Einzelbild herunterladen

1

2

Studentenschaft in Wichs Aus-

naer

Rundfunk-Programm

des frankfurter Tender-.

(Aus der .Radio-Umschau".)

IHUtrood), 12. Mai.

3,30 bis 4 tifcr Die Stunde der Jugend. .Iung-Siegiried" (für Kinder vom JO. (Zähre ab). 4.30 bis 5,45 ilfjr: Konzert des Hausovchesders: Selten gehörte Ouvertüren. 6 bis 7 tihr:Aus dem heutigen geistigen Leben Schwabens". Vor­trag und Proben aus lese von Alfred Auerbach. Hermann Hesse. 7 bis 7,30 Uhr: Beamten fort» bildungskurse fünfter VortragDie Entwick- Limfl des Reichsfinanzwesens'. Vortrag von Di Fritz Reum art. 7,30 bis 8 Uhr: Schachstunde. 8 bis 9.15 Uhr: Konzert des Maerzschen Madri­galchores : Palestrina. 9,15 biS 10,15 Uhr: Dich­tungen in Altfrankfurier Mundart.

turum führt, erfreut sich mit jedem Lahre ftärfertn Zuspruchs aus der Provinz. 3n die Untertertia, die Aufnahmeklasse, wurden zu Ostern 36 Schüler aus­genommen; eine größere Fohl Bewerber mutzte ab- gewiesen werden, da die Errichtung einer Parallei- klosie au« Eparsarnkeitsrücksichten nicht möglich war. Insgesamt zahlt die Anstalt zur Leit etwa 130 Schuler. Für die Obertertia bestehen Parallelklassen. Nächste Ostern wird die noch im Ausbau begriffene Schule bic Oberprima bekommen, aus der dann ztt Ostern 1928 die ersten Abiturienten entlasien werden können. Der Kustos am hiesigen Museum, Prof. Dr. B l c ch e r . hat eine Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung im Kreise Friedberg ine Leben gerufen, die demnächst mit ihrer Tätigkeit be­ginnen wird. Angestrebt wird in erster Linie die 'Be­arbeitung von Ortsgeschichten. Es liegt schon eine größere Zahl von Anmeldungen zur Teilnahme vor.

stellung genommen hatte. Im Landtagsgebäude wurden dem Reichspräsidenten das Staatsmini­sterium, die Staatsräte, daS Präsidium deS Land­tages und die Feaktionsvorstände vorgestellt. Der RÄchspräsident empfing hieraus eine Abordnung der Universität Jena, die ihm die Ehrenurkunde über seine Ernennung zum Ehrenbürger der tiniv « rsität überreicht« Dann folgte der Reichspräsident einer Einladung deS Staats- Minister- Leutheusser zum Frühstück in dessen Hause.

tim 13? tihr begann bi« Festvorstel- lung. Das Staatstheater war bis auf den lebten Platz gefüllt und begrühte den Reichs­präsidenten mit einem dreifachen brausende» Hoch. Reben dem Reichspräsidenten nahmen u. a. in der früheren großherzoglichen Hofloge Platz Staatsminister Leuthkiuher, LandtagSpräsident Dr. Wernick, die Staatsminister Dr. Sattler und Dr. von Klüchhner, Generalmajor n. Viereck, Oberbürgermeister Müller, Admiral Scheer und der Rektor der Lanbesuniversität, Professor Dr. Gutbier. Hierauf dirigierte Generalmusik­direktor P r ä t o r i u s das Vorspiel zu den Meistersingern, das einen starken Ein­druck machte. Auch die Rütli-Szene aus SchillerSWilhelm Teil" hinterlieh einen tiefen Eindruck. Rach Schluß der Darbietungen erhob sich der Reichspräsident und sprach die Verse:Wir wollen fein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Rot uns trennen und Gefahr", worauf das Deutschlandlied gesungen wurde. Siner der Darsteller brachte darauf ein Hoch auf den Reichspräsidenten aus. in das die An­wesenden begeistert ^instimmten. Auf dem Wege vom Theater zum Schloß wurden Hindenburg von den die Strahen dicht umfäumenben Wen- schemnafsen begeisterte Huldigungen dargebracht. Im Festsaal des Schlosses empfing den Reichspräsidenten die Hofkapelle mit dem Ein­zugsmarsch her Gäste ausTannhäuser", worauf Staatsminister Leuth iuher den Reichspräsidenten begrühte Hindenburg dankte in einer kurzen Ansprache. Rach den Ausführungen des Reich-- Präsidenten intonierte die Kapelle bas Deutsch­landlied. Inzwischen hatten sich im Schlohhof etwa 6 0 0 0 Sänger aufgestellt, für deren Dor- träge sich Hindenburg vom Balkon aus herzlich bedankte. Rach dem Empfang im Schloh trat der Reich, Präsident um 11 tihr die Rückfahrt nach dem Bahnhof an.

Letzte Nachrichten.

Der Reichspräsident in Weimar

Berlin, 10. Mai (WTB.) Reichs- Präsident v. Hindenburg Hai sich heute früh nach Weimar begeben, um der thüringischen Regierung einen Besuch abzustatten Der Herr Reichspräsident ist von Staatssekretär Dr. Meißner, dem Adjutanten Major v. Hin­denburg und dem thüringischen Gesandten in Berlin Dr. M ü n z e l begleitet.

Gegen 12 tihr mittags traf der Reichspräsi­dent mit Begleitung in Weimar ein. Zum Emp­fang hatten sich auf dem Bahnsteig eingefunden Staatsminister Leutheuffer, Oberbürger­meister Dr. Müller, der Kommandeur der 3. Kavalleriedivision und der Präsident der Erfurter Oberpostdirektion. Der Reichspräsident fuhr durch die von einer dichtgedrängten Menge besetzten Strahen nach dem Fürstenhaus«, dem Thüringer Landtagsgebäude, vor dem die 3c -

Kirche und Schule.

5 Friedberg, 10. Mai. Das Lehrerseminar hat nach einem mehr als 100jährigen Bestehen auf« gehört zu fein, ebenso die mit dem Seminar ver­bundene vierklassige Seminarübungsschule, an der die angehenden Lehrer ihre praktische Dorbildung empfingen. Ein neuer Schultyp, die Aufbau- schule, har die Räume des Seminars übernommen. Die neue Dollanstalt, die in sechs Jahren zum Ma-

= Vilbel, 10. Mai. Kürzlich wurde von hier da, Dortommcn de» Bärenlauchs als Seltenheit ge­meldet. Diese Mitteilung kann noch ergänzt werden durch Nennung zweier weiterer wirklicher Selten­heiten. Es sind bie Ulmus campestris, var. suberosa, zu deutsch Korkrüster, die im Dilbeler Wald noch auftritt, und bann Gentiana cruciata, eine sel­tene Enzianart, die auf dem nahen Kirschberg noch vorkommt und sich trotz ihrer alpinen Lebensart hier erhalten hat. Man hat es bei dem Enzian jeden- falls mit einem Eiszeitrelikt zu tun, ähnlichw ie beim Frühlingsenzian (Gentiana vema). der bei Rödgen (Kreis Gießen) als besondere Seltenheit vorkommt.

Äircie Schotten.

wg. Schotten, 10. Mai. Hier fand unter dem Vorsitz von Dekan Volp (Laubach) die 2. diesjäh. rige Konferenz der Geistlichen desEvan. gelischen Dekanats Schotten statt. Sie wurde mit Schriftlesung und Gebet durch Hof- Prediger Widmann (Gedern) eröffnet. Die übliche wissenschaftliche Exegese, diesmal von Epheser 3, 112, hatte Pfarroerwalter N au m a n n (Ober-See- men) übernommen.- Das Referat von Pfarrer Lic. Dr. Stumps (Eschenrod) über die Frage: Ent- spricht der Schulzwang dem Schul- und Bolsibeal? löste eine lebhafte Aussprache aus. Sodann befaßte man sich auf Grund eines Ausschreibens des Landes­kirchenamtes mit der (Erörterung des aktuellen Pro­blems der Feiertagsheiligung, wobei einmütig fest- gestellt wurde, daß diese in der Gegenwart sehr viel zu wünschen übrig lasse; man verurteilte besonder, die bedauerliche Tatsache, daß die Sonntagsfeier er- heblich beeinträchtigt werde durch die immer mehr auskommende Unsitte, viele Veranstaltungen auf den Samstagabend zu legen; auch wurde allgemein be­dauert, daß vielfach Vereinsfeierlichkeiten nicht ein­mal auf die gottesdienstlichen Zeiten Rücksicht näh­men. Weiter wurden verschiedene, die Dekanats- biblioihek betreffende Fragen besprochen; zum Bi­bliothekar wurde Pfarrer B r e u n l i n (Burkhards) bestimmt. Pfarrer Römer (Schotten) sprach sodann über den Evangelischen Kreiswohlsahrtsdienst. End- lich wurde beschlossen, in diesem Jahre im Dekanats­bezirk zwei Gustav-Adolf-Feste zu veranstalten, und zwar in den Gemeinden Ulfa und Eschenrod. Die nächste Konferenz soll am 16. Juni stattsinden.

Laubach, 13. Mai. Vorgestern morgen 10* Uhr sand die feierliche Einweihung des neuen Krankenhauses des Johann- Friedrich-Stifts statt. Eine zahlreiche Ver­sammlung aus der Stadt und gegen 60 Bewohner aus den Orten der früheren Grafschaft Laubach sowie die Vertreter des Kreisamts hatten sich eingesunden. Bürgermeister Böhm begrüßte die Versammlung. Oberbaurat Rod nagel (Schotten), der mit der Bauleitung betraut gewesen war, eröffnete die Reihe der Ansprachen, indem er die Bedeutung der Kran­kenhäuser würdigte. Sodann sprach Pfarrer Waldeck (Darmstadt) als Vertreter desElisa- b e 11) e n ft i f t s", bas schon bisher Diakonissinnen als Schwestern des Johann-Friedrich-Stifts geliefert hatte. Für das neue Krankenhaus sind drei n-'ue Diakonissinnen gewonnen worden. Hierauf gab der Anstaltsarzt, Dr. Philippi, eine Nebersichl über die Entwicklung der Chirurgie. Es folgte die An­sprache von Kreisdirektor B ö ck m a n n. Dann sprach der Vorsitzende der Landesanstalt, die das Gebäude der früheren Kleinkinderschule zu einem eigenen Krankenhause für Lungenkranke gegenwärtig um­baut. Hierauf gab Pfarrer Nebel eine Darstellung der Gründung und Entwicklung des Jo­hann-Friedrich.Stifts. 1678 war die Alt Laubacher Linie des Grafenhauses erloschen, woraus Johann Friedrich von der Wildenfelser Linie zur Regierung kam. Dieser konnte feinen Herzenswunsch, ein Armen- und Waisenhaus nach dem Muster des Höllischen Waisenhauses zu errichten, der schweren Zeitverhältnisse wegen nicht ausführen und band testamentarisch seinem Nachfolger Friedrich Ernst diesen Wunsch aus die Seele. 300 Gulden aus seinem Vermächtnis bildeten dc-n Grundstock des Baiikapitals. 1711 war der Bau vollendet: er bildete ein Viereck, dessen Südseite (in der Vorstadt» und Westseite (Rentkammer) noch stehen. 1879 wurde die Anstalt reformiert und in das Krespelsche Haus an der Schonener Straße verlegt: die Pflege wurde nun Schwestern aus dein Elifabethstift anvertraut. 1893 wurde, vornehmlich durch die Bemühungen von Dr. Vogel, ein neues Krankenhaus errichtet, bas 14 Kranke aufnehmen konnte. Außerbem würbe eine K'leinkinderfchule gebaut; 1911 würbe noch ein besonderesAltersheim" errichtet. Den «chluh der Feier bildete die Uebergabe des Krankenhauses durch den Grafen Georg zu Solms-Laubach. An diese Einweihungsfeier schloß sich eine Besich­tigung des neuen Krankenhauses, die in allen Teilen voll befriedigte. 40 Kranke können Ausnahme finden. Zwei Operationssäle, ein Entbindungszimmer und ein Rontgen-Kabineit sind vorhanden, ebenso muster­gültige Baderäume. Die Kosten des neuen Kranken­hauses belaufen sich auf gegen 100 000 Mark. Nach Schluß der Besichtigung lud der Graf zu einem Im­bisse im Schlosse ein.

(E i d) e I s b o r f, 10. Mai. Nachbem bereits im Spätherbst bes vergangenen Jahres ein Obst- baumpflegekursus hier stattgesunden hatte, hielt Obstbauinspektor Wiesner aus Gießen im Austrage des Landwirtschaftskammerausfchusfes für Oberhessen nun einen dreitägigen Pfropfkursus ab, an dem 11 junge Leute von hier teiln'hmen. Nach kurzen theoretischen Belehrungen und Hebun­gen wurden die Schüler in eifriger praktischer Arbeit soweit geförbert, baß sie nunmehr in ber Lage sind, Veredelungen aller Art vorzunehmen. Es kann fest- gestellt werden, daß nicht nur die Kursusteilnehmer,

Meßzahl des Großhandels, nicht nur die vovardafi«. Bel der Markanleihe des Reichs find ein Nennbetrag von 50 Prozent des Goldmarkbetrages zu gewähren, tbenfo soll es bei den Anleihen der Länder und Gemeinden gehandhabt werden. Redner wendet sich aegen die Bevorzugung von Ausländem, die während bet Inflation große Werte (Häuser usw.) an sich brachten auf Kosten der deutschen Hypothskengläu- tiger. Bei früheren Markanleihegläubigem ist Ersatz von Währungsverlusten zu leisten. Als Goldmark- betrag gilt bei Ansprüchen, die vor dem 1. Januar 1919 entstanden sind, ber Nennwert. Bei späteren Ansprüchen wirb ber Golbmarkbetrag baburch fest- cefteüt, baß ber Nennbetrag nach Maßgabe des Wertverhältnisies umgerechnet wirb. Es ist ferner zu forbem Wiebereintragung gelöschter Hypotheken, Schutz gegen zwischenzeitliche Eintragungen, Rück- iohlung unb Verzinsung, Umwertung von Grund- chulben, Jndustrieobligationen und Schuldoerschrei- ungen, von Psandbriesen. Umwertung von Spar- kassenguthaben und Versicherungsansprüchen, Um­wertung bei Kapitalabfindung Kriegsbeschädigter und Auswertung ihrer Ansprüche. Zum Schlüße des kla­ren, verständlichen Vortrags ermahnte ber Rebner die Zuhörer zu eifrigem Mitarbeiten bei bem be­vorstehenden Volksbegehren. (Lebhafter Beifall.) Rechtsanwalt L u l e y dankte dem Redner und bat die Anwesenden, sich als Helfer und Werber in den Dienst der Aufwertung zu stellen unb Beiträge zu sammeln. Eile fei notroenbig, da schott in 14 Tagen vis drei Wochen das Auflegen der Listen zu er­warten fei.

** Die Ortsgruppe Gießen desDeut- I d) e n Bundes für chri st lich-evangeli­sche Er ziehung inHausundSchule^ hatte ihre diesmalige Monatsoerfammlung zu einem ge­nußreichen Unterhaltungsabend ausgestaltet. Klavier- vorträge wechselten mit Deklamationen und Solo« aefängen, bas MelodramaDas Lieb vom braven Mann" beschloß den Abend. Herr R. Richter leitete die einzelnen Teile der Vortragsfolge mit einer Sonate von Beethoven und einem Präludium von Chopin stimmungsvoll ein. Die Begleitung der Sologesänge und bfj Melodramas führte er fein­sinnig unb meisterhaft aus. Frau Menbelssohn- Bartholdy bot in ihren Deklamationen und ber Rezitation des Melodramas einen Kunstgenuß rein­ster Art. Sie wußte, wie immer, die Zuhörer durch ihren Vortrag zu fesseln und die Herzen zu packen. ffrL Stammler zeigte sich nicht nur als hervor­ragende Solistin, sondern auch durch Einstudierung der Chorgesänge mit ihrem Schülerinnenchor fürs Melodrama als tüchtige Gesanglehrerin. Alles in allem: Es war ein genußreicher Abend. Hier sprach reine, edle Kunst, die auf die Zuhörer den nachhal­tigsten Eindruck machte. Der Johannessaal war überfüllt.

Verein ehern 1 16er. Rus Bad - Ra uheim wird uns geschrieben: Am. 15. und 18. Mai d. I. flnbet in un erer Heimatstadt der Frühjahrsvertretertag des Verbandes «hem. Angehöriger des Inf -'XegtS. 116 und ver­wandter Formationen sta.". tim den Verlauf der Tagung würdig zu gestalten, sind die Vor­bereitungen Ichon im Dolhm Gange. Die Tagung wird eingeleitel durch einen Begrühungsabend am 15. Mai, in den Räumen des herrlich ge­legenen Teichhauses. Dem einladenden Verein ist es gelungen, die Kapelle deS LehrbataiUons vom Inf.-Regt. Rr. 15 Marburg zu gewinnen, die am Samstagnachmittag und -abend in Uni­form unter persönlicher Leitung von Musik­meister Große spielen wird. Bewährte Kräfte der hiesigen Vereinigung werden mit kleinen Theateraufführungen und humoristischen Vorträ­gen für Unterhaltung sorgen. Die eigentliche Tagung beginnt am Sonntagvormittag ebenfalls im Teichhaus.

* Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. Das gegenwärtige Programm bringt u. a. den am Sonntag in den Palasllichtspielen gezeigten Film -Zur Chronik von Grieshu uS". der nach der gleichnamigen Erzählung von Theodor dtonn bearbeitet wurde. Das Wer. zeig! stimmungsvolle Bilder der einsamen, toikv i Heidrlandschaft, aus der einstmals die Burg derer von Grieshuus trotzig emporragte. Der .Film erzählt von der Liebe des Junkers Hinrich, von feinem Schicksal, vom Brudermord. Paul Hartmann als Junker Hinrich, Lil Dagover als Bärbe und Rudolf Forster als Junker Detlef bieten Hervorragen­des in Mimik und Darstel.ung und gestalten das Wmck zu einem Erfolg.z

Oberhessen.

Kreis Friedberg

,<Bab -Nauheim, 10. Mai. Die Hänge des Wintersteins zeigten gestern früh Neuschnee. Auch aus dem Hausberg bei Butzbach war in bet Nacht Schnee gesallen, der an schattigen Stellen während bes ganzen Tages liegen blieb.

y. Wölsersheim. 10. Mai. Das lieber^ (anbiuerf Wölfersheim läßt gegenwärtig durch bie Firma Imhof (Bab-Nauheim) ein Pumpwerk mit 2 Kilometer langer Rohrleitung anlegen, bie von ben an ber Ech­zeller Grenze liegenden Grubenteichen bis an das Kraftwerk reicht. Die Pumpe soll burch Kraft- ttrom in Betrieb gesetzt werben, unb bic Kühltürme orale bie ganze Werkanlage mit bem nötigen Wasser versorgen. Dadurch wird das Kraftwerk im Wasser­bezug von ber staatlichen Wasserleitung unabhängig, von ber namentlich zur Kürzest bie Erlangung ber immerhin erheblichen Wassermengen oft Schwierig­keiten bereitete.

sondern auch viele Obstzüchter mit größtem Eifer die von Inspektor Wiesner empfangenen Anregun­gen dankbar verwerten, zumal Boden. Klima unb Höhenlage unserer Gemarkung (160 bis 200 Meter) ausgedehnten Obstbau gestatten.

Id. Aus dem Vogelsberg. 10. Mai. Der S ch l e h e n w i n t e r", wie man hierzulande bie Zeit ber Schlehen- (Schwarzdorn ) Blüte undEis- heiligen" nennt, brachte wiederum, wie in den meisten Vorjahren, einen Witterungsrückschlag mit Gewittern, Hagel, Schnee unb Nachtfrösten. Spät- blühenbe Apselsonen unb bas noch sehr zarte Laub ber Nutzbäume unb Eichen haben sehr stark gelitten, Garten- unb Felbsrüchte sinb bis jetzt, ohne Schaben zu nehmen, durchgekommen.

Hrcis Büdingen.

Blofeld, 10. Mai. Ein hiesiger Landwirt fand in feinem Hausgarten beim Setzen von Zaun- pfählen österreich-ungarische Silbermünzen aus ben Jahren 1 7 63 und 1 7 77 mit ben Bildnissen Mana Theresias unb anderer Fürsten. Wie vergilbte Akten bes Gemeinbearchivs besagen, war im Koalitionskriege (1792 bis 1797) österreichi­sches Militär hier einquartiert, unb biefe Münzen sinb wohl von Soldaten vergraben worden. In früheren Jahren wurden in dem Garten schon der­artige Münzen gefunden. Am Himmelfahrttag wird Blofeld viel von Ausflüglern aus nah unb fern besucht, an biefem Tage sinb bie gefunbenen Münzen bei Gastwirt Karl Schäfer (Zum Schützen- Hof) für Interessenten ausgestellt.

Starkenburg.

Offenbach, 10. Mai. (WSN.) Am Samstag- abenb gegen 8 Uhr ist ber 18 Jahre alte Arbeiter Friebrich Keller aus Offenbach, ber mit einem Äameraben mit einem Mietkahn eine . Bootsfahrt auf bem Main unternahm, in ber Nähe ber Fechen- Heimer Fähre Infolge unkorrekten Verhaltens unb Aufstehens während ber Fahrt ins Wasser gestürzt unb ertrunken. Da er Nichtschwimmer war, war es ihm infolge ber Strömung nicht möglich, von ber zwei Meter vom Ufer entfernten Unfallstelle an ßanb zu kommen unb einen ihm zugereichten Schirm zu faffen. Die Leiche konnte bereits geborgen werben.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 10. Mai. Mathematiker Metz, ber sich um bie Erforschung unserer engeren Heimat schon yroße Verbienste erworben hat, hat vor einiger Zeit eine neue interessante Entbeckung ge­macht. Bei einer eingehenben Besichtigung ber alten Brücke, bie bie Lanagasse mit ber R-mstabt oerbinbet, stellte er fest, baß zu dem Bau auch mehrere alte Grab st «ine verwendet worden sind, über deren Herkunft noch nichts Positives ermittelt werden konnte. Vermutlich stammen bie Grabsteine von einem Friedhof, der sich bei einer kleinen alten Kirche befand, deren Standort in nächster Nähe der alten Brücke, vermutlich an der Stelle, wo bie jetzige Hospitalkirche steht, zu suchen ist. Wie wir hören, hat eine vor einigen Tagen in Wetzlar gewesene Negie- rungsfommiffion diese neuen Funde aus Wetzlars Vergangenheit besichtigt. Die Brücke, die früher in ihrer Mitte die Grenze zwischen ber Neustadter unb Langgässer Gemeinde bildete, dürfte etwa 200 Jahre alt fehl.

Maingau.

Frankfurt a. M., 10. Mai. (WSR.) Bei einem im Städtischen Krankenhaus auf­genommenen Mädchen aus der Sch über tst raße wurde festgestellt, datz es kurz vor seiner Ein­lieferung entbunden hatte. Später wurde die Leiche deS neugeborenen KindeS in feinem Zimmer in einem verschlossenen Hand­koffer vorgefunden. Am Samstagnachmittag gegen 7 tifjr brachte sich in dem Dttatzenbahn- wartehäuschen am Eschenheimer Tor ein Mann in selb st mörderischer Absicht mit einem Tcrzerol eine lebensgefährliche Schutzverletzung in die rechte Schläfe bei. Er wurde durch die Rettungswache nach dem Heiliggeist-Hospital ver­bracht. In der Rächt zum Sonntag gegen 12 tihr fand in der Battonstrahe eine Schlä­gerei-statt, in deren Verlauf ein Mann durch Messerstiche in den rechten Arm und linke Hand verletzt wurde. Der Täter ist ermittelt. Gegen 2 tihr nachts sand in der Vilbeler Strotze eine Schlägerei statt, wobei ein Wann von un­bekannten Tätern durch Messerstiche am Kops verletzt wurde. In beiden Fällen wurden die Verletzten durch die Rettungswache einem Kran- kenhaus zugeführt.

Revision im Worbprozeß Sack.

WSN. Frankfurt a. M., 9. Mai. Die Ver- teibiger bes zum Tobe verurteilten Reisenden A n - ton Gens unb des zu brei Jahren Gefängnis ver­urteilten Kellnerlehrlings Heinz Eorto haben gegen bas Urteil bes Schwurgerichts Revision eingelegt.

^«boh ? be.

Hatib 'fcN. em taer :ss.r sis;

-h&i

11111 am

^°2iidkkL ln Ostler «Hi,so x ÄS e lofortige A, emc be.

¥ "Setntxr

ZLr «ysi .TMftSwm. einigen Beigsten Der.

bnger- unb « .chinden ^r der hiesig

Mhemiat Best >u zweistündigen ehren für eine«.

Mrsi auf ba£ 19?5 JU sprechen ^richte mit Nus Haftet feien, ereffe der Schuld oft viel ärmeren )er Schuldner, ber n 8 Proz. Zinsen mtfd)äblgung noch zenl bleibt. Seine Gens mit 5 Pro gefetz iit - nach Rechtsbruch, Man die Kaufdast der ileiheablöfung hat idienst genommen. Jinsfufj, der so er fttt werden tarnt. ibuftrltmrtt nicht ben Snlanbtreblt fjtuna ber Mick i erfolaen. $er i Ausgleich zwi Sparet schien r, das (t\ eine \\V Die Schulden 1 143 Milliarden Millionen zurück zrend der Kriege» Werte und Kriegs nd aber unb brr loren. Er muß bic !>ie Wiederbelebung i| werden, nur ba^ b Geschäftsverkehr in auf den Örn näher ein. Mn nauftuerhing sieht alle Hypotheken Üeßzahl bient die

in einem Jahr Mionen Kilometer ede, bie der Licht- mürbe ein 0-Zug hren durchfahren- einen ungefähren öre bedeuten.

b Orion, der we b» SoppelsternNst p-

S w 9<WS röijc enigegentru-- 0000 Mal fo grob n bic SnlfenE iangeWtoenn Abstand Mrschrn illionen Mmeln ML

** sSäSfi-- !:(2 @lani vow f^egfpur dem Äf^nd

Dr. Oetkers

Dr. A. OETKER Bielefeld.

Dr.Oetkers Rote Grütze«ndDr.Oetkers Götterspeise

Zwei vorzügliche, aromatische und nahrhafte Süßspeisen, die am besten mit VaniL'e- Milchsoße aus Dr. OstkerS Vanille - SoÄenpulver aufgetragen werden^ h? allen einschlägigen 'Geschäften nur in Originalpackungen mit der Schutzmarke Oetkers Hell köpf erhältlich. Verlangen Sie ebendaselbst die beliebten Oetker- Rezeptbücher, wenn vergriffen, portofrei von

Dr Oetkers Götterfpeise vf in den

Geschmacksarten Himbeer* Erdbeer Johannis beer Kirsch Waldmeister