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Studentenschaft in Wichs Aus-
naer
Rundfunk-Programm
des frankfurter Tender-.
(Aus der .Radio-Umschau".)
IHUtrood), 12. Mai.
3,30 bis 4 tifcr Die Stunde der Jugend. .Iung-Siegiried" (für Kinder vom JO. (Zähre ab). 4.30 bis 5,45 ilfjr: Konzert des Hausovchesders: Selten gehörte Ouvertüren. 6 bis 7 tihr: „Aus dem heutigen geistigen Leben Schwabens". Vortrag und Proben aus lese von Alfred Auerbach. Hermann Hesse. 7 bis 7,30 Uhr: Beamten fort» bildungskurse — fünfter Vortrag „Die Entwick- Limfl des Reichsfinanzwesens'. Vortrag von Di Fritz Reum art. 7,30 bis 8 Uhr: Schachstunde. 8 bis 9.15 Uhr: Konzert des Maerzschen Madrigalchores : Palestrina. 9,15 biS 10,15 Uhr: Dichtungen in Altfrankfurier Mundart.
turum führt, erfreut sich mit jedem Lahre ftärfertn Zuspruchs aus der Provinz. 3n die Untertertia, die Aufnahmeklasse, wurden zu Ostern 36 Schüler ausgenommen; eine größere Fohl Bewerber mutzte ab- gewiesen werden, da die Errichtung einer Parallei- klosie au« Eparsarnkeitsrücksichten nicht möglich war. Insgesamt zahlt die Anstalt zur Leit etwa 130 Schuler. Für die Obertertia bestehen Parallelklassen. Nächste Ostern wird die noch im Ausbau begriffene Schule bic Oberprima bekommen, aus der dann ztt Ostern 1928 die ersten Abiturienten entlasien werden können. — Der Kustos am hiesigen Museum, Prof. Dr. B l c ch e r . hat eine Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung im Kreise Friedberg ine Leben gerufen, die demnächst mit ihrer Tätigkeit beginnen wird. Angestrebt wird in erster Linie die 'Bearbeitung von Ortsgeschichten. Es liegt schon eine größere Zahl von Anmeldungen zur Teilnahme vor.
stellung genommen hatte. Im Landtagsgebäude wurden dem Reichspräsidenten das Staatsministerium, die Staatsräte, daS Präsidium deS Landtages und die Feaktionsvorstände vorgestellt. Der RÄchspräsident empfing hieraus eine Abordnung der Universität Jena, die ihm die Ehrenurkunde über seine Ernennung zum Ehrenbürger der tiniv « rsität überreicht« Dann folgte der Reichspräsident einer Einladung deS Staats- Minister- Leutheusser zum Frühstück in dessen Hause.
tim 13? tihr begann bi« Festvorstel- lung. Das Staatstheater war bis auf den lebten Platz gefüllt und begrühte den Reichspräsidenten mit einem dreifachen brausende» Hoch. Reben dem Reichspräsidenten nahmen u. a. in der früheren großherzoglichen Hofloge Platz Staatsminister Leuthkiuher, LandtagSpräsident Dr. Wernick, die Staatsminister Dr. Sattler und Dr. von Klüchhner, Generalmajor n. Viereck, Oberbürgermeister Müller, Admiral Scheer und der Rektor der Lanbesuniversität, Professor Dr. Gutbier. Hierauf dirigierte Generalmusikdirektor P r ä t o r i u s das Vorspiel zu den Meistersingern, das einen starken Eindruck machte. Auch die Rütli-Szene aus SchillerS „Wilhelm Teil" hinterlieh einen tiefen Eindruck. Rach Schluß der Darbietungen erhob sich der Reichspräsident und sprach die Verse: „Wir wollen fein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Rot uns trennen und Gefahr", worauf das Deutschlandlied gesungen wurde. Siner der Darsteller brachte darauf ein Hoch auf den Reichspräsidenten aus. in das die Anwesenden begeistert ^instimmten. Auf dem Wege vom Theater zum Schloß wurden Hindenburg von den die Strahen dicht umfäumenben Wen- schemnafsen begeisterte Huldigungen dargebracht. Im Festsaal des Schlosses empfing den Reichspräsidenten die Hofkapelle mit dem Einzugsmarsch her Gäste aus „Tannhäuser", worauf Staatsminister Leuth iuher den Reichspräsidenten begrühte Hindenburg dankte in einer kurzen Ansprache. Rach den Ausführungen des Reich-- Präsidenten intonierte die Kapelle bas Deutschlandlied. Inzwischen hatten sich im Schlohhof etwa 6 0 0 0 Sänger aufgestellt, für deren Dor- träge sich Hindenburg vom Balkon aus herzlich bedankte. Rach dem Empfang im Schloh trat der Reich, Präsident um 11 tihr die Rückfahrt nach dem Bahnhof an.
Letzte Nachrichten.
Der Reichspräsident in Weimar
Berlin, 10. Mai (WTB.) Reichs- Präsident v. Hindenburg Hai sich heute früh nach Weimar begeben, um der thüringischen Regierung einen Besuch abzustatten Der Herr Reichspräsident ist von Staatssekretär Dr. Meißner, dem Adjutanten Major v. Hindenburg und dem thüringischen Gesandten in Berlin Dr. M ü n z e l begleitet.
Gegen 12 tihr mittags traf der Reichspräsident mit Begleitung in Weimar ein. Zum Empfang hatten sich auf dem Bahnsteig eingefunden Staatsminister Leutheuffer, Oberbürgermeister Dr. Müller, der Kommandeur der 3. Kavalleriedivision und der Präsident der Erfurter Oberpostdirektion. Der Reichspräsident fuhr durch die von einer dichtgedrängten Menge besetzten Strahen nach dem Fürstenhaus«, dem Thüringer Landtagsgebäude, vor dem die 3c -
Kirche und Schule.
5 Friedberg, 10. Mai. Das Lehrerseminar hat nach einem mehr als 100jährigen Bestehen auf« gehört zu fein, ebenso die mit dem Seminar verbundene vierklassige Seminarübungsschule, an der die angehenden Lehrer ihre praktische Dorbildung empfingen. Ein neuer Schultyp, die Aufbau- schule, har die Räume des Seminars übernommen. Die neue Dollanstalt, die in sechs Jahren zum Ma-
= Vilbel, 10. Mai. Kürzlich wurde von hier da, Dortommcn de» Bärenlauchs als Seltenheit gemeldet. Diese Mitteilung kann noch ergänzt werden durch Nennung zweier weiterer wirklicher Seltenheiten. Es sind bie Ulmus campestris, var. suberosa, zu deutsch Korkrüster, die im Dilbeler Wald noch auftritt, und bann Gentiana cruciata, eine seltene Enzianart, die auf dem nahen Kirschberg noch vorkommt und sich trotz ihrer alpinen Lebensart hier erhalten hat. Man hat es bei dem Enzian jeden- falls mit einem Eiszeitrelikt zu tun, ähnlichw ie beim Frühlingsenzian (Gentiana vema). der bei Rödgen (Kreis Gießen) als besondere Seltenheit vorkommt.
Äircie Schotten.
wg. Schotten, 10. Mai. Hier fand unter dem Vorsitz von Dekan Volp (Laubach) die 2. diesjäh. rige Konferenz der Geistlichen desEvan. gelischen Dekanats Schotten statt. Sie wurde mit Schriftlesung und Gebet durch Hof- Prediger Widmann (Gedern) eröffnet. Die übliche wissenschaftliche Exegese, diesmal von Epheser 3, 1—12, hatte Pfarroerwalter N au m a n n (Ober-See- men) übernommen.- Das Referat von Pfarrer Lic. Dr. Stumps (Eschenrod) über die Frage: Ent- spricht der Schulzwang dem Schul- und Bolsibeal? löste eine lebhafte Aussprache aus. Sodann befaßte man sich auf Grund eines Ausschreibens des Landeskirchenamtes mit der (Erörterung des aktuellen Problems der Feiertagsheiligung, wobei einmütig fest- gestellt wurde, daß diese in der Gegenwart sehr viel zu wünschen übrig lasse; man verurteilte besonder, die bedauerliche Tatsache, daß die Sonntagsfeier er- heblich beeinträchtigt werde durch die immer mehr auskommende Unsitte, viele Veranstaltungen auf den Samstagabend zu legen; auch wurde allgemein bedauert, daß vielfach Vereinsfeierlichkeiten nicht einmal auf die gottesdienstlichen Zeiten Rücksicht nähmen. Weiter wurden verschiedene, die Dekanats- biblioihek betreffende Fragen besprochen; zum Bibliothekar wurde Pfarrer B r e u n l i n (Burkhards) bestimmt. Pfarrer Römer (Schotten) sprach sodann über den Evangelischen Kreiswohlsahrtsdienst. End- lich wurde beschlossen, in diesem Jahre im Dekanatsbezirk zwei Gustav-Adolf-Feste zu veranstalten, und zwar in den Gemeinden Ulfa und Eschenrod. Die nächste Konferenz soll am 16. Juni stattsinden.
□ Laubach, 13. Mai. Vorgestern morgen 10* Uhr sand die feierliche Einweihung des neuen Krankenhauses des Johann- Friedrich-Stifts statt. Eine zahlreiche Versammlung aus der Stadt und gegen 60 Bewohner aus den Orten der früheren Grafschaft Laubach sowie die Vertreter des Kreisamts hatten sich eingesunden. Bürgermeister Böhm begrüßte die Versammlung. Oberbaurat Rod nagel (Schotten), der mit der Bauleitung betraut gewesen war, eröffnete die Reihe der Ansprachen, indem er die Bedeutung der Krankenhäuser würdigte. Sodann sprach Pfarrer Waldeck (Darmstadt) als Vertreter des „Elisa- b e 11) e n ft i f t s", bas schon bisher Diakonissinnen als Schwestern des Johann-Friedrich-Stifts geliefert hatte. Für das neue Krankenhaus sind drei n-'ue Diakonissinnen gewonnen worden. Hierauf gab der Anstaltsarzt, Dr. Philippi, eine Nebersichl über die Entwicklung der Chirurgie. Es folgte die Ansprache von Kreisdirektor B ö ck m a n n. Dann sprach der Vorsitzende der Landesanstalt, die das Gebäude der früheren Kleinkinderschule zu einem eigenen Krankenhause für Lungenkranke gegenwärtig umbaut. Hierauf gab Pfarrer Nebel eine Darstellung der Gründung und Entwicklung des Johann-Friedrich.Stifts. 1678 war die Alt Laubacher Linie des Grafenhauses erloschen, woraus Johann Friedrich von der Wildenfelser Linie zur Regierung kam. Dieser konnte feinen Herzenswunsch, ein Armen- und Waisenhaus nach dem Muster des Höllischen Waisenhauses zu errichten, der schweren Zeitverhältnisse wegen nicht ausführen und band testamentarisch seinem Nachfolger Friedrich Ernst diesen Wunsch aus die Seele. 300 Gulden aus seinem Vermächtnis bildeten dc-n Grundstock des Baiikapitals. 1711 war der Bau vollendet: er bildete ein Viereck, dessen Südseite (in der Vorstadt» und Westseite (Rentkammer) noch stehen. 1879 wurde die Anstalt reformiert und in das Krespelsche Haus an der Schonener Straße verlegt: die Pflege wurde nun Schwestern aus dein Elifabethstift anvertraut. 1893 wurde, vornehmlich durch die Bemühungen von Dr. Vogel, ein neues Krankenhaus errichtet, bas 14 Kranke aufnehmen konnte. Außerbem würbe eine K'leinkinderfchule gebaut; 1911 würbe noch ein besonderes „Altersheim" errichtet. Den «chluh der Feier bildete die Uebergabe des Krankenhauses durch den Grafen Georg zu Solms-Laubach. An diese Einweihungsfeier schloß sich eine Besichtigung des neuen Krankenhauses, die in allen Teilen voll befriedigte. 40 Kranke können Ausnahme finden. Zwei Operationssäle, ein Entbindungszimmer und ein Rontgen-Kabineit sind vorhanden, ebenso mustergültige Baderäume. Die Kosten des neuen Krankenhauses belaufen sich auf gegen 100 000 Mark. Nach Schluß der Besichtigung lud der Graf zu einem Imbisse im Schlosse ein.
♦ (E i d) e I s b o r f, 10. Mai. Nachbem bereits im Spätherbst bes vergangenen Jahres ein Obst- baumpflegekursus hier stattgesunden hatte, hielt Obstbauinspektor Wiesner aus Gießen im Austrage des Landwirtschaftskammerausfchusfes für Oberhessen nun einen dreitägigen Pfropfkursus ab, an dem 11 junge Leute von hier teiln'hmen. Nach kurzen theoretischen Belehrungen und Hebungen wurden die Schüler in eifriger praktischer Arbeit soweit geförbert, baß sie nunmehr in ber Lage sind, Veredelungen aller Art vorzunehmen. Es kann fest- gestellt werden, daß nicht nur die Kursusteilnehmer,
Meßzahl des Großhandels, nicht nur die vovardafi«. Bel der Markanleihe des Reichs find ein Nennbetrag von 50 Prozent des Goldmarkbetrages zu gewähren, tbenfo soll es bei den Anleihen der Länder und Gemeinden gehandhabt werden. Redner wendet sich aegen die Bevorzugung von Ausländem, die während bet Inflation große Werte (Häuser usw.) an sich brachten auf Kosten der deutschen Hypothskengläu- tiger. Bei früheren Markanleihegläubigem ist Ersatz von Währungsverlusten zu leisten. Als Goldmark- betrag gilt bei Ansprüchen, die vor dem 1. Januar 1919 entstanden sind, ber Nennwert. Bei späteren Ansprüchen wirb ber Golbmarkbetrag baburch fest- cefteüt, baß ber Nennbetrag nach Maßgabe des Wertverhältnisies umgerechnet wirb. Es ist ferner zu forbem Wiebereintragung gelöschter Hypotheken, Schutz gegen zwischenzeitliche Eintragungen, Rück- iohlung unb Verzinsung, Umwertung von Grund- chulben, Jndustrieobligationen und Schuldoerschrei- •ungen, von Psandbriesen. Umwertung von Spar- kassenguthaben und Versicherungsansprüchen, Umwertung bei Kapitalabfindung Kriegsbeschädigter und Auswertung ihrer Ansprüche. Zum Schlüße des klaren, verständlichen Vortrags ermahnte ber Rebner die Zuhörer zu eifrigem Mitarbeiten bei bem bevorstehenden Volksbegehren. (Lebhafter Beifall.) Rechtsanwalt L u l e y dankte dem Redner und bat die Anwesenden, sich als Helfer und Werber in den Dienst der Aufwertung zu stellen unb Beiträge zu sammeln. Eile fei notroenbig, da schott in 14 Tagen vis drei Wochen das Auflegen der Listen zu erwarten fei.
** Die Ortsgruppe Gießen des „Deut- I d) e n Bundes für chri st lich-evangelische Er ziehung inHausundSchule^ hatte ihre diesmalige Monatsoerfammlung zu einem genußreichen Unterhaltungsabend ausgestaltet. Klavier- vorträge wechselten mit Deklamationen und Solo« aefängen, bas Melodrama „Das Lieb vom braven Mann" beschloß den Abend. Herr R. Richter leitete die einzelnen Teile der Vortragsfolge mit einer Sonate von Beethoven und einem Präludium von Chopin stimmungsvoll ein. Die Begleitung der Sologesänge und bfj Melodramas führte er feinsinnig unb meisterhaft aus. Frau Menbelssohn- Bartholdy bot in ihren Deklamationen und ber Rezitation des Melodramas einen Kunstgenuß reinster Art. Sie wußte, wie immer, die Zuhörer durch ihren Vortrag zu fesseln und die Herzen zu packen. ffrL Stammler zeigte sich nicht nur als hervorragende Solistin, sondern auch durch Einstudierung der Chorgesänge mit ihrem Schülerinnenchor fürs Melodrama als tüchtige Gesanglehrerin. Alles in allem: Es war ein genußreicher Abend. Hier sprach reine, edle Kunst, die auf die Zuhörer den nachhaltigsten Eindruck machte. Der Johannessaal war überfüllt.
“ Verein ehern 1 16er. Rus Bad - Ra uheim wird uns geschrieben: Am. 15. und 18. Mai d. I. flnbet in un erer Heimatstadt der Frühjahrsvertretertag des Verbandes «hem. Angehöriger des Inf -'XegtS. 116 und verwandter Formationen sta.". tim den Verlauf der Tagung würdig zu gestalten, sind die Vorbereitungen Ichon im Dolhm Gange. Die Tagung wird eingeleitel durch einen Begrühungsabend am 15. Mai, in den Räumen des herrlich gelegenen Teichhauses. Dem einladenden Verein ist es gelungen, die Kapelle deS LehrbataiUons vom Inf.-Regt. Rr. 15 Marburg zu gewinnen, die am Samstagnachmittag und -abend in Uniform unter persönlicher Leitung von Musikmeister Große spielen wird. Bewährte Kräfte der hiesigen Vereinigung werden mit kleinen Theateraufführungen und humoristischen Vorträgen für Unterhaltung sorgen. Die eigentliche Tagung beginnt am Sonntagvormittag ebenfalls im Teichhaus.
*• Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. Das gegenwärtige Programm bringt u. a. den am Sonntag in den Palasllichtspielen gezeigten Film -Zur Chronik von Grieshu uS". der nach der gleichnamigen Erzählung von Theodor dtonn bearbeitet wurde. Das Wer. zeig! stimmungsvolle Bilder der einsamen, toikv i Heidrlandschaft, aus der einstmals die Burg derer von Grieshuus trotzig emporragte. Der .Film erzählt von der Liebe des Junkers Hinrich, von feinem Schicksal, vom Brudermord. Paul Hartmann als Junker Hinrich, Lil Dagover als Bärbe und Rudolf Forster als Junker Detlef bieten Hervorragendes in Mimik und Darstel.ung und gestalten das Wmck zu einem Erfolg. —z—
Oberhessen.
Kreis Friedberg
,<Bab -Nauheim, 10. Mai. Die Hänge des Wintersteins zeigten gestern früh Neuschnee. Auch aus dem Hausberg bei Butzbach war in bet Nacht Schnee gesallen, der an schattigen Stellen während bes ganzen Tages liegen blieb.
y. Wölsersheim. 10. Mai. Das lieber^ (anbiuerf Wölfersheim läßt gegenwärtig durch bie Firma Imhof (Bab-Nauheim) ein Pumpwerk mit 2 Kilometer langer Rohrleitung anlegen, bie von ben an ber Echzeller Grenze liegenden Grubenteichen bis an das Kraftwerk reicht. Die Pumpe soll burch Kraft- ttrom in Betrieb gesetzt werben, unb bic Kühltürme orale bie ganze Werkanlage mit bem nötigen Wasser versorgen. Dadurch wird das Kraftwerk im Wasserbezug von ber staatlichen Wasserleitung unabhängig, von ber namentlich zur Kürzest bie Erlangung ber immerhin erheblichen Wassermengen oft Schwierigkeiten bereitete.
sondern auch viele Obstzüchter mit größtem Eifer die von Inspektor Wiesner empfangenen Anregungen dankbar verwerten, zumal Boden. Klima unb Höhenlage unserer Gemarkung (160 bis 200 Meter) ausgedehnten Obstbau gestatten.
Id. Aus dem Vogelsberg. 10. Mai. Der „S ch l e h e n w i n t e r", wie man hierzulande bie Zeit ber Schlehen- (Schwarzdorn ) Blüte und „Eis- heiligen" nennt, brachte wiederum, wie in den meisten Vorjahren, einen Witterungsrückschlag mit Gewittern, Hagel, Schnee unb Nachtfrösten. Spät- blühenbe Apselsonen unb bas noch sehr zarte Laub ber Nutzbäume unb Eichen haben sehr stark gelitten, Garten- unb Felbsrüchte sinb bis jetzt, ohne Schaben zu nehmen, durchgekommen.
Hrcis Büdingen.
△ Blofeld, 10. Mai. Ein hiesiger Landwirt fand in feinem Hausgarten beim Setzen von Zaun- pfählen österreich-ungarische Silbermünzen aus ben Jahren 1 7 63 und 1 7 77 mit ben Bildnissen Mana Theresias unb anderer Fürsten. Wie vergilbte Akten bes Gemeinbearchivs besagen, war im Koalitionskriege (1792 bis 1797) österreichisches Militär hier einquartiert, unb biefe Münzen sinb wohl von Soldaten vergraben worden. In früheren Jahren wurden in dem Garten schon derartige Münzen gefunden. Am Himmelfahrttag wird Blofeld viel von Ausflüglern aus nah unb fern besucht, an biefem Tage sinb bie gefunbenen Münzen bei Gastwirt Karl Schäfer (Zum Schützen- Hof) für Interessenten ausgestellt.
Starkenburg.
Offenbach, 10. Mai. (WSN.) Am Samstag- abenb gegen 8 Uhr ist ber 18 Jahre alte Arbeiter Friebrich Keller aus Offenbach, ber mit einem Äameraben mit einem Mietkahn eine . Bootsfahrt auf bem Main unternahm, in ber Nähe ber Fechen- Heimer Fähre Infolge unkorrekten Verhaltens unb Aufstehens während ber Fahrt ins Wasser gestürzt unb ertrunken. Da er Nichtschwimmer war, war es ihm infolge ber Strömung nicht möglich, von ber zwei Meter vom Ufer entfernten Unfallstelle an ßanb zu kommen unb einen ihm zugereichten Schirm zu faffen. Die Leiche konnte bereits geborgen werben.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
Wetzlar, 10. Mai. Mathematiker Metz, ber sich um bie Erforschung unserer engeren Heimat schon yroße Verbienste erworben hat, hat vor einiger Zeit eine neue interessante Entbeckung gemacht. Bei einer eingehenben Besichtigung ber alten Brücke, bie bie Lanagasse mit ber R-mstabt oerbinbet, stellte er fest, baß zu dem Bau auch mehrere alte Grab st «ine verwendet worden sind, über deren Herkunft noch nichts Positives ermittelt werden konnte. Vermutlich stammen bie Grabsteine von einem Friedhof, der sich bei einer kleinen alten Kirche befand, deren Standort in nächster Nähe der alten Brücke, vermutlich an der Stelle, wo bie jetzige Hospitalkirche steht, zu suchen ist. Wie wir hören, hat eine vor einigen Tagen in Wetzlar gewesene Negie- rungsfommiffion diese neuen Funde aus Wetzlars Vergangenheit besichtigt. Die Brücke, die früher in ihrer Mitte die Grenze zwischen ber Neustadter unb Langgässer Gemeinde bildete, dürfte etwa 200 Jahre alt fehl.
Maingau.
Frankfurt a. M., 10. Mai. (WSR.) Bei einem im Städtischen Krankenhaus aufgenommenen Mädchen aus der Sch über tst raße wurde festgestellt, datz es kurz vor seiner Einlieferung entbunden hatte. Später wurde die Leiche deS neugeborenen KindeS in feinem Zimmer in einem verschlossenen Handkoffer vorgefunden. — Am Samstagnachmittag gegen 7 tifjr brachte sich in dem Dttatzenbahn- wartehäuschen am Eschenheimer Tor ein Mann in selb st mörderischer Absicht mit einem Tcrzerol eine lebensgefährliche Schutzverletzung in die rechte Schläfe bei. Er wurde durch die Rettungswache nach dem Heiliggeist-Hospital verbracht. — In der Rächt zum Sonntag gegen 12 tihr fand in der Battonstrahe eine Schlägerei-statt, in deren Verlauf ein Mann durch Messerstiche in den rechten Arm und linke Hand verletzt wurde. Der Täter ist ermittelt. — Gegen 2 tihr nachts sand in der Vilbeler Strotze eine Schlägerei statt, wobei ein Wann von unbekannten Tätern durch Messerstiche am Kops verletzt wurde. In beiden Fällen wurden die Verletzten durch die Rettungswache einem Kran- kenhaus zugeführt.
Revision im Worbprozeß Sack.
WSN. Frankfurt a. M., 9. Mai. Die Ver- teibiger bes zum Tobe verurteilten Reisenden A n - ton Gens unb des zu brei Jahren Gefängnis verurteilten Kellnerlehrlings Heinz Eorto haben gegen bas Urteil bes Schwurgerichts Revision eingelegt.
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