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BAämpfung der Seuche leistet. Man soll nicht dah das Wasser allein demie gewesen ist.

Anerkennenswertes ge= unbedingt behaupten, die Hrsache der Epi-

ja märchen- geben, denn soviel Glück

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wie könnten manche Menschen sonst in allen Sachen haben?

(Nächstens werden die Kinder

Der deutsche Botschafter in Paris, Herr v. Hoesch, hatte eine einstündige Unterredung mit dem Generalsekretär im Ministerium für Auswärtiges, Philipp Berthelot.

Kleine politische Nachrichten.

In der Berliner Stadtverordnetenversamm­lung wurde Generalsteuerdirektor Dr. Lange- Berlin mit 110 von 145 abgegebenen Stimmen zum Stadtkämmerer gewählt. Dr. Schmude- Frankfurt a. M. erhielt 23 Stimmen. Beigeordneter Seipel- Essen, der als Kandidat der Deutschen Volkspartei bezeichnet worden war, hatte erklärt, daß er eine auf ihn fallende Wahl nicht annehmen würde.

wieder ihre nicht lange.

einfach ab, daß es so bestimmt kommt, wie der Schnee, der wirklich liegen bleibt. Es muß einfach so sein. Zweifel gibt es nicht, und man würde sie ernstlich böse machen, wenn man ihnen sagen wollte, daß jemand sie damit zum Aarren hätte.

Hnö so etwas gibt es für viele von den Großen auch. Die möchten ebenfalls so etwas haben, das ihnen das Glück ins Haus bringt. Hub dazu brauchen wir eben den Wünschelruten­baum. Man geht in einer bet er'ten Rovember- nächte hinaus aufs Feld, i r.mer nach (Norden zu, bis man an einen Strauch ober Daum kommt. Sobald man heran ist. macht man die Augen zu, greift nach einer (Rute, bricht sie ab und trägt sie im Munde heim. Man darf keinem Menschen dabei begegnen, sonst muh man wieder umkehren. Man darf auch nicht sprechen, nicht einmal mit sich selber. Ist man so nach Hause" gekommen, bann schält man die Rinde mit den Zahnen ab, schlägt sich damit auf die Zunge, behutsam natür­lich, und gelobt sich, das immer zu tun, ehe man ein dummes, überflüssiges Wort sagt.

Hnö da sollen die Wünsche in Erfüllung gehen?" werden manche fragen. Ich weih es nicht, habe es mir nur so von einer klugen, lebenserfahrenen Frau erzählen lassen. Ich kann mir aber denken, daß auf diese Weise wenigstens die Wünsche der anderen in Erfüllung geben: man soll sich und ihnen das Leben nicht dadurch schwer machen, bah man zuviel Unfug mit seiner

Die Mandatskommission des Völkerbundes.

Genf, 4. Rov. (TH.) Eine Tagung

Die Autonomiebewegung in Nordschleswig.

Kopenhagen, 5.Rov. (TH.) Die oberste Anklagebehörde hat gegen drei der Teilnehmer der von Cornelius Petersen geleiteten Selbst­herrschastsbewegung in Schleswig über die wir heute an anderer Stelle in einem Bericht unseres dortigen Korrespondenten unsere Leser eingehend unterrichten, Anklage wegen Landes­verrat und Aufruhr erhoben. Richt ange­klagt wird Cornelius Petersen selbst, totfl es nicht bewiesen worden fei, bah er Aufruhrpläne gefaßt habe. Die Anklagebehörde wünscht, daß der Prozeß vor dem Schwurgericht auf Fünen verhandelt wird.

Ministerialdirektor Dr. Kröhne hält auf­recht, daß es sich um eine Wasserepidemie handle. Ein Wasser, das täglich gechlort wer­den muh, beweist schon dadurch, daß es eine Gefahrenquelle in sich birgt und kein erstklassiges Wasser ist.

Damit finö die Interpellationen erledigt. Die Anträge werden dem Hauptausschuß über­wiesen.

Schätze zu finden hofft. Ich meine vielmehr einen Daum, an dem die Ruten wachsen, durch die alles in Erfüllung geht, was man sich wünscht. Wahr­haftig, es klingt etwas absonderlich, ' '

haft. Aber so etwas muß es wohl

starben, bei den anderen besteht Lebensgefahr, lleberschwemmungen an Riederrhein und Lippe.

Durch die Schneeschmelze ist das Hochwasser des Rheins stark gestiegen und hat die Rheinwiesen bei Wesel weithin überschwemmt. Auch die Rheinvorstadt von Wesel steht unter Wasser. Besonders stark ge­fährdet ist das Lippegebiet. Bei Dorsten ist der Lippeschuhdamm durchbrochen worden, an dem seit längerem Ausbesserungs­arbeiten gemacht worden waren. Durch die ab- flutenden Wasser sind die Arbeiten am Kcrnalbau auf einige Zeit unterbrochen worden. Das Hoch­wasser der Lippe ist weiter erheblich gestiegen. Die Wasserbaubehörde stellte fest, daß ein Damm- bruch unvermeidlich sei, und daß alle Dor- kehrungen getroffen werden müßten, um die Ge­fahr einer weiteren Ausdehnung des Hochwassers zu beseitigen. Am meisten unter dem Hochwasser der Lippe zu leiden haben die Or'e Herwest und. Holsterhausen. Das Gelände zu b:iben Seiten der Lippe bildet einen einzigen See. Der Ort Schermbeck liegt vollständig vom Wasser ab­gesperrt. Der Ort Lippebeck ist wieder voll­ständig unter Wasser gesetzt worden. Im nörd­lichen Teil der Stadt stehen die Häuser teilweise bis zum ersten Stockwerk unter Wasser.

Zweite Baurate aus der Zeppelin-Lckener-Spende.

Der Borstand des Reichsausschusses für die Zeppelin-Cckener-Spende des deutschen Volkes e. D. genehmigte die Abrechnung über die bis zum 31. Ott. eingegangenen 2,6 Millionen Mark und überwies dem Luftschiffbau Zeppelin eine zweite Dau rate in Höhe von wiederum 500 000 Mark. Die 'Borarbeiten und Vorver­suche für den Reubau L. Z. 127, der wesentliche Aenderungen aufweisen wird, sind im wesentlichen beendet, so dah der eigentliche Dau in An­griff genommen werden konnte. Die Fertigstel­lung dürfte im Herbst 1927 erfolgen.

Die Elektrifizierung der Berliner Stadtbahn.

In den nächsten Tagen wird das Abkommen der Reichsbahngesellschaft mit den städtischen Ber­liner Gleltrizitätswerken und mit den dem Reich gehörenden Elekrrowerken über die Strom- belieferung für die elektrifizierte Berliner Stadtbahn unterzeichnet werden. Der Tarif für den Strom ist auf durchschnittlich 2,4 Pf. pro Kilowattstunde festgesetzt worden. Die Durchfüh­rung der Elektrisizierungsarbeiten wird sich über 2Vr Jahre erstrecken und für Stadt- und Ringbahn 14 0 Millionen Mark be­anspruchen. Die vorläufig zurückgestellte Elektri­fizierung der Vorortstrecken würde weitere 50 bis 60 Millionen Mark erfordern.

Die neue Jnfanterieschule in Dresden.

In Dresden sand eine Besichtigung der neuen Gebäude und Anlagen der Insanterieschule statt, die am 18. d. Mts. in Gegenwart des Reichs­präsidenten feierlich eingeweiht werden soll. Die Führung lag in Händen des Inspekteurs des Erziehungs- und Dildungswesens, Generalmajor v. Metz sch, dem alle Waffenschulen der Reichs­wehr unterstehen. In seiner Begleitung befand sich der Referent für die Waffenschulen, Major R o a k vom Reichswehrministerium sowie der Adjutant der Infanterieschule Major Roth. Die Schüler treffen am 12. d. Mts. aus Ohrdrufs in Thüringen hier selbst ein. Der Kommandeur der Infanterieschule ist Generalmajor v o n A n s - berg.

Wunschzettel schreiben. Sie' fragen WU|)C, wie die völlige oder teilweise Erfüllung zugeht. Wünschen sich vieles zusammen und warten dann

** Oie Höhe d e r hessischen Sparein­lagen. Nach einer amtlichen Veröffentlichung sind die hessischen Spareinlagen wie folgt angervachfen: 1. Januar 19>4: 0,3 Millionen Mark; 1. Januar 1925: 13,7 Millionen Mark; 1. Januar 1926: 39,2 Millionen Mark; 30. September auf 63,4 Millionen Mark.

* Der Gießener Konsum verein in Rauhcim. Wie uns aus Dad-Rauheim

Schweres Lxplosionsunglück in der J.-G.-Farben-Jnduslrie.

Ludwigshafen, 5. Rov. (WTD. _ spruch.) In der I.°G.°Farben-Jndustrie flog bei einer Dersuchsdestillat'on aus unbekannter Hrsache der Deckel der Destillativnsblase ab. 8 Ar­beiter wurden verbrüht, von denen drei

Die Hochzeitsfeierlichkeiten in Stockholm.

Stockholm, 4. Rov. (WTD.) Heute erfolgte in Anwesenheit der Könige von Schweden, Bel­gien und Dänemark die Z i v i 11 r a u u n g der Prinzessin Astrid und des Kronprinzen Leo­pold von Belgien. Die Trauung fand im Reichs­saal des Königlichen Schlosses statt. Etwa 1200 Gäste wohnten der Feier bei. Der Trauungsakt wurde durch den Bürgermeister von Stockholm vollzogen. Darauf begaben sich ditz Teilnehmer in den Saal dcs Kronrats, wo den Reuver- mählten die Glückwünsche überbracht wurden. Im Anschluß daran sand ein Galaessen für einige hundert Gäste statt. Das Brautpaar war später bei einer Fahrt durch die Stadt Gegenstand leb­hafter Kundgebungen.

Der Herr Reichspräsident hat dem König und dem Prinzen Carl von Schweden tele­graphisch seine aufrichtigsten Glückwünsche an­läßlich der Vermählung der Prinzessin Astrid von Schweden mit dem belgischen Kronprinzen ausgesprochen.

ständigen Mandatskommission des Völkerbundes wurde heute vormittag um elf Hhr hier eröffnet. Das außerordentliche Mitglied der Mandatskom­mission, der Genfer Hniversitätsdirektor Professor R a p p a r d betonte, daß die Mandatskommission ein Instrument des Völkerbunds- rates wäre und nach dessen Instruktionen zu handeln hätte. Hiergegen wandte sich in scharfer Weise der portugiesische Vertreter. Er erklärte im Gegensatz zu den Ausführungen Rappards: Die Mandatskommifiion sei unab­hängig. Sie sei im Dölkerbundspatte vorge­sehen und unabsetzbar. De Kommission sei in keiner Weise an die Instruktionen des Rates gebunden. Die Debatte hierüber wurde von dem Präfikenten schließlich mit dem Hinweis daraus geschlossen, daß die Hauptaufgabe der Mandats­kommission sei, im Völkerbunds rat über alle Mankatssragen ihren Rat und ihr Urteil ab­zugeben. De Kommission sei ein völlig unabhängiges Instrument des Völker- bunksrates.

Der drohende asiatische Völker­bund.

London, 5. Rov. (WTD. Funcspruch.) Der Konstanünopeler Li lomatische Berichterstatter terTimes" meldet: Die Tatsache, daß der ch i - nesische Botschafter in Washington, der tür­kische unj der persische Botschafter in Te­heran unD der russische und afghanische Botschafter in der Türkei gegenwärtig in An­gora toetiivii errege in politischen und diplo­matischen Kreisen der Türlei Aufsehen Trotz eines kürzlich ton der persischen Regierung ver- äffentlübten Dementis fei es möglich, daß eine

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Kunst und Wissenschaft

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Donnerstagabend starb in Köln Geh Hofrat Dr. Mar M a r t e r st e i g , Ehrendoktor der Uni­versität Köln und Intendant der Bereinigten Stadt- tbeater in Köln und der Städtischen Bühnen in Leipzig.

Martersteig, geb am 11. Februar 1853 in Wei­mar, war zunächst, vorgebildet durch Otto Devrient, Schauspieler, wurde 1879 Regisseur in Mainz spä­ter in Aachen und Kassel 1885 Dberregiffeur in Mannheim, wo er dieProtokolle des Mannheimer Theaters" herausgab. Sechs Jahre hindurch leitete er darnach das Theater in Riga, kam weiterhin nach Berlin, wo er neben redaktioneller und Lehrtätig- -feit kunstwissenschaftliche Studien trieb. Seit 1905

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 5. (November 1926,

DerWünschelrulenbaum".

Es soll niemand denken, es ginge hierbei um die Ruten, mit denen man Quellen oder

leitete Martersteig die städtischen Bühnen in Köln; feine Verdienste wurden von der neuentstandenen Universität durch die spätere Verleihung des Ehren­doktorhutes gewürdigt. 191218 ist die Zeit der Leipziger Intendanz. Seither lebte der Hennge- aangene feinen wissenschaftlichen Neigungen.

Don den Arbeiten Martersteigs verdienen be­sondere Erwähnung eine Monographie über ben Schauspieler Pius Alexander Wolff, die Vollendung und Bearbeitung des HebbelschenDemetrius", ein Buch über Segantini und vor allem fein Hauptwerk Da« deutsche Theater im 19. Jahrhundert" vom

Jahre 1904.

Aus aller Welt.

Deutscher Reichstag.

Der neue Vizepräsident.

Der Reichstag hat am Donnerstag einer alten Gepflogenheit erttfprechcnd nur zwei Stunden getagt, da dieser Sihungstag den Fraktionen und Ausschüssen Vorbehalten ist. Er nahm lediglich die Wahl des Vizepräsidenten vor und erledigte dann noch den zweiten Punkt der Tagesordnung, den kommunistischen Antrag auf Einstellung der Strafverfahren vor dem Staats­gerichtshof gegen eine Reihe kommunistischer Abgeordneter. Zu der Wahl des Vizepräsi­denten erklärten die Dölftschen, sie würden sich der Stimme enthalten, da sie dem Vorstände nicht angeboren, während die Kommunisten Wert auf die Feststellung legten, sie seien die fünft­stärkste Frakttvn des Reichstages, seien aber trotzdem bewußt aus dem Präsidium ausgeschaltet worden. Die Wahl erfolgte durch Ramensaufruf und Zettelabgabe. Da die Auszählung geraume Zeit in Anspruch nahm, wandte sich das Haus nun sofort dem kommunistischen Antrag zu. der durch den Abgeordneten Rosenberg begründet wurde. Dieser verstteg sich zu der Behauptung, das Verfahren gegen die Abgeordneten sei ten­denziös, so daß sich der Reichsjustizminister Dr. Dell veranlaßt sah, in aller Schärfe die Aus­führungen Rosenbergs zurückzuweisen und die Gerichte in Schutz zu nehmen. Inzwischen war die Auszählung der abgegebenen Stimmzettel beendet: sie ergab 321 Stimmen für den Abge­ordneten Esser (Ztr.), auf den kommunistischen Abgeordneten Stoeder entfielen 24 Stimmen. Herr Esser nimmt also nunmehr den Platz des bisherigen Vizepräsidenten Dr. Bell ein.

Die Typhusepidemie in Hannover.

Debatte im Preutzischen Landtag.

Berlin, 4. Rov. (VDZ.) Der Preußische Landtag setzt die Besprechung der Alchragen zu der Typhusepidemie in Hannover fort.

Abg. Blank (Ztr.): Aufgabe der Regie­rung wird es fein, das ganze Flußgebiet der Leine zu kontrollieren und schärfste Maßnahmen auf gesundheitlichem und polizeilichen Gebiet zu treffen. Das Wasserwerk bei Hannover hat feit Jahren zu Beanstandungen Anlaß gegeben. Das städtische chemische Hntersuchungsamt hätte bei der ganzen Wasseruntersuchung besser verfahren müssen. Der Redner empfiehlt, daß die Stadt Hannover einen Stadtarzt anstelle und tritt da­für ein, daß der Fonds für medizinalpolizeiliche Zwecke erhöht werde.

Abg. Dr. Boehm (D. Vp.): derartige Katastrophen haben verschiedenartige Hrsachen und sind nicht ganz zu vermeiden. In Han­nover war die Hrsache zweifellos eine Infektton des Ricklinger Wasserwerkes. Zugegeben aber ist, daß auch noch andere Hrsachen, wie z. D. die Wohnungsverhältnisse, mitgewirkt haben. Der Landtag muß, wo es sich um Lebensnotwendig­keiten handelt, die vom Ministerium seit langem angeforderten, aber abgelehnten Mittel bewilli­gen. Es muß für eine gute Ausbildung der staatlichen Medizinalbeamten zur Seuchenbekämpfung Sorge getragen wer­den. Preußen war früher in der Seuchen­bekämpfung führend. Es muß wieder an die Spike kommen.

Abg. Bartels (D.): Auch ich bedauere, daß im Auslande und zum Teil auch in Deutschland sensationelle Rachrichten verbreitet wurden. Der Herr Oberbürgermeister verkennt das Wesen der Presse. Diese hat nicht nur Rachrichten zu geben, sondern hat auch das Recht der Krrtik und diese kann dann auch mal gegen eine Behörde ausfallen. In dieser Bezie­hung ist der Oberbürgermeister nicht von einer gewissen Schuld freizusprechen. Der Präsident des Landessinanzamtes hat mitgeteilt, daß er die Finanzämter angewiesen habe, Anträgen aus Hannover auf Stundung und Erlaß von Steuern wohlwollend entgegenzukommen.

Abg. Prelle (W. Vgg.) erklärt: Die Vor- ' würfe gegen den Oberbür germeifter sind un­begründet. Die Stadtverwaltung hat bei der

Ein Appell an Amerika.

London, 4. Noo. (WTB.) Der Premierminister von Australien, Druce, sagte heute in einer Rede, die er auf einem von der amerikanischen Handels­kammer gegebenen Frühstück hielt: Australien und Amerika sehen mit Erschrecken die Erbitterung und den Haß, durch den die Völker Europas in feind­liche Lager gespalten werden. Man darf sich nicht verhehlen, daß die Völker Europas Amerika den Vorwurf machen, es habe nicht wie Europa die großen Lasten des Krieges getragen, und es sei durch die Leiden der Volker Europas reich geworden. Es habe die größte Tragödie der Welt ausgenutzt, um seine Stellung zu ver> bessern und suche nun von den Völkern Europas L ö s e g e l d zu verlangen. Diese Spannung muß beseitigt werden, da die Zukunft der Welt von einer besseren Verständigung zwischen Europa und Amerika und von der Mitarbeit Amerikas bei der Losung der wirtschaftlichen Probleme der Welt ab* hängt. Solange man Amerika so wie geschildert sehe, ist aber seine Mitarbeit nicht zu erhoffen. Die Vol­ker Europas müssen zu der Erkenntnis gebracht werden, daß das amerikanische Volk seine Pflicht kennt und daß es bereit ift, das Seine z u tun. Und die Amerikaner müssen sich klar machen, daß die Volker Europas durch unerhörte Leiden gegangen sind und daß sie wirtschaftlichen und so­zialen Problemen gegenüberstehen, die sie u n m ö g» li ch allein lösen können.

Liga oder ein Vertrag in Aussicht genommen sei, der Persien, die Türkei, Ruß­land, China und Afghanistan umfassen würde. Sollte sich dieses bewahrheiten, so stehe außer Zweifel, daß die Sowjetregierung hin­ter dem Plane zu suchen sei.

Der P a p st empfing in längerer Privataudienz den deutschen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Herrn v. Bergen und Frau.

*

Der Führer der deutschen Demokratischen Partei, Reichsminister a. D. Koch, ist auf seiner Amerikareife in Gegenwart des deutschen Bot­schafters in Washington, Freiherrn v. Maltzahn vom Präsidenten Coolidge empfan­gen worden.

Der neu ernannten Gesandtin Sowjetrußlands in Mexiko, Alexandra K o l l a n t-a tj, die auf dem Wege nach Mexiko durch die Vereinigten Staaten reisen wollte, ist durch den amerikanischen General­konsul in Berlin im Einverständnis mit dem Staats­departement wegen ihrer Beziehungen zur russi­schen Kommunistischen Partei und ihrer Zuaehörig- feit zur 3. (kommunistischen) Internationale das amerikanische Visum verweigert worden.

Krastpostlinie Gießen - Kleebachtal.

Sie Vertreter der Gemeinden des Kleebach- tales, der Stadt Gießen uno des Gießener Dcr- kehrsvereins fanden sich gestern nachmittag mit der Postverwaltung zu einer Sitzung im hiesigen Postamt zusammen, die den P o st a u t o - betrieb der Linie Gießen Rieder- Kl e e n betraf. Seitens der Gemeindevertreter aus dem Kleebachtal wurde eine Reihe von F a hrplanwünschen vorgebracht. Man würde es begrüben, wenn nc»ch Frühfahrten an den Bahnhof Groß en- Li nden zum Anschluß an den Zug nach Frankfurt, ferner nach Gie­ßen, zum Anschluß an den Frühzug 5.13 nach Köln geführt würden. Weiter wurde gewünscht, den jetzigen Pendelverkehr zwischen Gie­ßen und Klein-Linden nach Bedarf bis Lützel­linden weiterzuführen. Für diese neuen Fahr­ten könnten bisher unrentable Wegfällen. Seitens der Postverwaltung wurde entgegenkommender­weise Prüfung der Wünsche zugesagt; die Ent­scheidung dürste in nächster Zeit zu erwarten! sein. Im übrigen beschäftigte sich die Konferenz mitfinanziellenAngelegenheitender Linie, da nach dem Ergebnis der beiden ersten Betriebsmvnate ein Zuschuß seitens der Garan­tiegemeinden erforderlich ist.

T^ttervoraussage.

Hnruhiges, trübes und regnerisches Wetter.

Ein Tiefdruckgebiet, das mit seinem Kern noch westlich von Irland liegt, hat durch das Zuströmen von sehr milder Luft stark an Energie gewonnen und über den britischen Inseln und dem Rordseegebiet außerordentlich starken Baro- meterfaU, verbunden mit stürmischem, stellenweise regnerischem Wetter, verursacht. Der Wirbel zieht unser Gebiet bald in seinen Bereich.

Gestrige Tageslemperaturen: Maximum 8,7, Minimum 5,8 Grad Celsius. Heutige Morgen­temperatur: 7 Grad Celsius.

Vornotizen.

Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 7.30 Uhr,Week-end" (Uebern Sonn­tag); Ende gegen 10 Uhr. FFF. Freiwirtschafts­bund: 8 Uhr, Saalbau Sauer, Vortrag. V. H. E.: Hotel Hopfeld Mono.tsversammlung. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Wehe, wenn sie losgelassen".

M u | i f a l i f d) e Q2i d r g e n a u f f u b = r u n g. Es sei noch einmal auf die am kommenden Sonntag, vormittags IIV2 Hhr, in der Reuen Aula stattfindende mrfi alische Morgenaussührung von Irmgard und Vittor Heermann hinae- toiefen. Wie aus der p-eutigen Anzeige ersichtlich ist, wird Irmgard Heermann, die Frau des feit diesem Herbste in unserer Stadt wir­kenden Gesanglehrers Victor Heermann, außer einigen Gesängen zum Gedächtnis von Professor Gustav Trautmann Lieder und Gesänge von Brahms, Wolf, Reger und Mahler zu Gehör bringen. Frau Heermann, die aus der Schule ihres Mannes hervorgegangen ist, hat bereits in verschiedenen Städten mit großem Erfolg ge­lungen und ist insbesondere auch von der Berliner Kritik rühmend anerkannt worden.

Das Konzert des Mandolinen- und Gitarren-DereinsReapolita", das am kommenden Sonntag in der Hniversitäts- Aula ftattfinbet, gewinnt wie man uns schreibt durch die Mitwirkung des auf dem Gebiete des Gesanges in vortrefflichem Rufe Üehen en Wendlin-Quartetts aus Offen­bach besondere Bedeutung. Zum Vortrag kom­men seitens des Quartetts Werke von Sonnet, Brückner, Brandt, Wagenblast u. a. Die Schüler» Abteilung des Vereins wird mit einigen beach­tenswerten Stücken erstmalig ö/senftihervor- treten. Der aktive Chor wird mit feinen durch eifrige Arbeit geftcigcr.en Leistungen auf dem Plan sein. Man beachte die heut g: Anzeige.

Admiral Earl B e a t t y , Erster Lord der Ad­miralität und Chef des Generalstabs der Marine, hat nach siebenjähriger Amtstätigkeit sein Rück- t r 111 s g e f u d) eingereicht.

Wechselfälschungen.

In Münster haben Ermittlungen zur Aufdeckung umfangreicher Wechselfälschungen geführt als deren Urheber der Holzgroßhändler Alois Schäfer fest­gestellt wurde. Schäfer hat Wechsel gefälscht und die Unterschriften hiesiger Bankhäuser unter diese Wech­sel gesetzt. Durch die Fälschungen, deren Umfang noch nicht genau festgestellt werden konnte, ist eine große Anzahl auswärtiger Banken und Privatpersonen geschädigt worden. Der Gesamtbetrag des Schadens wird auf 5700 000 Mark geschätzt. Schäfer ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zur Untersuchung seines Geistes­zustandes einer Heilanstalt überwiesen worden.

Erdrutsch in (Kolumbien.

Bei Perevia ereignete sich ein umfang­reicher Erdrutsch. Durch die herabstürzenden Ge- steinsmassen wurde der Lauf des Flusses Otun gefberrt, so daß in Perevia eine Heberschwem- mung entstand. Rach den bisher vorliegenden Berichten sind 27 Personen getötet und 40 verletzt worden.

Der neue Domier-Superroal.

Das neue Gro^ lugooot Dorn.er-Superwal, das in dxn letzten Wochen schon einige kleine Probeslüge erledigte, ist Donnerstag zweimal zu größeren See- und Heberlandflügen aufge­stiegen. Das Flugboot nahm am Vormittag 55 Fluggäste an Bord und am Rachmittag sogar 60. Troy dieser starken Belastung, die größer war als das Leergewicht des Flugbootes und trotz des nebligen Wetters wurde eine Durch- schnittsgeschwindigkeit von 195 Kilometer erzielt. Bei einzelnen Zwischenstrecken kam man sogar ohne volle AuSnützung der Motoren aus 210 Kilometer. Der Superwal geht in den Besitz der Deutschen Lulthansa über, die ihn an der Rordseeküste vorläufig stationieren wird. Weitere sechs Superwal-Grohslugboote werden im Frühjahr von der Deutschen Lufthansa in den Dienst gesteift.

Gefängnis für Wahllerror.

Das Amtsgericht Hamburg verurteilte zwei kom­munistische Arbeiter, die angeklagl waren, am 15. Juli beim Volksentscheid auf dem Jungfernstieg in Hamburg zwei deutschnationale Zetteloerteiler mißhandelt zu haben, zu je sechs Wochen Ge- sLngnis.