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35 Fortsetzung.

Nachdruck verboten.

Iuuciwuujir--Las yc

erst selber festgcstellt! London--! Die alle fii

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Herr Klauer - Wehlar lud zum Besuch Wetzlarer Versammlung ein.

dem Nh.

Gloria Sainsbury ist es sie und keine an­dere", berichtete Sir Walter dem Chef und Onkel. ^Alle meine Sünden will ich an einem einzigen ~Q0e abbüken, wenn ich weiß, wie sie es fertig­gebracht hat, ihren Vater vollständig im Dunkeln 3U lassen. Aber sie hat es fertiggebracht, teurer und nach Gebühr bewunderter Onkel. Der gute Lord Burnham hat keine Ahnung davon, daß Neville in London ist."

Alle Achtung."

Ganz meine Meinung: alle Achtung! Diese Frau sst eine Gegnerin, die eine verdammt scharfe Klinge schlagt. Die Frau fürchtet nichts sogar nicht ein­mal einen Einbruch in das Mordhaus. Wenn ich mich nicht sehr täusche, wird sie ihn heute ober mor- gen unternehmen. Sobald sie nur ausgehen kann. Und ich bin entschlossen, ihr die Sache so leicht wie möglich zu machen."

Du meinst, sie sucht dort noch einem bestimmten Gegenstände?"

Oderhessen.

Landkreis Gießen.

ck. Heuchelheim, 7. April. Das von Männergesangoerein Braubach a.

1926 dem Deutschen Smkerverein eine bedeutende Ermäßigung der Zucker­st euer gewährt werden wird. Don allen Land­wirt f ch a s t s k a m m e r n der deutschen Länder werden den Landesverbänden für Bienenzucht Zuschüsse gewährt, nur nicht von den hessischen.

am 1. Feiertag hier gegebene Konzert hatte sich eines sehr guten Besuches zu erfreuen. Die Leistun­gen des unter der Leitung des Musikmeisters Strack- Koblenz stehenden Vereins bewegten sich auf sehr beachtlicher Höhe. Besonders fielen die Tenorstimmen auf. Neben einem Kunstchor wurden meistens Volkslieder in recht gefälliger Weise vor­getragen. Sehr viel Beifall fanden auch die Bari­ton-Solo-Vorträge des Herrn Strobel und zwei Lieder für Sopran, gesungen von Frl. Gras, beide Mitglieder des Braubacher Vereins. Die Kapelle Weller- Gießen sorgte für den instrumentalen Teil des Konzertes. Am zweiten Feiertag mittags brachten die Sangesgäste dem Bürgermeister ein Ständchen, um dergestalt zu danken für die herz­liche Aufnahme und freundliche Bewirtung in der Gemeinde Heuchelheim.

X Wieseck, 6. April. Am 2. Dftertag wurden in unserer Kirche 82 Kinder konfirmiert, 44 Knaben und 38 Mädcben. Davon besuchten 6 Kna­ben und 3 Mädchen Gießener höhere Schulen. Die Konfirmanden fangen unter Leitung von Lehrer Stoll, dessen Frauenchor in dem von Pfarrer Haupt- Gießen gehaltenen Gottesdienst des Ostermorgens zwei ' Lieder geboten hatte, zwei Chöre. Beim Abendmahl half Studienrat K n ö p p vom Lehrerseminar in Alzey, der bei der Konfirma- tionsnachfeier den Neukonfirmierten beherzigens­werte Worte mitgab. Durch die Wiederherstellung der Kirche bat die Schmückung des Inneren und Aeußeren durch die Konfirmanden eine wesentliche Einschränkung gegen früher erfahren müssen. Einen bleibenden wertvollen Schmuck erhielt das Gotteshaus durch ein von den Konfir­manden gestiftetes B i b e l l e f e p ii l t; in Form und Farbe fügt er sich gut in den Altarraum ein; die : Schreinerarbeit lieferte in mustergültiger Ausfüh­rung Schreinermeister Kümmel, den Anstrich ebenso in selbstloser Weise Weißbindermeister Hein­rich D e ch. Die Bemalung des Antependiums lie­ferte wieder ein Gießener Künstler, Ludw. G ü n g e- r i ch. Die Dftcrfeier der Kinderkirche im Wald am Osterdienstag erfreute sich steigenden Zuspruchs der Eltern und Kinderfreunde. Angesichts des schönen Wetters konnte man nach der Ansprache des Orts- gciftlichen auf die reizend vorgelragenen Kinder­gedichte unter Leitung von vier Helferinnen Neigen und Spiele der Kinder folgen lassen. Den Schluß machte die Verteilung der nach schöner Sitte vom Frauenverein gestifteten Osterhasenspende an rund 100 Kinder.

Y. Lollar, 7. April. Am 2. Osterfeiertage sand in der überfüllten Kirche zu Kirchberg die Konfirmation einer überaus großen Kin- derschar statt, nämlich 142. Davon entfallen auf Staufenberg mit Friedeihaufen 37, Lollar 52, Mainzlar 15. Daubringen 26 und Ruttershausen 12. Wenn auch die Kirche schön geschmückt war, vermochte der vorübergehende Schmuck die not­wendige innere Wiederherstellung der alten, historisch wertvollen Kirche nicht zu verbergen.

Z Lich, 7. April. In der jüngsten Sitzung des S t a d t o o r st a n d e s legte der Bürgermeister zu­nächst die Rechnung der Stadtkasse für das Rech - . nungsjahr l924 vor und erstattete den Rechen­schaftsbericht. Die Rechnung schließt ab in Einnahme mit 274 433,07 Mk., in Ausgabe mit 192 454,42 Mk., so daß ein Ueberschuß von 81 878,65 M k.

7 verbleibt. Von diesem Rechnungsrest wurden 51 871,75 Mk. in die Vermögensrechnung überführt, mithin also ein Kassenoorrat von 30 106,90 Mk. vor­handen ist. Dieser besteht in bar mit 24 811,03 Mk. und in liquidierten Ausständen mit 5295,87 Mk. Der Ueberschuß hat es ermöglicht, im Rechnungsjahre 1924 ohne Aufnahme einer Anleihe auszukommen und die in der Vermögensrechnung vorgesehenen Arbeiten dadurch zu bestreiten. Die Rechnung, deren Prüfung durch die Finanzkommission erfolgt ist, wurde seitens des Stadtvorftandes nicht beanstandet. -- Sodann gab der Bürgermeister eine Anordnung

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wird.

Jo,, das meine ich. Und sie muß wissen, daß er sich dort befindet. Ebenso muß sie das wissen, wie die Burschen, die vor ihr den Einbruch versucht haben. Wenn ich nur--"

Er verstummte plötzlich. Irgendwo flog auf ein­mal em Vorhang auf---

3[t in den Zeitungen in den letzten Tagen nicht auffallend viel die Rede von den russischen Oel- tonzessionen? Soviel ich weiß, spielt Lord Burnham m diesen Angelegenheiten eine wichtige Rollei Herr­gott, was bin ich für ein verdammter Esel, das mir eingefallen ist! Ich hätte bei ihm gleich selbst aus den Busch klopfen können! Sir Arthur ich glaube, ich bekomme den Faden in die Hand. Die Konferenzen des Las Valdas mit dem Franzosen im Ritz! - Las Valdas in Burn- Jam Tower!--Seine eilige Rückkehr nach Lon-

don. Die Verletzung am Knie war natürlich nur eme Ausrede! Gloria Sainsbury fährt ihm nach! Kommt mit dem Revolver in der Hand zu ihm' Den braven Neville bläst der Wind gerade im un­günstigen Moment nach London! Der Schuß___

mer hat geschossen? Das weiß ich jetzt nicht. Egal eura posterior! Der UeberfaU auf Perkins! Wozu Srö U5 Bunhams von mysteriösen Kerlen überwacht'.--- Das habe ich gestern und heute

'Ut! St. Aubain noch in alle sind hinter demselben Ding

ch. Li @elbtnj unterem u diesem 3° Men ° wirilNl die durch seren M längere 21 haben ben begonnen.

des hessischen Staates bekannt, wonach Woh­nungsbauten, die im Kalenderjahr 1 9 2 6 begonnen werden, für das zur Zeit der Fer­tigstellung laufende und für die nächstfolgenden fünf Rechnungsjahre auf Antrag gründ steuerfrei bleiben. Das entsprechende gilt auch für den ver­hältnismäßigen Teil der Grundsteuer von solchen Neubauten, die nur zum Teil Wohnungszwecken dienen. Die Heranziehung des Hofreitegrundes zur Grundsteuer bleibt unberührt. Ein Bau gilt als be­gonnen, wenn mit der Ausführung des Mauerwer­kes. angefangen wurde. Der Stadtoorstand be­schloß, dem Vorgehen des Staates zu folgen und den Nachlaß der städtischen Griindsteuer in der gleichen Weise zu bewilligen. Auf Vorstellung hin wurde dem Kreis-Ob st - und Gartenbau verein Gießen für das Jahr 1926 ein Beitrag von 20 Mark bewilligt Verschiedene hiesige G e - schäft sie utc haben sich mit einer Eingabe an den Stadtvorstand gewandt und darum nachgesucht, daß von dem Einbau eines Wassermessers in ihren Betrieben Abstand genommen werde. Der Stadtoorstand lehnte das Ansinnen ab. Auf An­trag wurde den hiesigen Erwerbslosen eine Wirtschaftsbeihilfe bewilligt, die 5 Mark für Verheiratete und 3 Mark für Ledige betragen soll. Die Gewährung der Beihilfe wird von einer Arbeitsleistung abhängig gemacht und soll für Verheiratete 8 Stunden und für Ledige 6 Stun­den betragen.

ri. ft l o ft e r Arnsburg, 7. April. Gestern fand hier die übliche Oster - und Missions- feier statt. Redner waren diesmal Pfarrer B e y - r i ch von Münzenberg, der über die Not und Hoff­nung der Mission sprach, und Missionar G r c b von der rheinischen Mission, der erschütternde Bilder aus seiner Tätigkeit in Neu-Guinea zeichnete. Zugleich nahm Missionar Greb, der schon feit Jahren öfters in unserer Gegend im Dienst der Mission tätig war, Gelegenheit, sich von den hiesigen Missionsfreunden zu verabschieden, da er in diesen Tagen nach Essen übersiedelt und darum künftighin Oberhessen nicht mehr besuchen kann. Nach der Missionsfeier fand die Beerdigung der in weiten Kreisen, beson­ders auch den Ausflüglern bekannten und vor allen geliebten Großmutter Thörner statt. Die alte Frau, die im Winter in voller Rüstigkeit ihren 9 0. Geburtstag gefeiert hat, ist auf tragische Weise ums Leben gekommen. Am Samstag vor Ostern begab sie sich allein in den nahe bei ihrer Wohnung gelegenen Wald, um Blumen zu pflücken. Dabei wurde sie von einem dürren Ast so unglück­lich getroffen, daß sie auf der Stelle verschied. Ein großes Trauergefolge, darunter die Schwestern und Kinder des Rettungshaufes, die ihr auch zwei Grab­lieder fangen, gaben der allseits beliebten Frau das Geleite. Die Trauerfeier hielt Pfarrer ft ö d d i n g von Eberstadt.

Kreis Aricdberg

(r.) Steinfurth, 7. April. Bei Hoch- w a s s e r ist unsere auf dem linken Wetterufer, gegenüber der Post gelegene Sra Informa­toren Ration vollständig von Wasser um­geben. so daß der Zutritt (z. B. zwecks Behe­bung von Schäden) unmöglich ist. Um diesen Zustand zu beseitigen, war man bemüht, die Station auf einen höher gelegenen Platz zu verlegen. Schon seit geraumer Zeit wurden zwischen Gemeinde und Tleberlandwerk Ver­handlungen in dieser Hinsicht gepflogen. Rach langem Hin und Her schien die Plahfrage ge­löst. Das Gelände für ba$ neu zu errichtende Häuschen stellte die Gemeinde »ur Verfügung, während das Tleberlandwerk bie Verlegungs­kosten tragen wollte. Die Ausführung scheint nun aber wieder in weite Ferne gerückt zu sein; denn nun verlangt das Lleberlandwerk, wie der Bürgermeister in der letzten Gemeinde- ratssitzung mitteilte, den Ausbau des Zu­fahrtsweges als Chaussee, damit man bequem mit dem Auto dahin gelangen könne. Da hierdurch der Gemeindesäckel um einige Tausend Mark erleichtert würde und diese Summe in heutiger Zeit von der Gemeinde nicht aufgebracht werden kann, lehnte der Gemeinde­rat den Antrag ab. Auf den weiteren Verlauf der Angelegenheit darf man gespannt sein. Dem alten Osterbrauche desEier- Werfens" huldigt man auch jetzt noch in un­serer Gemeinde. Alljährlich am ersten Öfter- feiertage begeben sich die Kinder mit ihren Ostereiern in die Wiesen, um dort die Eier zu werfen. Diese werden, nachdem die Schale durch das Auffallen geplatzt und'dann entfernt ist, von den Kindern verzehrt. Die Erwachsenen

(Ermenrod), K. Geiß (Windhausen) und Gg. Rühl (Wallenrod). Kasse II, Bullen von 16 Monat bis 2 Jahr: 1. Preis Gemeinde Windhausen, 2. Preis Gemeinde Groh-Felda, 3. Preis die Gemeinden Stumpertenrod und Groß-Felda, 4. Preis Seim (Ehringshausen) und Sui. Weih (Rieder-Gemünden"). Klasse III Bullen älter als 2 Jahre: Zwei 1.Preise die Gemeinde Stumpertenrod, 2. Preise Wind­hausen und Groß-Felda. Klasse IV, ft al bin­nen: 1. Preise Bürgermeister Weisenbach (Ke­strich) und Ludwig Trebert (Romrod), 2. Preise K. Geiß (Windhausen) und K. Eckstein (Stum­pertenrod), 3. Preise ft. Schnell (Ermenrod), Bürgermeister Roth (Windhausen), Fr. Müller (Groß-Felda), Hch. Laux (Ober-Ohmen) und Karl Horst (Stumpertenrod). Klasse V, jüngere Kühe mit 1 bis 2 Kälbern: 1. Preis Lud­wig Trebert (Romrod), 2. Preis Karl Geiß (Windhausen) und Otto Geiß (Windhausen), 3. Preis Th. Schmidt (Ermenrod), Ed. Scharch (Windhausen), Karl Horst (Stumpertenrod) und Fr. Römer (Kestrich). Klasse VI, ä l t e r e K ü h e mit 3 und mehr Kälbern: 1. Preise Ed. Scharch (Windhausen), Karl Geiß (Windhausen) und Wilh. Triebert (Zeilbach), 2. Preise Sui. Seipel (Zeilbach). Karl Horst (Stumpertenrod), Otto Hofmann (Stumpertenrod) und Karl Rahr-- gang (Kestrich), 3. Preise Otto Hofmann (Stum­pertenrod), O. Köhler (Ober-Breidenbach), Karl Finkernagel (Köddingen), Hch. Seim (Ermenrod) und K. F. Günther (Köddingen). Dazu kamen zahlreiche 4. Preise und Anerkennungen.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 7. April. Das Stra­ßenbild unseres Kreisstädtchens hat durch die Neu Pflasterung der letzten Jahre sehr ge­wonnen, besonders durch die Umpflasterung des Marktplatzes. Die Arbeiten werden nächste Woche fortgesetzt, und zwar kommen zunächst die Stein- straße und Hintergaffe an die Reihe, die vollständig neu gepflastert werden. Die Kosten werden 30- bis 40000 Mk. betragen.

Starkenburg.

WS^. Darmstadt, 7.April. DerHessischen Landesztg." zufolge ist es der hiesigen Kriminal­polizei bereits gelungen, den Wormser Re - kord-Schafdieb fest zunehmen. Die Mel­dung von dem Diebstahl von 42 Schafen wurde zu­erst als Aprilscherz aufgefaßt. Der Täter brachte die Tiere nach Darmstadt, wo er sie unterstellte, um sie nach Frankfurt zu schaffen, um sie auf dem dortigen Viehmarkt zu verkaufen. Der Schafdieb, ein gewisser Karl L e i x aus Württemberg, wurde in das Untersuchungsgefängnis einaeliefert. Sämt­liche Tiere wurden wieder herbeigeschafft.

Weinheim, 7. April. (WSR.) Sn der letzten Bürgerausschußsihung wurde der Ab­schluß eines Vertrages mit der Stadt Mann­heim über die Lieferung von Gas (Gas­fernversorgung) einstimmig gutgeheihen. Danach verbinden Weinheim und Mannheim ihre Gas- werke durch eine 150-Millimeter-Derbindungs- leitung. Weinheim verpflichtet sich, seine eigene Gasversorgung einzustellen. Mannheim ver­pflichtet sich, alle von Weinheim* angeforderten Gasmengen bis zu 4 Millionen Kubikmeter jähr­lich zu liefern.

Preußen.

Der Frankfurter Flughafen.

WSN. F r a n t f u r t a. M., 8. April. Anläßlich )er heutigen Streckeneröffnung der Peut- ch e n Lufthansa A. G. waren die Vertreter der Frankfurter Presse gestern einer Einladung der Südwest deutschen Luftverkehrs A. G. zur Besichtigung der neuen Flugplatzanlagen gefolgt. Oberbaurat Uhlfelder, Direktor Gretz und Graf Beroldingen gaben einen lleberblirf über das feit dem vergangenen Herbst Geschaffene. Der Flugplatz, der früher etwa 2-5 Hektar groß war, ist zur Zeit auf 70 Hektar vergrößert worden und wird, nachdem die Kleingärten im Westen geräumt sind, demnächst einen Umfang von über hundert Hektar haben. Der Platz ist im Laufe des letzten Jahres von ungefähr 300 Notstandsarbeitern ausplaniert vordem Die früheren Wirtschaftsgebäude des Red. iocks sind in zweckentsprechender Weise zu einem Flughafen ausgebaut worden, in dem die Bureauräume, die Schalterräume für die Ausgabe der Fahrkarten, die Annahme von Gepäck für den Poftverkehr und dergleichen untergebracht worden

Der stellte das Weinglas nieder und sprach:

Ja, mir haben allerdings eine Persönlichkeit hinter Schloß und Riegel, die uns verdächtig er­scheint aber Mylord werden begreifen, ich kann darüber nichts sagen. Und jetzt bitte ich, mich emp­fehlen zu dürfen, ich habe Ihre Geduld ohnedies schon lange genug in Anspruch genommen."

Man kann Geheimagent und doch ein Gentle­man sein.

Wozu? Wir haben das ganze Haus von oben bis unten durchsucht und Frau Herzogin werden zugeben müssen, daß wir uns auf das Suchen ebenso gut verstehen wie wie nun, wie jeder andere. Wir haben nichts gefunden. Der Revierposten hat nur den Aufttag, bei feinen Patrouillegängen nach- zusehen, ob das Haus verschlossen ist. Das ist alles."

Interessant nicht wahr, Vater? Aber ver­zeihen Sie, Sir Walter, wir nützen da Ihre Lie­benswürdigkeit aus, lassen Sie sich trocken reden und bieten Jbnen nicht einmal ein Glas Wein an! Grace, Sir Walter wird sicher nichts gegen unseren Sherry einzuwenden haben."

Sir Walter hatte nichts einzuwenden. Der Sherry kam auch Gloria ließ sich ein halbes Glas reichen, das sie langsam, mit sichtlichem Be­hagen, ausschlürfte.

Lord Burnham nahm nun das Wort.

Hat man schon eine Ahnung, wer den Mord begangen hat?" fragte er.

Sein Besucher antwortete nicht gleich er war zufällig gerade damit beschäftigt, den alten, gold­gelben Wein bewundernd gegen das L'cht zu hal­ten. Wieder riß es an den Frauen! Bleich wurde die jüngere von ihnen bleich bis an die Lippen! Sn ihren Augen schimmerten verhaltene Tränen! Doch die Augen Glorias tiefdunkelblau, wurden fie jetzt in dieser Minute der Gefahr fast schwarz. Bittend und drohend zugleich legten sie sich auf das Gesicht Sir Walters.

her--! Alle! Aber was suchen Sie? Was? Das

soll mir eben die Herzogin sagen, wenn ich sie in dem Haus dort stelle! Oder--oder__11

Er packte seinen Hut und wollte Hals über Kopf davon.

Wohin?" rief Sir Arthur.

»Nach Westminster Hospital. Und wenn der Kerl, der Perkins, noch nicht reden kann, lasse ich ihn auk die Folterbank legen---

Ich muß sofort den Chauffeur Joe Perkins sprechen", fauchte er den Empfangsbeamten des Spitals an.

Der starrte den aufgeregten, jungen Mann, den er sehr gut kannte, fassungslos an.

Den Chauffeur? Aber Sir Waller den hoben Sie ja gestern selbst durch zwei Kriminalbeamte ab­holen lassen!"

Was Mann, sind Sie verrückt?"

Ich bitte um Verzeihung, Sir Walter, gestern vormittag erschienen zwei Männer, die sich als De­tektive auswiesen und erklärten, sie müßten in 3brem Austrage - jawohl, in Ihrem Auftrage, Sir Waller, den Chauffeur Perkins nach Scotland Yard bringen. Da er soweit wieder hergestellt schien, ließen wir ihn gehen."

Das haben Sie sehr klug gemacht!"

Es wurde sofort Generalalarm hinter Joe Per- tins erlassen. Doch Sir Waller gab den Befehl hier­zu nur, um fein Gewissen nach der formellen Seite hm zu beruhigen. An einen Erfolg glaubte er selbst nicht.

Joe Perkins war verschwunden.

Der ist sicher längst jenseits der Grenze!" schrie Str Arthur.

Ein schöner Trost!" knurrte sein Neffe.

2 3. Kapitel.

Hast du alles beforgt?" fragte Gloria am nächsten Nachmittage die Schwester, als diese nach Hause kam.

Grace wies ihre Einkäufe vor eine elektrische Taschenlatcrne, ein kleines, aber starkes Stemm- cifen, zwei Revolver samt Munition. Ryce baue richtig vermutet. Gloria war entschlossen, das Aeußerste zu wagen.

Sie hatte trotz ihrer Ungeduld den Besuch in Dem Hause^ auf Berkeley Square noch um oierund- Zwanzig Stunden verschieben müssen, da sie sich

selbst sagte, daß gleich am Tage nach dem Fieber auszugehen, Gott versuchen hieße.

So rüsteten sie sich also bei eintretender Dunkel- beit zu ihrem Gange, zitternd, kaum ihre Angst mei­sternd die eine, kalt, entschlossen die andere. Grace machte gar feinen Versuch, Gloria von ihrem Vor­haben abzubringen. Sie begriff nur, daß die Leute, die sie dietolle Herzogin" nannten, gar nicht wuß­ten, wie recht sie damit hatten. Aber dann__

bann--! Vielleicht gelang es doch! Vielleicht

sanden sie das Dokument, die Briefe---!

Lord Burnham war in seinem Klub. Die Schwestern waren also frei. Als es Nacht war, ver­ließen fie das Haus, nahmen auf Waterloo Place ein Taxi und ließen sich zum Berkeley Square fahren. Aus dem Schatten der Gebäude auf der anderen Seite von Carlton House Terrace löste sich eine dunkle Gestalt und eilte ihnen nach. Sie sahen den geheimnisvollen Verfolger nicht, wohl aber einen alteren, behäbigen Mann, der, feine Pfeife rau* nb, neben der York Säule stand, und einem plain cloth man, einem Zioildetektio von Scotland Yard ahn- lich sah wie ein Ei dem anderen. Er kletterte in ein drittes Taxi und fuhr hinter den beiden anderen her.

Hinter Devonshire House ließ Gloria ihren Wa­gen hatten. Sie stzegen aus und gingen langsam, Spaziergängerinnen gleich, längs des Gartengitters dem Hause zu. Der Abend war schön, der Himmel voller Sterne, und bie alten Bäume sahen heute gar nicht so finster und unheimlich aus wie an dem Regentage, da Gloria zum ersten Male ihren Weg hierher nahm. Doch still, beinahe verlassen lag auch beute ber Platz ein toter Arm des riesigen Lon­doner Verkehrs, der, wenige Minuten entfernt, durch Piccadilly brauste und brandete.

,Hast du schon darüber nachgedacht, wie du in das Haus hineinkommen willst?^ fragte Grace, als fie die Straße überschritten.

Nein, das weiß ich nicht. Aber hineinkommen muffen wir trotzdem!"

Sie warf einen raschen Blick nach rechts und links vor einem Hause weiter unten standen ein paar Dienstmädchen beisammen. Sonst niemand zu sehen ----

Gemächlich stieg sie die wenigen Stufen hinaus. Die Tür war verschlossen.

Laß uns umkehren!" flüsterte Grace.

(Fortsetzung folgt.)

Die tolle Herzogin

Roman von Ernst Klein. Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin.

sind immer recht zahlreich zugegen und freuen sich herzlich mit den Kleinen über deren Eifer und Geschick. Möge diese schöne Sitte in unserer Gemeinde erhalten bleiben.

00 21 us der We11erau, 7. April. Die Frühjahrssaat war, begünstigt durch die trockene Witterung, bis zu den Feiertagen voll­ständig beendet. Die ersten Aussaaten zeigen schon üppiges, gesundes Wachstum, das durch den warmen Sonnenschein sehr gefördert wird. Auch das W i n t e r g e t r e i d e hat sich von den Schäden des letzten Frostes gut erholt. Sein Stand läßt eine gute Ernte erhoffen. Die ersten Frühkartoffeln werden jetzt gesteckt. Die Frühsaaten im ©arten zeigen trotz der kal­ten Rächte und der fühlbaren Trockenheit einen guten Stand. Ostern brachte einen Blumenflor, wie man ihn kaum schon einmal zu dieser Sahreszeit erlebt hat. Auch Zwetschen, Kir­schen und Birnen standen im vollen Blüten­schmuck.

00 Nieder-Florstadt, 7. April. Von den 17 Hochwassergeschädigten, die An­spruch aus Entschädigung geltend gemacht hatten, bekommen vier eine Unterstützung. Die Mittel, die für diese Zwecke zur Verfügung stehen, scheinen sehr beschränkt zu sein. Bei der Zu­teilung durch eine Kommission wurde haupt­sächlich die Bedürftigkeit des Geschädigten, we- mget die Höhe des entstandenen Schadens be­rücksichtigt. Zugesprochen wurden einem Land­wirt 150 Mk., einem Arbeiter, in dessen Keller die Gewölbe gesprungen sind, 100 Mk. und zwei Arbeitern je 20 Mk. Von den CB au lüft i- 6 en kommen sechs für das S t a a t s d a r l e h e n in Frage. Es stehen aber nur 4000 Mk. zur Verfügung, die an zwei ausgegeben werden sollen. Die Auswahl der beiden Glücklichen wird sehr schwer fein, da sich alle verstärkt um den Zuschuß bewerben.

Kreis Schotten.

Laubach, 7. April. Die Kapelle ^opp aus Gießen hat hier imSolmser Hof" am zweiten Ostertag nachmittags und abends konzertiert und vielen Beifall gefunden. Aus Stadt und Umgegenb hatte der gute Ruf der Kapelle zahlreiche dankbare Zuhörer angelockt. Der gestrige Schwein e m arkt war aus nah und fern sehr gut befahren, der Auftrieb belief sich auf 247 Stück. Trotzdem waren die Preise ungewöhnlich hoch. Ferkel von 6 bis 8 Wochen kamen auf 48 bis 55 Mk. je Stück: solche von 8 bis 10 Wochen auf 55 bis 60 Mk. und darüber. Springer von gegen 3 bis 4 Monaten kamen bis zu 80 Mk. Gestern abend begann die erste Vorbereitung des Laubacher .Ausschuß- Feste s", des alten Solmser Ration al- festes, mit der Wahl desAusschuhhaupt- manns". Cs wurde Dachdeckermeifter Leder- mann gewählt. Der Laubacher Ausschuß geht urkundlich bis auf das Jahr 1540 zurück. Das diesjährige Ausschuß-Fest dauert vom 13. bis 15. Suni. Außerdem findet in diesem Sabre noch das Dezirkswetturnen mit volkstümlichen Hebungen am Morgen des 13. Suni. des ersten Festtages, statt.

Kreis Alsfeld.

Groh-Felda, 7. April. Zu dem gestrigen großen Prämiierungsmarkt waren die Bewohner des Vogelsberges in starken Scharen herbeigeströmt. Zur Prämiierung waren aufgetrieben: 24 Bullen, 26 Kalbinnen und rund 50 Kühe, alles erstklassiges Zuchtmaterial, so daß es der ftommission bei der Preisbewertung schwer wurde, das beste unter den guten Tieren herauszufinden. Der fträmermarft zeigte fein Dorkriegsbild, die ganze Stadt war eine einzige Reihe von Ständen, auch die Lauter­bacher Töpfer waren mit ihren berühmten Tip- perchen stark vertreten. Trotz des guten Wetters und der riesigen Besucherzahl war der Verkauf nicht groß: die Standbesitzer klagten über ge­ringe Einnahmen. Der Handel mit Großvieh ging schlecht, die Geldknappheit machte sich sehr fühlbar, es wurden nur zwei Bullen an Ge­meinden verkauft. Der S ch w e in e m a r k t zeigte eine sehr starke Anfuhr, hier ging der Handel flott; die Preise waren hoch, 6 bis 8 Wochen alte Ferkel kosteten 45 bis 50 Mk., ältere Ferkel 60 bis 70 Mk. Das Ergebnis der Prä­miierung ist: Klasse I, Bullen bis 16 Monat alt, 1. Preis, 20 Mk., Adam Werner (Rieder-Breidenbach); 2. Preis Karl Stein (Elpenrod) und S. C. Pfeffer (Dammer Hof); 3. Preis Albert Sehrt (Vadenrod), ft. Westrupp