesens sei eine Arbeitsteilung zwischen Banken und Sparkassen anzustreben, sowie ein Zusammenarbeiten hinsichtlich der ZinspoNtik. Besondere Aufmerksamkeit sei dem Wiederaufbau des Realkredites zu schenken. In der Ableihepolitik sei große Mäßigung notwendig. Zum Schlüsse stellte der Redner noch einige Forderungen bezüglich der Wegelasten auf. Grundsätzlich solle die Kommunalselbstverwal- tung sich in keinem Falle im Gegensatz zur freien Wirtschaft stellen. Irn Interesse fruchtbarer Gemein- uhastsarbeit müßten die Unternehmer sich mehr als bisher an der Arbeit der kommunalen Verwaltung, Vertretungen, besonders auch an der Ausschußarbeit beteiligen. Korreferate hielten die Landräte Fried- r i ch (Hattingen) und Wisko11 (Beskow).
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Sätze in den einzelnen Gemeinden hin. Kock- länner (Hannover) begründete den Antrag des Provinzialverbandes Hannover betreffend Gesetze zum Schutze der Autorenrechte. Ein Antrag des Rhein-Main-Ga st wirleoerbandes wünschte, daß die bei einem Landesfi nanz- n m t zugunsten eines Steuerpflichtigen erwirk- ten Erlässe seitens der Kommunen ebenfalls anerkannt werden müssen. Beide Anträge werden angenommen. Ein Antrag des Provinzialverbandes Hessen-Nassau und Waldeck, der sich gegen die enormen Zuschläge zu den Krankenkassenbeiträgen. die der Erwerbs- losenfursorge Angeführt werden und deren Ermäßigung, wenn nicht völlige Beseitigung erreicht werden kann, wendet, wurde angenommen. Döhne (Kassel) begründete den Antrag mit dem Hinweis auf die hohen Sondersteuern, die von den Gewerbetreibenden noch getragen werden müßten. Ein Antrag des Landesverbandes Oldenburg und der Provinz Sachsen wünschte eine reichsgesetzliche Regelung des Voltstrauertages. Der Antrag wurde ebenfalls angenommen. Hartleb (Kassel) dankte nochmals, daß man nach Kassel gekommen sei, und dankte dem geschäftsführenden Ausschuß für seine Tätigkeit. Präsident Köster erwiderte, daß die Erwartungen, die man auf den Verbandstag in Kassel gesetzt hatte, bei weitem übertroffen worden seien. Mit einem „frohen Wiedersehen" in Düsseldorf im nächsten Fahre schloß bann Präsident Köster den 51. Deutschen Gastwirtetag.
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Preußischer Landkreistag.
In Breslau ist der Preußische Landkreistag unter Teilnahme von etwa 500 Landräten und Kreistagsmitgliedern zu seiner diesjährigen Tagung zusammengetreten. Das geschäftssuhrende Präsidialmitglied des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, Geheimrat Kastl, behandelte die Lage der deutschen Wirtschaft und ihre Beziehungen zur Kommun Verwaltung. Er erörterte die Konfliktspunkte zwischen Wirtschaftspolitik und Kommunalpolitik, wie sie sich in den letzten Jahren ergeben haben, so zunächst die Heber st eigerung der öffentlicher Lasten, Fälle überschüssiger Lasten durch die Kommunen, falsche Finanzpolitik durch die Gemeinden, Mißstände im Sparkassenwesen usw. Er forderte hinsichtlich der öffentlichen Finanzwirtschaft Sparsamkeit und Ausgabenkür- ; u u g. Bei Neuordnung des Finanzausgleichs solle auf die Regelung der Kommunalzu- s ch läge zur Reichseinkommen- und Körperschafts- ,teuer Bedacht genommen werden. Das Zufchlags- r-.cht dürfe nicht zur Erhöhung der Belastung der Wirtschaft führen. Die Kommunalzuschläge müßten sich auch auf die nach den reichsgesetzlichen
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WSÄ. Limburg, 10. Sept. In einem Hause in der Frankfurter Straße stieß gestern öend der 19jährige Spenglergesclle Karl S. eu 55jährigen abgebauten Eisenbahnschlosser
im Baugewerbe in Lehrwerkstätten allein krrcht möglich ist und die Stadt keine Bauten in eigener Regie ausführt, bei denen die Lehrlinge praktisch ausgebildet werden können. — Der 40 Jahre alte Arbeiter Karl Sommer, der als arbeitsscheu gilt, verletzte heute vormittag nach einem voran- gegangenen Streit seine mit ihm in Scheidung lebeiide Ehefrau durch einen Revolver-» schuß am -Unterarm schwer. Der Täter richtete bann die Waffe gegen sich selbst und brachte sich eine schwere Kopfverletzung bei. Sein Befinden soll lebensgefährlich sein. Beide wurden im Krankenhaus eingeliefert. — In der Mvrdfache Pöhsch ist trotz der ange- stellten Recherchen noch kein Ergebnis erzielt worden. Der bereits bekanntgemachten Personalbeschreibung des mutmaßlichen Mörders ist noch nachzutragen, daß Pötzsch beim Gehen mit dem rechten Trin einknickt. Es. wird allgemein angenommen, daß der Mörder Selbstmord begangen hat. — Zu dem Lieberfall auf einen Landwirt, dcr nachts mit einem Mädchen im Ostpark spazieren ging, und dabei u in 1 O 0 0 Mk. erleichtert wurde, wird jetzt mitgeteilt, daß das Mädchen die Anstifterin des Raubes war. Ihre beiden Komplizen, der 24 Hahre alte Adam Kappes und der 31 Jahre alte Weiß konnten feff genommen werden. Bei ihrer Vernehmung gaben sie an, schon am Rachmittag gewußt zu haben, wo der Landwirt sein Geld ausbewahrt habe. Sie verfolgten ihn bis zum Mend, wo sie dann den Raub ausführten.
WSN. Hanau, 10. Sept. Gestern mittag um 2 Uhr stürzte ein e lf e i nI) a l b j ä I) r i g e r Knabe aus einem Fenster einer im vierten Stock gelegenen Wohnung der Lamboystraße ab. Er war auf der Stelle t o t. Man nimmt an, daß er beim Beobachten der Dramen das Ucbcrgcroid)t verloren hat.
WSN. Oberursel, 10. Sept. Auf der Hohemark brach in einem Sägewerk ein Brand aus, der rasch größeren Umfang annahm. Durch rasches, tatkräftiges Eingreifen der Oberurseler Feuerwehr konnte das Feuer auf feine Brandstelle beschränkt werden. Der Betrieb wurde nicht gestört.
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als -Untermieter wohnte, nach einem vorausge-- gangenen Streite die Treppe hinunter, so daß er unten mit zertrümmertem Schädel liegen blieb. Kräh ist kurz nach feiner Einlieferung im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Die Ursache der Tat ist in Miefs st reitigkeiten zu suchen. Die Mtern des Täters wollten Kräh aus der Wohnung heraus haben und strengten gegen diesen eine Räumungsklage an, die aber abgewiesen wurde. Als nun gestern der 19jährige Sohn abends 10 Uhr im Flur dem Kräh begegnete, fing er Streit mit diesem an und wollte ihn nicht in sein Zimmer lassen. Im Verlause des Wortwechsels gab er dem schwer augenleidenden und fast erblindeten Manne einen Stoß, so daß er die Treppe hinunterstürzte und dabei einen schweren Schädelbruch erlitt. Der Täter wurde verhaftet.
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WSR. Frankfurt a. M., 10. Sept. Der Magistrat hat einen Antrag Lang auf Erricht »fung städtischer Lehrwerkstätten zur Ausbildung von Bauarbeitern abge- lehnt, weil qine Ausbildung von
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