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IBttoerbtrn tonnte noch feiner al5 endgültiger Rechner bestellt werden. Die Lösung, bas Amt dem Weniastr.ehmenden zu übertragen, hat höhe­ren Ort- feine Gegenliebe gefunden, so daß sich der ®emeinberat Wohl erneut mit dieser Frage zu beschäftigen hat.

Krcis Biidiitgci!.

T* Nidda, 6. Mat. Das seit einigen Jah­ren herrschende Bestreben, die gedämpften Farbtöne im Strahenbitd zu meiden und dafür ges ci tilgte Farbenpracht zu wühlen, macht in unterem Städtchen to eilt r c Fortschritte. Besottdrrs auf dem Marktplatz, den vier Häuserfronten, umfäumen, die auffälliaerweise alle mit ihrer Gtebelseite an den rechteckigen Platz hohen, -eigen die Häuser einen lebhaften Wechsel in den Farben. Das Mannte Moll' sch «, 'letzt Pfeiffersche Anwesen hat sich in diesen Tagen in ein weinrotes Gewand gehüllt, das von dunkelgrünen Läden unterbrochen ist. Die Farbenzusammenstelltmg, die recht belebend wirkt, wird bald Racheiferer linden. In den Dörfern, deren Häuser größtenteils Holzbauten mit Fach­wert sind, trifft man nur vereinzelt lebhaftere Farbtöne. Das man auch in der wirtschaftlichen Lage begründet sein, die es melen nicht ge­stattet, an den äußerlichen Aufputz ihres Hauses denken zu können.

' Dauernheim, 6. Mai. Zu dem Bericht des®ieß Anz." über die Strafkammersitzung vom 30. April gegen einen hiesigen Landwirt wegen beleidigender Aeußerungen gegen den Bürgermeister ist zur einwandfreien Klar­stellung der Sachlage mitzuteilen, dah der an­geklagte Landwirt in erster Instanz freige­sprochen worden war, von der Straftammer aber zu 200 Mart Geldstrafe verurteilt wurde.

e Hirzenhain, 6. Mai. Der Dach stuhl- br a n d im alten Swlosjereigebäude der hiesigen Eisenwerke ist scheinbar durch einen vom Schlackenberge geflogenen glühen­den Schlackenspritzer verursacht worden. Irgendwelche Störungen im Werksbetriebe sind, wie schon berichtet, nicht eingetreten.

.Kreis Schotten.

Schotten, 6. Mai. Gendarmerieoberwacht- tnelfter Schmidt, seither in Eichelsdorf, hat die Gendarmeriestatlon Nidda übernommen. Der Niddatal-Sängerbund beteiligt sich am 6. Juni an der Fahnenweihe des Gesangver­eins Orpheus Breungeshain. Als Massenchöre werden gesungenDem Vaterland«" von Abt und Freiheit und Vaterland" von Stanz.

Gebern, 6. Mai. 3n der jüngsten Ge­meinderatssitzung wurde mitgeteilt daß eine Besichtigung des G e m e i n d e w a l d e s ein recht ungünstiges Ergebnis hatte. Dir Entwässe­rung vieler 6!c'Ien wird als unbedingt erforder­lich erachtet, austerdem muh da- Riedgras in den Iungpflanzungen beseitigt werden. Viele Fich­ten, die auf feuchten Siellen- stehen, sind von einem Pilz (Hallimasch) befallen, weshalb ihre Entfernung aI8 notwendig erachtet wird Auch der Rüsseltäser wurde mancherorts festgestellt. SS wurde beschlossen, die Forstpflege bzw. die Obliegenheiten der zur Zeit unbesetzten Oe- meindeforstwartftelle den fürstlichen Forstwarten zu übertragen. Sin Gerneinderatsmitglled fragte an, wann mit den Arbeiten für das Kriegerdenkmal begonnen wird. Der Bürgermeister teilte mit, daß diese Arbeiten bis zum nächsten Jahr zürückgestellt werden müssen, da der Gemeinde die vom Staat Über­wiesenen Steuerbeträge um eine Summe von etwa 5000 Mk. gekürzt wurden. Jedoch soll mit der SenfmalSanTane bereits im Herbst begonnen werden, sobald die elektrischen Leitungsmasten entfernt sind. De: Bürgern e'ster lei t: außer­dem mit. daß während des Sommers im Kran­kenhaus erholungsbedürftige Fe­rienkinder un'ergcbracbt werden können, wo­mit sich der Gemeinderat einverstanden erklärte.

x!x Harlmannsbain, 6 Mai. DaS Krrisamt Schotten gibt bekannt, daß hier die Mauk- und Klauenseuche amtlich fest'e- stellt worden sei, u.ad zwar, wie man hört, in fünf Ställen. Cs wird stark vermutet, daß die Seuche einneschledpt worden ist. Der Seuchm- ausbrnch ist um so bedauerlicher, al5 der Her - chenhainer Markt am 11. Mai au5 fal­len muß und der Prämiierungsmarkt Gedern am 8. Juni auch stark gefährdet ist-

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 5. Mai. Tine Bul - lenverfteigerung veranstaltete heute der

Landwirifchaftstammer-AuSschuß für Oberhessen hier in Verbindung mit dem Schweine- unk> Rindviehmoril Zu dieser ersten diesiähri- Pien Dullenversteigerung waren 69 Bul- en gemeldet, aber nur 53 kamen zum Austrieb.

Die Landwirtschaftskammer hatte wiederum alles getan, um den Markt zu heben und den Züchtern Absatzmöglichkeiten zu schassen: ein tüchtiger Auktionator war mit bestem Geschick bemüht, die Ware an den Mann zu bringen, und so wurden trotz allgemeiner Geldknappheit annehm­bare Preise erzielt. Zur Versteigerung kamen nur Bullen Simmentaler Rasse (Hes­sisches Flockvieh genormt). 3m Durchschnitt tarn ein guter Dulle aus 700800 Mark. Für beste Tiere wurden weit höhere Preise erzielt: ob­wohl der Markt bei weitem nicht so lebhaft war als in früheren Jahren. Der beste Dulle, gezüchtet von Otto Merlau (Dillertshausen), ging für 1540 Mark an die Gemeinde Rieder- Weisel über. Ein gleichwertiges Tier von Ioh. Dietz 2 (Billertshausen) kaufte die Ge- metube Ze l. für 1480 Mark. Das drittbeste Tier wurde von der Freiherr!. Riedeselschen Gutsverwaltung Sickendorf für 1100 Mark an die Gemeinde Weitershain ab­gelebt. Züchter Hch Schmelz 5 (Allmenrod) verkaufte für 1000 Mark an Gemeinde Elpen­rod, Philipp Heinsacker (Billertshausen) für 920 Mark an Gemeinde Freiensteinau, Karl Stein (Elpenrod) für 940 Mart an Ge­meinde Rimbach, Konrad Kircher (Angers­bach und Karl Geiß (Windbausen) für je 920 Mark an den Landwirtscyaftskammer-Aus- schuß für Ober Hessen. Der eine Dulle kommt auf die Weide Zell, der andere auf die Weide Lauterbach. Wilhelm H a r n a ck (Zell) erhielt von der Stabt Alsfeld 850 Mari. Konrad Ort» wein (Angersbach) von bet Gemeinde Vadenrod 850 Mari, Andreas Feick (Reuters) von der Gemeinde Hüttengesäß 800 Qllart. Der V i e st­und Schweinemarkt waren gut befahren, der Besuch war gut, das Wetter recht günstig. Trotzdem war der Handel seht flau. Gezahlt wurden für Läufer 85 Mari, für Ferkel 45 Mark.

5 Wallenrod, 5. Mai. Der hiesige K rle­ge r o e r e i n kan in diesem Jahre auf ein 5 0 jäh­riges Bestehen zurückblicken. Mit der Jubi­läumsfeier am nächsten Sonntag ist der Frühjahrs­bezirkstag des Hassia-Bezirks Lauterbach- Schlitz verbunden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

XX Atzbach, 6. Mai. Schon seit Jlahren wurde hier lebhaft die Zusammenlegung der Feldmark erörtert, aber noch immer keine Entscheidung herdeigeführt. Erfreulicher­weise ist nunmehr diese gemeinnützige Sache einstimmig beschlossen worden. Während meist hügeliges Gelände vorherrscht, ist der an der Lahn gelegene bessere Teil der Felder oft der Heberteßtoemmung ausgesetzt. Die Gemarkung umfaßt 847,70 Hektar, worunter 242 Hektar mit Wald bestanden ist.

Kreis L mbnrst.

WSR. Limburg, 6. Mai. Das dem Frei- Herrn von Düngern gehörige Schloß Dehrn nebst Wirtschaftsgebäuden unb umfang­reichen Ländereien (insgesamt 140 Morgen Acker) wurde gestern im hiesigen Amtsgericht zwangs­versteigert. Del der Ginzenlausbietung wurde auf das Schloß kein Gebot abgegeben, ebenso für rund die Hälfte der Aecker. Für die übrigen Liegenschaften betrug das Gesamtge - bot 7000 Mark. Dei *bem bann folgenden Gefamtausgebot war der Zentralwaisenfonds deS Regierungsbezirks Wiesbaden mit einem An­gebot von 110 000 Mari Höchstbietender. Der Zuschlag wurde noch nicht erteilt

Krei.4 Wrftcrburg

WSR. Westerburg, 6 Mai. Ein hiesiger Gastwirt, der vorige Wochr in Saarbrücken bei Verwandten zu Bruch war, brachte von dort eine Dries taube mit. Diese liest er vormittags 10 ilßr hier auf steigen: u.n 2 ilßr nachmiiags war sie wieder in Saarbrücken.

Tilttreis.

bl. Sillenburg, 6. Mai. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wnde beschlossen, von der Heranziehung der nach dem 31. März 1924 errichteten Neubauten zur g e - meindlichen Gtiindvermögenssteuer 21 b ft a n b zu nehmen. Der Stadtsäckel verliert da­mit eine Einnahme von ca. 1800 Mk. im Jahre. Dem Kriegerverein wurde der P a r a b e p l a tz zur

Errichtung be» Kriegerdenkmals zur Verfü­gung gestellt und 7000 Mk. Zuschuß angewiesen. Es wurde bekanntgegeben, daß der Landesausschuh in den Etat für das Jahr 1926 825 000 Mark »ur Ausbesserung von Straßen eingestellt hab«. Darunter fällt auch die Landstraße von f) a i g e r nach 6 l h n , die mit Kleinpflaster versehen werden soll.

bl. Herborn, 6. Mai. Gegenwärtig schweben Verhandlungen mit dem Ziele, auf dem Wester, wölb einen besseren Sonntags verkehr dadurch zu schaffen, baß man die Postkraft- wagen von Weitburg Nach Driedorf weit-r bis zu unserer Stadt fahren lasten will. Vor­erst sollen Probefahrten ausgeführt werden, um fest- jufteUen, wie weit Interesse an der Einrichtung vor- Händen ist. Voraussetzung ist jedoch, daß die Stadt Herborn und die Gemeinden die volle Garantie für die nicht unerheblichen Kosten von etwa 100 Mark für eine Fahrt übernehmen.

bl Breitscheid, 6. Mai. Bei der hiesigen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Stellvertreter, K. Bechtum, mit acht gegen sechs Stimmen gewählt.

WSR. R i« der scheid, 6. Mai. In bet Sonatagnacht wurde hier m das Stations - gebäudeeingebrochen. Die Diebe drückten vvm Dahnsteig aus ehre Scheibe ein, öffneten dann eine Tür von innen und drangen unge­hindert in die Räume. Drr vorhandene Darbe­stand der Fahrkartenausgabe, ungefähr 200011t, fiel den Dieben in die Hände.

Kreis Vicdenkops.

*Holzhausen b. Gladenbach, 6. Mai. llnfer Ort hat in feinem Straßenbild und in feinen hygienischen und DerkehrS- Sinrichtungen im Laufe der letzten drei Iahre eine wesentliche Verbesserung! erfahren. Die außerordentlich mangelhaften Stra­ßen wurden in neuzeitlicher Weise hergerichtet: wobei die Gemeinde die alten Hand- und Spanndienste auf die Einwohnerschaft anwandte und dadurch zur billigen Heranschaffung der Materialien usw. gelangte. Gleichzeitig wurden die durch das Dorf füßrenben Gräben überwölbt und die nunmehr gedeckten Gräben zur Aufnahme der Kanalisationsrohre verwandt. Dei der Fi­nanzierung kamen Mittel aus der produktiven Erwerbslofenfürforge sehr zustatten. Die Haus­besitzer ließen ihre Höfe und Gärten gründlich renovieren, so daß auch hierdurch mancherlei bauliche Llnschonheiten beseitigt wurden. Gekrönt wurde dieses Verbesserungswerk durch die Ein­richtung der Postautoverbindung nach D'.edenkopf und Gladenbach und die kürzliche Errichtung eines Selbstanschlußamtes für den Fernsprechbetrieb. Alle diese Verbesserungen waren nur möglich durch ein­sichtsvolles Zusammenarbeiten von Gemeinde und Bürgermeister einerseits und Kreiswohlfahrtsamt andererseits. Anderen Gemeinden sei dieses Werk tätigen und vorwärtsstrebenden Bürger­sinnes zur Rachahmung empfohlen.

Maingau.

Frankfurt a. M., 6. Mai. (WSR.) Vor einiger Zeit haben sich bei Klein-Steinheim ver­schiedene Beraubungen von Güter­zügen ereignet. Während einer der beiden Tät-r sofort festgenommen werden konnte, gelang es dem zweiten, einem gewissen Peter Gunst, zu entkommen. Er wurde seitdem steckbrieflich verfolgt. Gunst hat sich gestern freiwillig beim Amtsgericht in Offenbach gestellt.

Bad Homburg, 6. Mai. (WSR.) Die kurz vor dem Kriege für zweigleisigen Betrieb eingerichtete Strecke Bad Homburg Friedberg wird seit einigen Zähren nur noch eingleisig betrieben, da leere Wagen da- eine Gleis zwischen den Stationen RoLbach und Fried­berg verstellten. Wie verlautet, soll demnächst die Strecke wieder zweigleisig in Be­trieb genommen werden.

Gerichtssaal.

Mo dpro;esr Meon.

* Darmstadt, den 6. Mai.

3m ulten Iuslizgebäude am Maihildenplatz begann, trte schon kurz berichtet, heute vormittag die Schwurgerichts-Verhandlung g.-gen den te- Mordes angeklagten Studenten Josef M e o n aus Bensheim. Auf dem Platz vor dem Gerichls- gebäube standen Hunderte von Menschen, die den Mörder sehen wollten: ein starkes Polizeiaufge­bot hielt die Ordnung aufrecht. Etwa eine Viertelstunde vor Beginn der Sitzung wurde der

Angeklagte in den Saal geführt, dessen Zu­schauerraum dicht besetzt war.

Der Vorsitzende de- Gerichtes, Landgerichts­direktor Dr. Heß, eröffnete die Sitzung. Ver­treter der Anklage ist Oberstaatsanwalt Wün- 5 e r. Der Offizialverteidiger Rechtsanwalt Dr. Wolf gab die Erklärung ab, daß er diefeS Mandat niederlege, um als Privatrerteidiger tä­tig zu fein ES wurden hierauf die Zeugen und Sachverständigen aufgerufen, etwa 30 Zeugen: unter den Sachverständigen ist auch SanitätSrot Dr. Magnu» Hlrfchfeld, Berlin. Der Vor­sitzende gab der Meinung Ausdruck, daß die schwergeprüft« Mutter MeonS nicht verhört zu werden brauet«, Vcrleidtgung und Anklage ver­hielten sich jedoch ablehnend.

Der Angeklagte hat eine umfangreiche Verleid!- gungfchrift abgefaßt, deren Verlesung jedoch von dem Vorsitzenden abgelehnt wurde. Air dtejer Mcon aufforderte, seinen Lebens- und Bildungsgang zu schildern, brach der Angeklagte in Tränen aus. Er sprach andauernd in schluchzendem Tone unb so leise, Daß ihn her Vorsitzende mehrfach ermahnte, lauter unb deutlicher zu sprechen, wen Aussührunaest Meons war zu entnehmen, daß er während des Krieges Luftschiffer war. Er wollte ursprünglich Pharmazie studieren, wandte sich aber brr Chemie zu unb gehörte auch einer stubentischen Verbindung an. Der Vorsitzende fragte ihn, ob er auch studiert ober nur Stubent gespielt habe. Der Angeklagte bemerkte bazu, er habe wirklich studiert. In dem Wintersemester 1923 24, also in der Inflationszeit, begann Meons Derbrecherlaufbahn. Er begann mit Fahrraddiebstählen In der Technischen Hochschule in Darmstadt. Im ganzen gab der Angeklagte drei­zehn Diebstähle dieser Art zu. Er will nur ganz geringe Beträge für die Räder erhalten haben, etwa 8 bis 20 Mk. Der Vorsitzende hob hervor, daß Meon wegen solch gerinqer Betriiae die Diebstähle gewagt batte, um die Mittel für seinen ausschwei- senden Lebenswandel zu erhalten. Er hätte ein anderes Leben anfangen und ehrlicher Arbeit nach- gehen sollen. Der Angeklagte erwiderte daraus, baß ihm dazu die Entschlußkraft gefehlt habe; er er­klärte auch, baß ihn ber Damenverkeyr nicht viel gekostet habe. Weiter war ben Aussagen Meons zu entnehmen, baß er nach zwölf Semestern noch nicht bas chemische Dorexamen gemacht hatte. An ber Universität Frankfurt war er fünf Semester Imma­trikuliert .wohnte aber [tänbig in Darmstabt. Aus die Frage des Vorsitzenoen, warum er denn nicht nach Frankfurt gezogen sei, gab Meon zur Antwort, daß er sich auch in Darmstadt hätte vorbereiten können. Auf die Frage, warum er bei seinen Gelb­schwierigkeiten nicht bei seiner Mutter gewohnt habe, meinte er, bas wäre nicht billiger gekom­men. Der Vorsitzende erwiderte darauf:Sie woll­ten eben bas freie Stubentenleben nicht aufgebenl" Auf die Frage des Oberstaatsanwalts, worum ber Angeklagte ein Telephon gehabt habe, ermiberte dieser, es habe ja monatlich nur acht Mark gekostet; dazu bemerkte der Vorsitzende, baß Meon, schon um diesen Betrag aufzubringen, jeden Monat mindestens ein Fahrrad habe stehlen müssen. Das Telephon be­nutzte Meon, wie aus feinen weiteren Aussagen heroorgina, bei seinen dunklen GeIdgeschas - t e n während der Inflationszeit. Nun­mehr kamen die Diebstähle von Mänteln unb Büchern in b e r Hochschule zur Sprache. Der Vorsitzende hielt hierbei dem Angeklaa- ten seine niedrige Gesinnuna vor, daß er seine Kol­legen bestahl, die es besonders In ber Inflations­zeit schwer hatten, bie Mittel für Ihr Stubium auf­zubringen. Weiter schilderte Meon, wie er am 21. August o.3. die 27jahrige Anna Gillmann, bie aus Frankfurt nach Darmstadt gekommen war, hier auf dem Markte kennenlernte. Sie hatte ihn nach einem Hotel gefragt. Nach anfänglichem Zögern ging die Anna Gillmann mit in bie Wohnung Meons. Dort hat er ihr ein Schlafmittel gegeben. Es folgten bann längere Erörterungen unb Feststellungen über die Natur des Schlafmittels.

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