Ausgabe 
10.3.1926
 
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Nr. 58 drittes Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Mittwoch, (0. März Mb

Wirtschaft.

Das erste Geschäftsjahr der Deutschen Reichsbahngesellschaft

WB. Die Deutsche Reichsbahnge­sellschaft veröffentlicht eine Aeber sicht über das erste Geschäftsjahr, das die Zeit vom L Oktober 1924 bis 31. Dezember 1925 umfaßt. 3m Güterverkehr hat die Wagengeftellung im Geschäftsjahr annähernd 93 Prozent der des Jahres 1913 erreicht, in den Monaten des stärksten Herbstverkehrs etwa 97 Proz. der Borkriegsleistung. Der Wa­genbedarf konnte fast immer rechtzeitig gedeckt werden. Frachterleichterungen sind durch zahl­reiche Ginzeltarifmastnahmen und Ausnahme­tarife gewährt worden, sodaß am Ende des Berichtsjahres die Gütertarife etwa 35 Proz. über den Vorkriegsfrachten lagen. Heber die fina nzielle Lage besagt der Bericht: Die Reichsbahn hat neben den laufenden Betriebsausgaben und den Aufwen­dungen für werbende Anlagen fristgemäß die Zahlungen für den Dienst der ReparationS- schuldverfchreibungen zu leisten. Genauere Be­triebsergebnisse stehen indessen noch nicht fest. Etwaige Rückstellungen aus dem Fahre 1925 sollen zur Entlastung des Jahres 1926, das einen unbefriedigenden Anfang genommen hat, Ver­wendung ftnden. Der Personalstand ist von 771 193 auf 711 381 Köpfe gesenkt worden.

Die Kohlenproduktion in Hessen.

monatliche Statistik dec Kohlenproduktion des Volksstaats Hessen weist für den Monat ^Februar 1926 folgende Zahlen na<ß: An Braunkohlen wurden gefördert 35 094 Tonnen, verkauft wurden davon 8122 Tonnen: der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: 960 Tonnen Braun­kohlenbriketts und Raßpreßsteine. Außerdem wurden in Hessen erzeugt eine Anzahl Tonnen Steinpreßkohlen. Hnter Berücksichtigung der aus Dormonaten übernommenen Bestände sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluß absatzfähig: 16 974 Tonnen Roh­kohlen, 258 Tonnen Briketts, 490 Tonnen Raß­preßsteine, zusammen 17 722 Tonnen Braunkoh­len und Draunkohlenprodukte im Gesamtwerte von 101 000 Am.

*

Au i eine Kölner Messe in diesem Fahr. Da die Leipziger Frühjahrs­messe die schwere Absatzkrise, in der sich die deutsche Industrie immer noch befindet, bestätigt hat, hat die Leitung der Kölner Messe be­schlossen, die Kölner Frühjahrsmesse ausfatlen zu lassen und in diesem Jahre neben verschiedenen Sonderveranstaltungen nur eine große Messe in der Zeit vom 12. bis 19. September abzuhalten.

Peters .Union 21.®., Frankfurt a. Main. Wie von Verwaltungsseite mitge- teilt wird, gestaltet sich die Geschäftslage bei gutem Auftragseingang zufriedenstellend. Wäh­rend im Exportgeschäft eine ständige Besserung zu beobachten ist, läßt bei dem Umstand, daß die neue Saison erst beginnt, sich die Zukunft des Inlandgeschäftes noch schwer überblicken. Laut B. T." ist mit der Verteilung einer Dividende von wenigstens 6 Proz. (0 Proz.) zu rechnen. Mschlußsihung am 31. März.

* Der Aktienumtausch d er 3. G.

Farbenindustrie 21. G. Seitens des Ber­

liner Börsenvorstandes wird in Ergänzung einer früheren Mitteilung bekannt gegeben, daß bis zum 9. 3uni 1926, dem 5. Börsentage vor Ab­lauf der Umtauschfrist, sowohl die gegen die ein- zureichenden Aktien auszugebenden neuen Aktien­urkunden der 3. G. Farbenindustrie 21. G. als auch die bisherigen Aktienurkunden der fusio­nierten fünf Gesellschaften an der Berliner Börse lieferbar sind. Vom 10. 3uni 1926 ian sind nur noch die Attienurkunden der Badischen Anilin- und Sodafabrik und die neuen Aktienurkunden der 3. G. Farbenindustrie liefer­bar.

* A. G. für Zellstoff- und Papier- fabrikation in Aschaffenburg. Bei der Firma ist die Entwicklung des Zellulosegeschäftes als recht gut zu bezeichnen, während das Papier­geschäft durch die sehr ungünstigen Verhältnisse vm Papiermarkt zurzeit nicht günstig ist. Für bas abgelaufene Geschäftsjahr liegt der Ab- fchluß noch nicht vop, doch ist lautFranks. Ztg." bestimmt mit der Verteilung einer Dividende Au rechnen, (i. V. 6 Proz.)

* Miag, Mühlenbau- und Indu­strie-Konzern. 3m Miag, Mühlenbau- und Industrie-Konzern ist die Dividende für 1924/25 mit 10 Proz. zu erwarten.

' Vom Sichel ko nzern. Die Sichelge- sellschaft in Mainz verhandelt mit der Westbank in Frankfurt a. 9K.. damit diese die Garantie für den von der ersteren angebotenen Vergleich auf der Basis von 55 Proz. übernimmt

Berliner Börse.

lEigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers'.)

Berlin, 10. März. Die Lösung der Kabinetts- frogc in Frankreich hat die Zurückhaltung der Börse aufheben können. Das Geschäft war nicht mehr so still wie an den Bortagen, blieb dagegen immer noch auf einige Spezia (werte konzentriert. Unter deren Führung lag die Börse einheitlich befestigt. Insbesondere traten Kaliaktien, die einen grö­ßeren Markt hatten, und Montan werte in den Vordergrund. Die Führung hallen Rheinstahl, in denen beträchtliche Käufe von guter Seite erfolgt sein sollen. Außerdem behaupteten S ch i s f a h r t s - a k t i e n ihre st a bile Grundtendenz. Die

Die Not der hessischen Landwirtschaft.

In der vierten Hauptversammlung der Hessi­schen Landwirtschaftskammer in Darm­stadt erstattete, wie wir gestern bereits meldeten, Generaldirektor Dr. Hamann einen Bericht über die Lage der hessischen Landwirtschaft. Der Bericht­erstatter sagte hierüber:

Es ist ein trübes Bild, das über die Lage der Landwirtschaft gegeben werden muß. Nachdem die Inflation die Landwirte nicht nur um ihr laufendes bares Betriebskapital, sondern auch zum größten Teil um ihre Vorräte gebracht hatte, mußte die Landwirlschaft in das Jahr 1924 fast ohne Betriebs­mittel übergehen. Dann kam die ungünstige E r n t e i m I a h r 19 2 4, die in Hessen zum größ­ten Teil verloren ging. Eine Wiederauffrischung des Betriebskapitals war nicht möglich. Im Jahre 1925 wurde mit Unterstützung des Staates ein Notstands­kredit zur Verfügung gestellt, um den Landwirten zu ermöglichen, Saatgut und Düngemittel zu be­schaffen. In umfangreichem Maße haben die Land­wirte trotz der hohen Zinsbelastung, die die Auf­nahme der Schuld ihnen brachte, davon Gebrauch gemacht, in der sicheren Erwartung, daß das kom­mende Erntejahr ihnen die Möglichkeit biete, nicht nur den aufgenommenen Notstandskredit abzutragen, sondern auch weitere bare Betriebsmittel zur Förde­rung ihrer Betriebe zu erhalten. Aber hierin sahen sich die Landwirte getäuscht. Der Rückgang der Preise im Jahre 1925, die in einzelnen Teilen des Landes wiederum eingetretene Beschädigung der Ernte, brachten die Landwirte wiederum um den Lohn ihrer Arbeit. War schon das Getreide im Laufe des Jah­res vielfach nicht abzusetzen, so war dies mit den Kartoffeln im Herbst überhaupt fast unmöglich. Die erzielten Preise hatten einen Tiefstand erreicht, wie er ftüher nicht zu beobachten gewesen war. Ein we­sentlicher Absatz der Kartoffeln im Laufe des Win­ters und auch des Frühjahrs war bis jetzt nicht zu denken. So erhielt

der Landwirt keine ausreichenden Einnahmen, uni die immer größer werdenden Lasten an Steuern, sozialen Abgaben nsw. und an Zinsen für die auf­genommenen Kredite decken zu. können, ganz abge­sehen davon, daß er daran denken konnte, die auf­genommenen Schulden abzutragen. So ist die Land­wirtschaft in eine Lage gekommen, die für sie und die gesamte Wirtschaft und das gesamte Volk auf die Dauer n i ch t h a l t b a r sein Fann.

Der ungünstige Abschluß der Han­delsverträge, die erheblichen Vorteile, die der Einfuhr ausländischer landwirtschaftlicher Erzeug­nisse zugestanden wurden, schädigten die inländische Erzeugung außerordentlich. Wenn man be' dem Ent­gegenkommen gegenüber dem Auslande der Hoff­nung war, daß damit unsere Ausfuhr gefördert wer­den könne, so hat man sich in erheblichem Maße ge­täuscht. Es ist ein Fehler, wenn man bei der Ge­samtlage unserer Weltwirtschaft immer nur an die Förderung der Ausstihr denkt, da doch auch in außerdeutschen Staaten der Absatz stockt, die Auf­nahmefähigkeit der Verbraucher gering geworden ist, außerdem aber dort besonders die industrielle und gewerbliche Erzeugung gegenüber dem Frieden ge­stiegen ist, während man den Jnlandmarkt viel zu wenig beachtet. Eine

Stärkung dec Kaufkraft unserer Bevölkerung, in erster Linie der Landwirtschaft,

würde zu einer außerordentlichen Belebung des Jn- landmarktes und damit auch zu einer Besserung un­serer Wirtschaft führen. Für die Landwirtschaft ist die Lage außerordentlich ungünstig, weil sie einmal in der Inflation ihr Betriebskapital ver­lor, 1924 den Verlust ihrer Ernte zu be­

klagen hatte, 1925 sinkende Preise mit erleben mußte, während andererseits die Betriebsaus­gaben nicht gesenkt werden können, da der Preisabbau sich nicht auf diejenigen Betriebsmittel und Bedarfsstoffe des täglichen Lebens auswirkt, die für die Landwirtschaft in erster Linie von Bedeutung sind. Dazu kommt, daß der Landwirt nur einmal im Jahre ernten kann, während andere Berufe wieder­holt ihr Betriebskapital umsetzen können. Die Zins­belastung der aufgenommenen schulden ist deshalb in der Landwirtschaft eine ungleich größere, wie in allen anderen Berufen, die in der Lage sind, mit demselben Kapital öfter zu arbeiten.

Wenn auch in anderen Berufsständen ungünstige wirtschaftliche Verhältnisse zu beobachten sind, wenn auch dort die Lage äußerst schwierig ist, so ist sic doch insofern erleichtert, als es den meisten noch möglich ist, ihre Betriebsmittel in bestimm­ten Grenzen wenigstens ohne weitere Ver­schuldung zu erhalten durch besondere Maß­nahmen, die sie durch besondere Betriebs- Organisation treffen. Die Landwirtschaft kann diese Art Maßnahmen nicht treffen, sie muß ihren Baden bebauen, sie muß ihn bestellen, sie muß die Ernte einbringen ohne Rücksicht darauf, ob sich die Arbeit bezahlt macht ober nicht. Hierin liegt, kurz gesagt, ein wesentlicher Unterschied zwischen der landwirtschaftlichen Erzeugung und der Erzeugung industrieller und gewerblicher Natur. Konnte schon durch die Buchführungen festgestellt werden, daß das Jahr 1924 in vielen Fällen einen Verlust in der Landwirtschaft erbrachte, so zeigen

die Abschlüsse des Jahres 1925 in allen Be­trieben einen Verlust, weiter aber auch eine wesentliche Zunahme der Verschuldung.

Es sind in großem Umfange Eingriffe in bie Substanz notroenbig gewesen. Die Viehbestänbe mußten vermindert werden, um Gelb zu erhalten zur Bezahlung der laufenben Ausgaben.

Dazu kommt, baß bie Geldbeschaffung für bie Landwirtschaft außerordentlich schwierig ist. Wohl werden von den verschiedensten Stellen der Land­wirtschaft Kapitalien zur Verfügung gestellt, aber sie sind zusammengenommen ein kleiner Betrag für den großen dringenden Bedarf und zum anderen ist die durch Aufnahme dieser Kredite eintretende Be­lastung an Zinsen, Provisionen »sw. eine außer­ordentlich hohe, die die Landwirtschaft auf bie Dauer nicht zu tragen in ber Lage ist.

Der Landwirtschaft muß geholfen werden mit der Bereitstellung langfristiger Kredite.

Der Wechsel muß aus der Landwirtschaft wieder verschwinden.

Die Kredite müssen außerdem billig sein. Wenn man auch der Ueberzeugusg sein muß, daß ange­sichts der gegebenen Verhältnisse und des verlorenen Krieges eine höhere Steuerlast getragen werden muß wie früher, so muß doch ber Derminberung der steuerlichen und aller anderen Lasten durch öffent­liche Einrichtungen eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn es wird der deutschen Wirt- schaff und nicht zuletzt ber Landwirtschaft nicht mög­lich sein, die jetzige Steuerlast und diejenige, welche mit ber weiteren Ausführung des Dawesplanes ent­stehen, zu tragen. Die Belastung burch ben D o - to e 5 p l a n ist eine solche, bie die deutsche Wirtschaft nicht ertragen kann. Die Maß­nahmen unserer Reichs- und tianbesregierungen müssen sich dahin erstrecken, die Kaufkraft ber Landwirtschaft zu stärken und damit dem Jnland- markt zu helfen unter Berücksichtigung des Sprich­wortes .Hat d e r B a u e r G e l d, h a t' s d i e ganze Welt."

günstige Kursgestaltung ber erwähnten Werte über­trug sich auch auf bie Nebenmärkte. Im Devisen- verkehr war ber französische Franken infolge Neubildung des Kabinetts gegen London gut be­festigt auf 132,60. Auch Oslo lag fester. Am Geld­markt ist die Lage unverändert flüssig. Tagesgeld 5 bis 6^ Prozent. Monatsgeld 6* bis 71 Prozent.

frankfurter Börfc.

lEigener Drahtbericht desGießener Anzeigers"^

Frankfurt a. M., 10. März. Tendenz: Fest. 2la chdem gestrigen unsicheren Verlaufe war heute die Stimmung der Börse infolge der raschen Beilegung der französischen Kabinetts- krise und der dadurch beschleunigten Abreise Briands'nach Genf vertrauensvoller, so daß her Verkehr in fester Haltung mit vor­wiegend bis zu 2 Prozent gebesserten Kursen eröffnete. Die neue Aufwärtsbewegung wurde durch das Vorliegen einiger Kauf­aufträge, die insbesondere Schiffahrtsaktien um­faßten, sowie die wesentliche Besserung des französischen Frankenkurses und die gün­stige Haltung der Aeuhorker Borbörse vorteilhaft beeinflußt. Die Spekulation nahm Deckungen vor. so daß die Börse anfänglich ein recht lebhaftes Aussehen hatte. Die Geschäftstätigkeit ebbte jedoch bald wieder ab. 3m Vordergründe standen Schiff- s a h r t s w e r t e, die bis zu 3 Prozent anzogen. Am Montanmarkt beanspruchten Rombacher Hüfte größeres 3nferesse bei einem Kursgewinn von 3 Proz. 3n Dorfenkreisen wird darauf hin­gewiesen. daß die Verhandlungen wegen des Verkaufes der Eoncordia-Hüfte einem baldigen Abschluß entgegengehen. Auch die anderen Mon- fantoerte erzielten Besserungen bis zu 1 Proz. Kurssteigerungen in gleicher Höhe hatten auch Elektro- und Chemieaktien aufzuweisen. Dau- und Zellstoffaktien setzten die Auf­wärtsbewegung fort, während das 3ntereffe für Motorenwerte nachgelassen hat. Kicher plus 1 Proz., Daimler plus 0,75 Proz., aber Reckar- sulmer minus 1.25 Proz. Der Kassa markt der 3nbustriepapiere zeigte keine wesentlichen Veränderungen, doch war auch hier die Tendenz I

leicht nach oben gerichtet. Zuckeraktien lagen nicht einheitlich, indem leichte Rück­gänge neben geringen Besserungen auftraten. Bankaktien tendierten ziemlich fest. Höher wur­den Bayerische Hypotheken, Commerz, Darm­städter und Disconto. Reichsbank waren um 1 Proz. höher. Oesterreichische Credit plus 0,25 Proz. Deutsche Anleihen lagen leicht befestigt. Kriegsanleihe 0,414 Proz. Schutzgebiet dagegen schwächer 7,2 Proz. Am Auslandrenten- markt mußten Türken leicht nachgeben, da die Rachrichten üebr die Pariser Verhandlungen les- simistischer lauteten. Der Freiverkehr hatte ge­haltene Kurse. Becker Stahl 47, Decker Kohle 53, Denz 47,5, Brown Boveri 70. Entreprise 10, Growag 55, Ufa 56, ilnterfranfen 60,5 Proz. Der weitere 2ktlauf litt unter der eingetretenen Geschäftsstille. Die Stimmung wurde unsicher und die Kurse neigten zmn Rachgeben. Am Geld­markt ist das 21ngebot unverändert stark. Ta­gesgeld 5,5 Proz., Monatsgeld 6 bis 8 Proz. je 2Ibreffe. 3ndustrie-Akzepfe 6,5 bis 6,75 Proz. Bankdiskonten 5 Proz, 3m Devi senverkeh r lag Paris auf die Lösung der Kabinettskrise ge­gen London befestigt mit 132,30. Das englische Pfund liegt gegen Kabel sehr fest mit 4,861/3,

Berliner Produktenbörse.

Derlin, 9. März. ($11.) 1000 Kilogramm ab Station. Weizen (märt.) 248 bis 252, Weizen (März) 262, Weizen (Mai) 262 bis 261,50, Weizen (3uli) 262. Roggen (märt.) 148 bis 152, Roggen spomm.) 146 bis 150, Roggen (März) 163, Roggen (Mai) 174,50, Roggen (3uli) 178,50, Braugerste (märf.) 162 bis 186, Futtergerste (neue) 136 bis 150, Hafer (märf.) 159 bis 169; 100 Kilogramm: Weizenmehl 32,25 bis 35,75, Roggenmehl 21,50 bis 23,25, Weizenkleie 10, Roggenkleie 8,80 bis 9, Diktoriaerbsen 26 bis 32, kleine Erbsen 23 bis 25, Fuftererbsen 19 bis 21, Peluschken 20 bis 21, Ackerbohnen 20 bis 21, Wicken 22 bis 25, Lupinen (blau) 11,50 bis 12.50, Lupinen (gelb) 13,75 bis 14,50, Serradelle (alt) 14 bis 21, Serradelle (neu) 26 bis 29, Raps­kuchen 14 bis 14,50, Leinkuchen 18,40 bis 18,50, Tpockenschnihel 8,20 bis 8,60, Soyaschrot 18,40 bis 18,50, Karfoffelflocken 13,70 bis 14.

Berkin, 9 März

Anirrikanische Note» . . . . . Belgische VZoicr . ... Dänische Noten . . . . ,, Englische Noten ....... französische Note» , Holländische Noten ..... italienische Noten , Norwegische Noten Deutsch-Ocsterr., 5 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten ..... Schweizer Noten.......

Bche Noten

-slowakische Noten .. sche Noten . . ...

Geld

4,183

19,00

108,58

20,358 ß,2'J

167,8«

16,88

89,63

59,01

1,775

112,14 80,60 59,01 12,38 5,845

59,91

1,815

112,70

81,00

59,31

12.44

5,885

Vries 4,208 Ä 20,458 iK

Büchertisch.

Ein Aufsatz über Chile, Land, Leute, Gebräuche. Politik und Auswanderungsmöglich- keifen eröffnet das Märzheff derZeit­wende" (C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung in München). Der Verfasser hat als Offizier im chilenischen Heer ein Stück der Geschichte des Landes miterlebt. Gerhard Kittel gibt eine lebendige, auch für Richt-Theologen mitreißende Darstellung von dem Sieg des Christentums über die Religion der ausgehenden Antike. Heinrich Barth versucht in einem AufsatzPlato­nische Wahrheit" den eigentlichen, noch heute gültigen Sinn des Platonismus hecanszuarbei- ten und bietet so einen wertvollen Beitrag zur aktuellsten Kulturphilosophie und Kultur- fritif. Otto Sfoessl zeichnet in seinem Beitrag Heber Lebenserinnerungen und Selbstbekennt­nisse" eine bunte Galerie echten Menschentums von Holberg bis Peter Altenberg. Sodann bringt das Heft vier Bilder von Max Anold, dessen Schaffen in einer Randbemerkung gewürdigt wird.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter SenderS.

(Aus der »Radio-Amschau".)

Donnerstag, 11. März:

3,30 bis 4 Ahr: Die Stunde der Jugend (für Kinder vom 7.3ahre ab). 4,20 bis 5,45 Ahr: Konzert des Haus Orchesters: Operetten von Eysler. 5,15 bis 6,10 Ahr:Die Musik der Bibel", Vortrag mit Originalbeispielen von Dr. Wil­helm Heinitz-Hamburg. 6,20 bis 6,45 Ahr: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs: Dr. K. Dauer: Die Zwei-Gitier-Röhre. 6,45 bis 7 Ahr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 7 Ahr: Aebertragung aus dem Frankfurter Opernhaus:LaTvaviata (Violetta)". Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi. An­schließend bis 12 Ahr: Aebertragung aus Berlin: Tanzmusik der Berliner Funktanz­kapelle.

Wegen Fernsprechstörungen konnten uns die Berliner Devisenkurse und die Kotierungen des Frankfurter Produktenmarkfes bis Redaktionsschluß nicht übermittelt werden.

Börsenkurse.

121.2'

121

120,2'

45

105'

121,25

74,75

93*

48

74

109

Banknoten

142' IM

82,65* 102*

50

47,5

127,2*

67,62

10.3

49,5

143* 140*

93,25'

83,75'

129,2*

69,6

66,12

86

24

29

103*

7,25 0,039

138

135,62

11,95

39,4

29,75

40

128,9*

69

108,75

46

76,5

81,75'

' 84,5*

I 45

! 43,9*

103,2*

7

45

74,5 80

83,5

54

138,5*

136,5

46

86

66,75

39,75

148,25

110.5"

1148,7'

110,7'

138,7'

[83,25* 1102,9»

| 49,6

47,6

87,5

66,4

148,75 HO*

127,5" 127*

103*

6,9 0,25

82,25*

43,5 42,12 86,25*

86,9* 103,5* 115,25

120,5

34,5

44* 74,12* 79,25* 82,25

88,5* 104,7*

117,5*

121

35

43,62*

75,75* 81,9* 84,5*

4

108,1

46 .

48

127,7*

68,9

61,75

75,5

91,25 i

92*

84

88 1

73,26*

92,62"

84,5'

126,5

73,5

120,5

85

102,5*

6,9 0,039

44

42

87"

86

104

75 27,5

5 109 45,0

48

oreii werfe Mann beim firnntfurtet Armaturen . . Lkonservenfabrik Brann . . Metallgeselli^aft Frankfurt Schuhfabrik Her, . . .... Sichel.............

ilellstoü Waldhof......

.-Zuckerfabrik Frankenthal . Zuckerfabrik Waghäusel . .

4% Zolltnrlen 5% Voldmerikaner ... .

Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Privat-Bank Darmst. und Nationaldank Deutsche Bank.........

Deutsche Dereinsbank . . . . Disconto Courmandit Metallbank...........

Mitteldeutsche Treditbank. . Oesterreichische Creditanstalt Weltbank ...... ,

Bochumer Guß ....... Buderus. . .....

Caro ...

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke . . Haroencr Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte ......... Oberbedarf......

Phönix Bergbau ..... Rbeinstahl...........

Nie deck Montan ..... . Tellus Bergbau. .....

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . . Eherainische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......

Anglo-Cont.-Guano Chemische Mayer Alapin . . I. ®. Zarbenindustrie, A.-G. Äoldswmidt..........

Holzverkohlung Rütgerswerke Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann . . . Mamkraftwerke ....... Schuckert .....

Siemens & Halske . .. . .

i 'Mcrtoerfe Stiener dinier Motoren. ..... iificciiffffebr . .......

110,5*

129'

Frankfurt a.M.

Berlin

Sdiiuj» fiurs

l.Utr. ÄUT»

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Datum: |

9. 3 | 10. 3.

93

10. 3.

5"/, Deutsche RcichSanleth« 4% Deutsche Rcichsanleihe 37Deutsche Rcichsanleihe

0,410

0,414

0,4025

0,4175

0,400

0,400

0,405

0,375

0,3925

0.395

3% Deutsche Reichsanleihe

0,490

0,5075

0,500

Deutsche Sparvramienanleihe 4% Preußische Äcniols . .

0,245

0,245

0,395

0,390

4% Hcsien.........

0,380

3'/,"/, Hellen..........

__

3"/« Hellen..........

0.360

.

0,345

_

Deutsche Wertb. Dollar-Anl.

100

95,0

dto- Doll -Schatz-Anweiing.*)

99,4

99,6

Lastkraft- wagenfuhren

Televd. 1546.

Hansa

Handelsschule /. Kunzeimann Qteßen, Hahnhotstr. 60 vorn. Hermes

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