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Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 7 LlhrLanzelot und Sanderein" (Ende 9V» -Uhr). Krieger-Verern: 6 Uhr Aurn- halle, Weihnachtsfeier und 52. Stiftungsfest. Rutscher-Verein: V/2 Uhr Saalbau Sauer. Weih- nachtsfeier. Lichtspielhäuser wie Samstag. Palastlichtspiele:Zigano".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Nochmals sei auf den am Montag stattfindenden Vortragsabend vonSt l o = bunb hingewiesen. Am 12. Januar kommt in der 14. Dienstag-Abonnementsvorstellung ein jun­ger Autor, Hugo Wolfgang P h i l i p p, mit seinem LustspielDas glühende 6 in malet ns' zu Wort. Die Vorstellung steht unter der Spielleitung des Herrn Karl 93 o l cf.

Im Goethe-Bund spricht am Sonntag­abend der Bundeswart überGoethe am Nh ein". Gäste sind willkommen. (Siehe Anzeige.) Ein Vibelkursus findet vom Sonn­tag bis Dienstag im Dereinshaus der Stadt- mifsion. Löberstrahe, statt. (Siehe Anzeige.)

Der Konzert-Verein teilt uns mit, das; Herr Willy Naue verhindert ist, das Orchester- konzert des staatlichen Kurorchesters aus Dad-Nau- hcim am Montag, 11. Januar, zu leiten, und an seiner Stelle Kapellmeister Ernst Schmeiher aus München die Direktion übernehmen wird.

Vortrag von D. Dr. Damaschke in Gießen am nächsten Dienstag abend in der Neuen Aula. Näheres im heutigen Anzeigenteil.

^V.s.B Gießen. Komwenden Mittwoch­abend außerordentliche General-Versammlung. (Siche heutige Airzeige.)

Reichsgründungsfeier. Die Der- eknigung der Vaterländischen Verbände Oberhessens lädt in unserem heutigen Anzeigenteil zur Reichs- qründungsfeier am Sonntag, 17. Januar, in die Turnhalle am Oswaldsgarten ein. Redner ist der Reichstagsabgeordnete Dr. o. Dryander -Ber­lin. Näheres in der Anzeige.

Staatsanleihen-Aufwertung. Da keine Aussicht besteht, daß die Einreichungs­frist für die Aufwertungs-Anträge für Staats­anleihen verlängert wird, ist allen Desihern derarttger Anleihen, die den Altbesitz geltend machen wollen, dringend zu raten, die Anträge bei ihrer Dank baldigst zu stellen. Für die rasche Abwickelung ist es dabei empfehlenswert, wenn sämtliche Beweisstücke für den Altbesitz, d. h. Nachweise über den Besitz des betreffenden Pa- pieres vor dem 1. Juli 1920, mitgebracht wer- werden. Wie wir von Bankenseite hören, kann eine Verantwortung für die rechtzeitige Bear­beitung der Anträge, die erst in den letzten Tagen der im Februar ablaufenden Frist ge­stellt werden, dort nicht übernommen werden.

** Inventur-Ausverkäufe. Bezüg­lich der Inventur-Ausverkäufe gibt das Polizei­amt Gießen folgendes bekannt: Nach der Be­kanntmachung des Kreisamts Gießen vom 2. Fe­bruar 1910 dürfen Saison- und Inventur-Aus­verkäufe nur in der Zeit vom 2. Ianuar bis 15. Februar und vom 1. Juli bis 15. August jeden Iahres, jedoch nur auf die Dauer von je 14 Tagen, abgehalten werden. Ausverkäufe, die außerhalb dieser Zeit stattfinden sollen, sind unter genauer Angabe des Grundes und unter Einreichung eines Verzeichnisses der auszuver­kaufenden Waren sieben Tage vor der Ankündi­gung bei der Handelskammer Gießen anzuzeigen. Im Zuwiderhandlungsfalle müssen Strafanzeigen erhoben werden.

5 Evangelische Buchgemeinschaft. Das Landeskirchenamt empfiehlt im kirchlichen Ver­ordnungsblatt die durch den Evangelischen Preß- verband in Berlin ins Leben gerufene und auch aus schlichten kirchlichen Mitteln unterstützte Evange­lische Buchgemeinschaft, die den Zweck hat, evangelifches Schrifttum zu verbreiten und auf jede Weise zu fördern. Dabei wird dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß jede Gemeinde eine evange­lische Bücherei beschaffen möge, durch die der Lese­hunger befriedigt und der Verbreitung von Schund und Schmutz entgegengearbeitet wird.

** Oberhessischer Kunst verein. Von Sonntag, 10. Januar, an bringt der Thüringer Ausstellungsverein bildender Künst- l e r zu Weimar im Turmhaus am Brandplatz Werke seiner Mitglieder zur Schau. Vertreten sind etwa 40 Künstler mit Oelgemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Graphik und Plastik, so daß die Aus­stellung einen umfassenden Ueberblick über das der­zeitige künstlerische Schaffen Weimars bildet. Die zur Ausstellung kommenden Werke wurden bereits in anderen größeren Städten gezeigt und beifällig ausgenommen. Die Ausstellung ist wieder geöffnet: Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitags von 111 Ühr, Mittwochs auch von 35 Uhr. (Siehe Anzeige in der gestrigen Nummer.)

** Die Maul- und Klauenseuche. Nachdem di« Seuche in Lich weiter um sich ge­griffen hat, wurden Ort und Gemarkung Lich zum Sperrbezirk erklärt. Dieselbe Maßnahme gilt aus dem gleichen Grunde auch für Allendorf a. Lda. Ferner wurde die Seuche amtlich

sestgestellt in Friedrlhausen. Schotten, Betzen­rod, Allfa und Oberweimar. Erloschen ist sie in Gedern und in Obwndorj bei Wetzlar.

o. Verein für das Deutschtum im Ausland. Der V.D A.-Iugendtag wird an Pfingsten ds. Is. in Hirschberg in Schlesien mit der Hauptversammlung des Vereins ftatt- finden. Wie im vorigen Jahre Kufstein, so wird auch Hirfchberg im Niesengebirge voraussichtlich eine starke Anziehungskraft ausüben. Die Teil­nehmer werden nicht nur das reizende Dobertal sehen, fonbern auch auf dcm Wege nach Schmiede­berg zu von der Bahn aus den großartigen Blick auf das Gebirge genießen. Warmbrunn mit dem Kynast erwartet die Teilnehmer, und tüchtige Wanderer werden unter erprobter Führung das Hochgebirge kennen lernen. Auch das Dölker- schlachtdenkmal soll auf der Durchreise besucht werden. Da der Andrang noch stärker als in Kufstein sein wird, hat sich die Hauptleitung ver­anlaßt gesehen, folgende Richtlinien herauszu- geben: Die Zahl der Teilnehmer wird auf 15 000 jugendliche Besucher beschrankt. Die Tagung ist nur V. D. A.-Sache. Andere Organisationen wer­den nicht zugelassen. Soweit sie dem V. D. QL korporativ angeschlossen sind, dürfen sie nur mit dem V. D. A -Abzeichen erscheinen. Allein ent­scheidend ist die Meldung über den Landesver­band bis zum 15. Januar und die Höhe des ab­geführten Kopfgeldes für 1925. (50 Pf.) Die Kopf­gelder für 1925 können bis zum 20. Januar 1926 nachgeholt werden. Das heißt also, wer an der Tagung teilnehmen will, muh Mitglied einer Orts» ober Schulgruppe sein. Die Landesverbände melden an die Mittelstelle in Berlin die Zahl der voraussichtlichen Teilnehmer bis zum 20. Ja­nuar. Diese Frist muß strengstens innegehalten werden. Die Fahrt nach Hirschberg hin und zurück kostet von Frankfurt aus für jeden Schüler knapp 23 Mark. Der Ei:rzelne kann mit 50 Mark herum­kommen. Die Leitung empfiehlt denjenigen Schii- lern, die an der Tagung teilnchmen wollen, sich umgehend die Einwilligung ihrer Eltern einzu­holen. Nichteinhaltung der angegebenen Termine muß der betreffenden Schulgruppe unbedingt zum Nachteil gereicheir. Schluß der Meldungen ist der 15. Januar ds. Is.

** Zeppelin über Afrika Man schreibt uns: Es ist eine merkwürdige Erscheinung, daß die große Fahrt desZ.R.3" von Friedrichshafen nach Amerika eine ganze Welt in Staunen und Bewunderung versetzte, während die Kriegs­fahrt des2.59" im Spätherbst 1917 vom Flughafen Jamboli in Bulgarien nach Zentralafrika und zurück nur von weni­gen gekannt und gewürdigt wird. Dabei stellte diese Fahrt, durch die man dem schwer ringenden Ko- lonialkorps unter Lettow-Vorbeck Kriegsmaterial aller Art zufiihren wollte, in jeder Beziehung eine viel größere Leistung dar, als die Ozeanfahrt des Z.R.3". Nicht nur, daß die durchflogene Strecke großer war Luftlinie Berlin-Ehikago, gegen FriedrichshafenLakehurft auch die Schwierig­keiten mangelnder Wetterdienst, Mangel an hilfsbereiten Kriegsschiffen, Bedrohung durch feind- liche Flieger und Abwehrbatterien waren gar nicht mit denen zu vergleichen, die die berühmte Ozeanfahrt zu überwinden hatte. Wir sind es dem Andenken Zeppelins und den Männern des 2.59", die auf einer späteren Fahrt von Otranto aus unbekannter Ursache den Heldentod starben, schuldig, daß diese Fahrt der Vergessenheit ent­rißen wird. Von diesem Gedanken ausgehend, haben die drei den kolonialen, den geographischen und den Luftfahrtgedanken pflegenden Vereine in Gießen, der Frauenverein vom Roten Kreuz für Deutsche über See, die Gesellschaft für Erd- und Völker­kunde und der Verein, für Luftfahrt in Gießen, einen Vortragsabend in der großen Aula veran­staltet (siehe heutige Anzeige), an dem Ingenieur Göbel überZeppelin über Afrika" sprechen wird. Der Vortragende hat eine Reihe von Orient« kriegsfahrten desL. 59" mitgemacht und wird an Hand hervorragender und einzigartiger Lichtbilder den Zuhörern die gewaltigen Leistungen vor Augen führen, die Offiziere und Mannschaften auf diesen Fahrten und namentlich auf der Fahrt über das Mittelländische Meer, die Lybische Wüste nach der Gegend zoon Chartum und zurück geleistet haben.

** Deutsche Volkspartei. Man berichtet uns: Die Anwesenheit ihres Reichstagsabgeordneten Oberschulrat Geh. Negierungsrat Dr. Runkel ge­legentlich der hiesigen kulturellen Woche benutzte die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Volkspartei zur Abhaltung einer Mitgliederversammlung, die sich eines starken Besuches zu erfreuen hatte. Reichs- tagsabg. N u n k e l sprach über die allgemeinen poli­tischen Tagesfragen und führte zusammengesaßt etwa folgendes aus: Der Gedanke des Selbstbestim- mungsrechts der Volker, der während des Krieges und besonders im Versailler Vertrag von der En­tente aufs eifrigste propagiert wurde, hat im Laufe der Nachkriegsjahre Auswirkungen gezeigt, die be­sonders für das englischen Weltreich gefährlich wer­den. Uebcrall, besonders im Osten, gärt es. Mehr denn je gilt heute das Wort: Volker Europas, wah­ret eure heiligsten Güter; denn der Stampf der asia­

tischen gegen die europäische Kultur wird kommen. Die Grenze Europa-Asien liegt heute nicht mehr am Ural, sondern am polnischen Korridor. Die euro­päischen Kulturträger in Rußland sind der Re­volution zum Opfer gefallen. Rußland ist heute das Glacis, von dem aus Asien Europa zu erobern versucht. Eine einseitige Orientie­rung Deutschlands nach dem Osten hin, wie sie verschiedentlich propagiert wird, würde diese Er­oberung nur beschleunigen. Uebergehend zur Welt­politik betonte der Redner die Notwendigkeit der Gieichberechtigung Deutschlands. Formal sei sic ja in Locarno erreicht worden. Es gelte aber, sie auf kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet auch in der Praxis durchzuführen. Durch den Austritt der Deutschnationalen aus der Regierung und die da­durch verursachte innere Krisiis sei aber die Er­reichung dieses Zieles unendlich erschwert. Eine Be­teiligung der Deutschnationalen an der kommenden Negierung sei wohl ousgeschlosien, nachdem sie auch für die Zukunft der durch Locarno bestimmten Po­litik hre Unterstützung versagt haben. Der letzte Entscheid über die Regierungsbildung liege in den Händen des Zentrums. Nachdem Geh. Rat R u n - fei die verschiedenen Möglichkeiten der Regie­rungsbildung besprochen und die ganze Verfahren- heit der inneren Lage gekennzeichnet hatte, wandte er sich den zukünftig zu losenden kulturellen und wirtschaftlichen Fragen zu und zeigte, wie auch hier die Deutschnationalen eine Erschwerung durch ihre Isolierung herbeigeführt Haden. Zum Schluffe seiner Ausführungen nahm der Redner scharf Stel­lung gegen die Hetze, die heute von verschiedenen Seiten gegen den Reichspräsidenten und gegen den Reichsaußenminister getrieben wird und die unser ganzes politisches Leben vergiftet. Mit reichem Bei­fall dankten die Zuhörer dem Redner für seine tief­gründigen, klaren Ausführungen. In der anschlie­ßenden Aussprache konnte Geh. Rat Runkel noch auf manche kulturelle und wirtschaftliche Frage Auskunft geben.

Buntes Allerlei.

Wie man ALome sehen kann.

Von Dr. H. G e s f ck e n - Leipzig.

Die Atome einzeln sehen ja, das geht nun leider nicht so ohne weiteres. Aber warum? Man sollte doch meinen, daß sich genau so, wie man immer gewaltigere Fernrohre baut, auch die mikroskopische Vergrößerung immer weiter treiben ließe. Doch dem ist eine Grenze gesetzt, die nicht technische, sondern physikalische Gründe hat. Svbald nämlich die zu beobachtenden Teilchen so klein werden, daß ihr Durchmesser an die Wellenlänge des Lichtes das ja bekanntlich eine elektrische Welle ist herankommt, wird das Licht von ihnen nicht m^r zurückgeworfen, sondern nur abgebogen. Darm kann man aber kein Bild mehr sehen. Die äußerste Grenze mi­kroskopischer Beobachtung liegt daher bei De­tails von etwa ein zehntausendstel Millimeter Größe.

Noch kleinere Einzelteilchsn kann man mit dem sogenanntenAltramikroskop" (von Sie­de n t o p f und Szigmondy) seststellen, wenn auch nicht ihrer Form nach beobachten. Dieser Apparat verweiset gerade die obengenannte Ab­beugung der Lichtstrahlen an kleinen Teilchen und besteht in einem Mikroskop, mit welchem man die Flüssigkeit, in der die Partikelchrn schweben, beobachtet, während quer durch die Flüssigkeit ein kräftiger Lichtstrahl hindurchgeschickt wird. Man sieht dann an den Stellen, wo sich die kleinen Fremdkörper befinden, leuchtende Punkte, die von den Lichtstrahlen herrühren, welche an dem Teil­chen ab gelenkt werden und so in das Mikroskop gelangen. Das Ultramikroskop gestattet es, Par- tikelchen von weniger als ein hunderttausendstel Millimeter Durchmesser noch festz ustellen. Solche Teilchen enthalten aber immer noch mehrere zehn­tausend Atome.

Bis zum Atom selbst vorzudringen, erlaubten erst die Nöntgenstrahlen, die sich vom gewöhn­lichen Licht grundsätzlich nur dadurch unterschei­den, daß die Länge einer Welle nur etwa ein Tausendstel pon der des Lichtes ist, Könnte man ein Röntgen-Mikroskop bauen, so wäre es prin­zipiell möglich, die Vergrößerung soweit zu trei­ben, daß es gelänge, die Atome selbst zu photo­graphieren. Aber da sich für Nöntgenstrahlen leine Linsen Herstellen lassen, mutz man auf diese ideale Methode verzichten. Max von Laue hat jedoch gezeigt, daß ein Röntgenstrahl abge- lenkt wird, wenn man ihn durch einen Kristall hinLurchschickt. Stellt man hinter dem Kristall eine photographische Platte auf, so erscheinen auf dieser eigenartig regelmäßige Figuren, die durch Punkte gebildet werden, von denen jeder einzelne einem abgelenkten Röntgenstrahl entspricht. Diese Figuren zu deuten und aus ihnen herauszulesen, wie im Kristall die Atome angeordnet und mit anziehenden und abstoßenden Kräften aneinander gefügt sind, stellt heute eins der wichtigsten Ar­beitsgebiete der Physik und Mineralogie dar. Der Weg. den man zur Lösung derartiger Fragen gehen muh, ist mühselig und erfordert viel Scharf­

sinn: denn man muh immer neue Annahmen er­denken und das, was aus ihnen folgt, mit Öen Messungen vergleichen, bis die immer besser wer­dende alcbcreinftimmung zur Sicherheit führt. Doch dafür haben auch die Jahre feit Laues Ent­deckung zu einer starken Deriieftnrg unseres Na­turerkennens geführt.

Büchertisch.

West er manns Monatshefte. 70. Jahrgang. Ianuar 1926. Mart 2.. Verlag Georg Wcstermann, Braunschweig/Hamburg. AuS dem reichen Inhalt der als zweites Weihnachts- heft erscheinenden Ianuarnummer dieser vor­züglich geleiteten vielseitigen Familienschrift sei nur einiges hervorgehoben: eine sehr interessante Plauderei von Ismar Lachmann (Berlin) über Photographische Impressionen" (mit Bildnis- und Innenraum-Ausnahmen von Elsa Gysae): ein AufsatzAus der Wunderwelt der Fische" mit farbigen Abbildungen seltsamer Tiefsee­bewohner. Heber einenNeuentdeckten Raffael" berichtet Ernst Warburg, während Prof. Dr. Fehse über Wilhem Roabe und sein Tagebuch plaudert. Die .Malerfahrt in den Böhmer­wald" von Alexander Bcrtelsson fallt durch die beigegebenen Illustrationen auf, deren Far­bigkeit und Stimmungsgehalt auch beim flüch­tigen Durchblättern entzücken müssen. Bemer­kenswert ist eine kleine Sllzze von IuliusBerstl Wodjanka". die so typisch russisch ist. daß man ob der Cinsühlungsfähigkeit des Dichters stamtt. Unter den lit rarischen Beiträgen sind fer­ner vertreten: Börries Freiherr von Münch­hausen. Richard Sexau, Alfred Biese u. a. Der dramatischen Rundschau sind wieder verschiedene interessante Skizzen beigegeben.

Im neuen Daheim nimmt Felix Bau­mann mit einem A:fsatzDie Kalabresierung! Südtirols" scharfe Stellung gegen die italieni­schen Versuche,, das Deutschtum der Südtiroler ge­waltsam zu vernichten. Reben der Fortsetzung des großen GesellschaftsromansHallington" von Ada Baronin F rcks steht die GeschichtePaul Gerhardt" von Ludwig Bäte und die Novelle Der junge Mann ohne Herz" von Carl Mari- lauu. Das Frauendaheim" enthält wieder zahl­reiche wertvolle Ratschläge für die Hauswirt­schaft. (Verlag Delhngen & K'asing, Leipzig.)

In wie vielfältiger Weise sich der ein­fache WunschViel Glück zum neuen Jahr" gestalten läßt, zeigt der Aussatz überKünst­lerische Neujahrslarten" von Dr. Richard Vraun- gart im Januarheft von Delhagen & Klasings Monatsheften. Das Heft bringt ferner eine aus'ührliche Würdigung des Münchener Malers und Radierers Sepp Frank von Prof. Dr. E. W. Bredt sowie aus der Feder Paul Oskar Höckers einen scharftichtigen ileberblid über die Berliner Bühnen; selbstver­ständlich sind beide Beiträge mit vielen Bildern geschmückt. Die mannigfachen Ströntungen in der Deutschen Studentenschaft nach dem Kriege verfolgt der ©Ottinger Professor Dri Paul Ssymank. Seinen musi'aiischen Erinnerungen aus demReich der fünf Linien" hängt Dr. Gustav Manz nach. Außer einer Menge von Kunst­blättern, wahrhaften Meisterdrucken nach Werken alter und moderner Kunst, und dem reichbelegten Büchertisch, bringt das Heft eine Anzahl No­vellen, unter denen die von Heinrich Federer unter dem TitelUnter südlichen Sonnen und Menschen" vereinigten hervorragen.

Bobby erwacht ..." ist das Schlag­wort der neuen Nummer 52 derLustigen Blä11e r". Unter diesem Titel erscheint näm­lich im neuen Jahr ein großer, heiterer Sen­sationsroman in denLustigen". Gleichzeitig kostet die Zeitschrift ab 1. Januar unrv : sert in Ausstattung und Umfang nur noch 5J Pf.

Kirchliche Nachrichten.

EvangellfHe Gemeinden.

Sonntag, den 10. Ianuar. 1. n. Epiphanias. Gießen. Landesmissionsfest Stadtkirche. 9l/t: Pfarrass. Hertel. 11: Kinderk. für die MatthäuS- gemeinöe. Pfarrass. Hertel. 5: Pfarrer Becker. Johcmnesktrche. 9' .: Superintendent Wagner. 11: Kinderk. f. d. Lukaögem. Pfarrer Bechtolsheimer. 5: Pfarrer Ausseld. -Oemeinvesaal.(Ltebigftr.56) Nachm. 2 älhr: Taubstummengottesdienst. Pft. Bechtolsheimer.-Kirchberg. 10; nachm. IV,: Lollar. Donnerstag, 14. Januar, abds. 81/, Saubringen, Bibelstunde. - Wieseck. 9' .; Opfer für die Heiden­mission. 11: Kinderk- W atzenbor n-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 1. Garbenteich: 71/, Abend­gottesdienst, Pfr. Haupt-Gießen.

Katholische Gemeinden.

Gießen. Samstag, 9. Januar 4'/, u. 7 Beichte. Sonntag, 10. Januar. 1. Sonntag nach Epiphanie. 67, Beichte, 7 Messe, Korn. d. Jünglinge, 8 Korn-, 9 Hochamt mit Predigt, 11 Messe mit Predigt, 57, Christenlehre u. Andacht mitSegen. - Grünberg. 9 Messe mit Pred. Hungen. 97, Hochamt m. Predigt.

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aussevfidä den teuren Zigaretten äfynGrfy tu madjen.

©er Pgudfr, weldjer aus Mangel an ^atfjfann&tis foEfa Marfan Gewrtygt, viel- fcitfjt gär glaubt/ durefj flenuttyng einer teuren Pacfgotg als fänner ^u. gelten/ Weiss nitfjt, dass erfeineVordebe für fkesserlief) faiten mr einer grossen Einbusse an qualitaet bezahlen Muss, denn gerade Sei derjbu% befeuerten 5-'Zigarette ift der mefjr oder weniger grosse Aufwand für die Packung ausfdjtaggeGendfiirdie Qualitaet:

T)er wirkliche Kenner verrätfeine Sachkenntnis dadurch), dass er Jur Jein QeCdnidjteine wertvolle TtiäTe, fondem einen wertuoffen Mja& verfang.

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