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forgt bewill'gr. ®it »um Wegebau ««orderlrchen 6tene werden in einem eigenen Bruche der Ge­meinde von einem Teile der hiesigen Erwerbs- lösen gewonnen und durch, .. Frohnfahrten" der hiesigen Diehhalter an Ort und Stelle gebracht, ebenw wird der erforderliche Kkeinschlag von hiesigen Erwerb-losen hcrgestellt.

- - Hörnsheim. 4 Aug. Da aus An­ordnung de- LandratSamies in Sperrbezirken und un ilmfreifc von fünf Kilometer der durch die Maul- und Klauenseuche verseuchten Orte das Abballen von größeren Veranstaltungen verboten tft, wurde do- diesjährige Mission-fest in kleinem Umfange durch die hiesigen Gememde- glieder m der Ztirche gcferert Unter der Mtt- Wirkung des Gemilchten sowie des Posaunen- chores nahm das Fest einen würdigen Verlauf.

Greifenstein. 4. Aug. Während an der unteren Dill die Kornernte schon weit vorgeschritten, ruhen auf unserer Höhe noch Sense und Sichel. Die Frucht reift in unserer Berg- landschaft viel später als im Tale.

. . Aus dem Kreise Wehlar. 4 Aug. Erfreulicherweise gibt es in manchen Orten un­seres Kreises viele Hausbesiher. die durch die Zucht von W e i n ft ö ck e n die Strahenseite ihrer Wohnhäuser zu verschönern suchen. Die eintönige Wirkung mancher Dorsstrahen wird durch- den belebenden Anblick von schönen, ge­pflegten Wcinfpalieren bedeutend gemildert, und die malerischen Farben manch alten Iachwerk- baues finden durch das satte Grün eines Weinstocks eine harmonische Ergänzung Leider wird die dlesjährige Ernte nur gering werden, da her vorige Winter auch an den Weinftöcken grosten Schaden verursacht hat und viele Reben erfroren lind.

Tilltrcis.

bl. Dillenburg. 4. Aug. Die Unterfüh­rungen am hiesigen Bahnhof find bis aus den Bahnsteig 1 beendet. Zur Zeit wird dem Einpsangs- gebäudc auf dem rechten Flügel noch ein Neubau angegliedert, in dem Bureaus der Verwaltung Platz finden sollen.

bl. Herborn. 4. Aug. Die hiesige neuer- richtete Handelsschule hat mit 24 Schülern den Betrieb aufgenommen. Man hofft, daß noch weitere Anmeldungen erfolgen

bl. Hirzenhain (Dillkreis), 4. August. Am 29. August findet hier ein großer K reis-Ju­gend! ag statt, an dem etwa 1000 Jugendliche aus dem Kreise teilnehmen werden. Zur Bewäl tigung des Verkehrs laßt die Reichsbahn einen Sonderzug hin und zurück ab Dillenburg fahren.

Streik Westerbttrg.

00 Westcrburg . 4. Aug. Zum K 0 adju - f oi des Pfarrers Kaiser in Möllingen wurde Kaplan Reih, seither in Höchst-Zeiisheim tätig, berufen. Die Stelle in Höchst*Zeilsheim wird künftig von Reupriefter Rorbert Klein aus Bad Ems versehen werden. Das hiesige Kirchweihfest wurde am Sonntag durch einen weihevollen Gottesdienst würdig begonnen, wo­bei der erst seit kurzem bestehende Kirchenchor schöne Proben seines Könnens durch den Vor­trag der missa tertia von Haller ablegte. Die weltliche Feier bereitete hauptsächlich der Jugend auf dem Festplgh mit seinen Buden und Karusfels große Freude Die Erwachsenen konnten abends in den verschiedenen Gasthäusern das Tanzbein schwingen. Das schöne Wetter hat viel zur Er­höhung der Festfreude beigetragen.

00 Westernohe, 4. August. Wie bekannt geworden, beabsichtigt die Gemeinde Wersternohe die in ihrer Feldmark vermengt liegenden oder unwirtschaftlich gestalteten G r u n d st ü ck e be­hufs besserer Bewirtschaftung einer Umlegung «Konsolidation) zu unterziehen. Dasi es augen­blicklich der Landwirtschaft schwer fällt selbst wenn Kreis und Staat erhebliche Zuschüsse leisten - . die Kosten für eine Konsolidation auf­zubringen (für einen Morgen Mk. 30 bis 40), darüber besteht fein Zweifel. Die grundlegende Reuerung ist aber gerade in der Gemeinde Westernohe mit ihren besonders vielen kleinen Parzellen und in Rücksicht auf ihre vielen Hecken und Feldmauern zu begrüßen.

Maingan.

WSR. Frankfurt a. M. 3. Aug. Der Magistrat hat sich mit der 4lebernah weder Freiherrlich Earl von Rothschild- schen Bibliothek in städtische Verwaltung grundsätzlich einverstanden erklärt und wird ent­sprechende vertragliche Abmachungen mit der Stiftung treffen.

KreiS Aulda.

WSR. Fulda. 3. Aug. Gin bedauerlicher älnfall mit tödlichem AuSgang ereig­nete sich in Reyersbach dadurch, daß der 18

Jahre alle Maurer Edmund Redec aus Leicht­fertigkeit den Draht der Riederspannungsleitung zu einet Scheune berührte und. auf feuchtem Mauerwerk stehend, vom elektrischen Strom auf der Stelle getötet wurde.

Schöffengericht Bietzen.

1. Ein Viehhändler aus dem Vogelsberg hatte einem Metzger vorgetäuscht, er hätte aut ein für ihn gekauftes Schwein bereits 60 Marl angezahlt und zum Beweise dafür eine (von ihm selbst geschriebene) Quittung des Verkäufers vvrgelegt. Strafe mit Rücksicht auf die beson­deren Milderungsgründe: 1 Woche Gefäng­nis.

2. Ein Kaufmann von Giehen hatte un Som­mer 1925 zwei Wechsel gefälscht und begeben. Unter Einbeziehung einer nachher ebenfalls we­gen Wechselfäkschungen erkannten Strafe von 1 Jahr Gefängnis wurde er zu 1 Zahr 6 Mo­na t e n Gefängnis verurteilt. Rach der ersten Bestrafung hatte er weiterhin eine Zahlungs- anweifung eines hiesigen Univerfitätsinstituts ge­fälscht und versucht, hieraus Geld zu bekommen. Hierfür erhielt er weitere 3 Monate Ge­fängnis.

3. Sin Dentist aus der Umgegend Halle von einer Firma Sinrichtungsgegenstände für feine Praris bezogen und dabei eine Bürgschafts- Urkunde und einen Wechsel begeben, auf denen die Unterschrift feines Onkels von ihm gefälscht war. Strafe mit Rücksicht auf die Vorstrafen: 6 Monate 1 Woche Gefängnis unter Einbeziehung einer Strafe des Amtsgerichts Worms von 2 Wochen Gefängnis.

Wirtschaft.

Kapitalmarkt und Konjunktur- ausfichten.

Die Flüssigkeit auf dem Geld- und Kapital- markt ist in der Hauptsache zu erklären aus der schlechten wirtschaftlichen Lage, die das sonst in der Wirischafi arbeitende Kapital wegen man­gelnder Aufnahmefähigkeit der Wirtschaft auf dem Geldmarkt Anlage zu suchen zwingt: eine Verknappung wird in dem Augenblick anfangen einzutreten, in dem die Wirtschaft einen Auf­schwung nimmt. Vielfach sind schon jetzt An­sätze festzustellen, die auf eine allmähliche Ver­knappung des Kapitalmarktes schließen lassen. In Betracht kommen zunächst Ansprüche, die sich ergeben aus der allmählichen Wiederbelebung der Wirtschaft und ags der Finanzierung der nächsten Ernte. Weiter ist hier wesentlich, das; bei den öffentlichen Kassen infolge der sich jetzt bemerkbar machendenSteuerreform" die Gelder nicht mehr so reichlich fliehen wie früher, so dah sich die öffentlichen und halböffentlichen Institute jeht schon ziemlich starke Beschränkungen in der Hergabe von Geldern auferlegen. Schließlich kommt auch noch in Betracht, dah für die nächste Zeit mancherlei umfangreiche Anleihe-Trans­aktionen (vor allem die Beschaffung von Mitteln für die Durchführung des Arbeitsbeschaffungspro­gramms) in Aussicht stehen, die ebenfalls auf dem Kapitalmarkt grössere Beanspruchungen Hervor­rufen. Demgegenüber dürfte mildernd wirken die Tatsache, dah die meisten hier erwähnten Beträge auf Umwegen wieder der Wirtschaft zugute kom­men. dah aus manchen öffentlichen Anleihen demnächst wieder Auslandskapital nach Deutsch­land gelangt, dah die Verkehrs-Kreditbank mit zunehmenden Einnahmen der Reichsbahn wieder größere Möglichkeiten der Ausleihung hat usw. Es ist also nicht damit zu rechnen, dah eine Ver­knappung auf dem Geld und Kapitalmarkt plötz­lich und unerwartet eintritt. Auch schon deshalb wird ein plötzlicher Umschwung nicht kommen, weil die deutsche Wirtschaft es in bitterer Erfahrung gelernt hat, mit ihrem Kapitalbedarf aus den verkleinerten Umfang des Marktes sich einzu­stellen und weit die Zahl der an den Kapital­markt herantretenden Firmen sich nicht unerheb­lich vermindert hat. Insgesamt kann man rech­nen. dah die Zahl der Reugründungen (von An­fang 1924 bis einschl. Mai 1926 im ganzen 82 160) hinter den Firmenliquidierungen um mindestens 25 000 Fälle zurückbleibt.

Von der relativ günstigen Lage auf dem Kapitalmarkt wird natürlich auch die wirtschaft­liche Weiterentwicklung beeinflußt. Dieser Einfluh bat aber nicht den vielfach Demiuteten Umfang, denn vorsichtige Zurückhaltung des Binnen­marktes dauert in vielen Gewerben noch immer an, zumal feine Aussicht besteht, dah die durch Versailler Vertrag. Inflation usw. verursachten und durch überscharse 'Besteuerung, soziale Be­lastung. Güter-Tarifüberspannungen usw. noch verschärften organischen Störungen der deutschen

ten zu sein. Die Weltmarktkrise geht fort; wich­tige Länder sind durch Streiks (England) ge­hemmt; in anderen (Ferner Osten) sind dauernde politische Beunruhigungen festzustellen; wieder andere Länder (Ruhland) sind noch immer wenig aufnahmefähig; bisher gut beschäftigte Länder (Südamerika) halten sich jetzt in ihrer gewerblichen Betätigung stark zurück usw. Alles das wirkt

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach

Alle für die Redaktion bestimmten Mittei­lungen. Losungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des ..Siebener Anzeigers".

Problem Nr. 73.

Don A. Daherdorfer.

Schwarz.

» b c d e t g h

a b c d c i gh

Weist.

6

6

5

Weih zieht und seht in drei Zügen matt.

Weih: 3 Steine Kf7; Db3; Ld5.

Schwarz: 2 Steine Kd6; Bc5.

Partie Nr. 56.

Die nachfolgende interessante Partie wurde im Mittelrheinischen Turnier zu Bad Ems am 24. Mai 1926 gespielt.

Abgelehntes Albins Damrngcgengambit.

Weih: Dr. Aaumann.

Schwarz: Orbach.

sich

fürchtet

interessanten Geplänkel, das

1. d7-d5

2. e7-e5

offenbar vor den Komplikationen.

3.

4.

5.

6.

7.

Ld3

8.

9.

e5Xd4 Sg8-f6 Lc8-e6 Sf6xd5 Lf8-e7

10. Tf8-e8

11. Sb8-d7

12. Sd7-f8

13. Sf8-g6

0-0 c7-c6

1. d2-d4

2. c2-c4

3. e2-e3

Weih

8.....

9. 0-0

10. a2-a3

11. Ddl-c2

12. Le2-d3

13. Sc3-e4

14. Se4-g3 Aus dem

3. de5: sich ergebenden

3.....

4. e3xd4

5. Sbl -c3

6. c4xd5

7. Sgl f3

8. Lfl - e2 Vorzuziehen

aus

vor-

ausging, ist der Rachziehende mit etwas besserer Fiaurenpositioi hervorgegangen: Starke Springer­stellung auf d5, die Schwäche des d4-Bauem Durch die folgenden starken Züge vergröhert Schwarz diesen minimalen Vorteil bedeutend.

14. .. ., 14. Ta8-c8

15. Sg3-f5 15. Le7-f6

16. Lcl-e3 16. Sd5-f4

17. Tfl-dl

17. Le6-d5

Der Läufer hat den Springer in der Be­herrschung des Punktes d5 abgewst.

18. Sf3-el

Schlimm, wenn Weih zu solchen Rückzügen gezwungen wird.

18.. ..'. 18. Dd8-d7!

Droht 19.. . . Sd3: nebst Le4 oder Df5: mit Figur- gewinn.

19. Sf5-g3 19. Sf4xd3

20. Dc2xd3 20. Sg6-h4!

Ein starker Zug, der fast sämtliche Figuren von Weih an ihre Plätze bannt.

21. Talcl 21. Te8-e7

22. Tcl-c2 22. Tc8-e8

23. Tc2-e2 23. Dd7-g4

24. h2-h3

25. Sg3-h5

26. Dd3-d2?

24. 0x4-67

25. Ld5-e4

Ein Fehler, aber auch sonst war die Partie

Ausgegeben, da Matt in zwei Zügen folgt.

Lösung des Problems Rr. 71.

ein schöner Schluß.

31. Sh4-f3+

32. Te7-e6!

33. Df5-d5!

34. Dd5xg5-+

35. Te6-f6+

nicht mehr lange j

26.....

27. Sh5-f4

28. Kgl -h2

29. Sei -g2

30. Dd2-c3

31. Sf4xg2

ES folgt nun

31.....

32. Kh2-g3

33. Dc3-d3

34. Le3xg5

35. Kg3xf3

zu halten.

26. Le4xg2!

27. Lg2-I3

28. Dd7-ß

29. Lf3Xg2

30. Lf6-g5

Don I. Kohtz und C. Kvckelkorn.

1. Kel-e2!, Ka4-b3 2. Dg5-d2, Kb3-c4 oder a4

3. Dd2-d3 oder b4 matt.

Losung de« Endspiel« Rr. 17.

Don 3. Iespersen.

I. Dg7-h6!, Th4xh6 2. Se3 - c4 Mattdrvhung auf d2, Db7-d5 3. Lel-d24-, Dd5xd2 4. Sc4Xa5. Dd2-d5 5. Sa5-b3 + , Dd5xb3 patt. Andere Varianten ähnlich.

Richtige Lösungen zum Problem Rr. 70 sand­ten ein die Herren: Lehrer E. Simon, Ober- sekundaner D. Loos aus Giehen.

Problem Rr. 71 wurde richtig gelöst von den Herren: V. Loos, Giehen, sowie H. Ranz, Steinbach.

Von Herrn Lehrer Breidecker erhielten wir noch eine richtige Lösung zum Problem Rr. 68.

Eine richtige Lösung zum Endspiel Rr. 17 sandte ein Herr H. Ranz, Steinbach.

Aus der Lchachwelt.

An der Rheinmeisterschaft, welche dieses Jahr vom 7-. bis 15. August in Kaiserslautern ausgetragcn wird, nehmen voraussichtlich teil. Orbach, Lenrpelius, van Ruh, Platz, Heider Jost, Weihgerber, Ruchti, Fleihner, sowie noch zwei Spieler des Oberrheins, welche nach Beendi­gung des jeht gerade stattfindenden Turniers gestellt werden.

Der Länderwettlamps Deutschland gegen die Schweiz, welcher am 4. August d. 3. in Freiburg ausgetragen wird, ist von deutscher Seite folgen- dermaßen beseht: Wagner, Schmitt, Orbach, Mo­ritz, Eiche, Scheck, sowie noch zwei unbekannte Spieler.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Redaktionsttfch.

Wahres Geschichtchen.

An einem Berliner Bahnhof erbietet sich ein Dreikäsehoch einem Fremden gegenüber zum Äoffer­tragen. Das Hotel ist dicht am Bahnhof, der Koffer ist nur über den Strahendarnrn zu tragen. Trotzdem verlangt der Bengel fünfzig Pfennig dafür.

Was machst du denn mit dem vielen Geld?', fragt der Fremde.Meiner Mutter eine Freude", erwiderte der Knirps.

Kurze Zeit darauf geht der Fremde an einem Rummel vorbei. Er sieht den Kofferträger, und zwar kostet dieser die verschiedenenAttraktionen" durch.

Ich denke, du machst deiner Mutter eine Freude, und jetzt amüsterst du dich mit dem Gelbe?", fragt der Fremde. Worauf der Lümmel dreist erwidert:

Wat meen Se woll, wie bet meene Mutter freit, wenn ick mir amefiere.

Steigerung.

Wie schrecklich, ich hörte, dah Ihre Frau auf der Strafe ausgerutscht ist und sich am Fuh ver­letzt hat.'

Ja, das Schlimmste ist, dah man sie dann in einen Hutladen getragen hat!'

Wirtschaft bald ein Ende nehmen. Bisher hat jebenfalls die verbesserte Kapitalbeschaffungsmög- lichkeit weder zu einer Belebung der Wohnungs­bautätigkeit geführt noch die rückläufige Be­wegung in der Errichtung neuer Produktions­stätten aufgehalten. Auch vom Ausland her scheint ein Anstoh in der Richtung einer Wirtschafts­belebung in absehbarer Zeit noch nicht zu ertoar-

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