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©arteten sein würde, mit den Sozraldemo traten ,
17 eT„ee8iTn?^n8.8t« S Vorschläge -er Relchsreglerung.
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Zusammentritt der Parlamente.
Berlin, 2. Rov. (WTB.) Der Reichstag tritt, wie das VDZ.-Dureau meldet, am morgigen Mittwoch, 3. Rovember, zu seiner ersten Sitzung nach der Sommerpau'e wie^r zusammen. Auf der Tagesordnung stehen nur kleine Vorlagen.
Außer dem Reichstag versammelt sich auch der Preußische Landtag am Mittwoch. Auf der Tagesordnung seiner Sitzung steht die Besprechung der Typhusepidemie in Hannover.
Der Preußische Staatsrat tritt am 10. Rovernber zusammen.
März 1927, die Bezüge Unterstützungsempfänger milienväter) um zehn
der Sozialdemokraten angenommen, worin beschlossen wurde, die Frage der Militär- f o n t r o 11 e einem Unterausschuß zu übertragen und die Reichsregierung aufzufordern, diesem Unterausschuß das gesamte einschlägige Material zugänglich zu machen. Die sachliche Stellungnahme soll im Auswärtigen Ausschuß so lange vertagt werden, bis der Bericht des Unterausschusses erstattet ist. Zugunsten des angenommenen Antrags stellten die Deutschnationalen einen eigenen Antrag zurück, den sie vorher eingebracht hatten, und der sich auch auf die sachliche Seite der Militärkontrolle erstreckt hatte.
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Rach Lage der Dinge läßt sich natürlich über die Beratungen des Ausschusses, die streng vertraulich waren, nichts mitteilen. Fest steht je- doch, daß der Außenminister in seinem Referat ausdrücklich darauf hingewiesen Hai, daß kein Grund zu irgendwelchem Pessimismus vorliegt. Die Feststellung war zu erwarten, nachdem Herr v. H o e s ch erst vor einigen Tagen einen Bericht nach Berlin gesandt
I hatte, der ein wesentlich anderes Bild von der gegenwärtigen Situation gab, als man sich nach den Pariser Pressemeldungen zu machen geneigt war. Er verhandelt nach wie vor mit dem französischen Außenminister über die Bese i 11 - .
I gung der Hindernisse, die einer Annäherung im Wege stehen. Wenn bis setzt noch keine positiven Ergebnisse zu verzeichnen sind, so ist das nicht unsere Schuld, da vielmehr B r i a n d im eigenen Lager mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Es ist bekannt, daß die Gegner einer Verständigung unter keinen Umständen weder auf die Rheinlandbesatzung verzichten, noch die Militärkontrolle aufheben wollen. Der Aus»
I toärtige Ausschuß hat nun einen Unterausschuß eingesetzt, der sich zunächst einmal sehr eingehend mit dem Kontrollproblem beschäftigen soll. Er will, wenn er mit seinen Arbeiten fertig ist dem Ausschuß Bericht erstatten, der dann sehr wahrscheinlich von sich aus in einer Entschließung energisch die Aufhebung der militäri- schenUeberwachungve lame.i wird. Möglich ist auch, daß er denReichstag auffordert, seierlichst gegen die Hinauszögerung der Rück- berufung der Kommission Verwahrung ein u egen. Jedenfalls deutet alles darauf hin, daß der Reichsaußenminister binnen kur em aus dem Reichstag heraus, sei es auch nur durch den Ausschuß selbst, wirksame Unterstützung erfahren wird.
verständnisvolles Zusammengehen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu befürworten, wollen die Sozialdemokraten ihre parlamentarische Stärke dazu benutzen, den bürgerlichen Parteien die Pistole auf die Brust zu setzen und die gesetzliche Festlegung des Achtstundentages in unbiegsamen Formen abzutrotzen.
Wenn das nicht ein Armutszeugnis für den politischen S an der sozialdemokratischen Führer ist, dann weih man la um, w ie man dcrs sonst bezeichnen soll. Die heute bestehende gesetzliche Regelung der Arbeitszeit beruht allerdings auf einer der wenigen noch übrig gebliebenen Rotverord- Ttungen aus dem Jahre 1923. Ihr Ersah durch ein wirkliches Gesetz ist notwendig, wie allgemein anerkannt wird, und das Re chsarbe tsministerium hat einen Entwurf vorbereitet. Die Regelung der Arbeitszeit d rch jene Rotverordnung aber entspricht den heutigen Verhältnissen, hat sich praktisch bewährt, s chert den Arbeitnehmern jeden vernünftigen Schuh zu und könnte ruhig übernommen werden. Wenn - die Sozialdemokraten darauf bestehen, jetzt den Kampf um den Achtstundentag im Reichstag anszusechten, dann liefern Tie den Reg erungsparteien und dem deutschen Volke den Beweis, daß sie als Regierungspartei To gut wie unmöglich sind.
Berlin, 2. Rov. (TU.) Zu den Anträgen zur Erw er b slo senf ürsorgewurde heute im Unterausschuß des sozialpolrtrschen Ausschusses des Reichstages von dem Vertreter des
getragen werden.
Arbeitsbeschaffung und produktive Erwerbs- losensürsorge:
a) die eingeleiteten Maßnahmen fortzuführen und insbesondere die Arbeitsbeschaffung für die langfristigen Arbeitslosen und Ausgesteuerten auch weiterhin zu unterstützen:
b) dem besonderen Notstand im besetzten und geräumten Gebiet bei der Durchführung von Rotstandsarbeiten Rechnung zu tragen;
c) bei der Vergebung öffentlicher Arbeiten und Lieferungen innerhalb und außerhalb des Arbeitsbeschaffungsprogrammes erneut darauf hinzuwirken, daß a) keine lieber- stunden geleistet werden, b) soweit neue Arbeitskräfte gebraucht werden, diese vom öffentlichen Arbeitsnachweis zu entnehmen;
d) die berufliche Ausbildung und Anpassung der Erwerbslosen, insbesondere der jugendlichen Erwerbslosen, mit verstärktrn Mitteln zu fördern und dabei auch die Jugendlichen einzubeziehen, die noch keinen Anspruch auf Erwerbslosenunterstühung haben.
Ganz allgemein, aber auch außerhalb des Arbeitsbeschaffungsprogramms und der öffentlichen Arbeiten will sich die Reichsregierung bei den Landesregierungen mit allem Nachdruck dafür einsetzen, daß die Gewerbeaufsichtsbeamten bei der Bewilligung von Ueberstunden mit Rücksicht auf die ungünstige Lage des Arbeitsmarktes größte Zurückhaltung üben und, daß die Staatsanwaltschaften bei der strafrechtlichen Verfolgung von Zuwiderhandlungen gegen die Arbeitszeit- Vorschriften mit aller Strenge vorgehen.
Die Reichsregierung wird weiterhin um eine abschließende Regelung durch möglichst baldige Verabschiedung der Arbeitslosenversicherung bemüht sein. Die Denkschrift über die Maßnahmen zugunsten der älteren Angestellten , soll dem Reichstage, wenn irgend möglich, noch im November zugehen.
An die Erklärung der Regierung über dte Erwerbslosenfürsorge schloß sich eine längere Aussprache, in der jedoch die Redner der
Bayrischer Ministerbesuch in Berlin
Berlin, 3. Nov. (Prio.-Tel. des W.T.B.) Auf Einladung des Reichsinnenministers Dr. Külz war gestern der bayerische Innenminister Stü tz el zu einer Besprechung in Berlin. Wie die „Voss. Ztg. zu berichten weiß, wurden alle zwischen dem Reich und Bayern schwebenden Angelegenheiten besprochen, darunter auch grundsätzliche Fragen, die Verhältnisse zwischen Reich und Länder betreffen. In der Besprechung wurde Mischen den Ministern Uebereinftimmung über die Behandlung dieser Fragen hergestellt.
a) im Wege der Verordnung, die Zustimmung des Reichsrates vorausgesetzt, für bie Dauer des Winters, also bis zum 31. sämtlicher Haupt- (Ledige und Fa-
Grund dieser Besprechung einen
neuen Refecenkenenlwurf ausarbeiten, von dem man bei den Ländern annimmt, daß er in etwa drei Wochen fertiggestellt werden kann. Dieser Entwurf wird dann dem Reichskabinett zugehen und einer eingehenden Beratung im Reichsrat zugeführt werden. Nachdem die . wichtig st e staatspolitische Frage durch die Beibehaltung des § 35 aus der Debatte a u s g e s ch i e d e n ist, glaubt man in Kreisen der ßänber, daß sich über die anderen Streitpunkte eine Einigung wird erzielen lassen, wenn auch bisher von selten des Reichsfinanzministeriums in der Frage der Garantie der Umsatzsteuer in Höhe von 450 Millionen Mark keine Zusage erfolgt ist. Der Bedarf der Länder soll bei der Verteilung der Steueranteile auch in Zukunft berücksichtigt werden. Die garantierte Summe des Reiches für die Einkommensteuererträge der Länder wird von 2,1 auf 2,4 bis 2,5 Milliarden erhöht werden. Auch in den übrigen noch nicht völlig geklärten Fragen dürfte in dem Referenten entwarf die zum Ausdruck gebrachte allgemeine Meinung der Länder und Gemeinden in weitgehendem Maße Derücksicht.i- gung finden.
Kundgebung für die europäische Verständigung
Berlin, 3. Nov. (TU.) 3m großen Sitzungssaal des Reichstages fand gestern abend eine Kundgebung des Verbandes für europäische Verständlgung statt, zu der zahlreiche Minister und Parlamentarier des Reiches und der Länder, sowie Vertreter der Wirtschaft, der Arbe tgeber- und Arbeitnehmerorgan isat.onen, sowie Persönlichkeiten a s Wissenschaft, Literatur und Kunst erschienen waren. Reic^tagSabgeordneter Dr. S ch ü ck i n g eröffnete die Versammlung. Der Redner erklärte „Wir verlangen keine pazifistische Weltanschauung. Wir wollen vielmehr über alle Grenzen der Konfessionen, Klassen und Parteien hinweg alle sammeln, die heute in der auswärtigen Politik guten Willens sind. Wir sind unserer Regierung dank- bar, daß sie in vollem Maße von der Erkenntnis beherrscht ist, auf neuen Wegen die nationalen Ziele zu verfolgen. Wir wollen sie darin unterstützen." Re chstagsabgevrdneter Geheimrat Prof. Kahl erklärte, er könne es nicht aufbringen, mit Begeisterung von der Sache zu reden. Er wünsche nicht den Krieg, aber er vermöge es nicht zu vertreten, daß niemals wieder ein? geschichtliche Lage eintreten könne, in der die Kriegsfurie dahirchraust. Aber gerade, wenn man die Kriegsgefahr als immer lauernd betrachte, gewinne die Verständigungsarbeit ebne doppelt ernste Bedeutung.
Die Aufrechterhaltung der Tatsache eines entwaffneten Deutschlanos inmitten eines roaffen- fkarrenden Europas schließe grundsätzlich die völkerrechtliche Gleichberechtigung, auf der allein die Verständigung beruhen könne, aus.
Der Gedanke eines europäischen Staotenbundes oder gar Bundesskaat sei eine Utopie Der Zentrumsführer Prälat Dr Kaas wies darauf hin, daß der Aufruf des Bundes für europäische Verständigung die Unterschriften von Stresemann. Briand, Marx und Macdonald trage. Der frühere Reichswirt- schaftsminister W i s s e 11 begrüßte die Erklärung des Generaldirektors Bögler, in der dieser erklärt habe, daß die wirtschaftliche Verständigung nur Be-
Annahme von Anzeigen für die xagesnummtr bis zum Rachmitlag vorher.
Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“ 0 mehr.
Theftedokteur.
Dr. Friede Wich. Lange. Derantwortlich für Politik Dr Fr. Wich. Lange; für Feuilleton Dr H Thyriot; für den Übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil i.Dertr H. Deck, sämtlich in Gießen.
tieren.
Der durch die ursprüngliche Absicht des Reichs- finanzminisleriums drohende siaatspolitifche Konflikt dürfte damit als beseitigt gelten.
Dagegen verlangen die Länder nach wie vor die volle Garantie für das Aufkommen von 450 Millionen Mark, d. h. also 30 Proz. des Gesamtaufkommens aus der U m f a tz ft e u e r. Dem Wunsch der Länder, die Einkommensteuerquote von 80 Proz. auf 90 Proz. zu erhöhen, wird jedoch voraussichtlich nicht Folge geleistet werden, da das Reichsfinanzministerium der Ansicht ist, daß die Länder auch von sich aus die vom Reichsfinanznnrn- sterium eingeleiteten allgemeinen Sparmaßnahmen in der Verwaltung energisch durchführen müssen und dadurch beträchtliche Ersparnisse I erzielen können. Der Reichsfinanzmini st er wies darauf bin, daß der vorliegende Entwurf lediglich als eine Grundlage gedacht gewesen sei, um auf diese Weise in einer unverbindlichen Besprechung die Ansichten der Länder kennenzu- lernen. Don feiten des Reiches wurde im Zusammenhang mit der Stellungnahme der Reichs- regierung zum Erwerbslosenfürsorgege- e tz eine gewisse Entlastung der Länder in Aussicht gestellt. Was die politischen Befürchtungen einiger Länder angeht, so wurde von feiten bes Reichsfinanzministeriums erklärt, daß das Reichsfinanzministerium keinerlei politischen Druck ausüben wolle, sondern den Finanzausgleich rein auf finanzieller Grundlage zu regeln wünsche. Auch von sächsischer Seite wurde betont, daß durch finanzielle Regelungen politische Fragen keineswegs beeinflußt werden dürften. Alle Ländervertreter waren sich darüber einig, daß vor der endgültigen Regelung die Hauszinssteuer reformiert werden müsse. Von süddeutscl)er Seite wurde besonders darauf hingewiefen, daß, nachdem der Reichstag eine Begrenzung der Miete auf 100 Prozent festgesetzt habe, die H a u s z i n s st e u e r, in Württemberg und Hessen Gebäudeentschuldungssteuer genannt, ein ganz anderes Gesicht bekommen habe und sich als die unsozialste und unwirtschaftlichste Steuer herausgestellt habe.
Das Reichsfinanzministerium tbirb nun auf
Thoiry im Reichstag.
Berlin, 2.Rov. (WTB.) Der Auswärtige Ausschuß desReichstages ist heute vormittag, wie das Rachrichtenbureau des Vereins Deutscher Zeitungsverleger berichtet, unter dem Vorsitz des Abg. Hergt zusammengetreten, um die Besprechung über Thoiry weiter fvrtzusehen. Reichsaußenminister Dr. Stresemann behandelte in ausführlichen Darlegungen diese Frage. Anschließend sprach General von Pawels über die Militärkontrolle und die Frage der Verbände in Deutschland. Es entwickele sich hieraus unter den Ausschußmitgliedern eine längere Debatte, in deren Verlauf auch von feiten der Regierung Reichsminister des Innern Dr. Külz zu einigen Erläuterungen das Wort nahm. Am Schluß der Aussprache wurde ein Antrag der Regierungsparteien und
1106 MW«. I einzelnen Parteien noch keine bindenden Erklärungen abgaben, sich vielmehr die Stellungnahme I ihrer Fraftionen vvrbehielten. Beschlüsse wurden I demgemäß nicht gefaßt.
Viesionf eren; derAnanMinifter,
Berlin, 2. Rov. (TAI.) Die heutige Kon- 1 ferenz der Finanzminister der Länder im Reichsfinanzmimsterium über ben neuen Finanzausgleich begann am frühen Vormittag. Von feiten mehrerer Länder lag der Antrag vor, die Einkommen st euerquote für die Länder und Gemeinden, die gcgeittoärtig 75 Prozent beträgt, auf 90 Prozent heraufzusehen. Don einflußreicher süddeutscher Sette wurde in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, daß den Ländern infolge der Notwendigkeit, die Haus- zinssteuer (Grundstückentschuldungssteuer., Gebäudesondersteuer) vom 1. April 1927 ab beträchtlich herabzusehen, durch Erhöhung der Reichszuweisungen ein Ausgleich geschaffen Werden müsse. Das Reichsfinanzministerium hat je- doch den Plan, den 8 35 fallen zu lassen, inzwischen aufgegeben. Der § 35 sieht bekanntlich Dor, den ertragsschwachen Ländern mindestens 80 Prozent des Reichsdurchschnikts der Einkommensteuer pro Kopf der Bevölkerung zu garan
höhen;
b) zur Vereinfachung der Verwaltung und zur Vermeidung sozialer Schäden den Ain- terschied zwischen alleinstehenden und mcht alleinstehenden Arbeitslosen zu beseitigen und die Nichtalleinstehenden auf das Niveau der Alleinstehenden zu heben; _
c) die obere Grenze für die Erwerdslosenfür- forge so zu gestalten, daß auch das 4. Kind (der fünfte Familienangehörige) den vollen Zuschlag erhält.
d) durch bindende Vorschriften sicherzustel- len, daß die Prüfung der Bedürftigkeit gleichmäßig und dort, wo es bisher nicht geschehen war, entgegenkommend gehandhabt wird (Feststellung von Dedarfssahen für den Arbeitslosen und seine Angehörigen). Kleiner Besitz-Spargroschen, Hausrat, kleines Eigentum, das keine nennenswerten Nettoeinnahmen abwirft usw. — darf nicht zur Verneinung der Be
rn bilden, ist eine Entdeckung, die nicht ganz neuen Datums ist. Heber sozialpoliti^e und wirtschaftliche Fragen ist dte große Koalition unter der Kanzlerschaft ©tret ernannt in die Brüche gegangen, denn die Sozialdemokraten sind w -----—o--------
dug Furcht vor den Kommunisten und unter dem ^eic^arbeitsmimsteriums die Stellung der Druck ihres radikalen Flügels nie imstande ge- ^e i chs r eg ie run g , wie folgt, betanntgege- wesen, sich in solchen Dingen den anderen bürger- &en; Reichsregierung ist bereit, in der lieben Parteien der damaligen unterstützenden Lrwerbslosenfürsorge
matzen anzupassen. Dieselbe Ersahrung haben wir i ....
vor einem Jahr gemacht, als trotz aller Versuchs an denen auch der Reichspräsident persönlich starken Anteil genommen hat, es nicht gelungen ist die Sozialdemokraten zum Abgehen von ihren untragbaren Forderungen zu vercmlassem Nun tritt der Reichstag wieder in Tätigkeit, der Gedanke der Regierungserweiterung Wird lebhaft erwogen, Zentrum und Demvttaten reden den Sozialisten gut zu, sich zu mäßigen und ihre Vorstellung von Klassenkampf belferte zu stellen, um die Verantwortung an den Negierungsgeschäften mit tragen und an der Pottaschen Arbeit mit teilnehmen zu können, aber alles
Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags.
Beilagen:
vteßenei FamilienblLtter Heimat im Bild Die Scholle
monais-Bejugspreti: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112.
Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Ließe«.
Postscheckkonto: granffurt am Main 11688.
m. 258 MM Blatt Nb. ,a»rg<mg Mittwoch. 5. 1926
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Mit dogmatischer Starrheit haften die So- Uialdemokvalen an ihrer Forderung fest, den Achtstundentag als solchen gesetzlich fest- »ulegen und Ausnahmen nur auf Grund tarifa- rischer Abmachungen unter ganz besonderen Bedingungen zu gestatten. Wenn dagegen die Arbeitgeberverbände in einem Umfange, daß das «mze wirtschaftliche Leben Deutschlands einbegriffen ist, sich zur Wehr setzen und auf die ungeheuren Gefahren aufmerksam machen, die durch die starre Festlegung des Achtstundentages heraufbeschworen werden, dann sprechen die So- »aldemokraten mit dem .Vorwärts" an der Spitze .
üach dem alten Schema des Klassenkampfes von bürftigteit fuhren; der Profitgier und dem Herrschgeist des deutschen e) 3^ verhutm, daß Lftbettsstellen mitfort- ülnternehmertumL. Deutlicher können sie ihr Ain- lausender voller ^^t^tigkeit Wege
vermögen, sich von hergebrachten Vorstellungen der Pflichtarbeit besetzt werden,
freizumachen, Dicklich nicht dartun. Als Sil- Alnverzüglich will die Reichsregierung dem verb er g in feiner nachgerade legendär gewor- Reichstag und dem Reichs rat Vorlagen für ge- denen Dresdener Rede den Sozialdemokraten sehftche Regelung machen, nach denen vorhielt, sie mühten nunmehr auch den Gedanken . Wochengeld und der Entbindungs- des Klassenkampfes endlich auf geben, wenn der kostenzuschlag der Ehefrau nicht auf die
wirkliche Friede und erfolgreiches Zusammen- Llnterstühung des Ehemannes angerechnet
arbeiten von Unternehmern und Arbeitnehmern werden;
durch wesentliche Zugeständnisie jener hergestellt b) Wege einer Krisenfürsorge die Answer den solle, antworteten die Sozrcttdemorraten gesteuerten, so weit sie noch arbeitsfähig ungefähr in dem Sinne, daß Zugestandmsse der ar beite toillig sind, für die Dauer
Arbeitgeber wohl zu begrüßen sein dürften, daß Winters an der Erwerbslosenfürsorge
sie aber nicht daran dächten, nicht mehr vom teilnehmen zu lassen. Die Lasten der Kri- Klassenkampf zu sprechen. senfürsvrge sollen zu sieben Zehntel vom
Bei der politischen und wirtschaftlichen Lage, in Reich, zu drei Zehntel von der Gemeinde der sich Deutschland befindet, sollte man eigentlich von den Führern der großen Ärbeitnehmerverbande o viel wirtschaftliche Einsicht erwarten tönen, daß ie begreifen, roanim Deutschland auf dem Gebiete )er Arbeitszeit den anderen Völkern nicht gerade bahnbrechend und beispielgebend oorangehen kann. Das bekannte Washingtoner Abkommen sieht ja grundsätzlich den Achtstundentag vor. Es liegt also | nichts naher als der Gedanke, mit der Regeluna der Arbeitszeit auf gesetzlichem Wege wenigstens so lange zu warten, bis das Washingtoner Abkommen von den anderen in erster Linie in Frage kommenden Mächten ratifiziert ist und somit gleiche Arbeitsbedingungen für alle geschaffen sind. Gerade jetzt wird immer deutlicher, daß der englische Kohlenarbeiterstreik endgültig verloren ist. Das ist ein schwerer Schlag für die Arbeiterbewegung in Endland, der dadurch nicht aufgehoben wird, daß tue englische Arbeiterpartei bei den Gemeindewahlen er- heblichc Erfolge zu verzeichnen hatte. Diese Erfolge bedeuten eigentlich nur eine Niederlage der beiden anderen Parteien, von denen die liberale innerlich uneinig und gespalten, die Konservative als unfähig zur Beilegung des Kohlenstreiks erwiesen ist. Zwei- fellos wird im englischen Kohlenbergbau nun zu- nächst nach Wiederaufnahme der Arbeit von einer gesetzlichen oder vertragsmäßigen Festlegung des Achtstundentages oder, da es sich um den Kohlenbergbau handelt, einer noch kürzeren Arbeitszeit wie bei uns, nicht die Rede fein. Der deutschen Industrie, die außerdem die Lasten des Dawesgut- achtens tragen muß, steht ein ungemein scharfer Wettkampf namentlich mit der englischen Industrie bevor. Statt nun alle Kräfte anzuspannen und ein


