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Banknoten.

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8.4

Letzte Nachrichten.

Seeckts Rücktritt genehmigt.

Berlin, 8. Ott. (TU. Drahtmeldung.) Der Reichspräsident von Hindenburg hat das Ab- schiedsgesuch des Generalobersten v. 5 eetf f genehmigt.

Tschechoslowakische Roten Ungarische Noten... .

der ilnt ertön der Börse leicht schwächer. Auch der Erport will sich noch immer nicht entwickeln, da die hohen Frachten wenig nutzen lassen. Gerste ist in mittleren und geringen Sorten angeboten, hat aber nur in guten Sorten Frage. In Hafer sind die Offerten knapp. Für Mais fanden vereinzelte Lifankäufe statt. Mehl ist in Weizenmehl sehr still, Roggcnmchl aus der Provinz gesucht. ES wurden notiert per 1009 Kilo: Wetzen, märt., 259 bis 262; Roggen, märt., 213 bis 218; Som­mergerste 212 bis 252; Wintergerste 180 bis 185; Hafer, mark, 180 bis 191; Mais (loto Berlin) 188 bis 190; per 100 Kilo: Weizen­mehl 35,50 bis 38; Roggenmehl 30,25 bis 32; Weizenfleie 9,90 b s 10,25; Roggenklere 10,50 bis 10,60; Biktoriaerdsen 44 bis 54; Keine Speise- erbfen 30 bis 34; Futtererbsen 21 bis 27; Ack«r- bohnen 20 bis 22; Rapskuchen 14,40 bis 14,60; Leinkuchen 19,20 bis 19.30; Trockenschmtzel 8 80 bis 9; Sohaschrot 19,20 bis 19,60; Kartosfelflocken 20 bis 21 Mark.

Devisenmarkl BerlinFrankfurt a. M.

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86

104,25

Rundfunk-Programm.

Samstag, 9. Oktober.

3.30 bis 4 iUjr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Tlhr: Konzert des Hausorchesters: Comille Saint-Saens. 5.456.05 Ähr: Die Lese­stunde. 6.45 bis 7.15 115r: Stenographischer Fort- bildungskursus für Anfänger und Fortgeschrit­tene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7.15 bis 7.45 Uhr: Funkhvchschule FrankfurtDie gro­ßen Romane von John Galsworthy". Dvrtrag von Prof Dr. Schultz. 8.15 bis 9.15 Uhr: Uebertragung aus der Lulaslirche: Orgelkon­zert. 8.15 bis 9.15 Uhr: 11 Übertragung von Cassel. Klavierabend von Herrn O. D. Maeckel, Frielendorf. Anschließend bis 12.30 Uhr: Ile- bertragung von Berlin: Tanzmusik.

Büchertisch.

Die Wirtschaftspsychologie

151*

-30*

180.7*

170,5*

151,75

8.4

Frankfurt a. M

Weizen, Wetterauer, 28,50 bis 28,75 Mack; Roggen, inländischer, 22,75; Sommergerste für Brauzwecke 23,50 bis 28; Hafer, inländischer, 17,50 bis 19;

Karl Kurzrock iin Verlaufe eines Streites erstochen hatte, vor dem Schwurgericht zu verantworten. Old hatte ein Derhältnis mit d r 25jährrgen Franziska Brunner, die in Scheidung lebte. Anfangs blieb dasselbe auch un­getrübt. Während einer längeren Abw^fmheit Olds flog dieBraut" jedoch in den Armen anderer herum. Old verzieh ihr immer wieder, bis zum nächstenrnal. So wechselten immer Krach und Versöhnung bei demliebenden Paar". Als nun die Brunner zu Anfang dieses Jahres ihre Aeigung dem Glasschleifer Kurzrock zuwandte, wurde Old das Spiel zu dumm, und er stellte den Rebenbuhler zur Rede. 3m Laufe der Aus­einandersetzung gr.ff Kurzroü den Old an, dieser zog das Messer und darchschnitt ihm die Halsader, so daß der Tod sofort eintrat. D.>s Gericht (am zu der Auffassung, daß der Ange­klagte die Rotwehr überschritten habe und verurteilte ihn zu einem 3 ahre Ge­fängnis wegen Körperverletzung m"t Todes­erfolg. Cs müsse aber sestgestellt werden, daß die Zeugin Brunner ein ganz frivoles Spie! be­trieb und den Old hinterging, wodurch dieser in begreifliche Erregung geriet

Beteiligung an den Gesellschaften bleibt im Be­sitz der Familie Stinnes, die auch die freie Ent­scheidung in der Geschäftsführung hat. Die Ver­pflichtungen, die seitens der Firma Hugo Stinnes gegenüber dem deutschen Bankenkonsortium noch bestehen, werden in Durchführung der Trans­aktion abgegolten.

7ranksurLcr Börse.

Frankfurt, 8. Olt. Tendenz: Schwach. Die Börse stand heute bei Beginn wieder unter dem Eindruck der innerpolitischen Er­eignisse, die noch keine Klärung gefunden haben. Die Stimmung war anfangs nicht un­freundlich, doch entwickelte sich das Geschäft nur zögernd. Die Reigung zum Rachgeben der Kurse war wieder mehr ausgeprägt. Das Kursbild zeigte zunächst einen uneinheitlichen Charakter, da befriedigend lautende Wirtschafts- berichte gegenüber scharfen Rückgängen einen ge­wissen Rückhalt boten. Bei Beginn des offi­ziellen Verkehrs kam es aber zu schärferen Abgaben, von denen jedoch nur die Aktie n- Märkte betroffen wurden, während die Ren­tenmärkte bei lebhafteren Umsätzen die Stei­gerungen ihrer favorisierten Werte fortsetzen konnten. Die Kursrückgänge an den Aktien­märkten betrugen zunächst 1 bis 2 Prozent, im Verlaufe wurden diese aber überschritten, und es traten stärkere Einbußen ein. Von Montanwerten eröffneten niedriger: Bu­derus, Gelsenkirchen und Rheinstahl je minus 1,25 Prozent. Phönix minus 2 Prozent, Harpener minus 0,75 Prozent, Klöckner minus 1 Prozent. Auch Kaliaktien gaben etwa 2 Prozent nach. Eine Ausnahme bildeten Laurahütte, die gesucht waren und erneut eine scharfe Steigerung (plus 5,5 Proz.) erfuhren. Rheinische Braunkohlen plus 1 Proz. Von Chemiewerten lagen 3.G.- Farben anfangs 1 Proz. schwächer und gaben im Verlaufe noch ein weiteres Prozent nach. Gold­schmidt minus 2,5 Prvz., Holzverkohlung minus 1,25 Proz., aber Scheideanstalt plus 0,25 Proz. Der Elektro markt lag nicht einheitlich. Elek­trisch Licht und Kraft zogen um 2,3 Proz. an; Felten war knapp gehalten, während AEG. ein und Siemens 2 Proz. nachgaben. Am Banken­markt erlitten Darmstädter einen empfindlichen Rückschlag um 4,5 Proz., bei den unmittelbar darauf einsehenden Rückkäufen konnten sie von diesem Verlust 2 Proz. wieder zurückgewinnen. Lebhaft war das Geschäft in Deutsche Bank, die 1,5 Prozent anzogen. Commerzbank behauptet. Die anderen Werte dieser Gruppe bröckelten ab. Metallbank minus 1,25 Proz. Sch if f - f ahr tsakt ien büßten etwa 1 Proz. ein. Schau tung minus 2Proz. Der Motorenmarkt lag uneinheitlich. RS11. gaben 2 Proz. nach, Kley er zogen 0,5 Prvz. an. Von Textil- werten waren Hammerfen gesucht. Don -Zellst offaktien gewannen Äschafsenburger abermals 2 Prozent, während Waldhof 0,75 Prozent niedriger wurden. Bau - undZucker- a k t i e n schlossen sich der Abwärtsbewegung an. Wayh & Freytag waren um 2,25 Prozent ge­drückt, Zement Heidelberg minus 0,5 Prozent. Von Zuckeraktien büßten Badischer 1,75 Prozent, Heilbronn 1 Prozent, und Offstein 0,5 Prozent; dagegen lag Frankenthal 0,7 Prozent fester. Von Oelaktien schwächten sich Rütgerswerke um 1,25 Prozent ab, Deutsche Erdöl gehalten. Das

hohen Wert für das praktische Leben behandelt Prof. Dr. Erich Stern (Gießen) in feinem in der neuesten Rümmer 4254 der 3llustrierten Zeitung (Verlag 3. 3. Weber, Leipzig) er­schienenen AussatzDie Bedeutung der Psycho­logie für das Wirtschaftsleben". Anläßlich des Ablebens von Rudolf Gucken wird in einem kleinen Beitrag ein kurzer Ueberblick über das Schaffen und Wirken des großen Philosophen gegeben. Don archäologischem 3nteresse ist der illustrierte Beitrag aus der Feder Prof. Dr. F. Dehns über die Ausgrabung des Mithras- lempels zu Dieburg (Hessen). Die Ausstellung des Leipziger KunstvereinsDeutschrömische Malerei und Zeichnung von 1790 bis 1830" wird in einem von Abbildungen nach charakte­ristischen Gemälden aus jener Kunstperiode be­gleiteten Beitrag von Dr. Hildegard Heyne ein­gehend gewürdigt.

Volk und Scholle. Heimatblätter für beide Hessen, Rassau und Frankfurt a. M. Heft 8 erscheint als Kurhessen-Hest mit einer Reihe gediegener, z. T. sehr hübsch illustrierter Beiträge. Wir nennen etwa Dieterichs Aufsatz überMarburg und Hessen", Siegels Abhand­lung über die Hessen-Kafselschen Truppen im Dreißigjährigen Kriege, Deckers BeitragSchloß Ludwigseck" und dieSeltsamkeiten" von Marie Brehm. 3nteressantes Material verarbeiten die Miszellen und die Buchbesprechungen.

5% Deutsch- Ncichsanleth« 4% Deutsche Reichsanleihe 3'/a°/n Deutsch.: Rcichvanleihe 3% Deutsche RcichSauloihe Deutsche Soarvcamienanlcihe 4e/0 Preußische KonsolS . . 4°'» Hessen 3'/»0/n Hessen 3°/0 Heuen...........

Deutsche Werth. Dollar-Ant- Dto. Doll -Schatz»Anweilug.*)

4°/0 Zolltürken 5% Goldmerikaner ... .

Berliner Handelsgesellschaft. Üommerz. und Prlvat-Bank Dannsi. und 'Jlarionalbant . Deutsche Bank.........

Deutsche Bereinsbank . . . .

DiSconto Commandtt . . .

Metallbank........

Mitteldeutsche Kreditbank. .

Lette .reichliche Cred. laust alt Westbank ....... .

Bochumer Hutz ...... Buderus .........

Demsch-Luremburg .... Gelsenkirchener Lcrgloerke. . Harvener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln. .... paurahuttc ........ Oberbedarf.....

Phönix Bergbau ....... Rheinttahl...........

Melicck Montan ..... Tellus Bergbau .....

Bereinigte Stahlwerke A,-G- Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philivv Holzmann......

Anglo-Cont.-Guano . . . . Chemische Mayer Alapin . . I. G. Farbenindustrie, A.«G. Goldschmidt..........

Holzverkohlung Rütgerswerke Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann .........

Mamkrasrwerke ....... Schlickert Siemens <fc Halske .....

Adlerwerke Klcyer ..... Daimler Motoren. ...... Heyligenftaedt Meauin.......... .

Motorenwerks Mannheim

Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . Metallgesell'chaft Frankfurt. Pet. Union A.-G. . . . . .

Schuhiabrik Herz Sichel - . . . ..... . .

Zellstott Waldhof ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Frankfurter

Wirtschaft.

* D i e amtliche Großhandelsindex» ziffer. Die auf den Stichtag des 6. Oktober be­rechnete Großhandelsindexziffer des statistischen Reichsamts ist gegenüber dem 29. September um 1,0 o. $). auf 128,0 gestiegen. Von den Haupt- gruppen haben die Agrarerzeugnisse um 1,8 v. f). auf 130,3 angezogen, wahrend die Jndustriestoffc um 0,5 v. H. auf 123,5 nachgaben. Im Durchschnitt September ist die Gesamtindexziffer gegenüber dem Durchschnitt August um 0,2 o. H. auf 126,8 zurück­gegangen. Die Gruppenindexziffer der Agrarerzeug­nisse lag im Durchschnitt September auf 127,9, die Gruppenindexziffer der Jndustriestoffe auf 124,7.

* Abschluß der amerikanischen A n - leiheverhandlungen der Familie Hugo Stinnes. Die zwischen der Familie Hugo Stinnes und einem amerikanischen Bankenkonsortium schwebenden Verhandlungen sind zum Abschluß ge­kommen. Es ist beabsichtigt, die gesamten Bestände der Familie Hugo Stinnes in zwei in Amerika zu bildende Holding-Gesellschaften zusammenzufassen. Beide Gesellschaften werden an den amerikanischen Markt herantreten mit je einer 7proz. Anleihe von zusammen 25 Millionen Dollar. Die maßgebende

Gerichtssaal.

(Ein originelles Schwindlersliickchen und seine Folgen.

WSR. Frankfurt a. M., 7. Oft. Dor dem hiesigen Schöffengericht hatten sich der Reisende Franz Zacher und der Musiker Wolf wegen eines eigenartigen Schwind­lerstückchens zu verantworten. Rachdem beide, von denen der eine 17, der andere 25 Vor­strafen hat, wieder auf die Menschheit losge­lassen waren, zeigten sie einem hiesigen Kellner einen falschen F ü n f z i g m a r t s ch e in und erklärten ihm, daß er solche Scheine, das Stück zu 10 Mark, in Karlsruhe kaufen könne. Der Kellner heuchelte stärkstes Interesse, mobilisierte damr aber die Falschgeldstelle der Reichsbank und die Kriminalpolizei. Letztere zahlte dem Kellner 50 Mark Zehrgeld und außerdem 200 Mark mit der Weisung, daß er sie nur Zug um Zug gegen Falsifikate ausgeben dürfe. 3n Karlsruhe knöpf­ten die beiden Schwindler dem Kellner die 200 Mark ab, ohne daß er Falsifikate erhielt. Die Polizei, die in demselben Zuge wie der Kellner nach Karlsruhe gereift war, packte jedoch noch rechtzeitig zu. bevor Zacher und Wolf mit der Beute verduften formten. Das Gericht verurteilte die beiden wegen Betrugs int Rückfall zu j e sechs Monaten Gefängnis. Der Mit­angeklagte Kellner wurde freig "sprachen.

Das Opfer einer leichtfertigen Fran.

WSM Frankfurt a. M., 7. Oft. Wegen vorsätzlicher Tötung hatte sich der Metzger Mar­tin Old, der am 11. Juli d. 3. den Glasschleifer

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Mais (gelb) 18,75 bis 19; Weizenmehl, inländisches (Spezial 0), 41,25 bis 41,75; Roggenmehl 33 bis 34; Weizenkleie 9,75 bis 10; Roggenkleie 10,50 Mark.

berliner Produktenbörse.

Benin, 7. Oft. Die Geschäftstätigkeit im Berliner Produktengeschäft bleibt, angesichts der geringen Zufuhr aus dem 3nlande, für Brot­getreide recht klein. Das vorliegende Material findet sowohl in prompter als auch Zeitware zu wenig veränderten Preisen Aufnahme, doch war

.rcidcbörsc.

8. Okt. Es wurden notiert:

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 5. Oft. Ende 3anuar fand auf der Liebigshöhe ein Maskenball statt. Als in der Rächt eine Verwandte des Wirtes ihr im zweiten Stock gelegenes Zimmer betreten wollte, war es von innen verschlossen, der Schlüssel steckte im Schlosse. Als nach einiger Ze t die Türe gewalt­sam geöffnet wurde, ergab sich daß die goldene älhr des Mädchens, die auf dem Rachitische ge­legen hatte, fehlte. Man nahm zunächst an, daß jemand vom Hofe aus auf das Dach gestiegen und von da aus in das Zimmer gelangt sei, und batte eine bestimmte Person als Täter in Verdacht. Später ergab sich jedoch daß man fia) auf faucher Fährte befunden hatte, und daß die £tbr im Be­sitze eines Soldaten dos hiesigen Reuaswehr- bataillons war. Dieser behauptete, em Mädchen, das er auf dem Maskenballe kennen gelernt habe, habe ihn mit auf das Zimmer genommen. Dort hätten sie eine Zusammenkunft für einen späteren Tag verabredet. Als Pfand dafür, daß das Mädchen auch bestimmt komme, habe er dessen Ähr an sich genommen. Plötzlich hätten sie Schritte auf der Treppe gehört. Er fei deshalb durch das Fenster auf das Dach gestiegen und von da aus an einem Baurn auf den Boden heruntergekommen. Wo das Mädchen geblieben sei, wisse er nicht. Die Uhr habe er nicht zurück­geben können, da er den Ramon des Mädchens nicht gekannt habe. Zu der veravredtten Zusam» menfunft habe er nicht erscheinen formen, weil das Bataillon in jenen Sagen nach der Senne abtransportiert worden sei. Da noch eine Reihe von Umständen aufzuklären war, setzte das Ge­richt die Verhandlung aus. Zunächst soll richter­licher Augenschein vorgenommen werden. Fest steht jetzt schon, daß die Verwandte des Wirtes nicht diejenige Person gewesen ist, die den Soldaten angeblich auf das Zimmer genom­men hat.

* Gießen, 6. Oft. 3n , einer ^Bauarbeiter- versämmlung hatte der Vorsitzende des Bezirks Gießen des Deutschen Daugewerksbundes die Ausführung der Bauarbeiten einzelner Firmen besprochen und darauf hingewiesen, daß fein Facharbeiter sich dazu hergeben dürfe, Arbeiten auszusühren, die nicht fachge näß seien. Es dürfe z. B. nicht vorkommen, baß, wie es bei einem Dau geschehen sein solle, die Steine vom Wagen herunter in das Fundament geworfen und dann mit Mörtel zugeworfen würden, das sei Pfusch­arbeit. Als ein an dem betreffenden Dau be­schäftigter Maurer ge ien diese Behauptung Ein­spruch erhob und erklärte, das sei nicht richtig, erwiderte der Vorsitzende, er könne den Rachweis für die Richtigkeit seiner Angaben erbringen, er habe einen Zeugen dafür. Mehrere in der Ver­sammlung anwesenden Maurer teilten diese Aeu- ßerungen den Inhabern der Baufirma, die die Bauarbeiten ausführte, mit, worauf diese Privat- klage gegen den Redner erhob. 3n der Haupt­verhandlung erklärten der den Bau beaufsichti­gende Polier und drei Maurer, die das Funda­ment ausgeführt hatten, alle Arbeiten seien ordnungsmäßig und reell vorgenommen worden. Soweit sie die Baustelle übersehen hätten, seien feine Steine die Böschung hinuntergeworfen und mit Speih zugeworfen worden. Dagegen bekun­dete ein Baupolizeibeamter, er habe einmal gesehen, daß dies geschehen sei, er habe die Ar­beiter deshalb jedoch nicht verwarnt und auch dem Bauleiter und dem Bauunternehmer hier­von nichts gesagt. Der Angeklagte erklärte hier­auf, daß er auf Grund der Mitteilungen, die der betr. Baupolizeibeamle ihm gemacht habe, in vollem Glauben an die Richtigkeit dessen An­gaben, die betr. Aeuherungen in der Versamm­lung getan, und daß er sich als Vorsitzender des Bezirks Gießen des Deutschen Daugewerksbundes hierzu auch für verpflichtet gefühlt habe. Er stehe aber nicht an, auf Grund der Beweis­aufnahme, insbesondere auf Grund der Aussagen des Poliers und der Maurer, zu erklären, daß er jetzt davon überzeugt sei, daß etwa vor­gekommene Unregelmäßigkeiten dem Bauunter­nehmer nicht zur Last fielen. Auf Grund dieser Erklärung wurde die Privatklage zurückgenommen und das Verfahren eingestellt.

Berlin s-niich-iÄntang Kure 4w.

deutsche Rentengeschäft lag ruhig, aber fest. Von ausländischen Renten tonzen° trierte sich cas 3nteresse wieder stärker auf Türken, die weiter anzogen. Auch Russen stärker gefragt. Der Freiverkehr lag still. Becker Stahl 30. Growag t0, Petroleum 102, Hfa 33.5, Frankfurter Handelsbank 85 Prozent. Ein nen­nenswerter St'.mmungsumschwung trat im späte­ren Verlause nicht ein. Einzelne Aktien waren erholt. Das Geschäft verlief aber recht schleppend. Am Geldmarkt hält das Angebot an. Tages- geld stellt sich auf etwa 4 Prozent, Monatsgeld 5,5 bis 7,5 Prozent je Adresse. Privatdiskonten 5 Prozent, 3nbustrieakzepte 5.25 Prozent. Die Befestigung der lateinischen Valuten konnte im Devisen verkehr weitere Fortschritte machen. Besonders fest lag Mailand mit 125,50 gegen London. Brüssel befestigte sich auf 175 gegen London und die Par fer Pfundparität stellte sich aus 165. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,199. Das englische Pfund wurde mit 4,8525 gegen Kabel gehandelt.

Berliner Börse.

Berlin, 8. Okt. Während im heutigen Früh- oerkehr die Tendenz der Aktienmärkte unter Bevorzugung von Spezialpapieren fest war, stellte der Beginn eine Enttäuschung dar. Bei Fest­setzung der ersten Kurse kam in den am Vortage favorisierten Werten Material heraus, das einen starken Druck ausübte, so daß teilweise Kursein- buhen von 3 bis 4 Prozent zu verzeichnen waren. In Mitleidenschaft gezogen wurden vor allem B a n k a k t i e n , S ch i s f a h r t s w e r t e , Mon­tan a k t i e n und einzelne Spezialpapiere. In eini­gen Spezialwerten machte aber auch die Be­festigung Fortschritte, so bei Hirsch-Kupser und Mansfelder, die gut befestigt waren. Das heutige Entlastungsbedürfnis der Spekula- tion dürfte auf die Höhe des Medios und auf die ungünstig beurteilte innerpolitische Lage zurückzusühren sein. Später wurde die Stimmung der Börse etwas freundlicher. Am Geldmarkt ist die Lage unverändert leicht. Tagesgeld 5,5 bis 7,5 Prozent. Im Devisenverkehr traten nennens­werte Veränderungen nicht hervor.

DörlenkuNe.

168 I 166,25

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Frankfurt a.M.

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Kanada. . .

4,197

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4,197

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4,205

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4.205

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Berlin. 7 Oktbr 1

Geld

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7. 10.

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Arlaischr Nolen .......

0.6005

v.61

Dänische Nvken .......

Englssche Koten ........

b,6Ü

0.60

Französtsche Waten ......

0.5875

Holländische Noten ......

>.7505

0,795

Italienische Noten ......

0 375

Norwegische Norcn......

0.6105

i),60 4 5

Dcutsch'Oesterr.. i 100 Kronen

0, / 2

Rumänische Noten......

0 67

Schwedische Noten ......

0,6

Schweiler Noten.......

Spanische Noten ......

Handschuhe

ö22ia

Gießen, Kreuzplatz 6