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Ohne Fleisch doch kräftige Suppen und schmackhafte Gemüse
zuzubereiten, ermöglicht auf einfache und sparsame Weise
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Reichsgericht sich angeschlossen mit dem Hinzu- fügen, in derartigen Fällen werde es stets Sache des Richters sein, zwischen den Interessen beider Teile die richtige Abwägung vorzu- nehmen. Der Berufungsrichter habe in dem vorliegenden Falle mit Recht die Interessen der Beklagten für die wichtigeren gehalten.
Polizeistunde und RespeKtfrist.
3m Gegensatz zu den Gepflogenheiten der Vorkriegszeit übt die Polizei seit einigen Jahren vielerorts eine scharfe Kontrolle der Gastwirtschaften daraufbin, ob die Polizei st unde genau innegeyalten wird, und zwar kommt es ihr dabei nicht nur darauf an, sich zu überzeugen, daß nach Eintritt der Polizeistunde dem Gaste nichts mehr verabreicht wird, sie will auch sehen, daß der letzte Gast bereits verschwunden ist. Unter diesen Umständen war es keine Seltenheit, daß Wirt und Gäste zur Anzeige gebracht und mit Strafverfügungen bedacht wurden, lediglich weil die Gäste noch fünf oder zehn Minuten im Lokale verweilt hatten: und das vielleicht ganz ohne ihre Schuld, weil der Kellner zum Empfang der Zahlung nicht gleich zur Stelle war, oder weil er nicht sofort wechseln konnte, oder weil es Aufenthalt an der Garderobe gab usw. Damit soll es nun anders werden. Verschiedene Polizeiverwaltungen haben sich schon in letzter Zeit einer milderen Praxis besleißigt. An sehr vielen Orten ober bestand die Polizei noch immer auf ihrem Schein, und die Gerichte urteilten noch dem Buchstaben des Gesetzes. Das wird ihnen in Zukunft nicht mehr gut möglich sein, nachdem das K a m m e r g e r i ch t, das sich schon verschiedentlich gegen eine Ueberspannung des Begriffs der Polizeistündenübertretung ausgesprochen hatte, jetzt anläßlich eines Einzelfalls ausdrücklich anerkannt hat, daß Wirt und Gästen unter Umständen eine Räumungs- und Respektfrist zugebilligt werden muffe.
Dieser Einzelfall spielte sich in Erfurt ab. Dort waren der Wirt und Betriebsleiter eines großen Lokals, in dem eine von etlichen hundert Personen besuchte Versammlung stattgefunden Halle, zur Verantwortung gezogen worden, weil sich nach Eintritt der Polizeistunde, die auf 3 Uhr festgesetzt war, noch Gäste in ihrem Lokal befunden hatten und das Lokal nicht um 3 Uhr geschlossen worden wäre. Das Schöffengericht, vor dem die Beklagten geltend machten, daß rechtzeitig Feierabend geboten und um Z3 Uhr mit dem Einkassieren begonnen worden sei, daß nach 3 Uhr nichts mehr verabreicht worden fei, und daß man die Gäste unmittelbar nach (Eintritt der Polizeistunde doch nicht mit polizeilicher Hilfe entfernen könne, fällte ein freisprechendes Urteil, wogegen die Strafkammer auf Geldstrafe erkannte, indem sie ausführte, die Gäste hätten das Lokal bis 3 Uhr verlassen müssen; die Annahme, daß erst um 3 Uhr mit der Räumung des Lokals anzufangen fei, fei abwegig; mit dem Einkassieren des Geldes hätte eben so frühzeitig begonnen werden müssen, daß um 3 Uhr das Lokal geschlossen werden konnte.
Diese Entscheidung wurde beim IV. Strafsenat des Kammergerichts angefochten, der sie aufhob und die Angeklagten f r e i f p r a ch mit der Begründung, sie haben ihre Pflicht getan, als sie um 3 Uhr Feierabend boten. Rach Rechtsprechung und Praxis stehe den Gastwirten eine Räumungs- frist nach Eintritt der Polizeisllmde zu; die Annahme der Straikammer, daß mit dem Schlage 3 Uhr das Lokal hätte geräumt fein müssen, sei unzutreffend; entscheidend sei, daß nach Eintritt der Polizeistunde keine Speisen und Getränke mehr verabreicht worden seien. Die Personen, die nach 3 Uhr noch im Lokal anwesend waren, seien ober nicht als Schankgäste anzusehen gewesen.
Falsch bestellte Briefe.
Die Aneignung versehenllich falsch bestellter Briefe ist strafbar.
3m 3uni v. 3. verurteilte das Reichsgericht den Angeklagten M. R. wegen Unterschlagung, weil er einen an A. R. adressierten Brief, den der Briefbote versehentlich ihm ausgehändigt, seines Geldinhaltes beraubt hatte. Man soll sich also nicht dem Glauben hingeben, daß ein richtig adressierter Brief, der uns fälschlich ausgehändigt wurde, unser Eigentum wird, denn der Briefträger handelt ja nicht als Vertreter des Absenders, sondern nur als sein Bote, und ändert somit durch feine falsche Bestellung nicht den ursprünglichen Willen des Absenders ab.
Zürnen, Sport und Spiel, Fußball am Sonntag in Hessen- Hannover.
Siegen gegen Kassel morgen in Wetzlar.
tz. Rach mehrmaligem Verlegen des Spieles um die Westdeutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem Vertreter von Südwestfalen und Hessen-Hannover, Sportfreunde Siegen, gegen Sport Kassel ist es nunmehr am gestrigen Freitag nach Wetzlar auf den morgigen Sonntag in das dortige Stadion angefetzt worden (siehe 3nserat in der heutigen Nummer)). Die Veranstaltung liegt in den Händen des Wetzlarer Fußball-Clubs von 1905. Es ist für unsere Gegend eine der beiden wenigen Gelegenheiten, in dieser Saison den eigenen Bezirksmeister und den best- bekannten Meister von Südwestfalen im Kampfe zu sehen, nachdem das für Gießen vorgesehene Spiel Kurhessen Kassel—Osnabrück in der Runde der Zwei- ten nach Paderborn verlegt wurde. Wie bekannt, gelang es unserem Vertreter nicht, sich auch nur mit einem Punktgewinnn in den westdeutschen Endrundenspielen durchzusetzen. Der Hessenmeister glaubt nun, gegen die Südwestfalen dem Zustand als punkt- loser Inhaber des Tabellenschwanzes ein Ende machen zu können. Es ist nicht ohne weiteres onzu- nehmen, daß ihm dies gelingt. Siegen—Duisburg 1:1 und Siegen gegen Alleneffen 2:2 find zwei Ergebnisse, die der Spielstärte der Siegener Elf das beste Zeugnis ousstellen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß Siegen im Vorjahre die einzige Mannschaft war, gegen die die Kurhessen als vorjähriger Bezirksmeister Punkte mit nach Hause nehmen konnten. Sportfreunde Siegen haben sich zu einer derart achtbaren Spielstärke aufgeschwungen, daß man in ihnen eher den Sieger vom Sonntag sehen könnte als in Kassel „Sports Mit Dr. Hoh
mann als Millellälifer hat die Elf einen Rückhall I und in ihrer standfesten Verteidigung mll Rich- I stein als rechtem Beak und Müller im Tor eine | Abwehr, die schon der besten westdeutschen Klasse schwer zu schaffen machte. Dr. S ch u b a ch und Bosch im Sturm sind dessen treibende Kräfte. Gegen diese Elf dürste „Sport" unter normalen Umständen einen gleich schweren Kamps führen, wie gegen die anderen westdeutschen Vertreter, die ihm das Leben so sauer machten. Und doch hat gerade dieses Mal „Sport" sich das Ziel gesetzt, unter allen Umständen seines Gegners, den es keinesfalls unterschätzt, Herr zu werden. Seine beste Waffe ist der Schlußmann. Mit Bönig im Tor hat „Sport" schon manches Resultat gehallen, das eigentlich über seine Kräfte ging. Kellner, Reumann als Verteidiger sind die fast beste Hintermannschaft des Bezirks. Schwach ist nur die Läuferrreihe, während der Sturm unter Führung von Gras meyer und Bock sich zeitweise zu recht beachtenswerten Aktionen aufschwang. — Die Gießen-Wetzlarer Fußballanhän- ger werden wohl freudig die Gelegenheit wahrneh- men, sich das Spiel anzusehen.
Schwarz-Weiß Essen gegen kurhessen Kassel in Kassel.
Dos ist die andere Möglichkeit für den Bezirk, seinen zweiten Vertreter im Kampf zu sehen. Man nennt in westdeutschen eingeweihten Kreisen den Essener Klub „Schwarz-Weiß" die beste westdeutsche Mannschaft. Man bezeichnet weiter deren Mittelstürmer Horn als den besten westdeutschen Angriffsführer und reif dafür, internationale Ehren zu genießen. Horn stürmt für Essen Mitte und ist zugleich deren gefährlichster Mann. 3n manchen der westdeutschen Endspiele schoß er allein olle Tore, manchmal 3 bis 4. Trotzdem dieser Spieler mit seinem Können für sich allein steht, ist doch das übrige Mannschaftsgebilde der Essener von einer derartigen Güte und Ausgeglichenheit, daß seine Mitspieler für den Hefsenver- treter genau fo zu fürchten sind. Kurhefsen wird kaum Aussicht auf irgendeinen Erfolg in diesem Kampf haben.
Wanderfahrten.
Unter dieser Ueberschrift werden wir für die diesjährige Wanderzeit eine Reihe von Vorschlägen für interessante Wanderfahrten veröffentlichen, die hoffentlich manchen anregen werden, fick) Sonntags aufzumachen und die Heimat zu „entdecken". Die Vorschläge werden von erfahrenen, kundigen Herren ausgearbeitet, die keine Touren für „Kilometer- freffer" zusammenftellen, sondern in Uebereinftim» mung mit uns Gewicht darauf (egen, daß der Wanderer mit Bedacht und offenen Augen genießend die Schönheiten der Heimat in sich aufnehmen und daraus wahre Befriedung für den Alltag schöpfen kann. Für die sichere Orientierung der Wanderlustigen haben, was bei dieser Gelegenheit einmal öffentlich mit Dank anerkannt sei, der V. H. C. im Gebiete des Vogelsberges, der Taunusklub im Taunus und der Westerwaldklub in feinem Bezirk durch Wiederherstellung der 2ßecjemarfierungen in guter Weise gesorgt. Und nun frischauf hinaus in Feld und Wald!
(Ausschneiden! Aufheben!)
Gießen — Wißmar — Wißmarbachtal — Waidhaus — Fohnbachlal — Krofdorf.
Wir gehen durch die Llntersührung der Eder- strahe nach dem 1V4 Stunde entfernten Wißmar und folgen hier den schwarzen Strichen, die durch das vielgewundene Wißmarbachtal aufwärts zum Forsthaus Waldhaus führen. Das Tälchen, das eines der schönsten in der näheren Umgebung Gießens ist, bietet gerade jetzt, zur Zeit der Schlehenblüte, einen überaus reizvollen Anblick. In seinem oberen Teile kreuzen wir die schwarze Punktmarkierung: Gießen—Fronhausen. Aach einer Erholungspause in der gastlichen, in anmutiger Waldlandschaft gelegenen Försterei wandern wir durch das liebliche Fohn- bachtal. urtterwegs schöner Gleibergblick, nunmehr blauer Strich, nach Krofdorf, von wo wir das Postauto zur Heimfahrt benutzen können. Die ganze Wanderstrecke ist in vier Stunden zu machen, kann jedoch auch noch um 3 4 Stunden verkürzt werden, indem man den Zug nach Lollar benutzt und von hier dem schwarzen Strich nach Wißmar folgt.
Garbenkeich — Pfahlgraben — Kloster Arnsburg — Lich.
Von Garbenteich, bis wohin wir die Dahn benutzen, wandern wir auf der Straße nach Dorf-Gill, der roten Strichmarkierung nach bis zum Walde, bei dem wir nach links einbiegen, um alsbald zu dem überaus gut erhaltenen Pfahlgraben. dem gewalttgen Kulturwerk aus der Römerzeit, zu gelangen, und dem wir eine große Strecke das Geleite geben. Dald darauf kommen wir zum Iägerpfad, von wo man teilweise recht hübsche Ausblicke nach der -Wetterau, namentlich auf Burg Münzenberg genießt. Aach knapp 2ftünZ>iger Wanderung erreichen wir Kloster Arnsburg mit guter Wirtschaft. Man versäume nicht, die teilweise noch sehr gut erhaltenen Klosterbauten, so vor allem die hochinteressante Klosterkirche und den prächttgen Kapitels aal zu besichtigen. Bon Arnsburg gehen wir den blauen Ringen nach durch das liebliche Gottesackertal nach dem Städtchen Lich, von wo nach einer Besichtigung des fürstlichen Schlosses und Parks die Heimfahrt erfolgt. Die ganze genußreiche Wanderung dürfte 3Vr Stunden beanspruchen.
Dad-Aauheim — Ober-Aosbach.
Wer noch recht kommen will zu der berühmten Rosbacher Kirschblüte, dem empsehlen wir für Sonntag die bequeme Halbtagstour nach dem Rosbacher Kirschberg. Man fahre mit Sonntagsfahrkarte nach Dad-Aauheim Vorn Bahnhof daselbst nehme man am besten den Weg durch den Park zum Johannisberg (Aussichtsturm!) und von da weiter zum Bad-Aauheimer Hochwald. Auf der am Watdhaus vorbeiführenden Straße gelang: man nach kurzer Zeit zum Hexenhäuschen 'Schutzhülle). Von dorr aus benutze man, sich stark links haltend, den Weg zu den Ockstad t er Tannen. Am Waldrand entlang führt dann ein aussichtsreicher Höhenweg, der herrliche Blicke Iauf Bad-Aauheirn, Friedberg und die Wetterau bis hinüber zum Vogelsberg gewährt und zur Linken von den im Dlütenschmuck stehenden Ock-
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Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 29 vom 9. April enthält: Maul- und Klauenseuche in Lang-Göns. — Handbuch für das Deutsche Reich 1926. — Tagung der hessischen Missionskonferenz. — Wandkarte des deutschen Volks- und Kulturbodens in Europa. — Dienstnachrick'ten.
städter Obstanlagen begleitet wird, an der Ma- rienlaube vorbei nach dem Exerzier- und Schießplatz der ehemaligen Friedberger Garnison Von hier aus folge man der Weinstrahe, einer alten Römerstrrahe, bis zum Löwenhvf, bleibe bann aber auf dem Waldrandwege, auf dem man in wenigen Minuten den Ausflugsort „Waldschlöh- chen" (Restauration) erreicht. Hier befindet man sich auf der Höhe des Kirfchberges. Der Blick nach der Ebene zu schweift über das unermeßliche Blütenmeer, das die größten hessischen Kirschenkulturen zur Zell vorzaubern. Der Weg nach Ober-Rosbach geht dann mitten durch den Kirschberg. Vom Bahnhof Rosbach v. d. H. aus benutze man den Abendzug, der mit gutem Anschluß in Friedberg über Bad-Aauhrim wieder heimwärts fährt. Die eigentliche Fußtour nimmt vom Bahnhof Bad-Aauheim an§ 2 bis 3 ©tun«
Strafkammer Gießen.
* Gießen, 9. April. Eine Frau aus Beuern hatte tm 3anuar 1924 gegen mehrere Gemeinderats- Mitglieder und insbesondere den dortigen Beigeord- nsten eine Schmähschrift verfaßt und tm Dorfe an- geheftet. Sie war daher wegen verleumderischer Be- ieioigung vom Amtsgericht zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. 3hre Berufung, die auf Herabsetzung der Strafe obzielte, wurde ver- worferi.
Wegen fortgesetzter Milck)fälschung durch Wasser- zusatz bis zu 60 Prozent war ein Landwirt in B e r - stadt zu zwei Monaten Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Da er in der heutigen Berufungsverhandlung Nachweisen konnte, daß er bisher einen tadellosen Lebenswandel geführt hatte, wurde die Strafe auf einen Monat G c - f ä n g n i s herabgesetzt.
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Buchstaben der einzelnen Wörter ein Sprichwort.
Bilderrätsel.
I. Von links n a ch rechts:
5. Schweizer Luftkurort; 9. Name aus der griechischen Mythologie: 10. Fluß in Italien; 12. Zeichen; 13. andere Bezeichnung für Faultier; 14. Pflanze mit hohem Stamm; 17. deutscher Strom; 20. Alpenpaß, 21. Aufnahme und Ausstoßung von Luft; 23. Geschenk; 26. weiblicher Vorname; 27. Stadt in England; 28. nordisches Sagenbuch; 29. Drama von Ibsen.
II. Von oben nach unten:
1. Naiwsisch; 2. Figur aus Schillers Don Carlos; 3. biblische Person; 4. sportlicher Ausdruck; 6. Vorrichtung zum Eintreiben von Pfählen usw.; 7. griechischer Gesetzgeber; 8. Schweizer Kanwn; 11. Fluß in Sibirien; 13. Flächenmaß; 15. Tageszeit; 16. Stadt in Persien; 18. Hieb- und Stoßwaffe; 19. Muse; 21. Tochter des Zeus; 22. Lebensende; 24. chemisches Element; 25. weiblicher Personenname.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom AedaMonSttfsch.
Eine „keine Anfrage".
Am Aschermittwoch trat ein Herr in einen Mehgerladen und forderte zwei Brühwürstchen. Zuvor fragt er nach dem Preis der „Fasten- speise". Kaum hat der Meister geantwortet, da ertönt ein surchtbarer Donnerschlag und ein gewaltiger Graupelsegen prasselt gegen die Schaufensterscheiben. Betroffen steht der Würstchen- freund da, schaut gegen den dunklen Himmel, und murmelt: „Stille, stille! Eine kleine Anfrage wird doch wohl noch erlaubt sein?"
Optische Täuschung.
Ein neuer Regimentskommandeur hatte in der kleinen Garnison mit dem bequemen Brauch gebrochen, Offiziere zwanglos ohne Degen gehen zu lassen. Eines Tages sieht er vom Fenster aus einen Leutnant ohne Degen an seinem Hause vorübergehen. Er reiht das Fenster auf und bittet den jungen Herrn sofort auf ein Wort zu sich herauf. Der Leutnant steigt schuldbewußt die Treppe hinauf,'wird vom Burschen eingelassen. Auf dem Flur sieht er den Degen des Obersten hängen. Ein Gedanke, ein Griff, Degen umgeschnallt, und sicher tritt er an dem öffnenden Burschen vorbei, Hand am Degen, dem Gestrengen gegenüber.
Der stutzt, faßt sich und bittet gesammelt und liebenswürdig den jungen Offizier zum Abend auf ein 'Butterbrot Mit gehorsamstem Dank verschwindet der Delinquent, hängt den Spieß wieder an und geht erhobenen Hauptes durch den Vorgarten ab. Der Oberst sieht ihm nach, stutzt wieder, hat er einen Degen ober nicht? Er bemerkt noch, wie der Leutnant seine heimkehrende Gattin ehrfurchtsvoll begrüßt.
Schon auf dem Flur tritt der Oberst ihr mit den Worten entgegen: „Dag mal, Mariechen, hatte der Leutnant Schulze eigentlich einen Degen um ober nicht?" — „Ganz gewiß nicht; ich habe bestimmt gesehen, daß er keinen Degen hatte!" — „Siehste, Mariechen, das habe ich auch gedacht, er hatte aber doch einen!“
Rätsel.
Wenn einer sich mit mir verbindet, O Wunder, daß sich keiner wiederfindet;
Und sitz' ich an dem Erker vor dei'm Haus, So mach' ich ein Gefängnis draus.
Run suche mich und setze mich vor Roten: Dann findest du und lösest auch den Knoten.
Auflösungen.
Silbenrätsel.
1. Friesen; 2. Rest; 3. Oie; 4. Einspruch; 5. Han- vec; 6. Leunis; 7. Ibsen; 8. Celle; 9. Hillern; 10. Eckstein 11. Silo; 12. Firnis; 13. England; 14. Stettin; 15. Torgau.
Fröhliches Fest und Sonnenschein.
Umslellungsralsel.
b: Robe, Life, Euter, Feier, Sire, Range, c: Ober, Seil, Treue, Eifer, Reis, Rager.
Ostern.
Silbeurätsel.
ba — bürg — da — e — ei — el — em — es — fe — gel — gelb — hei — i — ib — ing — kas — kent — ler — tert — low — mi — mu — nef — ro — sal —- sen — tasch — til — u — ve —- vid — wer.
Aus vorstehenden 32 Silben finb 16 zweisilbige Wörter zu bilden, die folgende Bedeutung haben: 1. männlicher Personenname; 2. nordischer Dichter; 3. italienische Insel; 4. deutscher Dichter; 5. Verordnung; 6. Stadt in Turkestan; 7. Laufvogel; 8. biblischer Priester; 9. kleine Münze; 10. Teil eines tierischen Produkts; 11. Gewürz; 12. militärische Ehrenbezeugung; 13. Stadt in Holland; 14. weiblicher Personenname; 15. österreichischer Feldherr; 16. Verwandter. — Rach richtiger Bildung ergeben die Wörter in ihren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn ein Zitat von Theodor Körner.
Kreuzworträtsel.
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Lrgänzungsaufgabe.
Ohr—Ring, Skat—Block, Thal—Hahrt, Eis—Bein, Rauch—Fang, Halm—Frucht, Ar—Rest, Schrift—Stuck, Eck—Stein.
Osterhase.
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§3


