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vber der Tschechoslowakei irredentistische Ziele verfolge.

läinige Kundgebungen des Führers der flo- watilchen autonomistischen Dolkspartei, Hlinka, vor seiner Abreise zum eucharistischen Kongreß nach Amerika sind von Interesse. Er wandte sich sehr lebhaft gegen die auf Losreihung der Slo- watei vom tschechoslowakischen Staate gerichteten Bestrebungen, beharrte jedoch hierbei auf der Idee der Autonomie der Slowakei. Das Organ der slowakischen VolksparteiSlowak" forderte in den letzten Tagen die Beseitigung aller tsche­chischen Bücher aus den slowakischen öffentlichen Büchereien. Gelegentlich der heurigen Husseier- lichkeiten sollen diese tschechischen Bücher auf Scheiterhaufen öffentlich verbrannt werden.

Dlättermeldungen zufolge werden an dem Prager Sokolkongreh weder Kroaten und Slo­wenen, noch auch die Polen teilnehmen. Den Grund hierfür sollen die antikatholischen Hus- feierlichkeiten bilden. Der polnische Sokolverband ist römisch-katholisch und .sein Präsident Graf Zamoysik ist Inhaber des päpstlichen Ordens Pro Ecclesia et Pontifice. Auch unter den katholischen Lausitzer Wenden sollen infolge der Husfeicrlichkeiten, die einen Teil des Svkol- kongresses bilden werden, Meinungsverschieden­heiten betreffs der Beteiligung herrschen. Das Gleiche hört man aus italienischen Kreisen.

Hessischer Landesverein vom Roten Kreuz.

* Darmstadt, 4. Ium.

Der Hessische Landesverein vom Boten Kreuz hielt heute vormittag im Gar­tensaal derBereinigten Gesellschaft" unter dem Vorsitz des Geheimen Regierungsrates von Hahn seine Hauptversammlung ab. Dieser begrüßte die Vertreter der Regierung und verschiedener Behörden, die bei der Tagung ver­treten waren.

Der Vorsitzende erstattete sodann den Ge­schäftsbericht, worin u. a. ausgeführt wurde: Wenn ich über unsere Tätigkeit während der vergangenen zwei Jahre seit der letzten Haupt­versammlung am 14. Dezember 1923 berichte, so kann ich feststellen, daß während dieses Zeit­raums ein langsamer Wiederaufbau un­serer Organisation und ein erfreuliches Wiedererstarken vieler Zweigver­eine und besonders der Freiwilligen Sanitäts­kolonnen ßu bemerken ist. Freilich haben wir den Mitgliederbestand vor und während des Welt­krieges noch lange nicht wieder erreicht, und es wird noch langer und zäher Arbeit bedürfen, bis wir sagen, daß wir unseren Aufgaben, in jeder Hinsicht gewachsen sind. In dem Bericht wurde u. a. weiter erwähnt, daß sich im April 1924 ein Landesausschuh Hessen für das Zu­sammenwirken der gewerblichen Berufsgenossen - schasten mit den Vereinen vom Roten Kreuz auf dem Gebiete der ersten Hilfe mit dem Sitz in Mainz gebildet hat. Das Rote Kreuz ist darin durch Hauptmann L>o t h e i h e n vertreten.

Mit dem Ehrenzeichen des Deut­schen Roten Kreuzes wurden innerhalb der letzten zwei Jahre folgende Personen aus­gezeichnet: 1. Augenarzt Dr. von Hhmmen- Mainz, 2. Kommerzienrat Mayer- Mainz, 3. Regierungsrat Dr. Falk-Mainz, 4. Ge­heimrat von Hahn-Darmstadt, 5. Danitäts- rat Dr. Metternich-Mainz, 6. Kaufmann Schmitz- Alzey, 7. Medizinalrat Dr. Vogt» Butzbach, 8. Hauptmann R. Lotheißen- Darmstadt.

Der hessische Lande-Verband der Freiwilligen Sanitätskolonne hielt seine Kolonnentage im 3(iFire 1924 in Babenhausen, im September 1925 in Bad-Rauheim ab. Beide waren stark besucht, Icl'trrcr sogar sehr stark, denn es waren von 1400 Kolonnenmitgliedern 1300 anwesend. Das Rote Kreuz ist die einzige Organisation die jeden politischen oder konfessionellen Einfluß ablehnt, allein geeignet und befähigt ist, unparteiisch dem öffentlichen Sanitätsdienst zu dienen. Daß partei­politische Einflüsse in manchen Stadtverwaltungen nicht günstig sind, hat sich in ihrem Verhalten gegenüber den Freiwilligen Sanitätskolonnen ge­zeigt. So besonders in Darmstadt und in Worms. Aber erfreulicherweise haben sich unsere Kolon­nen dadurch nicht abschrecken lassen und haben sich aus eigener Kraft ein Tätigkeitsfeld geschaffen, aus dem sie sich mit Erfolg den städtischen Einrichtungen gegenüber behaupten.

Reu gegründet wurden die Sanitäts­kolonnen in Birkenau, Michelstadt, Rieder-Olm. L i ch und Gernsheim. Wie dererweckt zur Tätigkeft wurden diejenigen in Bingen, Dieburg.

Hamsuns Stellung zur Natur.''

Don Geheimrat Prof. Dr. Alfred Biese.

Der hohe Rorden ist die Heimat eines Epi­kers gröh^en Stils, des Norwegers Knut Ham-, sun (geb. 1860). Er ist so unerschöpflich reich wie die Ratur selbst, als deren Teil er sich fühlt, aber auch wie sie unberechenbar und will­kürlich im Schaffen und Vernichten; er hat das Vermögen und es ist das Geheimnis der Ratur und Kunst, aus einem Nichts alles zu machen, hellseherisch mit den geringsten Mit­teln das Alltäglichste ganz neu aufleuchten zu lassen, in wenigen Zeilen eine Seele wie eine Landschaft und eine Landschaft wie eine Seele vor uns auszubreiten. Die Töne des traurigen Liedes von Suchen und Finden und Verlieren werden von Waldesrauschen, Axtschlägen, Ge­witter und Rossewiehern begleitet oder zer­rissen. Das Entblättern einer Blume, ein Wurm im Rosenkelch, das Rieseln des Sandes, der Wellenschlag des Meeres, das Wipfelrauschen des Waldes, das Blinken der Sterne ist nicht nur eine Beobachtung der Sinne, sondern ein Erlebnis des Herzens, ein Ereignis des offe­nen Lebens Das einfachste Dasein, wie das Anaussprechliche wird zu Ballade und Lied, ohne Pathos, leise gesungen, mit vieldeutigen Pausen, begleitet von den tausend dunklen Stim­men der Ratur. Bald ist Hamsum von tiefer Frömmigkeit, pantheistischer Andacht, bald von Zweifel und Hohn und Ironie erfüllt, bald hebt ihn die Freude an all dem Geschauten empor, bald lenkt sich die Melancholie über­schattend auf ihn nieder, aber keineTendenz" etwa des Slrinvke. :,i ?,en Kampfes wider die Gesellschoftslüge - führt ihm die Feder, son­dern die Lust am Fabulieren. die grenzenlose

) Wir entnehmen diese Schilderung dem soeben neu erschienenen Werk ..Das Ratur- aefühk im Wandel der Zeiten". Ver­mag von Quelle & Meyer in Leidig.

Arheilgrn, Rohdorf, Lauterbach, Butzbach und Groh-Bieberau. In der Bildung begriffen sind die Kolonnen in Rimbach, König, Hom­berg a. d. Ohm und Hungen. Es ist beab­sichtigt, möglichst in allen größeren Orten Hessens Kolonnen ins Leben zu rufen, und wir dürfen erwarten, daß uns auf diesem Wege die Ge­meindeverwaltungen und insbesondere auch die Freiwilligen Feuerwehren unterstützen werden.

Die Kurse in der ersten Hälfte für die höheren Schulen Darmstadts wurden in den letz­ten Wintern fortgesetzt; es wäre erwünscht, wenn solche Lehrgänge auch an anderen Orten durch­geführt würden.

Weiter wurde die Anterstühungstätigkeit des Landesvereins in den Berichtsjahren erörtert, und die Summen, die verausgabt wurden, auf­gezählt.

Der Landesverein bedarf zum Leben un­bedingt leistungsfähiger Zweigvereine, die für chn wirken und die Bevölkerung davon überzeugen, daß das Rote Kreuz im öffentlichen Leben des deutschen Volkes nicht entbehrt werden und Wertvollstes für dessen Wohlfahrt leisten kann. Diese äleberzeugung wird sich immer mehr durch­setzen. wenn Männer und Frauen, auf deren Stimme das Volk hört, sich mit zäher Energie und warmem Herzen der Sache des Roten Kreu­zes annehmen. Möchte es gelingen, solche Per­sonen immer mehr für uns zu gewinnen, dann werden weitere Fortschritte nicht ausblei-ben.

Der Bericht schloß mit einem Dank an alle, die dem Landesverein ihre Hilfe und Arbeit gewidmet haben. Der Geschäftsbericht fand die lebhafte Zustimmung der Versammlung.

Der Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters und der Bericht des Rechnungsprüfers wurden ohne Einwendungen genehmigt.

Der vom Reichsbankdirektor Müller unter­breitete Voranschlag schließt in runder Summe mit 16 000 Mark in Einnahme und mit 14 000 Mark in Ausgabe ab. Der Voranschlag wurde genehmigt.

Die Reuwahl des Vorstandes hatte das Ergebnis, daß die Herren S a m e s. Staats­rat von Weber und Geheimrat Dr. H a p p e l wiedergewählt und Reichsbankdirektor Müller neugewählt wurden.

Zu dem letzten Punkte der Tagesordnung: Anträge und Mitteilungen" lag ein Antrag vor, die weiblichen Mitglieder der Sani­tätskolonnen gegen -Unfall zu versichern; der Vorsitzende schlug vor. den Antrag zurück- zustellen, bis die Frage grundsätzlich geregelt sei. Geheimrat von Hahn gab ferner eine Dar­stellung über die Gründung weiblicher Sanitäts­kolonnen. über ihre Ausbildung und ihre Ver­wendung. Der Hauptvorstand in Berlin werde demnächst Beschösse über diese Frage fassen. Ein Bedürfnis nach Samariterinnen bestehe in Hessen, doch sei man im Zweifel, ob ihre Aus­bildung in Sanitätskolonnen oder in Frauen­vereinen am besten erfolgt. Rach kurzer Aus­sprache wurde der Vorschlag des Vorsitzenden angenommen.

Hauptmann Lotheißen teilte mit^dah der Verbandstag der Sanitätskolonnen in Bensheim stattfinden werde.

Landesausschutz des Hessischen Roten Kreuzes.

* Darmstadt, 4. Juni.

Heute nachmittag wurde die Hauptver­sammlung des Landesausschusses des Roten Kreuzes in derVereinigten Gesellschaft" abgehalten. Der Vorsitzende, Ge­heimer Regierungsrat d. Hahn, begrüßte die anwesenden Vertreter verschiedener Behörden, so­wie die Ehrengäste und erstattete den Geschäfts­bericht über die beiden letzten Jahre. Er er­innerte daran, daß seit dem Abschluß der Ver­einbarung zwischen dem Hessischen Landesverein vom Roten Kreuz und dem Alicefrauenverein 3 Jahre verflossen sind. Dieser Zusammenschluß habe sich bewährt. Dem Bericht zufolge hat bei den Zweigvereinen des Hessischen Landesver­eins vom Roten Kreuz und des Alicefrauen- vereins sowie den freiwilligen Sanitätskolonnen die Zusammenarbeit erfreuliche Fortschritte ge­macht. Zu deren Förderung sind in den meisten Kreisen Kreisverbände der Zweigvereine vom Roten Kreuz ins Leben gerufen worden. In den Kreisen Worms, Oppenheim. Bingen und Lauter­bach ist es bis jetzt noch nicht gelungen. Kreis­verbände zu gründen; hoffentlich gelingt es bald. Die gemeinsame Arbeit bewährte sich besonders bei den Sammlungen. Diese dienen in erster Linie den örtlichen Vereinen. Es ist zu hpffen, daß die Samyilungen an einem bestimmten Tag

Liebe zu allem Geschaffenen, mag es noch so wunderlich sein. Roch imHunger" ist Ham­sun ein von Tag, Licht und Luft Beseligter, er besitzt keinen Tropfen gelehrter Weisheit, aber alle weise Torheit des Dichters. Er ist der ruhelose Wandersmann voller Gesichte und Träume, mag erunter dem Herbststern" ober bei gedämpftem Saitenspiei" dahinziehen, bei dem doch hundert andere Instrumente in seiner einzigen Melodie ertrinken. Leutnant Glahn im Pan", Nagel in denM h sterie n", Wendt, Munken und Rolandsen in denSchwär­mer n", sie sind blutsverwandt, Menschen der Sinne und Triebe. Menschen der Einsamkeit, edel, innerlich frei, weltscheu, mit Pflanze und Moos, Baum und Stein verbrüdert, unfähig, in die Alltagswelt der Menschen sich zu fügen, und daher hin- und Hergestotzen, aber sie lächeln auch über sich selbst, und der milde Humor hat mehr und mehr bei Hamsun die Skepsis und Ironie verdrängt; aber, wie Strindberg sich immer wieder in die Einsamkeit der Schären­inseln flüchtete, so fühlt auch jener sich nur frei und wohl und mächtig wie ein Herrscher im nordischen Wald. IstViktors a das Hohelied der Liebe, so istPan" das Hohe­lied der Ratur, danebenSegen der Erde". Wer würde es müde, den wundersamen Melo­dien der Pan-Geige zu lauschen, die den Rord- landsommer mit dem ewigen Tage heraufzaubern, das dumpfe Sausen im Walde, das Knappen des Auerhahns weither von den Höhen, das ein­same Leben in der Hütte. Da mag am Regen­tage selbst ein Sonnenstrahl vom Himmel still glücklich machen; vor der Hütte steht ein hoher grauer Stein, er hat den Ausdruck des Wohl­wollens: draußen vor den Inseln liegt das Meer in schwermütiger Ruhe... dann springt der Wind um. ein ilntce'ter. Südweststurm bricht los.^ alles steht in Dampf, Erde und Himmel fließen ineinander, das Meer taumelt mic in verzerrten Lufttänzen, bilde' Männer, V'erde und zerfetzte Fahnen; wenn es an der Schären­insel in die Höhe braust, Bäumt es sich wie ein

mittags.

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zapfen fällt dumpf zur Erde. . . Der Mond

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nicht ausreichen; die Ausbildung stimmungen des (Vaterländischen Helferinnen die

es sei deshalb beabsichtigt, für der Hilfsschwestern die De- preußischen Roten Kreuzes Frauenvereins) und für die Bestimmungen des badischen

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fügung gestellt.

Der Berichterstatter erwähnte ferner Studentenhilfe, die Gefangenenfürsorge. Werbewesen (Lichtbilder), Vortragswesen. Lotterie, das Kinderheim in Bingenheim,

Feenglanz auf Wald und Feld liegt, mel offen und rein ist, da hören ergreifende Melodie:Ich starrte

die vom Schatzmeister, Generalkonsul Mayer, erstattete Rechnungslegung.

Der nächste Punkt der Tagesordnung lautete Bestimmungen über die Ausbildung der Hilfsschwestern und Helferinnen des Hessischen Roten Kreuzes (Landesverein und Alicefrauenverein)". Geheimrat von Hahn teilte hierzu mit. daß die bisherigen Bestimmun­gen. die für die Kriegszeit getroffen waren.

9 Ahr vm., 1. Viertel am 18. 12 Ahr Vollmond am 25. 10 Ahr nm.

(Nachdruck verboten.)

Sonnenaufgang beinahe unverändert 3,45 Ahr. Sonnenuntergang von 8,10 bis 8,25 Ahr.

Lichtgestalten des Mondes: 3. Bertel am 3.

Der dri

Stimlnalroman s- Fortsetzung.

Walde! Ein Hoch auf das Dunkel und Gottes Murmeln zwischen den Bäumen, auf den süßen

Der die Stundenzahlen enthaltende Kreis und die dick punktierte Linie, der ungenannte Horizont, und feststehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem damit verbundenen, durch Mitternacht gezeichneten Pfeil ge­wissermaßen dem Zeiger der Himmelsuhr in 4 Minuten weniger als 24 Stunden im Sinne de» durch Uhr mittags gezeichneten Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der emgezeichnete Horizont bildet ein Fenster, das die um Mitternacht der Monatsmilte sichtbaren Sterne umschließt. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel so gedreht, daß der durch Mitternacht gezeichnete, mit zu drehende Pfeil nunmehr durch die Beobachtungsstunde geht, wodurch dann die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht milzudrehenden Horizont hineingedreht werden. Für je 5 Tage vor der Monalsmitle ist der Sternhimmel um *[s Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monatsmitte um '/□ Stunde spüter einzustellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein, wenn er die angedeutete Li< htgestalt zeigt.

Roten Kreuzes einzuführen. Ein Beschluß soll heute mit dieser Angelegenheit nicht gefaßt, sondern die Beschlüsse einer Tagung des Haupt­vorstandes des Roten Kreuzes, die am 16. Juni in Berlin stattfindet, sollen erst abgewgrtet werden, da dort über die gleichen Fragen ver­handelt wird. Geheimrat von Hahn erläuterte hierauf noch im einzelnen die preußischen und die badischen Bestimmungen.

Medizinalrat Dr. R e b e n t i s ch , Offenbach, machte darauf aufmerksam, daß es wegen der wirtschaftlichen Rot schwer hält. Helferinnen zu bekommen. Er äußerte außerdem noch ver­schiedene Wünsche zu den geplanten Bestim­mungen. Die Versammlung stimmte den Vor­schlägen des Vorsitzenden zu.

Medizinalrat Dr. Vogt. Butzbach, bat, man möchte vom Hauptvorstand aus "'frie Reichs­regierung angehen, daß sie dem Roten Kreuz größere Geldmittel zur Verfügung stelle. Der Vorsitzende sagte zu, daß der Delegierte für Hessen, Staatsrat von Weber, auf der nächsten Tagung in Berlin den Wunsch ausführen werde.

Die Reuwahl von Mitgliedern des Landes­ausschusses hatte folgendes Ergebnis: Kreis­direktor Reinhart. Bensheim, Dr. vonHhm- men, Mainz, Fr. Wera Becker, Offenbach, Frau Schmitt, Oppenheim, und Reichsbank­direktor Müller. Darmstadt.

Meergott, der sich triefend emporrichtet und Über die Welt fortsieht und schnaubt, so daß Haar und Bart wie ein Rad um seinen Kopf stehen, dann taucht er wieder in die Brandung. So sieht Hamsun wie Böcklin mit mythischer Phantasie in die Ratur. Das Wasser rieselt von den Bergwänden immer mit derselben klei­nen Melodie:Nun rieselt dieser kleine endlose Ton hier In seiner Einsamkeit, dachte ich, und niemand hört ihn und denkt an ihn, und doch rieselt er hier ganz allein immerfort, immer­fort! And ich fand nicht mehr, daß der Berg so ganz öde sei, wenn ich das Rieseln ver­nahm." So vermag die sympathetische Versen­

kung in die unscheinbarste Lebensäußerung der Natur zu beruhigen, zu beglücken. Aber ein Jubel braust in dem Einsamen, wenn er in der Frühe die Flinte über die Schulter wirft und frei wie ein Herrscher durch den .....'

Wald schreitet. - And am Abend,

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dieses Meer, und es war, als läge ich von An­gesicht zu Angesicht dein Grunde der Welt

Der Sternhimmel im Juni.

Auszeichnungen von Hausangestellten für lang­jährige treue Dienste, und die als Hilfsstelle des Roten Kreuzes fungierende Bahnhofsmission. Er­wähnt wurde auch, daß der Musikverein in Darmstadt im vorigen Jahre die Reineinnahme eines Konzertes im Betrage von etwa 800 Mk. dem Darmstädter Zweigverein vom Roten Kreuz zuwandte. Ein solches Vorgehen verdiene den herzlichsten Dank und könne anderen Vereinen nur zur Nachahmung empfohlen werden.

Der Redner schloß mit dem Wunsche, daß sich die Zusammenarbeit immer fruchtbarer ge­stalten möge, und mit der Ditte an die Damen und Herren, die hier die Zweigvereine und Freiwilligen Sanitätskolonnen vertraten, den Landesausschutz auch künftig darin kräftig zu unterstützen

Der Geschäftsbericht des Vorsitzenden wurde mit lebhafter Zustimmung aufgenommen, ebenso

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I wirtschaftliche Tleichgi | ' Eine neue § l-rs in Persien, t ^infolge haben di wichenRegierung

gegenüber, als klopfte mein Herz so innig diesem reinen Grunde entgegen, als sei es dort daheim: Gott mag wissen, dachte ich bei mir, weshalb der Horizont sich heute abend in Lila und Gold kleidet, ob nicht oben in der Welt ein Fest ist ... Mit unendlicher Dankbarkeit sieht er den Frühling nahen:Saß Pan in einem Baum und sah mir zu? Der ganze Baurn erbebte von seinem stillen Lachen, wenn er sah, daß all meine Gedanken mit mir durch-' gingen .. zuweilen sebe ich das Gras an. das Gras sieht mich vielleicht wieder an, was wissen wir...? Heidekraut bfüPe ich liebe di?se kleinen Blüten, Dank dir, mein Gott...!" Wie ein Hvmnus rauscht es durch die folgende Schil­derung:

Ts kommen mit dem 22 Auaust die drei eisernen Rächte. Ein Hoch, ihr Menschen und Tiere und Vögel, auf die einsame Rächt im

steht hoch am Hrmmel. . . nach einer Stunde fangen meine. Sinne an, in einen bestimmten Rhythmus einzuschwingen, ich klinge mit in der großen Stille, ich fühle etwas von Liebe zum Halbmond, der steht am Hrmmel wie eine weiße Muschel. . . Gott steht irgendwo in der Nähe und blickt mich an ... ich wende den Kops; ich sehe etwas wie den Rücken eines Geistes, der lautlos durch den Wald schreitet.

So mündet immer wieder tiefstes Ratur­gefühl, das unsagbar die Brust schwellt, ins Religiöse und Mythische. Wie inSegel- f o tz" Hamsun das Arbild der Stadt aufbaut, so imSegen der Erde" das Arbild der , Menschheit in ihrer Entwicklung vom Oedland zur Industrie. Wieder beginnt die Geschichte nfit einem wandernden Manne im Utto albe das Rauschen eines Flusses klingt ihm als etwas Lebendiges, trostvoll; Vertrauen und Ehrfurcht wohnen in seiner Seele, unter dem Sternen­himmel, im Rauschen des Waldes. Ein Weib gesellt sich zu ihm. Sie ist die Armutter, frucht­bar wie die Erde. Wir erleben den Wandel der Jahreszeiten, den Wandel der Geschlechter in aller Triebhaftigkeit . . . Die Ansiedlung wartet auf weitere Hunderte.....Iiak sät. Die Abend­

sonne bescheint das Korn. Er streut es im Bogen aus seiner Hand, und wie ein Goldregen sinkt es auf die Erde. Da kommt Sivert (der Sohn) und eggt, nachher walzt er, dann eggt er wieder, Der Wald und die Berge stehen da und schauen zu: alles ist Macht und Hoheit, hier ist ein Zusammenhang und ein Ziel."

3a, hier ist ein Zusammenhang zwischen Erdscholle und Menschentum und ein Biet, das Vorwärts und Aufwärts zugleich heißt.

mf. Der Ausdrucksolstitium ober Sonnen- fttllstand ist Wohl heutzutage den meisten Men­schen wenig verständlich, denn natürlich geht auch im Juni die Sonne auf und unter und erreicht mittags ihren höchsten Stand im Süden, ja um die Mitte des Monats erreicht sie sogar genau

im Jahr für das Rote Kreuz sich immer mehr, ebenso wie dies in anderen Ländern längst der Fall ist, einbürgern. Es muh allgemein bekannt werden, dah das Rote Kreuz am zweiten Sonntag im Juni sammelt.

Ausbildungskurse in der ersten Hilfe bei Anglücksfällen und in den Grundzügen der Krankenpflege fanden bei verschiedenen Zweiq- vereinen statt: auch haben einzelne wieder mit der Ausbildung der Helferinnen begonnen, lieber die Mitwirkung der Zweigvereine bei der Durchführung der Bestimmungen der Derord- lung über die Fürsorgepflicht und des Reichs- jugendwvhlfahrtgesetzes wurde diese eingehend belehrt, und es darf angenommen werden, daß ihre Vertretung in den betreffenden Gemeinde­körperschaften überall gesichert ist. Als Hel­ferinnen in der Iugendwohlfahrtspflege haben sich 50 Damen des Alicefrauenvereins zur Ber-

. »bto alllin einfältigen Wohllaut der Stille. . sie ist das | birun? & 2a

Blut der Allnatur, die siedet, Gott, der die Welt I Mrfwn 'M

und mich durchbebt . . . Stille. Ein Tannen- I fchimniette etw H

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