die gestrige Anzeige.
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** Der Heilstättenverein für Hessen hält am Samstag, 13. November, in der Lupusheil' statte in Gießen seine Mitgliederversammlung ab.
** Die Maul- und Klauenseuche ist neuerdings in Okarben (Kreis Friedberg), Ortenberg und Wallernhausen (Kreis Büdingen) sowie auf dem Hofaut Sickendorf (Kreis Lauterbach) amtlich fcstgcstellt worden. In Beienheim, Melbach und Ostheim (Kreis Friedberg) sowie in Biskirchen (Kreis Wetzlar) ist die Seuche erloschen. Da in Harbach (Kreis Gießen) die Seuche nicht weiter um sich gegriffen hat, ist der Sperrbezerk auf das Gehöft des Wilhelm Herzberger, Ziegenftraße 18, beschränkt worden.
Der Handel mit Tieren ist ein Geschäft, daS viele lleberraschungen mit sich bringt, denn die Moden wechseln schnell, und ein Schoßticr. das heute noch sehr begehrt und hoch bezahlt wird, kann im nächsten Fahre viel weniger wert sein. So herrscht z. *2). jetzt in England und in denVereinigien Staaten eine große Rachlrage nach deutschen Schäferhunden. Zur einen preisgekrönten Hund dieser Raste namens Earo wurden 40 000 Mark geboten. Eine Amerikanerin kaufte aur einer Hunde-Ausstellung im vergangenen Fahr einen deutschen Schäferhund für die Summe von 36 C00 Mark Aber auch die Heinen Hunde, die heute nickt mehr so beliebt sind, erzielen doch bisweilen noch erstaunliche Preise. Ein ficiner Spitz brachte am der letzten Hunde-Ausstellung in London 1 000 Mark, so daß für ein Gramm dieses teuren Tieres etwa 10 Mark angelegt wurden. Der Wert der Tiere richtet sich natürlich nach Angebot und Rachfrage, aber es ist nicht nur die Seltenheit, Die berücksichtigt wird, sondern auch das Wesen und die Schönheit des einzelnen Tieres. Asten sind sehr billig zu haben, aber Dann sind es böse und unerzogene Tiere, an denen der -Besitzer keine Zreude hat. Zur kleine Asten muh man häufig bedeutend mehr zahlen als für große, denn sie werden eifriger begehrt. Dasselbe ist mit Schildkröten der Fall, Kleine Tiere kosten im Verhältnis mehr als große, aber in neuester Feit ist auch nach großen Schild- [röten eine beträchtliche Aachsrage, da man diese nützlichen Tiere, die viele Insekten vertilgen, in den großen Gärten der Landhäuser hält und in der kalten Jahreszeit im Wintergarten unterbringt Manche kleinen Schlangen werden mit Hunderten von Mark bezahlt, wenn sie zu einer Art gehören, di? sich leicht aufziehen läßt und später eine statt- liche Große erreicht. Ein Paradiesvogelweibchen kann dadurch sehr wertvoll werden, daß es ein Ei legt, und solch ein Paradiesvogelei wird vonRatur- forschem hoch geschätzt, da man bisher über die Aufzucht verschiedener Paradiesvogelar.en noch sehr 'wenig weiß. 2 000 Mark für eine Katze ist eine Menge Geld, aber für Ehinchilla-Kahen. die preisgekrönt sind, werden solche Summen angelegt. Unter Den wilden Tieren sind nach den Mitteilungen eines Händlers die Giraffen am teuersten. Ein Tiger ist mehr wert als mehrere Löwen, aber ein toter Schmetterling kann so viel wert sein wie zwei tote Tiger, wenn er sehr selten ist.
bedeutet haben würde, lenkte Koodlooktov MarvinS Aufmerksamkeit von sich ab und schoß ihn Dann in den Hinterkopf, worauf er die Leiche in ein Loch im SiS warf. Als die beiden Eskimo- DaS Schiff Pearys erreichten, erzählten sie, Marvin sei ertrunken. Ein Gedächtnismal für den im Eis umge- kommenen Forscher wurde bei Kap Sheridan errichtet. Kovdlooktvo ist nun zum Christentum ubcrgctrctcn, und, nachdem er getauft worden war. wollte er sein Gewisten entlasten. Er beichtete daher seine Tat einem Missionar, und Inukitson bestätigte seine Erzählung. Der amerikanischeSt aatssekretärK e llogg hatdieKopenhagenerRegierungauf dieseSBerbrechen hingewiesen, ober internationale Rechtsgelehrte behaupten, Koodlooktov werde wegen des Mordes nicht vor Gericht gezogen werden können, einmal wegen der Länge der Zeit, die seitdem verstrichen, sodann aber auch, weil Der Mord in »Riemands- land" geschah, da die dänische Oberhoheit über
! dieses Gebiet erst 12 Fahre später erklärt worden ist. Die Familie Marvins bezweifelt stark, daß der Professor den Eskimo zurücklasten wollte. Die Ermordung hat man seiner LSjährigen Mutter verheimlicht, weil sie sich mit dem Gedanken vertraut gemacht hat, daß ihr Sohn ertrunken sei.
Die teuersten Tiere.
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man sich die Verwirklichung dieses Plane- noch • für diesen Winter angelegen fein lassen werde. Haidern aber haben wir trichts mehr von der Sacke gehört, wir wissen dagegen, daß bis heute leid« nicht- geschehen ist. Mittlerweile hat sich jedoch Frankfurt a. M. auf diesen Weg begeben und ist zur T a t, nämlich zur Dermrstal- tung von Fremderrvorftellungen in seinen Theatern geschritten. Bei uns aber geht es nicht so schnell, selbst wenn ein gutes Halljahr dafür
werden. Der Annahmeschluh für alle Anzeigen im Gießener Anzeiger entfällt auf Den Nachmittag vor Der Aufnahme. Empfehlungsanzeigen müssen, je nach Umfang und Satz- schwierigkeilen, zwei bis drei Tage vorher bestellt sein. Nur mit Sorgfalt und dem notwendigen Zeitaufwand gesetzte Empfehlungen Wm öeü etnWien GW.
Die Deichte deS Eskimos.
Der Polarforscher Knud Rasmussenhat kürzlich durch eine drahtlose Meldung mitgeteilt, daß der Begleiter Peartzs auf seiner Rordpole?pedition im Fahre 1909, Prof. Rost Marvin, nicht, wie man bisher geglaubt hatte, ertrunken ist, sondern von einem Eskimo ermordet wurde. Pearh berichtete selbst über den Tod Marvins in den eisigen Gewässern Des Polarmeeres nach der Erzählung, Die Die Eskimo ihm gegeben hatten. Run ist Diese Mordtragödie im ewigen Eise nach 17 Fahren aufgeklärt worden. Rähere Einzelheiten über das Geständnis DeS Täters teilt Der Leiter Der Merrisseh-Expedition George Palmer Putnam in Reuyorker Blättern mit. Marvin hatte sich, von Den Eskimos Koodlooktov und Jnukitson begleitet vonPeary getrennt, um nach dem Hauptlager zurückzulehren. Jnukitson, Der die Aussicht über Die Hunde hatte, folgte durch ein Versehen Koodlooktoo, anstatt direkt hinter Pros. Marvin herzugehen, wie dieser befohlen hatte. Darüber soll der Gelehrte in Zorn geraten sein und angeordnet haben, daß Jnukitson ohne Vorräte zmückbliebe. Da dies den sicheren Tod des Eskimos
eine Rächt waltet hier noch. Wie die meisten Mauren macht Der Pascha einen müden Eindruck, aber aus seinen Augen schießen dunkle Feuerblihe, nt gemacht. In ®ü- I Die von Blutgier und Grausamkeit erzählen- Sein Sprendlingen entfaltete $auS ist voll von Regersklaven, die als Zeichen ....... shrer Knechtschaft große Silberringe in einem Ohr
tragen, von kostbaren Waffen und herrlichen Kleidern. All diese Pracht wird man jetzt bei der Prin- zenhochzeit in den Straßen von Marokko erblicken, wo ganze Lämmer am Speer geröstet werden und das Volk sich an allen möglichen Genüssen erfreuen wird. Der Sultansohn wird seinen Einzug in feier- kicher Prozession halten, von Fackelträgern und Musikern begleitet, und Dann toitD Der große Augen- blick herankommen, an Dem er im bräutlichen Gemach zum erstenmal Das Gesicht seiner Frau erblickt...
Die Lotterie „Haus der Jugend" ist in vollem Gange. Die Lose werden stark gehrt und wegen des aufsehenerregenden winnplans prakttscher und zugleich schöner Winne gern gekauft. Der Hauptgewinn besteht nach Wahl entweder aus einem Einfamilienhaus,
oder den Mitteln zur Gründung einer selbständigen Existenz im Werte von 30 000 Mark. Auch alle übrigen Gewinne sind Wahlgewinne, D. h. der Gewinner kann sich Die Art des Gewinnes selbst aussuchen, so daß Umtausch und Enttäuschungen ausgeschlossen sind. Der Der Aufstellung der Gewinne sind die gegentoärtigen schweren wirtschaftlichen Verhältnisse sehr weitgehend berücksichtigt und nur Praktische und solide Gewinne vorgesehen worden. Es handelt sich bei dieser Lotterie um die Errichtung eines Jugendheims und einer mustergültigen Jugendherberge, die vor allen Dingen vielen Hunderten von Turn-, Sport- und Wandersreunden billige ÜnterkunstSmöglichkeit bieten wird. Man beachte
erfordern heute eine sorgfältige Textgebung und Satzausstattung. Gute Satzleistungen sind nur erreichbar, wenn die Anzeigen WM genug oolgegelen
Vornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 7.15 Uhr, „Der lustige Krieg" (Ende gegen 10 Uhr). — Goeihebund: 8 Uhr, Saal des früheren Hotels Einhorn, Dortrag von Jak. Wassermann. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,,ptin=Iin« Tin rettet feinen Herrn" und „Heimliche Sünder".— Astoria-Lichtspiele: „Der Hund von Baskerville'.
— Deutscher Bund für christlich- euang. Erziehung. Morgen, Donnerstag, abenb im Johannessaal Familienabend mit Dorttag. Räheres in der heutigen Anzeige.
— Pomröm D ell achini gibt am Donners- fag, 4. Rovember, im Saalbau Sauer ein einmaliges Gastspiel. Räheres s. heutige Anzeige.
♦♦ Die neue Eisen ba hnbrücke an der Ederstraße ist sowett fertiggestellt, daß die Züge seit einigen Tagen wieder ungehemmt fahren Eö raten. Gegenwärtig werden die mächtigen Detonpfeiler der alten Drücke abgebrochen. Wer diese Arbeit in Augenschein nimmt, wird zugeben, daß sie recht mühselig ist, handelt es sich dabei doch um Mauern, deren Durchmesser stärker ist als die Armlänge eines Erwachsenen. Die
Zeit ist.
Die Reformalionsgedenkfeier.
Wie in der Provinzialhauptstadt fo wurde auch draußen in der Prownz Ober Hessen die V ie r h u n der t - J a hr fe ier der ReformationinHessen in feftlid^ Steile begangen. Eine Fülle von Berichten g^b w^ Kund: von diesen denkwürdigen Ere.gnrssen^n der Heimatgeschichte. Bei der großen Anzahl Der Berichte ist es uns leiber nicht möglich über die Feiern im einzelnen K^mtnis zu teben wir müssen uns vielmehr im.Hinblick äuften stark in Anspruch genommenen Raum mit bet eines Gesamtbildes begnügen. In allen Orten, aus Denen uns Berichte SUgingen, haben die Feiern einen würdigen und erhebenden Verlauf genommen. Die Gottesdienste waren außerordentlich stark besucht: vielfach haben nicht nur die Kirch engesangvcreine, sondern auch Manner- aesangvereine, Musikvereine, Feuerwehrkapellen usw durch ihre Darbietungen wesentlich zur Der- schönerung Der kirchlichen Handlung lungetragen. In manchen Orten fanden am Rachmittag oder Abend Rachseiern statt, in Denen durch Dortrage der OrtSgeistlichen, zum Teil auch nut Lichtbildern, das gewaltige, fegenbringenbe Ereignis Der Einführung der Reformation in Hessen gebührend 'gewürdigt wurde. Mehrfach wurden, ebenso wie in Gießen, auch auf dem Lande Refor- piationsltnten gepflanzt, wobei versckiedrnllich (z B in" Watzenborn-Steinberg) Urkunden neben
Wurzel Der Bäume mitversenkt wurden. Die Einwohner eines Ortes (Bad-Rauheim) konnten sich an der Ausführung des bekannten Luther- festspiels -Der Held von Worms" erfreuen, wahrend man in einer anderen Stadt (Hungen) eine Ausführung »Was wir an unserer Kirche Haven wirkungsvoll herausbrachte. An Samstag nahmen die Schulseiern, die auch in den empfänglichen Kinderherzen einen bleibenden Eindruck hinterlassen werden, allenthalben einen schönen Derlaus. So wurde auch in Der Provinz ein wuchtiges Bekenntnis der Liebe und Treue zu unierer evangelischen Kirche abgelegt, das m den heutigen Sturm- und Drangzeiten besonders wertvoll und erfreulich ist.
Zugvogel.
Die tterpsychologifche Beobachtungsstelle in Gieren schreibt uns: Auf Die Notiz über Wil Daans e m „Gießener Anzeiger" Nr. 247 vom 21. Oktober inb eine Anzahl von wertvollen Nachrichten emge- langen. Dabei befindet sich auch eine sehr interessante Mitteilung von Herrn Prof. H. über einen großen D 0 h l e n z u g. Es wurden am Donnerstag, 28. Oktober, nachmittags zwilchen 4 und 44 Uhr, ungeheure Schwärme von Dohlen beobachtet, die von Norden her das Lahntal herunter über Die Terrasse an Der Hardt flogen. Manchmal flogen die Tiere so niedrig, daß man das Rauschen Des Flugelschlages hören konnte. Nur wenige Tiere riefen, und zwar war es immer der Ruf der Dohle. Es besteht aber die Möglichkeit, daß es sich um aus Dohle n und Krähen gemischte Schwärme gehandelt hat. Nach der großen Zahl der Böge! waren es Wander- schwärme. Wer kann sagen, woher sie kamen und wohin sie flogen? Nachricht an Geheimrat Sommer in (Sieben erbeten!
Gestern, am 2. November, wurden über Der Heuchelheimer Mühle wieder zwei sehr große Schwärme von Dohlen und Krähen beobachtet, der erste um 3.50 Uhr, der zweite um 4 Uhr, dazwischen kleinere Züge von 6—20 Bügeln. Flugrichtung öub= ober Südsüdwest. Vorher, um ca. |3 Uhr, konnte man ein merkwürdiges Kampfspiel zwischen einem Raubvogel (Bussard) und einem Schwarm von zirka 60 Dohlen beobachten.
Rundfunk-Programm
des frankfurter LenderS.
(Aus der „Radio-Umschau".)
SonnerSiag, 4. November.
3.30 bis 4: Die Stunde Der JugenD. 4.30 bis 5.45: Konzert des Hausorchesters: Kalman- Operetten. 5.45 bis 6.05: Die Lesestunte. 7.15 bis 7.45: BeamtensortbilDung^lur us: „GrunDzüge Des Deutschen Strafrechts 111“. Vortrag von Ober- lanDesgerichtsrat Dr. Aschaffenburg. 8.15: Gastspiel Der Direktion Sander--Graef: „Der lustige Krieg". Operette in Drei Alten von Johann Strauß. AnschliehenD bis 12.30: Tanzmusik.
Lotterie „Haus der Jugend".
Amtsgericht Wetzlar. I'
Q Betrug war einem Arbeiter aus Münch- |
Holzhausen zur Last gelegt. Der Angeklagte war beschuldigt, sich unter falschen Vorspiegelungen Erwerbslosenunterstützung verschafft zu haben, ob- wohl er angeblich in Der fraglichen Zeit im Arbeits- Verhältnis stand. Gegen den ihm angegangenen Strafbefehl über 30 Mark, Hilfsweise sechs Tage Gefängnis, erhob der Angeklagte Einspruch mit dem Erfolge, daß er kostenlos freigesprochen wurde, da ihm eine strafbare Handlung nicht nach- I zuweisen war.
Anläßlich einer Tanzbelustigung in Vetzberg kam ein Arbeiter von dort mit einem Krofdorfer I Arbeiter in Wortwechsel, in dessen Verlauf ersterer I dem letzteren eine Selterwasserflasche auf den Kopf schlug, so daß der Mann verletzt wurde. Gegen den I Schläger wurde Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Der Angeklagte gab die Tat zu, will aber betrunken gewesen und von dem Verletzten
. , zu der Tat gereizt worden sein, während der Ver- neue Strahenbreite, die jetzt schon deutlich m lc&te ben Angeklagten als Urheber bezeichnete. Das Erscheinung tritt, ist so beträchtlich, daß sie den: Urleil lautete auf 2 5 M k. QelDftrafe, Hilfs« neuzeitlich^ Derkehrserfordermssen voll ent- roei|e 5 Tage Gefängnis, spricht. , Des Vergehens gegen das Feld- und Forftvolizei-
• • Zu Der Schießerei in Munch- war eine Ehefrau aus Nauborn beschuldigt.
Holzhausen erfahren wir, daß ter ouftonD ^ie Angeklagte hatte öfters unter Dbftbäumen, Die pes in Der Rächt zum Montag m Die hiesige Eyi- if)r nid)l gehörten, Obst gelesen unD dieses rociteroer- ruraitoe Klinik eingelieferten Hahn aus Munch- ?aufL Gegen den deshalb gegen sie erlassenen Straf- Holzhausen noch immer sehr bedenklich Mt. ^sehl über 30 Mk., Hilfsweise sechs Tage Gesäng- Die Lebensgefahr ist noch nicht abgetocnDet. nis, erhob sie Einspruch. Die Angeklagte will ge-
• • T? <1 ckkl a n a zur Gießener Mi so glaubt haben, dazu berechtigt gewesen zu sein. Sie 1 io ns Woche Missionar L auk, Frankfurt bat um Ermäßigung der Strafe. Das Gericht er« a Main bringt in einem Schreiben an und Den kannte auf 20 Mark, evtl, vier Tage Gefängnis, herzlichen Dank ter Veranstalter für die wohl- ----------
Ä Ä Buntes Allerlei. wÄ Pr^nh-ch,^.
Gießet und Umgebung einen Dienst getan zu Eine Prinzenhochzeit in Marokko ift ein Steig- teten intern Durch sie einmal auf Das eigenartige nis, das alle Pracht orientalischer Festesfreude und febr beachtenswerte Leben Der verschiedenen entfesselt, und wenn gar der Sohn DeS Sultans Mler binnctoicfen wurde und Die betreffenden von Marosi'o Die Tochter De- Paschas von Marokko Völker Dadurch unserem Verständnis näher ge- heiratet, Dann ist Das GrunD genug für Das ganze krackt wurden Auf Der anDeren Seite konnte Land, um Feste zu feiern. Der Pascha El Glaowi, ledern Besucher klar werden, wie schon manches der in Der Stadt Marokko residiert, ist Der mächtigste Durch Deut ete Missionsarbeit geleistet worden UnD reichste Scheck Des Cantes, unD er steht nut ift Aber qani besonders sollte auf das reiche jn einem losen Abhangigkeitsverhaltnis zu Dem ffelD Der Betätigung hingewiesen werten, das Hultan. Der in Fez regiert. Beide aber stehen wieter uns in ter Mission offen steht. Auf dieses große unter einem französischen Protektorat. Ater in Sud- 3iel binAutoeifen und für verständnisvolle Mit- marokko beschützt El Glaowi mehr die Franzosen, arbeit recht viele zu gewinnen, das war ter als Diese ihn. Wenn Frankreich Den stolzen kriege- eiaentlube Zweck der Ausstellung. Daß das der rifeben Stämmen, Die am Fuße Der schnei bekrönten bleibende Erfolg der Ausstellung sein mvchte, Berge des Atlas wohnen, seine Oberhoheit fuh.bar , Kot »um Segen unseres Volkes und zum Heile machen wollte, Dann wurde es wohl balD einen der Völker dient das ist unser Wunsch. ebenso schwierigen und gefährlichen Feldzug fuhren
* * Die Lohn'steuer-11 eber Weisung-- müssen wie gegen die Bewohner DeS Rif So be* blätter für 1926 sind nach einer Anordnung gnüqen sich also die iranzosischen Beamten in teS Reickssinanzmknisters von Den Arbeitgebern, Marokko damit, Den Pascha in seinem Land schalten auch von'den Behörden, allgemein auszuschreibcn. und walten zu lassen. unD er regiert bier nach lenen De?rwbe mit stark wechselnder Belegschaft tun mittelalterlichen Methoden der gewaltsamLN Steuer- aut mit der Ausschreibung ter Lleberweisungs- Eintreibung und Der grausamen Willkür, die Die blätter für Die im Laufe Des Jahres 1926 aus- Mauren lieber ertragen, als wenn ihnen eine neue geschiedenen Arbeitnehmer bald zu beginnen Da- .humane' europäische Etaatsform auferlegt tourte, mit Die Zahl ter nach Jahresschluß auszuschrei- ©laotoi gelangt Durch Die Heirat feiner Tochter benten Belege möglichst- vermindert wird. Die mit dem Sohne und Erben De- Sultans auf Den Einreichungsfrist bis 31. Januar 1927 toirb näm- Höhepunkt feiner Macht. ,?er englische Fotnnasist lieb unter allen ilmftänDen eingehakten. Die er- @ Warb Price, Der ihn kürzlich besuchte, fchlldert forderlichen Formulare sind bei den Finanz- t>en Pascha als einen großen schlanken, hohl-
ämtem unentgeltlich zu haben. toangigen, Düster Dreinblickenden Mauren, ter in
S Erasmus Alberus. Ein Mann, Der einem wundervollen Palast mit veifchtoiegenen Hofen anläßl'ch des 400jährigen Reformationsjubi- ivohnt. Brunnen pläischern hier, während das Licht
läums in Hessen jetzt ebenfalls wieder stärker in auf buntfarbigen Ziegeln spielt, blühende Raume
Erinnerung kommt, ist Erasmus Alberus. wiegen sich vor kühlen Säulengangen, und der üppige, Er war abgesehen von einer kurzen Periode des unheimliche Geist der Märchen von Tausend und Sturmes und Dranges, bx Die er durch Karl- > - ~ nnu
stadt geraten war, unentwegt ein treuer Anhänger Luthers und hat sich als Reformator m Hessen besonders verDient gemacht. In Büdingen und später in Sprendsing-" er eine äußerst segensreiche Tätigkeit als Pfarrherr. Vorher hatte er 1522 In Ober-Ursel eine Schule errichtet, Deren Bestand bis m Den Anfang des vorigen Jahrhimterts wahrte. Als Ober-Arseler „Schulmeister" hat Erasmus Albe- rus, Der ein großer Freund Der Ratur unD hurtiger Wanderer war, seine historisch getoor- Dene Feldbergbesteigung urtemommen an Die nach gerate 400 Jahren wieder e.nmQl erinnert werden Darf: ter von ihm Darüber gegebene Bericht ist Die erste Beschreibung einer FelDbergreise, die uns überliefert ist. Mderus hat seine Eindrücke in folgende Verse gekleidet: „Auf Dem FelDberg hoch Dort oben, wenn man
I üicht höher kommen tann, Da steht ein großer, weiter Plan. Der hat einen solch breiten Raum (Wenn ich's nicht wüht, so glaubt ich's kaum), eine große Stadt küiml' Dort oben stehn als Frankfurt, ist fein Zweifel Da, unD auf Demselben breiten Plan sieht man schier bis gen Köln
Vanille-Soßenpulver 5 Vanillin-Zucker 5 Pfg.
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Seit Generationen ziert zu Familienfesten
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ein Kuchen den Tisch.
Auch hier gilt der Fortschritt unserer Zeit: „Alle Sorgen für das gute Gelingen dieses Haupt- und Mittelstückes der festlichen Begebenheiten sind verschwunden, wenn Dr. Oetker s Backpulver „Backin“ seine zuverlässige Triebkraft entfalten konnte.“
Eine glänzende Auswahl
von vielen gänzlich neuen Rezepten für Kuchen, Torten und Kleingebäcke aller Art ist in dem neu erschienenen Oetker-Rezeptbuch, Ausg. r enthalten, das zum Preise von 15 Pfg. in allen einschläg. Geschäften zu haben ist, wenn nicht vorhanden, gegen Einsendung von Marken von ; A. Oetker, Bielefeld.
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