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-«geführt tperben. Wertere Mitterlungen folgen | Kölner Tagung theoretisch« unb praktische Änregun- später gen urti) gewährte einen Einblick in die Fülle des

Aus der Provinzialhauptstadt

mochte, dann ..

Willst du wohl stlll fein,

ootragende Eigenschaft geerbt hat!"

Also,

Frank­haben.

Will jetzt immer artig

ist ober

schon

feine Rute für

gtflurft

Tacho.

LeiAerrmsthenie

Zauber aufgeklärt wurde. Gchwidt wird sich wegen ähnlicher Straftaten demnächst auch in

Verwendet Wohlfahrtsbriefmarken! Kauft sie beim Wohlfahrtsamt!

furt imd anderem Städt'N zu verantworten Der HerrStaatsanwalt".

Die postalische Gültigken 30. Juni 1927 Es werden

Eine 5 Pf.-Marke jum

Eine 10 Pf.-Ätorke zum

Line 25 Pi."Marke zum

Eine 50 Pf.-Marke zum

..So," sagt Rikolaus.das von dir, da brauche ich ja gar

WSR. Frankfurt o. M, 4. Dez. Der Obsthändler Adolf Holler beging eine ganze Kette von Betrügereien, um sich Geld zu her« schäften. Erst markierte er einen Unfall, lieh sich im Krankenhaus erstklassig v rp'legen und ver­duftete dann. Als angeblicher Sekretär der Straßeirbahngesellschast legte er dann eine Frau hinein. Später machte er sich zumStaats­anwalt" und knöpfte als solcher einer Frau, der er versprach, ihren Sohn aus der Haft zu enllassen, Geld ab. AlsRechtsanwalt" kassierte er eine Kostenberechnung ein und auch beim Pserdehandel legte er gutgläubige Leute hinein. Der vielseitige Schwindler lärm jetzt zwei Jahre hinter Gesang nis- mauern über sein Sun und Lassen nachdenken.

politisches Rowdytum vor Gericht.

WSR. Frankfurt a. M., 4. Dez. Anfang Oktober kam eine Anzahl kommunistischer Parteigänger in eine als nationalsozia­listisches Stammlokal bekannt? W.rt'cha't in der Altstadt. Sofort entstarrd Radau, und mit Hilfe von Diergläsern, Stuhlbenen nsw. ent­wickelte sich ein lebhafter Kamps. (Sinern der Gäste, .dem Friserrr Schnitzler, wurde dabei die Schädeldecke eingeschlag'n, sv daß er b e r ft a r b. Das Lokal txnrrDc völlig demolirri. Sechs der Beteiligten konnten ermittelt werden und mußten sich jetzt vor dem Strafrichter ver­antworten. Das Gericht Derurteilte ver Per­sonen zu Gefängnisstrafen von vier, sechs, acht und 12 Monaten. Zwei wur­den freigesprochen.

Sät*

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L-ÄL

Lieber Riklas, Hänschen klein m!tT "*-x '----- sein!

nun laß schon gut sein! Lind was den Rikolaus anbetrifft, so dachte ich, daß ihn unsere Minna mit ihrer tiefen, fast männlichen Stimme darstel- len könnte."3a, der Gedanke ist gut. du mußt sie nur gehörig instruieren, damit sie ihre Holle auch gut bis zum (Snbc durchführt."

Endlich ist der Rikolaustag da. Die Eltern leben sich ab und zu lächelnd und erwartungs­voll an und Hänschen kräht in allen Tonarten: «Heute tommt der RitolauS, und Hänschen is mmer brav dewesen!" Bubi wußte sehr wohl, daß er absolut nicht immer brav war, aber er erhoffte wohl unbewußt eine zu feinen Gun­sten wirkende Beeinflussung des lieben Riko­laus, wenn er immer wieder vom braven HänS- chen hört.

Als sich die Dämmerung über die Erde breitet, hört man schwere Schritte durch den Flur stapfen.Ich glaube, jetzt kommt der Ri- iolaus, Hänschen," sagt die Mama und faßt berufcigenö nach Dc6 Kleinen Hand. Aber Häns­chen hät keine Angst: Als es gleich darauf kräf- lig anklopst, schreit er mit Hellem Sümmchen .Herein", reißt sich von Ulutkrfl Hand los und geht dem eintretenden Rikolaus mit weitgeössne- ten, staunenden Augen entgegen.Guten Abend, HänSchen," brummt der Rikolaus und streckt -'em Knäblein seine Hand entgegen, in die Rubi ohne Zögern fein Händchen legt.Bist du auch immer brav gewesen?" fragt der Riklas. Häns­chen steht erst et ras erstaunt-verlegen da, dann aber hebt er plötzlich pfiffig den Kopf. Wenn der Rikolaus doch erst fragen muß. kann man es wagen, und ohne Besinnen spricht er:Häirs- djen is ein lieber Jung'." .,3a. lieb," sagt Rikolaus,aber b r a v?" Da tommt die Mama ihrem nun doch etwas unsicher werdenden Spröß- ling zu Hilfe, ohne auf Papas abwehrende Handbewegung zu achten.Hänschen, sag' dem Rikolaus dein Gedichtchen?" Schnell fällt Häns­chen ein:

von Frauen schon Geleisteten und noch zu Ceiftenbeit

Austrieb auf Dem heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: 367 Ochien. 52 Bullen, 772 Kühe. 400 Färsen, 355 Kälber. 314 Schafe, 4446 Schweine.

Gerichtssaal.

6in Lrischwindler.

WSR. Wiesbaden. 4. D z. Das biciToe erweiterte Schossentricht verurteilte den 27jähn- gen Äaufmann Otto Hermann Schmidt auS Themar bei Hildburghausen wegen 20 schwerer Lllk mdrnfälschungen, 12 vollend ter und 8 versuchter Betrügereien zu 21 5 Jahren Gefängnis. Die Verhandlung ergab, daß der Verurteilt? ein s.tll.ch und moralisch völlig ver­kommener Mensch und schon wiederlost mit dem Strafrichter Bekanntschaft machte. Er war mit 14 Jahren von der Obrrrealschule entlaufen, machte später Den Weltkrieg mit Auszeichnung mit und kehrte nach Krtegsschluß wieder zur Schulbank zurück.-Beim Gramer siel er durch und fälschte sich mm, um besser fortzukominen. kurzer­hand das Abgangszeugnis. All Grund Del g e- f äls chten Zeugnisses besuchte er Die Uni­versität in Leipzig, wo er auch den Kapp­putsch mitmachte. Spä.er verübte er in Gießen allerlei Schwindeleien, flüchtet? nach Straß­burg, wo er sich zur Fremdenlegion an- tperben ließ. Aber auch dort gefiel es ihm nicht, und er rückte wieder aus. Aus der Frrmden- fcgion entkommen, tauchte er u. a. in Mainz, Düsseldorf, Frankfurt auf, tarn aber überall mit Dem Strafrichter in Konflikt. Unter dem falschen Ra men Schweickhardt schloß er sogar eine Ehe ad. die jedoch für ungültig er­klärt wurde. Später heiratete er Dann erneut feine Frau, litt sich eine Stellung zu verschaffen, fälschte er sich Empfehlungsschreiben und erhielt daraufhin auch richtig eiae Buchhalt er­stelle in Wiesbaden. Während h".cf;r Ze t stahl er seinem Arbeitgeber ein Scheckbuch, machte sich Dann selbständig und verübte mit Den gestohle­nen Schecks zahlreiche Schwindeleien und Betrügereien. Späterhin ernannte er sich zum Dr.-3nn. und legte als solcher mehrere Kreditinstitute hinein, bis schließlich Der faule

nfühif m Karlsruhe.

Gtaatsfetrctärs fjoff. ungsminifterium Hai bi; iums des iüboffor. das Deulfdjt Reich start- aud) Sertreier her

Bayern unb Sa. ungsminifterium vorge inynommtn unb ynti Ttn Dahl btfVimml Tic nmrr stellt bin Bauplatz fatzckfafa )ur Verfügung, jnb die Einrichtung aus imhaste Zuschüsse der bati- i)t werden. Mit dem Lau jonnen werden.

Du schlimmer Mensch, damals warst du ent­zückt über meine phantasiereichen 3deenl" Der behauptet denn, daß ich heute weniger Freude Daran habe, eS handelt sich doch nur Datum, festzustetten. von wem Bubi diese her-

Hnbem.

3m ganzen Deutschen Reiche findet in der Zeit vom 1. Dezember 1926 bis 15. Februar 1927 ein Wohlfahrts-Briefmarkenverkauf s statt. Der Ausgabetermin wird voraussichllich für Riegen bis 20. April 1927 verlängert werden.

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altb wahrte ärMch empfohlen - üb erall erbältücb § ^ux auo Mal) unb O opfert, o^ne 3XK®rry*ftil> « QUUimge ^-c|l#IUtnn-.QL<B. (>aete*vbräM JRutxcl^m.

ffleiieral*'i>eHieiuiifl: OJcotq vebnrett, Gletzen. SMmilftraRc 2i.--Jertiieb für (Stehen: Sllbert

Werlau, Gie -n Vi'bmhfttn6e.

dich hier zu lassen." ..Mutti," jubelt Häns- Hen,hast du gehört? Lind jetzt kriegt Häns­chen Aepsel und Rüsfe von der Minna!"

Der kleine Racker hatte zu genau hin-

Vermischtes.

Hebet eine halbe Million Telegramme im Jahre.

An Telegrammen werden jährlich auf der Erde 572 768 aicfgegeben. Die Länge Der Telegraphenlinien der Erde beträgt 236 825 C00 Kilometer. Das ist eine Entfernung. Die eineinhalbmal so groß ist als die mittlere Entfernung Der Erde von Der Sonne (149 Mil­lionen Kilometer). Die größten Telegraphen­linien haben Deutschland: 271 000 .Kilo­meter, Frankreich: 208 000 Kilometer, Britisch- 3ndien: 149 000 Kilometer. England: 147 000 Kilometer. Rußland: 144 000 Kilometer. Auf 1000 E nwohner kommen in Argentinien 11,3 Kilometer, in Frankreich 5,3, in Deutsch­land 4,5, in England 3,4, in Spanien 2,5, in Schweden 2,1, in Der Schweiz 1,9, in 3talien 1,6, in Dänemark 1.3, in Belgien 1,15, in Ungarn 1.1, in Polen und 3apan je 1, in Britisch- 3ndien 0.5 und in China 0,2 Kilometer.

er Welt.

-üddeolschlmü.

Lchwarzwalö Haber falten. Die Schneehöhe , falben Meter. Auch hat es in der Aach' Desgleichen werden von Schneefälle aemrldel. Qn hat der Schneefall, der lag einsrtzle, den ganzen i Mähe ungehalten. 3o inen falben Meter fach S°öie in ihrem Land- seid bei Berlin aöfin nW at mit schweren W rbäd)fi9 ist ein ME btr x,r jfrau er dnefl unb an« «»te £

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Gießen, drn 6. Dezember 1926.

Hänschen und der Nikolaus.

(Lach einer wahren Begebenheit.,

Hänschen, Der Stammhaller, war im Ro- vember zwei 3ahre all geworden, und feine Ellern freuten sich Darauf, das kleine, verstän­dige Kerlchen mit Dem Rikolaus und Dem Christ­kind bekannt zu machen. Die Mama erzähll Dem immer aufmerksam zuhörenden Hänschen täglich, daß jetzt bald Der Rikolaus kommt, daß er bra­ven Kindern Aepsel und Rüs e mitbringt und für ungezoge. e Kinder Die Lute bereit hat.

Sines Abends will Die Mama ihrem Häns­chen dies alles handgreiflich näher bringen. Sie bat Den kleinen Wann zu Bett gebracht. Aber statt daß er sich ruhig zum Schlafen hinlegt, seht er sich wieder in seinem Bettchon auf und verlangt mit ebensolcher Dringlichkcu wie Laut­stärke seine Schach:el mit Den blauen Zinnsoldaten. »Run hör' mal gut zu, Hänschen", sagt Die Mama,Du mußt jetzt ruhig liegen bleiben, teil es für kleine Kinder Zell zum Schlafen ist. Wenn du artig bist und einschlässt, freut sich bet Rikolaus und schenkt dir etwas Schönes. Bist du aber nicht folgsam dann bringt er eine große Lute mit und Dann bekommst du nur Ahläge". Hänschen sieht seine Mama treu­herzig an:Bitte, bitte. Die Soldaten, Dann ts Hänschen brav", sagt Der kleine Diplomat.

Wer soll Denn nun eigentlich den Riklas Dar- teilen, erfunDigt sich Der Papa eines Tages bei feiner Frau.3ch sürch.e, wenn ich mich ver­kleide, fällt meine Abwesenheit unferm Hänschen auf. ,3a, das fürchte ich nämlrch auch, der 3ung* ist ja fo durchtrieben, von wem er das nur bat!?2*Wahrscheinlich von seiner Mutter-, totnn ich Daran denke, durch was für Einfälle sie sich in ihrer Dorverlobungszeit zu Zusammenkünften mit ihrem späteren Manne frei-

Der Kupf erne Sonntag brachte gestern unserer Stadt einen recht beträchtlichen Verkehr. Der Betrieb auf der Eisenbahn war lebhaft, Die Zuge wiesen gute Besetzung auf und muhten mit einiger Verstärkung gefahren werden. Auch der Autobetrieb Wieseck war stark in Anspruch genommen; hier waren beide Wagen in den Betrieb eingestellt, die sehr starke Be­setzungen auföiefen, da zum erstenmal von bzw. nach Älten-Duseck gefahren wurde. 3n Den Ge­schäftsstraßen der Stadt wogte fhhtDenlang eine starke Menschenmenge hin und her. Die mit leb­haftem Interesse Die Auslagen Der Geschäfte in Augenschein nahm. Soweit man bemerken konnte, wurde gestern auch bereits ziemlich rege getauft. Das günstige Wetter war den Besuchern, wie auch Der hiesigen Geschäftswelt sehr willcommen.

" Die GießenerZuflucht", eine in den Dienst Der Allgemeinheit gestellte Einrich­tung desallgemeinen Verein« für Armen- und Krankenpflege, wurde gestern in Gegenwart der Vertteter lirchiicher unb weltlicher Behörden, zahlreicher Angehöriger der Geistlichkeit und ge­ladener Gäste aus Der evangelischen Kirchen­gemeinde. eingeweiht. Das Heim hat feinen Platz im Garten des evangelischen Schwesternhauses gesunden und ist von der Maigasse aus zugäng­lich. Die Einweihungsfeier, an Die sich eine Be­sichtigung des Baues anschloh, nahm einen ein­drucksvollen Verlauf. Wir werden hierüber mor­gen näher berichten.

E i n F l u g 3 e u g m o D e 11 ist gegenwärtig in einem Schaufenster des Zigarrengefchästs M o e s e r im Seitersweg ausgestellt. Das Mo­dell wurde von Der 3ugenDgruppe des Gießener Dereiirs für Luftfahrt geschaffen; 8 Schüler hie­siger Schulen haben sich Dabei betätigt. Das Werk ist eine zehnfache Verkleinerung des neue­sten Typs des SchulflugzeugesZögling", mit Dem in Der Rhön Segelflüge aus geführt werden. Die Konst rutt'umspläne stammen von Der Rhön- Rossitten-Gesellschaft. Da das Modell nur das Gerippe Darftcllt, also ohne Bespannung ist. hat man einen guten Einblick in Die Einzel­heiten Der Konstruktion. Die interessante und sehr lobenswerte Schöpfung Der jungen Leute fei der allgemeinen Beachtung warm empfohlen.

' Das Bühne nfesi des darstellen­den Personals unseres Stadtthea- ters (Genofsenschastsfest) findet am Samstag, 19. Februar 1927? in den Räumen des Gefell- fdMft3nereiii= statt. Der Reinertrag soll den Wohl ätigk itä a fen d r Si.ausp'el r rgmiaion

der Marken erlischt am auggegeben:

Verkaufspreise 0,10 RM.

Verkaufspreise 0L0RM.

Verkaufspreise 0,50 31TI.

Verkaufspreise 1. RM.

Oefsen11 iche Dücherhalle. 3m 2lr- vember wurden 1216 Bände ausgeliehen. Davor, kamen auf: Erzählende Literatur 655. Zeitschrif­ten 144 3ugendschriiten 99. Literaturgelchichrc 8, Gedichte und Dramen 11, Länder- und Böl- keriunde 92. Kulturgeschichte 18. Geschichte und Biographie 77. Kunstgeschichte 7. Raturwissen­schaft und Technologie 44 Heer- und Seewe'enb. Haus- und Landwtt.scha t t. Gesundheitslehre 5. Religion und Philosophie 23, SlaatSwllsenschall 9, Sprachwissenschaft 3. Fremdsprachliches 7 Bände. Roch auswärts tarnen acht Bände.

* Auslandanleihen werdenin Z u- kunst nicht mej) r steuerlich begünstigt. Der Reichsminister der Finanzen ist ermächtigt, mit Zustimmung des Leichsrats und eines Aus­schusses des Reichstages Anleihen, die dn Aus- larrd zahlbar und zum Handel an deutschen Börsen nicht z gelassen srnd. darchErlaß D »Steuerabzug« vom Kapitalertrag und durch Ermäßigung Der Wertpapiersteuer zu begünstigen. Die Gründe für diese Ermächttgung treffen jetzt nicht mehr zu. Der Reichsmllr.ster der Finanzen sieht sich daher, wie das RnchSfinanzministerium mitteilt, bis auf weiteres nicht in Der Lage, steuerliche Begünstigungen von Auslandanleihen beim Reichsrai und Reichstag zu befürworten. Die bereite früher eingelaufenen und noch nicht erle­digten Anträge werden daraufhin geprüft werden, ob Die steuerliche Begünstigung unter Berücksich­tigung Der allgemeinen Interessen, insbesondere unter Berücksichtigung der Anleihebedingungrn, gerechtf'rtlgt erscheint.

WSR. Aushebung des Rachlösezu­schlags auf Der Eisenbahn. Der Rach- lrsezuschlag auf Der Cifenbabn ist feit 1. De- jember aufgehoben. Einen Zuschlag ffat nicht zu zahlen, wer dem Schaffner sofort unaufgefordert meldet, daß er auf einer AnschlußsUttion wegen Verspätung deS benutzten Zuges, oder wegen kurzer Hebei gongst :it eine Fahrkarte zur Wei­terfahrt nicht hat lösen können, oder eine Zug­gattung mit höheren Fahrpreisen benutzt. Spä­testens auf der ursprünglichen Bestimmungssta­tion ist zv melden, wenn mau in demselben Zug über die Station, bis zu der die Fahrkarte gilt, hinausfahren will. Dort aber keine Zeit zur Lösung einer neuen Fahrkarte hat, spätestens auf Der letzten Hallestation vor Der ursprünglichen Bestimmungsstation ist zu melden, wenn an Der Bestimmungsstation der Zug nicht hält und man Darüber hinausfahren will. Vorher muh man es melDen, wenn man in eine höhere Klasse gehen toill.

** Die Ortsgruppe Gießen des eili­ge meinen Deutschen Frauenvereins hielt dieser Tage ihre diesjährige Generalversamm- hing ab. Rach einer kurzen Begrüßung durch die Dorfißende, Frau Minna Naumann, wurde von Frl. Zimmermann der Kassenbericht verlesen; Frl. Kühne gab als Schriftführerin eine gedrängte lieberficht über die Vorgänge im letzten Vereinsjahr. Sodann wurde bei der Vorstandswahl der Gefamt- Dorftatib wiedergewählt: Frau Naumann als erste Vorsitzende; neu hinzugewählt wurden Frau Prof. Eigener nab Fran Prof. Mombert. Erstere wurde zur fteUvertretenden Vorsitzenden er­nannt an Stelle der zurückgetretenen Frau Geheim­rat B i e r m a n n. Frau Naumann wies in warmen Worten darauf hin, wie wichtig in unseren Tagen ein außerparteilicher Zusammenschluß der Frauen sei, und bat die zahlreichen Mitglieder, die Frauensache und ihren Verein weiter zu förbem unb nach Möglichkeit neue Mitglieder zu werben. Denn Frauenrechte sind Frauenpflichten; es bedarf unermüdlicher Selbstbesinnung und Selbsterziehung, um ihnen gerecht au werden. In welchem Sinne Die Führerinnen der heutigen Frauenbewegung denken und arbeiten, wurde den Zuhörerinnen durch Frau Eigener in ihrem nun folgenden Bericht über die Tagung in Köln, Die 34. Generalversammlung des Ällgem. Deutschen Frauenvereins, oermillelt. Neben theoretischen Vorträgen überWeltwirifchaft", über denEintritt der Frau in die Politik", über Weltbürgertum unb Nationalstaat", überAußen­politik",Völkerbund", Internationalen Arbeiter­schutz",Europa als geistige Einheit" u. a. in., hatten besonders die Diskussionen bei dieser Kölner Zusam­menkunft den sehr zu begrüßenden Erfolg, daß die Frauen der oerschledenen Generationen einander nähergebracht wurden. Die Führerinnen der Kampf­jahre beklagen es oft. daß die neue Generation be­rufstätiger Frauen sich ihnen gegenüber abschließe. In Köln waren alle Generationen vertreten. Die ehrwürdige Vorkämpferin Helene Lange, die in leitender Mitarbeit mit den Männern stehenden Führerinnen, die sich einst ihre Ausbildung in har­tem Ringen hatten erkämpfen müssen, unb bie große Schar der jüngeren Frauen unb Mädchen, denen die fachliche Ausbildung schon als Selbstverständlichkeit geboten wurde. Für sie ist der Berus nicht immer ^Berufung*, sondern oft nur unabweisbare 9kot- wendiLkeit. Wie viele leiden darunter, daß der Krieg ihre >)eiratsmöglichkeiten so sehr erschwert hat, bah ihnen bie aufreibende Erwerbstätigkeit kaum Zett unb Kraft läßt, das allgemein Menschliche in sich Au pflegen. In der Richtung dieser Verständigung ist m Köln so manche Brücke geschlagen worden. Sehr anregend war auch bie Schilderung der Vortragen­den über einige von der Stadt Köln unternommene Besichtigungen, so z.B. die der Siedlungsbaracken für Wohnungslose. Zum Schluß berichtete die Red­nerin noch über die segensreiche Tätigkeit bet Kölner Stadtdirektorin Dr. Hertha ftra u ß. Noch dem Abzug der engllschen Besatzung hat sich Frau Krauß von der Stadt Köln die SBerfügunfl über bie frei- aemorbenen Kasernen unb ihren Inhalt ausgebeten, b. h. über die zurückgelassenen alten Kisten, Säcke, Büchsen und zerbrochenen Möbel. Mit Hilie von er­werbslosen Männern unb Frauen, bie sie in Sechs- wochenschichten arbeiten ließ, würben unter Leitung von Dr. Krauß aus den Trümmern brauchbare Ein­richtungsstücke hergeftelll; Krippen, Kindergärten, Gemeinschaftsküchen und ähnliches eingerichtet. Die Frauen mußten nähen, kochen, Kinder versorgen unb wurden so zugleich angeleitet, dos Gelernte im eigenen Heim nutzbar zu machen. So brachte die

Markenheftchen, enthallend acht 3- und sechs 10-Marken. zum Preise von 2 RM.

Die ÜRAten, ohne Einschränkung im 3n- unb Auslandverkehr an Stelle Der gewöhnlichen Brief­marken verwendbar, sind an allen Postschattern und auch am städtischen Wohlfahrtsamt, Garten st raße 2, Zimmer Nr. 8, erhältlich. 3n erster Linie fließt von dem Abgabepreis der Freimachungswert der Reichspost ;u; Den lieber- schuß erhält die Deutsche Nothttfe pir ergänzenden Fürsorge für Kinder, alte Leute unb Erwerbsun­fähige, sowie für Speiseeinrichtungen aller Art.

Don den beim Wohlfahrtsamt ent­nommenen Marken oerbleibenboPro- zent des Ueberschusfep der Gießener Winternothilfe, 10 Prozent erhält der Lan­desausschuß und 30 Prozent fließen Dem Reichsaus­gleichsstock für besonders notleidende Gebiete zu.

Jeder verwende zur Frankierung imb insbe- onbere für bie Weihnächte-, Neujahrs- unb Ofter- wst nur Wohlfahrtsbricimarken. Br­anders wichtigist es, sich nur der Vermitte­lung de s Wohlfahrtsamts zu bedienen, da nur dann der entsprechende Anteil der Gießener Winternothilfe zugute kommt *

Es fy noch angefügt, daß das Schwergewicht des verttiebes der Marken nach wie vor außerhalb der Postanstalten liegt. Hier können unb müssen aber Steigerungen erreicht werden; denn die bis­herigen Ergebnisse in Deutschland bleiben noch weit hinter denen des Auslandes zurück. Während in der Schweiz im Jahre 1925 auf 1000 Einwohner ein Reinerlös von 100,70 Mk. entfiel unb Amerika sogar einen solchen von 198,20 Mk. aufbrachte, hat selbst bie Stadt Hamburg, die im letzten Jahr an erster Stelle stand, auf 1000 Einwohner einschl. des Postverkaufs nur 38,82 Mk. erzielt. Andere Be­zirke sind hinter dieser Summe noch weit zurückge­blieben.

Gictzencr Wockenmarktpreiic.

Cs kosteten auf dem Wochenmarkt am Samstag: Butter das Pfund 180 bis 1,90, Matte 0,85 bis 0,40, Käse. 10 Stück 0,60 bis 1,50, Wirsing das Pfund 0,08 bis 0,10, Weißkraut 0,08 bis 0,10. Rot­kraut 0,08 bis 0.12, gelbe Rüben 0,10, rote Rüben 0,10, Spinat 0 25 bis 0,30, Unterlohlrabi 0.05 bis 0,08, Grünkohl 0,20, Rosenkohl 0,45 bis 0,50, Feld­salat 1,00, Tomaten 0,50 bi5 1,00, Zwiebeln 0,10, Meerrettich 0,40 bis 0 80, Schwarzwurzeln 0,40 bis 0,60, Kartoffeln 0,06, Aepfel 0,15 bis 0,30, Birnen 0,10 bis 0,20, Dörrobst 0,30, Honig 0,50, junge Hah­nen 1,00, Suppenhühner 1,00 bis 1,10, Gänse 0,80 bis 1,20, Nüsse 0,70 bis 0.90, Eier das Stück 0,16 bis 0,18, Blumenkohl das Stück 0,80 bis 1,50, Salat 0,30, Einmachgurken 0,08 bis 0.15, Lauch 0,05 bis 0,15, Rettich 0,10 bis 0.20, Sellerie 0,20 bis 0,40, Tauben 0,60 bis 0,70 Mk.

Bornotizen.

Tagestalender für Montag: Deutscher OftbunD: 8 UhrHotel Hindenburg". Vortrag. Gießener Freiwillige Feuerwehr: 8 älhrStadt Kassel" außerordentliche Haupt­versammlung. Lichtspielhaus. Dahnhofstrahe: Variete". Astoria-Lichtspiele:Frauenfeindc".

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jftet ArbeltslvI . Ilngchörige des Mittelstandes dieser einstmals

eine ber stärksten Stützen des Staates müssen iius öffentlichen Mitteln unterstützt werden. Die Zahl der Nvtleidenden^ist ungeheuer groß, und es werden ti erster Linie Frauen und Kinder hart betroffen. > f®ctteni nicht aus, die Nor einigermaßen zu be- | Die verfügbaren öffentlichen Mittel reichen bei I Auch die Darntebcrlicgenbe Wirlschaft kann wirksame »Hilfe nicht leisten. i)ier muß die Hilfe der All­gemeinheit einsetzen. Jeder, der noch Arbeit und Berdienst hat, muß beisteuern und mithelfen, die Not

Praktisches Weihnachtsgeschenk:!

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