Bsvbachtcr wegen Veröftentlichung eines Artikels über die Räumung der Kölner Zone zu zwei. Monaten Gefängnis und zweitausend Mart Geldstrafe. Man darf den Süddeutschen Monatsheften, die selbst als einzige deutsche Monatsschrift zu den dauernd verbotenen Druckschriften gehören, für diese sachliche, überparteiliche und packende Veröffentlichung Dank wissen und hoffen, das) sie beitragen möge zur Herbeiführung menschlicher, des deutschen Volkes würdiger Lebens- befcingungen in der schwergeprüften Westmart und schließlich zu einem wahren Völkerfrieden.
Die interalliierten Schulden.
Don Emile Borel, ehem. französischem Marine- minister, Mitglied der Deputiertenkammer.
Die Regelung der interalliierten Schulden ist kürzlich durch die Stellungnahme der französischen öffentlichen Meinung zu den Abkommen, die die Regierung Briand in Washington und London unterzeichnete, in eine neue Phase getreten. In Frankreich hat sich eine starke Opposition gegen die Ratifizierung dieser Abkommen durch das Parlament gebildet. Die Vereinigten Staaten und England besitzen zu alte demokratische Traditionen, um es nicht natürlich zu finden, daß eine Ration nur durch ihr Parlament und nicht durch ihre Regierung Verbindlikeilen eingehen kann, doch machen diese beiden Rationen ebenfalls die Ansicht ihrer öffentlichen Meinung geltend, die glaubt, daß die Frankreich gemachten Zugeständnisse ein Maximum darstellen, das nicht überschritten werden kann.
Wie auch die letzte Entscheidung des französischen Parlaments ausfallen mag, ist es notwendig. sich klarzulegen, daß die Frage der interalliierten Schulden keine bloß Frankreich betreffende Frage ist, sondern den ganzen europäischen Kontinent angeht. England hat in dem Abkommen, das in London unterzeichnet wurde, festgelegt, was es stets betont hatte: Es verlangt von den europäischen Staaten, die seine Schuldner sind, nur die zur Rückzahlung der eigenen Schuld an Amerika notwendigen Beträge.
Mag es sich nun um Verträge zwischen England und Frankreich, zwischen England und Italien oder zwischen den Vereinigten Staaten und Belgien handeln, schließlich läuft alles auf eines hinaus: der europäische Kontinent muß als Folge des großen Krieges den Vereinigten Staaten von Rordamerika, dem reichsten Lande der Welt, direkt oder auf dem ilmtreg über England jährlich eine beträchtliche Abgabe leisten. In diesem Licht gesehen, lassen sich die Forderungen der Vereinigten Staaten kaum mit dem Rus von Idealismus, der dieses große Volk umgibt, vereinbaren. Biele Amerikaner betonen auch mit großer Aufrichtigkeit, daß die Vereinigten Staaten eben im Interesse Europas vorgehen, wenn sie diese beträchtlichen Abgaben fordern. Sie hoffen nämlich dadurch, wie sie sagen, die K r i e g s r ü st u n g e n gänzlich zu Hintertreiben und so ganz Europa dauernden Frieden zu geben.
In diesem Zusammenhang ist es heute nicht möglich, die Rüstungsfrage zu erörtern und die Kriegs- und Marincbudgets der europäischen Großmächte mit jenen der Vereinigten Staaten von Amerika zu vergleichen. Ich möchte mich heute auf den streng finanziellen Standpunkt beschränken. Es zeigt sich da sofort, daß die Summen. die der europäische Kontinent alljährlich km die Vereinigten Staaten zahlen nrüßte, in einigen Jahren, sobald alle unterzeichneten Abkommen ihre volle Wirksamkeit erlangt hätten. t äußerst beträchtliche wären, wenn man sie mit e Hinblick auf den Wert des amerikanischen Geldes f auf dem Kontinent abschähte. Diese Summen würden sich auf mehrere hundert Millionen . Dollars belaufen. Wenn man die Tatsache in Betracht zieht, daß in vielen Ländern des europäischen Kontinents, besonders in Frankreich, Italien und Belgien, der tägliche Durchschintts- verdienst eines Arbeiters oder Dauern bei weitem geringer ist als ein Dollar, würde dieser Betrag, in Arbeitstagen ausgedrückt, rund eine Milliarde Arbeitstage im Jahr ausmachen. Das aber ist eine Abgabe, die der europäische Kontinent offensichtlich unmöglich aufbringen kann. Ganz anders würde es sich verhalten, und die Last könnte leidlich werden, wenn das Erträgnis des Arbeitstages wie in Amerika auf fünf oder zehn Dollar gesteigert werden könnte. Man weiß, daß die Bezahlung gewisser qualifizierter Arbeiter in Amerika sogar zehn Dollar täglich überschreitet. Aber selbst wenn man sich aus eine Bewertung des Arbeitstages mit fünf Dollar beschränken wollte, würde man auf eine Zahl von Arbeitstagen für das Jahr kommen, die etwa hundert Millionen statt einer Milliarde betrüge, das heißt, jeder Arbeiter oder Bauer in West- und Mitteleuropa mühte zur Ausbringung dieser Abgabe statt jährlich zwei oder drei Wochen nur mehr ein bis zwei Tage arbeiten.
Es ist begreiflich, daß die Amerikaner, dir gewohnt sind, den Wert des Dollars für ihr Land und nicht für Europa in Betracht zu ziehen, ihre Forderungen äußerst mäßig finden, während sie diesseits des Ozeans als beträchlich und übertrieben empfunden werden. Daraus läßt sich der Schluß ziehen, daß das Schulden-Problem.
falls an diesen 'Forderungen festgehalten wird, nur dann eine Lösung finden kann, wenn sich in Europa eine völlige älmgestaltung der Geldwerte vollzieht.
Wenn das Steigen der Preise im Verein mit einem bedeutenden Steigen der Löhne bewirkt, daß der Wert des Dollars in Europa nicht höher ist als in den Bereinigten Staaten, wird die Last der Schulden erträglich werden. Wenn es aber anders käme, wenn im Gegenteil die Rotwendigkeit, den Vereinigten Staaten beträchtliche Summen in amerikanischen Devisen zu zedieren, einen neuerlicher Sturz der europäischen Kurse und infolgedessen einen noch stärkeren Rückgang der in Dollar ausgedrückten Löhne mit sich brächte, würde es gänzlich unmöglich werden, die in den Abkommen stipulierten Summen zu bezahlen. Die Währungs- und Wirtschaftskrise würde sich über ganz Europa verbreiten und es wäre den Europäern in gleicher Weise unmöglich, nicht nur in Amerika, sondern auch in den anderen Ländern der Welt einen Kauf abzuschließen. Dadurch würde dep internationale Handel ernstlich geschädigt werden und auf der ganzen Welt entstünde eine Wirtschaftskrise ohne Beispiel.
Wenn also die Vereinigten Staaten nicht selbst zu der äleberzeugung gelangen, daß sie in eigen st em Interesse sämtliche vom Krieg herrührende Schulden annullieren müssen, bleibt für sie nur das einzige Mittel, zu den von ihnen geforderte Summen zu gelangen, nämlich auf irgend eine Weise das Währungssystem aller europäischen Staaten derart aufzurichten. daß der tatsächliche Wert des Dollars — seine Kaufkraft in Waren oder Arbeitstagen ausgedrückt — in Europa nicht merklich höher sei als in den Vereinigten Staaten.
Oberhessen.
Landkreis Gießen.
: Allertshausen. 4. Aug. Während drunten im Lumdatal fast das gesamte Obst in den kalten Mainächten erfroren ist. zeigen die Obstbänme auf unserer Höhe verhältnismäßig ganz guten Behang. Ramentlich die Bäume an der Kreisstraße nach Beuern bringen eine gute Mittelernte an Dirnen. Die Sorten „Gute Luise" und „Reue Poiteau" versprechen sogar eine recht gute Ernte. Auch geringere Qualitäten, namentlich Honigbirnen, hängen recht voll. Die Aepfelernte dagegen ist geringer, und gar Zwetschen hängen nur ganz vereinzelt an den Daumen. — Etwa acht Tage später als im Tal hat in unserer hochgelegenen Gemarkung die Fruchternte begonnen. Man beginnt jetzt erst den Schnitt der Sommergerste, die fast allenthalben stark gelagert ist. Der Körnerertrag ist gut. Die Roggenernte hat noch einige Tage Zeit. Selbst auf mageren Aeckern hat sich der Hafer fast überall gelegt, beginnt sich aber in den letzten paar sonstigen Tagen langsam wieder aufzurichten. Der Weizen hat unter der Feuchtigkeit am wenigsten gelitten. Einen recht erfreulichen Anblick gewähren die Dickwurzäcker. Sie sind von dem hohen äln- traut größtenteils gesäubert. Auch unsere Derg- wiesen zeigen guten Stand, und namentlich die blätterreichen LInterkräuter lassen auf eine gute Grummeternte schließen.
— — Langsdorf, 4. Aug. Wit einem Kostenaufwand von rund 150 000 Mark hat unsere Gemeinde endlich die Wasserleitung erhalten, die schon vor dem Kriege beschlossen worden war. Während der Ausführung der Wasser- leitungsarbeiten wurden wichtige Funde aus der Vergangenheit gemacht, man stieß aus die Reste der alten Ortsbefestigung und fand die Spuren und die Linienführung des Pfahlgrabens.
-er. Reinhardshain, 4. Äug. In unserer Gemeinde wurde dieser Tage das Jugendfest gefeiert. In einem stattlichen Festzuge bewegten sich Schüler und Eltern nach dem Festplatze. Daselbst hielt Lehrer Allendörfer eine kernige Ansprache, worauf die Schüler Gedichte und Gesänge vortrugen und dann zum frohen Spiel übergingen.
T A u s dem S e e n t a l, 4. Aug. Die Ernte der Gerste ist hier in vollem Gange. Das schöne Wetter ermöglicht eine rasche Erledigung der Arbeiten. Bei weiterer Trockenheit rechnet man damit, Ende der Woche mit dem Schnitt des Roggens beginnen zu können. Der Landmann sieht somit trotz des schlechten Wetters in den vergangenen Monaten einer guten Ernte entgegen. Auch das Grummet verspricht, gut zu werden.
Kreis Friedberg.
D a d - R a u h e i m, 4. Aug. Der Gesangverein „Frohsinn" gab unter Leitung seines Dirigenten, Oberreallehrer W. Dechtolsheimer, auf der Kurhausterrasse ein Konzert. Die Darbietungen des leistungsfähigen Vereins, vor allem die Volkslieder und die Rheinlieder, fanden großen Anklang. — Im Konzertscrale des Kurhauses nahm dieser Tage das Wertungs- fingen der Arbeitergesangvereine sein Ende. An drei Sonntagen haben insgesamt 60 Vereine, zumeist aus dem südlichen Oberhessen, gesungen und dabei schöne Leistungen gezeigt.
Kreis Büdingen.
!! Dü ding en, 4. Aug. Auf der Tagesordnung der letzten Gemeinderatssitzung stand die Verbesserung der Wasserleitung in der Stadt. Die Bürgermeisterei hatte einen Vertreter des Kulturbauamtes Friedberg zu der
Sitzung eingeladen, der einen eingehenden Vortrag über die Derbesserungsinöglichketten hielt und die Wege zeigte, wodurch dem älebelstande abgeholfen werden könnte. Vor allem war sich der Gemeinderat darüber im klaren, daß die sog. Pferdebachquelle erworben und gefaßt werden muß. Die nötigen Verhandlungen sind bereits mit der fürstlichen Rentkammer eingeleitet, jedoch noch nicht beendet. Die Quelle hat eine tägliche Wasserlieferung von 200 Kubikmeter. Durch einen neu zu erbauenden Hochbehälter soll der Druck derart stark werden, daß er auch für die hochgelegenen! Teile Büdingens ausreicht. Der ^leberschuß des nicht verbrauchten Wassers der neuen Quelle soll durch eine Leitung nach dem bestehenden Behälter der Tiefdruckzone geleitet werden. Innerhalb der Stadt müssen die Rohrleitungen zum Teil vergrößert und neu gelegt werden. Die neugepflasterten Straßen (Hindenburgstraße und Reuerweg) werden hiervon jedoch nicht berührt, da ein älmbau der Rohrleitungen in der Hindenburg- stratzc nicht notwendig ist, und im Reuen Weg die erforderlichen Reuanschlüsse gelegt werden können, da an den betreffenden Stellen die Straße noch nicht zugepflastert ist. Mit der Anfertigung der entsprechenden Kostenanschläge wurde das Kulturbauamt Friedberg beauftragt, zur Finanzierung des größere Geldsummen verschlingenden Objekts wurde die Finanzkommission beauftragt, die dem Gemeinderat demnächst diesbezügliche Vorlage machen soll. — Der A m t s t a g des Kreisamts Büdingen in Ridda findet am Freitag, 6. August, int Rathaus zu Ridda statt. •— Die Kreis st raße Liß berg — Hirzenhain ist für die Zeit vom 2. bis 5. August, die Ortsdurchfahrt Lißberg vom 4. bis 10. August und die Ortsdruchfahrt Hirzenhain vom 4. bis 5. August d. I. für jeden Verkehr gesperrt.
!! Ridda, 4. Aug. Der diesjährige Kreisfeuerwehrtag des Kreises Büdingen findet am Sonntag, 15. August, in Ridda statt. Es ist mit einer sehr starken Beteiligung der Wehren des ganzen Kreises zu rechnen.
„ ?“ Ridd a, 4. Aug. Den Besitzern größerer landwirtschaftlicher Flächen, die in dieser Ernte ihre Mähmaschinen nicht benutzen können, fehlt es an Personal, das Getreide mit Sensen und Sicheln schneiden zu lassen, ilm dennoch die Ernte rasch bergen zu können, sehen sie sich veranlaßt, das Schneiden der Frucht im Akkord zu vergeben, was beschäftigungslosen Arbeitern sehr zustatten kommt. Diese ziehen im allgemeinen die Akkordarbeit vpr. weil sie dabei nicht an bestimmte Zeiten gebunden sind und zu Hause esftn .können. Die weiteren Arbeiten, wie Aufbinden und Heimfahren werden wieder mit eignem Personal ausgeführt. — Der Preis der Frühkartoffeln hat eine weitere Senkung erfahren. Sie werden eben für 3,50 bis 3,80 Mk. pro Zentner dem Verbraucher ins Haus gebracht. Besonders gut entwickelt sind die frühen „Blauen", während die „Gelben" wohl unter der Einwirkung der großen Feuchtigkeit vielfach von innen heraus zur Fäulnis neigen. Die Zwiebeln neuer Ernte, die besonders in derGegend von Ranstadt und Dauernheim gezogen werden, sind jetzt gleichfalls auf dem Markt erschienen und haben die settherigen Preise rasch zum Sinken gebracht.
„ ?“ Aus dem Riddertal, 4. Aug. Die beiden Staubecken der Talsperre der Oberhessischen äleberlandzentrale im Ridder- und Hillersbachtal werden durch die Ablagerung von Schlamm und Geröll ungünstig beeinflußt. Insbesondere sind es die schweren Gewitterregen, wie sie beispielsweise in den Vorwochen auftraten, die wesentlichen Anteil an der zunehmenden Verschlammung haben. Ridder und Hillers- bach, die vor ihrem Eintritt in die Staubecken starkes Gefälle aufweisen, haben keine Gelegenheit, Schlamin und Geröll vorher abzulagern und führen sie den Stauweihern zu. Da diese bei verhältnismäßig kleinen Ausmaßen nur geringe Tiefe haben, muß sich im Laufe der Zeit die Hebung der Deckensohle in einer Verringerung der faßbaren Wassermasse auswirken, so daß die Wegschaffung des Schlammes notwendig werden wird. — Der Bau einer katholischen Kirche in Stockheim steht bevor. Man will den in den verschiedensten Orten des Tales wohnenden Katholiken Gelegeicheit geben, an zentraler Stelle ihren Gottesdienst besuchen zu können.
!! Echzell, 4. Aug. Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt find beendet und die Ortsdurchfahrt dem Verkehr wieder freigegeben.
]:[ Gelnhaar, 4. Aug. Begünstigt durch die letzten warmen Sage nahm auch hier die Getreideernte in dieser Woche ihren Anfang. Diesmal mußte mit dem Schnitt der Gerste zuerst begonnen werden. Obwohl unsere Gemeinde von älnwettern verschont geblieben war, liegt dennoch die Frucht auf vielen Aeckern. Es ist dies wohl die Folge einer übergroßen künstlichen Düngung. Dadurch sind die Besitzer von Mähmaschinen nicht in der Lage, ihre Maschinen zu benutzen, und müssen mit Reff und Sense die Arbeit verrichten.
Kreis Schotten.
ld. Schotten, 4. Aug. Das Obstjahr 1926, das neben mittleren Erträgen an Dirnen nur ganz geringe Mengen Aepfel erbringt, lehrt die Obstzüchter unserer Gegend, nicht nur auf richtige Sortenauswahl, sondern ganz besonders auf die Lage neu zu bepflanzender Flächen zu achten. Richt die rauhesten Apfelsorten bringen!
einigermaßen befriedigende Erträge; ost sind es ganz feine Sorten, die auf in Mulden liegenden, gegen Osb- und Rordwinde geschütztenDaumstücken so reichen Dehang zeigen, daß die Aeste gestützt werden müssen.
Eich elSdorf, 4. Aug iXnfcr im Jahre 1895 erbautes Schulhaus wird soeben einer gründlichen äußeren Reparatur unterzogen und neu gestrichen. Insbesondere ist es die verdeckte Dachkandelung, die hier, wie überall, wo sie Anwendung sand, sich als unpraktisch erwies und das darunter liegende Holzwerk beschädigt. Sie wird jetzt entfernt und durch eine freihängende Dachkandel erseht. Leider fehlt der Gemeinde noch immer der 3. Schulfaal, so daß die Möglichkeit nicht vorhanden ist, durch Errichtung einer weiteren Lehrerstelle die stark überfüllten Schulklassen zu entlasten.
I. Meiches, 4. Aug. Das nach regnerischen Wochen wieder einsetzende Sommerwetter wird hier recht willkommen geheißen, damit die Heuernte endlich einmal beendet werden kqnn. Das schon anderwärts begonnene Abernten von Getreide muh aber noch um einige Tage aufgeschoben werden, weil in unserer Höhenlage die Halmfrucht für die Sense noch nicht reif ist. — Seit zwei Monaten ist in unserem- Ort ein Sägewerk im Gange. Die Maschinen arbeiteten bis jetzt unter freiem Himmel, da die .Unternehmer das zu den erforderlichen Hallen nötige Bauholz im eigenen Betrieb zuschneiden wollten. Zur Zeit sind nun die Zimmerleute mit der Herstellung der Hallen beschäfttgt.
ld. Aus dem Vogelsberg, 4. Aug. Don allen Fensterbänken der Vogelsberger Bauernhäuser prangt eben in verschwenderischer Fülle ein prächtiger Blumenflor. Bevorzugt werden Geranien, die in allen Farbenschattierungen anzutreffen sind. Dörflichem Geschmacke entsprech end, legt man mehr Wort auf Sortenreich- tum, als auf einheitliche Farben. Die Dlumen- pslegearbeit der Dorfichulen sollte die Erkenntnis verbreiten, daß man mit geringeren Mitteln tiefere Schmuckwirkung erzielt, wenn Blüten einer Farbe in richtiger Abtönung zum Anstrich des Schindel- und Balkenwerks verwandt werden.
Kreis Alsfeld.
—er. Homberg, 4. Aug. Der Basalt- steinbruch der Mitteldeutschen Hartsteinindustrie im Distritt „Rote Kuh" wurde mangels Absatzes am 3. ds. Mts. gänzlich stillgelegt Gleichfalls hat das HimmeÄbachsche Sägewerk in Reuhaus seinen Betrieb eingestellt, weil sämtliche Holzvorräte aufgearbeitet waren. — Der vom schönsten Wetter begünsttgte Schweinemarkt war mit 337 Stück Ferkeln befahren. Es waren wenig Käufer da und das Geschäft infolgedessen schleppend: auch blieb ziemlich ileberftanb. Bezahlt wurde für das Paar sechs bis acht Wochen alte Ferkel durchschnittlich 60 Marl.
I. Brauer schwend, 4. Aug. Wenn auch in diesem Jahre Reubauten in unferm Dorf nicht entstanden sind, so haben die Bau Handwerker infolge vieler, größerer, baulicher Erweiterungen. Ausbesserungen doch reichlich Beschäftigung. Es handelt sich hierbei vornehmlich um die rein landwirtschaftlichen Gebäude. Scheunen und Stallungen.
Kreis Lauterbach.
—.— Schlitz, 4. Aug. Ein schwerer -Unfall stieß dem zwei Jahre alten Söhnchen eines Bahnbeamten im benachbarten Rieder-Stoll zu. Ein etwa 3 bis 4 Meter langer Satten- zaun stürzte um und fiel auf das Kind, wobei ihm der rostige Ragel einer abgerissenen Latte in den Kops ging. Der Ragel hat die Schädsl- decke durchschlagen und schwere Verletzungen verursacht. Das Kind wurde ins hiesige Krankenhaus gebracht, wo es in bedenklichem Zustande darniederliegt.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
Wetzlar, 4. August. Wie wir Horen, Hal der erste F l u g t a g auch in finanzieller Hinsicht für den Verkehrsverein einen vollen Erfolg gebracht. Die Einnahme aus dem Kartenverkauf allein dürfte die Summe von 9000 Mark erreichen, so daß für die anderen Aufgaben des Vereins ein netter lleberschutz zur Verfügung steht.
-L- Kinzenbach, 4. Aug. Die M a ul,» und Klauenseuche im hiesigen Orte ttt erloschen. Das Landratsamt hat die Ifc- stehenden Sperrmaßnahmen aufgehoben.
XX Dorlar. 4. Aug. Gestern hat ein Kranenwagen, welcher auf der Strecke Lollar— Wetzlar zwei schwere Masten zu befördern hatte, an der hiesigen äle berführ ung Zerstö"- r u n g e n angerichtet, so daß die Drücke (Dorlar- Waldgirmes) von schwerem Fuhrwerk nicht befahren werden kann.
-K- Lützellinden, 4. Aua. Die hiesige Gemeinde läßt augenblicklich den Weg von hier nach dem Oberwald chausfieren, ebenso ist beabsichtigt, einen wetteren, in der Rähe des Dorfes befindlichen Feldweg zu chaussieren, sowie einen dabei liegenden Graben zu kanall- fieren. Die Arbeiten sind von dem Regierungspräsidenten, wie bereits im „Gießener Anzeiger" berichtet wurde, als Rotstandsarbeit anerkannt und der Gemeinde ein Zuschuß und ein Darlehen aus Mitteln der produkttven Erwerbslosenfütz-
bereiten, denn noch warm gegessen,
Verlangen Sie aber nur Dr. Oetker-Puddings mit dem Hellkopf, sie enthalten knochenbildende Salze.
kommt Kindern jüngsten Alters besonders gut. Er ist schnell gekocht und macht fast gar keine Arbeit. Die Kinder aber freuen sich und essen ihn gern. — Oetker- Puddings sind auch sehr nahrhaft und leicht verdaulich. Sie brauchen also um die Nachtruhe der Kinder keine Sorge zu haben und können sich ohne Bedenken an dem gesunden Appetit der Kinder erfreuen. — Ein Oetker-Pudding kostet einschließlich Milch, Butter und Zucker nur ca. 33 Pfennig und ist für 4—6 Personen ausreichend.
Viele Sorten wie Mandel.Vamlle.Zitrone. Erdbeer, Himbeer, Ananas ermöglichen Ihnen reiche Abwechslung.
Versuchen Sie ferner Dr. Oetker*!
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Die neuen farbig illustrierten Rezeptbücher, Ausgabe F er- halten Sie fflr 15 Pfg. in allen Geschäften, wenn nicht zu haben, gegen Einsendung von Marken von
Dr. A. Oetker, Bielefeld.
können Sie Kindern unbesorgt noch einen
Oetker-Pudding gegessen, schmeckt er ebenfalls vorzüglich und be-
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