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Lachdem am Samstag m den Räumen des Student enheimS mit dessen Stiftungsfeier ein Degrühungsabend für die zahlreich eing« troffen en auswärtigen Teilnehmer vorangegangen war. schloß sich heute früh um 10 älhr im Landgrafen- bau® die Hauptversammlung de» ilni- versitatSbundes an. 3n Verhinderung des Vor­sitzenden, Generaldirektor Geh. Rat Dr. Häuser aus Höchst, begrüßte der Rektor der Universität. Pros. Dr. Lommatzsch, die Vertreter der Re­gierung aus (Berlin und Kassel, der Provinzen. Kreise und Städte, sowie die Mitglieder der Ortsgruppen. 3m Anschluß brachte der Vor­sitzende des Arbeitsausschusses. Geh. Rat Prof. Dr. Troeltsch, den 3ahresbericht zum Vor­trag. Der Mitgliederbestand hat sich auf 2923 am 1. Mai gehoben. Es sind eine ganze Reihe neuer Ortsgruppen entstanden, z. V.: Eorbach. Essen u. Industriegebiet, Melsungen, Hofgeismar, Wiesbaden ist wieder gut aufgelebt; im ganzen sind es rund 20 Ortsgruppen. Vielfach Haden Marburger Dozenten dort Vorträge gehalten. Der Vorstand ist unverändert geblieben, nur trat an Stelle des Herrn H a e r e u s, Hanau, Land- gerichtspräsidem a. D. Grimm, Hanau, an Stelle des Pros. Schaefer, Warburg. Prof. Thiel und an Stelle des verstorbenen Geh. Rat Prof. T u c z e k Pros. G ö p p e r t. Rach Deendigung der Versammlung begaben sich die Teilnehmer in die Aula der Universität, wo sich ein Festvortrag des Pros. D. Freih. v. Soden überWesen und Ursprung christlicher Kunst" anschlotz.

Unter Dorantritt einer Musikkapelle, des akademischen Lehrkörpers (Rektor, Dekane und Pedelle in AmtStracht), der Chargierten der Studentenschaft mit Fahnen, zogen dann die Teil­nehmer in geschlossenem Zug zum Vauplah im Dicgenviertel. wo eine gewaltige Menschenmenge Aufstellung genommen hatte, die Zeuge der (be­reits gestern gemeldeten. D. Red.) Grund­steinlegung des Kunstinstituts sein wollte. Rach einem einleitenden Musikvortrag sprachen hier Geh. Rat Prof. Dr. Troeltsch. Landeshauptmann von Gehren namens der Provinz Hessen-Rassau, Wirkl. Geb. Rat Ober- landesgerichtsprasident a. D. Dr. Frihsch na­mens der privaten Stifter. Oberbürgermeister Dr. Voigt namens her Stadt Marburg und Professor Dr. Lommatzsch, der die ®runb- fteinlegung^-llrfunhe zur Verlesung brachte. Fol­gende Herren gaben dann drei Hammerschläge ob. Regierungsbaurat Lütke. Staatssekretär Dr. Lammers. Ministerialrat Dr. Sch in» dowski, Staatsminister a. D. Dr. Schmidt» 011. Oberprasident Dr. Schwände r, Land­rat Thöne. Landeshauptmann von Gehren, Landeshauptmann Dr. W o e l l. Amtsgerichts- \rat Walbschmidt. Wirkl. Geh. Obersustizrat Schmidt, Geh. Oberregierungsrat Dr. StöIzel. die Landräte Sarrazin Witt- m e r und Sckwebel. Oberbüraermeister Dr. Antoni, Oberbürgermeister Stadler, Dr. Via nm. Stadtrat Dr. Sperling, Ober- bürgetmdfter Dr. Voigt. Prof. Kürschner, Geh OBerregierimgdrat Dr. v. Hülsen, die Prokssoren Dr. Lommatzsch. D. Frhr. von enden. Dr. Genzmer, Dr. K. Müller. Dr Dentfchbein. Dr. Hamann. Dr. 3a- rabSkstal. rand. für. Kreischer, Betriebsrat- Vorsitzer der 3. Gaßmann und zum Schluß Geh. Rch Prof. Dr. Troeltsch. Mit dem Ge­lange des Deutschlandliedes schloß die Feier, der sich ein Festmahl in den Dtakrifäl-n an fügte

Wirtschaft.

Berliner Börse.

. fflftgpner Drahtbericht desGießener 'Anzeigers".) Berlin, 11. Mai. Die Börse eröffnete wieder

l uyi in der bisherigen 2 n ft ( o f i a ? e i t. An kn Aktienmärkten stockte bas Geschäft voll

* kommen, so daß zahlreiche variable Notierungen t gestrichen werden mußten. Die Kurse bröckelten all­gemein leicht ab. Unter dem Druck der innsrpoliti schen Spannung war f a ft jede U rn s a tz t ä t i g feit eingestellt. Exotische Werte oermochkn 3"^reffc auf sich zu lenken Obgleich von einer Seile. ? nn den Pariser Verhandlungen über die Wie

benmfnabme des Änleihebienftee für die alten tür­kischen Staatsschulden beteiligt ist, über das man­gelnde Entgegenkommen der Türkei und den oor> läufigen Abbruch der Verhandlungen berichtet wird, setzten türkische Renten unter Führung der Anatolier ihre Befestigung noch fort Besonders fest notierten auch Mazedonische Renten. Die Gesamt­tendenz ist demnach, wenn man von den Exoten absieht, als lustlos und schwächer zu bezeich­nen. Am Geldmarkt nannte man vielfach un­veränderte Sätze. Tägliches Geld stellte sich auf 4 bis 6, bei der Reichskreditgesellschaft auf 3,5 bis 4,5 Proz., Monatsgeld auf 5,5 bis 6 Proz. Die FlüssigkeitdesGeldmarktes hält an. Am Devisenmarkt ergab lick nur eine belangreiche Aendemng in der belgischen Währung, die aus Intervention stark anzog und seit eini­ger Zeit erstmals wieder besser lag als der fran­zösische Frank. London-Brüssel zog von 157 am Vortage auf 153 an, London-Paris notierte unver­ändert 155.

DörlenvMr.

Devisenmarkt Derk»Iraakftrrt cl M. Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

10 Mai.

11. Mai.

Amtliche

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Amtliche 9totternna

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Brief

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109,70

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Stockholm

112.18

112,46

112,20

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Helnngfors

10,548

10.588

10,548

10,688

Italien .

16,77

16.81

16,71

16.75

London.

20,364

20,414

20.371

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NeuUork

4,195

1,205

4,195

4,205

Parts.

13,20

13,24

13,12

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Elbwei; .

81,14

81,34

81,135

81,335

Spanien

60.22

60,42

60,24

60,40

Japan . . .

1,963

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1.961

1.965

Rio de Jan

0.612

0.614

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Wien in D--

Erft, abgeft

59,21

59,35

59,215

59,26.5

Prag . .

12,418

(2,458

12,417

12,457

Helzrad . .

7.10

7.42

7,405

7,425

Dudavrst. .

5,86

5,88

5,865

5,885

Bulaarien

3,044

3,054

044

3,0.54

Lissabon

31,395

21,44-5

21,395

21.445

Danlla.

80.77

80,97

SO. 79

80.99

Konftanttn

2,162

2.172

2,165

2,165

Athen

5,24

5.26

5,24

.5,26

Canada.

4.20

1,21

4,20

4,21

Uruanan

4.315

1.325

4.315

4.326

zu 5,25 Prozent, P r i o a td i s k o n t e n 4,75. Am Devisenmarkt notierte der Pariser Frank in Pfundparität 155,75, die Brüsseler Psundparitäl 126,55. Mark und Pfund unverändert.

ranffurtcr Getreidebörse.

lEigener Drahtbericht desGießener Anzeiger-' > Frankfurt, 11. Mai. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,50 bis 30, Roggen, inlän­discher, 19,25 bis 19,50, Sommergerste für Brau­zwecke 22 bis 24, Hafer, inländischer, 22,50 bis 23,50, Mais (gelb) 18 Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 42 bis 42,50, Roggenmehl 28,2528,50, Weizenkleie 9,50, Roggenkleie 11. Tendenz stetig.

Frankfurter Pferdemarkt.

Frankfurt a. M., 10. Mai. (WSR.) Der Auftrieb des heutigen Pferdemarktes betrug ins­gesamt 600 Pferde. Zu Beginn war das Ge­schäft schleppend, konnte sich aber im weiteren Verlaufe gut erholen. Obwohl das schöne Wetter Zahlreiche Landwirte, die auf dem Felde be­schäftigt sind, abhielt, war der Besuch aus den Kreisen der Fuhrunternehmer und des Handels ein zahlreicher. Die Preise stellen sich wie folgt. Beste Arbeitspferde schweren Schlages 1600 bis 1900 Mark, Arbeitspferde mittleren Schlages 1000 bis 1500, gute Wagenpferd?' (Holsteiner Basse) 1200 bis 1600, Geschäftspferde 400 bis 800 Mark, Schlachtpferde erste Qualität 0,27 Mark pro Kilogramm, zweite Qualität 0,22 Mark pro Kilogramm. Rachster Dserdemarkt 7. 3uni 1926.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 10. Mai. Die neue Woche eröff­nete im Berliner Produktenhandel für Brot­getreide in allgemein fester Tendenz und zwar für Roggen in verhältnismäßig größeren Aus­maßen als für Weizen. Die Ämsahtätigkeit blieb aber wiederum sehr klein, da die 3nlandS- erzeuger Material nur sehr schwer abgeben wol­len und dann auch nur zu hoch gehaltenen Prei­sen. Gerste ist sehr still geworden, während die Rachfrage für Hafer bei stärkster Zurückhaltung der Provinz kaum Befriedigung findet. Mehl immer noch still. Futtermittel gleichfalls ruhiges Geschäft. 3m Licferungshandel wandte sich das Hauptinteresse in Liebereinstimmung mit den nie­drigeren amerikanischen Saatenziffern für Rog­gen in erster Linie zu. Unterstützt wurde diese Bewegung durch die nicht vielversprechenden Saatenstandsberichte für deutschen Roggen. Dic ersten Kurse lagen für Mai 2 Mk., 3uli 2* 1 2/? Ml. September PA? Mk. höher. Weizen schließt fich in etwa erhöhten Schlußforderungen an. Mn Notierungen plus V» Mk.. 3ull plus 2 Ml. September plus V/«. Mk. Es notierten prr 1000 Kg.: Weizen (mär!.) 297 bis 299, Rogge- (märk.) 176 bis 181, Sommergerste 193 bis 207. inländische Gerste 172 bis 185, Hafer (mär!. 193 bis 203; für je 100 Kg.: Weizenmehl 36.7.-' bis 39.50. Roggenm-ch. 25 bis 26.50, Weizenkleic 11 bis 11.25, Aoggcnllcie 11.80 bis 12. Viktoria etbfen 29 bis 39. kleine Speiseerbsen 23 bis 25 Futtererbsen 20 bis 23. Peluschken 20 bis 23 Ackerbohnen 22 bis 24. Wicken 23 bis 30, Lu­pinen (blau) 11.75 bis 12.75, Lupinen (gelb) 14 bis 15, ecvrab e <alt) 24 bis 28, Serra­delle (neu) 36 bis 40. Rapskuchen 13.75 bis 14. Leinkuchen 18 bis 18.50 Trockenschnihel 9.80 bis 10.10, Soya-Schrv! ' bis 19.40, Äartoffel- slocken 15.60 bis 1C

Frankfurt a.M-

Berlin

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Zrankfurtcr Börse.

((Stgcnei Dratztbsrrch' des .Gieftcne, Anzetgms-.) »s r a n f f u r t a. M., 11. Mai. Tendenz: lufllos und schwächer. Hochgradige Luftlosia- k e i i kennzeichnete auch den heutigen Verkehr, da angesichts der drohenden Regierungskrise weite Dorsenkreise völlig teilnahmlos dem Börsengeschäfte gegenüberstehen. Glattstellungen, die gleich zu Be-

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Berlin, 10 Mai

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112,33

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60,05

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Tschechoslowakische Roten .

12,40.5

12,465

Ungarische Note»

5.84

5.88

finn einsetzten, drückten das Kursniveau weiter erab. Der unverändert den Markt stützende f l ü f

i g e Geld st and verhinderte ein starkes Herab- aleiten der Kurse insofern, als dadurch das ange- ootene Material verhältnismäßig leicht unterge­bracht werden konnte. Das Geschäft bewegte sich in so engen Grenzen, daß Kursnotierungen zunächst kaum zustandekommen konnten. Die Rückgänge, die sich auf fast alle Werte übertrugen, gingen über

2 Prozent nicht hinaus. Vereinzelt kam es zu Kurssteigerungen. So waren u. a. Neckarwertke Eß­lingen um weitere 2 Prozent höher. Auch Zement Heidelberg konnte sich um 1,75 Prozent befestigen. Starke Einbußen zeigte der M o n t a n m a r'k t. wo diese die Höhe von 1,75 Prozent erreichten. Rur Kali Aschersleben waren 0,75 Prozent ge­bessert. Der Farbenmarkt hat nach Bekannt­werden der Dividende an Interesse wesentlich ein­gebüßt. Auch hier gab es Rückgänge bis zu 1 Proz. Stark gedrückt waren Rütgerswerke, 2,5. Auch am Elektromarkt gingen die letzttägigen Kurs­avancen wieder verloren. Rur Siemens & Halske hielten sich auf chrem gestrigen Stand. Bank- a k t i e n bröckelten leicht ab. Desgleichen Schiff- fahrtsaktien. Von Autoaktren wurden Kleyer um 1 Prozent niedriger, Neckarsulmer um 1,25. Der Kassamarkt der Jndustriepapiere lag lustlos und überwiegend niedriger. Von Zucker- a k t i e n gaben Heilbronner Zucker 1,25 Prozent nach. Deutsche Anleihen zeigten nur ge­ringe Aenderungen. Kriegsanleihe 0,375. Etwas leb­hafter verkehrte der ausländische Renten­markt, wo Türkenwerte unverändert in großen Beträgen umgesetzt wurden und ansehnliche Kurs- gewinne erzielen konnten. Der Freiverkehr lag schwächer Becker Stahl 45, Benz 70, Brown Boveri 72, Entreprise 10, Growag 56, Ufa 50, Ufra 76. Im weiteren Verlauf wurde die Stimmung etwas zu­versichtlicher. ausgehend von dem Zarpener Markt, wodurch aud) die anderen Werte dieser Gruppe leichte Bessemngen erzielten. Auch Harpen. werte waren gebessert. Die anderen Märkte hatten gehaltene Kurse. Die Flüssigkeit des Geld­marktes tritt in immer stärkerem Angebot her­vor. Der Zinsfuß für' läglill-es Geld dürfte sich heute auf 4 Prozent stellen. Monatsgeld ist gleich favL bilfiaer zu haben, und zwar 5 bis 6,5 Prozent, je nach Zldrefse. Dagegen waren Wechsel gesucht

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