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baden. 5. Geher, Schweinfurt. 6. O. Gugau, Frankfurt. 7. Müller, Emil, Frankfurt.

Hinterraddefekts nicht zeigen, hielt sich aber aus­gezeichnet und kam als wehster ein. Die ^-Gruppe konnte ihren Vorsprung behaupten. Die Ergebnisse sind folgende:

.^-Gruppe über 200 Kilometer. 1. Nippel, Frankfurt, Zeit: 7:09,01. 2. Geßner. Wiesbaden, zwei Längen zurück. 3. Pritsch, Eddersheim, 7:10,31 Std. 4. Kemptner, Biebrich, 7:10,44. 5. Schärpf. Niederrad, 7:16 Std.

8 - Gruppc über 200 Kilometer. 1. Zeihner, Schweinfurt, 7:06,5. 2. Lind, Frank­furt. 3. O. Cap, Frankfurt. 4. Schön, Wies-

von der Leipziger Technischen Herbstmesse 1.926.

Von Max Fischer.

(Nachdruck verboten.)

Da wären wir also nun wieder einmal auf der Leipziger Technischen Messe. Llnterkunft hatte ich mir beizeiten beim Messeamt bestellt. DaS Kappt großartig nur eins hatte ich ver­gessen: Meine Äeberlebensgröhe anzugeben, und nun war das Veit zu kurz. Zu allem Pech hatte ich weder Logarithmentafel noch Rechenschieber bei mir, so daß ich nicht einmal äusrechnen konnte, ob es in der Diagonale reicht.

Als ich zur Frühjahrsmesse kam mit der Eisenbahn, well das Flugzeug wegen Nebels nach drei Viertelstunden umkehren mußte, hatte Leipzig zu meinen Ehren geflaggt. Das glauben Sie nicht? Bitte sehr: Ich habe einen einwand­freien Zeugen: Fragen Sie nur Hindenburg: Er war damals zufällig auch gerade da. Dies- nuil stick» ähnliche Ehrungen unterblieben, wahr­scheinlich well auf der Herbstmesse ohnedies we- niger los ist, als auf der Frühjahrsmesse. Viele große Firmen stellen überhaupt nur im Frühjahr

und so sind die große Maschinenhalle und die Halle Z geschlossen, und manche von den übrigen Hallen fast leer man hat die leeren Platze durch ubermannshohe Bretterwände verlleidet um die Leere nicht so auffallend erscheinen zu Lassen. Im Haus der Elektrotechnik sind die meisten Stände mit Brettern oder Latten ver­nagelt und an vielen prangt die Inschrift- Die den Eltfabrllen" sie nennen sich tatsächlich Eltfabriken, nicht Elektrizitätssabriken aiige- schlossenen Firmen beschicken nut die Frühjahrs­messe." Mir ist im Haus der Elektrotechnik nichts Neues von Bedeutung aufgcfallen. Auch die freien Plätze und die breiten Streifen, die an der Hauptallee den Hallen vorgelagert sind, und die im Frühjahr voll mit allerhand Maschinen, wie Denzinpferden, Kranen. Dampfstroß enwalzen, Pflügen usw. dicht beseht waren, stehen fast' leer.

Mancher denkt, auf der Technischen Messe sähe man nur hohe und höchste Technik. So dar! 'man sich aber die Messe nicht Vorstollen eher wie ein riesenhaftes Warenhaus für Erzeugnisse

Gerichtsfcml.

Die eigene Frau erwürgt.

WSN. Aschaffenburg, 4 Sept. Der 36 Jahre alte, aus Lohr a. M. gebürtige Buch­halter Heinrich Benkert hatte bei der Weingroßharrdlung Freudenberger in Würzburg, bei der er beschäftigt war. nach und nach 350 Mk. unterschlagen. Als ihm die Entlassung bevorstand, beschloß er. seine Ehefrau ums

der Technik von der Türklinke bis zur gewaltigen Maschine, nicht'zum Zweck des Unterrichts, son­dern zur Werbung von Käufern. Nähert man sich ihr, so sieht man gleich viele alte Bekannte, zunächst die zwei riesigen, licht gebauten Türme des Leipziger Nundfunksenders, von denen man kaum begreift, daß sie hallen, wenn man die Eisenmassen des Eiffelturms im Geiste damit vergleicht. Auch in der Ausstellung trifft man überall alle Freunde, so die Elektrokarren, auf die man zwei Längsbänke mit dem (Rüden gegenein­ander gestellt hat, und die innerhalb der Techni­schen Messe die Rolle der Straßenbahn spielen. Bier Dicke oder fünf Dünne haben auf jeder Dank Platz. Die Wege sind übrigens wieder bedeutend verbessert.

Natürlich hat man auch die meisten aus­gestellten Gegenstände schon im Frühjahr ge­sehen, doch üben manche immer wieder die alle Anziehungskraft aus, so der wendige Elektro­karren von Dleichert, mit dem sein Fahrer auf beengtem Raum mit wahnwitziger Schnelligkeit ein frisch geölter Asse ist gar nichts dagegen! die gewagtesten Dogen beschreibt und sich um sich selber dreht dem Mann muh abends furchtbar zu QJfrute sein. Ich glaube einige Zu­schauer blieben nur deshalb so lange stehen, um abzuwarten, ob er nicht seekrank wird. Mir wurde schon vom Zusehen schwummerig und so stärkte ich mich mit Schweinebraten, Musil und Rotkohl, wobei ich meinen Tischaenossen schwer verletzt habe: nicht etwa mit dem Messer, sondern nur seelisch: Der biedere Sachse hörte nämlich ganz hingegeben einem Trompetensolo zu und sagte dann verzückt: .Der bläst rein!Natürlich," sagte ich,wenn er nicht rein bliese, käme doch kein Ton heraus!" Das war übrigens meine Ver­geltung für einen verbumfiedelten Sonnenunter­gang an der See. Da war ich ganz hingerissen: als aber der glühende Sonnenball gerade den Horizont berührte, lieh sich eine Sächsin hinter mir vernehmen:Iedz' didschd se nainl". Da­mals habe ich den Sachsen Rache geschworen Nun ist das erledigt.

Auch die Schiefersteinsche Glockenläutemaschine ist immer umlagert. Es ist aber auch wirklich fabelhaft, mit wie kleinen Kräften winzigen Elektromotoren die gewaltigen Massen der Glocken in Bewegung gesetzt werden, und mit wie einfachen Mitteln dies erreicht wird, eben

Der kleine Vesfermgrschein.

Das Abkommen, das zwischen dem Reichsfinanz­minister und dem Reparationsogenten über die Herabsetzung der Zufatzleistungen von 500 auf 300 Millionen getroffen worden ist, be­deutet ein Musterbeispiel geschickter Diplomatie. Die Verhandlungen gingen schon lange hin und her. Das Geheimnis wurde aber gut gewahrt, so gut, daß die Möglichkeit irgendwelcher Gegenwirkungen aus- geschaltet wurde, und der Minister seinen Vertrag in der Tasche hatte, ehe die kochende Volksseele in Frankreich in Bewegung gesetzt werden konnte, um vor Entrüstung über diesesGeschenk" an Deutsch­land zu toben. Dabei ist es natürlich an sich ein Geschenk nicht, aber doch eine Erleichterung unserer finanziellen Lage, auf der anderen Seite ür die Gegenpartei auch gefundenes Geld. Denn in London hatte an die Möglichkeit von Zusatz­leistungen in diesem Ausmaße niemand geglaubt. Die deutsche Oeffentlichkeit hat von dem Keinen Besserungsfchein, der den Ausgangspunkt dieser Der- Handlungen bildete, ja überhaupt so gut wie nichts gewußt. Er wurde bei dem Londoner Abkommen als eine Randoerziermig betrachtet, die in Frankreich über die Enttäuschung wegen der Geringfügigkeit der deutschen Leistungen in den ersten Jahren hin­weghelfen sollte. Damals war die Bestimmung aus­genommen worden, daß die Erträge aus den Zöllen und aus den Abgaben auf Zucker, Sier, Tabak und Branntwein dem Reparatlonsagenten als Sicherung für die laufenden Entschädigungszahlungen ver­pfändet werden sollten: mit dem Zusatz, daß, falls 'm Wirtschaftsjahr 1926/27 ihr Gesamtertrag eine Milliarde und im folgenden Jahr 1,25 Milliarden über ft eigen, die Zahlungen aus dem Dames- gutachten sich um je ein Drittel des Ueberschusfes, für das Jahr aber höchstens um 250 Millionen Goldmark, erhöhen sollten. Damals dachten mir alle noch in Jnflationszahlen, und die Wahrscheinlichkeit, daß die Einnahmen aus den Zöllen eine für die Begriffe jener Zeit so phantastische Höhe erreichen

lediglich durch Nachahmung elektrischer Schwin­gungsbeziehungen mit mechanischen Mitteln. In mnigen Kleinigkeiten ist die Maschine gegen die im Frühjahr ausgestellte noch verbessert. Auch die geräuschlos arbeitende Schreibmaschine, von der ich damals sagte, sie sei im Anzug, ist in neuer Form ausgestellt: Die Wandererwerre schließen sie ganz in einen ausgefilzten Kasten ein, aus dem nur die Tasten herausschauen. Durch ein Fenster im Kasten sieht man die Schrift. Nachts wird der Kasten innen mit einer Glühlampe er­hellt. Durch Druck auf einen Knops springt er auf, so daß man neues Papier einspannen und radieren kann. Die Zeilen verstellen und den Wagen verschieben kann man, ohne den Kasten zu offnen. Man hört die Maschine in der Tat faum aber die Lösung sieht doch etwas nach Verlegenheitslösung aus: Als richtige Lösung bleibt doch die Geräuschlosigkeit des Arbeitens selbst anzustreben ich weiß allerdings auch »richt, wie man es machen soll, um das zu er­reichen. Aber es wird doch wohl einer der Tausende von Köpfen, die diesem Ziel nachjagen, einen Weg finden, und von einer späteren Messe werde ich Ihnen berichten können: Sie ist da, die vollkommen geräuschlos arbeitende Schreib­maschine!

Gleich rechts hinter dem Eingang ist eine kleine ringförmige Feldbahn mit einer Qltotor- lokomotive der Firma Erich Brangsch in Leipzig zu sehen, auf dec groß steht:pro Std. 30 Pf. Betriebskosten". Leider habe ich das nicht nach­prüf en können, weil ich gerade fein kleines Geld hatte. Die neue Halle rechts am Eingang, die im Frühjahr noch etwas halbseitig aussah, ist jetzt schon verputzt und enthält einen Teil der Bau- messe. In der nächsten Halle sieht man haupt­sächlich Fahrräder und Zubehör. Der Richtungs­anzeiger scheint jetzt auch für Fahrräder zu kom­men, und zwar hauptsächlich zum Schutz des Rad­fahrers selbst. Dazu ist es aber erforderlich, daß man den Anzeiger auch von hinten sieht. Wan findet recht hübsche solche Dinger aber auch viel Dünger. Der Rücklichtblinker, der na­mentlich in den nordischen Ländern für Fahr» räßer polizeilich vorgeschrieben ist, wird, wie man auf dec Messe meinte, wohl auch in Deutsch­land vorgeschrieben werden, aber nicht mit totem Glas, sondern mit gelblichrotem, so daß die Bla­ker. wenn sie von Lokomotivlaternen beleuchtet

werden etwa beim Warten des Radfahrers an einem Bahnübergang das Licht nicht rot tote das Haltesignal Der Eisenbahn, sondern etwa in der Farbe zurückwersen, wie es die Vorsignal- lichter bei geschlossenem Hauptsignal zeigen. Das wäre jedenfalls sehr zweckmäßig, Damit kein Zug »um Halten gebracht wird. Vielleicht sollte man solche Blinker auch am den Eisenbahnschranken anbrtngen, natürlich so, daß sie bei offener Schranle abgeblendet sind. Es sind auch viele Fahrtrichtungsanzeiger und ähnliche Vorrichtun- gen ausgestellt, die leuchten, wenn sie von La- ternen anderer Fahrzeuge beleuchtet werden.

In der Kraftwagenausstellung sieht man neben vielen ausländischen Personenwagen zwei riesige Möbelwagen mit Anhänger: bei allen vier Fahrzeugen sind die Führerabteile vvllkom- men geschlossen. Auch ein Lastwagen ist da, deinen Kasten man mit Motorkraft nach hinten und Den Seiten kippen kann. Der Glanzpunkt ist aber ein Thespiskarren von der Firma Schu­mann in Zwickau: Ein als Geschäftszimmer ein­gerichteter, sehr geräumiger Wohnwagen des Zirkus Sarasani: Neben Aktengestellen und schonen Schreibtischen fehlt sogar Die Schreib- maschinenzelle und die Rechenmaschine nicht.

Bemerkenswert ist ein kleiner Hilfsmotor für Fahrräder, der im Betrieb auf den Straßen des Messegeländes vorgeführt wird, der Ruppe­motor. Nun muß ich mich als Gegner solcher Motoren bekennen, weil sie in der Regel das auf ihr Gewicht und ihre Kraftwirkung nicht berech­nete Fahrrad in kurzer Zeit zerstören. Anderer- seits aber ist der Ruppemotor so leicht und läuft so erschütterungsfrei, daß ich bei ihm diese Be­denken nicht habe. Es wird sich vielleicht noch Veranlassung geben, auf Einzelheiten näher ein­zugehen. wiewohl Die meisten ausgestellten Gegen­stände solche sind, die jeder kennt. Aber auch auf Gebieten, Die nichts mit Der Technik zu tun haben, lernt man auf einer solchen Ausstellung manch­mal etwas Neues: So hat man z-. B. immer in Den Zeitungen gelesen, Die Türken trügen jetzt Hüte. Auf Der Messe waren aber Türken, die noch Feze trugen. Diese Türken waren zweifel­los echt, denn erstens hatte jeder einen goldenen Halbmond am Fe§, und zweitens merkte mans an Der Sprache: Als ich vorbeiging sagte einer geradeHerjö Merschns" und ein anderer Nu aem. Das ist doch zweifellos türkisch.

Motorsport.

Schlutz der Reichssahrl des A. D. A. L.

Don den in Braunschweig gestarteten 115 Wagen sind am Ziel in Düsseldorf 66 angekommen. Nicht Unerwähnt bleiben soll, daß auch die an der Fahrt sich beteiligenden fiebere Damen großartige Leistungen vollbrachten. An Der Fahrt waren 90 deutsche und 25 ausländische Fabrikate beteiligt.

Auf der letzten Etappe am Samstag ereignete sich in einer Kurve wenige Kilometer vor Wies­baden bei Naurod ein schwerer llnglucksfall. Die Fahrer Gottlieb Kob-Koburg, Herbert Körner-Naumburg und Hermann Adel­mann-Königshofen wurden mit ihrem OL <5. II.- Wagen aus Der Fahrbahn geschleudert und schwer verletzt. Durch nachfolgende Wagen erfolgte die äleberführung der Verletzten in das Wiesbadener Krankenhaus. Dort ist Der Fahrer Körner feinen Verletzungen erlegen, während Kopp- Koburg noch in Lebensgefahr schwebt. Gas Befinden des dritten Verletzten hat sich Dagegen gebessert.

Großer Preis von Italien.

Der Große Preis von Italien, der am Sonntag auf der Monza-Bahn in Mailand ausgefahren wurde, sah 7 Konkurrenten (2 Marino, 2 B. N. C. und 3 Amilcar) am Start. Sieger wurde Morel auf Amilcar, der die 400 Kilometer lange Strecke in 3:0,32 Stunden bewältigte. Zweiter wurde Du­ra y, gleichfalls auf Amilcar.

Leben z u bringen, um chr die Schande die Not und das (SlenD zu ersparen. Diese Tat führte er morgens früh im Bette kurz vor Weih° nachten vorigen Jahres aus, indem er sie er­würgte. Nach der Tat stellte er sich Der Po­lizei. Das Schwurgericht verurteilte ihn wegen Totschlages zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. *

Oberhesien.

LandLreis Metzen.

s. Klein-Linden, 4. Sept, ihrfer neuer, nunmehr bestätigter Gemeinderechner W' Germer Übernahm am 1. September die Rech­ne r g e s ch ä f t e. Der alte Rechner hatte das Amt 26 Jahre inne und ist in den Ruhestand ge- treten. Ein Wohnungstauschin größe­re m K r e i s e wird in nächster Zeit in unserer GeniemDe vorgenommen. Durch das Freiwerden verschiedener Eisenbahnerwohnungen und durch Einwirkung sonstiger Umstände, wie Neubauten, Wegzug usw., ist es möglich ge° tooröen, langgeäußerte Wünsche und dringende Bedürfnisse auf dem Wohnungsmarkt zu erfüllen. . X W^seck, 4. Sept. Im Rechtsstreit D e r gemeinde gegen die bür-

He Gemeinde hat nunmehr das Landeskirchen am t sich bereit erklärt, einer Etni gun g der beiden Parteien seine Zu- strmmung zu geb em wenn entsprechend dem ersten Vorschlag des Rechtsanwalts der bürger- Wn ©emetnDe diese für Hauptgeld und Zinsen den runden Betrag von 1000 Reichsmark ent- r^tet und sämtliche Kosten des Prozesses trägt

eu. A l te n-B useck, 4. Sept. Gestern sanden hier die N e i ch s , u g e n d w e 11 k ä m p f e statt. Bei unserer Schuljugend werden diese Kämpfe im­mer mehr beliebt. Herrlich war das Wetter, als die jungen Turner ausrückten, um auf einer Waldwiese, öic auf einem Höhenrücken nördlich unseres Dorfes ehr malerisch liegt, ihre Kräfte zu messen. Eigent­lich sind die Jugendwettkämpfe nur für die zwei letzten Jahrgänge der Volksschule vorgesehen. (13- und 14jährige Kinder.) Doch auch die beiden vorher­gehenden Jahrgänge (11- und 12jährige) wollen es sich nicht nehmen lassen, die Wettkämpfe mttzu- machen, so daß es hier eingeführt wurde, auch diese teilnehmen zu lassen. Insgesamt waren es 59 Kna­ben, die in fünf volkstümlichen Hebungen sich wessen konnten, 29 13- und 14jährige und 25 11- und 12jährige. Als Hebungen waren ausgewählt: 100- Meter-Lauf, Weitsprung, deutscher Dreispruna, Kugelstoßen und Ballweitwurf. Bei dem 100-Meter- Lauf wurden gewertet: 19 Sek. als 0 Punkt, 15 Se­kunden als 20 Punkte; bei Weitsprung 2 Meter als 0 P., 4 Meter als 20 P.; bei deutschem Dreisprung 5 Meter als 0 P., 7 Meter als 20 P.: bei Kugel­stoßen (Gewicht 5 Pfund) 41 Meter als 0 P., 101 Meter als 20 P.,- Ballwurf 25 Meter als 0 P., 45 Meter als 20 P.. Die erreichte Höchstleistung im 100-Meter-Lauf war 14$ Sek., im Weitsprmrs 3,60 Meter, im Dreisprung 7,60 Meter, im Kugel­stoßen 10,50 Meter, im Ballwurf 47 Meter. Bei den 11- und 12jährigen Knaben waren die An­forderungen etwas niedriger, als die oben ange­gebenen, entsprechend ihrem geringeren Mer. Die Sieger der ersten Abteilung waren: Friedrich Döll ' 88 P., Wilhelm Vogel I. 86 P., Heinrich Hoff- m a n n 85 P., Heinrich Schön 81 P.: die der zwei­ten Abteilung: Karl Einhauser 77 P Karl Hofmann 77 P., Friedrich M ü l l e r 77 P., Wil­helm Lepper 75 P., Wilhelm Rühl 75 P. Da insgesamt 10 Prozent der Teilnehmer an den Jugendwettkäkstpfen mit Ehrenurkunden bedacht wer­den, durften die drei ersten Sieger von jeder Gruppe mit einer Hrkunde rechnen.

t. Aus DemDuseckerTal. 4. Sept. Das Ernteergebnis im Jahre 1926 läßt sich jetzt überschauen. Die (5 etrelDeerntc ist in diesem Jahre recht güt ausgefallen. Wenn eine GetreiDeart nicht als recht gut bezeichnet werben faim, so ist es Der Weizen. Bei Diesem wirD man in unserer Gegend selten mit Den höchsten Erträ­gen rechnen können: immerhin ist auch Die Weizen­ernte in Diesem Jahr als gut zu bezeichnen. Dazu kommt noch, Daß sämtliche Fruchtarten gut ein- gebracht werben konnten. Die Heuernte war ebenfalls recht gut. unb das günstige Wetter er­möglichte ein gutes Einbringen. Ebenso verhakt es sich mit Dem zweiten Grasschnitt. Die Grummet ernte wird als vorzüglich be­zeichnet. Selbst in Der Menge steht das Grummet Dem Heu kaum nach, unD Die goldigen Herbsttage

Leichtathletik.

Leichtathletik- Bereinsmeisterschast.

Sie Deutsche Sportbchördc für Leichtathletik hat für die Deutsche Vereins Meisterschaft 19 2 6 folgende Hebungen feftgelcgt: 100-Meter, 5000 Meter, Hochsprung m. 21., Weitsprung m. A., Diskuswerfen bestarmig, Kugelstoßen beidarmig. Endtermin für die Anmeldung zur Teilnahme ist der 15. September 1926. Die 2lnmolbung muß beim zuständigen Landesverband erfolgen.

DieDeutsche Vereinsmeisterschaft", offen für alle der D. S. B. angeschlossenen Vereine, gelangt in Form eines Mannschaftskampfes ,311m Austrag.

Der Leichtathletik-Ausschuß bestimmt und ver­öffentlicht jedesmal die sechs Hebungsarten, die sich aus je einer Hebung der folgenden sechs Gruppen zusammensetztcn müssen:

a) 100-, 200-, 400-Meter-Laus oder 110-Meter- Hürden:

b) 800-, 1000-, 1500- oder 5000-Meter-Lauf;

c) Hochsprung m. 21., Hochsprung a. d. St. ober Stabhochsprung:

d) Weitsprung m. A., Weitsprung a. d. St. oder Dreisprung:

e) Diskus., Speerwerfen oder Schleuderball­werfen:

f) Kugelstoßen oder Steinstoßen (von den beiden letzten Gruppen muß eine Hebung beidarmig aus­geschrieben werden.)

Schwimmen.

Pascoe schwimmt 200 Meter Brust in 2:57,4.

Bei Dem gestrigen Werbeschwimmfest in Marburg, an Dem sich Der Gießener Schwimm- verein mit seiner gesamten Sportmannschaft be­teiligte, konnte Fritz Pascoe im 200-QHetcr- Brustschwimmen seine bet Dem AusscheiDungs- tennen für Die Europameisterschaften in Düssel­dorf geschwommene Zeit von 3 Min. 5 Sek. auf 2 Min. 57,4 Sek. verbessern. Gegen ihn schwammen die 200 Meter je 2 SchwiiKmer aus Marburg und Wetzlar, von Denen jcDer 100 Meter zu schwimmen brauchte, Die er mit 6 Meter Vor­sprung schlug. Pascoe befindet sich zur Zett in allerbester Form und geht mit Den besten Aus­sichten bei Den Ende September stattfinDanden vmbanDsoffenen Schwimmwettkämpfen Des Darm­städter S. C. »IungDeutschland", wo er wiederum mit den besten Brustschwimmern Deutschlands zusammentrifft. in den Kampf. Näherer Bericht über die gestrigen Kämpfe folgt.

Radsport.

Großer Opelpreis von Hessen über 200 Mm.

Frankfurt a.M., 5. Sept. (WTD.) Der LandesverbandHessen" ließ heute Den©ro­ßen Preis Der Opelwerke" über 200 Kilometer laufen. Sie Abwicklung Der Sen­nen vollzog sich einwandfrei. Die Strecke führte über Viwel, Friedberg, Nauheim, Butzbach, Lich. Hungen, DüDingen. Hanau, Babenhausen. Die­burg, DarmstaDt über Langen nach Frankfurt, wp sich am StaDion Das Ziel befanD. Tlm 7 IHjr startete Die ^-Gruppe, während die Elite der Strahenfahrer in der 8°Gruppe um 7.30 Uhr startete. Die Strecke war in bester Verfassung ünd stellte an Die Fahrer rächt allzugroße An- forDerangen, Da wenige Höhenzüge zu über- totnDen waren. Schon bis FrieDberg hat sich die 8-Gruppe Durch Defekte stark gelichtet, WährenD Die.^-Gruppe sich in Drei Gruppen geteilt hatte und mit großem Vorsprung führte. In gutem T^mpo tourDe Friedberg, Nauheim und Butzbach passiert. Es ging Dann gen Büdingen zu, wo Do Tempo etwas forciert wurde. Hanau wurde von einer Spitze von 15 Mann Der ö-Fahrer dürchfahren, Die in Darmstadt um 1.40 Uhr ein­trafen. Auf dem letzten Teil Der Strecke er­eignete sich ein Sturz, in den vier Fahrer ver­wickelt wurden. Zum Glück ging es noch glimpf- lich ab. Gegen 2.30 Uhr trafen zehn Mann im Ziel ein. Erst nach scharfem Endspurt tonnte Zeitzner, Schweinfurt, seine Gegner besiegen. Gugau konnte sein ganzes Können wegen

tonnten, mürbe allgemein für so gering gehalten, daß wohl ernsthaft an die finanziellen Folgen dieser Klausel niemand gedacht hat.

Es ist aber ganz anders gekommen. Der allge­meine Hunger an Rohstoffen trieb die deutsche Ein­fuhr stark in die Höhe und damit auch die Ein­nahmen aus den Zöllen, und auch jetzt, nachdem der Normalbedarf unserer Volkswirtschaft sich einiger­maßen ausgependelt hat, ist es so gut wie sicher, daß sowohl im ersten wie im zweiten Jähre die Erträge der verpfändeten Einnahmen so hoch sind, daß das Maximum der Belastung aus dem Besserungsschein abgeliefert werden muß. Das fand jetzt schon seit längerer Zeit statt. Es ist deshalb vielleicht auch kein Zufall, daß von links her gegen den früheren Reichsfinanzminister o. Schlieben der Vorwurf erhoben worden ist, er habe durch seine finanzielle Thesaurierungspolitik einen Zustand geschaffen, der uns vollkommen unnötigerweise 250 Millionen Mark im Jahr kostet. Es war ja auch so bequem, die Verantwortung dafür gerade den Deutschnationalen und dem Kabinett Luther in die Schuhe zu schieben. Herr Reinhold selbst aber ist loyal genug gewesen, dieser Ente den Hals umzudrehen. Er hat keinen Zweifel darüber gelassen, daß a u ch o h n e die letzte Finanzrosorm die Höchstgrenze des Besserungs- schemes überschritten, das Geld also hätte bezahlt werden müssen. Unter diesen Umständen erübrigt es sich vollkommen, nachträglich noch in eine Debatte darüber einzutreten, ob die letzten Erhöhungen der indirekten Steuern notwendig und nützlich gewesen sind. An dem Ergebnis würde sie nichts geändert haben, das Geld mußten wir auf jeden Fall zahlen. 2luf der anderen Seite bestand für das Reich die zwingende Notwendigkeit, nachdem durch die Inflation alle Begriffe ins Schwanken geraten waren, den Reichshaushaltsplan gründlich zu unter­mauern, uns nicht einmal vor eine Minderein­nahme zu stellen, die das eben erworbene Vertrauen zur deutschen Währung ins Wanken gebracht und die ganze Stabilisierungsarbeit unmöglich gemacht hätte.

Wenn es trotzdem dem Reichsfinanzminister ge­lungen ist, dem Reparationsagenten begreiflich zu machen, wie schwer eine solche Mehrbelastung auf der deutschen Wirtschaft und der deutschen Währung ruht, so läßt sich daraus schließen, daß Parker- Gilbert einen sehr klaren Blick für die wirtschaft- lichen Zusammenhänge hat. Gr hat mit uns auf 300 Millionen nfforbiert, verzichtet also auf 200 Millionen. Dafür läßt er sich den Restbetrag früher zahlen, als wir ihn sonst hätten zahlen müssen, gibt aber gleichzeitig die Sperre auf die ver- fifänbeten Einnahmen preis, die sonst dem Dcut- chen Reich erst nach 45 Tagen zufielen, während sie letzt gleich nach ihrem Eingang in die Reichska fc laufen, wodurch die Liquidität der Reichska fc wesentlich erhöht wird. Hnd nicht nur das, Parker Gilbert hat sich auch bereit erklärt, diesen Betrag von 300 (Millionen nicht zu transferieren, das Geld also nicht in Devisen der deutschen Volks­wirtschaft zu entziehen, sondern innerhalb Deutschlands als zusätzliche Reparationsdeträge für Sachleistungen umzufetzen. Das bedeutet prak- tifch eine Unterstützung der Notstandsaktion der deutschen Regierung zur Beteiligung der Ar- beitslosigkeit-, diese 300 Millionen bringen Arbeit für deutsche Hände, gehen demnach nur zum Teil der Volkswittschaft verloren. Aus dem Gesichtswinkel der Politik wie aus dem der Wirtschaft betrachtet, bedeutet daher dieser Vertrag ein starkes Akti - »um des Kabinetts. Er hat zudem das wichtige Charakteristikum, daß er die erste A e n d e r u n g des Dawesplanes ist. Der Reparationsagent und die Reparationskommiffion haben damit aner­kannt, daß der Dawesplan nicht ein starres Gesetz ist. dem unter Umftänben die deutsche Wirtschaft ge­opfert werden muß, daß er sich vielmehr anpasse den Bedingungen und Bedingtheiten, unter denen Deutschland zu leiden hat. Hnd das ist für die nächste Zukunft, in der wir die Welt davon zu überzeugen haben, daß der Dawesplan in feiner vollen Auswir­kung eine unmögliche U c b c r f p a n n u n g unserer Kräfte oorausjetzt, vielleicht das Wichtigste.