12 Wohnungen
16 Wohnungen
4 Wohnungen
24 Wohnungen
12 Wohnungen
H in Amerika für eine zugkräftige Wahlparole braucht.
Wie im einzelnen die Wahlschlacht geführt merken wird, steht sonnt nach allen diesen Dingen noch nicht fest, da eigentlich keine der Parteien ein zug- 'rüstiges Programm, das jetzt innerpolitischer Na- ,-\t sein müßte, weil das außenpolitische Schlagwort her „Nichteinmischung" abgebraucht ist. hat. Auch in der 3oUfrnge ist die Stellung der beiden Parteien keine klare, da niemand es mit der allmächtigen Wallstreet verderben will. Nur eines ist sicher. Bis- her hat unter allen diesen Dingen am meisten Coo- lidge gelitten, der von seinem Thrönchen bereits sehr hat heruntersteigen müssen.
1. Wohnungen am Kugelt)-rg
2. Wohnungen am Gewann aus der Weißerde
3. Wohnungen für Obdachlose 15 Wohnungen
zusammen 95 Wohnungen
2. Die Verteilung der Mittel a u s d e r Sonder st euer von inni> 330 000 M>. ist der Vorlage entsprechend vorzunehmen. Das Bau- darlehen für die einzelne Wohnung aus der Sondcrsteuer beträgt 5000 Mk.
3. Der Aufnahme einer Anleihe für dös Vauprogramm 1926 in Höhe von 550 000 Mar? wird zugestimmt.
4. Die durch Beschluß der otadtvcrordneten- Vcrsammlung vom 29. April 1926 zur Unter“ bringung Obdachloser genehmigten Mittel in Höhe von 10 000 Mk. werden zum (Zinsendienst eines für Len Bau von 15 O b d a ch l o s e n w o h n u n» gen nötigen Kapitals in Höhe von 100 000 Mk.. welche in der Gesamtsumme der Anleihcmittel von 550 000 Mk. mit enthalten sind, verwendet.
5. Die Höhe der städtischen Baud ar - lehen aus An leihe Mitteln von 550 000 Mark wird wie folgt festgesetzt:
für eine 3-(Zimmerwohnung 4000 Mk.,
für eine 4-(Zimmerwohnung 5000 Mk.
für eine 5-Zimrnerwohnung 6000 Mk.
Die Verzinsung der Darlehen hat zum gleichen Zinsfuß zu erfolgen, Len die Stadt für ausgenommen? Anleihegelder bezahlen muh. Die Tilgung wird, wie im Vorjahre, auf 1 Proz. festgesetzt.
Der (Zinssatz für im Rj. 1926 an Private gegebene Baudarlehen wird auf 8 Prozent festgesetzt.
Die Vorlage wird ohne Debatte einstimmig angenommen.
(Erbauung eines Kulissenhausses für dos Sfabtftjeafer.
Dio Stadtverwaltung beantragt, für die Ausführung eines Äuliffcnhaüfes mit 'Schreinerwerkstätte usw. für das Stadttheater einen Kredit von 70 000 Mark zu bewilligen.
Der Berichterstatter betont, die jetzigen Zustande bei der Unterbringung der Kulissen im Stadttheater könnten nicht mehr.langer aufrechterhalten werden. Die Kulissen seien unter dem Zuschauerraum untergebracht, das sei nicht nur betriebstechnisch sehr unangenehm, sondern bedeute auch eine erhebliche Gefahr für das Publikum im Falle eines Brandes. Um diese Gefährdung zu beseitigen und betrieblich einwandfreie Verhältnisse zu schaffen, sei der Bau eines Kulissenhauses dringend erforderlich. Der Bau soll auf dem städtischen Grundstück an der Johannes- straße, gegenüber dem Stodtl Heater, errichtet werden. Angesichts der Dringlichkeit der Verbälinisse haben der Finanzausschuß und die Theaterdeputation bereitwilligst die Mittel zur Verfügung gestellt. — Die dringende Notwendigkeit dieses Baues wird auch von sozialdemokratischer Seite anerkannt.
Das Haus stimmt dem Bau und der Kreditanforderung einstimmig zu.
Gartenbau- und Elektrizitäts-Ausstellung.
Für die geplante Gartenbau- und Elektrizitäts- Ausstellung vom 11. bis 19. September in der Volkshalle wird ein (Garantie fonbs der Stadtin Höhe von 5000 Mk. bewilligt.
Beig. Dr. Seid weist darauf hin, daß eine vom Dolkshallenverein beabsichtigte große Gewerbe- Ausstellung nicht zustande kommen konnte, weil die Zahl der Aussteller unter dem Drucke der wirtschaftlichen Not ungenügend geblieben war. Es erscheine jedoch angebracht, eine Ausstellung von Gartenbauerzeugnisten und zugleich eine Schau der vielfachen Verwendungsmöglichkeiten der Elektrizität herzu- richten. Die Gartenbau-Ausstellung wird von der Gärtneroereinigung, dem Kreis-Obst- und Gartenbauverein usw. geschaffen, die Elektrizitätsausstellung richten der Jnstallateuroerband und das städtische Elektrizitätswerk gemeinschaftlich her. Der Verkehrsverein plant allerlei Werbeoeranstaltungen, wie Konzerte, tägliche belehrende und aufklärende Vorträge, Vergnügungen usw., die sämtlich mit der Ausstellung verbunden sein sollen. Tröger der gesamten Veranstaltung ist der Volkshalleverein. Die Ausstellungswoche soll nicht nur der städtischen Bevölkerung, sondern auch dem Londe ideelle Vorteile bringen. Für die Stadt sei aus dem Vorhaben natürlich verstärkter Fremdenverkehr zu erwarten, und
Sitzung der Stadtverordneten.
* Gießen, 8. Juli 1926.
Aach achtwöchiger Ruhepause trat die ©tobt« r>erordneten-Dersaimnlung heute wieder zu einer Sitzung zusammen. Eine recht umfangreiche Tagesordnung war im Laufe der beiden Monate entstanden. Trotz der Reichhaltigkeit der „Speisekarte" brachte das Haus es fertig, die öffentliche Arbeit in etwa 2l,Stunden zu erledigen: die „Rederitis" war heute nicht vorhanden. Wenn das nur immer der Falt. wäre!
Eine Tleberrafchung brachte der wichtigste Punkt der Tagesordnung, das CBa u Programm 1 926: es wurde ohne Debatte(I) einstimmig angenommen. Dieses allgemeine Schweigen hatten wir bei dieser Vorlage ganz und gar nicht erwartet. Richt etwa, als ob wir enttäuscht wären über das Ausbleiben der Redeschlacht: das Gegenteil ist der Fall! Aber es gehörte nun einmal für etliche Stadtverordnete zur Pflichterfüllung. Gewohnheit oder unbezwingbaren Reigung. bei einer solchen Vorlage eine Rede vom Stapel zu lassen, und wenn sie auch nut zum Fenster hinaus ging! Aber es geht auch, wie heute bargetan, ohne tönende Reden, und deshalb spenden wir diesem allseittgen Schweigen, das der Beschleunigung der Arbeit vortrefflich diente, unseren Beifall. Zu der Vorlage selbst wäre zu bemerken, daß sie mit den geplanten 95 Wohnungen natürlich nur eine bescheidene Linderung der Wohnungsnot bringen kann — gegenwärtig sind etwa 1500 Wohnungsuchende vorhanden, von denen ungefähr die Hälfte als dringlich anerkannt ift —. immerhin aber bete eift sie. daß die Stadtverwaltung und das Stadtparlament der ernsten Frage mit vollem Verständnis nach besten Kräften gerecht zu werden bestrebt sind. Daß nicht noch mehr getan werden kann, liegt an den ungünstigen Zeitverhältnissen.
Zusttmmen muß man auch dem Beschluß der Stadtverordneten, ein K u l i s s e n h a u s für das Stadttheater errichten zu lassen. Die Begründung für diesen Beschluß, die aus dem untenstehenden Bericht zu ersehen ist, legt die Dringlichkeit dieser Maßnahme hinlänglich dar. Denn wichtiger als diese Geldausgabe ist doch, daß vorbeugend alles getan wird, um Verluste an Menschenleben bei einem etwaigen Phea- terbranb möglichst vollkommen auszuschließen. Hab dazu gehört auch die Beseitigung eines Zustandes. dem diese Vorlage ein Ende machen soll. Hoffentlich werden die Arbeiten so kräftig gefördert, daß man recht bald unter die bedenklichen Verhältnisse von heute den Schlußstrich machen kann.
Den Zwecken der Derkehrswerbung dienen einige Deschüisse. die wir im Interesse der Stärkung unseres heimischen Wirtschaftslebens gern begrüßen.
3m übrigen beschäftigte man sich mit zahlreichen anderen belangreichen Vorlagen, über die im Bericht Näheres zu lesen ist.
Litzungsbcricht.
Anwesend die Beigeordneten Dr. S e i b, Dr. Frey, Dr. Hamm, Iustizrat Dr. Rosenberg und 39 Stadtverordnete. Der Zuhörer- raum ist nur mäßig besetzt
Die Verhandlungen leitet Beigeordneter Dr. Seid in Vertretung des beurlaubten Oberbürgermeisters.
Das Bauprogramm 1926.
Der Bauausschuß und der Finanzausschuß empfehlen >den nachstehenden Antrag zur Beschlußfassung:
1. Das Wohnungsbauprogramm für 1926 wird wie folgt genehmigt:
a) Private:
1. Rühl u. Hof, Woh>rungen
für Reichs- und Postbeamte 12 Wohnungen
2. Sonstige Private, schätzungsweise
b) Baugenossenschaften:
1. Baugenossenschaft 1891
2. Siedlungsgesellschaft für Verkehrspersonal
c) Stadt Gießen:
decken können, denn chre „geliebte Gestalt" schwebte ihm auch in seinen Träumen vor.
So ward Lotte „fein Geschöpf" im schönsten Sinne, und als ihr der Schöpfer genommen wurde, als sie seinen letzten Kuß. seinen letzten Händedruck empfangen, da lebte sie weiter in treuer Demut als sein Geschöpf. Wie die heilige Herdflamme, die niemals verlöschen darf, trug sie in ihrem Herzen sein Andenken, erzog in diesem Geiste die Kinder, trauerte um des Vaterlandes Fall und jubelte über seine Befreiung, gab ihren ältesten Sohn für den heiligen Kamps, glaubte an Deutschlands Zukunft und Größe. Ihre höchste Aufgabe sah sie darin, Schillers Erbe zu verwalten: sie lebt und webt weiter in seiner Welt und in seinem Werk. Aus den Briefen an den treuen Freund Cotta, die erst kürzlich veröffentlicht wurden, wissen wir, wie sie für die von Körner herausgegebene Gesamtausgabe sorgte, ungedruckte Handschriften und ältere Fassungen heraussuchte. Sie selbst wollte sein Leben schildern: aber als sie an die erste Begegnung mit ihm kam, entsank ihr die Feder, und ihre Schwester Karoline hat das Werk vollendet. Das Beste und stoch heute Lebendige, was über Schiller aus dem Kreise der ihm Rahestehenden veröffentlicht wurde, trägt den Stempel ihrer Persönlichkett, und so sehen wir Schiller am schönsten mit den Augen der Liebe, die ihm Lotte bis zu ihrem letzten Atemzuge geweiht hat.
Thomas Jefferson und John Adams.
Zu ihrem 100. Todestage.
Don Eberhard B i r k h a u s.
Wenn man vor zwanzig Jahren den Primus einer Prima gefragt hätte, wer ist und was leistete Thomas Jefferson, so würde man keine Antwort bekommen haben. Derselbe Träger einer Eins in der Geschichte, der über Amalasunda und Alkibiades, über die acht Frauen Heinrichs des Achten und Iwan den Schrecklichen genau Bescheid mußte, hatte keine Ahnung von dem ersten Präsi
beulen der Vereinigten Staaten von Amerika. Obwohl er als Briefmarkensammler täglich seine Bilder, die bekanntlich die Marken der Union zieren, wenn auch gedankenlos betrachtet und unterschieden hatte. Höchstens Washingtons überlegenes kluges Gesicht war ihm bekannt, wie er auch von diesem genialen Gründer Nordamerikas wenigstens einige Anekdoten wußte. Das ist jetzt anders geworden, der fulminante Aufschwung des Sternenbannerlandes zwingt uns Achtung und Bewunderung vor dem staatsmännischen Geiste auf, der damals von 1770 ab in diesem werdenden Weltreiche herrschte. Einer dieser Meister in der Erziehung eines reich begabten, aber bunt zusammengewürfelten, sich bildenden Bolkswesens war Thomas Jefferson, der dritte Präsident der Vereinigten Staaten, an den mir durch seinen hundertsten Todestag am 4. Juli 1926 erinnert werden. Wie Washington und so viele andere Leiter der jungen Union stammte auch Jefferson aus Virginien. In Charlottesvilla stand seine Wiege, und sein Vater mar ein gesuchter Landmesser, der aber höheres Streben bewies und die erste brauchbare Karte seiner weiteren Heimat geliefert hat. Der 1743 geborene Knabe zeigte sich sehr begabt, sein Vater führte ihn in die Mathematik ein, in jungen Jahren erledigte er die höheren Sdjulen und fiel durch seine große Sprachkenntnisse auf, er beherrschte Griechisch, Lateinisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Daß er auch Deutsch gekonnt hat, geht aus einigen Briefstellen hervor, aber, da in Virginien soviel Deutsche saßen, hielt man es nicht für wichtig, den Umstand zu erwähnen.
Er wurde ein Staatsmann, seine ausgesprochen demokratische Gesinnung ließ ihn für allerhand Reformen eintreten, er stritt für Abschaffung des damals noch herrschenden feudalen, altbauerlichen Erbrechtes, daß dem ältesten Sohn das ganze Gut des Vaters sicherte (über dessen Wert in einem überreich mit jungfräulichem Lande gesegneten Staate man übrigens sehr streiten kann). Er trat ein für die Abschaffung der Sklaverei und für die Trennung von Kirche und Staat. Von tiefer Wir- fung war sein Kampf für bas Dezimalsystem, der mit dessen endgültiger Einführung in den Vereinigten Staaten endete.
daher rechtfertige es sich, daß die «ladt oud) eine Garantiesumme übernehme, die ja nur für den Fall eins Defizits zu leisten sei.
Der Führer der Deutschen Volkspartei dankt dein Volkshalleverein und Dr. E e i s für ihre tatkräf- ligen Bemühungen. Man dürfe überzeugt sein, daß hier eine schöne sehenswerte Ausstellung hergerichtet werde.
Zur Derkehrswerbung übernimmt die Stadt in den Werbeschriften „Mit der Reichsbahn durch das Lahntal", „Mit der Reichsbahn in den Taunus" je eine Anzeigenseite zum Preise von je 300 Mk., und in der Werbeschrift „Das deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart" zwei Anzeigenseiten zum Preise von 240 Mk. für die Seite. Der Verkehrsverein unterstützt diese Werbearbeit durch Bereitstellung von photographischen Aufnahmen und Bezahlung der erforderlichen Klischees.
Vergebung von Arbeiten und Lieferungen.
Zur Errichtung einet Wohn Hausgruppe für Reichsbeamte in der Wilhelm- straße werden die Glaser-. Schreiner-, Verpuh- unb Anstreicher-. Schlosser- und Anschlagarbeiten und die elektrische Beleuchtungsanlage an Gießener Firmen vergeben.
Für den An- u n ö Umbau der Be - zirksschule in der Westanlage werden die Verputz- und Anstreicher-, sowie die Schreinerarbeiten an Gießener Firmen, die Steinhauerarbeiten an einen Unternehmer in Londorf vergeben
Die Vergebung der Pflaster- unh Chaussierungsarbeiten zur Befestigung neuer Straßen wird wie folgt entschieden: Gaffky- straße zwischen Lupusheim und Frankfurter Straße an die Bauhütte Gießen zum Angebots- vreise von 6830,90 Mk. unter Mr Bedingung, daß die Bauhütte die Arbeiten selbst in fachmännischer Weise ausführt. Wilhelmstraße zwischen Weiherbe und Ausweg und Derbindungs- straße zwischen Liebig- und Wilhelmstraße an Ernst Wagner in Gießen zum Angebotspreis von 4904.60 Mk. Straße am Amtsgericht und Am Kugelberg an Ernst Wagner in Gießen zum Angebotspreis von 4874.10 Mk. — Ein Redner der Deutschen Volkspartei rügt, daß für das Rord - und A ordn st viertel immer noch sehr wenig zur Herstellung der Straßen getan werde: er weist hierbei besonders auf die Ederst r a h e hin. Beigeordneter Dr. Hamm weist auf die kürzlichen Reparaturen in verschiedenen Straßen des erwähnten Stadtviertels hin: hinsichtlich der Eder st raße bemerkte er, daß der mangelhafte Fortgang der Arbeiten durch einen dortigen Grundbesitzer verschuldet werde, der für einige Quadratmeter Boden, die zum Straßenausbau benötigt werden, so große Schwierigkeiten mache, daß ein Enteignungsverfahren notwendig fei und erst durchgefuhrt werden müsse. Von einigen vvlksparteilichen Stadtverordneten wird gefordert, den Rumen dieses Mannes öffentlich zu nennen; der Vertreter der Verwaltung empfiehlt, sich deswegen an die Stadtverwaltung zu wenden.
Die Lieferung von 500 Meter ©ranitfteinen zur Reubefestigung der Rodheimer Straße wird der Firma Anton Bräuer in Sonderbach (Odenwald) zum Preise von 12.25 Mark für den lfd. Meter frei Bahnhof Gießen übertragen. Gesamtbetrag 6125 Mk. Von der A.-G. Eiserfelder Steinwerke in Eiserfeld sollen die Grohpslastersteine für die Rodheimer Straße zum Angebotspreis von 9152 Mk. bezogen werden. — Don einem Vertreter der Mittelstandsvereinigung wird gewünscht, die Verwaltung möge für beschleunigte Fertigstellung der Pflasterung in der Rodheimer Straße sorgen, denn die dortige DerkehrSsPerre sei recht unangenehm. — Sin sozialdemokratischer Redner wünscht zu wissen, warum die Verbreiterung der Bahnunterführung in der Rodheimer Straße jetzt nicht mit vorgenommen werde. Von der Verwaltung wird ihm geantwortet, diese Arbeit sei für den nächstjährigen Voranschlag vorgesehen. im Zusammenhang mit einer Reu - geftaltung der Westanlage.
Die Herstellung des Unterbaues für die neu zu befestigende Westanlage zwischen Bahnhof- und Frankfurter Straße in Betonplatten, sowie die freihändige Vergebung der Lieferung und Verlegungsarbeiten an die G. m. b. H. Basaltwerke Gießen wird genehmigt. Kostenpunkt 25 000 Mk.
Die Pflaster- und Chaussierungsarbeilen für die Reubefestigung der Frankfurter Straße zwischen Friedrich - und Klinik st r a ß e werden an die Firma Weimer G. m.
Er war ein vorzüglicher Schriftsteller, es fehlte ihm aber die Fähigkeit, flüssig und zündend und überzeugend zu sprechen, für einen Mann der öffentlichen Geschäfte ein mißliche Sache. Er löste diese Schwierigkeit in einer Weise, die eines schicksalshas- ten Beigeschmacks nicht entbehrt. John Adams, fein Jugendfreund, der Freund feines ganzen Lebens, mar ein geborener Redner, einnehmend und hinreißend, und er verfocht seines Freundes Pläne und Anschauungen in der Oeffentlichkeit, im Konareß und in den Versammlungen. Er wurde nach Washington 1797 der zweite Präsident, und Jefferson löste ihn 1801 in dieser höchsten Würde des Sternenbannerslandes ab. Und seltsam, romantisch, die beiden halten sich bis zum letzten Atemzuge aus, am 4. Juli 1826, als Jefferson im Alter von 83 Jahren starb, starb auch John Adams auf seinem Land- gute Quincy, eine Art politischer Symbiose.
Jeffersons große Tat war die Auffassung jenes Manifestes, das unter dem Namen der Unabhängigkeitserklärung Weltruf und Weltwirkung hatte. Die ungeschickte, auf einseitige Stärkung englischer Handelsinteressen gerichtete Politik Georg III. hatte zum Aufstand der Staaten Neuenglands geführt, die von Washington aufgerufen, die Engländer zu gewaltigen "Anstrengungen zwangen. Das war Anfang der 70er Jahre des vorvorigen Jahrhunderts, der Krieg zog sich als Guerillakampf hin, da landete ein englisches Heer in Sandy Hook und brachte die bisher nicht einigen Mitglieder des Koiigresses sofort zur Einigung. Jefferson verfaßte die Erklärung. Adams und Franklin verbesserten etwas daran, und so ging dies bedeutsame Schriftstück seinen Weg, das die Union errichtete und dabei die Menschenrechte verkündete. Kurz, bündig, gemäßigt, dabei aber seltsam, theoretisch für diesen ganz praktischen Zweck, zeigte seine Wirkung, daß Inhalt und Form ruhig und weitsichtig gewählt waren. Und wenn das Einhundertmillionenvolk der Sterne und Streifen heutigen Tages den Unabhängigteitstag feiert, so feiert cs Jefferson, die rechte Hand Washingtons.
In Washingtons Kabinett war Jefferson Staatssekretär, wie John Adams Vizepräsident, und, als Adams Präsident wurde, war er Vizepräsident und siegte, als die leidige Politik zwischen diesen siame- sischen Zwillingen einen tiefen Streit heraufbe-
b. H. Gießen zum Angebotspreis von 8600 Mf. übertragen, unter der Bedingung, daß die Arbeiten von der Firma Weimer selbst fachmännisch ausgeführt werden.
Für die S t r a ft c n r c ( n i g u n g wird die Lieferung der automobilen Kehrmaschine mit Wasserkessel und zwei Ersatzwalzen zum An- gebotspreis von 10 860 Mk. an die Firma Krupp in Essen vergeben. — Die Anlieferung der Maschine wird in etwa 14 Tagen erfolgen.
Die Verlegung der Brecheranlage int städtischen Steinbruch soll die Gesellschaft für Beton- und Eilenbetonbau m. b. H.. Gießen, zum Angebotspreis von 19 800 vornehmen.
Zur Erweiterung der maschinellen Anlagen für h i c Kläranlage werden vergeben: die Lieferung der Hochwasserpumpen der Firma Gebrüder Sulzer A. G.. Ludwigshafen, der Schlammförderanlage dem Dr. Ing. Breitung. Wiesbaden, für Fabrikat Beck & Henkel in Kassel zu ihrem Angebotspreis.
Elektrizitätswerk und Straßenbahn.
Für die Schweißung von etwa 150 Schienenstößen wird ein Kredit von 4200 Marr bewilligt. Den Auftrag erhalten die Elektro'Therinit G. m. b. H. in Berlin.
Die Lieferung von 5 0 0 Meter Hoch. spannungSkabel wird der Vereinigte Zünder- und Kabelwerke A. G? rn-Meißen übertragen. Der Kredit von rund 3600 Mark wird gewährt.
Von der Firma Konrad R ü b I a m c n in Gießen sollen 350 Kubikmeter Lahnkies für die Kabelverlegung zum Angebotspreis von 10,30 Mark je Kubikmeter bezogen werden. Erforderlich sind 3605 Mark, die genehmigt werden.
Der für die Errichtung eines Industriell m s p a n n w e r k e s in der Rahe der Zirms Bänninger bewilligte Kredit von 60 000 OHarf wird um 20 000 Mark auf 80 000 Mark erweitert. — Die Arbeiten für die Kabelverlegung nach dein Umspannwerk Werdern dem Pslasterm^n Karl Schäfer in Wieseck zum AngebotsprüL von 10 602 Mark übertragen mit der Maßgabe, daß dem Unternehmer die Bedingung auserlegt wird, bei der Ausführung der Arbeiten tunlichtz Erwerbslose aus der Stadt Gießen zu beschäftigen. — Die Defchassung von sechs Oelschalterir für das Industrie-Umspannwerk zum Gesamt- Preise von 3930 Mark wird der AEG., Gießen,! übertragen.
Volksbad.
Für die Verbesserung des im Volks bad zui Warmwasserversorgung erforderlichen Gegen- stromapparates wird ein Kredit von 3500 Olhd bewilligt. Der Umbau des vorhandenen genstromapparates und die Einschaltung cind neuen Apparates wird der Firma Schifs- st a e b t zu deren Angebotspreis von 2540 Mail übertragen. Die weiter erforderlichen 2(rbeiten| und Materiallieferungen erfolgen durch das Gis-I und Wasserwerk.
Der Berichterstatter weist auf den erfreu»' lichen Aufstieg in der Frequenz des Bades hin. und spricht der Verwaltung Anerkennung aui für die gute Geschäftsführung, die hier aut einem Schmerzenskind in früheren Jahren beute einen gut rentierenden Betrieb gemacht habe.
Der Rampenabschluß am Bahnhofsvorplatz.
Eine Erhöhung der Brüstungsmauer üb« den Läden des Rampenabschlußgebäudes <ro Bahnhofsvorplatz wird genehmigt, ebenso bie Erhöhung der Mauer neben den Laden 0« Rampenabschlußgebäudes zum Zwecke der 2n- bringung des Stadt planes und der FuhretM des Vogelsberger Hohenclubs. Insgesamt Müden für dirie Arbeiten bis zu 1050 Mk. alt Kredit bewilligt.
Schuh des Lahnusers.
Zur Herstellung einer Betonschuhwand aui rund 40 Meter entlang des Lahnufers dem Männerbadeverein wird ein Kredit von 2Ott Mark zur Verfügung gestellt.
Verbesserung auf dem Reuen Friedhof.
Die Einrichtung eines elektrischer Läutewerks für die Glocke in der Kapelle des Friedhofs am Rodtberg wird gt» nehmigt und ein Kredit von 1400 Mk. di- willigt.
Die Iviegegebühcen der städtischen Lastwagen werden in der seitherigen Hohe mit 4 Pf. fü: einen Zentner. Mindestgebühr 40 Pf., beibehal- ten. Bei Verwiegungen von 500 bis 3000 Tonnen im Jahr wird ein Rabattsatz von 15 Prm bei Verwiegungen über 3000 Tonnen ein solche von 25 Proz. gewährt. Die Rückvergütung cn '"■'--gg___________ . _!M
schwor, 1800 über seinen Gegner, der immer sei persönlicher Freund blieb und wurde Präsident.
Schon lange vorher befand er sich von 1785 di 1789 in Paris, wo er zuerst mit Adams uni Franklin zusammen, dann allein, die Abschließum günstiger Handelsverträge betrieb. Mit groß« Schlauheit, mit einer diplomatischen Findigkeit, ti verblüffte: es ist eigentlich sonderbar, daß Mar Antoinette und ihr Hof den „Vater der Demokratie' wie man Jefferson jetzt noch nennt, eigentlich reis verhätschelte. Aber die große Nähe des gewaltsame Umschwungs in Frankreich ahnte auch Jefferse nicht, noch 1788 schrieb er an Medison, der clrr sein Nachfolger als Präsident werden sollte: „D die Franzosen wohl je ihre Bodenprivilegien hi» wcgfegen werden? Wenn cs in irgendeinem Land zugleich Arbeitslose und unbebautes Land gibt, F ist es klar, daß die Eigentumsrechte das Nalurrct verletzt haben. Die Erde dient der Menschheit ol Feld für Leben und Arbeit, nicht bestimmten Mk.' schen!" 1
Während seiner Präsidentschaft, die von M bis 1809 währte, gelang ihm eine zweite £at. ? Delta des mächtigen Mississippi lag Louisiana, £* des 17. Jahrhunderts von den Franzosen kolvniU von 1717 bis 1720 von dem famosen Law als tDi sissippikampanie zu grenzenlosem Schwindel benu? 1763 an Spanien, 1800 wieder an Frankreich Ss fallen, seitdem empfand Jefferson dies Land c Sprungbrett einer europäischen Macht, er verbal beite, er drohte mit einem gegen Frankreich gem toten Vertrag mit England und siehe da, der 3» perator auf der größlen Höhe seines Ruhmes v‘: raufte dem weitsichtigen Landmessersohne st 15 Millionen Dollars dies Baumwollparadies an V • Vereinigten Staaten, die dadurch die unumschräm'- Herrschaft im ganzen Mississippigebict errangen.
1809 lehnte Jefferson eine Neuwahl ab und i£' lebte den vieljährigen Rest seines gesegneten seins auf seiner ausgedehnten Besitzung MonliceU! in Virginien, als Patriarch inmitten seiner Familie, von seinen Landsleuten wie ein HeW- verehrt: er schied am 50. Jahrestage der Uim' hängigkeitserklärung, die seinen Namen unfterfW« gemacht Hatz
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Äflb' erfüllt
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k Ms-Hen S°ndgi M VÄ gMWgl es
2Reimer Straß & 3? der LarchW toetM lind hier tu DahldienMen entita fcW; ’s davon c ©Labt >urüd. Ferner' ettoa noch Mündend em Kredit von 1500 1 Aussetzungen bewilligt Ter össentlichen 5 luchr (Beratung.
äriegsgtfatu Tom Presseamt
Aertum wird mitgetei Aach Mleilunc im 2loiDofi6irlt (früö feit 2luguft 1923 216 Sprengen? ermittelt tot billig zurückgeblieben bii Konsulat zur Zc 40 Personen, deren 2
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