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Kirche und Schule

Wege zum wirtschaftlichen Wiederaufstieg

Amtsgericht Gießen.

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] Wetzlar, 7. April. Die hiesige evan» gelische große Kirchenvertretung hat dieser Tage den Etat der Kirch en ge­meinde Altwetzlars verabschiedet. Au« den mitgeteilten Zahlen geht so recht die /ver­arm ung der ReligionSgesellschasten, besonder« der evangelischen Kirche, durch die 3n*

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeindea.

Gottesdienst der tfr. RettgtonSgesellschaft. Sabbatfeier, den 10. April 1926. Freitag abbß. 6.45, Samstag vorm. 8.00, nachm. 4.00, Sabbatausg. 8.00, Wochengottesdienst: morgens 6.30, abends 6.30.

20 Mark.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(2luS der »Radio-Umschau".)

Jtelfag, 9. April:

Contfaeiül.XegM» mintel. RtgenhMt ued Sport bcldeidMeg punmlat und W pri<nie*t, f. DiM, Herren und Küxicw.

weil diese während ihrer Abwesenheit nicht für die rechtzeitige Bezahlung der Fernsprechgebühren gesorgt hatten. Da die Deutsche Aeichspost unbe­dingt Wert darauf legen muh, dab die Fernsprech­gebühren auch bei vorübergehender oder längerer Abwesenheit der Teilnehmer rechtzeitig eingehen und die Abwesenheit (Reise) die Teilnehmer nrcht von der rechtzeitigen Zahlung der Gebühren entbin­det. empfiehlt es sich, entweder einen ausreichenden Betrag auf das Fernsprechgebührenkonto der Dermittelungsstelle einzuzahlen, oder diese (oder die Zustellpostanstalt) zu verständigen, wohin die Fernsprcchrechnungen während der Abwesenheit des Teilnehmers geschickt werden sollen.

" FernsprechverkehrundAund- f u n k w e s e n. Einem Bericht über die Tätig­keit der Deutschen Reichspost entnehmen wir. daß die Zahl der Hauptanschlüsse im Monat Februar weiter zugenommen hat. Bemerkenswert ist. dab die Intensität des Fernsprechverkehrs, gemeßen an der Zahl der Gespräche der einzelnen An­schlüsse, in den letzten Jahren wesentlich ge­sunken ist. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer hat im Februar um 75 391 zugenommen, und zwar betrug die Gesamtzahl der Teilnehmer am 1. März 1 184 236. Der durchschnittliche tägliche Zuwachs im Reich betrug im Februar 2693 Teilnehmer.

" Die Maul- und Klauenseuche ist neuerdings in Erda (Kreis Wetzlar) amtlich festgestellt worden. In Berstadt ( Kreis Bü­dingen), Friedberg-Fauerbach. Bönstadt, Ost­heim, Dorheim, Rodheim, Rieder-Florstadt, Holz­hausen. Büdesheim und Dorn-Assenherm (Kreis Friedberg). Burgsolms und Steindorf (Krers Wetzlar) ist die Seuche erloschen.

* Ausfallende Züge. Aus wirtschaft­lichen Gründen läßt die Reichsbahn vom 18. April ab auch im Direkttonsbezirk Frank- surt a. M. einige Züge ausfallen. Auf der Strecke G i e h e nK o b l e n z werden gestrichen: D. 127 Koblenz ab 10.11 Uhr vorm., Gießen an 12.26 Uhr mittags. D. 128 GiehenKoblenz Trier Giehen ab 5.44 Uhr nachm. Auf der Strecke F r a n k f u r tG i e h e nK affet kom- men in Fortfall: Pz. 771 Frankfurt a. M. ab 11.44 Uhr nachts, Giehen ab 1.55 Uhr früh. Pz. 778 Kassel ab 4.40 Uhr nachm., Drehen ab 8.56 Uhr abds., Frankfurt a. M. an 10.53 Uh nachts. Als Ersah für den Personenzug 771 wird an Sonn» und Feiertagen von Frankfurt a. M. bis Friedberg ein Personen- zuq gefahren, ab Frankfurt a. M. 11.05 Uhr nachts, an Friedberg 12.18 Uhr. (Warum wird nicht wenigstens dieser Zug bis Giehen durch- gesührt, damit von diesem Rotbehelf auch Dad- Rauheim, Butzbach und Giehen Borteil haben? D. Red.) Auf den oberhessischen Strecken G i e- henFulda und Gieh enGeln hausen sind Einschränkungen vorerst nicht ins Auge

11.3012.30 Uhr: Sonderkonzert für die Main­zer Funkausstellung: Walzer vom Rhein. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend:Erzählungen un­serer großen Meister", vorgetragen von Lehrer Otto Metzler:Reinecke Fuchs, der Erzschelm" (für Kin­der vom 9. Jahre ab). 4.205.20 Uhr: Hausfrauen- Nachmittag. Programm il a.:Erziehung unserer Kinder durch Arbeit und zur Arbeit", Dortrag von Lehrer Karl Stricker. 5.206.10 Uhr: Übertragung von Darbietungen der Mainzer Funkausstellung. 6.156.45 Uhr:Die Wirtschaftscheorie» oom Mer­kantilismus bis zur Gegenwart V: Das Zeitalter des deutschen Imperialismus", Vortrag von Dipl.» Handelslehrer E. Beyer. 6.457.15 Uhr: Funkhoch­schule Frankfurt. Vortrag:Bergson" (Intuitives Erfassen des Lebendigen), Vortrag von Dr. F. Heinemann. 7.157.35 Uhr: Zwanzig Minuten Um­schau über die Fortschritte in Wissenschaft und Tech­nik, oorgettagen von Jng. Randewig. 7357.45 Uhr: Film-Wochenschau. 8.159.15 Uhr: Gastspiel Resi Langer-Berlin: Bängelsang und Moritat. 9.15 bis 10.15 Uhr: Tanzstunde in Alt-Frankfurt.

Schlimme Erfahrungen machte ein Gefreiter der hiesigen Reichswehr mit feinem Einspruch gegen einen Strafbefehl, durch den er wegen Derunrelm. gung der Straße zu einer Geldstrafe von 10 Mk. verurteilt worden war. Er bestritt mit aller Ent- tVSen SkerÄnk I l«dt die ihm zur Last gekate tat, wutbt aber L?hen ha?mir ein armes durch Zeugenaussagen einwandfrei überführt. Mit h h e arme5 Rücksicht auf die Frivolität seines Einspruchs erhielt

er statt der Geldstrafe von 10 Mk. eine solche von

gefaßt.

* Konfirmation. Am zweiten Dfterfeier» lag wurden in der hiesigen Johanneskirche die Kon- sirmanden aus der Johannesgemeinde einaefegnet. Es waren 122 Kinder, und zwar 59 Knaben und liö Mädchen.

Das erfte Frühjahrsgewitter in diesem Jahre hatten wir gestern abend gegen sechs Uhr zu verzeichnen. Die atmosphärische Entladung trat in unserer Stadt allerdings nur in schwachem Umfang auf; in der Hauptsache war sie westwärts gerichtet. Sie brachte uns nach kurzem starken Sturm einen leichten Regen, der den jungen Saaten und dem ersten 23aumgrün recht wohlgetan hat. Jrn Laufe der Nacht trat erneut leichter Regen ein, der jedoch nur von kurzer Dauer war. Eine mäßige Weiterarbeit der himmlischen Gießkanne wäre für die Aussaat wünschenswert.

** Spaziergängerwege sind nicht für die Radfahrer da! Das mögen sich na­mentlich die jugendlichen Radler beiderlei Geschlechts merken, die jetzt in großer Zahl Herumgondeln und habet eine besondere Vorliebe für den Wiesenweg oom Gericht zum Philosophenwald, für den Trieb, manche Waldwege usw. bekunden. Auf diesen Wegen rsi das Radfahren verboten. Wie wir hären, soll künftighin dort strenge Aufsicht geübt werden, und wer von den Stahlroßreitern da auf verbotenen Degen erwischt wird, der kann mit einem gesal­zenen Strafmandat rechnen.

* Hütet den Wald! Das Kreisamt Dießen weist im neuesten Amtsverkündigungs- blatt darauf hin, daß es unstatthaft tst, im Walde oder unmittelbar am Waldrande Feuer «mzuzünden. Rach dem Forststrafgeseh darf erst in einer Entfernung von 100 Meter vom Wald- ianbe Feuer gemacht werden. Beim Derlassen Don Lagerstätten ist unter allen Umständen darauf zu sehen, daß Feuer ausgelöscht, Pa­rier, Holz und andere Abfälle sauber weg­geräumt werden. Ein Lagerplatz darf nicht in finem Zustande zurückbleiben, der Anstoß er­regt. Ferner sollte streng darauf geachtet wer­den, daß die Jugend sich beim Schmücken mit Reisern, Laub usw. in vernünftigen Grenzen hält. Aufgabe der Erwachsenen und Derstän- digen ist es, dafür zu sorgen, daß unser schöner Wald nach diesen kurzen Richtlinien behütet wird.

* * Personalien. Ernannt wurde die Kanzteigehitfin Marie Poths aus Gießen mit

können.

Worin muß und soll nun diese Hilfe bestehen? Die Selbsthilfe der Wirtschaft muß sich zum obersten Ziele die Vereinfachung und Verbilligung des ganzen Produk­tionsprozesses sehen, die dann von selbst ohne staatliche Preiskontrolle den so stürmisch

Wirkung oom 1. April an zum Kanzlisten an der Universitäts-Hautklinik in Gießen.

** Deutscher 61 ä b t e t a g und Sport. Dasimmer wichtiger werdende Sportwesen" hat auch die Aufmerksamkeit des Deutschen Städtetages auf sich gezogen, der in feiner jüngsten Vorstands- sihung folgenden interessanten Beschluß faßte:Zur Forderung des immer wichtiger werdenden Sport­wesens sind mindestens in allen größeren Stabten besonbere Ausschüße ober Deputationen, an betten auch bie Vertreter ber Sportoerbänbe zu beteiligen sind, zu hüben. Für bie Besetzung der teuren Sport­plätze sind ebenso wie bei Besetzung ber Turnhallen die Selbstkosten ben denutzenben Derbänben in Rechnung zu stellen."

* Warnung vor der Fremden­legion. Infolge der augenblicklich herrschenden starken Arbeitslosigkeit und zum Tett auch aus Abenteuerlust melden sich in der letzten Zeit viele Deutsche, vorwiegend Jugendliche, freiwillig zur französischen Fremdenlegion. Dor diesem folgen­schweren Schritt kann nicht eindringlich genug gewarnt werden. Die Schäden, bie die Ange­worbenen in der französischen Fremdenlegion erleiden, sind außerordentlich groß. Rach Ab­leistung ihrer fünfjährigen Derpflichtung kommen die Fremdenlegionäre meist als kranke und ge­brochene Menschen in die Heimat zurück. Ein Fluchtversuch in der Legion wird stets mit min­destens drei Jahren Zwangsarbeit bestraft. Diese Strafzeit muß zudem nachgedient werden. Die berufenen Vertreter der Jugend können sich den Dank vieler Eltern erwerben, wenn sie in ihren Kreisen auf die Heranwachsende Jugend ein­wirken und diese vor unbesonnenen Schritten in dieser Hinsicht bewahren:

* Die Bezahlung der Fernsprech­gebühren während der Reisezeit. Don postalischer Seite wird mitgeteilt: Während der vorjährigen Reisezett sind in einzelnen Fäl­len bei der Begleichung der Fernsprechgebühren Unzuträglichkeiten für den Post-Betrieb und Weiterungen mit den Teilnehmern entstanden,

Die Inbustrie - und Handelskammer : Gießen legt jetzt ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 1925 vor. In bem einleitenden AbschnittAll­gemeines" lesen wir folgende Ausführungen:

Die deutsche Volkswirtschaft war in das Jahr 1925 schon mit nicht zu hoch gespannten Hoffnungen und Erwartungen ingetreten, aber nicht einmal diese haben sich erfüllt.

Die wirtschaftliche Lage hatte vielmehr gegen Ausgang des Jahres einen Tiefstand erreicht, wie kaum je zuvor. Die Zahlen der Konkurse, Geschästs- aufsichten, Wechselproteste und der Arbeitslosen redeten eine gar zu deutliche und erschreckende Sprache. Nun liegen ja wohl die Wurzeln der deut­schen Wirtschaftsnot im Versailler Diktat mit seinen mannigfachen Auswirkungen, doch hätte immerhin die Möglichkeit bestanden, die schwerste aller Kredtt- und Absatzkrisen, bie jemals über bie beutfche Volks­wirtschaft gekommen ist, in ihren Wirkungen etwas zu milbern, wenn mehr Einficht in die Lebensnotwendigkeiten der deutschen Wirtschaft, mehr Verständnis für die großen wirtschaft­lichen Zusammenhänge und nicht zuletzt mehr E r n st für die so ungeheuer schwierige außen- und innenpolittsche Lage Deutschlands bestanden hatte. In dieser Hinsicht haben es aber Reich, Länder, Ge­meinden und das deutsche Volk selbst in allen seinen Schichten bedauerlicherweise vielfach fehlen lassen. Es ist wohl unendlich viel über bie deutsche Not ge­redet und geschrieben worben, aber all ben gewiß gut gemeinten Worten ist die mutige und be­freiende Tat nicht nachgefolgt. In völliger Ver­kennung der Dinge ist sogar vielfach die Behauptung aufgestellt worden, daß bie gegenwärtige Wirt­schaftskrise eine Reinigungskrise sei, bie für ben tod­kranken Körper der deutschen Volkswirtschaft nur heilsam sein könne. Wer so spricht, dem mangelt es eben an der klaren Einsicht und dem nötigen Ernst oder gar an dem guten Willen, ehrlich einzugestehen, daß das, was sich heute vor unseren Augen voll­zieht, keine Gesundungskrise, sondern ein Ver­nich t u n g s p r o z e h auch der noch gesunden und starken Kräfte im deutschen Wirtschaftskörper ist, und daß dieser völlige Verfall der deutschen Volkswirt­schaft zu ben schlimmsten Folgen für die gesamte europäische und darüber hinaus für die Weltwirt- chast führen muß. Ganz gewiß darf nun die Wirt- chast nicht ihre einzige Hoffnung auf Rettung aus dieser Not auf ben Staat setzen, sonbern sie muß vielmehr versuchen, aus eigener Kraft aus dem wirtschaftlichen Elend herauszukommen; wohl aber können und müssen Reich, Länder und Gemeinden diese Anstrengungen der Wirtschaft durch geeignete Maßnahmen tatkräftig uny wirksam unterstützen. Fingerzeige, in welcher Richtung diese staatliche Förderung sich zu bewegen hat, sind genug gegeben worden. Es sei nur beispielsweise an die Stuttgarter Rede des Reichspräsidenten erinnert, ber bort mit warnender Stimme es als tiefbebauerlid) bezeichnet hat, wenn man bie deutsche Wirtschaft sich erst zu Tode laufen lassen wollte, bis die maßgebenden Stellen sich zu ber Erkenntnis burchgerungen hätten, daß der Fiskalismus, der heute die gesamte öffentliche Verwaltung wie ein roter Faden durch­zieht, den Tod ber Volkswirtschaft bedeutet.

Also Selbsthilfe der Wirtschaft und Hilfe des Staates müssen Hand in Hand gehen; freilich darf man nicht sofortige Besserung der wirtschaftlichen Lage erwarten, sondern nur in zäher, hingebungsvoller und vor allem von höchster Verantwortung getragener Arbeit wird man das gestrandete deutsche Staatsschiff wieder flott machen

öd> der DamenveretnGabelsberger" eröffnen am Mm tag, 19. April, abends 7 Uhr, in der Dezirks- schule (Westanlage) einen Anfängerlehrgang für Damen und Herren. Ein Fortbildungskursus be­ginnt am gleichen Tage abends 8 Uhr. Räheres siehe heuttge Anzeige.

verlangten Preisabbau zur Folge haben wirb. Auf welchen Wegen bieses Ziel zu erreichen ist, muß Ausgabe und Gegenstand ernster Erwägungen der Wirtschastskreife selbst und ihrer berufenen Organi­sationen fein. Für die staatliche Hilfe muß die Beseitigung aller He m m u n g e n u no i Während vor dem Kriege da»

Wider st ände, welche heute noch dem wirtschaft- I einzelnen Pfarrkasten «in

liehen Wiederaufbau bewußt ober unbewußt ent- > ------ - «-------- ,OA nnT1

gegengeftellt werden, Zielrichtung fein. Und da ift als erstes zu fordern, daß die Reichsregierung fein Mittel unversucht läßt, um eine Herabsetzung der Reparationslasten in einer für bie Wirtschaft trag­baren Hohe zu erreichen.

Als zweite wichtige Forderung auf außen­politischem Gebiete muß die Wiederher­stellung geordneter Hanbelsbezie. Hungen zum A u s l a n d e , wie sie vor dem Kriege bestanden haben, ausgestellt werden. Es sind

Eine Sitzung des Provinzial- ausschusfes der Provinz Ober Hessen findet am kommenden Samstag, 10. April, vor­mittags 8.30 Uhr beginnend, im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen mit fol­gender Tagesordnung statt: 1. Klage der Emma König zu Selters gegen das Kreisamt Bü­dingen auf Aufhebung des Bescheids wegen Der- iagung des Wandergewerbescheines für 1926. 2 Antrag des Kreisamts Gießen auf Unter- aquna des Gewerbebetriebs des Trödlers Peter 5> zu Gießen, Bahnhofstraße 20. 3. Ge­meinderatswahl zu Lewhecken; hier: Berufung

Dr. Ricolay in Leidhecken gegen Daß Etrtcil des Kreisausschusses des Kreises Büdin- en vom 5. Dezember 1925. 4 Klage beß > med. Max Oppenheimer in Fried- 1 - r g gegen die Stadt Friedberg wegen An­forderung einer Gebühr durch das Städtische Wohnungsamt. .

" Lustpost Frankfurt Grehen Dassel. Das Postamt schreibt uns: Die Luft- prsi FranlfurtGießenKassel wird auch Dorn' Postamt Giehen zur Beförderung von Luftpost­sendungen benutzt werden. Zugelassen sind ge­wöhnliche und eingeschrieben« Briefsendungen je­der Art und gewöhnliche Pakete, die in keiner Ausdehnung"60 Zentimeter überschreiten. Alle Luftpostsendungen müssen die deut­liche BezeichnungMit Luftpost oderMit Flugpost" tragen. Die Luft- Postgebühren, die neben den gewöhn- . lichen Postgebühren zu enttichten sind betragen für Postkarten und für Briefe brs 20 Gramm: 10 Pf., für Pakete bis 1 Kg.: 2 Mk. Die für schwerere Sendungen nach der Gewichtsabstufung zu entrichtenden Luftpost- gebühren sind bei den Postanstalten zu erfahren. Es empfiehlt sich, die Luftpostsendungen ganz oder teilweise (neben den gewöhnlichen Post­wertzeichen) durch Luftpostmarken freizumachen, ian sie besser zu kennzeichnen. Die Sendungen Nüssen beim Postamt 1, Bahnhofstraße, für die Flüge nach Kassel spätestens um 9 Uhr vor­mittags, für die Flüge nach Frankfurt a. M. spätestens um 12'/° Uhr nachmittags vorttegen.

ganz erhebliches war, sind Heuer nur 130 MI. als Zinsen vom Dermögen eingesetzt. Schwer ge­schädigt wurde die Gemeirwe u. a. durch bie zwangsweise Enteignung großer Ländereien für Wohmsiedelungen. deren Wert durch die Infla­tion ganz vernichtet worden ist. Der Etat, der in Einnahme und Ausgabe mit rund 47 000 Mk. abschlieht, basiert daher auf dem Ertrag an Kirchensteuern, die wieder mit 15 Proz. zur Erhebung kommen sollen. Don dies«n w,.-. , Betrag sind allein mehr als di« Hälfte für

wohl beachtenswerte Anfänge in dieser Beziehung provinzial- und landesttrchüiche Zwecke abzusüh- gemacht worden, aber sie haben nicht immer flu bem I reTtj sodaß für die Bedürfnisse der Gemeinde gewünschten Ziele geführt, und auch nicht fuhren s^'st wenig übrig bleibt. Dabei ist bei der können, weil es an einem für bie Handelsvertrags heutigen schlechten Wirtschaftslage noch mit Verhandlungen geeigneten Instrument, nämlich einm großen Ausfall an Steuern zu rechnen einem Zolltarif, bisher gefehlt hat. Hierbei dürfen beider konnten bei dieser schwierigen Lage keine dir deutschen Unterhändler Schlagwörtern wie Summen für die weitere Wiederherftel- Freihandel" auf ber einen Seite unb lung der unteren Stadtkirche eingesetzt

zoll" auf ber anberen Seite keinerlei Gehör schen- werben, Heren Dach wenigstens ifn vorigen Jahre ken, sondern das allgemeine Wohl der deutschen erneuert werden konnte. So wird diese Volkswirtschaft muß bie alleinige Richtschnur für ihr ^srche, wie feit mehreren Jahren, weiter als Hanbeln fein. v v Ruine stehen bleiben müssen,

Auf innerpolitischem Gebiete sind es der Wünsche gar viele, deren recht baldige Ersullung eine Notwendigkeit ist, wenn die Wirtschaft wieder erstarken unb Deutfcfjlanb bie alte Grobmachtstellung , - Gießen, 6. März. Ein vielfach vorbestrafter

wieder einnchmen soll.D e r G e i st t ,t e s , o e r <BätferQe(ege nU5 Frankfurt a. M. rief vor einigen sich den Körper baut , biefe JunA°mP(l°1le Wochen einen hiesigen Fabrikanten telephonisch an, Wahrheit muß wieder Leitstern auch für die Gesetz- ^chen eines hiesigen Pfarrers bei

gebung und Verwaltung im Jnnern werden. Wir frug> ob ber Fabrikant nicht bereit sei, eine meinen jenen Geist, der sich frmacht von der 3ur Reise eines in Rot befindlichen jungen

heute unser ganzes öffentliches Leben durch m d m der sich an ihn, den Pfarrer, gewandt habe, zersetzenden ft a a f o j i,cilrMJen Ged°n ^'^ch^erlln zu geben. Der junge

e n m e l t bie iebem S^^burger ein verbrieftes ^Qnn ftGmmc ÜU5 einem in der Nähe gelegenen Recht auf Arbeit und Lebensunterhalt gibt, die un- ,eim? Familie habe früher zu der Firma des sere Parlamente 'N Reich, ^dern und Gemeinden 5r^rifanten in näheren Beziehungen gestanden, beherrscht unb es deshalb nicht dazu kommen Iah, ^ochbem letzterer über die Familie des jungen dak die Gesetze ""d Verordnungen trs. von Rrannes bei seinem Werkmeister Erkundigungen ein­allen parteipolitischen Gesichts punk. |anbte er tatsächlich 10 Mk. an einen

t c n unb n u r bi ft tert von bem 9 Pfarrassistenten, bei dem sie dann ber Bäckergeselle mein wohl geschafsen .^rden. Die Ersullung Spätere Rückfragen des Pfarrassistenten,

dieser Grundforderung ?^dann folgenchtig DQn bem gan3en Sachverhalt keine Ahnung hatte, und automatisch die.Derw'rkllchuny^aller andere bej bem ^farrer deckten den Schwindel auf. Es ge- £0^9, welche bie Wirtschaft 'M Interesse der Bäckergesellen, der natürlich gar nicht nach

Gesamtheit zu stellen hat, »ach sich Ziehen als da « gefahren war, festzunehmen. Dieser hat sich sind: eine wesentliche Verminderung der Betrügereien ähnlicher Art in anderen

Ausgaben m ^ich' Ländern unb Albten zuschulden kommen lassen. Da er nach dem

der unerträglichen Steuerlasten, ber Joralen Av- sackoerständiqen Gutachten des Gerichtsarztes etwas gaben, ^r Eifenbahnfrachtem der Gebuhr^ schwachsinig 'ist, wurde er trotz feiner vielen Vor- Zo.st und Telegraphie und schließlich . strafen wegen Rücksallsbetrugs unter Annahme m l-

d--nd»Umst°nd- 3u «M°na,en @efan9n,5 nisvollen Lohn- und Tarifpolitik ber I öerurteiu. . .... .

Gewerkschaften, über welche der Staat immer noch feine schützende Hand hält. Aber noch eines, und wahrhaft nicht als letztes, ist notwendig und kann nicht oft und scharf genug gefordert werden: Das deutsche Volk muß wieder zur Einfachheit und Sparsamkeit .......

muß Allgemeingut werden, daß wir ein armes Volk geworden sind, unb daß keine Volksschicht für sich den Anspruch darauf erheben darf, seine Lebenshaltung so wie vor dem Kriege zu gestatten. An dieser allgemeinen Erkenntnis mangelt es aber leider noch gar sehr, und darum muß das Volk durch strenge Mittel dazu erzogen wer­den. galten aber erst Einfachheit und Sparsamkeit von neuem Einkehr im deutschen Volke, dann wird auch die Kreditnot, unter welcher die gesamte Wirt­schaft so sehr leibet, roieber allmählich behoben.

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Schule

iernudeln gibt» gar riete doch die betten dind tVn