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Sporimöalichkeit: 3m Walde und aus der Höhe gut, talabwärts gering (allgemein gut).

steuergaran- iark. Die Reichs-

über Adverrtbräuche. Näheres In Anzeige.

Beibehaltung der 11 :1 t i e in Höhe von 450 Milli.

an:Hnb wer schreibt die

Die Sitzung der Botschafterkonferenz. Die Lstbefestiqungcn. Die Ausfuhr Kriegsmaterial.

schrie er mich Bericht e??'

T Da war ich geschlagen, d:nn Berichte machen tut kein M nsch gern Ich

Wettervoraussage.

Bei nördlichen bis westlichen Winden wech­selnd bewölkt, etwas kühler und vorwiegend trocken.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 5,4, Minimum 3,2 Grad Delfins. Niederschläge: 0,6 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 5,4 Grad Eelsius.

Bericht über die Wetterlage aus dem hoherodskops vom 10. Dezember, 8 Ahr morgens:

Windrichtung: Nord.

Windstärke: Frisch.

Lufttemperatur: 0 Grad EelsiuS.

Beschaffenheit der Schneedecke: Etwas ver- (pulverförmig).

bundsrat eingegangene und von diesem weiter­bearbeitete Beschwerde.

2. Hinsichtlich der Befugnisse der In- vestiga.ionSiommission: Bei der Regelung Ihrer Beziehungen zu den deutschen Behörden und den deutschen Staatsangehörigen sei den Einwendun­gen der deutschen Regierung entsprochen wor­den, mit anderen Worten, die Bestimmungen des §nvestigationsplanes des DöllerbundeS vom ahre 1924 seien der innerdeutschen Ge­setzgebung be.üglich der chauöluchungen an« gepaßt und es sei abgemacht worden, daß bei diesen HauLsuchungen die Kontrolleure des Böl- kerbundes von deutschen Beamten be­gleitet sein würden.

3. sei entschieden worden, den Investigations­kommis ionen, die in anderen Ländern als Deutschland (Angarn, Oesterreich, Bulgarien) funktionieren, deutsche Offiziere beizuge­ben.

Diese Entscheidung sei die natürliche Folge des Eintri ts Deutschlands in den Bül'erbund und seiner Aufnahme in den Dölkerbundsrat.

Einladung Mussolinis zur Unterzeich­nung des italienisch-deutschen Freundschostspaktes n a ch Rom zu kommen, wegen der Gefahr einer Mißdeutung dieses Besuches a b g e l e h n t habe. Strefemann habe Briand mitgeteilt, daß der Ver­trag Deutschlands mit Italien ein einfaches Schiedsabkommen sei, das aller besonderen politischen Bedeutung entbehre und nicht in irgend­einem anderen Licht« angesehen werden dürfe.

Ver provisorische Hinanzausgleich

Die Beratungen im Reichsrat.

Berlin, 9. Dez. (BDZ.) Der Reichsrat be­schäftigte sich mit dem provisorischen Finanzaus- gleichsgesetz. Der jetzt vorliegende Entwurf bringt eine Verlängerung der gegenwärtig geltenden Bestimmungen auf ein Jahr, also bis zum 1. April 1928. Die Länder haben sich, wie der Be­richterstatter ausführte, mit diesem weiteren Provi­sorium abgefunden, wenn sie es auch bedauern, daß immer noch kein« endgültige Rege­lung erfolgen und bis zum 1. April 1927 die in Aussicht gestellte Berechtigung der Länder und Ge­meinden, Zuschläge zurEinkommen - und Körperschaftssteuer zu erheben, nicht ver­wirklicht werden kann. Mit Rücksicht auf den Eha- ratter dieses Provisoriums hat die Mehrheit der Ausschüsse des Reichsrates davon abgesehen, die Forderung auf Wiederherstellung des Anteiles der Lander an der Einkommen- und Körperschaftssteuer in höhe von 90 Prozent wieder aufzustellen. Aber auch die Länder, die von der Erhebung dieser For­derung absehen, werden sich dieses Verlangen für den endgültigen Finanzausgleich Vorbehalten. Einmütig waren alle Länder in der Forderung auf

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bens der Natton, als eine freie und ins ihrer Freiheit gesetzlich geschützte I n st i t u t i o n zur Wahrnehmung öffentlicher Interessen. Der Redner wendet sich dann scharf gegen di« Reichsregierung, die durch den Anlauf der ,D. A. Z." gewissermaßen die in dieser Zei­tung gegen die preußische Regierung gerichteten scharfen Angriffe bezahlt hahe. Der schwerste Vorwurf sei gegen die Regierung deswegen zu richten, weil sie die Redaktion von dem Ankauf nicht unterrichtet hat. Es wi­dersprech« dem zwischen den Verlegern und dem' Reichsverband der deutschen Presse vereinbarten Normal-Dienstvertrag, es sei auch ein uner­träglicher Zu st and für alle Redakteure und Journalisten, wenn ihnen der Besitzer der Zei­tung unbekannt sei. Hier tollte Deutschland di« fortschrittlichere österreichisch: Presseaesetzgebung nachahmen. Im Kampfe zwischen Geld und Geist müsse die Gesetzgebung für Gei st und Ar­beit eintreten. (Lebhafter Beifall.)

Am 4 Ahr vertagt sich das Haus auf Freitag.

Erhöhung des guckerzolls.

Berlin, 10. Dez. (WTD.) Besprechungen zwischen den Regierungsparteien über öie Er­höhung des Zuckerzolls babeix zu dem Ergebnis geführt, daß der jetzt zehn Mark betragende Zoll pro Doppelzentner auf fünfzehn Mark erhöht werden soll. Das Srnährungsministe- rium hatte eine Erhöhung auf zwanzig Mark in Aussicht genommen. Die Deutsche Bolkspartei, die Bayerische Dolkspartei und das Zentrum einigten sich aber auf eine Erhöhung auf fünfzehn Mark pro Doppelzentner, während die Demo­kraten für den bisherigen Zollsatz von zehn Mark etntraten. Die Zdllerhöhung soll am 1. Januar in Kraft treten. Da die Deutsch- nationalen jedenfalls f ü r die Erhöhung sind, ist eine Mehrheit dafür im Reichstag sicher.

Die Weihnachtsbeih'.lse für Beamte, Erwerbslose, Sozial- und Kleinrentner.

Berlin, 9. Dez. (VDZ.) In der heutigen Besprechung der Beamtenv^treier aus den Reichstcigsfraktionen der Regierungsparteien kam eine Einigung dahin zustande, daß die Weih­nachtsbeihilfe betragen soll für die Beamten der Besoldungsgruppen l bis IV ein D ertel, der Gruppen V Lis XII ein Fünftel des für den Monat Dezember fälligen Einkommens, für die unver­heirateten Beamten mindestens 33 rmd höchstens 60, für die verheirateten mindestens 50 und höchstens 80, dazu für jedes Kind 5 Mark. Wie das Nachrichtenbureou des BDZ. hört, werden di« Regierungsparteien außerdem beim Nach­tragsetat des Arbeitsministeriums beantragen, eine Dumme von 25 Millionen zu We.hnachtsbe.- Hilfen für die Erwerbslosen, Sozial­rentner und Kleinrentner auszuwerfen. Bei den in später Abendstunde stattgehabten Verhandlungen der Regierungsparteien mit den Sozialdemokraten lehnten die Vertreter der fogialdemokratischm Reichstags'rakllon es ab, um Antrag der Regierungsparteien zur Weih­nachtsbeihilfe mit zu unterstützen. Sie behielten sich ihre Entschließung für das Plenum vor.

Der Schulslreik in Westfalen.

Dortmund, 9. Dez. (WB ) Die Zahl der in Westfalen streikenden evangelischen Schulkinder ist im langsamen Zunehmen begriffen. Im Stadtbezirk Groß-Ärrtmund betrug sie heute 1300, das ist etwa 8 Prozent. Aus den ver­schiedensten Orten wird über Versammlun­gen berichtet, die ihrer Sympathie mit den Strei­kenden Ausdruck geben, oder die den ©trelf be­schließen. Auch die Gegenparteien entfalten eine rege Tätigkeit. Sie warnen vor allem in ihren Versammlungen vor den bedenklichen er­zieherischen Folgen, die sich für die Kinder aus dem Streik ergeben können. An ver­schiedenen Stell:n haben die P a st o r c n daher beschlossen, den streikenden Kindern ihrer Ge­meinden Sing - und Erzählungsstunden zu geben. Von den Regierungsbehörden sind die Lehrer des Krüsgebittes darauf hingewiesen worden, daß sie sich jeder Einmischung in den Streik streng zu enthalten haben und aufs peinlichste vermeiden müssen, auf die Wei­terverbreitung des Streiks' irgendwelchen Ein­fluß zu nehmen. Im anderen Falle sind strenge Disziplimtrstrafen angedroht.

Neuwahl des Vorstandes des Nerchslandbundes.

Berlin, 9. Dez. (WTB.) In der Ver­treterversammlung des Reichs land bundes wurde heute der gesamte alte Bundesvorstand wieder- gewählt und wesentlich erweitert. Der nunmehr aus 20 Mitgliedern bestehende Bundes­vorstand seht sich zusammen aus 12 Vertretern des Mittel- und Kleinbesihes und acht Vertretern des Großgrundbesitzes. Auch die beiden Präsidenten, Graf Kalckreuth und Reichstagsabgeordneter Hepp, wurden auf die Dauer von drei Jahren einstimmig wieder- gewählt. Eine Erweiterung fand die Ge- famtorganifation durch den korporativen Anschluß des Danziger Landbundes.

Verstöße gegen die Arbettszeil- bestimmungen.

Hamburg, 9. Dez. (Wolff.) Das Schöf­fengericht E.'mshorn verurteilte einen Bankdirek­tor und einen Prokuristen wegen Verstöße gegen die Arbeitszeitbestimmungen zu je 1000 Mark Geldstrafe. Der Dankdirektor hatte verfügt, daß seine Angestellten auch am Sonntag zu ar­beiten haben und daß sie wochentags über die gesetzlich und tari'lich zugelassene Arbe trzeit hin­aus arbeiten, während er gleichzeitig ®ntl j uri­gen vorgenommen hatte.

Paris, 9. Dez. (WTB.) Die Botschafterkon­ferenz hat heute nachmittaa von 5.30 bis 8 Uhr ge­tagt. chaoas berichtet, daß der Sitzuna Marschall Foch lind die übrigen Mitglieder des Zntsralliier- ten Militärkomitees von Versailles sowie der Vor­sitzende der Militärkontrollkommission in Berlin, General Walsh, beiwohnten. Die Botschasterkon- serenz habe von dem Ergebnis der Unterredungen Kenntnis genommen, die die alliierten militärischen Sachverständigen seit Montag mit General von Pawels hatten. Es scheine zur Zeit nicht, daß die beiden Fragen betreffend die Befestigungen ö 6 n Königsberg, Küstrin und Glogau und die Herstellung von Kriegsmaterial vollkommen geregelt seien. Das Ergebnis der heu­tigen Beratungen der Botschafterkonferenz werde unverzüglich den in der Botschafterkonferenz vertre­tenen und gegenwärtig in Genf weilenden Außen­ministern zur Kenntnis gebracht werden. Diese würden'die auf diese Weise vorgelegte Bilanz würdigen und der Botschafterkonferenz wahrschein­lich Preisungen zu erteilen haben, von denen diese in ihrer für morgen vorgesehenen Sitzung Kenntnis nehmen werde.

Die Mißwirtschaft des Rheinlandmilitärs.

Paris, 9. Dez. (TA.) Die heutige Sitzung der Kammer nahm teilweise einen recht stür­mischen Verlauf. Die von dem Sozialisten A h r y erhobenen Vorwürfe b:dten"h Mißstände auf, die bei der Desatzu^Zarmee im Rh inland herr­schen. Ahry wies darauf hin, daß gegenüber dem Vorjahre die Ausgaben für das Oberkommis­sariat im Rheinlands um 15 Millionen verringert worden feien, aber immer noch 8'/» Millionen! Franken betrügen. Besonders dem Oberwmml'sar Tirard wurde vorgeworfen, daß täglich K u- r i e r e mit -diplomatischem Gepäck aus dem Rheinland nach Paris kämen und ihre Mission zu Privatzwecken mißbrauchten. Fer­ner kritisierte Ahry, baß die höheren Beamten im Rheinland prunkvolle Villen belegt hätten und daß der oberste Militärgeistliche eine Wohnung von 15 Zimmern innehabe. Die Be­setzung im Rheinland sei kriegsmäßig aufgezogen und habe zuviele Generalstäbler. Der kommunistische Abgeordnete 2a f o n t stellte fest, daß eine von der Kammer eingesetzte Kom­mission Gelegenheit gehabt habe, an Ort und Stelle sich von der Berechtigung der Dor- würfe und den herrschenden Mißständen zu über­zeugen. P d i n c a r 6 entgegnete daraus, die Re­gierung und die Finanzausschüße hätten bereits die Kredite von 15 Millionen auf 8,5 Millionen herabgesetzt. Es sei ihm daher unmöglich, weitere Einsparungen hierbei zu machen. Er lege Wert daraus, den Deämten und Militär- Personen Anerkennung zu zollen, die mit der dortigen Bevölkerung die kordialsten Beziehun- gen unterhielten. Der Zusahantrag des sozia­listischen Aba. Ahry auf Kürzung der Kredite um 1,1 Millionen Fr. wird alsdann von der Kammer mit 350 gegen 208 Stimmen ab ge­lehnt.

Deutschlands Sicherheit im Wesen.

Leipzig, 9. Dez. (WTB.) Zu den Ver­handlungen in Genf schreiben die ,Leipziger Neuesten Nachrichten" u. a.: Ss schrint und nun Zett zu sein, das) in Genf nicht immer nur von einer belgischen, französischen und polnischen Sicherheit, sondern daß endlich, un* zwar in deutlichen Worten von Deutschlands Sicherheit gesprochen wird. Die neutrale Zone, die sich nur über reichsdeutsches Gebiet erstreckt, ist und bleibt ein Pfahl im deutschen Fleische. Er­weitert die neutrale Zone, daß sie einen ebenso breiten Streifen Landes westlich der deutschen Grenze umschließt, wie östlich davon und die Welt wird den Genfer Völkerbund zum ersten Male einmütig segnen, denn er hätte dem Frieden Europas einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Heber eine wirksame Kontrolle in dieser neu­tralen Zone wird man sich dann im zehnten Teile der Zeit einigen, die man jetzt an diesen hinterhältigen feuergefährlichen Schacher in In­vestigation, Industrie und Spionage wendet.

Der deutsch-italienische Freundschaftsvertrag.

Genf, 10. Dez. (Reuter. Funkspruch.) Ange­sichts der Meldungen von einer Beunruhigung in Völkerbundskreisen durch die Nachricht üver den Abschluß eine» deutsch-italienischen Schieds- und Freund chaftsoertrages wird betont, daß tatsächlich Verhandlungen über einen solchen Vertrag schweb­ten, ist seit einiger Zeit bekannt gewesen und daher ist keinerlei Ueverraschung oder überhaupt Erregung In gut unterrichteten Kreisen durch die Tatsache verursacht worden, daß die Unterzeich­nung eines solchen Vertrages als unmittelbar bevorstehend angesehen werden kann. Der Vertrag entspricht dem Geiste der Grundsätze des Völkerbundes, geht in derselben Richtung wie die ähnlichen Verträge mit Spanien, der Schweiz und anderen Ländern und wird tn der üb­lichen Weise beim Völkerbund registriert werden. Es verlautet, daß Strefemann die

Deutscher Reichstag.

Berlin, 9. Dez. Präsident Loebe teilt bei Eröffnung der Sitzung unter großer Heiter­keit mit, daß die Abg. Scholem, Artbahns, Ruth Fischer, Schütz und Schwan zehn Tage Urlaub für eine Reise nach Moskau nachgesucht haben. Diese aus der kommunistischen Fraktion ausgeschlossenen Abgeordneten sollen sich vor der Moskauer Exekutive der komnmnistischen Inter­nationale wegen ihres Konflikts mit der Frcik- tionsleitung verantworten. Dann wird beim Nachtragsetat die Beratung des Programms für die Ost Provinzen fortgesetzt.

Abg. Dr. Oberfohren (Dn.) verlangt eine umfassende wirtschaftliche und kulturelle Förderung für das durch den Versailler Vertrag schwer geschädigte ®ren?,g?biet Schleswig- Holstein. Die Reichshilfe für dieses Gebiet würde im gesamtdeutschen Interesse liegen.

Abg. D a r t s ch a t (Dem.) schildert die wirt­schaftlichen und kulturellen Notstände in Ost­preußen. Ostpreußen sei schon vor dem Kriege als Stieftind behandelt worden. Die Abtrennung vom übrigen Reichsgebiet durch den polnischen Korridor habe schwere Schäden im Gefolge. Das Programm dürfe nicht durch alle möglichen Dünsche für andere LandeStcile gefährdet werden.

Angenommen werden die Anträge, die je 2 Millionen mehr für Schleswig-Holstein, Bayern und Sachsen verlangen. Die kommunistischen An­träge werden abgelehnt. Angenommen wird der Antrag der zur, Förderung der Sportanstal- ten in Leipzig und im Grünewald je 200 000 Mark, in Münster 100000 Mark verlangt.

ES folgt die zweite Drratung des Nachtrags­etais für das Auswärtige 3m't

Abg. Stampfer (Soz.) berührt die An- gelegenhett der ,D. 2. Z. und erklärt dazu: Ich muh int Zusammenhang mit diesem Fall warnen vor der Auffassung, die die Presse lediglich als ein Objekt und Werkzeug betrachtet. Dies« vom Obrigieitsstaat übernommene Auffassung ist des Volksstaates unwürdig. Im Dolksstaat will die Presse beachtet und geachtet sein als ein selbständiges Organ des geistigen Le­

Aus der provinzialhauptstadt.

Gießen, den 10. Dezember 1928.

Dom Aufspringen auf einen fahrenden gug. Wie häufig liest man, daß dabei ein eilige, Reisender, der daS Mitfahren noch im letzten Augenblick ertrotzen wollte, zu Schaden gekom­men ist, und meist zum schweren. Zur Warnung möchte ich ein Erlebnis erzählen, das auch schlimme Folgen hätte haben können, aber nur insofern hatte, als ich wegen ilebertretung bahn» polizeilicher Vorschriften zu einer Geldstrafe ver- ' urteilt wurde.

Es war in Butzbach Ich wollte mit eini­gen Bekannten nach Nauheim fahren, kam aber erst auf den Bahnsteig, als der Zug bereits anfuhr. Einer der im Zug fitzenden Hrrren riß die Abteiltür auf und winkte. Als leichtsinniger junger Mann gab ich der Versuchung nach unb sprang auf das Trittbrett. Den Aaßengrift neben der Türe erwischte ich auch noch glücklich Aber ich drehte mich auf dem Absatz und schlug mit dem Rücken gegen bi? Türe. Glücklicherweise glitt ich mit dem Fuß nicht ab und gelangte in das Abteil. Wäre ich abgeglitten, so fi?l ich neben den schon schnell fahrenden Eisenbahnwagen und konnte leicht mit dem Dein oder dem Ann unter die Räder kommen. And bas wegen einer Der» gnügungsfahrt!

Nun die Lehre! Währenb des 2luf springens hatte der Zug schon eine größere GeschLvrndigkeit erreicht, als ich beim Aufspringen hatte. In­folge des Beharrungsvermög-ns chlleb mein Kör­per auf der Stelle, brr Zug wurde gleichsam unter mir weggerissen unb es kam wie oben be­schrieben. Hand unb Absatz verhinderten ein Ab­stürzen.

Soweit war der Leichtsinn unbestraft ge­blieben Ich freute mich, daß ich noch mitgriommen war. Aber, da gellte der Pfiff des Bahn- hofvorstandes. Der Zug hielt wieder. 2Iuf bas äußerste aufaeregt, sprang bet 'Bahn­hofsvorsteher an das Abteil und machte mir die gröbsten Dorwürfe. Gr war nicht wieder zu er- kennen Sonst ein ruhiger, stets höflicher Mann, den ich gut fdnnte, schloß er. ,WaS hatte aber passieren können!" Doch etwas geärgert, da alle Beruhigungsversuche nichts fruchtetm, sagte ich schließlich:And wenn, eS wären ja meine Knochen gewesen Ihnrn könnte das gleich gültig fein!" Da kam ich «aber böse an. Heftig

regierung will diese Garantie fallen lassen und dafür die gesamte Garantie, die sich auf alle drei Steuerarten bezieht Einkommen-, Körperschasts- und Umsatzsteuer von 2100 auf 2400 Millionen erhöhen. Die Länder machen für ihren Stand­punkt geltend, der Sinn der Umsatzsteuergarantie sei von vornherein der gewesen, daß die Länder von einer etwaigen Senkung des Umsatzsteuersatzes nicht getroffen werden sollen.

Auf dem Gebiete brr Erwerbslosen'- f ü r s o r g e werden ben Ländern Erleichterungen in Aussicht gestellt, zwar nicht im Gesetz selbst, Wohl aber in der Begründung baw. In der Ausgesteuertenfürsorge will die Reichs- regierung versuchen, daß die Gemeinben weit­gehend entlastet werben, Ob die Gemeinden ein Viertel oder ein Neuntel tragen sollen, muß im Arbeitslosenversicherungsgeseh entschieden werden. Der Reichsrat hmt sich für ein Neuntel entschlossen, die Reich-regieruna besteht auf ein Die' t 'l. Der Zuschuß für die Schutzpolizei soll beim Etat zum Austrag gebracht werden Die Entschei­dung wirb davon abhängen, ob nach der zur Zeit stattfindenden gemeinsamen Prüfung die Länder mit 190 Millionen auskommen können, oder 210 Millionen brauchen. Für d'eGrunberwerbs- (teuer fordert bet Ausschuß auch ein unver­ändertes Provisorium, die Reichsregierung da­gegen vertritt die Auffassung, bah ber Grund- stückverkehr dabütch zu stark belastet würde. Die Gemeindegetränke st euer war auf die Zeit bis zum 1. Dezember 1927 beschränkt. In den Reichsratsausschüssen wirb eine Verlänge­rung des bestehenden Zustandes in Aussicht ge­nommen.

Staatssekretär P o p i tz erflärt namens ber Reichsregierung, daß diese bereit sei, die Länder und Gemeinben von den Kosten ber unterstützen­den Erwerbslosenfürforge mit Wirkung vom 1. April 1927 zu entlasten, und zwar aua> bann, wenn das Arbeitslosenversicherungsgeseh ab 1. April 1927 in Kraft treten soll.

Der preußische Drvollmächtigte, Staatssekre­tär Weißmann, beantragt, die Bestimmung über die Zuwachssteuer zu streichrn.

Der bayerische Bevollmächtigte, Finanzmini­ster v. Krausneck, beantragt, daß die ßänber an der Einkommen- und Körperschaftssteuer mit Wirkung vom 1. April 1927 ab bis zu 90 Proz. beteiligt werden.

Staatssekretär Popih erklärt, daß, wenn diese beiden Anträge Annahme finden, die Reichs­regierung den Entwurf zurückziehen werde.

Die Vertreter vost Oldenburg, Braunschweig, Thüringen und Württemberg schlossen sich der GrllärUng Bayerns an. Der bayerische Antrag wurde mit 42 gegen 22, der Antrag Preußens mit 43 gegen 25 Stimmen abgelehnt. Es blieb in den übrigen Bestimmungen des Ent­wurfs bei den Ausschußbeschlüssen.

bat ihn also um Sntschuldiauag. Das besänftigte den verehrten H2vrn. Er lieh ben Zug toie&r anfahren unb sagte nur:Aber anzeigen muß ich Sie doch!"

Als ich schon, weit entfernt, an Me Sache gar nicht mehr dachte, ließ mich ber A.'ademie- bireftor rufen und fragte streng: Was haben 6it für Differenzen mit Ihren h.imiichen 'Behörden? Hier ist ein Strafmandat wegen Vergehen gegen die öffentliche Ordnung I" Nach Arhören des Sachverhalts entlieh et mich freu Mich Ich zahlte meine Strafe. Hoch war sie nicht.

Dabei fällt mir die Antwort eines Schranken, Wärters ein. Ein eiliger, feiner Herr wollte mch kurz vor einem Zug über die Gtteise. Als ihn der Schrankenwärter daran hindertr, rief er er­regt:Lassen Sie mich doch was geht Sie an, es ist ja meine Sache, wrnn ich mich xu Mu- fahren lasse!"Was?", sagte gifttg der Schranken­wärter,waS mich das angeht? Wer kehrt denn den Treck weg?!"

Tiefe Antwort hätte auch aus meinen Fall gepaßt. K.

Boruotizen.

Tageskalender für greif. Stadttheater, V/9 Ahr:And Pippa tanzt"öiwt gegen 10V4 Ahr). Vertin für das Deutschtum im Auslande und Ortsgruppe der Elsah^Lothr'n» ger, 87$ Ahr, Großer Hörsaal der ilnlDrrTlät: Dorkrag Redelsperger. Gewerbeverein, 87« Ahr, Gewerb^haus: Mitgl-ederversarnnilung. - Deutscher Deamtenbund, 8/4 Ahr. Anivers täl. Hörsaal 54: Dortrag. Lichisp elhauS. Bahn­hofstraße:Wien Berl.n". Astoria-Lichttpie^: Das verschwundene Driilant?n'oll er".

- Markusa e m e i n b e. Kommenden Sonn­tag abend In der Ttadtkirche Gemeindefeier mit dem ThemaDeutsche Weihnacht". Mheres In der heu­tigen Anzeige.

LukaSgemeinde. Nächsten Sonntag abend im Lrkasfaal Fomilienabmd m.t Dortrag

Versorgung. Gestern fanb im Sitzungssaale der Provinzialverwaltung unter dem Vorsitz be® ProvinzialdirektorS Graef unb in Anwescahrit von Vertretern der Ministerien des Innern und ber Finanzen eine Besprechung über Gasfern­versorgung statt, an der außer den Genannten bis an der Sache interessierten Städte unb Landge­meinden, sowie ein Vrrtreter bei Hess. Städte- tags unb der Vorsitzende des Hess. Landgemeinde- tags teilnahmen. An das von ProvinzialoA Wolf erstattete Referat schloß sich eine sehr leb­hafte Aussprache an, als deren Ergebnis der Vorsitzende folgendes feftstellen konnte: D.e ober* hessischen Kommunalverwaltungen schließen si-» zum Zwecke der nachdrücklichen und gemelnfama. Wahrung ihrer Interessen zusammen. Als str Organ wurde vorläufig eine Kommission bestelle die mit den beiden anderen hessischen Provinz« Fühlung zu nehmen und die vorbereitenden 2L- beiten aufzunehmen hat.

L. ll. Ilnivcrsitäts-Gottesdienst. An kommenden Sonntag, 12. Dezember, vormittag» 11.15 Uhr, findet in der Neuen Aula ein Uni­versitäts-Gottesdienst statt, zu dem ht erster Linie die Angehörigen der Universität einge­laden sind. Selbstverständlich hat ober auch jeder an­dere Zutritt. Die Predigt halt Prof. Dr. Bertram.

** ® Ine Störung in der SlektriHi- tätSversorgung trat gestern abend gegei 7,6 Ahr auf dem oberen DelterSweg ein. sämtliche Geschäfte lagen im Dunkeln und muht« sich notdürftig mit Kerzenbeleuchtung bebe!fer. Der Schaden, der auf die Zerstörung einer Siche­rung zurückzusühren war. formte zum Glück it htner Zett behoben werden, so drh in dem ur diese Stunde gerade sehr lebhaften Geschäfts betrieb Line allzustarke Dxintr'cht.gung entftanll

Der Winter im Gebirge. Währe» bei unS im Tale Straßen und Chausseen naß urß schmutzig sind, liegt oben im Do gelSberx, nach einer Nachricht vom Hoherodskops von beide früh, immer nory eine Schneedecke von ettra 20 Zentimeter. Die Temperatur betrug heute