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t in großen Umrisse

w Konkurrenz oer rro n i uinv e r e r n e a RfcfotiSDcn lungt, so muß unter allen Umstanden eine B e s s $SnXE Heilung derselben hinsichtlich der Steuern S lustigen öfsentlichen Abgaben gegenüber dem ft

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M. Fortsetzung.

Nachdruck verboten.

e r * oder

sei heute schon zu r wichtigsten Aoraus- verlangten Leistungen n breiten Saunt auf

onstigen öffentlichen Abgaben gegenüber dem freien handel a b g e l e h n t werden. Vielmehr müssen die Steuern, die auf der Wirtschaft ruhen, gerecht ind gleich verteilt fein, Ausnahmen und

i wir unsere Daren- i um trott Ne SKttel f geforderten Aepara- fomme noch, dah das H fauffrältige Äm» durch Schutzzölle ob- JawesvertrageS M 4 dem Versuch feinet -rag trage feine m* ch selber. Der Redner tb ratsM. in Mein mit Gegenvorschlägen, wesgutachten yor- mbel als einen Mn

Der dritte Schutz.

Kriminalroman von Ole Stefani.

ManstchW«^ >lche geringere Dherllät Me es aber auch nnmer ^einzelnen zu veme>> KSÄ-H ^3S|

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W Dr. ÄeLtku nLtimetn-Ws- -, bet Bronin. ?65 ^elrainttt Tiei d nantenL der Gied-, W «Ung. )ugr,?: >inb handel R.®r; Tiburtiurt nnuptgemeinfrfiaft bei auntcrncOmcr efabto. tonmer und den ®{p. Mtor Steinei, Men Einzelhandel, öfl. Dbetftubienbireftdt jmens bei ßanbesoer- Itattion der Deutschen Krönet für die tze- km Landtazchaltton. n der hohen wirtschaft» handel? für das Botts» w wohlwollende Ttel> sörperschaften und der

Parteien den Be. fcorganlfafwnen zum vchhenbe den Rednern tgierungrrai Ir. .Ti«

Fortschritte. Das Gefühl, daß die Regierungsstel- cn handelsfeindlich eingestellt feien, läßt allmählich ach. Einen energischen Kampf führte die Verbands- citung gegen die Ueberhandnahme der Wasserhäus- Ijcn, 'Zigarrenkioske ufw., die im Gegensatz zum Ladengeschäft Erleichterungen hinsichtlich des Der- toufs und der Geschäftszeit Haven. Auch gegen die Uusdchnung des Handels auf den Bahn­höfen wird Front gemacht. Bedauerlich find im° mer noch die Bestrebungen der Beamten» - chaft, sich durch Sammeleinkäufe oder handel während der Bureaustunden Sondervorteile unf Kosten des Einzelhandels zu verschaffen, obwohl die Negierung wiederholt versicherte, daß der wilde Beamtenhandel durchaus nicht geduldet werde. Was hje Konkurrenz der Konsumvereine anbe»

ra/ionifrage und bei W Mr,schuft, ins- linylfjanotl

Zeil der deutschen Gesamtwirtschaft, die diese schwere Reparationslast tragen solle, ergebe sich die Rotwendigleit, durch seine Vertreter in allen öffentlichen Körperschaften auf strengste Spar­samkeit hinzuwirken, damit einerseits Erspar­nisse der Verwaltungen zur Erleichterung der Steuerlasten gemacht werden können, anderseits aber müßten die Verwaltungen doch in der Lage bleiben, ihren Aufgaben ordentlich gerecht zu werden. Weiter müßten die örtlichen Organi­sationen und die Landesverbände der Zentral­organisation mit durchschlagendem Deweism<tte° j tial für die Alntragbarfcit dieser Last an die Hand gehen, damit Die Position der deutschen Vertreter bei der unausweichlichen Revision des Dawesplanes gestärkt werden könne. Der außer- rrdentlich tiefgründige und sachkundige Vortrag, Len wir auS Raumrücksichten hier nur in ganz i großer Linie skizzieren können, sand verdienter- 1 naßen den lebhaften Beifall der Versammlung. :v Der Verbandsshndikus Dr Moessner-

Darmstadt erstattete hierauf Den

Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr

Aus den eingehenden Darlegungen des Re- jerenten ist folgendes zu berichten:

Die Erschütterung des Wirtschaftslebens wirkt sich tciin Einzelhandel als dem letzten Glieds der Pro- ^uktionsverteilung verhältnismäßig spät, aber außerordentlich stark aus. Seit Herbst 1925 mehren fch in aufsteigender Kurve Geschäftsaufsichten und Konkurse-, die steigende Arbeitslosigkeit beschränkt den Konsum und damit den Geschäftsgang immer ! mehr. Die Konkurse und die Notlage, vor ! allem auch chcs Großhandels, bringen das Preisniveau vollkommen in Unord- I i; u n g. Auch der unlautere Wettbewerb nimmt itändig zu. Das unlautere Wettbewerbs- I ge f c tz ist, wie die Erfahrung des letzten Jahres i beweist, unzureichend. Rabattangebote, Zu-, gaben und verfchleierte Ausverkaufsveranftaltungen hab an der Tagesordnung. Leider findet der Han­del bei der Bekämpfung der unlauteren Machen- 1 schäften nicht die so dringend notwendige aus­reichende Unterstützung der Staatsanwaltschaften, die fast in allen Fällen ein öffentliches Interesse an der Verfolgung von Wettbewerbsdelikten ablehnen. Die nötigen Schritte zur evtl. Verschärfung des unlauteren Wettbewerbsgesetzes, sowie zu einer intensiveren Zusammen­arbeit mit dem Staatsanwalt sind ge- ttin. Einen energischen Kampf führte der Einzelhan­del gegen die Ausnahmegesetze, unter denen h er zu leiden hat: die Preistreibereiverordnung, die Vorschriften über Preisauszeichnungen, Preisprü- tungsftellen, Handelsbeschränkungen und ähnliche, 'stach Mitteilung der Presse sind diese Verordnungen setzt im Reichstag gefallen. Die Zusammenar­beit mit den Behörden macht erfreuliche

Privilegien dürfen nicht geduldet werden. Das Werk der Steuergesetzgebung im August 1925, an der auch der Einzelhandel durch seine Spitzenorga- irisationen erfolgreich mitgearbeitet hat, wurde von dem Verband begrüßt. Auch die Wichtigkeit, aber md) Unvollkommenheit des Aufwertungsge- etzes, das den Einzelhandel mit feinem erheb- ichen Anteil am Hausbesitz stark berührt, muß er­mähnt werden. Besonders begrüßt wird die mehr- s<che Senkung der Umsatzsteuer, sowie der Einkommen st euervorauszahlung. Die hessischen Landes- und Kommunal- sSeuern waren besonders drückend und müssen in ilrer heutigen Höhe als durchaus unerträg- I i ch vezeichnet werden. Der Versuch der Einfüh-

Denken Sie nur, daß hier gerade die zwei Menschen, die uns am snmpathischsten aus dem ganzen Kreise waren, Lachner und dieser Bengel tu er wies auf den Briesmir ist richtig schwer zumute."

Mir auch!" sagte Kramer plötzlich.Mir noch ! viel mehr, Schulz!" und er sah den Beamten dtfam anDie Sache ist noch viel schlimmer!"

Nein ... wieso?" Schulz hatte ein sehr un­heimliches Gefühl.

Ja!" sagte Kramer und lächelte ironisch und wehmütig.Sie haben sich eben zum zweitenmal *n diesem Tage blamiert und dem Vertrauen, das i h in Ihre detektivischen Fähigkeiten setze, eigent-- tch einen recht krästiaen Stoß versetzt."'

Ja, womit denn? fragte Schulz gekränkt.

Damit" und Kramer hob den Brief in die Höhe,daß Sie auch an dieses Geständnis glauben!"

Schulz erwiderte kein Wort. Er wußte nicht, was er denken sollte.

Was steht hier?" fragte Kramer lächelnd und legte feine Finger wie ein Lehrer auf eine Stelle

Briefes.

Und Schulz las gehorsam nach:.....Baron Ra-

coszv, den ich vor zwei Jahren kennenlernte, als ich in Lemberg studierte . . ."

Das ist Ihnen nicht ausgefallen, mein Junge? Do war Racoszy vor zwei Jahren?"

Schulz sprang auf:Im Zuchthaus zu Sonnen» birg! Seit vier Jahren im Zuchthaus zu Sonnen» tiurg! Mein Gott ist das auch wieder falsch!" Er setzte sich und umfaßte erschöpft seinen Kopf. J)crr Rechtsanwalt, bitte seien Sie mir nicht böse. Taß ich das übersetzen konnte! Ader um Gottes willen was hat denn das alles nur zu bedeuten? Warum lügt er denn schon wieder ? Wie hängt das U'fammen?"

Kramer nahm den Brief vor und begann lang­sam und bedächtig:

Dieses Schreiben also, das eine neue Unwahr» hrit enthält, zeigt zweierlei. Erstens: Molinski ver­

sucht sehr geschickt nm Schluß des Briefes, mich zu einer sofortigen Antwort zu veranlassen. Die braucht er aber, um aus ihr zu ersehen (was ihm sehr wert­voll zu fein scheint), ob ich nun endlich an diese neue Theorie glaube die ich ihm selbst in den Mund gelegt habe!"

Warum Haden Sie?"

Das will ich Ihnen sagen. Weil ich heut nacht herausgefunden habe: um Molinskis Handlungs­weise zu erklären, gibt es, kann es überhaupt nur zwei Möglichkeiten geben. Die eine ist eben diese Theorie. Ich legte ihm sehr nahe, sie anzuerkennen. Ob sie wahr ist, wäre leicht nachzuprüfen gewesen, denn früher ober später hätte sich im Falle der Un­wahrheit Molinski, der nicht sehr geübt in Verfiel» hingen ist, doch in Widerspräche verwickelt. Daß es schon so bald, schon in diesem Briefe geschehen würde, habe ich natürlich nicht vorausgesehen.

Daß es aber so gekommen ist, begrüße ich. Und zwar deshalb, weil nun nur noch eine einzige Mög­lichkeit übrigbleibt. Das heißt also, diese Möglichkeit ist die Wahrheit!

Und daß Molinski so mit beiden Händen nach meiner ersten Theorie griff, beweist mir, daß er mich auf dem Wege zu der zweiten und die tatsäch­liche Lösung treffenden ahnte, und daß er sie wie nichts in der Welt fürchtet und unter allen Um­ständen verhindern wollte."

Hier schwieg Kramer lange und sah gedanken­voll in den Rauch der Zigaretten.

Machen Sie das Fenster auf, Schulz, wir er­sticken sonst. Sv danke! Run also zur Wahrheit:

Den beiden fingierten Geftändnifsen des jungen Mannes ist zweierlei eigen. Erstens: auf jeden Fall Racoszy von der Schuld am Morde freizuspre­chen. Was würden Sie hieraus für Schlüsse ziehen?"

Vielleicht, daß Molinski den wirklichen Mörder kennt?"

Wahrscheinlich. Aber noch etwas scheint mir in der Hartnäckigkeit feiner Behauptung zu liegen. Ge­nau dasselbe, was wir an feiner ganzen Handlungs­weise erfahren mußten: als er mit allen Mitteln uns daran verhinderte, Racoszy in die Hand zu be­kommen und mit ihm zu sprechen. Warum fürchtet er das so sehr? Das geht vielleicht aus dem zweiten Punkt hervor, der beiden Schriftstücken ge­meinsam ist: er hält hartnäckig daran fest, daß er

rung einer hessischen F i l i a 1 st e u c r hat iwijcrc Billigung nicht gefunden. Die örtlichen Getränk e steuern sind in verschiedenen hessischen Städten mit Erfolg hinsichtlich ihrer Rechtmäßigkeit ange­fochten werden. Eine genaue Kontrolle des Hau­sierhandels und der W a n b e r I a g e r wurde angestrebt, doch bleibt da noch viel zu tun, da das Wandergewerbe, ohne daß man das Bedürfnis da­für nachweisen kann, ständig im Zunehmen begrif­fen ist. An einer Aenderung der Sonntags­ruhe, sowie der Ladenschi ußbe st immun- gen besteht kein allgemeines Interesse, die Ver­hältnisse liegen in Stadt und Land verschieden und müssen nach den örtlichen Bedürfnissen geregelt wer­den. Mit der Hauptgemeinschaft des Deutschen Ein­zelhandels, den Fachverbänden, wie den hessischen Landesbehörden und den Handelskammern, ebenso mit der Unfallberufsgenossenschaft für den Einzel­handel steht der Landesverband in enger Fühlung und Zusammenarbeit, sowohl in prinzipiellen, wie auch in Einzelfragen. JnTarif-undGehalts- fragen innerhalb des Landesverbandes hat die Geschäftsstelle ausgleichend und beratend gewirkt. Großer Wert wurde auf die wirtschaftlichen Einrichtungen des Verbandes gelegt, der eine eigene Glasversicherung, sowie seine Zeitschrift besitzt. Eine weitere Ausdehnung auf andere Ver- sicherungszweige wird abgelehnt. Dem Großeinkauf von Lebensmitteln dienen die in Darmstadt be­stehende Hessenkauf A. G. und eine ganze Reihe von Edeka-Genossenschaften. Zur Zeit werden bei den größeren Ortsvereinen Versuche mit ei g e- nen Jnkassoburaus gemacht, zwecks Beitrei­bung von wiederholt angemahnten Schulden der Kundschaft. Die neuen,Erscheinungsformen im Ein­zelhandel, Warenhaus, Großbetriebe, Kleinbetriebe, Kleinbetriebe, Filialgefchäftc und der Einfluß des amerikanischen Vorbildes auf die Entwicklung des Einzelhandels werden mit besonderer Aufmerksam­keit verfolgt. Der Verband bemüht sich, durch Ver­vollkommnung der Statistik und eine wissenschaft­liche Durchdringung der Einzelhandelsfragen ein »mfasfendes Bild vom Einzelhandel zu gewinnen, insbesondere auch Schlüsse der Konjunktur zu ziehen. Neue Zeit erfordert neuen G e ist. Oberste Pflicht der Organisationen muß es sein, dies ihren Mitgliedern zu vermitteln.

.keRndienengMn

Der DerbandsvorsitzenDe K a l b f u b Danltc anschließend den Abgeordneten, die sich im Reichstag für die Aushebung der Preistreiberei- Verordnung erfolgreich eingesetzt haben, ferner dankte er der Darmstädter Volksbank, die sich auf dem Gebiete des Kreditwesens der Wünsche des Einzelhandels eifrig angenommen habe.

verschiedenes.

Zum 1. Derbandsvorsitzenden wurde der bis­herige Führer Wilh. Kalbfuß-Darmstadt einstimmig wiedergewählt.

Rach der Rechnungsablage wurde dem Kassierer und dem Vorstand einstimmig Ent­lastung erteilt.

Als Ort des nächstjährigen Verbandstages wurde Offenbach a. M. bestimmt.

Damit hatte der Verbandstag sein Ende erreicht. Am Rachmittag fand noch die Gene­ralversammlung des Glasversiche­rungsvereins des Hessischen Einzelhandels a. G. statt. Der Abend war der Geselligkeit in den Räumen des GesellschastSvereinS gewidmet.

Rheinhessen.

WEN. Mainz, 4. Juli. Die schwierige und gefahrvolle Arbeit der Aufstellung der G e r ü ft e am Mainzer Dom ist jetzt vollendet. Der bis über die Spitze des Hauptturmes vollständig ein« gerüstete Dom bietet einen ungewohnten Anblick. Die Arbeiten sind bisher ohne jeden Unfall ver­laufen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Z Aus dem Kreise Wetzlar, 3. Juli. Zur Ausbildung von Handarbeitslehre­rinnen für die Volksschulen unseres Kreises wird die Krcisoerwaltung einen sechswöchigen Handarbeitskursus abhalten lassen, an dem Personen über 18 Jahre teilnehmen können. Der Kursus, den die Kreishandarbeitslehrerin Frl. Müller (Wetzlar) leitet, wird Ende Juli beginnen. Die Beteiligung ist für die Teilnehmerinnen völlig ohne Kosten.

5 Hochelheim, 3. Juli. Nachdem die M a u l- u n 6 Klauenseuche im hiesigen Orte in den bisher verseuchten Gehöften soweit erloschen war, wurde bei einer Revision von Rindviehställen in weiteren vier Gehöften der Ausbruch der Seuche amtlich feftgeftcllt. Unter diesen Umständen dürfte die Aushebung der Sperrmaßnahmen, die von den hiesigen Kuhbauern sehr ersehnt wird, sich noch wesentlich hinauszögern.

ch. Aus dem Kleebachtal, 3. Juli. Infolge des anhaltend guten Wetters konnte in unserer Gegend die Heuernte in dieser Woche beendig t werden. Teilweise zeigen die früh gemähten Wiesen schon einen schönen Grum- metgrasausschla g. Untere Landwirte sind mit Den Erträgen recht zufrieden: namentlich hatten höher gelegene Wiesen einen sehr guten Grasbestand aufzuwelsen, während zu feucht ge­legene Wiesen an Menge, wie auch an Qualität geringere Ernten brachten als in Den Vorjahren. Trotz dieses selten guten Heujahres sind die Heugraspreise ungewöhnlich hoch, so Dan auch in diesem Jahre zahlreiche Pferde- besiher, Die zum Ankauf von Heagras gezwungen sind, recht hohe Tlnterhaltungskosten für ihre Zugtiere aufwenden müssen.

Oberlahnkreis.

Weilburg, 3. Juli. Rach dem Stande vom 1. Juli bezifferte sich Die Zahl Der Er­werbslosen im Oberlahnkreise auf 1113 Llnterstühungsempfänger und 1818 Zu­schlagsempfänger. Vei RotstanDsarbeiten sind 135 Personen beschäftigt.

Kreis Westerburg.

' Westerburg, 3. Juli. Die Wald- beerenerntc in den Wäldern hat begon­nen. Sie zeigt sich recht ergiebig; der Frost hat den Blüten keinen Schaden zugefügt. Die Pflücker erzielen, da anderes Deerenobst (Stachel- und Johannisbeeren) dem Frost zum Opfer ge­fallen ist, recht gute Preise. Man zahlt 35 bis 40 Pf. pro Pfund.

* Wallmerod, 3.Juli. Gestern früh brannte der mit großen Mengen Baumaterialien gefüllte Lagerschuppen des Baugeschäftes Steine- b a ch völlig nieder. Die Flammen griffen auch auf das Wohnhaus über, wo sie den Dach­stuhl zerstörten. Neun Feuerwehren hatten gegen das entfesselte Element einen schweren Kampf zu führen, bis es gelang, die Oberhand zu gewin­nen. Der Schaden ist sehr groß, allein an Bau­materialien wird er auf 60 000 Mark geschätzt.

Maingau.

WSR. F r a n k s u r t a. M., 3. Juli. Der Stand der Ar bei. t s l o s i g ke i t ist auch in der vergangenen Woche ziemlich gleich geblieben. Zu Beginn Der Woche standen 25 173 Arbeit­suchende zur Verfügung. Dazu kamen 1589 Reu- meldungen, so daß die Gesamtzahl Der zur Ver­fügung stehenden Arbeitslosen 26 762 betrug. Am Schluß der Derichtswoche standen noch 25117 Arbeitsuchende zur Verfügung. Die Zahl der angebvtenen und besetzten Stellen hat sich nicht nennenswert geändert. Eine große Anzahl von Geschäftsinhabern, Die am Lieb- f rauenberg und in Den angrenzenden Stra­ßen ihre Geschäftsräume haben, sind bei dem Polizeipräsidenten dahin vorstellig ge­worden, daß Die durch Demonstrations - Versammlungen und das Aufstellen von Demonstrationszügen auf Dem Lieb- f rauenberg verursachten Störungen des Geschäftsbetriebs künftig verhin­dert werden möchten. Die Frankfurter Handels­kammer hat dieses Gesuch unterstützt. Heute nachmittag 2.10 iUjr wurde auf der Strecke Höchst a.M.Fr ankfurt a.M. auf Frank­furter Gebiet zwischen der Blockstelle Rebstock und Dem Wärterposten 208a ein Stein gegen den vorüberfahrenden D58 geschleudert, Der durch das Fenster eines 3. Kl.°Abteils fiel und einen Reisenden am Kopfe leicht verletzte. Die Eisenbahnüberwächungsstelle nahm sofort die Ermittlung auf. Sie ist aber ergebnislos verlaufen.

WSN. H ö ch st a. M., 3. Juli. Gestern morgen gegen 9 Uhr ereignete sich auf der Landstraße zwi­schen Hattersheim und W e i l b a cst ein schwerer Auto mp b i l Unfall. Ein Frank­furter Geschäftsmann namens L e h m a n n , der mit seinem Auto eine Geschäftsreise nach Wiesbaden machen wollte, stieß mit seinem Fahrzeug kurz hin­ter Hattersheim infolge einer Reifenpanne gegen eine Telegraphen st ange, die infolge des

und kein anderer Brentheim erschossen hat. Ich be­haupte und im Bewußtsein voller Verantwortlichkeit er ist es nicht gewesen. Er kann es nach allen Umständen, die wir wissen, nicht gewesen sein. Dar­aus geht hervor?"

Daß er den wirklichen Mörder decken will!" sagte der Beamte atemlos.

Ja, Schulz, richtig! Und wem, glauben Sie, steht er so nahe, daß er ihn mit Hingabe seiner Existenz schützen will?"

Sckulz vermochte kaum zu antworten.Ich . . . nein, das ist ja unmöglich!" brach er los.

Und warum," fragte Kramer unbarmherzig und heftig weiter,warum fürchtet er Racoszy? Warum verhindert er immer wieder unser Zusammentreffen mit ihm? Warum ermöglicht er Racoszys Flucht? Was weiß Racoszy? Was darf Racoszy nicht sagen?"

Schulz flüsterte:Racoszy kennt den wirklichen Mörder!"

Kramer fuhr eilig fort:Ist das so unwahr­scheinlich? Wir wissen, daß Racoszy vom grauen Auto zwischen halb und breioiertel zehn in der Nähe der Villa Grete abgesetzt wurde! Wir wissen, daß er seinen beiden ersten Briesen jedesmal am selben Tage noch die Tat folgen ließ!

Racoszy war bereit für Den dritten Schuß, für den Treffer. Racoszy war Zeuge des Mordes. Er mag sehr erstaunt und vielleicht nicht unangenehm überrascht gewesen sein, als ihm ein anderer den Schuß vorwegnahm!"

Besinnen Sie sich auf Den Nachmittag, an dem Sie Molinski mit Sandberg konfrontierten! Sand­berg zog den jungen Polen mit sich und machte es Ihnen dadurch unmöglich, ihrem Gespräch.zuzu­hören. Damals mag er ihm gesagt haben:Ver­raten Sie, daß ich der Mann war, den Sie neulich nachts auf Der Treppe trafen, so verrate ich, was ich von dem Morde weiß." Und als das Den ahnungs­losen Jungen nicht schreckte, mag er ihm direkt oder andeutungsweise den Namen des Mörders genannt haben."

Eine nette kleine Erpressung!" sagte Schulz konsterniert.

Ja, Schulz. Der Baron ist ein großer Psycho­loge und war der Wirkung feiner Mitteilung sicher. Um so mehr, als er Molinski genau kannte, der vor Lachner kein Geheimnis grhävt hatte.

wuchkigen Anpralls glatt abgerissen wurde, so daß die Leitungsdrähtc zerrissen und zur Erde nieber« stürzten. Lehmann wurde von dem Wagen begra» ben und erlitt sehr schwere innere und äußere Verletzungen. Als radfahrende Pas­santen dem Verunglückten zu Hilfe eilen wollten, war dies ihnen unmöglich, weil der Hund des Verunglückten, ein großer starker Schäfer­hund, ihnen zähnefletschend den Zu- gang verwehrte. Erst nach etwa dreiviertel­stündigen Bemühungen gelang es, das Tier zu be­ruhigen und den Schwerverletzten zu bergen, dessen Versetzungen jedoch so erheblich waren, haft, er kurz nach seiner (Einlieferung im Höchster Krankenhause d e r ft a r b.

Kreis Fulda.

WSN. Fulda, 4. Juli. Nachdem ihm seine Mutter Vorhaltungen gemacht hatte, weil er seine Stellung aufgegeben hatte, be­ging der Arbeiter Heinrich Müller Selbst­mord durch Erschießen.

Don den Schlachtviehmärttlen.

An Den Deutschen Schlachtviehmärkten Der vorigen Woche hielt sich Die Marktlage in Der Hauptsache auf mittlerer Linie. Die Preise lagen für RinDer und Schafe gut stetig, bei Kälbern unD Schweinen konnten sie vielfach etwas anziehetr. Auf Den nachstehenDen Märkten tourDen für 1 PfunD LebenDgewicht in Pfennig notiert:

Rinder

Kälber

Schake

Schweine

Berlin

20-61

45-70

25-59

69-80

Bremen

20-57

48-68

34-54

58-73

Breslau

30-60

40-65

30-60

68-77

Chemnitz

18-56

4566

38-55

65-80

Dortmund

20-63

40-76

35-55

75-84

Dresden

28-62

44-71

25-62

60-79

Düffeldorf

2563

30-68

60-80

Elberfeld

20-64

40-68

68-82

Esten

25-63

40-90

34-54

68-85

FrankfurtM.

18-64

40-72

20-50

60-82

Hamburg

15-60

30-75

23-58

60-78

Hannover

15-64

30-73

30-62

65-78

Husum

Karlsruhe

21-57

60-68

74-80

Kastel

20-64

50-60

73-80

Kiel

17-51

34-78

32-60

45-78

Köln

25-63

44-95

70-85

Leipzig

20-58

42-68

30-63

59-80

Magdeburg

19-61

30-70

23-53

70-81

Mannheim

14-60

46-74

42-46

78-84

München

24-59

58-80

60-82

(Stettin

12-56

30-67

20-56

65-75

Stuttgart

15-58

57-75

58-81

Zwickau

15-58

45-72

30-58

70-81

vom Guf&n

Mr »e aste!

Rundfunk-Programm.

Dienstag, 6. Juli.

3.30 bis 4 Tlhr: Die Stunde Der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Alte Tanzmusik. 5.45 bis 6.05 Tlhr: Die Lese- stunde. 6.15 bis 6.45 Uhr. Vortrag von Direktor Herberg überPraktische Geflügelzucht". 6.45 bis 7.15 Uhr:Keltische Sprachen, Baskisch, Reu­griechisch und ihre Literaturen", Vortrag von Dr. Schütz. 7.45 bis 8.15 Uhr: Schachstunde. 8.15 bis 9.45 Llhr: Streichsextette. Anschließend: Reue Schallplatten.

Und nun hat Molinski auf jede Weife, Die ihm möglich war, mit all seinen schwachen Kräften ver­sucht, diesen Mann zu decken, nur damit er von seinem Wissen um Die Tat keinen Gebrauch machte.

Was für Qualen mag Molinski ausgeftanben haben!

Ich meinerseits bewunbere ihn, Schulz, unb wäre in diesem Gefühl beinahe geneigt zu vergessen, um was er uns gebracht hat. Jedenfalls hoffe ich, er wird in Anbetracht des Umstandes, baß er von Racoszys Gefährlichkeit keine Ahnung hatte, mit einer geringen Strafe davonkommen."

Er verstummte.

Erlauben Sie mir, Ihnen kein Wort zu glau­ben!" sagte Schulz.Ich bin wie gerädert, Sie er­zählen mir ein Märchen."

Ich wollte, es wäre so. Kommen Sie mit, nun will ich Sie dahin führen, wo ich heute morgen hin- ging, ehe ich mit Ihnen in die Stadt fuhr."

Mit schweren Schritten folgte Schulz dem Rechts­anwalt in Gretes Zimmer.

Ruhig öffnete Kramer den Schreibtisch und hotte den schweren Armeereoolver heraus, den (Breie aus der Hand ihres Pflegevaters empfangen hatte.

Sehen Sie dies Geschoß!" sagte er und drehte zwischen den Fingern Die Kugel, die man in Mo­linskis Portemonnaie gesunden hatte.Hatten Sie es für möglich, daß es zu Dieser Waffe paffen mag?"

Ja!" sagte Schulz mit yeiserer Stimme.Kei­nesfalls gleicht Die Kugel Der Des zweiten Schusses, die viel leichter war!"

Ja Die Kugel Des zweiten Schusses kam aus Dem kleinsten Kaliber Smith anh Weston. Die Kugel, Die Brentheim getötet hat, und Die Molinski zu ver­bergen trachtete aus einer viel schwereren Waffe!"

Aber um Gottes willen, Herr Recktsanwatt, doch nicht gerade aus diesem Armeerevokoer!"

Sie sollen sehen, Schulz, wovon ich mich heute morgen überzeugt baber sagte Kramer und öffnete das Magazin des Revolvers.

Schulz sah fünf gefüllte Kammern. Die sechste war leer . . .

Brentheim hatte feiner Adoptiotocht-r ben Re­volver mit voller Ladung übergeben. Aus dieser Waffe ist ein Schuß abgefeuert worden!"

(Fortsetzung folgt.)