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et es ^dedtn-t a^tbotheben ,muK.“ - taufend - „Es ist ech del er|d)ienen.* - „Dann netmegen holen!' - „Die len." - „Zeig mal her, i jeden Monal höher, men ganzes Negimenl anftall - „An bie viele Döste Bügele!!' - „üla ja, alfo ' - „Dann will ich den bestellen, die Larnoe über ich dem Andrehen Säuernd - „Das bringe Ich in ich noch jederzeit davant i der Mann bann wieder er ein paar Drähtchen in mal gleich mit ins Schlo * nblicksjache! Es, nun Halle irjt leben, ich brauche nur - Bei (einen vergeblichen ziemlich hoch angebrachte ert fierr Mayer etwas bat nal nur |o nebenbei °m flecht, aber i*J,nF Titz burchzutrelen. Fm er > beherrscht sich unb
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sicherungen sind keine ba ,Wir esien jetzt beim Kerzenschein unser Abendbrot," schlägt Frau Mayer ovr, „unb legen uns bann gleich schlafen." — „Unb wann schreibe ich meinen Auflatz ein, den ich morgen abgeben muß", jammerte (Elfe. „Unb wann soll ich Mathematik unb Latein busseln'?' brüllt Hans, mit nicht sehr respektierlichen Blick nach seinem Aater iehenb. „Es ist jetzt nicht» an der Sachlage zu ändern, Kinder" sagt Frau Mayer, „morgen srüh bestelle ich sofort den Installateur!" Herr Mayer wibersetzt sich nicht, sondern reibt sich mit liebevoller Ausdauer feinen Ellenbogen, den er sich eben in der Dunkelheit aanj gehörig gegen eine scharfe Schrankecke gestoßen hat. A.
Gtctzener «ochcnmarttpreise.
am g. Dezember 1026 (Händlerpreise).
88 kosteten auf dem hnitigen Dochenmarkt: Hutter. D'd. 1.70 biS IM Matte 3o bis 40. Ääfe 60 biS ILO. Wirsing 8 bis 10. Weißkraut 5 bis 8. Lotkraut 10 bis 12. gelbe Lüben 10, rote Lüben 10. Spinat 20 bis 33. ilntcr-Äobl- robi 5 bis 8. Grünkohl 20. Rosenkohl 40 biS 50. Feldsalat 83 biS 100, Tomaten 50 bis 100, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 80, Schwarz. Wurzeln 35 biS 60. Kartoffeln 6. Aepfel 15 bis 35. Limen 10 bi8 20. Dörrobst 30, Honig 50, junge Hahnen 1.00 bis 1.10, Gänse 93 bis 1.20, Hülfe 70 biS SO, Tier Stück 16 bis 19, Blumen, kohl 80 bis ILO. Endivien 8 bis 20, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 20 bis 40, Tauben 50 biS 70.
Vornotizen.
— Lageskalender für Donnerstag. Ktzadier-AoenO blinder Künstler: 8 Uhr, Reue Xula der Universität. — Desellschasts-Derein G. B. (Klub): 5.30 Hf>t nachm. Gartensaal des Gefellschafts Hauses, ordentliche Generakverlamm. lung. — Rutscher Sprachverein: 8.15 Uhr, Hör- kuil de« Geographischen Institutes (Brand- platz 411), Dort vag von Professor Dr. Goehe. — Ächtspielhaus Bahnhofstraße: ^Dariele". — Ästoria-Lichllpieke: .D^rs verschwundene Brillantenkollier".
— Au » dem Stadttheaterbureau wirb un, geschrieben: Wegen Erkrankung von Fräulein Alix Krahmer muh am Sonntag statt bes an- gesetzten Lustsviels „Bettinas Verlobung" ein andere, Stück eingeschoben werden, unb zwar wirb Hermann Sudermanns Schauspiel „Johannis- feuer" zur Aufführung gelangen. Zweifellos sieht ein großer Teil des Publikums gern wieder einmal einen Sudermann, unb gerade „Johannisfeuer" gehört ja au den wirkungsvollsten Werken des be- kannten Dramatikers.
— Der Konzertverein schreibt uns. das; am nächsten Do mag, 12. Dezrmber. nachmittags 5 Uhr, das 4. Konzert in der neuen Aula statt- findet. Wie aus Vrm im QI rge gmteU wiederholt veröffentlichten Programm ersichtlich, handelt eS sich um einen Solistenabend, der uns die erste D kanntscha't mit einer hm gen ungarischen Geigerin, Irl. Maria Linz vrrmitieln soll. Die Künstlerin hat unter Prof. Dr. Hubay auf der Hochschule für Musik In Budapest studiert unb sich dort nicht nut das Diplom als D i o l i n i st i n, sondern auch alS Komponistin erworben. Mehrere ihrer W.ncke sind z. B. bei Breitkopf & Härtel erschienen. 3m weiteren Berlauf ihres Studiums besuchte sie die Hochschule der Musik in Berlin und war bisher die erste und einzige •Same, die (unter Pros. Priiwer) alS Dir i - g c n 11 n ausgebildet wurde. OllS solche hat sie u. a. am 1. Juli in einem Berliner Konzert bei Publikum und Presse einen unbestrittenen Erfolg davongetragen. Auch in Paris ist sie kürzlich als Dirigentin auf getreten. Rach dem Urteil Sachverständiger vorfügt Irl. Liz über emen wundervoll weiä-en Strich, hoch entwickelte Technik und rassiges Temperament. Ihre trotz ihrer Jugend ungewöhnlichen Erfolge werden von den verschiedensten Berliner Pressestimmen einmütig bestätigt, DaS Mendelssohn-Konzert. daS sie am Sonntag zum besten gibt, ist neulich in einem Londoner Konzert von ihr dorgetragen worden. Die Begleitung am Flügel hat Herr Hermann Hopp« aus Berlin, ihr ständiger musikallscher Partner, Übernommen, so daß auch ein bewährtes Zusammenspiel in Aüss cht steht.
— Dortraa Redelsperger: Besetztes Land. Man schreibt uns: Der Vortragende hat während des Ruhrkrieges und der Separatistenzeit im Dienste der französischen Abteilung der Inter- alliierten Rheinlandkommission gestanden unb war Redakteur an dem berüchtigten .Koblenzer Nachrichtenblatt" des französischen Presse- bienstes. Durch feine Erlebnisse in dieser Arbeit hat er die Uederzeugung gewonnen, bah er sich in ben Dienst einer Sache gestellt hatte, bie er nicht unter- stützen dürfe. Redelsperger hat daraus feine Konsequenzen gezogen und ist freiwillig aus dem französischen Dienst ausgeschieden. Er hat dann feinen großen Bekenntnisroman „Besetztes Land", aeschrieben, in dem er als Elsässer für bas Volkstum Der Rheinlanbe unb des Elsasses gegen Frankreich tztelluna nimmt unb zugleich den Entwicklung,- Srozeß bes jungen Elsasses zum entschlossenen
in treten für Heimat unb Dolksrecht schildert. Eduard Redelsperger wird am morgigen Freitag, 10. Dezember, um 8- Uhr abends, im groben Hörsaal der Universität forschen. Die Ortsgruppe Giehen des Vereins für das Deutschtum im Ausland uNd die Ortsgruppe Gießen des Hilfsbundes der
vertriebenen Elsaß-Lothringer haben in unserem gestrigen Blatte zu diesem Vortrag ein.
— Bortcaa Im DeulscyenBeamten- bunb. Durch bas Orrskartell des Deutschem Beamtcnbundes findet morflzr. abend im Unirrcsi- tätSgebäude, Ludwigstrahe Hörsaal 54. ein Dortrag statt. Pcwatdozcnt Dr. Heiland vrn ter hicligen Universität spricht über .Drundzüac des Beamtenrechts" und den E.rtwurf zu eine. Reichs- dienststrasordnung. Räheres in der heutigen An- zeige.
— Gewerbeverein Giehen. Morgen. Freitag, abend findet im Gewrrbehaus eine Mitgliederversammlung mit wicht g?r Tag ^ordnung statt. Näheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich
•• Gine Sitzung der Stadtverordneten findet in der nächsten Dochr, vvraus- sichtlich am Donnerstag statt. Der Brratungs- .Dpellezettel" dürfte recht länglich auSfallen, da bekanntlich daS Stadtparlament feit längerer Zeit nicht mehr zu einer Sitzung versammelt war.
•• Personalien. Der Präsident bcÄ Oberlandesgerichts zu Darmstadt Dr. Ludwig Lang tritt auf Grund des Altersgrenzcgrfetzes am 1. Februar n. 38. In den Ruhestand. — Mit Wirkung vom 1. April n. 3s. scheidet der Gerichtsvollzieher beim Amtsgericht Scholten Karl Robert Martin Koch aus Rachfuchen auS dem Dienst.
" Ein Achtzigjähriger. Herr L Levy, der saft 33 3ahrr als Lehrer an der Dorschule des hiesigen Gymnasium- gctmrft hat. begeht am 13. 5. M t s. in voller körperlicher und geistiger Fr.sch- im Kreise seiner Kinder, Snkel unb Urenkel den 8 0. Geburtstag. Biele Giebener Werden sich des freundlichen Herrn, bei dem sie den ersten Schulunterricht erhalten haben, gerne erinnern und ihm auch weiterhin ein liebevolles Andenken bewahren. Levy, ein LehrerSsohn, ist am 13. Dezember 1346 in Heubach. Kreis Schlüchtern, geboren. Er besuch!« die Realschule zu Fulda, die Präparanden- anstalt zu Zell bei Würzburg und daS Lehrerseminar in Würzburg. Rach bestandmrr Prüfung tarn er nach Bad Orb und nach eing?n Sagten ar. die Öffentliche israelitische Bollsschule zu A igen- rod, Kreis Alsfeld. Während seiner neunjährigen Tätigkeit an diesem Orte hatte er schwere Kämpfe zu bestehen, die erst durch seine Berufung an das Siebener Gh.nnafium chr Snde fanden. Diese Anstalt stand damals unter der Leitung des Geh. Schulrats Prof. Dr. Schiller, der Levys Tätigktrt stets zu schätzen mußte. Ausgezeichnet durch eine seltene Pflichttreue unb Arbettssre-Vigke 1. hat Levy all seine Kräfte in den Dienst der Schule gestellt. Wiederholt vom Landes'ürsten a rckg zeichnet, trat Stbb a n 1. Dezember 1917, alS er 50 Dienstjahre hinter sich hatte, in den wohlverdienten Ruhestand. Seit bkfet Zeit lebt er in Hamburg. DiSmarck- straste 135, bei seinen Kindern. Mochten dem verdienstvollen, bescheidenen Manne noch viele Feierjahre voll ungetrübter Gesundh.it be- schieden sein.
" Der Um - unb Ausbau des Tor- hauseS am SelterSweg ist jetzt soweit gediehen, daß die Uebsrgabe an den Berkehrs- verein bzw. den Leschalleverein in etwa acht Tagen erfolgen kann. Bekanntlich erhält der DerkehrSvercin die beiden rechts deS Hausflurs gelegenen Räume zur Errichtung f inrr Gefchäfts- stelle, während der Lefehall?vercin die auf der linken Seite befindlichen Räume zur Wiedereröffnung der Lefehall: bekommt. Gleichfalls in acht biS zehn Tagen wird auch die neue Dr- dürfnisanstalt, die unter dem Selterstorhaus in einwandfreiester Weise erbaut wurde, der Oefsentlichkeit zur Bersügung gestellt werden. Durch dies: Arbeiten unseres StrdtbauamteS erfahren einige recht dringende Wünsche der Bürgerschaft bcidefchenbe Erfüllung.
** D ie Lotwohnungen bei der Margarethenhütte. Bon den auS (6if.n- bahnwagrn auf den Gelände der Margarethen- Hütte errichteten Lotwohaungen sind bis jetzt zehn bezogen. Ein weiterer Block steht kur; vor der Bollendung und kann dann auch sofort belegt werden. Die Schaffung eines dritten Blockes ist ebenfalls schon in ANgri s genommen. Insgesamt sollen bekanntlich rund 30 solcher Lotwohnungen dort oben erstehen.
•• Die Viehzählung in Giehen am 1. Dezember ds. Zs. hat folgende Feststellung ergeben: Vorhanden waren 449 Pferde (am 1. Dezember v. Zs. 405), Rindvieh 228 (245), Schafe 15 (13), Schweine 705 (524), Ziegen 366 (406), Federvieh 8895 (8941). Kaninchen und Bienenvölker find bei der diesjährigen Zählung nicht m t berücksichtigt worden.
** Ein 6egelf luggeug ber Gießener M a l ch inenbauschule. Wie wir erfahren, hat bie ylicgergruppe unserer Majchinenbauj le bank ber tatkräsügen Unterstützung einiger hiesiger Firmen unb Privatpersonen ihr erstes Segelflugzeug fomeit sertiggestellt, baß In ben nächsten Tagen mit kleineren „Sprüngen" begonnen werben kann. Das nach ber Segelfliegerschule Rositten beorberte Gruppen- mitglieb Ludwig chenh von hier ist vor einigen Tagen mit gut bestandener ^-Prüfung zurückgekehrt. Eine günstige Gelegenhell, bas ausmontierte Flugzeug zu besichtigen, bietet sich am kommenden Sonntagvormittag im Hofe ber Gewerbeschule.
•• 61 n neues Ätaf tflelltoc tf. 3m Güterbahnhof Gießen ist man z»O. mU dem Dau eines größeren Kraftstellwerk.s beschädigt, das demnächst in Betrieb genommen werden soll. Durch üick» elektrische Steilwcr! werden zwei bi'her mit Handbetrieb verf.hTne Stellwerke in eines ücrclrTgi. was sür die Sif:nbabnv:rMal. tung eine nicht unbedeutende Kvsteneripckrnis bebrütet. W<i: t werden die auf dem neuen eleltrischen Steilweri tätigen Beamten körperlich kaum noch V.\ Anspruch genommen, weil alle Delienungen mit einem leichten Griff erledigt werden können, während bisher Hebel mit einer oft mehr als hundert Meter langen Drahtleitung zu legen waren.
•• D i e Schalterstunden derReichs- bank. Die Industrie- und Handelskammer weist im Inierel'e der Geschäftswelt darauf hin, bah die ReichSbankstelie Giehen auf Grund einer Verordnung le.» LeichSbanllire'toriums vom 8. d. M. ab ihre Schalter für den Verkehr mit dem Pu- blikum Montags bis Freitags von 8,30 dis 12,30 norm., von 3 bis 4 Uhr nachm. und Samstags von 8,30 norm, bis 1 Uhr nachm. geöffnet hält. ,,
" Die Hessische Bereinigung für Volkskunde feiert am 11. und 12. Dezember in G.est-n ihr 25jähriges Bestehen. Der De- grühungsabenb am 11. Dezember briiigt einen Vortrag von Dr. Wilhelm L u h, Frankfurt am Main über „Die Hüttenberger Volkstracht' (mit L chtblldern): ein kleiner gemischter Chor singt alte Volkslieder unter Leitung von Professor Dr. Karl Schmidt, Friedberg, und der Mund- artdkhter Georg H e st, Leihgestern, trägt einige seiner Gedichte vor. In der Festsitzuna ain Sonn- tagvormittag wird Uniderfitätsprofessor Dr. Alfred Götze, Giesten, einen Vortrag über die Märchenforschung halten. Räheres ist aus der heutigen Anzeige zu ersehen. Wir empfehlen- allen Freunden der vollSkundlichen Forschung den Besuch der Veranstaltung.
WSL Reifen von Angehörigen zu den Kriegergräbern im Znnner wieder müssen Angehörige, die das eines Gefallenen aufsuchen, die unangenehme Er- sahrunq machen, dah das Grab an dem gcfua)ten Orte nicht mehr vorhanden ist. weil der Gefallene umgeb cf tet wurde, und dast auch bet Erkundigung bei dem zuständigen Orfiäicr de« militärischen SlandeSamtes nicht ermittelt werden kann. Es ist daher allen Angehör.gen zu raten, sich so früh wie möglich an den Vollsbund „Deutsche Kriegsgräbrrfürforge' in Berun zu wenden und um Beschaffung der amtlichen Bescheinigung über die Grablag: zu ersuchen, «n vielen Fällen wenden sich bk Angehömgen erst wenige Wochen, manchmal nur einige .vor der beabsichtigten Reise an den Volksbund. Dieser kann bann nicht mehr eine Gewähr für bie pünktliche Zustellung der Grablagebefchemigung und überhaupt für bie rechtzeitige Feststellung des Grabes und ilebermittlung von Leiseratschlägen übernehmen. .
•• Weihnachts» und Leuiahrs- postverkehr. Die Deutsche Rcichspost richtet an bie Bevölkerung die Bitte, nut ber Dersew' düng ber Weihnachtspalete möglichst srüh^eit-.g zu beginnen, damit die Paketmafsen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Fest zusammenbrän- qeiu Durch bie Beachtung dieses Hinwe.feS und der nachstehenden Ratschläge können die Paket- Versender wesentlich dazu beitragen, bag der Weihnachtsverkehr sich glatt abwickelt und die Pakete ohne Verzögerung in die Hände Der Empfänger gelangen. Die Pakete sind unter Verwendung guter Derpacku-^sto.fe recht dauerhaft herzustellen, bie Aufschrift ist haltbar anzubringen und der Lame de» Bestimmungsorts unter näherer Bezeichnung der Lage be- sonders grost und kräftig niederzuschreiben. Ferner darf nicht unterlassen werden, auf dem Paket die vollständige Anschrift des LlbfenderS anzugben und in das Paket obenauf ein Doppel der Aufschrift zu legen. Auch der Verkehr am Jahreswechsel läßt sich flügger gestalten, wenn bie Leujahrsbriese mit vollständiger Anschrift des Empsängers (Strahe und Hausnummer, mit Geb' :il und Stockwerk, Postbezirk, Zustell- postan t) versehen und möglichst frühzeitig auf- gelb'': werden. Es wird auch bringend empfohlen, die Freimarken für LeujahrSbriefe nicht erst am 30. und 31. Dezember, sondern schon früher einzukaufen, damit im Schalterverkehr keine Stockungen eintreten.
•• Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: Ein Ochse. 73 Färsen, 774 Kälber, 834 Schafe. 231 Schweine.
Eingesandt.
(Für Form und onyait aller unter dieser Rubrik Netzenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Zum Zinanzamkrprojekt la brr Stephansmark.
Der Kampf ber Parteien um bie Auflösung des Landtags hat uns einen Einblick in bie Finanziiot Hessens gewährt ri.b uns zugleich die Notwendigkeit vor Augen geführt, bah auf allen Gebieten äußerste Sparsamkeit Platz greifen muß, anbernfalls ein Zusammenbruch der hessischen Finanzen zu befürchten steht.
Angesichts dieser Tatsachen ist es die Pflicht jedes einzelnen, auf Dinge hinziiweilen, bei denen gespart werden kann, resp. unnötige Ausgaben vermieden werben können.
Zur Vermeidung unnötiger Ausgaben gehört auch ber geplante Bau eines Finanz- und Dodi- ahrtsamie, in Gießen be»gi. der Watzl des Saugt- ländes Zur Errichtung dieses Baues ist das städtische Gelände in der Stephansmark vorgesehen. Ecke Goeldestraße-Lessingstraße. Dieses Gelände ist direkt ein cumpigelcnbe. Der Grundwasserstand ist bei dem tzerrswenben niederen Dasserstand unserer Flußläufe ca. 50 bi» 60 Zentimeter unter der Erdoberfläche unb steigt bei nur mäßigen Regenfällen bis zu ca. 40 bis 5o Zentimeter über Erdoberfläche. Dieser bifferierenbe Grundwastersland wirb beroorgerufen durch das Steigen des Wasser» Im Klingelbach. Genannter Fiußlauf ist bei jedem stärkeren Regen großen Schwankungen ausgeseht. da das sich sammelnde Wasser im südöstlichen Ieile des städtischen Waldes dcm Klingelbach rasch zu- Uromt und dieses durch den tonigen Boden des Waldes dort nicht in den Untergrund einbringen kann. — 9m weiteren werden dauernd große '1Hengen Wassers aus dem Gießener Braunsteinbergwerk dem Klingelbach zugesührl. Diese toaHcrmcngen strömen nun in raschem Lause durch die nur im Oberlauf vorgenommene Regulierung diese» Wasteriauses der Stadt zu. finden jedoch durch die unbegreifliche Unterlassung einer Regulierung feine» Unterlaufe» in den vorhandenen winkelarliAen Krümmungen eine starke Hemmung. Die Wasser- massen flauen sich naturgemäß sehr erheblich, versumpfen hierdurch nicht nur die angrenzenden Wie- senslöchen am Schreiberweg usw., sondern bringen auch durch ben vermehrten Wasserdruck durch ba» alte Klingelbachbett in die Stephansmark ein unb beherrschen dort den Grundwasserstand. Der Klingelbach hatte früher seinen Laus durch bie Stephansmark. wurde aber später verlegt und da» alle Belt zugeworfen, in dem aber heute noch die Wasser- mengen dieses Baches bei jedem Steigen zirkulieren. Das so der Stephansmark zugeführte Wasser findet aber dort keinen Abfluß mehr und muß hier ganz langsam versickern ober verbimsten.
In dieses Sumpfgelände will ber Staat das neue Finanzamt bauen! Zur Sicherung dieles Baues gegen die herrschenden Wassermengen müssen sehr umfangreiche und kostspielige Betonierungen ber Fundamente unb auch der Kellerfahle vorgenommen werden, um auch biet' dem Wasserdruck standhalten zu können. Warum, jo frage ich. muß ein solches Baugelände In Erwägung gezogen werben, bas ben ganzen Bau gegenüber einem solchen auf gefunbem, trockenem Baugelänbe sehr wesentlich verteuern muß? Aber auch in sanitärer Hinsicht dürsten dem Bau in der Stephansmark Bedenken entgegenstehen. Das langsam verdunstende Grund- roaffer ist gesundheitlich sicherlich schädigend unb verbreitet überbies üble Gerüchte, die im Sommer bei cintretenbem hohem Grundwastersland durch 61c hierdurch zum Absterben gebrachten Gartengewächse sehr unliebsam vermehrt werden. Anwohner der Goekhestraße sind dieserhalb bei dem Kreisgefund- heitsamt auch schon vorstellig geworden.
Mit Rücksicht auf das Dorgesagte dürste es sowohl im Interesse ber Steuerzahler, als auch der in bem künftigen Finanz, und Wohlfahrtsamt tätigen Beamten dringend geboten sein, entweder überhaupt ein anderes Baugelände als die Stephansmark zu wählen, ober ben Benlnn bes Baues zurückzustellen, bis die Stabt Gießen Ihre Unterlassungen In ber Regulierung bes Unterlaufs des Klingelbachs behoben hat. L. H.
Kirchliche Nachrichieru
Israelitische Gemeinden.
Osr.ReNgionSgemeindr. Sattel’). *. d.Synaqoa« ISüdanlage). Samstag,den 11. Dez. 1926. Vorabend: 430, morgenS: 9.00, abendS: 4.35 unb 5.15.
Gottesdienst bet Ift. LeliglonSgefellfchaft. Sabbatfeiei, den 11. Dez 1926 Freitag abend 4 00, Samstag vormittag8.30,nachmittag3 30, <5abbalau8- gang 5.15, Wochengottesdienst: morgen« 7.00, abendS 400.
Tprcctistttndei! ber iHcDcifttoti.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird feine Gewähr übernommen
Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
KmnHeckn
OfenernI-'Wemetung: (Hoorn vebuieit. v,te en, Kttmrstraße Si.--Bert teb für Gteben: Albert
Merlau. OHeften. l'udwlgstra'e.
clltbewähr^r
ärztlich empfohlen-überallevhMich »
au»*2nal) uni t>opfrn. ol?tte 3uct>n*)u/ht> §
>n.A ö. Hackrrbi-du TUiinC^rtv 8
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Au# dee eorrQftidi. Beekapperet
„Küchenwunder“
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