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verläuft sie aber gutartig, und nah einten Ta­gen Beimöge.i tie ödcä.J e i wlrbec b.i5 Zelt ;,u verlassen. Unter-Sv) mitten wird fe.t eini­gen Wochen von den Maseru heimgesuchl.

Kreis Schotte».

-+- 6 <b otten. 3. Mai Seitdem die P o st - outos im Vogelsberg verkehren, bedienen sich Vertine und Gesellschaften zu beson­deren Führten gleichfalls d e es schnellen und an- genehmen Verkehrsmittels. Die Postbehörde zeigt sich in entgegenkommender Weise bereit, gegen entsprechende Vergütung ihre Reserve- vagen den Antragstellern zur Verfügung zu stellen. Die Ortsdurchfahrten von Rainrvd, EichelsVorf und Ober» Schmitten werden gewalzt. Da- Deck- naterial ist bereits angefahrcn. Leider muh i i? vom Kreisausschuß beschloss: e Instandsetzung e' total auSge ahrenen Strecke Eichelsdorf ''ber-Gchmitten zurückgestellt trerden, well ,Zuweisung dec Krastsa'-rzeugsteuer zugunsten * er Bepslasterung der Verbi ibungSstraye Ö i e - enFrankfurt 3urüdtiefiogen ist.

Eichelsdorf, 3. Mai Unsere Gegend ' > 's Vidba abwärts, die infolge ihrer geichüh'.en -v vorzügliches Obst erzeugt, inte regiert aus wirtschaftlichen Gründen lebhaft für die b ft b a u m ti u t e. Die Dirnen zeigten eine »berauS starke Dlütenlast: sie setzten gut an, nb man darf auf eine reiche Ernte rechnen, teo- uurch der Ausfall im Vorjahre wieder aus­geglichen werden dürfte. Die Zwei sch en ent­täuschten auch in diesem Jahre wieder. Ein oroper Teil der Väume blüh'c überhaupt nicht, oder hatte -nur vereinzelte Blüten. In freieren Lagen, die dem Zwetschenbaum mehr zuzufagen R einen, ist der Behang mittelmähig biS gut. Sie Apfelblüte wurde bisher durch die fsnnlg-trarincn Tage begünstigt. Man sieht neben reichk-lühenden auch viele blütenleere Väume. Es sind insbesondere diejenigen, die in bet Rekordernte 1925 überaus stark trugen und sich jetzt eine Erholungspause gönnen. Sieht iwnn von den Dirnen ab, die bei gutem Srnle- «usfall schwer verlauf ich sind, so darf, kann man auf Dlütenhoffnung bauen, mit einer mittle­ren Obsternte geregnet werden.

Kreis -llsfeld.

e-t Alsfeld. 3. Rov. Am QamStag fand

Reich l bahn-

Das lachende Haus

Roman von Sophie K 1 oerß.

9. Fortsetzung.

Nachdruck verboten.

' 3^

6trabe bon hin -Balbe einllngliii. und Fahnadbändlrr Cb rannst auf schirm Th adfahrer bon enb letzterer, ein jung?? i Verletzungen Mbonls cre, unter anderen ei* htsschädelS, unbfir (wieder. Dem Verneh» it den Eindruck eine« \i traft haben, so dah st 8uslveichen sehr erschw

Rheinhessen

WSR. Mainz. 3. M i

idrektionSprusident Lochte hat gestern Mainz verlassen, um sich über Berlin nach Bremen zu begeben, wo er sich am Dien tag. den 4. Mai, (Y Bord des Dampfers(iol.- rbuß begeben tMw zu einet Studienreise noch den Bereinigten Staate i von Rord­ne r i k a 2-ie Rückkehr ist i \t Ende Juni

il; lot die erste Verbands-Jugend- t ^u nbes uche des Züchter-Vereins für Pu^el- Minter, Sih Aschaffenburg, statt, der von der I h efigen Ortsgruppe veranstaltet wurde Zuge­

gen waren Hunde biS zu einem Jahre. Es be- /iigtan sich etwa Herren mit ihren Hunden i der Suche. Eine Anzahl Ehrenpreise waren .stiftet Worden. A n Avend vereinte ein gemein» mes Abendessen die Teilnehmer im ^Deutschen House".

ä r gesehen.

Preußen.

.lirsrs WStzlar.

kz. Wetzlar, 3. Mai. Bei den Dorfüh- gen von Leibesübungen auf dem i'ion der ©Vitbürg gelegentlich der Eröff- '.gsfeidr der Reichsgesundheitswoche ' qnete sich ein Unfall. Der zehnjährige der Erwin Schröder erlitt bei dem Auf- gen eines Schleuderballes einen Armbruch, k Freiwillige Sanitätskolonne, die in dem- en Augenblick ci.'.e Musterübung vorsührte, nte dem Verletzten die sofortige erste Hilfe 1? cingen.

3] Wetzlar. 3. Mal. Wenn auch die Zahl der H iwerbslosen in der letzten Woche eine kleine 7 rhöhung erfahren hat, die auf einige st i 11 g c - legte Betriebe der Zigarrenindustrie , W rückx.führen ist, so ist doch bei den Hauptbetrieben -i hiesigen Jndustriebecken eine weitere kleine rleichterunp in der Wirtschaftslage I'lzustellen. Besonders ist in der optischen 3n-- Itrie eine Belebung des Absatzes, insbesondere dem Auslande eingetreten, der bei weiterem

So, die letzte Gießkanne war entleert; in der Mnbkühle mutzte noch ein Teil des Gartens ge- o<ien werden, der jetzt noch Sonne hatte, einft- reilen' konnte man sich Ruhe gönnen. Ruhe? :ter ein bifodjen Sport. Davon hatte Ille ihre <0?nen Ideen.

An der Scheunentür war eine Scheibe gezeichnet, i'len Streife, in der Mitte ein loderndes Herz; Rose Irrte es gemalt. Und aus der Scheune holte Ille tirlzn Bogen, den Piepenstehl nach ihrer Anordnung ibriziert hatte. Aus derbem Eschenholz, die Sehne rshlgedreht und gesalbt. Thora hatte Mühe, ihn zu r.-men, Rose versuchte es gar nicht, IUes trainierte l-mmusfeln aber handhabten ihn spielend.

Die langen, schlanken Pfeile trugen als Spitzen i vn seinen Nagel, auch das hatte Piepenstehl rien müssen, und wenn sie das Holz der Tür i en, hafteten sie mit nachfederndem Stotz in den ifen der Scheibe. O, sie hatte gute Augen: Der - elenke Bogen wurde zur sicheren Waffe in ihrer nb.

Jetzt zog sie an, jetzt schwirrte der Pfeil, und es . g kurz an, als er die Tür traf den dritten is von der Mitte. Pah das war nur so ein der Versuch gewesen, ob der Bogen gehorchte, er bisweilen seine Rücken; nun aber wurde es ift. Sie hob ihn, zielte, zog die Sehne scharf i ück schon besser, zwei Zoll vom brennenden , i?:zen saß er fest. Drei Schritt zurück und wieder ncclegt zwölf Pfeile hatte sie: Ehe nicht der izle in der Scheibe saß, wurde keiner wieder her-

Sooft einer in die Tür schnellte und es drinnen p.ber Scheune einen kleinen nachhallenden Ton gab, hfte Dina auf, als würde sie getroffen, bann folgte <is scharfes, zorniges Gebell.

Iven Lornfen faß oben in feinem Giebelzimmer ki der Doktorarbeit und gab feine unmaßgebliche Meinung darüber ab, ob Äarus wirklich im Teuto- Jiger Wolde ober nördlich davon in der Senne :«i den Cheruskern schmählich besiegt worden sei. Üs ob es darauf ankam! Hauptsache, daß jeder p tesiegt würde, der seinen Fuß über deutsche Oren-

Id. Gestmi abend tnft dt gegen 7.30 llhr tzö etoitter, baS den < ! Fluren brodle, bin tn ba8 Dohnhaut st Äuppel'm Herr­eise vhivn ->u Ml & ItrWn 8WÜIM

Mai. Unter Mi'.v Wirlschaftslagc Halm! mrlsbachschkneisi Zapierfabrik Obu en, von einer Arier d' i. - Den Tcmühunrc:. e? gefuncen, die W in einer Lotterie er inn wird zur fiintW eubaus ver'randt. S n der neuen MOdM b sie n.Mbch M g m 12. 3u!l ihrer en sonn. . Raufen. 3. Mai mt am heutigen 3_ - ShVw'k

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Anhalten auch zu einer Erl ichteruntz der teilweise eingefiiqrten Aur.,arbeit fi'b;e i mutz. ?ie Stabt Wetzlar fehl trn Liu tau vcr in Angriff cenonv mentnen Straßenbau len in raschem zempo fort.becünstiat durch do» auhclienb gute Wetter. Auch der Kreis und besonders viele Gemeinden innerhalb des Preises haben umfangreiche Arbeiten mittels der produktiven Crv rlüsloseufürsoroe in An­griff genommen. Erfreulich ist. daß der Pou von Wasterstitungen hierbei eine große Rolle spielt. Die vor einigen Togvn bei der Äcqierur.a in Koblenz stattgefundenen Besprechung'» über Den weiteren Fortgang der ^oi ft anb« arbeiten haben lei­der durch die Mitteilung der ^'egierung eine Trü­bung erfahren, daß die von Berlin überwiesenen Mittel nahezu erschöpft sind. Inwieweit hierin Abhilfe geschaffen werden kann, steht dahin. Erfreulich ist die Tatsache, daß der Spar- und Dauverein. wie wir schon berichteten, mit dem Dau von 106 Wohnungen beginnen will, für die eine Bauzeit von zwei Jahren vorgesehen ist. lieber die Verabschiedung des städtischen Etats verlautet nunmehr, daß die entscheidenden Sitzungen der Stadtoerordneten in der ersten Halste des Monats Mai ftattfinben dürften. Vorher soll noch eine Sitzung des Finanzausschusses abgehalten werden in der man eine Einigung über die vor­zuschlagende Zu- und Wsätze zu erzielen hofft. Trotz der inzwischen bekannt gewordenen ungünstigen Finanzlage des Kreises hofft man in Stadtverord- netenkreisen eine wenn auch mäßige Herab­setzung der Gewerbesteuer durchsetzen zu können.

T Dorlar, 3. Mai. Untere Wasser­leitung ist jetzt vollendet. Ohne Frage ist sie verhältnismäßig billig, da dis Gemeinde nur eine einmalige Abichlagsumme von 9000 Mark an die Gemeinde Wald­

girmes für Quellfassung, größere Rohrlegung und Herstellung des Hochbeh 'lters zu zahlen hatte. Wenn auch der laufende Kubikmeter mit 5 Pfg. zu bezahlen ist, so sind die Ausgaben gegenüber einer Pumpstation, die wir errichten muhten und die viele Unterhaltungskosten verursacht und zudem schlechtes Wasser geliefert hätte, gering. Vach neuesten Untersuchungen, die Kreisbau- meister F e l d n e r aus Wetzlar hat anstellen lassen, soll das Wasser ganz vorzüglich fein, da es reich an Kohlenfäure ist. Durch einen auswärtigen Händler mit Schweinen ist die Maul- und Klauenseuche hier einge» schleppt worden. Sollten Sperrmaßnahmen ge­troffen werden, so wäre das in dieser Zeit sehr hart, da sowohl wir unser Holz wie auch Wald­girmes und Atzbach ihre Güter vom hiesigen Dahnhvf mit Klauenvieh nicht fahren könnten.

<> Hochelheim, 2. Mai. Der hiesige Schützenverein Dcranftaltetc heute auf dem neuhergerichteten Schieß st and ein Preis- schießen, das am nächsten Sonntag sortgesetzt wird. Der Schießstand wurde früher von dem hie­sigen Krieaervcrein denn >

<> Dornholzhausen, 3. Mai. In der Gastwirtschaft Ruhl fand gestern abend eine Ver­sammlung von 3ungbauern statt, in der Dipl.- Landwirt P 1 e i m e s von Gießen über das Thema Aufgaben der deutschen Landjugend" sprach.

<> Niederkleen, 3. Mai. Nachdem die Wahl des Pfarrers K u 1 k e aus Seelow (Bran­denburg) zum Pfarrer der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde durch das evangelische Konsistorium der Rheinprovinz bestätigt war, fand gestern die Amtseinführung durch den Superintendenten Wieder (Garbenheim) statt. Für die Stelle hatten sich 13 Bewerber gemeldet.

CO Lützellinden, 2. Mai. Ein Schaf- d i e b st a h l wurde hier gestern am hellichten Tage ausgefiihrt. Als der Schäfer vormittags gegen 8 Uhr zur Herde gehen wollte, bemerkte er von weitem, wie sich vier erwachsene männliche Personen mit einem Jungen an der Herde zu schaffen machten und, als sie ihn bemerkten, mit einem Schafe im naheliegenden Walde verschwanden. Der Schäfer be« nachrichiigte sofort telephonisch die Poli»eiverwal- hing in Groß Rechtenbach, die eine Streife im Walde veranstaltete, welche aber ergebnislos ver­lief. Die Herde lag unweit des Weges von Groß- Rechtenbach nach Münchholzhausen nm Walde. Kurze Zeit vor Ausführung des Diebstahls hatte sie der Schäferjunge mit den Hunden verlassen und sich zwecks Ablösung nach Haufe begeben.

A u s dem fiüttcnberg, 3. Mai. Der Maikäferfl Hy hat hier schon seit den letzten Tagen des April in vollem Umfange eingelegt. Es sind sehr viele Maikäfer da, so daß eine wirksame Vertilgung sehr am Platze wäre.

zen setzte. Ng ja, die Herren Professoren belieben ein Thema anzudeuten, und man greift zu und macht damit den Titel. Wenn man schon Redakteur werden will! Auch unter dem Federvieh gilt das abge- ftempelte eine Nummer mehr.

In sein Decken hinein gellte wieder und immer wieder Dinas Organ.Verdammter Köter! Ob du still bist!"

Er sah aus dem Fenster nicht zu sehen, die Enten lagen gemütsruhig neben der Pumpe, die Hühner scharrten auf dem Mist, und doch mußte bas Tier ganz nahe (ein. Iven stand auf und bog sich hinaus. Da erblickte er Illes schlanke, rotleuchtende Gestalt und mußte lachen über ihren Eifer. Wie sie den Sogen spannte! Als Junge hatte er sich solche Dinger aus alten Tonnenreisen und Band gemacht. Er sah wohl, daß es ein starkes Stück war, und freute sich an den stolzen, schönen Bewegungen der Bronzearme, wenn sie anholte, abschnellte und bann mit vorgerecktem Kopf dem Pfeil nachsah. Nun be­griff er auch, warum ber Hund so lärmte. Und lachte in sich hinein! Leben war hier, gesundes, fri­sches Leben, Menschen und Tiere voll Uebermut, voll Lust und Freude! Arn liebsten wäre er hinunter- gegangen und hätte gesagt:Geben Sic mir bas Ding doch auch mal her!" Da sah er eben Christian Polematz von der Straße her auf den Hof kommen.

Ra, was bringst du uns beim? rief Ille ihm entgegen, ohne einen Augenblick ihr Spiel zu unter­brechen.

Nur mich selber. Und ich will auch bloß durch euren Garten zum Kanal gehen. Steffen ist da mit dem Doot, wir wollen büschen angeln. Ich sah ihn vorhin an der Brücke, lief und holte mein Gerät. Er trug den Angelschacht in ber Hand.

Lief! Wann du wohl zuletzt gelaufen bist! Wir wollen nächste Woche mal Laufspiele spielen. Eins, zwei, drei, letztes Paar herbei! Und Plumpsack nur aus lauter Gutheit, daß du wieder Lust be­kommst. Du kannst ja deine Fülle bald nicht mehr tragen.

Das Schaukelpferd lachte gutmütig; es Halle sich mit den Bunsenmädchen gehäkelt, seit sie reden konn­ten, es hatte längst jebe Hoffnung auf Gnade auf- gegeben.

Wenn ihr euren Reichtum an Fischen nicht ber­gen könnt, barfft du was davon in unsere Küche bringen.

Y Leun. 4. Mai. (Drahtbenchr desGieß. Anz..) Ein nid)f alltäglicher M u t o u n f a 11 er- ti ,nete si h am öor.njf.benb argen 10.3»» Uhr. Ein ml! mehreren Herren belegtes Personen­auto aus Siegen veriehiie die Straße LeunEhringshausen und fuhr den nach Dianaburg markierten Feldweg hinauf. Bei der am Walde versuchten Rückfahrt verlor der Chauffeur auf dem stark sollenden Gelände die Gewalt über den Wagen, ber umstürzend und sich überschlagend in einer Hecke liegen blieb. Die Insassen konnten sich durch Abspringen rechtzeilig in Sicherheit bringen, der Chauffeur erlitt jedoch durch die eingedriickte Glasscheibe starke Schnittwunden. Das Auto wurde gestern durch Pierde auf die Straße gezogen und nach Leun verbracht, wo es untergestellt wurde, es hat nicht allzu tzrheblichcn Schaden erlitten.

£bcvl«()utrciö.

$ Löhnberg a. Lahn, 3 Mai. Zu dem bereits gebrachten Vericht Über die Einweihung des Gesallenen-Chrenmals in dem be­nachbarten Selters sei ergänzend noch mit­geteilt: DaS Ehrenmal ist entworfen und aus­geführt von der Werkstätte für moderne Grad- mallunst von Engelbert Roßbach in Villmar a. Lahn. Auf einem niedrigen Sockel erhebt sich eine kantige Säule, die durch ein Kreuz abge­schlossen wird Die Frontseite trägt eine Mar­morplatte mit den in Goldschrift eingegrabenen Varn en ber neun gefallenen Helden aus der Gemeinde. Darunter steht die Mahnung: ^Ver­geßt die teuren Toten nicht!" Das ganze Denl- mal, das 80 Zentimeter lang und 50 Zentimeter breit ist. hat eine Höhe von 3,42 Meter, vom Sockel aus gemessen. Die Herstellungskosten be­tragen rund 980 Mark. Dieser verhältnismäßig sehr geringe Preis wurde dadurch ermöglicht, daß fast von allen Einwohnern, insonderheit von dem rührigen dortigen Kriegerverein, bei allen vorbommenden Arbeiten selbst kräftig Hand mit angelegt wurde. Außerdem hat der Krieger­verein durch Sammlungen die schöne Summe von 400 Mark zusammengebracht. Die Gemeinde­vertretung hat weitere 300 Mark bewilligt, sodaß der größte Teil bet entstandenen Kosten schon gedeckt ist. Eine nachahmenswerte Leistung einer kleinen Gemeinde von 250 Einwohnern!

0 Gräveneck a d. L., 3. Mai. Die 'Bau* tätigfeit ist hier recht rege. Auch ohne bis jetzt eine Hauszinssteuerhypothel erhalten zu haben, arbeiten gegenwärtig zwei "Bergleute sehr fleißig auf ihren Baustellen. Der eine hat mit freiwilligen Heisern z. B. von Samstag­abend bis nachts 12 Uhr auSgeschachtet.

Krciö .<hvd;[)aui.

WSÄ. Kirchhain, 3 Mai. Der Landwirt Kurz fuhr gestern bei Amöneburg an einem Bahnübergang in den von Schweinsberg kom­menden Personenzug der Ohmtalbahn und wurde so schwer verletzt, daß er auf der Stelle verschied.

Kreis Usinge»..

!! Cleeberg, 3. Mai. Am Sonlstag fand auf dem hiesigen Rathaus die Verpachtung der 600 Morgen umfassenden auf hessischem Staatsgebiet liegenden eigenen Waldjagd der Gemeinde Cleeberg statt. Der Pachtpreis erreichte vor der In­flation einen Bruttobetrag von 700 Mk. Jetzt kam der Preis, der noch in den letzten Jahren ungefähr 600 Mk. netto ausmachte, auf 9 8 0 Mk. Miestbie- fenber war ein Herr Börner aus Kelsterbach, der sofort den Zuschlag erhielt. Der jetzige Pachtpreis durfte als hoch anziisprechen fein. Für den Päch­ter fommt zu dem Preise von 980 Mk. noch ein Zu­schlag für das 1. Jahr von rund 40 Proz (20 Proz. Kreissteuer und 18 Proz. Stempelsteuer für neun Jahre im voraus zu entrichten) und für die nächsten Jahre von 20 Proz. pro Jahr in Frage, so daß der Preis im 1 Jahre auf 1340 Mk. und in den nächsten Jahren auf 1176 M'. jährlich käme was für eine Wechsejjagd von 150 Hektar als sehr teuer anzu- sehen ist.'

, Maingau

WSA. Frankfurt a. M. 3 311.11 In der Otarvi zürn Sonntag würd' auf der Land­straße zwischen Fraukfur und Qltainfur ein älte­rer Mann aus Fechenheim in bewußtlosem Zustande auffi^funt^n welcher, ohne das Be­wußtsein wieder erlangt zu halben, bald darauf gc Horben ist. Ai der Änlallstelle tourbeit ein zertrümmerter Rückblickspiegel von einem Auto oder Motorrad hemührend, ein

Ich bringe euch alles.

Schön. Wir werden uns ja wohl nicht zuviel tun daran."

Christian Polematz schwenkte in den Garten und links hinüber, wo das dicke Schilf den Rasen säumte. Da ging der Kanal zur Elbe nieder.

Ille hatte ihre Pfeile zum drittenmal verschoßen, sie war heiß und müde. Die Schatten wurden länger, die Sonne neigte sich dem Westen zu.

Ihr Spielzeug warf sie in die Schelme, dann ein kurzes Ueberlegen ging sie den gleichen Weg, den vor einer Viertelstunde Christian gegangen war.

Zwischen das Schilf schob sich ein Steg von zwei Brettern, über Pfosten genagelt; an dem Steg legten bisweilen Nachbarboote an. Ille ging aber nur so weit, daß sie den Kanal sehen konnte, ohne selber bemerkt zu werden. Da stand sie zwei Minuten, lachte in sich hinein, wurde immer durchtriebener aussehend, wandte sich plötzlich wie der Blitz, sauste über den Rasen und Weg zur Terraße und rief:

Thora, das Badezeug. Wo ist Rose? O du, bas gibt einen Hauptjux!

Rose sah oben aus dem Schwesternzimmc.. Ille rief und telegraphierte mit den Armen, Rose nickte, und einen Augenolick später kam sie von oben herab, drei Pakete Badewäsche im Arm. Gemeinsam gingen die drei Schwestern, die kleine Dina, von Thora er­löst, rannte mit ihnen, durch den Garten zur Wiese. Da war unten dicht am Strom ein Kreis abgesteckt von acht dicken Bohnenstangen, um die Sacklein­wand genagelt war. Zwei Meter hoch. Auch der lange Heider konnte nicht hinübersehen.

In den sicheren Bezirk schlüpften sie und warfen die Kleider ab. Auf dem Kanal schaukelte ganz leise das Boot. Es war ein alter, breiter, aber ziem­lich flacher Kahn, seit zwanzig Jahren als (Bottes- mannsförber Fischerkabn in Gebrauch. Aber Frau von Brockdorf sagte, die Fische, die mit ihm ge­fangen seien, wären in den zwanzig Jahren noch nicht zwanzig Pfund gewesen.

Warum auch? Die Hauptsache war, an sol­chem warmen Nachmittag, wenn man stundenlang über die Felder geritten ist, stillsitzen und auf die ziehenden Wasser schauen. (Eine Zigarette nach der anderen verglösen laßen und m wunschlosem Be­hagen versinken. Die Heuernte war geschafft. Die Roggenernte begann in acht Tagen. Dann gab es keine Angelpartien mehr. Genießen wir die Stunde!

Stückck-cn isolierter Draht unt> eine ftetnt abgebrochen». Sch raube Vvrgeftrnden. Dar­an) i't zu schllrßen daß der Verstorbene von einem Motorradfahrer oder Auto überfah­ren worde t ist. ?cr Unfall muh kurz vor 2 Uhr nachts geschehen sein

WSstk. B a d - H o m b u t g v d H , 3. Mai. Am Freitagnachmittag raste ein Mvtvrrab- fahrcr mit einer schworest Maschine in einer Geschwindigkeit von zirka 75 Kilo­meter die Saalburg-Lhauftee hinaus Dabei verlor er die Herrschaft über seine Maschine und zog sich beim Sturze so schwere Ver­letz u n a e n zu. daß er In bas Homburger Krankenhaus gebracht werden mußte.

Zürnen, Sport und Spiel. Turngau Hessen <D. T.) 5. Bezirk Veftrksvorlurn erstünde.

bpw. Bad-Nauheim, 2. Mai Mit dem Ucbungsftoff der Gauvorturner ft unde vorn Begangenen Sonntag wurden in der heutigen 4. Bezirksvorturner st unde de» 5. B e girks, die unter Leitung der Bezirksturnwarte Hartmann (Bad-Nauheim) und Lang (Lang- Göns) in der Turnhalle des Turnvereins 1860 Bad-Nauheim ftattfanb, die Turnwarte und Vorturner der Bezirksvereine nochmals eingehend vertraut gemacht. Durchgeturnt wurden in erster Linie die allgemeinen Freiübungen dieses Jahres und die Pflichttibungen an den Geräten für das Gauturnfest in Nidda. Dann galt den Stab- Übungen, die ber 5. Bezirk beim (Rantum- fest als Musterriege oorfü^ren wird, nochmals eine Stunde besonderer Unterweiiung und Ucbimg, nach­dem sie in zwei außerplanmäßigen Bezirksvor­turnerstunden, von denen die eine von den nördlichen, die andere von den südlichen Vereinen besucht war. schon genügend norqeübt worden sind. Es handelt sich um eine ziemlich schwierige, aber äußerst wirk­same Zusammenstellung des 1. Bezirkstnrnwaris in drei Gnippen.

Der Turnstunde folgte eine Beratung, bei der die bevorstehenden Beürksveranstallungen durch­gesprochen wurden. Der Vertreter des Turnvereins Ober-Mörlen berichtete über die Vorarbeiten zum volkstümlichen Besirkstnrnfest am 13. Juni und lud zu reckt zahlreicher Beteistgimg am Wellumen ein, das ein aus Lauf. Kugelstoßen, Weitfpning, Weit- hochspruna und einer Freiübung bestehender F ki n f- kampf ist

Die Götz-Wander ii ng findet am nächsten Sonntag statt. Die Ausfühnrng ist den Vereinen überlassen, das gemeinsame Ziel ist der S ch r e n fier bei Butzbach, wo im Weidighain. einer geweihten Turnerstätte, nachmittags gleichzeittg die von der Organisation vorgeichriebene Feier zur (Er­innerung an den 100jährigen Geburtstag des lang­jährigen Vorsitzenden der D. T., Dr. Ferdinand Götz, ftattfinbet (geboren 24. Mai 1926). Der Be- fiirfsturnroart richtete im Auftrage des Bezirks- Vertreters einen Appell an alle Vereine, sich non- fiäblia an dieser Veranstaltung zu beteiligen.

Mitgeteilt wurde ferner, daß noch im Laufe dieses Monats in Friedberg eine Prüfung für das Turn- undSportabzeichen statt­findet.

1Vr Besuch der Turnstunde war im allgemeinen gut. Nicht anwesend waren die Turnvereine Birk­lar, G r ü n i n g e n . Kirch-Göns.

Deutsche Nuqby-Meifterschaft.

Hannover, 3. Mai. (TU.) Das am Sonn­tag tm Stadion zu Hannover auSgefragen# Stolußspiel um die deutsche Meisterschaft im Rugbh endete mit einem 8: 0-<5iegc von Schwalbe Hannover über den vorjährigen Meister S. ®. Franffti»-»

Strafkammer Gießen.

* Gießen, 30. April. Dem Bürgermeister von Dauernheim war von einem dortigen Land­wirt nachgesagt worden, er habe bei einet Zement­lieferung für die Gemeinde sich Unregeltnäßig- keiten zuschulden kommen lassen, insbesondere einen Sack Zement sich angeeignet. Das Urteil erster Instanz, das wegen VorliegenS berechtigter In­teressen zu einer Freisprechung gekommen war. wurde aufgehoben und auf eine Geldstrafe von 200 M k. erkannt.

Eine GastwlrtSehefra-' aus Friedberg war in erster Instanz Wege' Betrug- zu 1 Monat

Sie beißen nicht, murrte Christian Polematz. Sie beißen schon, antwortete Heider Steffen. Die Mucken, aber nicht die Fische."

Sie haben keine Geduld, Polematz. Ruhe, nur immer Ruhe. Er war doch mächtig müde. Seit früh um vier Uhr auf den Füßen gewesen, dazu die Hitze. Wißen Sie was? Ich streck mich ein bißchen. Den Angelschocht bind ich fest. Sie sehen mit nach, was? Nur fünf Minuten."

Nach einer Minute schlief er schon tief und fest.

Christian hatte nur genickt, jetzt faß er und döste vor sich hin. Klatsch! Die infamen Mücken! Aus­gerechnet immer in das Gesicht. Klatsch! Weg waren die Biester, aber das Gesicht brannte. Zünden wir uns eine Zigarre an! Obgleich er doch wußte: Wenn er zum Sitzen kam an solchem Arbeitstag und rauchte, schlief er hoffnungslos ein.

Drei Minuten später leistete er Heider Steffen im löblichen Tun Gesellschaft. Ebenda sah Ille durch bas Schilf.

Die Angelschächte schwebten regungslos über der dunklen, Icife dem großen Bruder fiuftrömenben Flut. So unbewegt war bas Master, daß jeder Halm sich spiegelte.

Jetzt kam etwas heran.

Durch das Schilf schoben sich leise drei schlanke Mädchengestalten in schwarzem Trikot. Ihre hellen Körper leuchteten in ber Sonne. Die Ausgelassenheit flammte förmlich in ihren Augen, aber sie zwangen sich zu lautlosem Heranpirschen. Nun waren sie durch das Master heran an das Boot. Hier am Steg ging es nur wenig über die Knie. Nun hoben sich die Angelschnüre in den Mädchenhänden, jetzt wurde etwas an ber einen befestigt, jetzt an der andern nun sanken sie in das Master zurück, die Schächte neigten sich tiefer. Dann ein Lösen der Kette vom Steg der alte Kahn glitt den Kanal hin der Eibe zu. Erst ganz langsam, bann, von der Flut mit- geführt, von Jungen Armen gezogen, schneller. Drei Nixen schwammen vor ihm her, hatten die Kette mtt einem langen lau verbunden und führten das Tau, auf dem Rücken liegend und mit den Füßen das Master stoßend, mit sich.

Piepenstehl hatte recht gehabt, als er Jagte,btt dückem und schwimmen wie die Unten. Der stolze breite Strom mit feinen gelben Wogen war bt» Mädchen so vertraut wie der Heimatboden.

(Forifetzung folgt)