Ausgabe 
4.8.1926
 
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Sechzig Jahre Butzbacher Feuerwehr.

Seit geraumer -Zeit schon rüstet sich die Freiwillige Feuerwehr Butzbach, um am 7. u. 8. August d. 3. das Fest ihres sechzig­jährigen Bestehens würdig zu begehen. Blättert man in alten Akten, und liest man die Niederschriftsbücher der Wehr nach, so findet man manches Erwähnenswerte aus ihrer Vergangen­heit. das nicht nur für diese, sondern auch für andere wissenswert ist. Deshalb soll versucht werden, in kurzer, gedrängter Form hier ein Bild der Tätigkeit der Wehr. seit ihrem Be­stehen zu geben.

Schon im Jahre 1851 waren 45 jüngere Bür­ger zusammengetreten, und hatten unter dem Kommando des Strumpffabrikanten Christof Rumpf und des Steigerführers Louis Brau­bach eine Freiwillige Feuerwehr gebildet. Die Stadtverwaltung konnte sich jedoch von der Not­wendigkeit einer solchen Wehr nicht überzeugen, und verweigerte die Bewilligung des zur Be­schaffung von Ausrüstungsgegenständen erbetenen Betrags von 80 Gulden. Auch die Wehr war nicht in der Lage, aus eigenen Mitteln diesen Betrag auszubringen unb löste sich daher nach zwei­jährigem Bestehen auf. Zehn Jahre vergingen, bis der Gedanke der Gründung einer neuen Wehr wieder lebendig wurde, llnö zwar ging er diesmal von den Turnern aus. Schlägt man die Abhandlungen über die Gründung der Wehr nach, so findet man sie vom ersten Sprecher des Turnvereins, Kollektor Kuhl, unterzeichnet, und fragt man, wer der erste Leiter der Freiwilligen Wehr war, so wird der erste Turnwart Christoph Dietrich S t ö r i k o genannt. Turner bildeten sonach den Grundstock der heutigen Wehr, die am 6. August 1866 endgültig gegründet wurde. Auch in der Stadtverwaltung herrschte ein fortschritt­licher Geist, sie überwies der neuen Wehr Spritze und Gerätewagen zu ^lebungszwecken und zeigte sich von da ab, im Nahmen des Möglichen, jederzeit entgegenkommend. Mit 37 Mann trat die junge Wehr ins Leben und erhielt die Feuer­taufe bei einem am 13. Oktober 1867 ausge- brochencn Brand. Im Lause der Jahrzehnte ent­wickelte sich die Wehr ständig weiter, sowohl hin­sichtlich ihrer Schlagfertigkeit, als auch hin­sichtlich der Vervollkommnung und Ergänzung ihrer Geräte und Löschwerkzeuge. Dank diesen Eigenschaften ist es ihr in fast allen Brand - fällen gelungen, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Der größte Brand, den die Wehr überhaupt zu bestehen hatte, war der im Jahre 1879 ausgebrochene Brand in der Fröschau, bei welchem ein Wohnhaus und eine ganze Anzahl Scheunen und Oekonomiegebäude dem verheeren­den Brand zum Opfer fielen. Wie alle anderen Wehren, so trat auch die Butzbacher Wehr, so­wohl dem Hessischen Landesverband, als auch dem Oberhessischen Verband bei, und hatte im Lause der Jahre mehrfach die Ehre. Tagungen dieser Verbände in Butzbachs Mauern abhallen zu dürfen. Als sich die Wehren des Kreises Friedberg im Jahre 1893 noch zu einem weiteren Verband zusammenschlossen, fehlte auch selbst­verständlich hierbei Butzbach nicht. Der erste Krcisfeuerwehrtag wurde am 5. Juni 1896 hier gehalten, so das) mit dem 60jährigen Jubelfest auch gleichzeitig das 30jährige Bestehen des Kreisverbandes begangen werden kann. Als der Weltkrieg ausbrach. eilten zahlreiche Mitglieder der Wehr zu den Waffen. Die noch vorhandenen Mitglieder wurden zum Sicherheitsdienst heran­gezogen. Ain 6. Augi:st 1914 löste eine Abteilung der Wehr die Wache des l. Bat. Jirf.-Regts. 168 ab, um den Wachdienst an den Bahnanlagen und der Bahnstrecke der Main-Weser-Bahn zu über­nehmen. Hilfsbereit unterstützten die älteren, zurückgebliebenen Kameraden die Kameraden im Felde sowohl als auch deren Angehörige in der Heimat und halfen allenthalben mit. wo es galt, im vaterländischen Sinne zu wirken. Am 20. Äug. 1916 wurde in schlichter Weise die Feier des 50jährigen Bestehens begangen. Als die Feld­grauen zurückkehrten, fehlte so mancher, der zur Verteidigung des Heimatbodens hinausgezogen. Vierzehn tapfere Kameraden kehrten nicht wieder. Eine Ehrentafel wurde zu ihrem steten ehren­den Gedächtnis im Spritzenhau'e angebracht. Als eine Selbstverständlichkeit be rachteten es die zu- rückgekehrten Kameraden, der Wehr wieder bei- zutrcten, um mit aufbauen zu helfen. Neues Leben regte sich, ein langjähriger Wunsch der Wehr, eine eigene Musikkapelle zu besitzen, konnte dank der freigebigen Mithilfe der Bürgerschaft und dank des bereitwilligen Mitwirkens einer Anzahl musikliebender Kameraden verwirklicht werden. Die Stadtverwaltung beschlos) die Beschaffung einer Motorspritze, wodurch ein langgehegter Wunsch der Wehr Erfüllung sand. Die Wehr ist dadurch auf eine Höhe gebracht, wie sie allge­mein nur Wehren größerer Städte aufzuweisen haben. Sie wurde in vier Löfchzüge eingeteilt, wovon die drei ersten Züge aus je einer Spritzen-, einer Hydranten- und einer Steigerabteilung be­stehen. Der vierte Löschzug besteht aus der Motorspritze, der Aussuhrspritze, öeni Einreih­gerätewagen und einer Sanitätsabteilung. Dieser Zug ist als Neservelöschzug gedacht, und wird je nach Bedürfnis den anderen Löschzügen zuge- teilt.

Von den 37 Gründern, die vor 60 Jahren die Freiwillige Feuerwehr bildeten, lebt heute nur noch einer, es ist das Ehrenmitglied Rentner Philipp Groh, der heute im 80. Jahre steht. Von weiteren Mitgliedern, die länger als 40 bzw. 50 Jahre der Wehr angehören, und Ehren­mitglieder sind, seien genannt: Medizinalrat Dr. Vogt, Kaufmann Robert Schmidt und Schuh­machermeister Jakob Rumps.

Mit 37 Manu trat die Wehr ins Leben, dank der kameradschaftlichen Zufammenarbeit aller, vom Kommandenten bis zum jüngsten Spritzenrnann, kann sie heute einen Mitglieder­stand von 174 Mann aufweisen. Möge sie getreu ihrem Wahlspruch:Einer für alle und alle für einen" weiterarbeiten, weiterstreben und toeiier- Lestehen bis in die fernsten Zeiten.

Preußen.

Kreis Bievenlops.

XX Rodheim ci. d. Bieber, 3. August. Wenn es gilt, das Iah ressest unserer Klein- k i n d e r s ch u l e zu feiern, dann ist regelmäßig die ganze Gemeinde dabei. Die mit Fähnchen und Kränzlein geschmückte Kinderschar hielt am Sonntag- nachmittag unter Dorantritt dcs Posaunenchors einen Umzug durch das Dorf nach dem Schulhof. Der Hof war sogleich so umstellt von einer Zu­schauermenge, daß die Kleinen kaum Platz für ihre Aufführungen sanden. Freudestrahlend trugen sie ihren Eltern und Gästen ihre Gesänge und Spiele

vor. Einen Glanzpunkt des Tages bildeten die bei- f den Reigen des Jungfrauenvereins. Pfarrer Bömel dankte allen, welche zum guten Gelingen des Kin­derfestes beigetragen haben.

XX Aus d e m Biebertal, 3. Slug. Ober­landjäger Ralf, welcher 16 Jahre dem Bezirk Rod­heim oorgeftanden hat, ist zum 1. August nach Gladenbach versetzt worden.

XX F r a n k e n b a ch, 3. August. Die F r u ch V- ernte ist jetzt auch hier in vollem Gang und be­friedigt nach jeder Richtung hin. Es gibt reichlich Stroh und viel Körner. Auch die Kartoffeln zeigen erfreulichen Stand und versprechen gleichfalls einen vollen Ertrag, das Gemüse dagegen hat sich durch späte Pflanzung nicht gerade nach Wunsch entwickelt.

Kreis Marburg.

sch, Marburg, 3. Aug. Jetzt wird auch im Kreise Marburg der Wunsch laut, den aut o- matischen Fernsprechverkehr auf dem Lande baldmöglichst einzuführen. So sanden kürz­lich im Ebsdorser Grund die ersten Verhandlungen statt, zu denen ca. 50 Feinsprechteilnehmer erschie­nen waren und die Zwecke verfolgten, zunächst für die Gemeinden Ebsdorf und Holzhausen ein auto­matisches Fernsprechamt in Wittelsberg zu schas­sen. Die Kosten für den Umbau dieses Amtes werden zirka 70 000 Mk. betragen, die einzelnen Fernsprechteilnehmer muffen sich zur Zahlung eines Zuschusses von 100 Mk. bereit erklären, die in zwölf Monatsraten zu zahlen sind. Es ist so gut wie sicher, das) die Verhandlungen zum Abschluß kommen.

J( Marburg, 2. Aug. Hier hat in diesem Jahre eine lebhaftere Bautätigkeit einge­setzt. Außer dem großen Kunstinstitut sind noch eine ganze Reihe behördlicher Bauten in Angriff genommen; die Stadt baut verschiedene Doppel­häuser usw, die Studentenverbindung Nibelungia ein großes Vereinshaus. Außerdem finb noch eine Anzahl andere Bauten geplant, die den Wohnungsmangel beseitigen helfen sollen. Eines der letzten studentischen S t i s t u u g s f e st e ist dasjenige des Korps Teutonia. Nach alter Ueberüeferung bekommt bann der historische Schwan vor der Schwanenapotheke ein blaues Gewand. Das war auch diesmal wieder so.

o- Dreihausen, 3. Aug. Am Sonn­tag konnte der 1909 gegründete Turnverein zur Einweihung seiner schönen, geräumigen Halle einladen. Der 1. Vorsitzende, Stations­vorsteher Krau l, gab bei der Vorfeier einen Rückblick auf die Baugeschichte. Bezirksvertreter Dr. D r ü s k e «Kirchhain) überbrachte die Glück­wünsche des 1. Bezirks, die Marburger Turner und Turnerinnen (T. u. Sp.-V. 1860) brachten unter Leitung der Turnwarte O. T e x t o r und O. Heuser eine abwechslungsreiche Folge von Frei-, Keulen- und Geräteübungen zur Darstel­lung. Arn Sonntagvormittag fand ein Fünfkampf statt. Am Nachmittag erfreuten sich die Be­wohner der drei Hausen, Ober-, Mittel- iind Unterhausen, an einem stattlichen Fesizuge. Gau­vorstandsmitglied Rektor Dach (Großen-Linden) weihte die neue Turnhalle als ein Zeugnis un­gebrochener Tatkraft und Willensstärke, als einen Hort der Heimat- und Vaterlandsliebe. Zur turnerischen Unterhaltung der vielen Festgäste trugen die schön durchgeführten Freiübungen, Sonderwettlämpfe verschiedener Art und Schau­turnen bei.

Kreis Aulda.

WSN. Fulda, 2. Aug. Von der preußi­schen Staatsregierung erhielt die E r in­ne r n n g s m e d a i l l e Für Rettung aus Ge­fahr" der Schlosser Christoph Hartmann aus Fulda, wegen Errettung eines jungen Mannes aus Horas vom Tode des Ertrinkens aus der Fulda.

Wirtschaft.

Don den Schlachtviehmärkten.

An den deutschen Schlachtviehmärkten der Woche hat die Marktlage weiterhin eine fühl­bare Besserung erfahren. Bei allgemein höheren Auftriebsziffern gestaltete sich auch die Preis­bildung fast ausnahmslos fester.

Auf den nachstehenden Märkten wurden für 1 Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:

Rinder

Kälber

Schafe 1

Schweine

Berlin

22-64

50-80

33-62

72-83

Bremen

25 - 56

40-70

45-60

68-79

Breslau

20-60

50-71

35-59

65-83

Chemnitz

25-57

46-65

50-55

70-83

Dortmund

21-60

40-71

35-50

66-75

Dresden

26-63

46-69

30-64

60-83

Düsseldorf

25-64

38-70

70-81

Elberfeld

20-62

45-70

60-78

Essen

25-62

40-85

30-52

65-78

FrankfurtM.

18-64

40-75

35-50

65-84

Hamburg

15-59

30-75

25-63

64-79

Hannover

20-61

35-80

50-65

70-80

Husum

18-60

Karlsruhe

21-58

6068

74-82

Kassel

25-62

45-66

67-79

Kiel

17-51

29-66

28-60

45-76

Köln

20-63

45-70

65-80

Leipzig

24-62

40-70

30-63

65-83

Magdeburg

20-62

30-102

27-54

74-88

Mannheim

12-62

50-76

34-44

68-84

München

20-60

50-75

60-80

Stettin

10-58

28-70

20-56

70-81

Stuttgart

14-57

52-70

54-79

Zwickau

10-60

40-65

35-56

76-84

* Anhaltende Besserung der Lage des Eisenerz Marktes im Lahn- und Dillrevier im Monat Juli. Die Ge­wißheit über die Hilfsmaßnahmen des Reiches und der Länder kam zu spät, um den Eisenerz- markt für den Monat Juli noch wesentlich beein­flussen zu können. Immerhin konnte festgestellt werden, daß die in Verbindung mit der Hilfs­aktion vorgenommene Preissenkung von 2 Mk. pro Tonne für das nach dem 1. Juli geförderte Erz die Nachfrage nach Lahn- und Dillerzen angeregt hat. Es war im Berichtsmonat möglich, über den früheren Delegschaftsftand hinaus einige allerdings vorläufig noch geringe Verstärkungen der Belegschaften durchzuführen. Man hofft, in her Folge auf diesem Wege erheblich welker gehen zu können.

0 Antrag auf Fristverlängerung für d i e Einkommensteuerabschluh- Zahlungen 1 925. In zahlreichen Fällen sind auf Grund der zur Zeit ergehenden Einkommen­steuerbescheide recht erhebliche Einkommensteuer­abschlußzahlungen für 1925, und zwar binnen Monatsfrist nach Zustellung des Steuerbescheides zu entrichten. Aus der anderen Seite müssen die Einkoimnensteuervorauszahlungen für das Jahr 1926 geleistet werden. Da es bei der gegen­wärtigen Geschäftslage in vielen Fällen nur sehr

schwer möglich sein dürfte, die für die Ab­schlußzahlungen notwendigen Beträge zugleich mit den lausenden Slec erverpflichtungen aufzubringen, hat der Zentralverband des Deutschen Groß­handels c. V., Berlin, an das Reichsfinanzministe­rium den Antrag gerichtet, die Finanzämter an­zuweisen, in derartigen Fällen im Wege der Stundung oder durch Bewilligung von Raten­zahlungen den betreffenden Steuerpflichtigen weit­gehend entgegenzukommen.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlug» fiurs

r-Uhc. flut»

Schluß. ^Anfang

Rur» , Uurs

Datum:

3.8

4.8

3.8. ! 4. 8.

5% Deutsche RclchSanletbr . 4% Deutsche Reichsanleihe . 3V«% Deutsche Reichsanleihe 3% Deutsche Reichüanleihe . Deutsche Sporpräinicnanleihe 4% Preußische KonlolS - . , 4% Hessen...........

3>/s% Hessen 3% Hessen Deutsche Wertb. Dollar-Aul. dto- Doll.-Schav-Anircisng.')

4»/0 Zolltnrken 5% Äoldmcrikaner - - -

Berliner Handelsgesellschaft. ILommerz- and Privat-Bank Darmst. und Nationalbank - Deutsche Bank.........

Deutsche Vereinsbank . . Lisconto Commandil Metallbank...........

Mitteldeutsche Lreditbank . Ocsteireichliche Creditanstall Weltbank...........

Bochumer Guh

Buderus Laro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke . . Harpencr Bergbau.....

Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte......

Obcrbedars Phönix Bergbau ..... Rheinstahl Ricbccl Montan ....... Tellus Bergbau......

Hamburg Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd ... Theramische Werke Albin . . Zementwerk Hcioclberg . . Philipp Holtmann......

Anglo-Lont.-Guano . . . . Chemische Mäher Alapin . . ?r. G. Harbenindustric, A.-G. violdschmidt..........

Holzverkohlung NulgerSwcrkc . . Schcidcaiistalt ........

Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mcunkraitwerke Schulten Siemens 4 Halske ..... Adlcrwrr.'e .flJcijci......

Daimler Motoren Heyligcnsiacdt Meguin.............

Motorenwerke Mannheim

Frankfurter Annaturen . . . Konservenfabrik Braun . . Metallgesell'chafl strankfurl.

Ccknh'abrik Herz Sichel ........

Zellstoff Waldhof ..... Zuckerfabrik Frankenthal . , ?,ackcrfabrik Waghäusel . . .

0.4925 1

0.491

0,452*5

0.53

0,27

0.4525

0,43

96,75

-

13,9

14

43

51,5

193*

_

139,5*

140 5*

187,5'

189,5*

174*

172,5*

90.5

159,2'

161.4*

127.75

134.5*

133

7,45

145,25

147.7*

95,5

95,5

82

151,7*

152,4*

169,5'

i73*

155*

157*

138.5

140*

1)8

58.25

58,12

118,7*

120.7'

145,5'

153*

149

156,7*

70,5

154

1.55.5*

119,7'

151*

50

| 115.5

119

85,5

87,62

263.5*

284.5*

98,25

111

48

48,5

113

115 5

145

119

144*

145.7*

137,2*

139,5*

96

129

130,5*

174.5'

175.5*

79,25

88.5

p i

24

45

16

38.5

139,5

142.5'

84.5

37

-

159 161

70 78.75

81 82

3,4807

0,49

0,45

0,45

0.52

0,505

0,28

-

0.45

0,432

98

18,9

190,5*

193,5*

139*

139.5*

186*

190*

170,5*

171,7*

159,4* 160*

134,5-

7,35 7,45

145,5* 147,7*

95,25* 90,5

83,62* I 85,62

150.1* 151,1*

169* 174.6*

154.5* 156.5*

138 143*

148,75 , 1501

152* 156,5* 147,5' 152,7*

- I -

86 I -

89 364' }283,5* 160.25 107,5

113,5

- I -

148,5' i 145*

136,5' | 138*

127" ! 129*

172' 174*

78,25 81,5

87,62 90

158 159,75

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

iOhne Gewähr.)

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

1 August.

4. August.

Lmilichc Notierung

AmtlicheDotierung

Äcld 1

Briet

Geld

Briet

amft.»)Kon

168,49

168,91

168,48

168,91

Buen.-Airet

1,700

1,704

1,700

1,704

Brss.-Anlw

11.40

11,44

11,06

12,10

Christiania.

91,88

92,12

91,88

92,12

Kopenhagen

111,33

111,61

111,32

111,60

Stockholm .

112,27

112,55

112,26

112,61

HMngforS

Hl.5.5

10,59

10,553

10,593

Italien . .

13.61

13,65

14,10

14,14

London.

20.392

20,444

20,394

20,449

Neuyork . .

4.195

4,205

4.195

4,205

Paris. . .

11.22

11,26

12,01

12,05

Schweiz .

61,15

M.35

61,15

81,35

Spanien .

63,95

64.11

63.52

63,68

Japan . .

1.977

1.981

1,993

1,997

Rio de Jan

Mien in D--

0,643

0.645

0.644

0.646

Oest. abgcst

59,35

59,49

29,33

59,47

Prag ....

12,448

12,453

12.42

12,46

Belgrad . .

7.39

7.41

7,407

7,427

Budapest. .

5,872

5.892

-1,8(5

5,885

Bulgarien

o,03

3.04

3,035

3,045

Lissabon

21,455

21,505

21,375

21,425

Danzig. . . Konstantin-

81,60

81,80

81.58

81,78

2,35

2,36

2,375

2,385

Athen.

4,79

4,81

4.69

4,71

Canada. .

4,198

4,208

4,198

4,208

Uruguav -

4.155

«.165

4.155

4,165

Berlin, 3. August

Geld

Briet

Amerikanische Nölen.....

4,175

4,195

Belgische Noten .......

11,87

11,93

Dänische Noten .......

110,80

111,40

Englucbe Noten........

20,377

20,477

Fran;viiichc Noten......

11,92

11,98

Holländische Noten.....

168,18

169,02

Italienische Noten......

13,96

14,94

Norwegische Noten......

91,75

92,25

Deutsch-Oestcrr., a 100 Kronen

59,45

69,75

Rumänisch- Noten.....

Schwedische Noten......

111,85

112,45

Schweizer Noren ......

81,25

81,65

Spanische Noten ......

63,95

64,35

Tschechoslowakische Noten . .

12,37

12,43

Ungarische Noten . . ...

5.82

5.86

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 4. Aug. L endenz: fest, Hausse i n I. G. F a r b e n - I n d u st r i e. Die günstige Beurteilung der I. G. Farben- Aktien beherrschte auch heute die Börse und ließ alles andere in den Hintergrund treten. Die Spekulation wandte sich mit gesteigerter Unter­nehmungslust diesem Gebiete zu, obwohl die Mel­dung von dem Verkauf eines Oelsprengstofs- Patentes der I. G. Farben-Jndustrien nach Amerika bis jetzt keine Bestätigung gefunden hat. Da auch zahlreiche Auslandlaufaufträge und Publilumskäuse zusammentrafen, konnte die hausse- artige Bewegung noch stärker zum Ausdruck kom­men. Das Papier eröffnete mit einem Kurse von 282 Prozent und konnte nach einer mäßigen Abschwächung im Verlaufe auf 285 Prozent an- ziehen, so daß die G e f a ni t ft e i g e r u n g feit gestern mittag über 25 Prozent beträgt. Das Geschäft erstreckte sich vor allem noch auf die mit der I. G. Farben-Jndustrie in Verbin­dung stehenden Werte, wobei man ziemlich wahl­los vorging. So waren Goldschmidt, die man .gleichfalls mit der I. G. in Verbindung brachte, bis auf 111 Proz. gesteigert, so daß das Papier gegenüber dem gestrigen Mittagskurs um 13 Proz. höher lag. Rheinstahl und Deutsche Erdöl waren gleichfalls in den Vordergrund gerückt, doch muß­

ten sich diese Werte mit bescheideneren Besserun­gen begnügen. Deutsche Erdöl plus 3 Proz. Sehr fest lagen auch wieder die Werte des Metall- bankLonzerns. Metallbank plus 5,75 Proz., Metallgesellschaft plus 2 Proz. Am Montan- markt gingen die Aktien allgemein mit Besse­rungen von 2 bis 3 Proz. aus dem Verkehr hervor. Don Elektrowerten lagen Lah- meher fest plus 1.5 Proz., während die übrigen Aktien dieser Gruppe nur geringe Veränderungen aufwiesen. Bankaktien schlossen sich der festen Haltung an. doch waren auch hier die Erhöhungen nur geringfügig. Schiffahrtsaktien zeigten keine wesentlichen Besserungen, die Kurse hielten sich aus der gestrigen Basis. Von A u t o a f t i c n lagen Daimler um 1,5 Proz. fester. Schars ge­steigert waren Z e l l st o f s a k t i e n. Wald- Hos plus 2 Proz.. Aschaffenburg plus 2.5 Proz. Auch Baustoffaktien strebten nach oben. Zement Heidelberg plus 2 Prozent. Zuck ex­akt i e n tendierten unsicher und nachgebend mit Ausnahme von Stuttgartzucker, die 1 Prozent anzogen. Deutsche Anleihen verkehrten ruhig bei behaupteten Kursen. Ausländische R e n- ten gehalten. Im weiteren Verlaufe konzen­trierte sich das Geschäft vornehmlich auf I. G. Farbenindustrie und die anderen Favoriten, to* = bei es äußerst stürmisch zuging. Die Aufwärts­bewegung machte aber keine wesenFort­schritte mehr. Am Geldmarkt machte sich eine leichte Entspannung bemerkbar, so daß pd> der Sah für Tagesgeld etwas senken kürst:. Monatsgeld 5 bis 7 Prozent. Bankakzepte 41 bis 43/4 Prozent. Waren-Wechsel 5 bis 5' , Proz. Im Devisenverkehr setzte sich die Be­festigung der Frankenvaluten fort. Man hörte Paris mit 178 in Pfund Parität und Brüssel mit 176 gegen London.

Berliner Börse.

Berlin, 4. Aug. Die heutige Börse be­gann mit einer Hausse-Bewegung in den Aktien der Farben-Jndustrie und der ver­wandten Werte. Farben-Jndustrie wurden mit 283,50 Prozent genannt und lagen damit gegen den Wochenbeginn bereits mehr als 30 Prozent höher. Bei den zur Farbengruppe gehörenden Werten des Pulver- Konzerns waren Kurs­erhöhungen von 7 bis 8 Prozent festzustellen. Deutsche Erdöl-'Aktien und Rütgerswerke gewannen 4 bis 5 Prozent. Das Geschäft in Chemiewerten war außerordentlich lebhaft und zog die Aufmerksamkeit von den anderen Terminwerten ab. Immerhin konnten Mvntan- und Ba n ka k't i en-trotzdem Besserungen von mehreren Prozenten durchsetzen. Die Festigkeit dieser Gebiete und einiger weiterer Spezialgrup­pen gab der Gesamtbörse einen Rückhalt, so daß die Tendenz bei Eröffnung einheitlich fest war. Die durchschnittlicheii Kursbefestigungen dürften noch stärker gewesen sein, wenn nicht am Geldmarkt eine gewisse Versteifung vorhan­den gewesen wäre im Zusammenhang mit den heutigen Differenzzahlungen und der morgen fälligen Einzahlung der Hundert - Millionen- Reichsmark Eisenbahn-Obligationen durch di: Banken. Tag es gelb hörte man mit 5 bis 6V2 Prozent. Im Devisenverkehr setzten sich die B e s s e r u n g e n der westlichen F r a n - lenbalu'fen fort. Paris stellte sich auf 172,75 und Brüssel auf 171 gegen London. Mailand war ebenfalls fester mit 144 gegen das Pfund. Z

o r a nk/1 rter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 4. Aug. Cs wurden notiert: Roggen (inL, neuer) 20.50 bis 21, Hafer (ausl.) 21 bis 22,50. Mais (gelb) 18,25 bis 18.50, Weizenmehl (inL, Spezial 0) 42,75 bis 43,25, Roggenmehl 30,75 bis 31, Weizenkleie 9, Roggen­kleie 10,75. Tendenz: Abgeschwächt.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 3. Aug. Es notierten: Weizen, märt, 72 bis 75 Mk., Roggen märt, 137 bis 192 Sommergerste 190 bis 205, Gerste, inlänö-, 162 bis 170, Hafer, jtfört 195 bis 205, Mais loko Berlin, 176 bis 183, Weizenmehl 38.5 bis 40,5 Roggenmehl 27 bis 23,5, Weizenkleie 1(7,25 bis 11,05, Roggenkleie 11 1 bis 11,4, Raps 350 bis 360, Viktoriaerbsen 33.37 bis 37,31. Kl. Speise­erbsen 21 bis 25, Futtererbsen 27 bis 28.5. Peluschken 23 bis 26, Ackerbohnen 23 bis 26, Wicken 32 bis 35, Lupinen, blau, 15,5 bis 17 5, Lupinen, gelb, 20 bis 215. Rapskuchen 14,4 bis 14,5, Leinkuchen 19 bis 19 3, Trockenschnitzel 10,8 bis 11,1 Soha-Schrot 20,4 bis 20,9, Kar­toffelflocken 24 bis 24,5 Mk.

Büchertisch.

Nummer 14 der ZeitschriftD e r Hund" (Verlag Gersbach und Sohn, Berlin W 35) be­saßt sich, abgesehen von der aktuellen Bericht­erstattung, mit verschiedenen, khnologischen Spe­zialthemen: wir greifen heraus einen Aufsatz von Dr. Schäme über die Beurteilung des Deut­schen Schäferhundes, und eine Abhandlung von Oberförster Graml über den Waldgebrauchshund. Die meteorologischen Einflüsse in ihrer Bedeu­tung für die Wirksamkeit und Erhaltung der Geländespur untersucht Reg.-Rat Dr. Kölzer.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 62 vom 3. August enthält: Ausführung des Reichsviehseuchengesetzes. Forderung des Spar­sinns bei der Schuljugend. Feldbereinigung Klein-Linden. Dienstnachrichten.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Tenders.

(Aus der .Radio-Umschau".)

Donnerstag, 5. August.

4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Reue Tanzmusik. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Uebertragung von Kassel:Prak­tische Naturliebhaberei im Heim". 6.15 bis 7.15 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radioclubs: Wie verhalte ich mich, wenn ich den neuen Sender schlechter höre als den alten?" 7.15 bis 7.45 Uhr: Fräulein I. D. Ungerer, Wiesbaden, lieft aus eigenen Werken. 8.15 bis 9.15 Uhr: Konzert des Münchener Kitarre-Kammertrios. 9.15 bis 10.15 Uhr: Uebertragung von Kassel: Liederabend des Kasseler Solo-Gesangsquartetts. Anschließend bis 12 Uhr: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.

Geschäftliches.

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