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2u, btt Akratisch« 3ii. bet6tbfltiM. dtag. f Tagesorbmmo ^!te Äeratuno Walter bei Deg^cheib« tUegcnbeit An- ie^ deutsch« '''wen Hit ba« ianbbeulsch. Etlichen SM. Ugemeintn Aus- er Parteien be- iihmann bie ^unterricht, er kritisiert, bah handeit würben LolkSschulen und Sin demvkrati- Ansicht, bah in mben Spra- en Mhten. Sin jen Deainigung )ti, teö es an lltutminister Vr. i Schulen für ihn

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»grüßt im 2iüc n du Lpitze W Quartier zurück- nenge säumte di« : Äzvmgu M e Ovation« dar ! miitlerweite «hie igf onqeianwtt rd> bie Studenten, uhr der M W te mit braulenden , nickte der ^chmusik der Sa­mt her Dahnui'S in außerorbentfidi ne Mnschemnen^ Iträaer dem W

benlenidja'! Mn!« jener herM^ jnb die a sein »erbe. $ irner gern « jj ltad' ?n det W r mogu-W D0* en, abu d » nlt dem neuesten

te Httteltnmff untere# ®efamtMtbung^aufbaue# stehen. Deshalb hab« er Wert darauf gelegt dah bie BollSschullehrer bi« höhere Schule durch- machen mühten. Weiterberatung DienStag.

Vie Genfer Studienkommiffion.

Gens, 10.2HaL (Dolfs.) Der Prüfungs- auSschuß für bie Zusammensetzung des DöUer- bundsratS hat heute vormittag in geschlossener Sitzung unter dem Dorsitz von BundeSrat Motta feine Arbeiten ausgenommen. Motta wurde sofort einstimmig zum Präsidenten des Ausschus­ses gewählt. In der anschließenden öffentlichen Sitzung gab zunächst Lord Robert Cecil ein Srvrsee über bie vom Ausschuh zu behandelnden Fr 'nen bezüglich der Umbildung deS Dölker- bunbeitali.

Sc i a t o j a - Italien erörterte die wesentliche T-bcutimg der Unterscheidung in stän­dige und nichtständige Ralsmitglie- bct. ?ie .Zahl der ständigen AatSsitze solle nach tr- Au'sassung des Völkerbunds Pakt es nur mit d m Gintritt von Deutschland, der Ber- c i iqtcn Staaten ober Rußland von Fils tu Fall erhöht werden. Die Zahl der nicht - [ > .'. n AalSmitglieder sei bereit# früher im

lick auf die Möglichkeit des Beitrittes von Dru.söland von vier aus sechs Staaten erhöht tr'- 'cr. was im März dieses Jahre# vollständig aur,cr acht gelassen wurde. An dem Grundsätze der Einstimmigkeit der RatSbesch-lüss« müsse U^cr allen Umständen feit gehalten werden. Da­mm i ie praktische Anwendbarorit der (Sinftinnnig- keilöklausel übrig bliebe, darf eine wesent­liche Erhöhung der AatSmitglieder nicht in Erwägung gezogen werden. Die Zahl der nicht-ftändigen AatSmitglieder kann im äußersten Falle nur um zwei bi# drei erhöht werden. Mil zehn AatSmitgliebern ist bas Ar- beiten des DölwrbundSrates sehr schwer. Mit zwanzig wäre der Aat nicht mehr arbeits­fähig

Die Nachmittagrsitzung begann mit einer grast angelegten Rede Paul Doncours, in der er drei ihm wichtig erscheinende Gesichtspunkte in den Dor- bergrunb stellte 1. müsse die Einstimmigkeit des Rates aufrechterhalten werden, wenn man nicht den Völkerbund gefährden wolle. Es schwebe ihm persönlich als Ideal vor, dast die Einstimmigkeit, flau {ei für einige ganz genau zu bestimmende Fälle in einer späteren Zukunft aufgehoben werden müssen. Er nannte vor allem die Feststellung des Angreifers bei kriegerischen Konflikten, wobei er deutlich auf den Berliner Vertrag zwischen Deutschland und Rustland anspielte. 2. Betonte er die Zweckmäßigkeit imd Wichtigkeit des deutschen Eintritt» in den Völkerbund, doch müsse, um einen natürlichen Ausgleich herbeizuführen, d i e Zahl der nicht st ändigen Mitglieder gleichzeitig erhöht werden. 3. Warnte er vor icbem Beschlust, der durch die Vollversammlung in Form eines Ziifaftantrages dem Völkerbundspakt an- flefügt werden könne Weiter streifte Paul Boncour die Möglichkeit, auf ftänbige Ra 1 ssifte Über­haupt zu verzichten, worin er ebenfalls ein Ideal erblicke, für dessen Verwirklichung bie Zeit noch nicht gekommen sei.

Der japanische Delegierte S a 11 u b a stimmte im wesentlichen den von Senator S c i a l o j a ain Dormittag gemachten Ausführungen zu. CHud) er vertrat bie Einstimmigkeitsklausel tm Aal und lehnte eine allzu weit gehende Erwei­terung bes Aates ab.

Die Aebe des schwebischsn Unterstaatssekre­tärs Sjoeborg bedeutete den Höhepunkt deS Tages. In ben Mittelpunkt seiner Ausführungen Hellie er bie vom schwedischen Außenminister Minden bereit# im März vertretenen Gedanken, bah bie Zahl der Aatsmitglieder unter ker­ne n Umständen, abgesehen von der Aeu- wahi Deuif<l)lands. erhöht werden dürfe, sonst würde sich i>ic Einstimmigkeitsllaufel tm Aat nicht aufrecht erhalten lassen. Statt bellen müsse ein turnrisgemöhes Ausscheiden der Aatsmitglieder angestrebt werden. Un- sererfeits werde eine Erhöhung der ständigen Aatssihe in keiner Weife durch den Dölker- bundspakt u -d church bie Abfichten feiner Grün­der. vor allem deS Präsidenten Wilson, gerecht- fertig' Der Völkerbund müsse daher endlich das Prestige der Dollverfammiung wahren und jebe Aenderung, die ihren Ein- flutz elnschrönken könne, ablrhnen

Zum Sa-Iuh foracb der Delegierte Chinas, der ben bekannten chinesischen Standpunkt ver­trat. bah der gleichmäßigen Vertretung der ein­zelnen Äontincnte stärker Rechnung getragen werden müsse. Auch China hätte auf einen ständigen Ratssitz Anspruch. Der Vorsitzende, fahte hierauf knapp das Ergebnis des ersten TaaeS zusanTmen. In zwei Punkten sei Ueber- einfttmmung erzielt trorben: 1. hatten sich olle Delegierten für die Ein stimmigkeits­flau sel des Aales ausgesprochen und zwei­ten# hatten sie die Anschauung vertreten, dah jeder Beschluß vermieden werden müsse, der zu einem Zusahantrage des Völkerbundpaktes füh­ren könne

Ein Vorschlag Jugoslawiens.

® en f. 10. Mai. (WD.i Die jugoslawische Aegierung hat an das Völkerbundssekretariat ein Schreiben gerichtet, in dem für die nicht­

ständigen Aatsmitglied« ei» System voegeichla- gen wirb, durch ba# diese nicht nur ihre eige­nen Interessen, sondern auch diejenigen von be­stimmten Slaatengruppen. zu denen sie gehören, zu vertreten hatten, so dah jeder Staat jederzeit mindesten# indirekt im Aate vertreten wäre. Zu diesem Zwecke schlägt Jugoslawien die Schaffung von ,h a l b st ä n d i g e n" Aatssitzen vor. die für die Dauer von 6 bis 8 Jahren an die Kleine Entente, bk skandina­vischen Länder und südamerikani­schen Staaten vergeben und etwa in jedem

eiten Jahre im Turnus von den einzelnen itgliebtrn dieser Slaatengruppe besetzt würden.

Die Kategorie der kleinen Staaten soll unter geringfügiger Erhöhung der Gesamtzahl der Aatsmckgsieder Vertreter mit einjährigem Man­dat für den Aat entsenden.

Frankreich und die Abrüstungskonferenz.

Paris, 10. Mai. (WB.) Nachdem das .Jour­nal" heute vormittag in einem offenbar beeinflußten Artikel die Instruktionen bejprach, die der franzö­sische Delegierte bei der Entwaffnungsconferenz des Völkerbundes, Paul Bo n c o u r, erhielt, behandelt derTcmps in einem Artikel heute abend die gleiche Frage. Beide Blätter treten energisch dafür ein, die Entwaffnung zu Land zu gleicher Zeit mit der zur See und in der Luft zu disku­tieren. Nach demTemps" werde es eine wahre Ungerechtigkeit bedeuten, wenn man die Verteilst' gungsrnittel der .Nationen verringern wollte, die ge­zwungen feien, sich hinsichtlich ihrer militärischen Macht stärker zu organisieren, weil ihre geogra­phische Lage in Europa sie Angriffen aus- sefte, während es andern Ländern, die sich hinter dem Ozean in voller Sicherheit befinden, freistehe, um den Ozean zu beherrschen, eine M a ch t des Meeres zu organisieren, die ein ebenso betracht- liches Erober''ngs. und Bcherrschungsmittel fei, wie ein starkes Landheer. DerTemps" fährt dann unter Hinweis auf die Beteiligung Deutsch­lands on der Entwaffniingskonseren^ fort, die Deutschen wollten offenbar die Möglichkeit, die ihnen die Debatte über die Einschränkung der Rüstungen biete, dafür benutzen, um die Frage der effek­tiven Abrüstung der alliierten Mächte im Verhältnis, in dem Deutschland durch den Ver­sailler Vertrag abaerüstet worden sei. aufzuwerfen. Die militärischen Klauseln dec- Versailler Vertrags müstten auf jeden Fall aufrediterhalten werden und unter keinem Vorwande dürfte die Rede davon fein, fie ouf andere Mächte auszu» dehnen.

Ein neuesBombardement von Damaskus?

Paris, 10. Mai. (Wolff.) Der Korrespondent derChikago Tribüne" in Damaskus berichtet, die Franzosen hätten nach 15|'tantugem Bombardement durch Geschütze verschiedenen Kalibers und durch Luftangriffe das Stadtviertel Midan von Damaskus, wo sich die Drusen hinter Barri- kaden und in den Häusern verschanzt hätten, v o l l - ständig zerstört. Dieses Bombardement hätte an Heftigkeit und Dauer das vom vorigen Jahr übertroffen. Französische Offiziere hätten dem Korre­spondenten mitgeteilt, sie hätten nach der Beschiestung in den Straßen die Leichen von 56 Aufständischen gezählt, während Eingeborene erklärten, dast wäh­rend des Angriffs 300 ihrerLandsleute ge­tötet worden seien. Jin Verlaufe des Straßen­kampfes hätten die Franzosen drei Verwundete zu verzeichnen gehabt. Das Stadtviertel stehe n v ch i n Flammen, und es sei kein Wasser zum Löschen vorhanden, weil man kürzlich die Zufuhr abgeschnitten habe. Eine Bestätigung dieser Mel­dung lag zur Stunde nicht vor.

Die Kampfe in Marokko.

Paris, 10. Mai. (WTB.) Das amtliche Kom muniquS über die Lage in Span i/ch -Marokko besagt, dast gestern die spanischen Truppen im Ab schnitt Ajdir ihren Vormarsch wieder aufgenommen haben unb sämtliche Höhenzüge des Moraboe ein­genommen hätten, nachdem sie den heftigen Wider- stand des Gegners überwunden hotten, der etwa 40 Tote mit ihren Waffen, 6 Maschinengewehre, ein Munitionslager unb viel Kriegsmaterial in ihren Händen gelassen habe. Im Abschnitt Melila habe eine Mteilung Suk-el-Zelato-Aslef besetzt unb eine feste Verbindung mit ben französischen truppen bei Acrar-N'Terial hergestellt.

Nörblich von Tnbuba ist auch von hen Fran­zosen eine Offensive in Richtung auf bas Gebiet der Beni Mestara einaele'tet worben. Der Gegner habe vor ben französischen Linien neue Gräben ausgehoben, nachbem er bie alten wegen des Bombardements französischerseits hätte räumen müssen. Nach den ersten Nachrichten entwickle sich die Offensive erfolgreich. Hm R Uhr hatten bie Fran­zosen s2(mama. Kofelgbul. Kella-bes-Dukara unb Bar-el Kebir erreicht, ohne auf ernste Schwierig- feiten geflohen zu sein. Sie stänben im Gebiet her Pu Jtorra. Vorn östlichen Frontabschnitt sei nichts zu berichten.

Die Stabilisierung des Franken.

Paris, 9. Mai. (Wolff.) Die »Aeuhvrk Herold" meldet aus Aeuyork. der Gouverneur der Fedcrol Aeservebank von Aeuyork, Gouverneur

verhandelte gegenwärl^ bi London mit dem Gouverneur der Lank von England, A o r m a n, über das Problem der Stablliskr-ung des Franken. Ss sei ein Fortschritt in den Verhandlungen erzielt worden. Sobald der gegenwärtige Streik beendet sei, würden Einzel­heiten über die Plane, die alsbald in Kraft treten dürften, bekannt werden. Strong und Aorman planten außerdem eine gemeinsame Reife ^nach Amerika, um zwecks Verhand­lungen nicht nur für die Stabilisierung des Franken, sondern auch für die Wahrung anderer Länder deren Finmrzlage au stu­dieren. Der für die Stabilisierung des franzö­sischen Franken zu gewäbrende Kredit werde mit 100 bi# 300 Millionen Dollars angegeben

Unveränderte Streitlage in England.

London. 10. Mai. (WTV.) Tine amt­liche Mitteilung besagt. Im allgemeinen herrscht Ordnung im Lande. Aus dem Gebiet der Lebensmittelversorgung bleibt die allgemeine Lage befriedigend. Die Zahl der frei­willigen Dockarbeiter nimmt zu. Der Postdienst funktioniert im allgemeinen befriedigend. Die Streikbekämpfung durch die Regierung wird hon Tag zu Tag wirllamer. Hinzu kommt, daß sich der Streik als solcher auf verhältnis­mäßig wenige Punkte konzentriert. So stark die Deeinträchtigung der Wirts b ^i durch Stillegung des Verkehrs auch sein rr . V zeigt sich doch immer deutlicher, daß der Angriff auf zu schmaler Front erfolgt ist. Aur ein kleiner Bruchteil der englischen Arbeiter­schaft ist gewillt, zu streiken. Da der Gewerk­schaftsrat den Streit gern ablehnen möchte, wird er bald völlig einflußlos werden. Aadaulusttge Elemente werden dann den weiteren Verlauf des Streiks bestimmen, der dann nur mit der völligen Aiederlage der Arbeiterschaft enden kann. 2n politischen Kreisen verlautet, daß Gerüchte, wonach der König beabsichtige, zu unter- öcnicren, völlig unbegründet sind. Es werde dagegen für möglich gehalten, dast eine Sitzung des Geheimen Staatsrateö bevorstehe, in der dem Regierunasversprechen. wonach die bei der Arbeit Verbleibenden gegen den Verlust von Gewerkschaftegeldern, Pensionsgcwährung und gegen alle Repressalien ge­schützt werden sollen, Wirksamkeit verliehen werden wird. Es werde außerdem erwartet, daß das volle Gewicht der Regierungsmaßnahmen, die der Streikbewegung entgegenwircen und sie zum Scheitern bringen sollen, innerhalb der näch­sten Tage fühlbar werden wird und im gleichen Augenblick gesetzgeberische und andere Aktionen unternommen werden, um die größtmögliche mo­ralische Wirkung hervorzurufen.

Vie Tumulte in Schottland.

In Glasgow wurden Samstag früh zahl­reiche £'en geplündert, und es kam zu vielen /nsammenstöhen mit der Polizei, be­sonders n einem östlichen Bezirk. Als die Po­lizei der Menge nicht Herr werden konnte, wur­den weitere Polizisten und Hilfsfchuhleute aus anderen Teilen der Stadt herbeigeholt. Die Prllzei wurde mit Töpfen Pfannen, Eisen st angen und Hämmern bewor­fen, die Polizisten wurden aber nicht verletzt. Heber 60 Verhaftungen wurden vorgenommen. Am Abend kam es im Süden und Osten der Stadl zu neuen Unruhen. Landenfenster wurden zertrümmert und Waren, besonders aus Schuh!ä\-n entwendet. Polizei und Hilssschuh- leute f' en bis zum frühen Morgen einen schwer: ii Stand. Zahlrrnche Knüppelangriffe wur­den gemacht. Es wurden 72 Verhaftungen vor­genommen. so daß die Zahl der feit Donners­tag abend Verhafteten auf über 200 gestiegen ist. Eine Anzahl Verhafteter wurde zu drei Monaten Zrrchthaus verurteilt. Viele Fabriken in e^oltlanb muhten infolge der älnmöglichfeil, ihre Produkte zu befördern schsießen

Bei E d i n b u r g ereignete sich ein Zug- zusaminensloß, wobei drei Personen gelötet wurden. In ber Nähe von Newcastle entgleiste ein Zug. Es würbe ein Reifender verletzt. Die Lage im Lande ist im allgemeinen wieder ruhig, jedoch scheint bie Stimmung gereizter zu werben. Die Hochöfen in 92 Stahl- unb Zinkplaltenwerken, bie sich größ­tenteils in Swansea unb Umgebung besinben, finb sämtlich erloschen. Don zustänbiger Seile wirb erklärt, es werbe außerordentlich hohe Kosten verursachen, sie wieder in Gang zu setzen. Die seit bem Streik von 1921 gewonnenen Absatzgebiete seien jetzt unwiberruslich verloren. Unter ben frei­willigen Arbeitern besinben sich viele Universitäls- ftubenten.

Streikdebatte im Unterhaus.

London, 11. Mai Am Montag übte Lloyd George im Unterhaus scharfe Ärv til an dem Kabinett, die bei den Konservativen einen Sturm der Entrüstung hervorrtej. Er führte Beschwerde, daß ein Brief des Erz­bischofs von Canterbury, in dem dieser greifbare Waffenstillslandsvorschläge machte, zu­erst an die offizielle Funkspruchableilung. ge­sandt, von dieser jedoch nicht verbreitet

worden fct Ebenso wenig habe die offizielle .British Gazetk" den Brief des Erzbischofs her- öffentlich! Auf bk Anklagen Lloyd Georges, die von der Arbeiterpartei mit Beifall aus­genommen wurden, antwortete Churchill und verfprach. daß der Brief des Erzbischofs Io bald wie möglich in diesem Blatt veröffentlicht werden soll. Weiter erklärte Ehuvchill, es sei notwendig geworden, vorläufig alle# Druck­papier zu requirieren, ba# sich für bie Herstellung ber von der Regierung herauSge- gebenen Aotzeitung .British Gazette" eignet.

Das neue polnische Kabinett.

Warfchau, 10. Mai. (Wolff.) Dem Piastenführcr Witos gelang es nunmehr, ae- meinfam mit der Rechten und der nationalen Arbeiterpartei gegen die Opposition der Linken eine Regierung zu bilden. Viele Mitglleder de# zurückqetrelenen Kabinett# Slri)nfsis behalten ihre Portefeuilles. Das Außenministerium, da# Krkgsministerium und das Innenministerium wurden neu besetzt. Skrhnssi lehnte die neuerlich angetragene Mitwirlung an der neuen Regierung ab. Dem polnischen Gesandten in Bukarest, Wie- lowiejssi, wurde angeblich der Dorfchlag gemacht, das Außenpvrtefeuille zu übernehmen. Seine Antwort soll noch ausstehen. Die vier Koall- tionSparleien, aus die sich die neue Regierung Witos stützt, verfügen im Landtag nicht über eine Mehrheit, doch dürfte da# Kabinett auf bie wohlwollende Neutralität der christlich-nationalen Monarchisiengruppe rechnen können. In Kreisen der polnischen Linken kündigt man schärfste Oppo­sition an.

Deutscher Abstimmungsfieg im Hultschiner Ländchen.

Gleiwitz. 11. Mai. (TU ) Die gestrigen Gemeinderatswahlen im Hultschiner Ländchen endeten trotz des starken tschechischen Terrors mit einem überwältigenden Siege der Deutschen. So erhielten in Ära- warn die Deutschen 24 Mandate, während sich die Tschechen mit nur sechs Mandaten begnügen mussten.

Ans aller Welt.

Byrds Polfahrt.

Wahrend A m u n d s e n auf Spitzbergen schon seit geraumer Zeit auf gutes Welter wartet und der Australier W i l k i n s über jeden seiner kurzen Flüge im Polargebiet lange Berichte an die Presse weitergeben läßt, hat der Amerikaner Byrd ohne viel Aufhebens zu machen, in alter Stille in Kingsbay auf Spitzbergen seinen Fvller- Eindeckec bestiegen und einen energischen Vor­stoß zum Pol hin unternommen. Rach den bis­her vorliegenden telegravhischen Meldungen will er das heißersehnte Ziel alter Rordpolfahrer erreicht und dreimal umkreist haben. Von hier aus läßt sich selbstverständlich nicht fest­stellen. ob seine Angaben den Tatsachen ent­sprechen und ob er wirklich den Rordpol erreicht hat. Der Vorstoß des Amerikaners Byrd Hal mit ernster Forschertätigkeit nicht# zu tun, e# handelt sich hier lediglich um ein sportliche# Unternehmen. Er hat jedenfalls gezeigt, daß e# möglich ist, mit einem leistungsfähigen Flugzeug den Pol zu erreichen. Arnundsen will nun. angefeuert durch den Byrdschen Erfolg, mit seinerRorge" in den nächsten Tagen ebenfalls aufbrechen. Da er aber schon einmal Schiff­bruch erlitten hat, muh man auch jetzt seinem Unternehmen rocht skeptisch gegenüberstehen, des- sen Bedeutung schsiehlich auch nurreinfporl- licher Ralur sein kann, da dieRorge" viel zu llein ist. um am Rordpol niebergehen unb bort längere Zeit für Forschungszwecke bleiben zu können.

Amunbsens Start ;um Rordpol.

Oslo, 10. Mai. (WTB.) Rorges HanbelS- vg Sjöfartslidende erhielt folgendes Tele­gramm aus Trvmsö: Das hiesige geophysische Institut Hal von Arnundsen ben Auftrag erhal­ten, von morgen früh ab, alle Wetternachrichten von nordnorwecstschon und nordrussischen Sta­tionen zu senden. Dies dürfte auf einen Start am morgigen Tag hinbeuten. Das Wetter ist andauernd ausgezeichnet auf Spitzbergen.

Wettervoraussage.

Halb bis ganz b-?bcckl, weitere Regenfälle, keine Nachtfrostgefahr, südliche bis westliche Winde.

Ein neues Islandtief hat den vorübergehend über Mitteleuropa aufgetretenen Luftdruck schnell zurückgebrängl unb mit seiner Regenfront, bie gestern noch über Großbritannien lag, unser Gebiet erreicht. Die unter bem Einfluß von süblicher Luft eingetretene Erwännung wirb keine durchgreifenbe sein, ba unser Gebiet allmählich von der bas Tief bis auf feine Sübfeite umfpülenben kälteren Luft er­reicht wirb.

Gestrige Taqestemperaturen: Marimum 13,1 Grab Celsius, Minimum Ich Grab Celsius, Nieder- schlage 0,3 Millimeter. Heutige Morgentemperatur 6,4 Grad Celsius.

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