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Damm:

v Getreidebörse.

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Nachdruck verboten.

21. Fortsetzung.

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(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 10. Aug. Cs wurden notiert: Weizen, Wetterauer (neue Ernte), 28,50 bis 29; Roggen, inländ. (neue Ernte). 19,75; Hafer, ausländ.. 20,50 bis 22; Mais (gelb) 18,25 bis 18,50; Weizenmehl, inländ., Spezial 0. 42 bis 42,75; Roggenmehl 30; Weizenkleie 8,75; Roggenlleie 10,50. Tendenz: Ruhig.

1923, das schwarze Jahr, brach an.

Da begann der große wahnwitzige Tanz mit dem bedruckten Papier, das sich die hochstaplerische Bezeichnung Geld anmaßte.

Hatte es vorher immerhin ein Jahr gedauert, bis die Fahlen aus den sogenannten Banknoten äußerlich zwar um eine Null fetter, inhaltlich da­gegen erheblich leichter geworden waren, so setzte nun ein bedeutend lebhafteres Tempo in diesem Vorgänge ein.

Große, leistungsfähige Gcldzettelfabriken brach­ten es nun schon allmonatlich ans eine neue Null später jedoch zu unvergleichlich höheren Leistungen.

Doch verweilen wir beim traurigen Lenz dieses noch traurigeren Jahres 1923.

Daß auch die treffendste Beurteilung nur be­dingt richtig ist, erwies sich zu jener Zeit am krassesten. Als ein ganzes Volk unter der auf ihm wuchtenden entsetzlichen Last aufstöhnte, da regte sich munterer denn je der ekle Ning schleimiger Parasiten. Uebcrall saugten sie sich gleich Blutegeln am ausgemergelten Bolkskörper fest und mästeten sich an seinem Elend. Die eigene Geißel dieser Ge-

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weiter ab, zumal nur geringe Aufnahmelust be­stand. Am Geldmarkt ist eine Verknap­pung fest zu stell en. Tägliches Geld dürfte heute wieder auf 5 Prozent anziehen. Monais- geld 5 bis 7 Prozent je Adresse. Bankdiskonten 4i,2 bis 45/8 Prozent, Industrie-Akzepte 4' 8 bis 5i/2 Prozent. Im Devis enverkeh r lagen die lateinischen Valuten erneut schwä­cher. Paris gab gegen London auf 159,25, Brüs­sel auf 170,50 nach. Mailand senkte sich auf 145,25 gegen das Pfund.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

Höhe standen, zeigten ein äußerst spannendes Spiel, das Frankfurt infolge körperlicher ^leber- legenheit mit 3:2 für sich entscheiden konnte, nach­dem Ober-Schmitten bis kurz vor Spielschluß mit 2:1 geführt. Hellas Friedberg (A= Klasse) spielte gegen Rieder-Mittlau auch nach Spielverlängerung mit 2:2 unentschieden: das Los entschied für Hellas. Im Cntscheidungs- kamps Frankfurt gegen Friedberg siegte Sportverein Frankfurt mit 3:0 und konnte den wertvollen Pokal in Besitz nehmen.

Rudern.

Gießener RuderklubHassia".

Zum Schluß der diesjährigen Dudersaison fand in Mainz, wie bereits gemeldet, die Meister­schaftsregatta oes Süddeutschen Ruderverbandes statt, woran sich der hiesige RuderklubHassia" in der Iungmannklasse beteilgte. Der Verein konnte bei dieser Regatta, wie bei den vorherigen Veranstaltungen, einen überlegenen Sieg im Vierer mit der Mannschaft W. Muller, R. Schmitt, W. Rinn, H. L e u n i n g, Steuer E. Roll, erringen. 2m Iungmannen-Achter ging die Mannschaft bei 5 startenden Vereinen als zweites Boot durchs Ziel.

Die Krummhölzer

Roman aus den bayerischen Bergen. Von Michael Wagner.

markt machte sich eine gewisse Derknappuna be­merkbar, so daß der Sah für Tagesgelb auf 4V3 bis 61/, Proz. anzog. An den A k t i e n m ä r k t e n verstimmte auch der weitere Rückgang der Fran­kenvaluten im Hinblick auf den französisch-ameri­kanischen Schuldcnkonflikt. Paris gab gegen Lon­don bis auf 170 nach. Brüssel senkte sich auf 174 gegen das Pfund. Mailand notierte gegen 1 London 145.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt o. M.

Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

Mit einem lauten Jubesruf jprang Marianne auf und hing unter Lachen und Küssen an Zenos Hals.

Du Böser! Solche Sachen machst du hinter meinem Rücken und ich" schmollte sie, während ihre Augen vor Freude strahlten.

Zeno verschloß ihr mit einem herzhaften Kuß den Mund.

Brav sein, Weibert! Upd morgen fahren wir nach München zur Kunstausstellung!"

Da lief ihm Marianne wie ein ungeduldiges Ferienkind davon . . .

Als Zeno am Nachmittag des nächsten Tages, Arm in Arm mit Marianne, unerkannt unter einer Gruppe von Betrachtern im vornehmen Kunstaus­stellungsgebäude vor seinem eigenen Werke stand, da schlug sein Herz hoch.

Stumm, überwältigt, drückte Marianne seine Hand. Ihr standen Tränen in den Augen, so er­griffen war sie.

Zeno Uracher aber hätte nun rechtens restlos glücklich fein können, wenn

Wenn die dunkle Wetterwolke nicht gewesen wäre . . .

288.7-

116

cs streng geheim. Niemand durfte das Werk ent­stehen sehen, nicht einmal Marianne.

So verrann ein Jahr.

In steter, sicherer Linie ging es mit Zenos Geschäft aufwärts. Dies einjährige Arbeiten unter den neuen Verhältnissen hätte allein schon genügt, Zeno zum wohlhabenden Manne zu machen. Das ihm von seiner Vertragsfirma seinerzeit zum Aus­bau des Geschäftes vorgestreckte Kapital war zu­rückbezahlt. Zeno konnte in vollster Zufriedenheit auf das verflossene Jahr zurückblicken; es hatte fein häusliches Glück vervollkommnet und ihn geschäft­lich um ein gewaltiges Stück in die Höhe gebracht. Wenn ihm Fortuna noch darüber hinaus ein Weil­chen wohlwallte, durfte er auch auf eine Befrie­digung feines künstlerischen Ehrgeizes rechnen.

Zenos heimlich geschaffenes Werk war vollendet.

Doch immer noch verbarg er es eifersüchtig. Und eines Tages lieh er es, in eine große Kiste sorgfältig verpackt, zur Bahn bringen ..

Da schmollte Marianne.

Zeno ober lächelte verheißungsvoll und suchte sie mit allerlei geheimnisvollen Andeutungen zu trösten. Bloß einige Wochen möge sie sich noch ge­dulden am liebsten gar nicht daran denken.

Nun auch diese Wochen vergingen. Zeno selbst aber verlebte sie in einer inneren fieberhaften Unruhe; er schien das, worauf er Marianne immer vertröstete, wenn sie in ihn drang, nun selbst kaum mehr erwarten zu können.

Endlich schlug die Stunde der Erlösung.

Die eben angekommene Zeitung in Händen, trat Zeno eines Tages mit seltsam glänzenden Augen vor Marianne. Stumm wies er mit dem Finger auf eine Stelle im Feuilleton. Mariannes Herz schlug Generalmarsch, öic mußte sich setzen; denn ihre Beine zitterten vor Aufregung. Dann las sie unter der Ueberschrift:Rundgang durch die große Kunstausstellung":

. . . Berechtigtes Aussehen erregt derSter­bende Krieger" von Zeno Uracher, einem noch jun­gen, bodenständigen Heimatkünstler . . . Das Werk verrät ein ganz eigenes, selten starkes Künstler­tum . . ." Nun folgte eine kritische Würdigung, schließend mit den Worten, daß man sich den Na­men Zeno Uracher für die Folge wohl merken müsse . . .

Die Zeitung raschelte zu Boden.

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ncration: die Parasiten des Krieges, der Revolution und nun der Inflation!

Ihnen galt nur eines heilig: Börse Dollar» Spekulation!

Herr Toni Uracher, Großhändler, vorwiegend in Holz, und Gutsbesitzer, erkannte mit dem diesen seltsamen Volksfreunden anhaftenden materialisti- jchen Feingefühl ohne weitere sdie Zeichen der Zeit und warf das Steuer herum.

Der bisher betriebene Holz- und sonstige Groß­handel alles auf eine eigene dunkle Art natür­lich diente nur mehr als Aushängeschild. Eigent­lich war man jetzt nur mehr Börjenmann Spe­kulant. Toni Uracherarbeitete" in engster Fühlung mit einem kleinen Kreis würdiger Gleichgesinnter, zu welchem außer dem uns schon bekannten Bul­linger ein gewisser Herr Moriggl, Inhaber eines obskuren Finanzbureaus, ehemaliger sogenannter Krawattlmacher", sowie ein gewisser Herr v. Scho­ritz, gewöhnlich der Baron genannt, zählten.

Der Baron trat als Finanzier und stiller Teil­haber von Moriggls Bureau auf, befleißigte sich in Gesellschaft der beiden innigen Geschäftsfreunde aus dem Oberlande, Uracher und Bullinger, eines höchst jovialen Tones, war aber sonst nur ein ganz ge­wöhnlicher hochstaplerischer Schmarotzer. Moriggl, die ganz geriebene und mit allen Wassern ge­waschene Seele des würdigen zeitgemäßen Konsor­tiums, verstand es vorzüglich, den versierten Fi­nanzmann und glatten Börsenjobber zu mimen, dem nur darum zu tun ist, gegen bescheidene Pro­zente anderen biederen Bürgern zu einer raschen Vervielfachung ihres Kapitals zu verhelfen. Und es war erstaunlich, wie das Geschäft blühte.

Mit leiser Unruhe sah Vater Uracher, der als grauköpfiger Austrägler immer noch für Toni den Hofbauern machte, daß alle Last der Arbeit nun­mehr einzig und allein auf feinen Schultern lag.

Gekümmert hatte sich der Toni noch nie viel um den Hof, seit er Händler geworden, aber er besprach doch in den Zwischenpausen wieder das Nähere mit dem Vater, obwohl er ihm die Wirtschaft allein überließ.

Nun ober fiel auch diese Gepflogenheit weg. Nur bei Geldangelegenheiten hörte der Toni noch hin alles andere wies er barsch von sich.

(Fortsetzung folgt.)

Berliner Börse.

(Eigener Drahtöericht desGießener Anzeigers".) Berlin, 10. Aug. 2m heutigen Dorbörsen- verkehr war die Tendenz an den Aktienmärkten unter Bevorzugung der Elektrowerte und Stahltrustaktien außerordentlich s e st. Bei Eröffnung des amtlichen Verkehrs kam jedoch starkes Angebot heraus, das einen Umschwung in der Kursgestaltung herbeiführte. Gegenüber den Kursen des Frei­verkehrs waren Rückgänge bis zu 5, Proz. zu verzeichnen, auch gegenüber den Schluhnotierun- aen des Vortages eröffnete die Börse schwächer. Besonders gedrückt lagen Kaliaktien im Zu­sammenhang mit der ungeklärten Preiserhöhungs- frage. In Börsenkreisen glaubt man auch, mit einem baldigen Ende des englischen Bergarbeiter­streites rechnen zu müssen, wodurch sich die Lage im deutschen Kohlenbergbau wieder verschlech­tern dürfte. Bankaktien waren angeboten und gingen mehrere Prozent zurück. Am Geld-

5% Deutsche Reichsanlethe .

4% Deutsche Rcichsanleihe .

3Va°/n Deutsche Rcichsanleihe 3% Deutsche Rcichsanleihe . Deuische Svarprämicnanlcihe

4% Preußische Koniols

4°/« Hessen 3Ve°/n Heuen..........

3% Hellen Deutsche Dertb. Dollar-Anl. bfo. Doll.-Schav'Llnrreisng.*)

4°/o Zolltürkcn

6°/0 Goldmexikaner Berliner Handelsgesellschaft. Lämmer»» und Pnvat-Bank Tarmst. und Natioualbank . Deutsche Bank Deutsche BercmSbauk .... Disconlo Commandit .... Mctallbank...........

Mitteldeutsche Kreditbank. . Öcsterreichische Creditanstalt. Wcstbank ......

Bochumer Gus BudcrnS......

Caro Deutsch Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke . . Harveuer Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln..... Laurahütle ......... Obcrbedars .......... Phönix Bergbau ...... Nheinstahl Riebect Montan

Tellus Bergbau ......

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd.....

Theramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmcmn......

Slnglo-Cont.-Guano .... Chemische Mayer Alapin . .

I. G. ssarbcnindustrie, A.-G- Goldschmidt Holzverkohlung RütgerSwerkc Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ... .......

Mainkraftwerke ....... Schucken - ........ Siemens <fc Halske .....

Adlerwerke Klehcr ..... Daimler Motoren Heyliaensiaedt........ Megutn.............

Motorenwerke Mannheim

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesellschaft Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhfabrik Herz Sichel Zellstoff Waldhof .....

Wirtschaft.

®in deutsch-japanisches Farb­stoff-Abkommen. Am 7. d. M. ist in Tokio ein deutsch-japanisches Farbstoff-Abkommen un­terzeichnet worden. Damit ist ein wesentlicher Fortschritt in den deutsch-japanischen Handels­vertragsverhandlungen erzielt worden, so daß damit zu rechnen ist, daß es auch in den übrigen Fragen bald zu einer Einigung tommen wird. Der Stand der Verhandlungen kann im allge­meinen als günstig bezeichnet werden.

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtberichl desGießener Anzeigers"^

Frankfurt a. M. 10. Aug. Tendenz: Schwächer. Rachdem an der heutigen Vor­börse die Stimmnug noch recht zuversichtlich war, wobei auf die Rachricht hingewiesen wurde, daß der Abschluß des Vertrages der Rohstahlgemein- schäft für die nächsten Tage zu erwarten sei, kam es bei Eröffnung des amtlichen Verkehrs zu einem scharfen Umschwung, der sich in einer flauen Tendenz auswirkte. Infolge von Ab­gaben der Bexliner Arbitrage und unter dem Druck der von der Plahspekulation vorgenom­menen Realisationen schwächten sich die Kurse stark ab. Am empfindlichsten waren die Rückgänge bei den favorisierten Werten, die unter Berücksichtigung der gestrigen Abendnvtie- rungein 5 k/s 6 Proz. verloren. 2. G. - F a r b e n waren vorbörslich auf 292 Proz. gesteigert und gingen im Verlauf bis auf 285 Proz. zurück. Phönix, die vorbörslich mit 131 gehandelt wurden, gaben später bis auf 125,5 Prozent nach. Von den übrigen Montanwerken waren stärker gedrückt; Bochumer minus 4 Prozent, Gelsen­kirchen und Riebeck je minus 3 Prozent, Mannes­mann minus 2,5 Prozent. Sehr schwach lagen Kali-Aktien, die bis zu 7 Prozent verloren. Von Chemiewerten gaben Gold­schmidt 2 Prozent und Scheideanstalt 2,5 Prozent nach, während Holzverkohlung 2,5 Prozent an­ziehen konnten. Elektroaktien waren von der ungünstigen Strömung weniger beeinflußt, die Rückgänge bewegten sich im allgemeinen auf der Höhe von 1 Prozent. Siemens waren etwas schärfer gedrückt minus 1,25 Prozent. Der Bankenmarkt lag ruhig. Infolge der großen Umsatzlosigkeit auf diesem Marktgebiete muhten viele Crstnotierungen ausfallen. Darmstädter minus 2,5 Proz. S ch i f f a h rt s a k t i e n waren stärker rückgängig. Hapag minus 5, Rordlloyd minus 3 Proz. Mvtoraktien waren angeboten und leicht abgeschwächt. Baustoff-Aktien bröckelten ab. Zuckeraktien lagen ohne jedes Interesse und neig­ten zum Rachgeben. Heimische Anleihen hatten nur geringes Geschäft. Kriegsanleihe lagen leicht abgeschwäcbt. Don ausländischen Rente n waren Türken stärker befestigt, wäh­rend die übrigen Werte zum Rachgeben neigten. Der Freiverkehr hatte kaum Veränderungen aufzuweisen. Benz 85 Prozent, Brown Boveri 117 Prozent, Growag 60 Prozent, Entreprise 10 Prozent. Frankfurter Handelsbank 93,5 Prozent. Im spateren Verlause schwächten sich die Kurse

Bereit» einen Vorsprung von zwei Toren, den es dann mit allen verfügbaren Kräften verteidigte.

Bereits in der sechsten Minute ging Marburg in Führung. Die Anstrengungen Wiesecks, aus­zuholen. brachten zwar 3 Ecken ein, weitere Er­folge wußten die drei Hintermänner jedoch zu verhindern. Marburg erzielte ebenfalls eine Ecke, erhielt in der 29. Minute einen Elfmeter, der übers Tor geschossen wurde. Kurz vor Schluß der ersten Halbzeit erzielte Marburg sein zweites Tor. Bei Beginn der zweiten Halbzeit hatte Wieseck umgestellt und dadurch in seiner Durch­schlagskraft sehr gewonnen. Das Spiel wickelte sich nunmehr fast ausschließlich in der Marburger Spielhälfte ab. Die vereinzelten Durchbrüche Marburgs waren zu schwach, sie gelangten kaum bis zur Verteidigung, da ein Teil der Stürmer Marburgs einschließlich der Läuferreihe das Tor verteidigten. 5 Minuten ^iach Beginn schießt Wieseck einen Elfmeter direkt auf den Mann, zum Rachschuß wurde zu lang gesäumt. Rach zwei Ecken gelang es endlich dem Halb­rechten, zwischen den zahlreichen Marburgern hindurch den Ball einzudrücken und so das Resul­tat auf 2:1 zu stellen. Vom Mittelanstoß weg setzte sich Wieseck sofort wieder vor dem Mar­burger Tor fest, aber ein grenzenloses Pech ver­hinderte weitere Erfolge. Eine ganze Serie von Schüssen ging hart neben dem Pfosten ins Aus. eine gleiche Menge meisterte der Tormann. Bei der schweren Abwehrarbeit der Marburger leistete der linke Verteidiger ganz Vorzügliches, der im übrigen recht zahlreichen Verteidigung gelang es schließlich, das Resultat zu halten. Das Ecken- Verhältnis lautet 7:2 für Wieseck. Anerkannt werden muß die Fairneß, mit der das Spiel beiderseits durchgeführt wurde und die einwand­freie korrekte Leitung des Schiedsrichters.

Vorher sand das Verbandsspiel der zwei­ten Mannschaften Wiesecks und Marburgs statt. In dieser Klasse hat Marburg die Tabellenführung und stellt einen allgemein ge­fürchteten Gegner dar. Bis zur Halbzeit führten sie auch 2:1. In der zweiten Halbzeit zeigte Wieseck wesentlich bessere Leistungen und konnte dies durch drei weitere Tore ausdrücken und so einen einwandfreien 4:2-Sieg erringen.

Ein besonders spannendes Spiel lieferten sich die 2 u g e n d m a n n s ch a f t e n der gleichen Vereine am Vormittag. In dieser Klasse gehört Wieseck zu den führenden Mannschaften und konnte seine vorzügliche Spielweise auch in diesem Tressen beweisen. Bei offenem Spiel stand die Partie bei Halbzeit 3:0 für Wieseck. Dies sollte während der zweiten Spielhälfte wiederholt wer­den, Marburg seinerseits wollte ebenfalls zu Erfolgen kommen, so daß das Spiel zeitweise etwas hart wurde. Marburg mußte aber leer ausgehen, während Wieseck seine Erfolge auf 4 erhöhen konnte. Eckenverhältnis 2:4 für Wieseck.

Weitere Resultate der Verbandsspiele.

£ Eine überraschende Kunde kommt aus Raunheim, wo sich Raunheim und Lollar gegenüberstanden. Alle Welt glaubte an einen Sieg Raunheims. Lollar jedoch überraschte und gewann 2:0. Rückschlüsse zu ziehen ist wegen des Fehlens eines näheren Berichtes unmöglich.

Die Jugend Mannschaften der gleichen Vereine lieferten sich ein unentschiedenes Treffen. Jede Partei erzielte ein Tor, ebenso brüderlich muhten die Punkte geteilt werden.

In Leun trafen sich die ersten Mannschaften Leuns und Rod heims. Rachdem Leun in . der ersten Halbzeit 1:0 führte, konnte in der zweiten Halbzeit jede Mannschaft einmal erfolg­reich sein, so daß das Schluhergebnis 2:1 für 'Leun lautet.

Eine vielversprechende Mannschaft scheint die ' junge Mannschaft Daubringens zu werden. 7 Im Spiel gegen Dl asbach konnten sie ihren Gegner mit dem respektablen Ergebnis 6:1 ab« , fertigen.

Futzball-Sportfest des Sports KlubsViktoria" Nidda.

Am Sonntag veranstaltete der Sportklub Viktoria" 1912 ein Sportfest, bei dem acht Fußballmannschaften zum Spiel antraten. 2m Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein P 0 ka l - Wettspiel, das von 4 Vereinen ausgetragen wurde. Sportverein Frankfurt (Sonder- elf) spielte gegen den V. f. D. O der «Schmit - t e n. Beide Mannschaften, die technisch auf gleicher

Streichen Sie den heutigen Tag im Kalender rot an, Herr Uracher! Sie werden sehen, es ist ein Glückstag für Sie!" scherzte der Professor beim Abschied und klopfte Zeno auf die Schulter.Wenn wir uns wiedersehen, haben Sie es schwarz auf weiß in der Hand!"

Als Zeno die Ueberraschung sogleich seiner Ma­rianne erzählte, fand er bei ihr uneingeschränkte Zustimmung.

Tatsächlich halte Zeno schon bald nach dieser Unterredung den Kontrakt mit der Großsirrna in Händen, der ihm geschäftlich günstige Gewinn- und Entwicklungsmöglichkeiten bot, vor allem aber, was ihm das wichtigste war, ihm in künstlerischer Be­ziehung volle Ellbogenfreiheit ließ.

Die Firma erklärte sich auch bereit, wie der Professor bei seiner Aussprache schon andeutete, Zeno das zu einer nötigen Erweiterung seiner Werkstatte erforderliche Kapital vorzustrecken. Nach reiflichem Ueberlegen griff Zeno denn auch zu.

Nun setzte ein eifriges Schaffen der Handwerker ein: Nach knapp vier Wochen war ein Anbau er­stellt, der die Werkstatte bedeutend erweiterte und Platz schuf für neue Arbeitskräfte und einige kleine moderne Maschinen. Nach weiteren vier Wochen konnte Zeno schon die erste Stontraflüeferung ab- scndcn und einen schönen Reingewinn buchen.

2er Betrieb lief jetzt beinahe von selbst. Die Leute, tüchtig und selbständig in ihrer Arbeit, wuß­ten, was und wie sie zu schaffen hatten, und wurden anständig bezahlt. Zeno selbst vermochte sich von der Massenarbeit dadurch fast ganz fern zu halten, er brauchte sie nur zu überwachen. So blieb ihm tatsächlich mehr Zeit, sich ganz eigenem Schaffen zu' widmen. Längst trug er große Pläne in sich, zur Ausführung gereift.

Und während draußen in der allgemeinen Wertstätte unter emsigen Händen Stück um Stück entstand, begann Zeno in seinem kleinen abgeson­derten Atelier ein Kunstwerk zu schaffen. Er hielt

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36

Berlin

Schlich.'Anfang Kur» Kur: 9. 8. 1 10. 8.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Mittwoch, 11. August.

12 bis 1 llbr: llebertragung des Promena- denkonzertcs am Lachhannes. 3.30 bis 4 Uf>r: Stunde der 2ugenb. 4.30 bis 5.45 LIHr: Konzert des Hausorchesiers: Operettenmusik. 6.15 bis 6.45 ilbr:Sprachen und Literaturen von Hinter- Indien". Vortrag von Dr. L. H. Schütz. 6.45 bis 7.15 ilbr:Konstantinopel einst und jetzt". Dor° trag von Dr. Klinghardt. 7.15 bis 7.45 ülhr: Stenographi s che r Fortbi^dungskursus. 7.45 bis 815 ilbr: Italienischer ülnterricht. 8.15 übt: Der große und der kleine Klaus". Drama von Gustav af Geijerstam.

Sprechstunden der Nedaktion.

12 bis 1 Ahr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.

Für unverlangt eingesandte Manus krippe ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Anzeigenausträge sind lediglich an die Geschäfts stelle zu richten.

Verantwortlich für den lokalen Teil i. V.: Dr. Hans T h y r i 0 t.

Frankfurt a.M.

S-HIuiz.' I-Uhc. llurs ! ftuts 9. 8. ! 10. 8.

9 August.

10. August.

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Sncr

Geld

Brief

B«n.'Aires

168,38 I 1,626

168.80

1,709

168,52

1,698

168,84

1,702

RSÄ-

12,38 91,84

12,42

92,06

11,66

91,88

11,70

92,12

Kopenhagen

111,28

111,46

111,26

111,56

Stockholm .

112,28

112,56

112,26

112,54

10,594

SelsingforS.

10,55

10,59

10,554

Italien. . .

14,11

14,13

14,08

14,12

London. .

20,395

20,447

20,397

20.449

Neuyork . .

4.195

4,20-

4,195

4,205

Paris....

12,31

12,35

11.88

11,92

Schweiz . .

81,10

81,30

81,12

bl. 31

Spanien . .

63,92

64,08

64,27 1,998

64,43

Japan . . .

2.002

2,00!

2,002

Rio de Jon.

0.644

0.646

U.618 -

- u.648

Wien in D--

Oest. abgest.

59,35

59,48

59,32

1 59,46

Mlrvtfl

12,418

12,488

12,42

12,46

Belgrad . .

7,40

7,42

7.40

7.42 W

Budapest. .

5,87

5,88

5,867

Bulgarien .

3,04

3,05

',015

Lissabon

21,40

21,45

21,40

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Danzig. . .

81,33

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81.28

81.48

Korutanttn.

2,357

2,367

2,335

2,345

Sitten. . .

4,74

4,76

4,74

4,76

Lanada. .

4,199

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4,197

4,207

Uruguay . .

4,165

4.175

4.185

I 4.195

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

Berlin, 9. August.

Geld

Briet

Amerikanische Note» . .

4,176

4,196

11,81

Belaiicke 9?nten . . .

11,75

Dänische Violen . ......

Hl,02

111,58

Englische Noten. . ......

20,36

20,46

Srnniriitirh? 'Pnfptt ....

12,67

12,73

Holländische

Noten . . .

168,03

168,87

Italienische

Noten . . .

A A

14,56

14,64

Norwegische

Noten. . .

91,57

92,03

Deutsch-Oesterr-, äioo Kronen

59,43

59.73

Rumänische

Noten . . .

1.94

1,98

Schwedische

Noten . . .

111,92

112,48

Schweizer Noten ...

81,25

63,79

81,65

Spanische 9loten . . . .

64,11

Tschechoslowakische Noten . .

12,385

12,445

Ungarische Noten . . . .

5.83

5.87

0,51 1

0.5022

0,5025 >

0.50

0.4!

0,46

0,445

0,45

0.46

0.455

0,53

0.53

0.53

0,277

0.455

0,46

0,455

0,47

0,46

0,46

0.46

98,25 .

13.75 i

14,12]

13.75

45.75

45

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174.T

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170'

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153*

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151

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163.5*

158'

162.6*

156*

156,5*

152.5*

155'

150*

123

123.75

99,62

98,5

100

-