9. Fortsetzung.
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Frau. Nie redete auch Julie von ihren Sorgen. Um allgemeine Nichtigkeiten drehte sich das Gespräch.
Bis Bernhard Carsten sagte:
„So kommen wir nicht weiter, Julie."
Julie wandte das Antlitz zur Seite. Auch im Freien sah sie blühend aus. Frische Röte lag auf ihren Wangen, hell leuchteten die klaren Augen.
Zweiundzwanzig Jahre, staunte Carsten in Gedanken. „So nicht", wiederholte er.
„Weilerkommen? Was wollen Sie damit sagen, Bernhard Carsten?"
„Ich ersticke. Julie. Ich brauche einen Menschen. Id, brauche Sie." Als ob sein Gehpelz viele Zentner wöge, hob und senkte er die Schultern. „Und auch Sie, Julie: auch Sie können mich vielleicht brauchen. Sagen Sie nicht nein. Ich weiß es. Deshalb muß zwischen uns nicht von Geld die Rede sein. Das wird sich schon anderswie regeln lassen."
„Ich verstehe Sie noch immer nicht", sprach Julie betroffen. Ahnte der Mensch, daß sie nun das drittemal nicht hervorbrachte, weswegen sie eigentlich gekommen war? „Anderswie regeln lassen?" Verwundert und doch sonderbar erregt schüttelte sie den Kopf.
Carsten sah einer Krähe nach, die sich lärmend Still saß Carsten in der anderen Ecke.
„Es ist schön, so zu fahren", sprach er endlich.
„Sehr schön, Bernhard Carsten. Ich danke Ihnen."
Julie hatte die Lider geschlossen. Das geräuschlose, weiche Gleiten rief Bilder um Bilder. Genau so war es, als man im eigenen Auto durch die Welt fuhr: abgeschlossen von den anderen und doch mitten unter ihnen,, fern der Zeit und dock) fort- getragen von der Zeit. Sicherheit, Reichtum, Luxus: alles war in der Möglichkeit enthalten, nach Belieben in seinen Wagen zu steigen und zu fahren, wohin man wollte. Oder nur zu fahren, wie jetzt: ohne Ziel, ohne Absicht, ohne Sinn: nur zu fahren, damit man spürte: diese 60 Pferdekräfte sind da: dieser emsige Motor pocht: dieser fremde Mann da vorn verliert sein Brot, wenn die Nerven ihn für einen Augenblick verlassen. Und alles für nichts, alles nur dem Gefühl zuliebe, das ohne Namen im Blut kreist und den Körper matt und zufrieden macht.
Und das gab es auch jetzt. Andere herrliche Autos jchwirrten vorüber, andere Menschen mit der gleichen süßen Müdigkeit fuhren vielleicht ebenso
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Schwarzkopf schüttelte sich unwillig. Zum drittenmal an diesem Abend sagte er: „Banko!"
Wieder gewann der Grieche. Die Steine an seiner schmalen Hand blitzten, während er die Chips zählte. Niemand wollte weiter pointieren. „Die Reihe ist an Ihnen, Monsieur", sprach der Mar- quis, von dem alle bezweifelten, daß er wirklich ein Marquis war.
Schwarzkopf übernahm die Bank.
„Zwanzigtausend Lire."
Fünf Minuten später war der Einsatz verloren. „Einen Augenblick, bitte."
Schwarzkopf zog Kreuth beiseite. Schon nach den ersten Worten griff Kreuth nach seiner Brieftasche. Genau zählte er den Inhalt, die Stirn gerunzelt.
„Bis morgen", sagte Schwarzkopf. „Rund neun» zehntausend, einschließlich Zinsen." Er lachte und' kniff ein Auge zu. Die Zigarette im Munde, kaufte er neue Chips.
Der stiernackige Agramer Apocheker hielt die Bank mit Glück. Vorsichtig pointierte der Mar- quis. Zärtlich betrachtete der Grieche seine wunderbar gepflegten Hände. Dann und wann riskierte der ungarische Journalist einen Satz.
„Fünfundzwanzigtausend", sprach der Apotheker gelassen.
Schwarzkopf lächelte dünn. Mit großartiger Ruhe legte er seine goldene Zigarettendose neben die Chips. „Wenn es genügt —"
"Es genügt", versicherte der 2lgramer sachlich.
„Banko."
Tchwarzkopf hatte wieder verloren. Einen Mo- ment starrte er geistesabwesend ins Leere. Dann schob er Chips und Zigarettendose von sich. „Merci, Messieurs." Er verbeugte sich und -Hing, Ohne ein Wort blieb Kreuth an seiner Seite. Glühende Nadelspitzen marterten sein Herz.
„Ich muß mich ausschlafen", sagte Schwarzkopf vor dem Hotel. Schamlos gähnte er. „Morgen ist der große Tag in San Remo. Ein Vermögen habe ich auf Bellini liegen. Hoffentlich steht der Gaul die Distanz durch. Umständlich schneuzte er sich in sein parfümiertes Taschentuch. „Gute Nacht, Baron." Seit sie auf Reisen waren, hatte er Kreuth zum Baron gemacht.
(Fortsetzung folgt.)
Das große Würfelspiel
(Markina Wilemar.)
Roman von Franz Xaver Kappus.
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ins Blaue. Wie nahe alle die Fernen und Fremden einander standen: in diesem Moment auch ihr, Julie Wilemar, der Gattin des falliten Geschäftsmannes Ernst Wilemar. Was bekümmerte es sie, daß der Schein trog? Sie wollte belogen sein. Plötzlich strömte die Empfindung aller Zusammengehörigkeit zu Carsten hinüber. Nur ein klein wenig hätte es kommen müssen: und an seiner Seite führe sie jetzt durch das Leben. Julie seufzte schwer. Nicht langer ließ sich die Wirklichkeit fernhalten. Das Auto stoppte.
Lorenz hatte seine Sache gut gemacht. In großem Bogen war er über den Reichskanzlerplatz und die Kronprinzenallee bis Dahlem gefahren. Nun stand er am Schlag und bat um weiteren Befehl.
Julie starrte in die Dunkelheit hinaus. Vereinzelte Lichter blinkten in der Ferne. Ein matt orangener Himmel leuchtete über Berlin. Kalter Wind stieß in den Wagen.
„Ecke Kurfürstendamm-Bleibtreustraße!" sprach Julie ernüchtert.
Das Auto zog an. Villen und Gärten wuchsen aus der Finsternis und versanken. Bald flog hellster Tag beiderseits der angelaufenen Scheiben vorüber. Bebend stand der Wagen an den Kreuzungspunkten bis die Ueberfahrt frei war.
Die ganze Zeit hatte Carsten kein Wort gesprochen.
„Nun sind wir doch nicht weiter gekommen", jagte Julie und wandte ihm das Antlitz zu. Halb- offen waren ihre Sippen.
Carsten bohrte seinen Blick in den ihren.
„Wann fahren wir wieder so los?"
Julie lächelte: „Bald."
Tastend suchte er ihre Hand. Er nahm sie hoch wie einen kostbaren Gegenstand, hielt sie sekundenlang vor das Gesicht und drückte sie mit der Rückenseite an seine Wange. Seine Zähne knirschten.
Einen Herzschlag später stand der Wagen.
Der Kurfurstendamm brauste im abendlichen Leben. Mensch an Mensch drängte sich auf dem Gehsteig.
3ulie stieg aus. Zwei große, blaue Augen waren das erste, was sie im Strom der Passanten erblickte.
Es waren die fragenden Augen Martinas.
. VIII.
Benno von Kreuth beugte sich zu Schwarzkopf hinab. Kurz flüsterte er ihm etwas ins Ohr. Doch
Doktor Morell — was für eine Gattung Mensch mar das? fragte sich Carsten. Wie lebte, was trieb der Mann? Welchen Beruf hatte er? Stand er t allein in der Welt, hatte er Frau und .Kinder? i Schier unmöglich schien es, den Menschen in die Gemeinschaft der anderen einzureiben. Wie aus *■ allen Zusammenhängen herausgehoben, lebte fein * Bild in der Erinnerung: ein Starker, Eigener, 1 Unbedingter hatte in den Augenblicken zwischen Leben und Tod unerbittlich wahre und sichere Worte gesprochen. Dieser Doktor Morell bedeutete Kraft, Ruhe, Ueberlegenheit. Diesen Doktor Morell mußte man in der Nähe haben. Diesen Doktor Morell mußte man wiederfinden.
Bernhard Carsten setzte einen kleinen Apparat in Bewegung, um den Mann auszuforschen. Er sollte ihm Genosse werden. Aber die Nachrichten liefen nur spärlich ein. In Berlin gab es nicht einen Menschen gleichen Namens. Die Meldungen aus ' dem Reich ließen auf sich warten. Es war eine langwierige 2lrbeit, die das Jnformationsbureau nur ungern auf sich genommen hatte.
Immer wortkarger wurde Bernhard Carsten. Leer und einsam rollten die Stunden abseits des Bureaus. Auf einmal genügten die Menschen von früher nicht mehr. Soweit sie nicht abgefallen waren, bewegten sie sich, wie durch Gitter getrennt. Ähre Neugierde schnitt Fratzen, ihre Fragen schmerzten. Alle gemeinsamen Bezirke waren verschüttet. Keine Brücke führte herüber.
Carsten erinnerte sich Julies.
(fr klingelte sie an und fragte nach ihrem Befinden. Tags darauf traf er mit ihr zusammen. Die Zusammenkünfte wiederholten sich. Immer waren es nur wenige Minuten. Einmal kam Julie in die Mauerstraße, einmal begegneten sie einander bei Hilbrich, einmal spazierten sie durch den verschneiten Tiergarten. Jedesmal stand etwas Fremdes, Unausgesprochenes zwischen ihnen. Kein zweitesmal hatte Carsten ihrer einstigen Beziehung Erwähnung ge- tan. Aber sein Herz erschauerte in der Nähe der
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Pfarrer Panhoff, Hemmerde, fchreibt am 24. Teaember: „Nagut hat sich glänzend bewährt. Für den Winter kenne ich kein besseres Eierprodukiionssuiier als Nagnt."
Siadlrat Dr. Greverus, Schönebeck (Elbel, schreibt: „Habe mit Ihrem Nagut hervorragende Resultate (viele Winter» eien enielt usw."
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Nagut-Hundekmchen den er gern frißt, auch wenn Sie ihn verwöhnt haben. 8199V
Frau B. Nobrecht, Köln-Deutz, schreibt: „Wenn ich meiner deutschen Dogge kein Nagut gebe, frißt sie mit die Haare vom Kopfe. Dreine Dogge litt ohne Rizinusöl an Verstopfung und seitdem ich Nagut lüttere, hat sich dieses Uebel verloren".
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