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Getreidebörse.

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89.1*

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Berlin, 11 Jan. Die neue Woche be­gann in ausgesprochen f c st c r T e n d e n z. Schon vorbörslich hörte man Kurse, die Prozentweise über den bisherigen Notierungen lagen, und bei Eröffnung des osfiziellen Verkehrs konnten sich diese Kurse ausrechterhalten. Infolgedessen setzte das Geschäft sehr lebhaft ein, namentlich am nngen . Schifsahrts- und E I e k t r o m a r k t e. An

oggenanleih e der Verzinsung zugrunde l der Vörse waren dabei Gerüchte über Kom-

Dic seit Monaten immer ungünstiger gewordene ! Geschäftslage hat die deutsche Erzeugung an Roh­eisen, Rohstahl und Walzerzeugnissen stark zurück gebracht. Die allgenieine Lage der Eisen schaffenden Industrie war, laut FachzeitschriftStahl und Eisen", zur Zeit des Uebergangcs vom November in den Dezember bei den einzelnen Werken bzm. Verbänden und in den Erzeugnissen verschieden; teils ließen die eintrefsendcn vielen Anfragen, wenigstens aus dem Inlands, die Meinung zu, sie werde ein etwas freundlicheres Aussehen gewinnen, teils hatte sich die Nachfrage aber noch merklich ab­geschwächt, nennnenswerte Geschäfte kamen nicht zu­stande, und die Lage verfchlechterte sich noch.. Nach und nach verschlechterte sich aber die Lage allgemein. Reichliche Aufträge in dem der Weiterverarbeitung dienenden kaltgewalzten Bandeisen, die auch an- hielten, ließen die Meinung aufkommen, daß in der weiterverarbeitenden Industrie vielleicht eine Besse rntifl sich anbahne. leider aber bestätigte sich dies nicht. Im Drahtgeschäst war keinerlei Besserung zu merken. Die schlechte Geschäftslage machte sich auch in dem geringeren Bedarf der Walzwerke und Maschinenfabriken, an Schmiedestücken und Stahl­guß mehr und mehr bemerkbar.

während der Inlandmarkt Zeichen der Besserung nod) nicht erkennen läßt, ist auf dem Auslandmartt in den Tagen kurz vor Weihnachten zweifellos eine gewisse Stetigkeit festzustellen. Die Lage auf dem Erpnorkt ha« sich gegenüber dem Bormonal nicht gebessert, der Verbrauch an inländischen Erzen ging infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage und der zu hohen Gestehungskosten immer weiter zurück.

68,9*

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67'

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42

Hessische

Braunkohlen-Roggenanleihe.

Die nach der Anl ihebedingung I b der auch

39.6* 99'

109 109 5 !«.;

Wirtschaft.

Die zukünftige Kreditpolitik der Reichsbank.

Der Neichsverband der Deutschen Industrie Hot vor einigen Tagen das Reichsbank-Di- rektorium um einige Informationen über die Art der in Aussicht genommenen Restrik - tionserleichtcrungen gebeten.

Wie dos Neichsbank'Direltorium auf die An- t frage des Neichsverbandes nunmehr geantwortet hat,soll die zu Anfang Dezember eingeleitete F Lockerung des Systems der Kreditkontingentie­rung dahin führen, daß die Neichsbankanstalten * für die Folge nicht mehr gezwungen sind, die Diskontierung von angebotenen Wechseln ledig­lich aus Kontingentsrücksichten abzulehnen. Für die Entscheidung, ob zum Ankauf angebotene Wechsel seitens der Neichsbankanstalten herein- genommen werden können oder nicht, sind also künftig im allgemeinen nur noch d ie wirt- ^chaftlichen Gesichtspunkte, insbeson­dere auch der Umstand, ob es sich um einwand­freie Handelswechsel handelt, und die Rück­sichten auf die Sicherheit der Engagements und der einzelnen Wechsel maßgebend. Die sich aus der Kreditlockerung ergebenden Vorteile sollen den Wirtschastslreisen gleichmäßig zugute kom­men. Natürlich liegt es aus der Hand, daß Fir­men, die schon jetzt ihren Kredit bei der Neichs- bank stark angespannt haben, nur noch insoweit aus der Lockerung Nutzen ziehen können, al« den Neichsbankanstalten ein Weitergehen, in der Kreditgewährung unbedenklich erscheint."

Der deutsche Eisenmarkt im Dezember 1925.

139* 1

98*

107.7'

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60

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81,1

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0.4 0 033

Berlin schiuft.sÄÜifana fiitr« I *Vi".

an der Berliner Börse amtlich notierten 6 pro- zentigen Hessischen Braunkohlen -

Ri " '

47,5 ' 74. 5

112,7'

n 112 2* U2 6*

15 I

Kleine Strafkammer Gießen.

' Gießen. 8. Ian Der Handelsmann Jo­hann Gg. W. von Gießen war am 10. April 1925 mit dem Kprbmacher H. dahier in einer Gastwirtschaft in Streit geraten, in dessen Verlauf er von diesem und einem anderen Gast hart be­drängt und zur Türe hinausbefördert wurde. Vor der offenen Türe zum Gastzimmer gab er au« einer Walzenpistole einen scharfen Schuß ab, der den H. am Unken Unterarm streifte. Vom Amtsgericht war angenommen worden, daß W. sich zwar in Notwehr befunden, diese aber über­schritten habe, denn e« hätten ihm andere Mittel als der Pistolenschuß zur Verfügung gestanden, um sich den Angreifern zu entziehen. Die er­kannte Geldstrafe von 30 Mark wegen Körperverletzung schien der Staatsanwaltschaft zu gering; sie verfolgte daher 'Berufung, auch zu dem Zweck, die Einziehung der Walzenpistole herbeizuführen., Der Antrag auf Straferhö­hung wurde zurückgewiesen, die Einzie­hung der Waffe ausgesprochen.

Durch das Amtsgericht war der Kraftfahrer Heinrich L von Nieder-Mörlen von der Anklage des fortgesetzten Nücksalldiebsbahls fre gesprochen worden. Er hatte in etwa neun Fällen zu Bad° Nauheim Bettzeug, das in die Fenster ausgelegt war, an sich genommen, behauptete ober, dies nicht in Diebstahlsabsicht, sondern aus einem un­widerstehlichen Hang zur S lbstbefriedigung getan 411 haben. Obwohl ein Sachverständiger aus der Heil- und Pflegeunstalt Goddelau, wo der An­geklagte zur Beobachtung uirtergebracht war, die Anwendung des § 51 StGB, verneinte, sprach

9.. 75' 198,25*

96 5* 101.2

unt> Im Anschluß an diese« Länderspiel das ; Stüdtespiel geplant war. Berlin-Budapest nbegsagt. BerlinWien sehr fraglich!

Verschiebung der Grohen Sport» woche in Winterberg.

oo. Die Große Sport Woche des Sauerländi- Ichen Bob- und Auto-Clubs, die vom 10. bi« 14. Januar stattfinden sollte, ist der ungenitgen- den Schneeverhältnisse halber um 8 Tage, auf Den 17. bis 20. Januar, verschoben worden.

Ski.

Bei den auf dem Nuhestein im Schwarz­wald abgehaltenen Sprungläufen wurde bei den Sprüngen an der Heinen Schanze Erster: Hengstteller- Heilbronn (24,28 und 26 Mtr. gestanden), und bei den Sprüngen an der großen Schanze errang Willi Dick, ein Deutschböhme, mit einem gestandenen Sprung von 34G Met er­den ersten Preis und damit auch den Ruhestein- wanderpdkal.

Radrennen.

Bei internationalen Radrennen im Berliner Sportpalast gewann die deutsche Mannschaft Koch-Miethe das Dreistunde 11 - M an n- schastsrennen gegen beste ausländische Kon­kurrenz.

Wasserball.

Bei einem Rückspiel im Magdeburger Wil­helm« bad trafen gestern die alten Rivalen Hel- laS-Magdeburg und W a s s e r s r e u n d e- Hannover erneut aufeinander. Auch dieser hartnäckige Kampf sah wieder die Magdebu r- ger wie vor acht Tagen in Hannover sieg­reich (6:1).

Boxen.

Die Südwestdeutsche Amateurmeisterichaiten, die am Samstag und Sonntag in Ludwigshafen ,311111 Austrag kamen, haben folgende Sieger ergeben: Fliegengewicht: Wieland- Frankfurt (über Hen- iiber Nicolai)-Ludwigshafen); Federgewicht: NI i - lecke-Frankfurt (über Üergl-Mannheim); Leicht­gewicht: Röder 1. Frankfurt (über Witfchorke- Mannheim): Weltersgewicht: W 0 r 1 e -Mannheim (über Krieger Mannheim); Mittelgewicht: Zim­mer- Mainz (über Mayer-Singen) und Halb- schwergewicht: R 0 demich - Mainz (über Schulz- Heilbronn).

Reue Weltrekorde im Schwimmen.

00. In Eh 1 kag 0 sind die beiden Weltrekord schwimmer Arne Borg und Weißmüller bei der Arbeit. Der Schwede ftelltc eine neue Best­leistung über 440 Bards (402,25 Meter) mit 4:47,2 aus (A. R.: Weißmüller 4:51,4). Weißmüller ver besserte seinen Weltrekord über 220 Bards auf 2:10,4. Bei den Damen gelang es Frl. Ethel Lackte eine neue Ti>elthöchstleistung zu erzielen. Für 100 Aards benötigte sie 1:02,8.

' A.-G. fürOptik und Mechanik vvrm. Ehr. Kremp, Wetzlar. Die Gesellschaft be­ruft auf Anfang Februar eine H. B., in der der Vorstand von der Beendigung der Gefchäftsauf- sicht Kenntnis geben und eine Ersatzwahl in den Aussichtörat vorgenommen werden wird.

Briicke 11 baute 11 der Reichsbahn. Die deutsche Reichseisenbahn-Gesellschaft beabsichtigt, das im Jahre 1925 begonnene Brückenbauprogramm in diesem Jahre mit allem Nachdruck fortzusetzen, und hat zu diesem Zweck einen sehr erheblichen Be­trag bereitgestellt, der den im Jahre 1925 aufge­wandte n überschreitet. Die Rheinbrücke bei Hoch­feld soll bis zum Jahre 1927 fertiggestellt werden. Die Vorarbeiten für den Umbau der Rheinbrücke bei Wesel haben bereits begonnen. Hierzu kommen an bedeutenden Neubauten: zwei Mainbrücken, meh­rere Brücken über die Ruhr und eine Brücke über die Mosel. Weitergeführt werden außerdem die Bauarbeiten bei mehreren Brücken über die Elbe und die Warthe. Die Hauptarbeiten an den Oder­brücken in Stettin und Küstrin, die sich gegenwärtig im Anfangsstadium befinden, werden gleichfalls in diesem Jahre unternommn werden. Des weiteren wird ein Teil der bestehenden Brücken auf eine er- höhte Tragfähigkeit umgebaut und verstärkt werden. Die neuen und verstärken Brücken sind auf einen Achsendruck von 25 Tonnen eingestellt, gegenüber der bisherigen Tragfähigkeit von 15 Tonnen.

Bötfenlntk.

zu legenden Du rchs chn i t t s P r e i s e für da» vom l .Mai 1925 bis 30. April 1926 lausende Zinsjahr betragen für eine Tonne gesiebte För- derkvhle der oberhesstschen staatlichen Draun- kohlengruben 5,20 Rm., für einen Zentner Roggen 11,44 Rm. Das Mittel hieraus ergibt 8,32 Rm., so daß für den am l. Februar 1926 fäl­ligen ZinSschein für eine Einheit ein Zins­betrag nach Abzug der Kapttalertragsteuer (Ein" löfungöbetrag) von 0.45 Rm., für Ve Einheit ein Betrag von 0,23 Rm. und für '/. Einheit einen Betrag von 0,12 Rm. ausgezahlt wird.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter SenderS.

(2lus derRadio-Umschau-.)

Dienstag, 12. Januar:

3,304 Uhr- Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Cha­rakterstücke. 66.30 Uhr: Die Lesestunde: Aus dem RomanPitt und Fox" von F. Huch. 6.30,7 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 77.30 Uhr: Schach- stunde. 7.308 Uhr: Funkyochschule Frankfurt am Main (Abt. Völkerkunde): ..Die Grundlage der chinesischen Kultur", Vortrag von Prof. Wilhelm. K10 Uhr: Konzert des Harmonieorchesters des Frankfurter Orchesteroereins.

binattonen in der internationalen Glektro-Industrie in Umlauf. Auch Anilinwerte zogen stärker an, da der Druck, der durch da« große Angebot in diesen Werten kürzlich zu beobachten war, vollständig gewichen ist. Kombinationen über Zufammenziebun- gen der deutschen Petroleum-Gesell­schaften mit ausländischen Gruppen führten zu einer regen Nachfrage in Oel-Aktien, die gute Kursavancen zu verzeichnen hatten, wobei der Nachfrage aber durchaus kein Ange­bot gegenüberstand, sodaß die Notierungen aus­fallen mußten. Der r f e n ge l dm a rk t ist weiter austerordentlich leicht, tägliches Geld war zu 6 bis 8 Proz. reichlich angeboten und war sogar unter 6 Proz. nicht unterzubringen. Mo°> natsgeld eher nominell 8l/2 bis 10 Proz. Im Devisen ver kehr lag Paris mit 127,40 ge­gen London etwas schwächer, während Warschau mit 7,85 gegen Kabel mehr Stabilität zeigte. Die Reichsmark notierte gegen Mittag in London 20 37, Paris 6,20, Amsterdam 59,22'/r, Zürich 123,15.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraph,!che Auszahlung.

Amerikanische Violen .. . .. Belgische Noten Dänische Noten ...... (ttialische Noten ....... Framösischc Violen ..... Holländische Noten .....

Italienische Noten ..... Norwegische Noten . . . .

DkUtsch-Ocstcrr.L 100 Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten ..... Schweiler Nytcn.......

Spanische Roten Tschechoslowakische Noten Ungarische Noten.......

Frankfurter

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 11. Ian. Tendenz erst leicht abgeschwächt, dann sehr fest. - Die au ße r- ordentl ich feste Haltung der Es - fekten-Papiere während der letzten Woche ist auch auf den heutigen Börsenverkehr über­gegangen. Zwar eröffnete die Börse etwas un­sicher und schwankend, doch wurde nach Fest­setzung der ersten Kurse die Timsatztätigkeit wie­der lebhaft und entwickelte sich im weiteren Verlaufe zu einer ausgesprochenen Hausse. Das Hauptinteresse wandte sich wie­der am Terminmarkte den Montan-, Elek­tro- und Anilin-Aktien zu, die erhebliche Kursgewinne zu verzeichnen hatten. Recht kräftig zagen Schiffahrtswerte an, wo Hapag mit 100 bis 102 Geld zu hören waren. Der Markt der deutschen Anleihen lag ebenfalls etwas freund- lid)er. Der Freiverkehr hatte bei lebhaf­terem Geschäft ziemliche Besserungen aufzuweisen. 'Benz 29 Proz., Brown-Boveri 52,5 Proz., Gro- trag 40 Proz., Ufa 49 Proz., UntcrfranEen 55 Pro­zent. Rastatter Waggon 3 Proz. Im weiteren Verlaufe steigerten sich die Kurse auf allen Märk­ten so daß verschiedene Papiere rationiert wer­ben mußten. Im Devifenverkehr ist die Lage unverändert. Pari« lag gegen London: etwas schwächer mit 127,20. Am Geldmarkt hält bae starke Angebot weiter an. Tagesgeld hörte man zu 6'Prozent. MonatSgeld 8\ bi« 9' . Prozent, je n j Adresse.

Berliner Börse.

Sic hüben Ihr Kind lieb, eine Dinrrhbe (Durch fall), auch der geringsten kann schwere Schädigungen der wenig widerstandsfähigen körperlichen Konstitution desKindeshoryorruten. Geben Sie dem Kinde Stopp-Stopp Scho olade ..Moho, welche gerne infolge des angenehmen Schokoladengesehmacks genommen wird. Uie Wirksamkeit Ist hervorragend, «las Mittel selbst völlig unschädlich. 8t.opp - Stopp - Schokolnde illlcho (ausdrücklich verlangen) kostet 50 II. und ist in Apotheken und Drogerien erhältlich.

Frankfurt a.M.

Sd)lu>j»! l«Uhc- flnro | flut«

ihn das Amtsgericht Dab-Nauheim frei mit der Begründung, daß nach feiner Ains ich i die freie Willensbestimmung bei der Tat ausgeschlossen ge­wesen sei; denn der Angeklagte leide an ange­borenem Schwachsinn mit hysterischen Zügen und an einer perversen Erregung in der Form des Fetischismus, der als eigentliche Ursache für seine Diebstähle in Betracht tomme. Auf diese Be­rufung der Staatsanwaltschaft wurde das Urteil erster Instanz aufgehoben und auf 2 Jahre Gefängnis erkannt. Der wiederholt vernom­mene Sachverständige erklärte den Angeklagten für strafrechtlich verantwortlich.

Der Glasschleifer Bruno H. aus Nieder- Mörlen hatte am 29. März v. 3. die Gebrüder D. aus Bad-Nauheim schwer mißhandelt, indem er den einen vom Rade riß und ihm derart auf den Kopf schlug, daß dieser bewußtlos liegen blieb; er hatte eine Schädelfraktur; den anderen schlug er mit einem Gummischlauch nieder, den er Ihm abgenvmrnen hatte. Dorausgegangen war ein Wirtshausstreit zwischen Hitler- und Reichs­bannerleuten, an dem jedoch die Verletzten in keiner Weise beteiligt waren. Das Amtsgericht hatte auf drei Monate Gefängnis erkannt. 3n der Berufungsinstanz wurde die Straf?' auf e I n Monat Gefängnis herabgesetzt.

Im Juli v. 3. hatte der Schneidermeister Ferdinand G. in Gießen zwei Polizeiwachtmeister durch Schimpfworte beleidigt und kurze Zeit später einem hiesigen Geschäftsmann ohne jede Ver­anlassung von hinten einen Tritt versetzt. Er erhielt wegen beider Handlungen vom Amts­gericht 14 Tage Gefängnis. Die heutige De- rufungsverhandlung mußte infolge eines erheb­lichen Deweisanirags vertagt werden.

--------------- )

Großer Schöffengericht Giehen.

Tdtmt:

5% Deutsche RcichSanlcilie 4% Deutsche RcichSanleihe .

3'/i°/o Deutsche Nctch»anlcth« 3°/., Deutsche Ncichsinleide - Deutsche Svarprämicnanletbe 4°/0 Prcuhische Konsolü . . .

4" 0 Sofien .......

Hcffen

3°/o Helfen...........

Deutsche Wcrtb. DoNar-Anl. dto. ToU.Schav-Anneisng.*)

<»/<> Zollturken........

5% Goldmcrikaner ... -

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz und Privat-Bank J'nrmit und Naiionalbank leutlchc Bank Demschr BereinSbank .... DiSconto Üommandit . . Mclallbank Mitteldeutsche Ercditbcmk. . Oesterreichische Lredttanstalt Äcslbnnk .......

Bochumer (Sah .

BuderuS......

Caro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke . . Harpcner Bergbau ... .Ualtwcrke Aschersleben.... tkaliwcrk Westeregeln .... Laurahütte Clcrbcbarf . * i'böiur Bergbau ...... Nveinstabl Aicbcd Montan ..... Tclluü Bergbau ......

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd ...

Lhrramtsche Werke Albin . . >icmcnNverk Heidelberg . . Bbilipv Hohmann .... «ngl0'<Lom -Guano .... Badische Anilin Cbemilchc Maver Alapin . . Ololdschinidt .....

OSricS timet Electron .... Höchster Farbwerke...... volmerkoblung ..... :>,ülgcrSmcrke . Echeideanstalt ........

«Hfl. ElektruitätS-Gesellichaft Bergmann ....... .

Mamkrastwerke ....... Schlickert Siemens 4 Halske .....

Adlerwerke kklcyer ..... Daimler Motoren. ..... Hcpligeiistaedt . 'HiCQUlll..........

Motorenwerke Manubeim

| frankfurter Armaturen .Konservenfabrik Braun . . N/etallgesell chaft ftranlfnrt . Pct. Union A -G. . .

Echnhlabrik Her; . Sichel ,'icllstoss Waldbof .'luitfrfQbdt Frankenthal . .

suckerfabrik tiBaabäuftl . . .

* Gießen, 6. Ian. Der Former Gustav Bernhard D. von Vilbel hatte sich heute wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrugsversuch zu verantworten. Irn vergan­genen Jahre hatte er eine abgelaufene Wochen - fahrkarte dadurch gefälscht, daß er die Wochen-- zahl abänderte und dann von der so gefälschten Fahrkarte zum Zwecke der Täuschurra Gebrauch gemacht, indem er sie an der Sperre verzeigte in der Absicht, damit nach Frankfurt zu fahren und so das Fahrgeld zu sparen. Doch wurde bereit« an der Bahnsteigsperre die Fälschung entdeckt und sein weiteres Vorhaben vereitelt. Nachdem das Reichsgericht auch die von der Reichsbahngesellschaft ausgegebenen Fahr­karten für öffentliche Urkunden erklärt Hai, mußte der Angeklagte wegen schwerer Fälschung einer öffentlichen Urkunde bestraft werden. Unter Zubilligung mildernder Umstände wurde gegen ihn auf die gesetzlich zulässige Mindeststrafe von 3 Monaten Gefängnis erkannt

Unter einer vertrauenerweckenden Firma hatte der Robert Sch. von Gießen ein Han^ delsgeschäft betrieben, bei dem ihm in sehr kurzer Zeit die Verhältnisse über den Kopf gewachsen waren. Um sich aus dieser finanziellen Bedrang- Frankfurt a. M., 11. Ian. Es wurden no- I nis herauszuhelfen, hat Sch. in außerordentlich liert; Weizen, Wetterauer 25,50 bis 25,75, Roggen, gewissenloser und leichtfertiger Weife in einet inländischer 17,50, Sommergerste für Brauzwecke Reihe von Fällen Wechfelfälsckmngen und ölan» :?2,50 bis 25, Hafer, mländischer 18,50 bis 21,50, lettfälschungen begangen, indem er auf einem 'Olai* gelb 21 biß 21,25, Weizenmehl, inländisches, I Teil der Wechsel die Namen der Bezogenen und -pezial 0 41 bis 41,50, Rogenmehl 26 dis 26,50, Akzeptanten fälschte und diese dann an feine Weizcnkleie 11,25 bis 11,50, Roggenkleie 11,50, Erb- Gläubiger an Zahlungsstatt zur Tilgung seiner |cn 30 bis 34, Linsen 40 bis 70, Heu, süddeutsches, Schulden weitergab, bzw. ihm ausgehändlgte gut, lrocken 9,50, Weizen- und Roggenstroh 5 bis 6, Blankoakzepte hinsichtlich der ^H'^summe ganz Treber, getrocknet 18 bis 18,50. Tendenz: Stetig. willkürlich ausfüttte. Auf Gruiid de« Ergebnisses » ,, , . der Beweisaufnahme sah das SchÖsfengerrcht Sch.

Frankfurter Schlachtviehmarkt. in 4 5änen im öinne der Anklage, d. h. der

Frankfurt a. M.. 11. Ian. Austrieb: schwerer Fälschung von Privaturkundrn für über-

1522 Stück Rinder, darunter 355 Ochsen, 33 jiU)rt und erkannte gegen den Angeklagten, dem

Bullen, 1134 Färsen und Kühe, 424 Kälber, in Anbetracht seiner Jugend und seiner bisheri-

4051 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. qcn Unbestraftheit in weitgehendem Maße mil-

Lebendgewicht: Rinder: Ock-sen, vollfleischige dernde Umstände zugebilligt wurden, auf eine

ausgewachsene höchsten Schlachtwert« 52 bis 59, Gesamtstrafe von 1 Jahr Gefängnis,

junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere --

ausgemästete 43 bis 51, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35 bis 42; Dullen, vollst. -LUCylClVe

ausgemästete Färsen höchsten Schl ach twerts 50 bi« Wetzlar 8. Jan, Wegen Betrugs war

54, vollst^ jüngere 43 bis 49. mäßig genährte Z. in Haft befindliche Gärtner Karl H.

junge und gut genährte dltea'e 35 bis 42, Fg^en ^igekiagt. Der Angeklagte erschien an einem und Kühe, vollfl. ausgemastete Färsen höchsten $ A jm ^luguft v. Is. bei dem Zeugen W., gab Schlachtwerts 50 bis 58, vollst, ausgemästete Kühe diesem als Landsmann zu erkennen und

höchsten Schlachtwerls bi« zu 7 ^h^ 44 bis »b der Zeuge ihm schon lange 6e-

51, wenig gut entwickelte Färsen 39 bis 49, altere - . Vj ließ sich vom Angeklagten über-

ausgemästete Kühe und toemg gut entwickelte h^em ein Darlehen von 3^Mk. zu geben,

jüngere Kühe 33 bis 43, mäßig genährte Kühe ; innerhalb drei Tagen zurück-

und Färsen 23 bl« 32, gernng genährte Kühe und Tollte. Als schließlich 2 Wochen ver-

Färsen 15 bi« 22. Kälber: Feinste Mast- ^mren^miie ^^uge falber 76 bi« 82, mittlere Mast' und beste Saug>- entliehenen Geldes war, schrieb er

falber 65 bis 75 geringere A^ost-und gute Saug Angcttagten unter der ihm von diesem zu­kälber 58 bis 64, geringe Saugkälber 50 bi« 58 rückgelassenen Adresse eine Postkarte, Inhalts

Schase: Mastlammer und Masthänimel 45 bis um Rückerstattung der 3 Mk. ersuchte.

50, geringere Masthammel undSchafe 37 b^ 44 w Postkarte aber als unbestellbar zuruck-

M ? I i kam, erstattete der Zeuge Anzeige gegen H.

% bi« 34. S ch w ^n c. Vollfl. von 8 wegen Betrugs, woraus das Hauptverfahren ge-

100 Kg. 82 bis 86, unter 80 Kg. <b bi« 81, ton u Angeklagten eröffnet wurde. Der An-> 100 bi« 120 und von 120 bis 150 Äfl. 82 bi« 86, 3 dei^das^Geld mittlerweile zurückerstat-

uitreine Sauen und ges"en. Ebei 75 bis 80. 9«i gte^ Bcflrttt jeglid)e Betrugsabsicht. Er

Marktverlauf: Langsanier 5anbJ. (Sei ccblvci Rückzahlung habe sich deshalb Der-

nen und Großvieh geringer Ueberstand. | ®ßgert ev bei jetner Rückreise von Wetzlar

unterwegs verhaftet worden fei und zur Zeit eine Haftstrafe verbüße. Die dem Zeugen an­gegebene Wohnung fei mittlerweile von feinem Sohne aufgegeben worden und dah^ otc «ane als unbestellbar zurückgekornmen. Das Ger cht vermochte dem Angeklagten den ^^"9 nachzuweifen und sprach ihn kostenlos freu

9.1 11 1.

1.20) ; 0.2175

9 Ian.

11. Ian.

Amtliche Noti rttiig

Amtliche CArlb

Notierung 1 Brief

(Selb

Brief

AMst.'Noii Buen-Aireo Brff-.Autw. Christinnln Kovenhagcn 6tocfl)olni HelsingsorS Italien. .

London. .

Ncuyork . Pari«. . . Schwei» . .

Spanten - Japan . . . Nio de Jan Wien In D-- Ceft. adgcst Prag .... Belgrad . . Budap.'st. Bulgarien Viffabon Dangg. .

Konst itttltt. Sltbrn Canada. . Uruguap

168,6» 169,118

1.738 1,742

19,02 ! 19,06

85,43 , 85,62

104,42 104,68

112,16 112,54

10,536 10,596

10,9.35 16,975

20,351 20,401

4,195 4,205

16,01 16,05

81,0? 81,22

59,43 59,57

1,830 1.814

1.614 1.016

59,07 1 69,21

12.415 12.455

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5,871 6,891

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21.305 : 21,065

80,65 80.86

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5.59 1 5.61

4.19 4.20

4,305 1 4,315

Dankn 0 tc

168.61 1.788

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85,61 1'14,63

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16,985

20,403

4,205 '5,98

81.25

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80,91)

4,23

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4,20 4.315

Berlin, 9 Ian

lyeld

Brief

i.lO.l

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19 U'i

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