Montag, 6. September 1926
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesien)
Nr. 208 Zweites Blatt
Turnen, Sport und Spiel
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tvber 03. f. 2t. Butzbach — B. E. Wetzlar, Germania Marburg — F. V. Ockershaufen. Frankenberg — Dillenburg. 14. Rv vembe r F. B. Ockershaufen — Gießen 1900, Dillenburg gegen B. E. Wetzlar. Als ernsteste Bewerber um die Kreismeisterfchaft gelten Gießen, Marburg, Wetzlar, diese in sich wieder ungefähr in der genannten Reihenfolge. Eingreifen in diesen Kampf könnten evtl, noch Ockershausen unb Herborn, während wohl Butzbach, Dillenburg und Frankenberg den Schluß machen werden. Räheres läßt sich jedoch erst nach Ablauf der ersten Termine sagen.
Beherzigenswerte Ermahnung.
Kassel versuchte seinerseits mit Hochdruck, wenigstens noch den Ausgleich zu erzielen. Tragisch ist es zu nennen, daß es ihm ausgerechnet in ten letzten Minuten, um die die reguläre Spielzeit wegen -Zeitverlusts verlängert worden war, gelang. Das eine sei noch gesagt: das Spiel wäre von der Platzmannschaft gewonnen worden, wenn nicht wieder, von der linken Sturmseite her- rührend, die Homogenität der Mannschaft zerstört worden wäre.
Die Alte-Herrenmannschast lieferte sich mit der aktiven Lollars, nachdem sie von
Borsprung nahezu auf. Mit 7:6 Toren blieb Wetzlar zum Schluß in Front. Trotz der heißen Witterung war das Tempo äußerst schnell. Beide
band erläßt an leine Derbandsoereine folgenden 21 u fr u f, der nicht nur für die süddeutschen Vereine gilt:
„Auf der ganzen Linie setzen die Spiele um die Meisterschaft ein.
Aller Leitgedanke muß es sein, daß es nicht nur um Sieg und Punkte geht, sondern daß ein jeder einer höheren Pflicht zu genügen hat. Jeder muß uon der Absicht durchdrungen sein, seinen toport so auszuüben, daß der Zweck unseres Verbandes erreicht und dessen Aufgabe erfüllt wird, nämlich die körperliche und geistige Ertüchtigung der Heranwachsenden Generation und die Verbreitung und Hebung des Fußballsportes durch wahrhaft muster-
Mannschaften zeigten anerkennenswerte Leistungen. Das Spiel war fair von Anfang bis zu Ende, wozu die ausgezeichnete Leitung des
Lich noch eine Absage erhalten hatte, ein torreiches Treffen. 4:4 lautete das für sie günstige Resultat.
Die 1. Jugendmannschaft verlor gegen die gleiche von „Germania" Marburg 2:1
Die Dritte war vergeblich nach Rieder- g i r m e s gefahren, da angeblich von dort eine Absage abgegangen fein sollte.
Freie Turner-chast Heuchelheim
L So ziemlich alle Fußballanhänger. die sich am Sonntag für diesen Zweck frei machen konnten, fanden sich auf dem Heuchelheimer Sportplatz ein, denn Gießen und Heuchelheim rangen um die Punkte. Der Bedeutung des Spieles entsprechend war der ganze Rahmen: Überall wurden die Gewinnchancen abgewogen, am schlechtesten kam hierbei der Borschauschreiber ab, einmal, weil er den Gießenern den Sieg nicht von vornherein zuschrieb, auf der anderen Seite waren die Heuchelheimer Dereinsfanatiker aus demselben Grunde nicht seiner Meinung. Um einmal dabei zu bleiben: dieser Sünder, der es immer verkehrt macht, behielt recht, denn die Partie blieb remis, die Punkte wurden geteilt, und jede Mannschaft hat ihren Punkt redlich verdient. Gießen infolge besseren Verständnisses der ganzen Mannschaft, Heuchelheim mit Hilfe feines ganzen Energie-
Front, aber unverdrossen machten sich die
wiederzuerkennen, zumal Gießen jetzt mit der baPPort neue Anhänger, besonders unter der Ju- Sonne im Gesicht spielen mußte. Vom Anstoß genv, zuzufuhren.
weg drückte Heuchelheim sehr stark, der Gießener Der Turnverein 1847 Wetzlar be° „ßange“ muhte alle Künste eines Tormannes an- gann am gestrigen Sonntag sein Abturnen mit wenden, muhte aber trotz feiner guten Abwehr- volkstümlichen Mehrkämpfen und Geräteturnen, arbeit in der 7. Minute hinter sich greifen. Der Die Ergebnisse lagen bei Abschluß dieser Zellen abermalige Angriff Heuchelheims brachte zunächst noch nicht vor. Das Abturnen wird am kom» eine Ecke und unmittelbar darauf das 2. Tor. menten Sonntag, 12. September, fortgesetzt.
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Mannschaft, während die klb-Mannschaft Gießens in Naunheim von der bärtigen neugegrünbeten Zweiten verhältnismäßig hoch (6:1) überfahren wurde. — Die Marburger Zweite blieb im Kampfe gegen die Wetzlarer Zweite ebenfalls siegreich, indem sie das Spiel 5:1 für sich entscheiden konnte. — In Fronhausen standen sich die ersten Mannschaften Fronhausens und D a u b r i n - g e n s gegenüber. Fronhausen trat mit Ersatz, und dabei nur mit 10 Mann an, konnte aber trotzdem bald nach Spielbeginn das erste Tor erzielen. Dau- bringen glich bald daraus aus. Kurz nach Halbzeit war Baubringen abermals erfolgreich, Fronhausen biteben weitere Erfolge versagt, zumal ein Spieler ausscheiden mußte und ein weiterer vom Schiedsrichter herausgestellt wurde.
Die Gießener Jugend konnte die Marburger Jugend recht knapp schlagen. Das Resultat lautet 3:2 für Gießen. — Die Blasbacher zogen vor, gegen die Wiesecker Jugend gar nicht erst anzutreten und überließen die Punkte kampflos.
Wetzlarer Sport
tz. In Wetzlar selbst fand gestern nur eine sportliche Veranstaltung statt. F. C. Polizei hatte zum Rückspiel den Butzbacher Po- lizeifportverein zu Gast. Im Vorspiel waren die Wetzlarer mit 2:0 Sieger geblieben. Damals schon zeigten beide Mannschaften nichts besonderes. Richts Besseres kann man von dem gestrigen Spiel sagen, zumal es in Redensarten । und Gehässigkeiten ausartete. Im Endresultat blieb Butzbach glücklicher 2:3-Sieger. Die meisten Torschüsse gab Butzbach ab, aber aus zu weiter Entfernung, so daß sie der Wetzlarer Hüter leicht hielt. Hingegen hatte Wetzlar die sicheren Torchancen, schoß aber zu unplaciert und zu aufgeregt. Die Torerfolge führte Wetzlar mit einem Alleingang des R. QL an. Dann übernahm Butzbach mit 2:1 die Führung, bis Wetzlars Qltittelftürmer durch einen langen Schuh den Ausgleich erzielte. Einem zu Unrecht gegebenen Sttafstoh verdanken die Butzbacher einen unverdienten Sieg nach beiderseits ausgeglichenem Feldspiel.
Einen weitaus schöneren Kampf lieferte die Wetzlarer S t a d ions chulm annschaf t mit ihrem Sportlehrer Paulus am Samstag abend in Gießen dem Männerturnverein Gießen. Die jungen Wetzlarer Spieler zeigten gute Schulung, die besonders im Jnnenspiel
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Wallenfels, Hans Mohr, Willi Müller, | Willi Müller, Willi Becker- Willi Michel, Cutt Georgi, St.: Willi Roloff) wurde nach der Landung vom Publikum umringt, das Zeuge der wohlverdienten Siegerehrung sein wollte. Der Vorsitzende der Rudergesellschaft, Weinhändler Ernst Niemann, würdigte die glänzende Leistung der Mannschaft in wohlverdienter, gebührender Weise und hob dabei hervor, daß mit diesem Erfolge Georgi den 30., Müller den 25. und Michel den 20. Sieg errungen habe. Ein begeistert aufgenommenes Hipp-Hipp-Hurra auf die siegreiche Mannschaft schloß diese Ansprache. Namens der Stadt Wetzlar sprach Beigeordneter Richards von dort die herzlichen Glückwünsche der Wetzlarer aus, die von vornherein den Sieg der Gießener als sicher angesehen hätten und froh seien, daß sich die Wetzlarer Mannschaft gegen die Sieger überhaupt so gut gehalten habe. Weiter widmete der Redner dem guten, freundnachbarlichen Einvernehmen zwischen Wetzlar und Gießen recht sympathische Worte und wies schließlich treffend auf die hohe vaterländische Bedeutung des Spotts hin. In das Hipp-Hipp-Hurra auf das deutsche Vaterland stimmte die Menge freudig ein. Hierauf sprach Oberbürgermeister Keller namens der Stadt Gießen. Er betonte, der Preis solle ein immer neuer, tat« I kräftiger Ansporn für die Ausübung des Ruderspotts in den beiden Städten sein. Es sei ihm eine Freude, zum erstenmal den Preis der siegreichen Gießener Rudergesellschaft zu freuen Händen übergeben zu können. Sein Hipp-Hipp-Hurra galt der Gießener Rudergesellschaft und der siegreichen Mannschaft. Anschließend überreichte der Oberbür- ! germeister jedem Mitglied der Siegesmannschaft ein । Mfrenzeichen. Den Dank der Ruderyesellschast und die 23erfid)erung, daß sie auch weiterhin ernste sportliche Arbeit leisten werde, brachte der Vorsitzende Ernst Niemann zum Ausdruck. Er schloß mit Hipp-Hipp-Hurra auf die deutsche Jugend und das deutsche Vaterland. — Nachstehend der Rennbericht: Ausscheidungs-Rennen bet beiden Gießener vereine.
1. Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 5,49$.
2. Verein Rudersport Gießen 1913 6,02.
Durch dichten Wassernebel verzögert sich der auf 9 Uhr angesetzte Start um eine halbe Stunde. Der erste Start mißlingt; beim zweiten übernimmt die Ruder-Gesellschaft sofort kleine Führung, die sie langsam aber stetig ausdehnt. Auf halber Strecke beträgt der Vorsprung 1* Längen, im Ziel etwa 3 Längen. Die Arbeit in beiden Booten macht einen lahmen Eindruck und ist kurz.
haupk-Rs^«en.
j 1. Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 5,36.
) 2. Wetzlarer Ruder-Club 1800 5,43.
Bei beiden Booten gelingt der Statt. Wiederum führt Gießen sofort und dehnt feinen Vorsprung langsam aus. Er beträgt bei 1000 Meter 1 gute Länge und im Ziel etwa 2 Längen. In beiden Booten ist die Arbeit flüssiger als am Vormittag.
Fußball.
Die Lahnkreisliga.
" tz. Trotzdem die Aufstiegspiele für die Lahnkreisliga twch nicht beendet sind (Gladenbach, Allendorf und Dietergirmes spielen noch ten dritten Vertreter aus), hat sich ter Kreis»
ausschuß veranlaßt gesehen, kurzer Hand die Kreisliga mit nur acht Vereinen zu benennen, und zwar: Gießen 1900, Germania Marburg, D. C. Wetzlar, V. f. R. Butzbach, Dillenburg, Ockershausen, Herborn und Frankenberg. Auch die ersten Termine für den Kreis sind bereits erschienen: 12. September Gießen 1900 gegen D.f.D. Butzbach, Germania Marburg — Sp. D. Herborn, Dillenburg — F. V. Ockershausen. 19. September Gießen 1900 — B. C. Wetzlar, F.C. Ockershaufen — D. f. D. Butzbach, Sp.V. Herborn — Dillenburg, Frankenberg — Germania Marburg. 2 6. September Sp.V. Herborn — Gießen 1900, B. C. Wetzlar — Frankenberg, V. f. R. Butzbach — Germania Warburg. 3. Oktober Gießen 1900 — Frankenberg, Dillenburg — D. f.R. Butzbach, Sp.V. Herborn gegen Ockershausen. 10. Oktober Gießen 1900 gegen Dillenburg, B. C. Wetzlar — Germania Warburg, V. f.R. Butzbach — Sp.V. Herborn, Frankenberg — F. V. Ockershausen. 17. Oktober Germania Marburg — Gießen 1900, B. E. Wetzlar — Sp. V. Herborn, Frankenberg gegen V. s.R. Butzbach. 2 4. Oktober F. V. Ockenshausen — D. E. Wetzlar, Herborn gegen SrMAwberg, Dillenburg — Germania Marburg, A. B. Ockershausen — B. C. Wetzlar. 31. Ok-
Gießener Ruderer siegreich.
Der Städtc-Achter-Wettkampf Gießen — Wetzlar.
Die Gießener Ruder-Gesell sch oft 18 7 7 hatte gestern wieder einen gasten Tag. Mit Genugtuung konnte sie nach schönem sportlichen Kampfe auf der Lahn als Siegeszeichen den von den Städten Gießen und Wetzlar gefluteten Wanderpreis heimbringen, um den in diesem Jahre zum erstenmal gekämpft wurde.
Am Vormittag fand das Ausscheidungs- rennen der beiden wettstreitenden Gießener Ver- eine (Gießener Rudergesellschaft 1877 und Verein „Rudersport" Gießen 1913) statt. Ein Verhältnis- mäßig zahlreiches Publikum hatte sich hierzu emge- funben, um zunächst bis gegen 9.30 Uhr in den — dichten Dkorgennebel zu gucken. Allmählich wurde es jedoch lichter, und mit ansehnlicher Verspätung ging das Rennen dann vom Stapel. Die Ruoer-Ge- sellschaft 1877 errang sich dabei einen bombensicheren Sieg.
Kurz nach 5 Uhr nachmittags fand das H a u p t = rennen statt. Der Zuschauerkreis war gegenüber dem Vormittag stark angewachsen, denn das herrliche Wetter machte einen Aufenthalt an der Lahn allein schon zum Genuß. Mit starker Spannung wurde der Kampf der beiden Achter verfolgt, das Interesse flaute auch nicht im mindesten ab, als sich etwa auf halber Bahnlänge — die Rennstrecke war etwa 2000 Meter lang, Start am Felsen, Ziel am Bootshaus der Rudergesellschaft — klar ergab, daß die Gießener Rudergesellschaft 1877 sicherer Sieger über den Konkurrenten, Wetzlarer Ruder-Club 1880, war. Unter stürmischem Beifall des Publikums passierten die Gießener als erste das Ziel, damit den ersten Kamps um den Wanderpreis für Gießen entscheidend. Die siegreiche Mannschaft (Ludwig Klaus, August
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v. f. B.-Ciga — hermania Kassel 2:2 (1:0). (Eine Minute vor Schluß gleiqjt Kassel aus.
Wetzlar. Hier trat ter Männetturnvereinl konnte Rauheim durch leichtsinnigen Torabwurf Marburg mit Ersatz ter Turn- unb Spott- des Gießener Torhüters, ter im allgemeinen gut Vereinigung Wetzlar gegenüber. Das Endergebnis gefiel, feinen ersten Erfolg buchen. Ein weiterer lautet 3:2 für Marburg, die Meisterschaftsaus- plazierter Torschuß des Nauheimer Halblinken sichten dürste Wetzlar nunmehr endgültig begra- stellte das Resultat auf 3:2 für Gießen. Dis zum ten haben. Schluß gelang es dem Halbrechten Gießens, noch
Richt minder Überraschend ist das Ergebnis zweimal erfolgreich zu sein, so daß beim Abdes Spieles Raunheim gegen Wies eck in pfiff das Resultat 5:2 für Gießen lautete- Zu Raunheim. Dis zur Halbzett führte Wiefeck 2:0, erwähnen ist noch das fangsichere Spiel der Der» konnte das Resultat auch weiter halten, bis teibigung und das vorzügliche Kombinationsspiel ein Spieler infolge Verletzung ausscheiten muhte, ter Stürmerreihe. Der Schiedsrichter war dem wodurch Raunheim zunächst aufkam. Einige un- Spiel ein aufmerksamer und gerechter Leiter, gerecht empfundene Entscheidungen des Schiebs- Rach diesem Spiel gegen den vorjährigen Ta» richters demoralisierten die Mannschaft, und das bellenzweiten der Meistettlasse dürfte Gießen Spiel nahm eine derartige Schärfe an, daß es einen beachtenswerten Gegner in den kommenten
beim Stande 3:2 für Raunheim von Wiefeck ab- Verbandsspielen abgeten.
gebrochen wurde, nacktem die Mannschaft zu 5)aß Spiel ter 2. Mannschaft gegen die diesem Zeitpuntt nur noch mit 7 Mann spielte, j Alsfelds endete zu Gunsten Alsfelds 2:1.
Lollar, das in Alsfeld gegen die dortige Für die Derbandsfpiele bürften sich diese Mann»
1. Mannschaft anzutreten hatte, unternahm den schäften iroch ein besseres Zuspiel aneignen. "Beide Kampf mit nur 10 Mann. Trotzdem konnten sie das Matmschaften waren sich ziemlich gleichwertig. Spiel 2:0 für sich entscheiden. Alsfeld konnte durch ein Selbsttor des Gießener
WeitereBerbandsspiel-Resultate Ä„u,li^Äfe“i
Die Gießener Ha-Mannschaft gewann äußerst war eine Minute dem Gedächtnis des verstorte- fnapp (1:0) in Rodheim gegen die dortige erste I nen Kreisvettreters Schmuck gewidmet.
Gießen sah den schon sicheren Sieg immer mehr —
schwinden und wehrte sich verzweifelt gegen Ergebnisse von gestern.
wettere Erfolge. Das Spiel wurde schärfer, ein mancrn Müncken — München 1860 0'0 — richtiaes Punktespiel. Infolge seiner Anstrengun- Spog Wtth - F.C. Fürth 40 - 1 F.C Bangen kam Gießen wieder auf die Hemhel^ ^uth — I.F.C. Nürnberg 0:7. — A. S. D. Nürn-
.?ber ein erzreiches ^rstorungssplel. b gz. f. R. Fürth 5:1. — Eintracht Frankfurt Beiderseits wurde noch je ^e ^everchossen (Main) £ QnQU 93 3:1. - Offenbacher Kickers - bls bet einem forcierten Angriff ter Einheimischen f ß Neu-Isenburg 3:1. — Hanau 94 — F. S. C. der Gießener Tormann nut "nem Auge bei den a 0:1ti Mktoria Aschaffenburg -
Zuschauern wellte wo grade »was los war Das @ermonia Frankfurt a.M. 1:3. - Union Niederrad ©rgebmß: Heuchelheim schoßbaL bntte unö tenut @ Not-Weiß Frankfurt a.M. 2:3. — Pri- Q^Vfoietente Tor Roch lO Qffinuten Spielzeit vat-Städte-Spiel Köln — Konstantinopel 1:0 (1:0). beiderseits energische Angriffe, Gießen lieh noch I Schwan-Weiß Esten Hannover 96 4 3 mals alle Minen springen, es war ledoch Per- ^chwarz-^eitz upen Jjannooer uv 4.d. gebens. Unmittelbar vor Schluß hätte Heuchel- I •
heim beinahe das Siegestor geschossen, wenn der I JjlITlUVUU.
Stürmer sich nicht zu dem zu Fall gekommenen
Gießener Tormann gelegt hätte. So konnte der T. D. 1846 (BtfcQCTl 1. — auf ter Torraumlinie liegende Ball noch im sHrMihoim 1 S • 9
letzten Augenblick herausgeschlagen werden. Die- JCdUy^lni I. Ö . L {£.!))•
fern nochmals spannenden Moment folgte der Gestern nachmittag fand auf dem Wald- Abpfiff, ter ein Spiel beendigte, dem weiter spottplatz des V. f. B. ein Gesellschaftsspiel zwi» nichts fehlte, als etwas mehr Ruhe und -- ge- schen diesen Vereinen statt. Tv. 1846 hatte An» fagt muh und soll es werten: etwas mehr Rück- Wurf und brachte ten Ball sofort vor das gegne- sicht auf seine Mitspieler, auch wenn es „®egner“ rische Tor, wo nach kurzem Zuspiel ter Rechts» sind. außen in ter 2. Minute einsenden konnte. Ge»
Die Jugend Heuchelheims, die ihr Der- raume Zeit später konnte der Rechtsaußen er» bandsspiel in Ähehlar auszutragen hatte, zog neut erfolgreich sein. Bis zur Halbzeit wurde es vor, nicht anzutreten und somit dem Gegner an dem Resultat nichts mehr geändert.
Sieg und Punkte kampflos zu überlassen. tfura nach Wieteranpfisf gedachte ter Spiel-
Anscheinend infolge eines Mißverständnisse wart des Tv. 1846 des verstorbenen 1. Kreis» fam das Spiel ter 2. Mannschaft HeuchÄ- Vertreters Schmuck und ließ zu tessem Ge- heims mit ter 2. Mannschaft Wiesecks nicht I dtzchtniz das Spiel um eine Minute ruhen. Bald zum Austrag. darauf konnte Gießen durch seinen Halblinken
die Torzahl auf drei erhöhen. Durch schnelleres (jlDCl HlOerrögClJUTlyeil. Zuspiel und eifrigeres Spiel der Läuferreihe war
£ Die eine überraschende Kunde kam aus Gießen Rauheim etwas überlegen. Trotzdem
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In ter erften Halbzeit hatte Gießen die gülttqc Spiele. I grelle Sonne im Rücken, zeigte das geringere
Anständiges, sportliches Verhalten überall, Maß an Nervosität und hatte so ziemllch die Achtung vor dem Gegner, Unterordnung dem ganzen 45 Minuten das Spiel in ter Hand. Die I Schiedsrichter gegenüber, sind die ersten Voraus- gefamte Heuchelheimer Hintermannschaft zeigte sekungen für einen Sportsmann. Jede Selbsthilfe sich reichlich unsicher und erleichterte dadurch .st verboten und verfällt strengster Bestrafung. die Erfolge der Gießener. Mit Ausnahme des Die Platzvereine haben für die Aufrechterhal- Mittelläufers flehten die Läufer zu fest am tung der Ordnung: für den unbedingten Schutz von Gießener Sturm, dem eigenen fehlte e8 bann an Schiedsrichtern und Spielern Sorge zu tragen, wi- Unterstützung. Vom Anstoß weg lief tee Gie- drigenfalls fällt ihnen die volle Verantwortung zu. ßener KombinationsmafHine, ter erfte^ schon sehr Alle Behörden des Verbandes sind gehalten. Aus- brenzlich für Heuchelheim ausfehende Angriff wüchsen auf den Spielfeldern mit aller Schärfe zu wurde infolge Abfetts unterbunden. Der Abstoß begegnen. Ganz besonders wird den Schiedsrichtern wurde vom Heuchelheimer Sturm vorgetragen, zur Pflicht gemacht, ohne Unterschied der Person am Strafraum verfchuldtte Gießen einen Str<ff- gegen sportwidriges Verhalten satzungsgemäß vor- stoß, der gleichfalls im Übereifer durch Abseits zugehen. Wer von ihnen diese Pflicht verletzt, wird versiebt wurde. Gießen gab dein Spiel immer rücksichtslos von der Schiedsrichterliste gestrichen." mehr seine eigene Rote ohne ledoch sunachst
1 etwas Zählbares zu erreichen 3n der 30. Minute erst erfolgte ein unerwarteter Schuß, den der von der Sonne geblendete Heuchelheimer Tonnann passieren lassen muhte. Gießen fühtte 1:0. Dieser
„ x ., , „ । Erfolg gab der Mannschaft erst ten richtigen!
(-) Etwa 400 3uf$auer hatten sich gesteni ^lan. In schwungvollem Angriff zog der Sturnr emgefunten um sich das erste Verbandsspiel , D£>rnCi erzielte in der 33. Minute seine der Dezirksllga anzusehen. Es war mn harter, 2. Ecke, eine Minute später erhielt Heuchelheim
aber stets fairer Kampf, bei dttn sich Ene^ie einen @[fmetcr Ausgleich hing in der und Durchschlagskraft auf Kas els Seite mit der ß f Dombenschuh ging jedoch aus. Hn- ten D.f.D.^n eigenen Technll ausg^ichem d. h mitte[bar öarauf Elfmeter für Gießen, den der soweit es sich auf unentschiedene Verhältnis be- ^^Iheimer Torhüter famos hielt. Einige zieht. Dei ter Gesamtwertung muß man der AhU ber Heuchelheimer Verteidigung wurden Platzmannschaft eine leichte Llebertegenhett zu- geschickt ausgenutzt, in der 42. Minute siel erkennen, da sie das reifere und schönere Spiel 2 $Dr eine Minute später das dritte , - - -
vorführte und die größere Anzahl Torgelegen- . , . Schiedsrichters Seibert- Wetzlar besonders
Hellen herausarbeitete. Ihr Spiel war durch- - ©iehen unstreitig im Vottell, beitrug. Man kann zusammenfassend behaupten,
dacht, infolge übergroßer Nervosität jedoch nicht wgrVievev^NM^«daß das Spiel dazu angetan war, dem Hand-
in tem Maße wie in den beiden letzten Privat» uach her Mu,e war jeoog) yeutyeipeim । treffen. Der Gegner, von dem noch bekannt wurde, daß er vorigen Sonntag gegen einen der spielstärksten Vereine Kassels 1:0 gewonnen hat, I wartete dagegen mit einer weniger ausgeklügel» I ten, aber sehr rationellen Spielweise auf.
Das Spiel begann mit einem recht plan» lofen Hin und Her, bis V. f. D. sich zuerst fand und fangfam System in seine Aktionen brachte, dabei im Feld sich leicht überlegen zeigend. Einigen gut angelegtes Angriffen, in glänzender Kombination vorgetragen, fehlte jedoch ter letzte Druck, ter mit Einsatz aller Energie zum Erfolg hätte führen müssen. Wenn es auch wenige Gegenbesuche waren, die die „Hermanen" abstatteten, so waren sie umso gefährlicher. Böckler rettete zweimal in höchster Rot durch Fußstoß. Das Zuspiel ter Läuferreihe ] der Platzelf wurde immer besser, der Sturm ' im selben Maße -aktionsfähiger. Angriff auf Angriff rollte denn auch in gutem Kombinationsstil aus ba£ gegnerische Tor, bis Sieger durch Rachfetzen und scharfen Schuh ten Führungstreffer erzielte. Kassel lieh sich keineswegs entmutigen unb versuchte fein Heil in äußerst forschen Durchbrüchen, ohne zum Erfolg zu kommen. Pause 1:0 für V. f. B. Rach dem Wechfel bei- derfetts toieber äußerst forsches Spiel, wobei erfreulicherweise kaum einmal bie Grenze des Erlaubten überschritten wurde. Kassel kam mehr und mehr auf, wohl infolge starken Rachlassens bes sonst so hervorragenteii Mittelläufers I Pitsch, dem anscheinend bie ungewöhnliche Hitze sehr zusehte. Seine sehr guten Rebenleute Köhler und Henrich II. (für ten erkrankten Dick- hardt) konnten nicht verhindern, baß der gegnerische Sturm immer wieder durchsam unb auch schließlich den Ausgleich erzielte. V ö ck l e r, noch an einer alten Verletzung leitend, durch eine neue statt behindert, wirkte kaum mehr noch als Statist. Dingel unb Kreß verrichteten gute Abwehrarbeit unb halfen sogar zeitweise mit in der Läuferreihe. Allmählich gewann D. f. D. wieder Blüten, besonders wenn Pitsch für Minuten in Schwung kam. Möller rih den Sturm immer I wieder nach Dorne, dabei technisch unb taktisch wirklich hervorragend. Eine feine Vorlage von I ihm führte denn auch iiach systemdollem Angriff durch Kleinke erneut zum Führungstor. Die V. f. D.-Mannschaft beging nun ten I Fehler unb zog Mandler in bie Verteilstgung zurück, um bie Führung unter allen Umftänten zu behalten. Ihn in die Läuferreihe zurückzunehmen wäre noch angegangen, um auch gegebenenfalls wieder in der Angriffsreihe Mitwirken zu können. Trotz ter Lücke vermochte letztere, in ter Steger wieder einen sehr guten Tag hatte, tem gegnerischen Tor noch einige Male sehr gefährlich zu werten. Zweimal streifte ter Ball bie Torlatte, habet blieb es aber auch.


