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vecwendet wer beobachtet, werdend, wer rechnet
wurf: „Aber Liebling,
haben die arme»»
17. Fortsetzung.
Nachdruck verboten.
Ehrel
Am Nachinittag desselben Tages wurde
gegeben. Andrea war entzückt, und voll Freude
Rosen ein, dann al
wem kommen den»» die Blumen?
in der Mare-
nahm die Blinde, ohi»c ein Wort zu sagen, die Dlun»en und warf sie zum Fenster hinaus. Das tat nun Andrea wieder leid, und in fünftem Dor-
Mühlfeld, es war mir eine ganz besonders „Einsteigen!" rief der Schaffner
Langenscben Klinik ein Strauß prachtvoller chal-Niel-Rosen für Fräulein Margot Lorenzen ab
,..v)err Kapitän Hinriksl Ich kann Ihnen auf all dies keine Antwort geben, zumal hier nicht auf dem Bahnhof. Sehe»» Sie doch nur, die Leute werden ja schon aufmerksam!"
„Man tau! Geniert mich garnich!"
„Auch widerstrebt es mir, Sic mit gleicher Münze zu bedienen. Aber das sag' ich Ihnen: Sie lauschen sich in mir! Die schlimme Meinung, die Sie von mir haben, werd' ich z»l schänden machen — feurige Kohlen werd' ich auf Ihr Haupt fam- mein —"
„Feurige Kohlen! Daß ich nid) lach', Herr Mühl- feld. Geben Sie nur acht, daß Sie sich dabei die Finger nicht verbrennen, Aber wenn »ch Ihnen mal einheizen soll, so richtig einheizen, Herr Mühlfeld, dann brauchen Sie nur noch einmal nach Andrea zu fragen. Wenn Sie dann aus allen Poren schwitzen, dann kriegen Sie noch 'ne kalte Dusche, daß Sie wieder zur Besinnung kommen, 'n Morgen, .Cierr
brachte sie ihrer Schutzbefohlenen die Blumen.
Margot sog begierig den herrlichen Duft der iber fragte sie überrascht: „Von
ihrer Stirn — wenn ich stören sollte —* und er machte Miene, das Abteil zu verlassen.
„Nein nein, bleiben Sie nur."
„Ich danke Ihnen." Er nahm Andrea gegenüber Platz und es entstand eine frostige Pause. Andrea mochte fühlen, daß sie in ihrer Antipathie zu schroff gewesen sei, und das weibliche Taktgefühl drängte sie, Mühlfeld wieder zu versöhnen.
„Ick) habe Ihne»» noch für die schönen Stofen zu danken," sagte sie freundlick), „die Sie für Mnrgot nach der Klinik sandten. Es war wirklich eine nette Aufmerksamkeit."
„D, nicht der Rede wert! Darf ich »nid) nach dem Befinden der Kleinen erkundigen?"
„Augenblicklich liegt kein Grund zur Klage vor."
„So wollen wir hoffen, daß das große Unternehmen der Patientin zum Heil ausschlage. Wann die Operation stattfindet, wissen Sie wohl noch nicht?"
„Nein. Die Aerzte lassen lins mit Absicht ÜW den Termin im unklaren."
„Sehr begreiflich. Uebrigens ist' Langen ja ein ganz patenter Diagnostiker. Als Operateur — ich weiß nicht —"
„Sie glauben nicht, daß er —" Andrea war erschreckt zusammengefahren. Doch Mühlfeld wehrte lächelnd ab. „Fürchten Sie nichts, meine Gilädigjte! Die Hand des Mannes ist ein bißchen schwer. Man sagt, daß er auch brutal zufassen könne. Aber das macht ja nichts; die eigentliche Operation wird zweifellos Wallot vollziehen. Das läßt sich der junge Mann keineswegs nehmen. Die Rollen sind in diesem Fall getauscht, Wallot vollzieht den operativen Eingriff, und fein großer Lehrmeister assistiert."
„Aber woher wissen Sie —"
(Fortsetzung folgt.)
Sein ober Nichtsein
(Ein Kriminalroman von dec Wasserkante.
Von Moritz Schäfer
„Ich weiß nid)t, Kind. Wahrscheinlich von Dr. Wallot."
Als aber Heinz seine ärztliche Konsultations- visite machte, »vußte er von nichts. „Nein, wirklid) nicht", sagte er, als Andrea meinte, er verstelle sich. „Die Blumen sind sicher nicht non mir."
Eine Stunde später brachte die Post ein Billett für Andrea. Erstaunt, wer von ihrem Aufenthalt in der Klinik Kenntnis habe, erbrach sie das zierliche, nnd) Frangipani duftende Brieschen und las zu ihrer genzenlosen Uebcrraschung:
„Hochgeehrte, gnädige Frau!
Durch Zufall erfahre ich, daß Sie sid; mit Frl. Margot in Berlin befinden. Id) hatte nämlich eine telephonische Unterredung mit Herrn Vanselviv, wobei mir so ganz nebenbei, nach Erledigung des Geschäftlichen, Mitteilung von den Ereignissen gemacht wurde, die sich hier norbereiten. Meine herzlichen Wünsche begleiten die teure Patientin auf ihrem Leidenswege, der, so hoffe ich zuver- sichtlid), im wahrsten Sinne des Wortes durch Nacht zum Lid;t führen wird! Id) bitte Sie, Frl. Margot die paar Blumen, die ich mir zu senden erlaubte, als kleines Zeichen meiner freundschaftlichen Verehrung zu überreichen. Ihnen selbst, gnädige Frau, verbindlid)ste Empfehlung und einen ehrerbietigen Handkuß Ihres
sehr ergebenen Fedor Mühlfeld."
Das war korrekt in der Form, ärgerte Andrea aber doch. Sie konnte sid) selbst keine Rechenschaft geben, weshalb. Es mochte die instinktive Abneigung fein, etwas Schriftliches von diesem Manne in .Händen zu haben, von dem sie wußte, daß er in der Reichshauptstadt unsauberen Freuden nachspürte. Als sic Margot das Billett vorgelesen hatte,
Blume»» dod) nicht verdient!" Statt aller Antwort fiel ihr Margot weinend um den Hals. Sie schluchzte »nid wollte sich yar nicht tröste»» lassen. Andrea war ratlos. Wenn die seelische Erholung so aussah, die Margot unbedingt haben sollte, bevor der entscheidende Eingriff erfolgte, dann konnte das ganze Resultat in Frage gestellt werden. Und ein Haß gegen Mühlseld wallte in ihr auf. Es war ihr, als hafte das Unheil an den Spuren dieses Menschen, wohin er auch immer komme.
Zum Glück beruhigte sich Margot bald wieder, und als fick) Andrea gegen Abend zur Ab reife rüstete, war die junge Blinde heiter und gefaßt rote zuvor. *
Andrea saß in einem Abteil 2. Klasse des nach Rostock bereitstehenden Abendschnellzuges als einziger Passagier. Da plötzlich, gleich nad) der Abfahrt, kam über den Seitengang noch ein hyper- elegant gekleideter Herr zu ihr ins Coupe, stutzte bei ihrem Anblick und riß den Hut vom Kopfe. „Welch freudige Ueberraschnng, Sie hier zu finden, meine Gnädigste!"
Mühlfeld! Immer »nieder dieser Mensch! Die Ueberraschung war jedenfalls nur auf seiner Seite angenehm. Andrea hatte das dunkle Empfinden, daß hier kein Zufall gewaltet, sondern daß Mühlfeld ihr nachgespürt und mit voller Absicht die Gelegenheit ergriffen habe, mit ihr allein zu sein. Ohne Rückhalt gab sie ihren Gedanken 'Ausdruck. „W u ß - ten Sie, daß ich diesen Zug benutze?"
„Aber meine Gnädigste! Wie hätte id) ahnen können! Indessen, ich sehe eine Unmutsfalte auf
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Die Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Dienstag, den 16. Februar 1926, vormittags von 9—1 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr von dem Unterzeichneten entgegengenommen. Hierbei sind Geburtsschein, letzter Impfschein und Abgangszeugnis vorzulegen. In die Sexta werden Knaben und Mädchen ausgenommen, welche die Grundschule 4 Jahre lang mit Erfolg besucht haben. Diejenigen Eltern, die glauben, dah ihre Kinder schon nach 3 Jahren Grundschule in die höhere Schule übertreten können, müssen zunächst einen entsprechenden Antrag an die Grundschule richten.
Mit Beginn des neuen Schuljahres ist für Schüler, die später in ein Gymnasium oder Realgymnasium eintreten wollen, wahlfreier Laieinunterricht eingerichtet.
Hungen, den 9. Februar 1926.
Der Leiter der Höheren Bürgerschule.
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Wegen des bestimmt zu erwartenden großen Andrangs bitten wir nach Möglichkeit die Nachmittagsvorstellungen 4 und 6 Uhr besuchen zu wollen. — Keine erhöhten Eintrittspreise. 1264c
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Freitag (nicht Donnerstag),den 12. Febr., abends 8 Ubr, im JobanncSiaal,
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Bort ran von Herrn 2tubtcnrat Dr. Avemarte, Darmstadt, über: ..Sil unö öle Seele deines ffltiöes“. Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder erwünschr. Gaste herzlich willkommen. Von T8/« Uhr ab Ausgabe von Bundesschriften und Büchern im Johanneösaal.
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